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wurden von hiesigen Handwor-

Pflasterarbeiten, kern aus geführt.

Gesundheit»^ SÄgliogS- und Knderpffegemlmicht der pfljchtsottbildungSschule für Mädchen.

Marugau

WM!. Frankfurt a. 1. 27. Dez. 3n diesem Jahr hatten sich die Chriftbaum- Händler, verführt durch dir 1927 nicht $u be­friedigende Nachfrage und die hohen Preise, so gut eingedeckt, daß ein großer Teil der nach Frankfurt verladenen Bäume nicht abgesetzt werden konnte. 3n den ersten Wochen des Weih- nachtsmarktes hatten die Händler ihre Preise ziemlichauf der Höhe" gehalten, gingen aber am heiligen Abend bis auf 50 Pfennig und we­niger herunter. Als sie nun sahen, daß ein großer Teil ihrer Bäume liegen bleiben würde, errichteten sie am Wainkai einen Scheiter­haufen. um die erheblichen Restbestände durch F e u e r zu vernichten. Ihr Vorhaben wurde aber durch das Eingreifen der Polizei verhindert. Bereits während der Feiertage wurde ein Teil der lagernden Baumberge von der Müllab­fuhr entfernt, ein anderer Teil wurde von Hvlzsuchern" als billiges Brennmaterial freudig kegrüht. In einer Wohnung der Wvlfsgang- straße war eine Gasleitung undicht ge­worden. Man fand drei Frauen bewußt­los auf. Die Rettungswache nahm eme halbe Stunde lang Wiederbelebungsversuche vor. die von Erfolg waren.

Kurhefjen und Waldeck.

E or b ach, 26. Dez. 3m hie'igen Land­wirtschaftlichen Kreisverein sprach dieser Tage Prof. Dr. Str aemer vom Gießen« Tierzuchten st itut in einem längeren Vortrag üb« die Entwicklung der Leistunasprü- fungenin der Tierzucht. Das Versamme lungslokal war bis auf den letzten Platz besetzt, da man Prof. Dr. Kr aemer hier aus seine« früheren Vorträgen kannte. Aus der Versamm­lung wurde der Wunsch geäußert, den Vor­tragenden diesen Winter nach Möglichkeit noch­mals über ein anderes Thema sprechen zu hör«.

mn Heiligabend drr GesangvereinEin­tracht" unter Leitung seines Dirigenten, Leh­rer Meyer, bei der Feier mitwirkte, trug am ersten Feiertag der Ge sangvereinLie­de r k r a n z" unter Leitung feines Dirigenten. Lehrer Schmidt, zur Verschönerung des Got­tesdienstes durch einen Weihnachtschor bei. Am Abend des ersten Feiertags wurde von den dies­jährigen Konfirmanden ein Krtppeu- spiel ansgeführt, das von den zahlreich Er­schienenen mit gespannter Aufmerlsamkeit ver­folgt und dankbar aufgenommen wurde. Am zweiten Feiertag brachte derWadchenchor" unter Leitung des Ortsgeistlichen. Pfarrer ® 51» fei, zwei Lieder im Gottesdienste zu Gehör und trug dadurch wesentlich zur Verschönerung desselben bei. Bei sämtlichen Gottesdiensten der Feiertage war das Gotteshaus dicht mit Andäch­tigen gefüllt. Am ersten Feiertag nachmit­tags fand hier imDarmstädter Hof" ein Mtli- tär-Streich-Äonzert statt, das von dem Musikkorps deS (1. Hess.) DtlS. des 15. 3nf.» Rgts. Gießen, unter Leitung des Obermusik­meisters 2 56er. auSgeführt wurde. Das ver­ständnisvoll der Wiihnachtstage gerechtwerdende Programm wurde tadellos abgewickelt und fand bei den Konzertbesuchern reichen Beifall. Leider war das Konzert nicht so besucht, wie eS die vorzüglichen Darbietungen verdient hätten. Muh es doch dankbar begrüßt werden, wenn Ober­musikmeister 256er, 6elfen prächtige musika­lische Leistungen 6 ei alten Musi kverständigen wohlverdiente Anerkennung finden, nicht die Muhe scheut, den Landbewohnern auch einmal wiEch gute Musik zu bieten. Deshalb sollte aber auch die Landbevölkerung derartige Veran­staltungen durch zahlreichen 'Besuch unterstützen, damit die Möglichkeit gegeben ist, auch ferner das gutgeschulte Musikkorps zu weiteren .Konzerten zu ermutigen.

KrciS Schotte».

)( Auppertsburg, 26. Dez. Am Sonn­tag veranstaltete unsere Schule hn Saale des Gastwirts Schlörb eine Weihnachtsfeier. Der geräumige Saal war bis auf den letzten Platz beseht. Lehrer Gucken hielt eine An­sprache, ui der er besonders auf die Bedeutung der Veranstaltung hrnwies und die Eltern er­mahnte, die Schule in ihrer schweren Arbeit zu unterstützen. Deklamationen und Aufführungen wechselten nun miteinander ab. Gespielt wurden Christnacht", ein Krippenspiel in fünf Bildern und Fiekchens Waldabenteuer", ein Weihnachts- märchensprel in zwei Aufzügen. Die Darbietungen fanden reichen Beifall.

Kreis Alsfeld.

X Dannenrod. 27. Dez. Am Sonntag fand in unserem Gotteshaufe eine Weihnachtsfeier statt, die sehr gut besucht war. Dio Schulkinder trugen schöne, passende Weihnachtsgedichte, die Weihnachtsgeschichte und Adrentsspruche vor. Dazwischen ertönten die Weihnachtslieder der Gemeinde, zum Teil im Wechselgrsang, des Kir­chenchors Dannenrod und vier Weihnachts- gesänge der Schüler. Aach einem Sprechchor der Schüler der beiden ersten Schuljahre schmückten die Ä'einen das auf dem Altar stehende Krippen­bild. währen die größeren Schüler brennende Kerzen trugen. Gegen Schluß des Gottesdienstes wurden die zwei neugewählten Kirchenvorsteher, Bürgermeister Heinrich August Koch und Land­wirt Hch. Wilhelm Karl Küster feierlich ver­pflichtet und in ihr Amt eingeführt. Die Schul­kinder wurden bei der Bescherung sämtlich mit einer Weihnachtsgabe, bestehend aus einem weißen Hemd, bedacht, die aus dem ileberschuh eines Lichtbildabends bestritten wurde. Die Schü­lerinnen und Frwtbildungsschüllrinnen ehrten ihre seitherige, durch Reuordnung des Handarbeits­unterrichts im Bezirk Homberg aus'che.dendr 3n» dustrielehrcrin Frau Marie Sack, dte dieses Amt 35 Jahre zur vollen Zufriedenheit des Kreisschülamtes geführt hatte, durch die De'che- nmg eines Sessels. Die schon zusammengestellte Feier hinterlieh einen starken Eindruck.

Die von dem Hessischen Kultusministerium her- ausgegebenen .Richtlinien für den ilnterridü in der Pflichtsortbildungsschulc für Mädchen" sehen in drin dritten Jahrgang Unterricht in K i n d e r-, Säuglings- und allgemeiner Ge- sundhettspflege vor. Die Einführung dieses Llnterrichts als obligatorisches Lehrfach baut auf den langjährigen Erfahrungen der Zen­trale für Mutter- und SäuglingSfürsorge und der ihr verwandten Bestrebungen auf, durch die schon seit Jahren in den Haushallungs- und Fortbildungsschulen der Städte dieser LInterricht erteilt wurde. Acnnentlich in der Kriegszeit war man überall zu der Erkenntnis gekommen, daß die Heranwachsende weibliche Jugend , in den Grundregeln der allgemeinen Gesundheits- und Kinderpflege unterrichtet werden müsse, um in ihr das Verantwortungsgefühl für die eigene Gesundheit und die der anderen zu wecken, damit sie vorbeugend im häuslichen Kveise Wicken könne. Waren doch Pflege und Fürsorge für die Kleinsten damals öfters als sonst In die Hand ihrer älteren Geschwister gelegt. In den letzten Jahren haben insbesondere die Zün^erärzte immer wieder darauf hingewiesen, daß ein großer Teil der Schuld an der hohen Säuglingssterblichkeit und an vielen Krankheiten und dauernden Schä­digungen (z. B. Wachstuinsstürungen durch Ao- chnis) der Heranwachsenden Jugend in fehler­hafter Pflege und Ernährung zu suchen sei und daß. da diese Schäden in den meisten Fallen auf ülnkenntnis und Anerfahrenheit der Mütter bzw. der die Kinder pflegenden Persönlichkeiten zurück- zuführen seien, eine systematische Belehrung eine Besserung dieser Aebelftände allmählich herbei­führen müsse. Die Har zutage tretenden und von allen Stellen anerkannten Erfolge des bis­herigen systematischen Anterrichts sind, wie die Statistiken zeigen, nicht ausg^blieben.

Auch die Pslichtfortbildungsschule auf dem Lande soll die Mädchen für den praktischen Beruf als Hausfrau, Mutter und Staatsbürgerin vorbereiten und der obligato­rische Unterricht in der Gesundheitspflege. im Zusammenhang mit dem hauswirtschaftlichen Unterricht, die Grundregeln eines gesunden Le­bens vermitteln. Beben drr rein praktischen Bedeutung aber wird der hygienische Unterricht zu einem unentbehrlichen Teil der Lebenskunde, in dem ben die Schule verlassenden Mädchen die Erkenntnis des Zusammenhanges des Wohl­ergehens des einzelnen mit der Gemeinschaft klar-

Rheinhessen.

Öomfapi ular Joseph Engelhardt

WSN. Mainz. 27. Dez. Am .'heiligen Abend, vier Tage vor seinem 8 4. Geburtstage, starb nach längerem schweren Leiden der Domkapitular Joseph Engelhardt im Vinzenshospital zu Mainz. Engelhardt wurde am 28. Dezember 1844 im ForsthausWildhof" bei Offenbach als tzor- ftersfohn geboren. Er studierte in Offenbach, Mainz uni» Würzburg. 8lm 11. August 1867 wurde er durch Dischof Ketteler im Mainzer Dom zum Prie» fier gcweiht, weilte dann ein Jahr als Kaplan in Bürstadt, um dann den Posten des Privatfckretars bei Bischof Ketteler zu übernehmen, der ihn im Jahre 1869 als Kaplan nach Singen sandte. Hier wirkte er über 44 Jahre lang, werft als Kaplan und später als Pfarrer, überaus segensreich, bis er im Jahre 1913 in das Doinlapitä des Bistums Mainz berufen wurde. In Bingen Hai er sich ins­besondere durch die Erbauung des katholischen Ser« einshausesMainzer Hof", sowie um die Rochus- kapclle verdient gemacht. Seine Verdienste um die Stadl Singen wurden allseits anerkannt, was auch durch seine Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt zum Ausdruck kam.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

schütz" aus, von ID ermann, nach Webers Oper bearbeitet. Recht gut hätten sich die Darsteller in ihre Rollen emgelebt, sehr glücklich war dre Köstümierung der Jäger, der Bauerm,d^ Ere- iitilert und besonders der beiden Mädchen in ihren langen Kleidern mit den Schnürleibchen und den Schlitzärrneln. Die Aufführung wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen.

: Reiskirchen, 27. Dez. 3n der Aacht zum 2, Feiertag bemerkte ein Bürger auf dem, Rach- hausrweg vor einem Haus Feuer. Ec holte sich sofort Hile herbei, und man fand, daß aus einem Afch:nfatz eine Stich,lamme heraus, chlu^ Die Gefahr wurde sofort beseitigt und so noch rechtzeitig ein Drandicnglück verhütet.

* Grünberg, 27. ^z. Drr Ovmannder Freiw. Feuerwehr Gründera, Heinrich Konrad Meyer, der heute noch aktiv an den Hebungen der Wehr teilnimmt, erhielt am 20. Dezember vom Reichspräsidenten von Hin­denburg folgendes Schreiben:Aus Anlaß Ihrer am heutigen Sage vollendeten 52jähri- qen Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Grünberg (Oberhessen) spreche ich Ihnen meine herzlichsten Glückwünsche und zugleich meine besondere Anerkennung für die treuen Dienste aus, die Sie mit vorbildlichem Pflichtbewußtsein und in hingebender Arbeit für das Gemeinwohl geleistet haben, von Hinden­burg."

Wetzlar, 27. Dez. In der Generalversamm­lung deS hie igon Spar- und BauvereinS machten der Vorsitzende des Auffichtsrats, Bür­germeister Dr. Kühn, und der Geschäftsführer R o m p f interessante Mitteilungen über die Tä­tigkeit des Vereins zur Behebung der Wohnungsnot. Bekanntlich hatte in der Rachkr'.egszcit unsere Stadt selbst den Wohnungs­bau in die Hand genommen und etwa 200 Woh­nungen in eigener Regie gebaut. Um bann den Verwaltu-rgsapparat nicht zu sehr anschwcllen zu lassen und die damit verbundenen Geschäfte und Risiken berabzudrücken, überließ die Stadt den weiteren Bau von Wohnungen dem Spar- und Bauvcrein, während sie selbst nur die Garantie für einen Teil der von dem Verein zur Finan« zieruna benötigten Baudarlehen übernahm und die Bauvorhaben durch Gewährung größerer HanSzinssteuermfttel unterstützte. Weiter übergab die Stadt auch dem Geschäftsführer die gesamte Verwaltung der städtischen Wohnungen. Um bert Einfluß der Stadt zu sichern, wurde der 'Bürger­meister Vorsitzender des Auffichtsrats. Der Spar­und Bauverein besitzt zur Zeit einen Bestand von 444 Wohnungen, wovon etwa die Hälfte in den beiden letzten Jahren erstanden ist. Sie ver­teilen sich auf 199 Zweizirnmer«. 161 Drei­zimmer-, 21 Dierzimmer-. eine Einzimmerwoh­nung und 60 Einfamilienhäuser. Die finanzielle Entwicklung «des Vereins ist gesund, wenn ihm auch größere Mittel aus eigenem Vermögen nicht zur Verfügung stehen. Doch ist die Bewertung des Besitzstandes vorsichtig ermittelt. Um äu größeren eigenen Mitteln zu kommen, wurde beschlossen, die Einzahlungen auf das Geschäfts­guthaben der Mitglieder, das 300 Mark betragt, in schnellerer Weise als bisher durchzuführen. Das entspricht auch einem Revis ionsbericht des Verbcrndsrevisors. Die Mitglieder sollen gehalten werden, künftig monatlich mindestens 3 Wart, gegenüber bisher 1 Mark, einzuzahlen, was bei einem Bestand von fast 1000 Mitgliedern immer­hin eine erhebliche Vermehrung der flüffigen Mittel bedeutet.

io- Lützellinden. 27. Dez. 3m Gegensatz zu den beiden letzten Jahren, wo in unserem Orte nur wenig gebaut wurde, war die Dautättg« f et f in diesem Jahre verhältnismäßig rege. In verschiedenen Ortsteilen fiitf> ins gesamt fünf Wohnhäuser erstanden, die zum Teil schon bezo­gen sind; weiter erstreckte sich die Bautätigkeit auf die Vornahme von landwirtschaftlichen Um­bauten und Reparaturen, so daß die zahlreichen hiesigen Bauarbeiter stets ausreichend Beschäfti­gung fanden. Auch im nächsten Jahre verspricht die Wohnungsbautätigkeit sehr regt zu werden, zcnnal sie dadurch wesentlich geför- beit wird, daß die Gemeinde zu sehr günftigen Bedingungen Baugelände an Baulustige abgibt. Reben den privaten Bauten wurde von der Ge­meinde in diesem Jahre ein bedeutendes Bau­projekt zu Ende geführt, nämlich die Erbauung des großen modern eingerichteten Dullenstalles, der jetzt seit 14 Tagen in Benutzung genommen ist. Der in der Mitte des Dorfes stehende, groß­zügig aufgcführte Dau dürfte seinesgleichsi in der ganzen weiteren Umgebung suchen; er wird einschließlich des Bauplatzes nahezu 30 000 VN. kosten, welche Summe wohl noch keine Gemeinde für einen derartigen Zweck aufgewendet haben wird. Sämtliche Bauarbeiten, ausschließlich der

gemacht wird. Er weckt in ihnen den Willen zur Selbsterziehung, stärkt die Ehrfurcht vor den tiefen Zusammenhängen alles Lebens und vor der gott- gegebenen Gesetzmäßigkeit in der Ratur, die nie­mand unbestraft verletzt.

Der Untcmchtsplan erstreckt sich auf die Dar­legung der Bedeutung des Kinderschuhes, all­gemeine Fragen der Wohnungshygiene, der Rein­lichkeit, drr Bedeutung von Licht, Luft und Sonne, Pflege und Ernährung des gesunden Kindes. Ein­richtung von Betten, Herstellung von Kleidung, Zubereitung der Nahrung und die wichtigsten Krankheiten des Kindes, ihre Borbeugung und Behandlung und die geistige Entwickelung und Erziehung. Die theoretischen Stunden werden durch praktische Uebungen ergänzt, in denen sich die Schüleriimen an Handgriffen üben. Vertieft wird der Unterricht durch 'Merkblätter, billige Lehrbücher von Kinderärzten herausaegeben, die das Gelernte im Gedächtnis befestigen und später wieder jederzeit zu Rate gezogen werden Binnen. Daneben werden, anknüpfend an die ge­wonnenen theoretischen Kenntnisse und an Die den Mädchen bekannten Erscheinungen des täg- Geben Lebens, die Bedeutung der allgemeinen Hygiene, wie Zahnpflege, Alkoholgefahr. Turnen, Atmung, erste Hilfe bei Unglücksfällen und ähn­liches behandelt.

Auch in drr ländlichen Fortbildungsschule hat der Unterricht bereits allenthalben Anerkennung erworben, und die vielleicht hier und da zuerst vorhandenen, aus Unkenntnis des Lehrplanes. bestehenden Mißverständnisfe und Widerstände sind auch in den kleinsten Gemeinden wachsendem Verständnis gewichen- Die lebendige Aufmerksam­keit und aufgeschlossene Aufnahmefähigkeit der jungen Mädchen beweisen, daß sie für die Be­deutung der Gesunderhaltung ihres eigenen Kör­pers. wie auch für die Verantwortung für die ihrer Pflege onvertrauton Familienangehörigen, besonders der Kinder, die nötige Reife und das Verständnis haben. Ebenso wie einst auf dem Lande der Aberglaube von einer Kinderstube in die andere wankterte, verbreiten sich nun Wissen und Erfahrung zum Segen der heranioachsendIN Generation, verbreitet sich aber auch gleichzriteg Derantwvrtungsbew'ußtsein und die (srfennhnS, daß nur in einem gefunden Körper ein gesunder Geist wohnt, daß aber auch anderseits gesunder Geist und reine sittliche Anschauungen zur Go- fimbcrbaltimg des Körpers beitragen.

der Qlbenb durch die mit lebhaftem Beifall auf­genommene Mitwirkung eines Teiles der Milltär- ' kapelle des 1. Batls. des 15. Jnf.-Rgts.. Die.:n.

Die übliche Verlosung beschloß die Feier.

CO Klein-Linden, 27. Dez. Die Gottes, dienste waren an dm Wei h n ach t s f eie r ta- gen überaus stark besucht. Drr Gottesdienst am Heiligabend brachte dir Wiederholung des von der Evang. Jugendvereinigung auf» geführten Weihnachtsspieles ..Das Gotteskind". 5m Dormittassgottesdienst des ersten Feiertages wirkte der Ki r chen gesa n gver ein (Dirigent Kreisbaumwart Germer) mit Den Nachnnte tagsgotteSdienst verschönerte drr hiesige Män­nergesangvereinH a r m o n i e" unter Leitung von Lehrer Loh (Weidenhaufen) durch ixm Bortraa zweier Weihnachtschöre, während :m Gottesdienst deS zweiten Feiertages der Madchenchor der Evang. Jugendver- cinigung einige Lieder sang.

Großen-Linden, 27. Dez. Die Weihnachtsfeier der hiesigen Klein- linderschule fand am 4. Adventfonntag im Gotteshause statt. Nahezu 100 Kinder hatten mit freudestrahlenden Augen unter dem brennenden Deihnachtsbaume Aufstellung genommen und trugen unter Leitung der Schwester Sophie ihre Weihnachtslieder und -spräche recht gut vor. Der OrtegetfiHebe, Pfarrer Schultheiß, hob in feiner Ansprache die großen Verdienste der Schwester Sopyie hervor und dankte für die Ga­ben, die bei den Haussammlungen cingegcmgmi mären. Hierdurch war es möglich gewesen, die Kleinen recht reichlich zu beschenken.

Lollar. 27. Dez. Wie alljährlich, so hielten auch in den letzten Tagen verschiedene Vereine ihre Weihnachtsfeiern: der Kurzschriftverein am Samstag imDeutschen Haus", die Hassia-Iugendgruppe am Sonntag imSchwanen", der Turn- und Gesangverein im .Schwanen" und der ArbeitergefangvereinVor­wärts" In hpr . Linde" am ersten Feiertage, die Sängervereinigung am zweiten Feiertage in der Linde". Die beiden letztgenannten Vereine ver­anstalteten am Rachmittag besondere Kinder« betocrungen, wahrend die Abendveranstaltungen für die Dereinsmttglieder und deren erwachsene Familienangehörige bestimmt waren. Zu allen . Feiern hatten sich die Familien sehr zahlreich ein gefunden. Die Devanftaltungen sind bei weih- nachtllcher Stimmung gut verlausen. Die Gottes­dienste waren sämtlich gut besucht.

. St Alten-Duseck, 27. Dez. Am zweiten Deihnachtsseiertag vrrcrnstaltete der Gelang- vereinGermania" unter Leitung von Ehormeister Meyer (Wie eck) sein übliches Wi n terkonzer t. wobei w.eder ein in allen Teilen gut gewähltes und mit lebhaftem Beifall aufgenommenes Programm zur Ausführung kam. Die von Mitg icdern deS Gießener Or­chestervereins aulgeführten instrumentalen Leistung:n. die noch durch en g: musterhaft vor- getrageite Äiarinctten- und Trompetenfolos der . Herren Günther und Schwarzlose he.aus- gehoben wurden, standen auf vollendeter Höhe. Reichen Beifall sanden die Gesang svorträge der Sopran-Sängerin Frl. Gisela Wanner, ebenso die des Frauenchorcs des Ge­sangvereins Eintracht, Gießen.

gck. Großen-Buseck. 27. Dez. 3m Saale des Gastwirts Wagner hielt die hiesige Volks­schule ihre diesjährige Weihnachtsfeier ab. Zahlreiche Eltern und Freunde der Achv- und Deunjährigen waren erschienen, um sich durch die Gesänge. Gedichte und oft urdrolligen kleinen Szenen der jugendlichen Darsteller er­freuen zu lassen. Lehrer Jung wies in feiner Ansprache darauf hin. daß das öffentliche Auf­treten der Schule noch neu fei, daß es ixujer zahlreicher teils wohlwollender, teil« auch i (Sfflßiger Kritik begegne, und gab der Mei- IQnn Ausdruck, daß man mit feinem Urteil zurückhaltend sein müsse, bis eine längere Zelt der Erfahrung vorliege. Jedenfalls liege eine im Interesse von Elternhaus und Schule gut ge­mehrte Absicht zugrunde. Für ihre schönen, mit qroftem Eifer vvrgebrächten Darbietungen ern- leten hie Schuler und Schülerinnen reiche An- erkemiung. Allgeineinen Beifall fanden auch die besonders durch Klangreinheit uiid präzisen Vor­trag gefallenden Musikstücke des Horn quar- tetts Kasbbenn. das sich m «rnerkm- nenswe rter Weise zur Der Sicherung des Wend« , zur Verfügung gestellt hatte. Rektor Inder- t b a l »erteilte Ehrenurkunden an die Sieger uno ^Siegerinnen der diesjährigen Reichsjugendi^tt- kämpfe und wies auf die Bedeutung des richtig betriebenen Sportes für die Volksgesundheit pta. Mit aller Deutlichkeit wandte er sich gegen leichte fertig Jn Umlauf gesetzte Gerüchte, wonach sich die Schule einseitig für gewisse Sportarten ein* setze, darauf sprach er den Schulvorstandsmite gliedern. Lehrern unb Schulern, sowie den Er­schienenen den Dmft der Schule aus. ©er Rein­ertrag des Abends flieht dem Grmidstock zur Beschaffung eures Bildwerfer« zu.

z. Rödgen. 27. Dez. Balfers Saalbou war bis auf den lehteii Platz besetzt, als der Män- nerae sang verein ^Harmonie am zwei­ten Feiertag feinen diesjährigen Unterhaltungs­abend veranstaltete. Rach zwei flott gespielten Musikstücken und dem Willkommen grüß des Prä­sidenten Decker bot der Verein unter feinem nortrefflichen Dirigenten Curths aus Gießen einiae prächtige Chöre und Lieder. Den zweiten

gr. G r ü n i n g e n, 26. De^. Der I s h e i m s ch e Gesangverein unb TurnvereinG u t Heil" hatten am zweiten Weihnachtstag zu einem Thea te rodend eingeladen. Der Besuch war in Anbetracht dessen, daß der Gesangverein Eintracht zu gleicher Zeit sein Winteroergnügen veranstaltetc, sehr gut. Seim brennenden Weihnachtsbaum leitete die fein konzertierende Kapelle mit einem Weih nochtspvtpourri die Feier in echt weihnachtlicher (Stimmung ein. Noch entern Lindervortrag hieß der 1. Vorsitzende des Gesangvereins die Erfchienenen willkommen und sprach die Hoffnung auf einen guten unb zufriedenstellenden Verlauf aus. Von den beiden zur Ausführung gelangten Theater­stücken konnte besonder» das letzte,Das Schwert des Danwtles", gut gefallen. In den Pausen sorg­ten die Kapelle unb der Gesangverein durch Sieber vertrage für angenehme Unterhaltung, Eine Der losung förderte manches wirMche, aber auch ettiche angeführte Glückskinder zutage. Set dem anschlie­ßenden Tanz vergnügte sich insbesondere die tanz­lustige Jugend noch einige Stunden.

cp Grüningen, 26. Dez. Gestern abend hielt der Gesangver«inEintracht" sein dies­jähriges Winter vergnügen ab. Die Mit­glieds: sowie eine große Zahl Freunde und Gönner des Vereins waren der Einladung gefolgt und füllten den Denderschen Saal bis auf den letzten Platz. Rach Eröffnung und 'Begrüßung durch den Vereinsvorfihenden Adam Duß wickelte sich ein reichhaltig und geschmackvoll zu- samm mgestellt 6 Program n (The i.rstück.». Musik- vor.räge und Chore) ab. Üm das gute Gelingen hat sich besonders Karl Leidich verdient ge­macht, der. wie alljährlich auch diesmal toieber die Einstudierung der Theaterstücke übernom­men Hatto. Sämtliche Darbietungen fanden ver­dientermaßen reichen Beifall. Eine Verlosung und drr übliche Tanz bildeten den Abschluß der Veranstaltung, auf die der Verein mit Befriedi­gung zuriickblicken kann.

)( L i ch, 27. Dez. Sehr stimmungsvoll wurden die kirchlichen Weihnachtsfeiern durch den Vvsaunenchor eingeleitet, der am Heiligen Abend von der Rathaustreppe mehrere Weih- nachtschvräle blieS. Auch im städtischen Spital brachte der Posaunenchor zur Freude der In­sassen einige Weihnachtslieder zu Gehör. Auch am ersten Feiertag trug der Chor nn Verein mit der Chvrschule sehr zur sestlichen Ausstattung des Gottesdienstes bet Sämtliche Gottesdienste waren gut besucht. Am ersten Feiertag nach­mittags fand die Weihnachtsfeier der Kinder- kirche statt, während die Kleinkinder­schule bereits am 4. Advent in der Morien- stiftskirchs ihre Feier abgehalten hatte. An Kollekten gingen 124 Mark ein.

öp Li ch, 27. Dez. Heute konnten die hiesigen Brauereien mit dem Einb"ingen der Eis­ern t e auf ihren Teichen beginnen. Das Eis hat eine Stärke von 8 bis 10 Zentimeter. Mit dem Beginn dieser flernie haben wieder viele Leute Ar­beit gefunden.

ch L l ch, 27. Dez. Mit seiner Abendunterhal­tung am 2. Wechnachtsfeierlag in der Turnhalle verband der Mannergesangverein6a- cilia" eine S chu b e rt ge de n k seier anläßlich des 100. Todestages (19. November) unseres großen Liedermeisters. Die von dem Verein unter Leitung von Lehrer D ö r m e r vorgetragenen Chöre, im ersten Teil nur Kompositionen von Schubert, zeug­ten von guter Durchbildung der bänger. Auch die Musikkapelle, die Kapelle derFreiwilligen Feuerwehr Lich unter Leitung von Kapell­meister Philipp Sommer, paßte sich mit ifjren Sorträgen dem Rahmen einer Schubertseier an. Im Mittelpunkt der Feier stmid ein Dreiakter Seife flehen meine Lieder", ein Volksstück aus dem Leben Schuberts, verfaßt von H. Buresch. Der zweite Teil, mehr heiterer Art, brachte Chorvor­träge von Koschat und Griggekovcn und ein Theater­stückchenCamilla" von Jannsen.

h. Hungen, 27. Dez. Wie alljährlich, wurde die Weihnacht auch dieses Jahr recht feierlich in unserer Kirche begangen. Während