Aus der Prvvinzialbauptfiadi.
• leltx. ben 29 dugut 192«.
Das du tun kannst . ..
.Ach ja. kommt mir nutzt mit neu« Pflichten xxb ncm Aufgaben, ich habe ja soviel M hm, utz -ab. ja so Denig Zeit.'
Sv t« »<*1 bte QOflemetne Aed«. Du redest ein« Ausgabe da« Dort, von -er du seiht, bah sie utchd-g »st für ein« arohen frort« von Men- sch«. * gewisser Hinsicht sogar für do« gan^e Boll, dem du angeborlt Denn keine Ausgabe und fe*ne Handlung hetzt ja für <üfe allein, fie strahlen all« au« und mieten in den weitgezogenen frrei« der Dollsgeme: nschafk Und du empfängst d»e Antwor: dah die Pllicht bei Lage« bäh der Daseinskauu'' bereit« all« ÄrAlte btnbc Aicht« keine Minute. letne Handbeweguna. kein Federstrich ist metzr übrig fstr anhrt Ausgaben
Bielle ich! märe das alles übrig, wenn du dafür einen Gewinn versprechen könntest einen direkten und periönkchen Gewinn Der Dille kann ja Wunder bew der. Man würde irgendein« läp- p'.sche Spielerei, «in Vergnügen, da« gar fein Vergnügen ist eint leere Stunde verbracht in Aichtstun und Hmdännnern. dafür bingeben, und brr Wunsch wäre schon erfüllt, d-e Aufgabe geleistet das Ziel erreicht Man würbe vielleicht auch eine andre kleinere Aufgabe zurückstellen oder gant auf geben, um der gröberen zu dienen Ader da du keinen unmtttelboren Vorteil versprochen kannst, tr tb man sich an den Vorteil halten den man fchon in der Hand hat. und drin Auf bleibt unberücksichtigt
Kein« Frag«. tote seufzen alle unter vasten, der eine mehr. der andre weniger. Der ««n« ist eingepfercht >n einr Fülle kleiner Pflichten, die genau (n schwer sind und genau so eermürben wie einige grohe vasten. Und es ist verständlich. M wir nicht danach Verlangen tragen, mehr aus un« ju nehmen aM wir müssen, al« unser Vorteil erfordert
Aber e« gibt wohl auch Ausgaben, die nicht danach zu beurteilen sind, ob sie unmittelbaren persönlichen Austen bringen. Sie flnb besonders zahlreich und dringend m einer Zeit der Gärung und der Bedrängnis. wie die ist. in die wir h-ne in gestellt sind Vicht nur für unsere Sa- rnlle und Freunde, sondern viel weiter, für den ganzen grohen Arei« der Volksgemeinschaft, zu ber feder von uns gehört Unb fragen wir un« dann etnrnal, ob wirklich alle« getan wird, von jedem von un«. was >hm zulle 1. ob er nutzt leichthin abschütteltc, was ihin nicht behaglich war, ob er sch nicht daraus verliest Der Vachbar wird« schon machen' Am/der einen Stell« wäre ein schlichte« Dort der Aufklärung am Plaste, an der andern ein Warnruf. an bet dritten eine totfrättigc Hille Unb wa« geschieht? Und trenn etwas getch etzt. geschieht da« Aichtige. da«, wa« beste, von reinster Motiven geleitete Einsicht al« richtig erkennt?
Die viele« wird zu jeder Frist verhütet Bedachten wir schon einmal dies Mi taibeT Wieviel geschieht nicht, wa« geschehen könnte' 3a Di «viel geschieht nicht, was geschehen konnte' Und wieviel gescheht wa« bester nicht geschehe? 8.
Tatee für Donnerstag. Sv. August
boonenaufgang 5.00 Uhr. Tonnenuntergang 1M1 Uhr — Mondaufgang 19,11 Uhr. Monduntergang 3 ir Uhr
1844: der Geograph Friedrich Nahet in Karlsruhe geboren; — 1870: Sieg ber Deutschen bei Beaumont; — 1815: der Aordpolsahrer 3ufiu« von Payer In Velden gestorben
Oornotijtn.
— Lageskalender für Mittwoch Licht- spiechau», vohnhofstraste. ..Die Liede vom Zigeuner flammt". — ststoria Lichtspiele ^Zirkusleden"
•• Geländetausch zwischen evangelischer Kirchengemeinde und Stadt. Tw evangelische fritdxngemembc hatte bei der .Feidberemigung der ®ieperer Gemarkung einen Plast an der Jtlmtfftrabc für cmen zukünftigen Krrchenbau erhalten Die Stadt hat. da dieser Plast mitten hn Alinifgelänbe liegt, der evangelischen Äir4tengemetnbc vorgeichlagen. ihr Grund- eioenhim an dieser Stelle gegen einen Platz am Wartweg zu vertauschen Dieser Geländetausch ist jetzt zwischen ber Stadt unb der evangelischen Ktechengemeinbe verfett geworden. Die Kirchen- wmetnbe deabsichttgt. auf Metern Plaste eine Kirche einen Gemeindesaal und ein Psarrtzau« für hie hn südlichen Stadtteil nengegrünbete Petrus-G.'me nde »u erbauen Denn auch der Kivchrndau im Hinblick auf die Finanz« raae wohl noch in etwas weiter Ferne liegt, so dürfte aber doch Wohl damit zu rechnen fein, dast voraus- sichtlich noch in diesem Herbst der Bau des geplanten Gemeindesaals lut die Petrus-Gemeinde auf dem Grundstück am Darnveg ;n Angriff genommen wird.
•* Ueble Strastenverhältnisse entlang der Strasienda hn beerben gegenwärtig in ber Kirchstrade. auf dem Kirch«platz unb in ber DUIwrstrahe Dorr wurden on Aus- trage de« Glekirizrtätswerka« bi« sog Schienen- W ber Gleise gefchweiht unb zu dreiem Zwetle die Pflasterung i.ntlütz ber Schiener. aufgenHcn. Obwohl diele Arbeiten nur schon seit mehreren Wochen beendet sind, blieb bt« heute bi« Fahrbahn in ben genannten 6traben an ben bezeichne en Stellen ohne bi« erl otbert i4>: fftneuerung ** rft dringend zu wünschen, dast feiten« des Girltcuitä;«wertes, da« für diese Diederherstel- ung der Strahan zuständig ist, bre erforderlichen ^enovierunAsa rkxn rei uni gehend erledigt werben, (Knn zur 1tertchöi»:runa unteres ohnehin recht stikimütterlich bc&anbelien Vordost-Biertel« trägt ber jetzige Zustand bet Straben wirklich mcht bet Es dürste «ich ganz im afiganemen empfehlen überall nato Slrahenaufbruchartzeiten niae'lumt für einen befriedigenden Zu stand der Sir asten krieder Sorge zu tragen.
** Zwei Unfälle Gestern nachairttag 4 il^e ereignete fich tm Aeuban bet Schillerschule ein Uniall Beim Einteyen einer Fensterbank brach der 26iäbnge Maurer Karl &€rfcbt wurde Gr wurde durch die ireiwiNige öonitätüWmiTx vorn Voten Kreuz in d»e ^h.raraische Klinik verbracht, wo eine Becke nguetschung festgeftellt wurde - Jxmöptticn tr. einer wegen Bauarbeiten qe- 5trahc verletzte fich ein cjähriger tenave dadurch dah er von entern Kieshauten uuerutfchte und mit dem linken Bein in bei- fi en Teer geriet. Der Junge wurde nach 3n- ^ung eines Voiverbcrndes durch öic €an-tärt- koumne vom Voten Kreuz m feine c'tedtdK Ahnung verbracht. Die Verletzungen des Km-
be« sind derart, dast es in ävstllchc Behandlung gegeben werden mustte.
" Bei der Arbeit verunalücki Heule morden gegen 1 J9 Uhr verunglückte in der A obste: mer Str aste ber Arbeiter Heinrich Hö - nisch bei Xeerarbeiten. 3r fiel mit einem Ot<en- lab voll Leer von einem plötzlich kippenden, nxi- rdber gen Karren unb erlitt dabei eine Becken- quet 7 chu na. D« Freiwillige Sanitätskv'onne vom Voten Kreuz verbrachte ihn m die Chirurgische Kllnck
•* Hessische Sanitätskolonne vorn Voten Kreuz. Arn 1. unb 2. September findet der 10. Hell Kolonnentag der Frriw. Sanitätskolomv vom Loten Kreuz und in Verbindung damit die Feier des Liührigen Be- stehen« brr G testen« Kolonne stati Der auf den 1 September onge'egten Vorstand«- unb Delegiertenf iguna folgt am Abend ,n der Volks- Halle die Veqrühungs- unb Iubiläumsfeter unter Mitwirtuna hefiger Gesang- unb Sponvereine. Zu btefer n ur wird die Teilnahme der hiesigen Anwohnerschaft «wartet Am öonnlai 2 September. morgen« 8 Ufer. treten die Kolonnen in der Oftanlage und Tloitfeftrab« zum Abmarsch nach dem Lanbgraf-Philipp-Pla» an. wo eine Gedachlnisfei« und Äraninteberiegung für die Gefallenen hartfinbet Die am Güter da hnhos um 2 Uhr ftatthnbenbe Hebung der Giestener Kolonne unter Mitwirkung des Gifenbahn-Vet- tungspersonals. wirb den schauem Gelegen-
Verkehrsordnung ekfoköert Rechts gehen!
heit zum Ginblick in die vielseitige Tätigkeit der Kolonne bieten. Den Avschluh der Veranstaltungen bildet kamerodichaftliches Zufammenfein mit Damen im Katholischen Verein-Haus. Aach den bis jetzt vorliegenden Meldungen aus den drei hessischen Provinzen und den Vachbar- gebieten werden rund 1000 Sanitäter an der Feier teil nehmen. Mit Rücksicht auf das gemeinnützige Vielen ber Sanitätskolonnen wird es llch bie SinwohnerjckxUt angelegen fein lallen, ben Gästen den Aufenthalt Tn Tiesten fo angenehm wie möglich zu machen und besonder« durch Gewährung vou Freiquortieren unb Beflaggen ber Häuser zu A igen, bah sie die ohne Ansehen der Person unb des Standes geübte Hilssdereitschast unterer hessischen Sanitäter zu würdigen weih.
•• GIne Achtzigjährige. Jfcren SO. Geburtstag begeht morgen Donnerstag 30. Aug Frau Marie P s e i s s e r Dwe. Xeuen Bane 2 wohnhaft in voller körperlich« und geistiger Frische
*e Städtische Fruhvbstoerst rige- r u n g. Am kommenden Freitag wird das Frühobst der Stadt Siehen — Birnen und Lepfel - von ben Bäumen an der Schützen st rahe. am Bolksbad. an ber Steinst raste, am Dieseckrr Weg. am Vuf Verberg, am Alten Steinbacher Dec» hn Lärchenwäldchen. bei brr Licbigshöbe. im städtischen Obstbaumfluck und im früheren Tlhrornschen Garten an der Kläranlage öffentlich meistbietend versteigert. Vähere» in ber heutigen Bekanntmachung
** Di« Deutsche Sigenheim-Gesell- schaff mit bem Sitz m Frankfurt a. M. hatte für Samstagabend zu einem ölsentllchen Vortrag tm Saalbau Sauer über .Gestellung von Häusern mit zinslosem Geld" eingeladen. Der Aedn« be« Abenb» Syndiku« Dr. D a a n e r - Frankfurt, aina in feiner Ginleitung au* bie Ursachen des Dohn : angel« cm. sprach fern« von der Unzulänglichkeit ber staatlichen und gemeindlichen Hilfe unb schitberte den Derk eines Gigrn- heimes. Da aber die Schaffung von Eigenheimen nur finanziell, gut gestellten Leuten möglich ist. fo ist die arohe Maste derer, die em Eigenheim erstreben. Denen aber die Mittel dazu fehlen, aenötigl sich ,n Gesellschaften zusammenzu- schliehcn. wie dies bi Deutschland bereits vielerorts geschehen ist. 3m folgenden schilderte nun der Aedn« die Verhältnillc der Deutschen Gigen- heim>Gesell'chaft. Diele wurde 192k in FranFurl gegründet unb erstreckte sich ursprünglich nur aus ba« Frankfurter Stadtgebiet. Sie zählie am Gnbe 1927 83 Mitglieder unb ist heute auf rund 1200 Mitglieder gestiegen. Gin Prozent der Mitglieder konnte bereits mit Baubarlchen. durchschnittlich 15000 bis 18000 Mark, beliefert werden. Aar wer 10 Prozent be« Darlehens einbezahlt hat', form in eine Baugruppe gelangen. bie in dieser Gruppe zu errechnen bei Schlüsselzahlen entscheiden über die Auslosungen. Die Geselllchast ist heute schon verbreitet über Oberschlefien. Bavern. dos Saorgchict und Hellen-Aoslau und gewährt ihren TÜitgl-ebem zinslose Darlehen von 3 30 000 Mk.. bie ver
wandt werden buclen zum Hausbau Hauskaus. Hausumbau unb zur Ablösung hochprozentiger Htzpotheken. 3c gröher do« Darlehen ist. desto schmeüer raub die Rückzahlung erfolgen. An Der- waltungskokten fmb 10 Proz. der Darlehns- summe zu bezahlen. ,edoch 161inen diele 10 Proz. auf 20 3atre verteilt werben, so bah allo pro 3ahr •/■ Proz. ber Lumme zu bezahlen ist. Dir Gesellfchafl ist politifch unb religiös völlig neutral unb hat liefe baS <ji«k ge'etzt. iebem feiner Mitglieder zu einem ff.gen beim zu verhelfen Während de« Vortrages kamen leider unliebsame Zwischenfälle vor. bie fich auch in bei nochsolaenden Aussprache noch wiederholten. Aur dem energischen Einspruch des auch m bee Diskussion e ngmfenb. n Schlos'er- meistcrs Schön-Gietzen war es zu verbanken, bah bie Versammlung schließlich doch noch, wenn auch unter vielem Protest, ruhig zu Gnde geführt werben konnte.
** S tudienf ahrl der Bogltchen Handelsschulen. $><«• Schüler und Schülerinnen der Vogllchen Handel-fchulen haben wie man un« schreibt, fr. der Zeit vom 30. 3ufi bi« 4. August unter Führung der Lehrer wiederum eine Stu- bwmfcferl nach Hamburg ffutfenren und Hekgv- land unternommen, wobei den jungen Leuten eine Fülle von neuer Eindrücken vermineit wurde, ffrflärungtn und Beschreibungen können nicht das ersetzen, was mit eigenem Auge un Bereiche einer Deltstadr wahr genommen werden kann. Diesmal konnte das neue Daren hau« von Karstadt in Dauudeck. das in ganz neuzculich.'r Form erbaut unb eingerichtet ist. besichtig, werden Sehr lefenrid) Uxir auch die Vesichtig-aoq des Palminwerkas m Dilhelmsburg. da das Derk
aus bw oattmrfk Bandbekrtebsweite etngestelli ist. Da« schönste Grleöms war die F.-chcn nach Helgoland Fermer wurden alle Sehenswürdigkeiten rn ber Stadt unb tm Hafen von Hamburg aufg^ucht. Tve Fahri tarn als wohl gelungen gelten zumal ba« Detter dte Aeife begünstigte
Ober Hessen.
Landkreis Wiefern.
L Grasten. Linden. 2R. Lug In ben letzten Tagen wurde m t der G rumme lernte begonnen 3nsolgc der letzten Aegen liefern die hesevgelegenen Diesen doch noch mittler« ffc- träg«. Aus trocken« D.c'cn kam brr Aegen zu spät, viellach lohnt sich bas Mähen nicht mehr, da b;c Grunbgrä'« völlig abgeh orten find unb nur e.niflt trockene Stengel den Boden bedecken. Der Stand der Hacksrüchte .st un alUie- mc.ncn gut, in Velen Lagen fogat recht gut D e ffrnte der namentlich zum Selbsdgebrauch angebauten Frühkartoffeln st nur lehr gering, auch d:e Halbs ruhen blauen Odenwäider bringen nur schlechte Grtrage b ngcaen zeigen Ne späten ÄartoMeln guten Stand, hängen voller, ailerdinas noch Heiner Knollen die sich jetzt aber noch gut rr'rntdrbi können. — ffmen M«rk- ftnn m der Geschichte unterer Stadt bildet der vor einigen Tagen in unserer Gemeinde begonnene Oleubau be« Bolk«schulacbäu- de«. flinem schon lange bestehenden Bebürfni« wird Hamit endlich abgcbnlfen. beim die gegenwärtigen Schuisaalverhaltnisse sind nicht die besten Da auch Turnhalle und ein grofier Spielplatz sich in nächst« Aähe befinden unb das neue Schulbau« in ein« Obsthain zu liegen kommt, so w:rd mit frohen Hoffnungen bei jung und alt die Fertigstellung des Gebäudes erwartet.
O Lollar. 2R. Hug. Zwei sehr beachtenswerte EtegeimTchwi i m r n bzw Turnen wurden dieser Tage von zwei Coüarrrn errungen, die den Siegern sowohl als auch unserem Ort zur hohen (Ihre gereichen. Der Backer Konrad Heinze blieb erster Sieger der 5)cssischen Landsmannschaft im 3000 m. Schwimmen in Mainz. Den, Turner Wilhelm Hofmann. der bei dem diesjährigen (Bauiurnffft des Turnaauk» Lohn Dünsberg Ubrcnficacr im Zwölf, und Neunkampf roar, konnte beim nuetragen der Bundesmelsterschasten im Allgemeinen Deutschen lurnfrbunb in siuttoan bei scharfem Wettbewerb im Zehnkamp' ber 8. Sieg zuerkannt werden.
e Hattenrod, M. Aug Zu unserer gestrigen Mitteilung über bat tragische Ableben bee jungen Mannes ist berichtigend hin tu luftigen, dost die Vorwürfe, die btm freiwillig aus dem Leben (stefchiedenen fo lehr erregten, dast rr zu seiner per* hoiigni -vollen Tot schritt, nicht non seiner Schwiegermutter, sondern von der Schwie- germuttrr feiner Ehefrau, also non (einer eigenen Muller erhoben wurden
Dir berg 28. Aug. Die (5- r n t ? ■ n u n - ferer Gegend zieht sich diese« 3ahr etwas hinaus. Vor vier Dochen fand in unseren Kirchen
eine »rntcbcglnnfeier statt, die unter Mitwirkung der Konfirmanden liturgisch reicher au«gcRoItrt war Korir- unb Gerfteemte setzten darauf last glcichzeitia ein und wurden in guter Qualität und Quantität alsbald cingebrachi Die Trockcnboil dieser ersten Grntewochen kam den Arbeiten sehr zustatten, während hie nun folgenden 8rnbearbeiten an Deizcn unb Hafer durch die ersehnten Vegen'älle, die für Hackfrüchte und Kartoffeln sehr nötig waren, etwas aufgehalten wurden. 3mmerhin Ist jetzt fast alle« abgemacht, unb toemi es noch einen trockenen Tag gibt, so ist auch der Rest vom Hafer und Deizcn glücklich cingebracfet. Da« Grummet auf den Bergwiesen ist sehr spärlich, während bie Drimd- unb Tal- wiesen noch eine erträgliche Grnte versprechen. 3n der Grntezeit ereigneten sich einige iln- glück « fälle. die glücklicherweise noch relativ gut aWicfcn. 3n Beltershain wurde die ffhefrau eine« Landwirte« vom umstürzenden tarntrteagen geschleuh-rt. wobei neben einigen Prellungen ein Arm aus bem Schultergelenk gekugelt wurde 3n Göbelnrod siel ein Landwirt vom Lchcuergerüft auf die Tenne brach habet einen Arm und zog sich schwere Verletzungen am Kopfe za. Vach mehr al« dreiwöchigem Krankenlager geht es bem Verunglückten heute erfreulicherweifc wieder fo gut. dah feine Wiederherstellung gesichert scheint. Auch in Harbach war eine Frau vom Scheuergerüst gestürzt und lag viele Wochen an einer schweren Gehirnerschütterung zu Bett. Der Unfall des Landwirts in Bol 1 nbach ist glücklicher verlausen, al« es zunächst schien. 3n der Kllnik. in die er verbracht wurde, konnte feine innere Verletzung sestgestellt werden. Auch er ist heute Rekonvaleszent. - 3n Göbelnrod r^acht sich bei einigen Pferden eine Art Erkältungskrankheit bemerkbar, die besonders unangenehm ist. weil die Landwirte in biejer arbeitsveichsten Zeit ihr Gesvaim nicht entbehren können, zumal hier schon bte Dreschmaschine geht
- Aabertshaufen. 28 Aug Der vor etwa Iahoesfrist recht« brr Strahe von hier nach Aobhetm im »og. .Merluh" errichtete Stein- b r u ch war durch tue Veränderung der Pacht- Dcrfeältniif.’ auf bem Hof gut Vingelshaufen in andere Hände übergegangen. Aun hat ber Pflastermeister Heinrich Zimmer von Biffe«. ber den Bruch femerytt angelegt har dadurch feste Berhältnille geschaffen, ban er ihn auf 12 3ahre gepachtet hat. Die feier gebrochenen Stern« zeichnen sich durch grobe rtestigkeil bei geringer Porosität aus unb lassen sich sehr gut behauen (34 ist beabfichtigt, im Spätherbst eine bedeutende Vergröberung des Betriebe« oorzunehmen und ein Anschluhgleis zur Pro- vinzialstrahe zu legen, fftne 12 mal 5 Meter grobe Steinrichterhälle bie den Steinhauern Schutz gegen bie Unbill ber Witterung gewähren soll, ist bereit« vorhanden G« scheint 'ich hier eine Anlage mit wirtschaftlicher 3uhmft zu entwickeln, da die Abraumschicht lehr gering ist. alle anfallenden Vruchkteinc (ast ausnahmslo« zu PHasterstetven für Klein- und Mosaikpslaster sich verwenden lallen und svL Sonnenbrandstc.ne sich kaum vorfindm. Zur Srhohung der Wirb- schasllichteit de« Betriebe« soll auch ein befestigter Fahrwez zur Strahe Rabert«hausen Aodheim angelegt werden Die anfallenden Pflastersteine werden teil« ,n den umliegenden Dörfern verarbeitet, teil« mit Fuhrwerk zur Bahn nach Oder-Diddersbelm gebracht und dort verfrachtet.
T Robheim a. d Horloff 28 2lufl Die b»clige Spar- unb Darlehenskasse e E m. b. H. feiest bi^rr lagt eine auherordent» ! i ch« D c ner a l versa m m lu n g In derGast- nnrtf<feaft .Zur Luthe«iche" ab. ffinziger Punkt der Tagesordnung, war die Wahl eine« neuen Rechners Der fnibenfle Rechner Cito Hofmann I., ber feit ber Gründung tm
3afere 18V! hn Dienstc der Kalle stand gab in längeren Ausführungen den zahlreich erschien««! Miigiiebern «in« VückKick üb« die Entwicklung der Kaflenverbältnisf«. Es ging daraus hervor, bah der Zweck, ber feine^eit bei her Gr indung vrgrschwebk habe Plleg« des Sparfirais unb ge.bliche Hll'e und Kreditgewährung zur Evt- falhmfl wirtschaftlicher Leifrungsfädigtzril voll erreich« morbri V-. bit schweren 3nfla-
ttvnsjahe« grohen Schaden angerichtet hatten. Wenn auch ber nahezu 30 000 Mk Ivteagende Vefervestock sehr zufammengeschmolzen sei und mit ihm he lauer «sparten Giniagen der Mitglieder bas Vertrauen zur Kalle sei gebliede«. was fich vor allem in d« lanalam fieigenben Zahl der Genollen unb m der steten S r!> l>ung der Cparrtnlaaen zeige ba trotz unrtschatrlichen Druckes der Will« zum Spar« unb Vorwärts- kommen vorhanden sei. Der Vorlitzenbe Lehr« Dietrich von hier dankte dem Kullenlclter für (eine mit wrbilbi*« Gen . ‘e >'•! g’cu. un- ermüdiichrai Pslichteiseb und seltener 1 reue im Dienste der Genollenschaft geleistete o»jährige Arbeit und wünschte bem ttfidbrigrn Herrn em« weitevrn gese-gneten Lel'ensabend Einst irn- m i g wurde bann durch Zurus der Landwirt Karl Hosrnonn. der Sohn des seitherigen Vechners zum Aachsolaer g<tt>äHt fer Vo» litzende wieL tn seinen, Schluhwott aus bie Vot- wendiakelt solider Geldinstitute gerade auf Annen, vorn Verkehr abgclMencn Plätzen hin und ermahnte die MitgiieX-r zu weiter« treuen ge- nossenschasilichen DHitorbeil.
T Stein he im, 27. Aug. Heute gegen abend wurde hrr eine ermattete Brieftaube gefangen, bie beiberfeuig beringt war. 21m Unten Bein ist auf Aluminium ring zu le'en 03495 28 131, während der rechte Unterschenkel aus Gummiband bie □lummer 950 C trug. Denn sich bte Taube nach Fütterung imb Psloge g^fräfttflt hot. fall sie wieder in Freiheit gdebt werden.
Srcie Aricdbcrg
* Aus ber Dekterau, 28 Aug. Tste Aussichten für bie 3agbpächter sind heuer ziemlich g ü n ft i g. Vebhühnerketten in Stärke von 12 dis li Stück werden Mel beobachte! Da« Wett« war zur Vrützeit für die Hennen sehr günstig. Gut vermehrt haben sich auch bte Fasanen, bte In ben letzten 3obren infolge allgemeiner Schonung immer mehr anfällig werben Demi auch d« Hafendestand noch nicht auf Vor- krtegshöbe steht, so hegt hrt vor allem an ber 3nten1tvierung der Landwirtschaft, wie auch die rmm« mehr zunehmende Maschinenarbeit aus den Feldern manche« Gelege des Wildes vernichte! Manchervrrs hll^en aufe die Wiesel gröberen Schaden hn Woldbestand angerichtet
Ärcio Vüdingcn.
- Bisses 28 Aua Gestern feierte im Kreise ferner fünf Söhne der Alteeteran S i m o n K a u s- ma n n von feier feinen 8 0. Geburtstag Der 3ubilar bat bei den .roten Dragonern' ben Krieg 1870,71 mitgcma<fet- tote auch seine sämtlichen Sökm« vor dem Feinde standen Trotz ewes schweren t^ebrcdxm* ist das Geburtstagskind noch bei geistiger unb körperlicher Regsamkeit
Kreis Lchotten.
6 Schotten. 28. Aug. Bor eimaen Monaten wurde feter eine Freiwillige vanltäts- kolonne vom Voten Kreuz mit Unterstützung des KreiSzweigverems vom Voten Kveuz ins Leben gerufen. Der rührigen Leitung von Medizinal rat Dr. Onh ist es gelungen, die junge Kolonne tn fleißiger, qrundlicher Ausbildungsarbeit In der kurzen <kr? be« Bestehens auf eine beachtliche Höhe zu bringen. Am Sonn- tag bot fit ber Kolonne Gelegenheit, vor ban Proviraialinspetteur der oberhellischen Frolwllli- gen Sanitütskolonne. Santtätsrat Dr. Hahn iDad-Vauheim) ihr Können zu zeigen 3n Anwesenheit von Ärci«bm*hDr Veh Rat Böck- m an n, dem Vorsitzenden be« KreiSzw«tgverein« vom Roten Kreuz unb des Beigeordneten ber Stadt Schotten wurde am Bahnfeos eine Hebung durchgetührt. bte in der anIchltesten.den Kritik dir vollste Anerkennung be« Provinzialmipekteurs fand Die neue Kolonne hat 22 aktive Mitglied« Kolonnenarzt ist Medi.zinalrat Dr. O r t fe Kv- lonnenfühver Buchdindermeister August S ch a a b. brr feit 1(K7 schon im Rotekreuzwesen tätig ist
t). Dom südlichen Dogelsderg, M Aug Virstältnismähig stoch sind dir Preise für Schlachtschaje gtilufltn. Die Händler bezahlen für ein Stück durchschnittlich 50 Mark Der Preis für H e u beträgt gegenwärtig hfton 4 Mark für ben Zentner T» Ist dies eine Auswirkung de» Mangels an gutem (Brünfulter. das flA infolge der langen Trockenheit fehr fchlkcht entwickelt hat.
Preußen.
Kreis BSetzlar.
■O* Vroh-Aechtenboch 29. Aug Beun Mistfahnen verunglückte gestern abenb zwi- lchen 6 und 7 Ufer ber 50 3ichre alte Land wirr unb Maurer Friedrich Rühl von feier tödlich Aachtem « bei mm Aachbar an brr Dreschmaschine ausgehollen hatte, fuhr er noch cwwn Dagen Mist auf bas Feld Als er den Mist aboelaben hatte und den Wagen reinigen wollte, sind ihm wahrscheinlich die Kühe durch gegangen, wodurch er vom Wagen heruntergefallen, geschleppt und dann überfahren worden lern muh Einige tn der Rähe auf bem Felde be- fchäftigie Lanbwrne fanden ihn wn Wegagraben, unter bem Wagen liegend, t o 1 vor. Augenzeuge des Unfalls war niemand. Der sofort feerbei- gerufenc Arzt Dc.Erle r formte bei feinem Ern- treffen nur den bereits ^getretenen Tob fest- stellen. Der Verstorbene hüäerläht eine Witwe, bte htesiae Hebamme, unb eine Tochter tm Aller von 20 3ahrirn Der Schwiegervater be« Verunglückten ist vn 3ahre 1914 durch Absturz von einem Reu bau ebenfalls toNefe verungiiu»
Serfmer Börse.
Äerltn 28. Aug. (WTB. Funkfpruch.) Da d«e Reporter Börse nach anfänglicher Abschwächung einen recht testen Verlauf nahm, war die Stimmung im heutigen Dormittagsverkehr fren-tm beeinflußt jedenfalls freundlich. Farben m betten schon an der gestrigen Börse graft er r Umsätze ftattfanZten blieben stark gefragt ta» sanden zu einem Kurse von 266 heute 'chon Käufe statt. Siemen« 376. AGG 130. Am Dr- r ^nunarft hört man London aegen Kabel 4852/ London aegen Madrid 2920. Kabel g.gcn Mark 4 1945. London gegen Mailand 92.50 London gegen Mark 20.3440
Verantwortlich für Politik: 3. V.: Ernst Plumschein.


