Einzelbild herunterladen

Aus -er Provinzialhauptsta-t.

Gießen, den 29. Februar 1928.

Lebensangst.

Ostern und die Schulentlassungen stehen vor der Türe, und viele Eltern denken jetzt mit Sorge an die Zukunft ihrer Kinder, die die ersten Schritte in die Welt mit ihren großen, neuzeitlichen Anforderungen lenken sollen. Ar­beitslosigkeit und Aleberangebot von Arbeits- krösten und von solchen, die einen Beruf erlernen sollen und wollen.

Wohl mancher Mutter Mund öffnet sich zu der Frage: »Was wird aus dem werden, das ich liebend unter dem Herzen trug, für das ich litt, sorgte und strebte wird's gelingen?" um mit stummer Resignation sich wieder zu schl:e_ei, I em Schicksal alles Weitere überlassend.

Berufswahl! Dankbar muß es in unserer Hessenheimat anerkannt werden, daß man amt­liche Beratungsstellen hierfür eingerichtet hat, wo kluge Frauen und tüchtige Männer den Eltern die Sorge um die Berufswahl abnehmen wollen. Schulen und Beratungsstellen arbeiten ja traulich Hand in Hand.

Lind doch will ich von etwas sprechen, von der Lebensangst, die in dieser Zeit des rück­sichtslosen Borandrängens fast alle diese 3ung- menschen überkommt. Lebensangst! Richt, daß unsere jetzige Jugend sich aus Hasen üßen au» sammenseht, o nein, aber es ist nun einmal der Alebergang zur Freiheit und zur Pflicht, der es diesen Iungrnenschlein oft recht schwer macht. Begabung ist die Dorbedingung zum Er­folg. Es sind aber auch andere, treibende Kräfte, die diesen Weg bestimmen, Kräfte, an die man glauben muß, man muß sich selbst mit so viel Wärme laden, daß man mit festem Fuß im Dasein steht. Wir sind ja leider in dieser Zeit der Ichnaturen fortgesetzt den Florett­stichen unserer Mitkonkurrenten oder Gegner aus­gesetzt und da kann nur die Luhe eigner Sicher­heit entwaffnen.

Ich kannte einen wohlerzogenen Iungmenschen von vorzüglichsten Charaktereigenschaften und seltenster Begabung, der durch diese Erziehung zu überkritischer Selbstbetrachtung in beständi­gem Kampf zwischen den Hemmungen seiner Seele und den Außendingen stand, die sich ihm in nüchterner Tatsächlichkeit aufdrängten. Trotz aller Fähigkeiten zerbrach er am Gesetz ir­discher Schwere. Heute sitzt er hinter Folianten als Kleinbeamter, getreu seinem Diensteid sein tägliches Pensum gewissenhaft absolvierend, die Werke seiner Fähigkeiten aber in der Tischlade fest verschlossen haltend. Deshalb können wir unsere Kinder gar nicht früh genug zur Le­benssicherheit erziehen, das Weltganze ist ja das Ergebnis vertiefsten Einzelrechtes, und schon das Kind muß an sein Selbstbestimmungs­recht glauben, als unantastbarer Besitz.

Richt zur Pflicht allein erziehe man das Kind, sondern auch zur F r e i h e i t, zu der Freiheit, die uns die Lebenskraft gibt. Aus Schwäche und herabgedrücktem Selbstbewußtsein kann sich keine Kraft entwickeln. Wir sind gott­lob über die Zeit der übertriebenen, fast hilf­losen Bescheidenheit hinaus, in der es als Höchstes galt, solange geduldig zu warten, bis der andere -ugriff bis zu warten nichts mehr übrig blieb. S o einen Menschen in unserer ge­winnsüchtigen Zeit erziehen wollen, wäre ein Verbrechen an unserer Generation, und bei jenem Menschlein würde sich bald die »chronische L e b e n s a n g st" einstellen, es würde zerbrechen an sich selbst, am eigenen ©einer.

Darum liebe Mütter, laßt in euren Kinder­stuben nicht als tägliche Rahrung die Worte gelten: »Du k a n n st nichts, du w i r st nichts du b i st nichts." Die Hebel des Kinder- aehirns sind ja so biegsam, mit wenigen Worten kann man dem Kinde die Richtung antoeifen, zur Freiheit, zur Lebenssicherheit zu kommen. Immer wieder dem K nde d.e Möglich­keit des erreichbaren Zieles vor Augen sehen, dem Kinde und unseren Iungmenschen immer wieder sagen:Ich glaube, daß du es kannst, du wirst mich nicht täuschen!" Man toirit so auf Ehrgeiz und Rechtsgefühl. Die Lebensangst ist eine Krankheit, die überwunden sein will, und deshalb möchte ich jedem 3ung- menschen recht tief ins Auge sehen und ihm sagen: Glaube an dich selbst, an die eigene Kraft, sie sührtuntrüglich »um Er­folge und zum Ziele!"

Ihr Eltern aber: helft euren Kindern die Lebensangst überwinden, ihr seid dazu die De- rufenften. Ella Möhl-Geihler.

Daten für Donnerstag, den 1. März.

Sonnenaufgang: 6.46 Alhr, Sonnenuntergang: 17.40 Uhr. Mondaufgang: 11.46 IHjr, Mond­untergang: 4.13 Uhr.

1268; Markgraf Dietrich von Landsberg be­urkundet die Leipziger Messe. 1834: Die

Schauspielerin Eharlottr Wolter tn Köln a. Rh. geb. (gest. 1897). 1837: Der Aeghptologe und Schriftsteller Georg Ebers in Berlin geb. (gest. 1898). 1871: Einzug der Deutschen in Paris. 1896: Sieg der Abessinier über die Italiener bei Adua.

Die staatliche Bautätigkeit in Gießen.

Wenn auch die Bautätigkeit in diesem Jahre im allgemeinen nicht in dem Umfang ausgenommen werden dürfte, wie in den verflossenen Jahren, so roirt) trotzdem im besonderen das Staatsbau« ro e | e n in Gießen, wie wir hören, durch das Hessische Hochbauamt noch mancherlei Dauaufgaben teils als Abschluß bereits begonnener, teils als Neubauten zu erfüllen haben. Es wird also auch in diesem Jahre dem Handwerk und Gewerbe nicht an Arbeitsgelegenheit fehlen.

3m Rohbau stehen fertig: das Doppel« wohnhaus in der Marburger Straße mit vier Hauptgeschoßwohnungen und im geräumigen Doh­lendach zwei Dachgeschoßwohnungen, das P o l i= zeiarntsgebäude auf dem Landgraf- Philipp- Platz und der neue Anbau für das Geolo­gische 3 n st i t u t der Landesuniversität an das ehemalige Garnisonlazarett. 3n letzterem selbst und seinen teils alten, teils neuen Anbauten sind das ForstwissenschaftUche 3nftihd und das Agrikultur- ck>emische 3nftitut bereits untergebracht worden, nur in dem Anbau, der für das Geologische In­stitut bestimmt ist, und in einigen Räumen des Alt­baues, im besonderen im Haupttreppenhaus ist noch ein Teil der inneren Ausbauarbeiten fertigzu« stellen. Die Beschaffung der Inneneinrichtungen ist nebenher zu erledigen.

Das Beamtenwohnhaus in der Mar­burger Straße wird wohl im Sommer, das Polizeiamt und das neue Geologische Institut am Garnisonlazarett im Spätherbst dieses Jahres bezogen werden können. Die Slusbauarbeiten sind in Vorbereitung.

Im Herbst vergangenen Jahres wurden noch zwei Neubauten begonnen. Die Erweiterung der Universitäts ° Kinderklinik soll der seit Jahren beklagten Raumnot abhelfen, wodurch auch die Derhältniste im Säuglingsheim eine Besserung erfahren dürften. Unter den zu schaffenden Räumen wäre ein solcher für Mütter­beratung, Räume für Mutter und Kind, und meh­rere Schwesterzimmer besonders hervorzuheben. Zur Zeit wohnen, wie wir erfahren, mehrere Schwestern privat in der Nachbarschaft. Der Er­weiterungsbau mit seiner Hauptfront und dem Haupteingang in der Friedrichstraße lehnt sich an das Privatgebäude der Seipelschen Drogerie einer­seits an, andererseits bildet er eine Fortsetzung der bestehenden Klinik. Im Sockelgeschoß wird eine Wohnung untergebracht.

Eine geburtshilfliche Veterinär­klinik Ist im Gebiet der Veterinäranstalten ^an der Frankfurter Straße beaonnen worden. Sie enthält u. a. die Räume für Operationen an Groß« vieh, welche in neuzeitlicher Weise ausgestattet wer­den sollen.

Beide Gebäude sind zur Zeit auf Sockekgeschoß- bzw. Erdgeschoßhöhe hochgeführt, so daß die ersten Massivdecken verlegt werden können, sobald die Nachtfröste nachlassen.

Als Neubauten für 1928 sind endlich zu erwähnen: ein zweites Isolierhaus für die Medizinische Klinik, für welches die Wobbauarbetten bereits ausgeschrieben sind, und ein Sporthaus für den akademischen Sportausschuß der Landes­universität. Das Ifolierhaus wird in der Gaffktz- straße, das Snorthaus vor der Kampfbahn auf dem Universitäts-Sportplatz hinter dem Schützenhaus erstellt.

Vornotizeir.

Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater: V/2 1tfr" _^cr Revisor". (Ende genen 10 Alhr.) Lichtspielhaus Bahnhofstraße: »Die schönsten Deine von Berlin". Astoria- Lichtsp'ele:Sübne".

Baul BrannsMarionetten- Tbeater Münchener Künstler", auf dessen Gastspiel am 1 Marz (nachmittags 3.30 Alhr Schülervorstellung zu ermäßigten Preisen und abends 7.30 Alhr für Erwachsene zu Trem- denvorstellunaspreisen) im Stadttheater Gießen man sehr gespannt sein darf, wurde so teilt man uns mit bei seinem letzten Berliner Gast­sviel von der Kritik sehr begrüßt. Der Kritiker Al'red Kerr widme:e dem ^Theater wiederholt besonders launige Ver> Seine besondere Be­geisterung fand dabei dieZaub e r g e i g e" von Gras P v c c i, mit Musik von Richard Trunk und ihrer köstlichen dekorativen Aus­gestaltung von Pros. Jakob Bradl und Prof. Leo P a f e 11 i.

Verein der Freunde des huma­nistischen Gymnasiums. Morgen, Don­nerstag abend, im Hörsaal des physikalischen Instituts Lichtbildervortrag von Prof. Dr. G u n- d e l überAntike und moderne Astrologen". Siehe Anzeige.

SesWs-wMWWieim erfordern stets eine sorgfältige Textgebung und Satzausstattung. Gute Satzlelstungen find nur erreichbar, wenn die Anzeigen srWM genüg onsgegeven werden. Der Annahmeschluß für alle Anzeigen im Gießener Anzeiger entfällt auf den Nach­mittag vor der Ausnahme. Empsehlungs- anzeigen müssen, je nach Umfang und Satz« schwierigkeiten, zwei bis drei Tage vorher bestellt sein. Nur mit Sorgfalt und dem not wendigen Zeitaufwand gesetzte Empfehlungen

Wer« öen emiinWen erfolg!

Der Dolkstrauertag in Gießen. Die Ortsgruppe Gießen des Volksbunds Deut- scher Kriegsgräberfürsorge lädt im Anzeigenteil der heutigen Rümmer zu der Gedenkfeier zu Ehren unserer gefallenen Krieger am nächsten Sonntagmittag in der Reuen Aula ein. Der Zutritt zu der Feier ist unentgeltlich. Die Ge» denkansprache hält Prof. Dr. Koch. Mitwir- kende sind der Bauersche Gesangverein, Frau Dr. Fischer, Musiklehrer Franz Bauer jun. und Studienrat Dr. Hillenbrand. Man be­achte die Anzeige.

Stadttheater-Abonnement. Die Einlösung des 6. Abschnittes muß am Montag, 5. März, vorgenommen werden. Wer sein Geld früher loswerden will, kann auch schon von morgen ab den Betrag einzahlen. Man beachte die heutige Bekanntmachung.

" Großes Wohnungsbauprojekt. Auf dem Gelände Ecke Gaffky-Schubertstraße und Aulweg, das dem früheren Kaltbrennereibesitzer Carl Haas gehört, wird dieser nach einem Plane des Archite.ten Philipp Rikolaus 40 Wohnungen mit 2 bis 3 Zimmern und Bad er­richten lassen. Die Arbeiten sollen alsbald in Angriff genommen und so gefördert werden, daß die Wohnungen schon im Herbst bezogen werden können.

M i t dem Auto in das Schaufenster. Ein nicht alltäglicher, kostspieliger Autounfall er­eignete sich gestern abend gegen 8/48 Alhr in der Plockstraße. Dort wollte der Besitzer eines kleinen Opelautos aus Lich, der vor einem Restaurant in der Plockstraße gehalten hatte, seinen Kraft­wagen umwenden, um nicht durch den Selters­weg fahren zu müssen, sondern die Iohannes- strahe zu gewinnen. Beim Rückwärtssteuern des Autos sah dessen Lenker das große Schaufenster der Firma Ferd. Renn stiel, nebenbei be­merkt das größte Schaufenster in unserer Stadt, infolge der Bauart der Geschäftsfront als eine Toreinfahrt an, die er zum Almwenden ja be­nutzen könne. Als der Autolenker den wirklichen Sachverhalt erkannte, konnte er den Kraftwagen nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen, so da>ß dieser mit elegantem Schwung in die große Schaufensterscheibe hineinfuhr. Ein wahrer Sturz­regen von Glassplittern ergoß sich natürlich im Handumdrehen auf das Auto, dessen Lenker wie durch ein Wunder völlig unverletzt davonkam. Immerhin ist aber der entstandene Material­schaden in Höhe von etwa 1000 Mark, den der Autobesiher zu bezahlen hat, so empfindlich, daß er an dieses Autoerlebnis sicherlich noch manch­mal zurückdenken wird.

** Personalie. Ernannt wurde der Der- messungsrat Heinrich Dietrich beim Dermessunas- amt Grünberg vom 1. April d. I. an unter Beibe- haltuna seiner Amtsbezeichnung zum Vorstand des Dermesfungsamts Bingen.

* Wurstdiebstahl. In der Rächt zum Dienstag wurde in Klein-Linden ein Einbruch in einen »Metzgerladen verübt. Dem Spitzbuben fielen etwa 10 bis 15 Pfund Wurst, in der Hauptsache Zervelat- und Mettwurst, in die Hände, außerdem nahm er noch einen hellgrauen, mit gelben Tupfen versehenen Herrenmantel mit, auf dessen Innenseite sich die Monogrammbuch- staben F. R. befinden. Mitteilungen, die zur Festnahme des Täters führen können, erbittet die Gendarmeriestation in Gießen.

WSR. Rachsendung von postlagern- den Sendungen. Mit Wirkung vom 1.März an wird die Gültigkeitsdauer der Rachfendungs- aufträge für postlagernde Sendungen für die Rachsendung im Inland aus 14 Tage festgesetzt. Für die Rachsendung nach dem Ausland bleib! die Frist von eirem Monat bc^eSen. Falls Rach- sendungsausträge noch länger in Kraft bleiben sollen, müssen sie bei Ablauf dieser Fristen er­neuert werden. Bestehen bleibt die Vor christ, wonach postlagernde Driessendungen vor Aolauf der postordnungsmäßigen Lager rist zurückgesandt werden, wenn tn der Aufschrift ein entsprechen­des Verlangen ausgedrückt ist, z.B.Zurück- senden, wenn nicht bis zum 30. August abgeholt". Auch die Gültigkeitsdauer von Aufträgen zur

Zustellung postlagernder Hendungen nach einer bestimmten Wohnung wird vom l.Wärz an auf 14 Tage beschränkt.

X Der Verband der evangelisch­kirchlichen Frauenvereine in Hessen hatte dieser Tage Vertreter der Ein^elvereine des Kreises Gießen in den Markussaal zu einer Besprechung einberufen, bei der die Geschäfts­führerin, Frl. Wahrendorff (Alsbach), über Ziele und Aufgaben der Kreisverbände sprach. Rach einer längeren Aussprache, in der daS Für und Wider einer solchen Reugründung zu Worte kam, entschloß man sich einmütig zur Gründung eines Kreisverbandes Gießen, mit dessen Führung einstimmig Frau K r e u d e r (Gießen) und Frau Pfarrer Jäger (Leih­gestern) betraut wurden, die das Amt im Ver­trauen auf die Mitarbeit der Vorstände der Einzelvereine annahmen. Im Cafe Leib schloß sich eine sehr stark aus der ganzen Provinz besuchte Provinzialversammlung an, bei der die leitende Geschäftsführerin von der durch Krank­heit am Erscheinen verhinderten Vorsitzenden. Fürstin Erbach-Schönberg Grüße brachte und unter den Gästen Oberkirchenrat Wagner und Dekan G u ß m a n n (Kirchberg) begrüßte: für die Gießener Frauenvereine grüßte Frau Kindt. In einem Vortrag sprach Frau Martha Götz (Dresden) überDie Ehe unter dem Gesetz und die Ehe unter dem Evangelium". Die Ehenot unserer Tage, deren innere und äußere Ursachen mit rückhaltlosem Ernst bloßtze'egt wurden, läßt sich nicht beheben durch Erleichterungen der Ehescheidung: Rückkehr zu Gott ist nötig, Gott- verttauen und Opferwilligkeit anstatt der Furcht vor dem Kind und der Kinderbeschränkung. Zu dem ernsten Thema wäre von berufener Seite noch mancherlei zu sagen gewesen, doch verzichtete die Leitung auf eine Aussprache.

Berliner Börse.

Berlin, 29. F-br. (WTD. Funkspruch.) Es sieht im heutigen Frühverlehr wieder etwas freundlicher aus. Man hört zumeist Geldkurse, die etwa aus gestrigem 'Abendniveau liegen. 2.-G -Farben 256, Hapag 150 Geld, Rordlttiyd 153 Geld, Phönix 101 und Glanzstoff 160 Geld. Am Devisenmarkt nennt man Paris gegen Lon­don 124,02, Mailand 92.20, Madrid 28,83, Lon­don gegen Kabel etwa 4,88 und die Reichsmark gegen Kabel etwa 4,1860.

Bücheriisch.

»Das Theater" (Herausgeber Arthur Kürschner, Verlag Berlin-Schöneberg) hat eine lehrreiche und unterhaltende Rundfrage unter den bekannten Berliner Theaterkritikern Julius Bab, Rorbert Falk, Herbert Ihering, Alfred Kerr. Kurt Kersten, Kurt Pinthus und Franz Servaes über ihre erste Theaterkritik veranstaltet. Kerr hat seine erste Kritik vergessen, Pinthus behaupte^, sie noch nicht geschrieben zu haben. Bab Hai 15jährig, Servaes als Obersekundaner wenn auch zunächst unter Ausschluß der Oesfentlich- feit begonnen. Iherings Erstling betraf ein Marionettentheater, und Kurt Kerstens erstes Honorar erreichte die schwindelhafte Höhe von 75 Pfennigen. Alraussührungen aus Leipzig, Karlsruhe. Frankfurt a. M., Weimar, Bochum und die Kritik des Herausgebers Arthur Kürsch­ner über die Berliner Premiören runden den theatralischen Aleberblick ab. Eine Anzahl inter­essanter Plaudereien beleben das Heft: »Eine geplagte grau von Hasse Zetterstrom, .Theater­probe von Arthur Kürschner,Die Frau im Kasten" von Paul Morgan und »Sing-Song- Girls".

QI I a Haasenstein & Vogler, Zei­tungs-Katalog 1 9 2 8. Der stattliche, ge­diegen ausgestattete Band legt Zeugnis ab von sorgfältiger, gewissenhafter Arbeit und zeigt eine auf Sachkenntnis beruhende Bewältigung des ungeheuren Materials, welches die Presse Deutschlands und deL Auslandes darstellt. DaS Werk dürste für jeden, der mit der Presse in Verbindung steht, sei es nun als Mitarbeiter oder Inserent, unentbehrlich sein. 29

Geschäftliches.

Ein neuartiges Werbemittel

bringt das Herrenbekleidungshaus Karl Frens­dorf in Gießen von morgen ab für die Dauer von 10 Tagen zur Anwendung. Die Firma hat in ihren Schaufenstern eine Anzahl Werbepreife bereitge? stellt, die den Günstlingen der Frau Fortuna kosten­los zufallen, sofern eine Bedingung gegeben ist: Die Nummer der Werbebeilage des Hauses Frensdorf, die unserer heutigen Auflage beigefügt ist, muß durch die Gunst des Zufalls mit der Nummer des Preises im Schaufenster übereinstimmen. Näheres ist aus dem Prospekt der Firma zu ersehen.

Als (Entfettungsmittel

Sterne gern genommen und weiter empfohlen. 30 Gramm in Avoiheken erhältlich. 1783

AlW für zwei fllcinhaft» wagen (Personen­wagen» zu mieten gef. Lchr. Ansieb. u. 2-253Da.b.®teR?2lnA.

[Steilenangebote

Suche sofort s.Guis- Housh. ohne Leure- beföniflunfl eine

Ml WIMS d. im Soeben bewan­dert lit u. alle Haus­arbeiten mnzuver» richten bat. 2300D

Wartha 3enDer fliiizigai SllMlea Poft Grebenstein, Bezirk Soffel,

| Mietgesuche j 7-8-Zimmer­wohnung

in guter Lage gesucht. 5«3 mmcr'löobnn. mit allem Zubehör kann in Tausch ge­geben werden.

Sckr. Angeb. u.01416 an d. Gieß. An z. erb. 2-öis3-3immer-

MWNg

möal. mit Bad, oder

2 leere Zimmer von (tfcidm-t.'iübrer flca. Acttflcm. Miete s. bald nefuebt. Schr. Anaeb. mit Preis u. 22.">4l)n.d. Gien.Anz. Smöerlofed tungeS iSbenaar iucfji

lecred WM mit Suche od.Süchen- mitbenutz mg.Hctzg^ Gur en- ot>ei Haus­arbeit könnte mit* versehen werden.

2dir. Ang. nni.ul563 an d. Gieß. Ans- erb.

WS

x-if,/ -A

WERK!

6=a:G.=

lorinlieqtder . Erfolg der

Der Erfolg liegt io der strengen Durch­führung de» Qualitätsprinzips, das allen Micle-Erzeugnüsen eine führende Stellung verschafft hat

MieleFahrräder werden nicht am Band, sondern in Präzision» - Serienfabrikation unter Verwendung der «Herberten Materialien hergestellt. Den Wettlauf in der Billigkeit auf Kosten der Qualität machen wir nicht mit.

Es liegt in Ihrem Interesse, wenn Sie dch vor Kauf eines Rades vom Fahrradhändler fachmännisch beraten und über die Qualitäts-Unterschiede zwischen dem hochwertigen Miele-Fahrrad und den billigen Marken- und Spezialrädern auf­klären lassen.

Miele werke A.-G.

Gütersloh / Westfalen

Fabrradfabrlk la Bielefeld.

Zu beziehen durch die Fahrradhandlungen

Gesucht neuzeitliche

h)evfeedamen

für erfolgreicheVerkaufsmethoden elektr. Haus­haltungs-Apparate daher gröfote,ständige VerdlenstmögUchkelten gegen

fpesen * {Provision Verkaufsprämien

gesucht. Angebote unt Nr.113 an Mitteldeutsche

Annoncen - Expedition, Giehen. Plockstraße 5

Out rnobl. Zimmer in.

Pe. L el.V- Klavier-

Z-tMMlWW

gegen Hergabe von Kapital oder Vor­auszahlung der Miete auf längere Zeit. Schri'lliche Angebote unter 01544 an den Gießener Anzeiger erbeten.______

Ä^Mer^MgiUle trnflen"tn'b"(Je'fcbft. 5" vermieten228!D d. Gieß. Anz. 01567 Nenftadt 50.

benutznng fv'or: z. u. OI5W Mordaal. 1 II. Gut möbl. Wobti- ii ud Lmlaiztmmer als T'nuetUetm ge- euuiet zu vcrm. tfu crir. t. o. Geschä tsst. d. Gieb. Anz. U15-V2

Lager mit Bureau tm Südviertel zu vermie en. Zu etir. Bleichftr. 14 v. «m*

5röL mW. Zimmer mit 1 oder2 tbetten zu vermieten 01542 Bleichur. 8 II.

Besseres Mädchen zur Erlernung des vnuöünlte und Mu- bitte bet fäniiL Ar­beiten bei Familten- anichlui; u. Taschen- neid aU

haurtschter

für 1. Avril nach LaubachlOberb.lge- such«. Schr.Anqeb. u.

22940 a.d. Gieß An».

ityffhäuser -Technikum | Frankenhausen. Ä.-.Vt.l

I Schwach-ti.Stärkst!omt. AelL IQr Mosch - d.

1 Sondere:.t. f. Lr.ndm. n. Fluntech. Antomobilhan.

i a H ,1111!juni'yi

Große Versicherungsgesellschaft sucht m Gießen tüchtigen

Woetttelei

und einige Vertreter für GroßlebenS-Ver- sicherungen. Geboten wird hohe Provision ufw. Schriftliche Angebote unter 01548 an den Gießener Anzeiger erbeten._________

Wit suchen zum sosottigen Eintritt einen durch­aus zuverlässigen

jungen Mann für einfache Lureauarbeiten und Botengänge Schristl. Angebote wZeugnisadschristen erb.an

Heytigenstaedi & Go., A. G.

Zormer- lehrlinge gesucht. 01551 Wilhelm Zimmer G. in. b. Metall- gteßerei, (tziciren, Babnhofstratze 12.

MMW.Wll

oder

Wies®en zu einem gelähmten alletnuehcnd. Herrn Nahe Gtenens bet hollem Lohn gesucht. Lchr. Angeb. u.01558 an den Gtth. An-