betau# au schassen Dies kommt besonders $jm Ausdruck in den zahlreichen Ex hbris, die m l ih«n treffenden, zum Teil humorvollen Ideen und deren oriatnedcn V:rarbeitung recht be- achtenSwerie ^ciRunym der Lchüler-r chenkunft ausweisen. DeKtlich erfcnnbare tünftleri Jx Ver- anlogw« zeigen die ?jtb: r- und Tuf chzei chnu ig ' 4in« überaus stattlich« Zusammenstellung von Wappen. Deichs-, Staais- und Famil'cnwappen, mü viel Meist und zeichnenschrm Geschick zu Papier gebracht. (tnfcn in ihrer Farb^ipracht bi« Dufmcrliamkeit des LeichauerS auf sich Öbenfo fesseln da# Interesse dr-' zahlreichen. daS Blumen- maito bevorzugnrden Probe., der Aquarellmalerei, di« faulxrMi Linoleuai chnitte und dre hübschen Altbecttxilen unter Verwendung farbigen Papier# Tie rrichhattrge, roch! übersichtlich geord-- ncu- Qluitficüund ist tvesslich geeignet, d'.e zeich- Tierische '^nlwialung der Schüler und Schule» rinnen und Herr erreichten Grad der Leiitungs- fähigfeit dem Beschauer vor Augen zu führen.
•er. Homberg a. d. O hm. 27. Sevt. Dachdem am DvrdauSgana der Stadl, beiderseits der Pro- vinzlalstraste nach Dannenrod Bürgersteige angelegt wurden, soll nun ein weit gröstere# und für die 7lllgc^neinh«it sehr brbnitfam?# Projeft zur Ausführung kommen, die Ähnaltfation. Der Gemeinderat hat da# Projekt eingehend beraten und der Durchführung seine Genehmigung erteilt. Die Arbeiten sind bereit# zum Wetlbe- werb ausgeschrieben. Der Doranschlag der Kana» Wat Um* arbeiten beziffert sich auf 27 50) Mark. Mn der Autsührung dieser Arbeiten ist indirekt auch eine Derbeis^rung de# Zustande# der Strahen verbunden, was von allen Einwohnern sehr be» Ärüfit werden dürfte. ■ In der am Montagabend atlgehabten Sitzung de# Gemeinderates waren zwei frühe« städtische Beamte auf besondere Einladung anwesend, um ihnen für treue Dienste eine besondere Ehre zu erweisen, noch mehr aber, um eine all? Dankesschuld abzutvagen Dem langiahrigen Glöckner und Kirchendiener Lorenz Helm wurde für SSjäbrige treue Dienstzeit eine prächtige, sinnvolle Urkunde, ein- gerahmi und versehen mit der üinterschrift des dcrz«itigcn Stadt Parlaments, durch Bürgermeister Schweiler unter anerkennenden Dorten über- «icht. Sine zweite 11 rfuntre, gleichfalls unter Glas in derselben Ausführung und Ausstattung, wurde dem »rüheven PolizÄdiener Ludwig Kraus IV. für 3Sjührige treue Dienstzeit au#» gehändigt. Die beiden Geehrten dankten sichtlich gerührt für diese Auszeichnung. — Am Montag und die folgenden Tage wurden am hiesigen Bahnhof Zwetsch en eingeladen. Die Obst- verweriungsstelle Luckau ‘31.-ß. kaufte durch den zu diesem Zwecke hier tätigen Dartentnspcktor Berg den Zentner au 6,70 Mk. auf. In der Person bt* Obsthändlers Pfeil (Aaatbaufen) regte sich die Konkurrenz und bot für oen Zentner 8 Mk. Dieses höhere Angebot veranlastte aztch Berg, denselben Preis zu zahlen Da die Zwet- schen hier massenhaft geraten sind, haben die Leute nne gute Einnahme.
-er. Au# dem O h m t a l e, 27. Sept. Durch da» vorzügliche Wetter deS HachsommerS war die Grummeternte in kurzer Zeit beendigt. Die Landwirte gingen darum schon frühzeitig an# KartoffelauSmachen. ^Ser arftfttc Xcü davon ist auch damit be«tl# fertig, Ende dieser Woche bürste die Kartoffelernte allenthalben erledigt sein. Der Ertrag muh al# ein guter bezeichnet werden. Die Odenwälder Blaue hat allgemein die am besten entwickelten Früchte gebracht. Das Säen des Winiergetreide# ging mit dem KartosfellutSmachen Hand in Hand.
0 Lehrbach. 27. Sept. Ein überraschend eingetretener Nachtfrost hat viel Schaden in den Gärten, auf den Rübenfeldern und an den Dbftbäumen angerichtet. Gurken, Tomaten, Kür- biss« sind erfroren', die Blätter der Dickwurzeln
merklich gedrückt. Zum größten Teil darf aber die Ernte al» berntet gelten.
r. O d er - O h men, 27. Sept. Der Gemeinderat beschisst. zur Sinrichtung einer elektrischen Schulheizung bei dnn Leberland- werk um Kostenvoranfchl ig über Anlage und Heizung an-u ragen. Zur BekLmpsung bet Wohnungsnot war vor einigen Wochen der Be- fchlust gesastt worden, «in 00T e 6 r Kamillen-
hauS zu erbauen. Zwischenzeitlich eingekretene finanzielle Schwierigkeiten Ile en d s Do:Haden auch in mehreren folgenden Sitzungen scheitern. In der jüngsten Sitzung lag n.m em Schreiben de# ÄretKirnte# vor. da# auf die Orbauima de» vorgesehenen Gebäude# dringt. Au# demfeiben ®runbc, wie m den 'r Sitzungen, lehnte der Gemeinderat bi# Ansinnen ab
Buntes Allerlei.
Tiere auf dem Lpcrationsltfch.
Wenn di.' Alefen und die ge'ürchtetst« Herden der Dierwel! machtlos, grfesfelt oder betäubt der Hand Arztes auig.-lidert warben, der ihnen die Wohltaten der Hctlkunfl zuteil werden lästt, dann ist da# gewin ein ergreifend« Anblick. Bei solchen operativen (Sf.gri sen must der Zoologe mit dem Tierarzt zusammen arbeiten, denn c# werden oft hohe Aniord« ungen an die Tüchtigkeit und den Mut des Behandelnd«:» gestellt. Au# den reichen Erfahrungen, die im Stellingcr Tierpark gesammelt worden sind, teilt Ludwig Zulowsky in .Earl Hagenbecks illustrierter Tier- und Mcnfchenwelt" Interestante# über die rotlben Tiere al» Patienten mit. Stet# ist es notwendig, das kranke Tier oder zum mindesten den kranken Körperteil festzulegen, und da# geschieht auf sehr verschiedenartig« Weife. Bei den g rosten Raubtieren, wie Löwen. Tigern und Bären wird vorzugsweise eine ScficLungo- methvde angewendet, bei der dem Tier die Schlinge eine# starten TaueS um Hals und Vorderbein geworfen und der Kopf durch Heran- ziehem dem Gitter nahegebracht wird. Durch breite Fesselgurte, die über Vorder» und Hinterbeine geschnürt s'nd, wird der Körper aus die Seite gelegt, und init dem zu behandelnden Teil in die Räh« de# Gitter# gebracht, Id bist die Operation von auhen erfolgen kann. Andere Tier« werden in eine so enge Kist« eingeschlossen, da st ihnen keine Gelegenheit zur Bewegung bleibt. Oft werden die Patienten auch mit Hilfe a rost er Holzllappen so in die Snge getrieben, vast ihnen kein Raum zum Entweichen bleibt. Don gewandten Wärtern wird da# Tier gepackt, zu Boden geworfen und mit gröstter Schnelligkeit mit einer groben Holz!lapp« zugedeckt, fo hast e# sich nicht bewegen kann, aber auch keinen Schaden «leidet. Angeschnallt werden nur besonder# bewegliche Tiere, wie die Assen. Bei den groben wehr basten Tieren, an denen gelegentlich Krall« o c.aHoren vorgenommen werden nmssen, grell t der Tierarzt zur Betäubung. Da Gbbroiorm nicht benutzt werden kann, wird dem Patienten, nachdem er 24 Stunden gedurstet hat, Ehloralhydrat in 'Trinkwasser in bestimmter Menge gereicht. Da# Ti« verfall f danach in einen merkwürdigen Dämmerzustand und wird oft völlig betäubt. Bei feineren Operationen werden örtliche Betäubungen mit Rovocain vorgenmmen. Den Löwinnen wtrd Geburtshilfe gckiflct, dem Zahnen der Grost- raubtlere durch Ausziehen der wechselnden Zähn« nachgeholfen. Einem Eisbären wurde in einem Ho'pital zu Utrecht da# gebrochene Hinterbein in Gip# gelegt, worauf da# Ti« nach einigen Wochen wieder in der Manege auf treten konnte. Während manche Raubti«« sich nur schwer betäuben lassen, kann man den Elefanten durch die Zutührung gröber« Mengen von Rum, Kognak od« Arrak leicht in «inen schweren Rauschschlaf versetzen. Der graue Rüsselträg« legt sich nachdem « mehrere Liter Alkohol zu sich genommen hat. behäbig aus den dickhäutigen Bauch und ist dann so bewegungslos, dah « leicht gefesselt und operiert werden kann. Manche
Eickanten werden auch mit Ehlvrathhdrat betäubt. Aber nicht Immer find Operationen an Elefanten fo leicht auSzusühren, und es find schon verschiedentlich Aerzte und Wärter dabei um# Leben gekommen. Da sich bei h?r rauhen Haut d« Elefanten. Rashörn« und Fmstplerde häukig Eit« unter der Haut bildet. Io müssen diese Eiteranhäu ungen vielfach ent ernt werden. Bei den Fllchpferden wacher, die Eckzähne manchmal in verkehrter Dichtung in den Rachen. so dah eine Verkürzung unbedingt notwendig ist Man läht dann diese Dickhäuter in einen Knüppel beihen, legt zwei Schlingen seitlich,in den Rachen und bindet ben Uni«- lief« nach unten, den Oberkiefer nach oben sest. Der Tierarzt kann dann leine Arbeit vernichten, ab« bei form überaus festen und glatten Zahnschmelz must mit Feilen vorgrarbeitet w«den, da selbst die stärksten Krwchensägen nicht au#- reichen.
Da# deutsche Itzealcrschiss.
Wie Graf Luckner mitteilt, hat er seinen Biermost gafselkchrner .Vaterland" verkauft. Er foll völlig umgearbeitet und umgebaut werden, und zwar besteht der Pian. da# Innere in ein Theater zu verwandeln, das deutsche Kunst in aller Welt zeigen soll. In erster Linie ist bc- absichtiat. klassisch« Werke auf dem Theatcrschifs zu spielen. Daneben soll ober auch da# nwdemc Deutschland zu Wort kommen. Auster dem Bühnensaal werden moderne Restaurationsräume in der früheren .Vaterland', die jetzt den Hamen .Ulenspiegel' erhält, elnaerichtet werben. Deutsche# Theater und deutsche Kunst in der Welt zu -eigen, ist zweifellos ein fördern »wertes Ziel, aber es kommt feier keineswegs darauf an. dast man Theater spielt, sondern da# Entscheidende Debet ist. wie c# geschieht Rnr die besten Leistungen würden eine solche AuSsuhr deutscher Kunst, wie sie hi« in dem Theatcrschifs beabsichtigt ist. rechtfertigen können. Di« 'Beurteilung des ganzen Unternehmen# wird also davon abhängen, w« hinter den Plänen steckt und wie bü>* an sich be» grüstenswerle Programm burchgesührt Werben soll.
Eine Statistik der KnflänblgML
Gin Berliner Droschken führ« hat einen originellen Einfall gehabt, um die Anständigkeit der Zeitgenossen statistisch festzustellen, und da# Gr- Sibnt# ist bemerkenswert genug, «S weiterzugeben.
r hat sich ein Paar neue Schuhe gefault und feine alten In ein möglichst kleines Päckchen forg- sam verschnürt, daS er achtlos, al» sei eS vergessen, in die Kissen seines Kraftwagen# steckte. Er hatte an diesem Tage 31 verschiedene Fahrgäste und notierte genau ihr Verhalten. 17 von ihnen hatten da# Pak« an sich genommen und wollten e# mitnehmen, als sie ihn bezahlten. Don diesen 17 waren, al# er fein Paket von ihnen zurückforderte, zwei kühn genug, fich zu entrüsten, sie al# Dieb zu behandeln Zum Aeustersten liest es freilich fein« kommen, und jeder liest ihm am Ende die Deute. Drei von den 31 liehen da# Paket liegen, ohne davon Hoti# zu nehmen und ihm etwa# zu lagen; elf teilten ihm mit, es befinde sich im Wagen ein
vergessener Gegenstand Mehr al# d e Hälfte der Fahrgäste gehörte also in die Kategorie der unredi.chen Finder, und da# ist woh: für btt Tugend recht beschämend. E# ist übrige:# zweifelhaft. vb ein ähnlicher Versuch anderswo etn günstigere# örgcbnl# gehabt hätte Wobei wohl zu beachten llt dast trotz der Wohiteilheit der Berliner Autodrotchken jen« Ytertanen, bie sie benutzen, doch n^t zur besitzlosen Masse und zu d«. Hot'.eidenden gezählt werden können. D-ennoch erlagen 17 von 31 der Versuchung. Sie alle dachten wohl, ste würden irgendeinen werl- boCi«, Gegenstand, den fi« wählend der Fahrt nicht ausiupocken und zu untersuchen wagten, mit nach Haus« bringen. Da# ftetne Beispiel des Berliner Drostfek en führe rs zeigt, wie lock« der Begriff von Eigentum in Wirklichkeit fitzt und wie grost die Verführung ist. Dos Grgebni# dieser originellen Hloralsta.istik sollte non den Kriminalisten beachtet werden, und ez tonnte leui. dast sich bald vor den Geschworenen irgendein Berlin« Anwalt daraus beruier wird, wenn er irgendeinen armen Teuiel verteidig: Der Mein und Dein verwechselt hat. Und vielleicht wird unter den Geschworenen emer jener 17 Klienten sitzen, die schon da# Paket unter ihrem Arme trugen, al# fte den Führer bezahle!' wollten.
Clne Sdnwlberrrtbnunfl au» dem 17. Jahrhundert.
Ein kuriose# Dokument au# dem Jahre 1680
besagt:
Der Jungfer Ehristine Löbbecken die Mast für ein Kleidt genommen .... 5 Groschen
die nöthigen Stück« zu einem faltigen Untcrrode zuamrnenge- näht .........7 Groschen
Den Oberleib-genau für di« Brust, ferner di« Achseln und Arme der Jungfer geformt! .... 8 Groschen
vor Sechde .......4 Groschen
Baumwolle eingenöht .... 7 Groschen
Das, Kleidt ordentlich abgegeben, bittet um Be- fletchung dies« christliche-ehrlichen Rechnungen n Höbe von 31 Groschen zur Wtnter- rnesse Gottlieb Wegener. Schneider für den hohen Adel al# auch für die Bürgersleute
Da# ist Mutik tn den Ohren her Übemänner von heute' 1! I
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zur Förderung der Jugendpflege.
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i. Teure Beimal od. Opler der Fremdenlegion
Volksstück in 2 Akten von H Marcellus 2 Der Erbfeind
Försterdrama in 1 Akt von M.Grubert Konzert der Vereinekapelle Freunde und Gönner w illkommen. Eintritt 50 Pt.Der Vorstand. Zum Schwanen 068* Walltorstraße 7lr. 26
Ab 9 Uhr morgens: Bellfieifch m. Kraut
Samstag, 29.Sept.
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