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Aus -er Provinzialhauptstadt.

Gieben, den 26. April 1928.

Oie Volkshochschule

im Arbeitsjahr 1927/28.

Die Gießener Volkshochschule führte im abgelaufcnen Aroeitsjahr 2 4 Kurse durch, die von 393 'gegen 305 im Jahr 1926, 457 im Fahr 1925) Personen besucht wurden. Die Zahl der Äursobenbe betrug 305, unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Rückgangs in den einzel­nen Kursen von 25 Prozent ergibt sich eine Zahl non 46 4 0 Einzelbesuchen. Manner und Frauen beteiligten sich in ungefähr gleicher Zahl (19,8 bzw. 50,2 Prozent). Für das abgelausene Wintersemester wurde eine Berufs- und Bor- bildungsstatistik aufgestellt, die folgende Verhältniszahlen ergibt: 'Aus Arbeiterkreisen stammten 28,8 Proz. Der Hörer (gegen 8,7 im Win- tersemester 1926'27); Angestellte und Beamte waren 44,2 Proz. (1926 27: 53,2), freie Berufe, Berufs­lose, Hausfrauen 27 Proz. (1926 27: 38,1). Rur Volksschulbildung hatten 53,9 Proz. (1926,27:38,7) der Hörer Die Beurteilung dieser Daten dürfte er geben, daß außer einer Zunahme der absoluten Yörerzahl auch eine günstigere Zusammensetzung der Hörerschaft eingetreten ist.

Besonders auffallend ist die relativ starke Betei­ligung der Arbeiter, die im Wintersemester haupt­sächlich den von W. Brückner, Lehrer an der Dr.'Arthur-Pfungst.Stiftung zu Frankfurt, geleite­ten Kurs überDie wirtschaftliche Zukunft der Kul­turvölker" besuchten Mit diesem Thema und dem aus die Arbeiterschaft eingestellten Kursleiter scheint es auch gelungen zu sein, die Dolkswirtschaflslehre an der Volkshochschule heimisch zu machen. Zugleich kommt in der gewählten Formulierung (Sie roirt- schastliche Zukunft") wie auch in der anderer Kurse (Seelische Hemmungen und ihre Heilung", nicht: Fndividuolpsnchologie",Fragen des Gemein schastslebens", nicht:Literaturgeschichte" usw.), die im Lause des Jahres noch deutlicher als früher sich ausprägende Abkehr vom populärwissenschaftlichen Volksbildungsbetrieb veralteten Stils zum Ausdruck. Dem entsprach auch die Einrichtung einer indivi­dualpsychologischen Erziehungsberatungsstolle (Dr. Johannes Reumann), ebenso die dank der ver ständnisvollen Unterstützung durch das Jugendamt crsolgr-r.'chen Bemühungen um eine mit kultureller Jngendvslege zusammenfallende intensive praktische Kunstpflkge; dieses Gebiet umfaßt zunächst in erster Linie das Laienspiel, ferner Chorsingen und Gym­nastik. Die Inangriffnahme weiterer Gebiete der angewandten Kunst ist geplant, aber zum Teil eine Frage der Geldmittel. Daneben fanden innerhalb des Lehrer- und Hörerkreises eine lange Reihe von Zusammenkünften oersch ebener Art statt, die un­mittelbarem gc (tigern Austausch dienten: im Win­tersemester des Arbeitsjahres mußte freilich zum an sich berechtigten Bedauern zahlreicher Hörer dieser Teil der Arbeit infosge der Vordringlichkeit organi­satorischer und wirtschaftlicher Fragen etwas zurück-- treten. All dies kann nur würdigen, wer zu der Einsicht gekommen ist, daß die Volkshochschule Volksleben zu gestalten und nur im Sinn dieser wesentlichen Ausgabe Wissen zu verbreiten hat.

Von Rebengebieten der Dolkshochschukgrbeit ist an die vielen öffentlichen Veranstaltun- g e n zu erinnern, hie in ihrer Mehrzahl ins Win- tersemester fallen. Es seien nur die , Einsührungs- vorträge zum Schauspielplan des Stadttbeaters" und die drei Dalkskonzerte genannt. Letzte Reue- rung dürfte eine von vielen emnfunhene Lücke im griff gen Leben der Stadt ausgefüllt haben.

Die ordentliche Mitgliederversammlung des Ver- eins Volkshochschule fand am 10 April statt. Rach dem Geschäfts- und Kassenbericht wurde die Vor- standswahl vorgenommen, die gegenüber der Zu­sammensetzung des die Versammlung einberuf^nben Vorstandes feine wesentlichen Aenderungen ergab.

Das Sommerhaibiohr beginnt mit einer (Eröffnungefeier am 4. Mai. D>e neuen Kurse werden in einem Programmheft und du^ch Kri- tungsanzeigen befanntgegeben. W. H.

Sitten für Lonntaq, 20. April

Sonnenaufgang 4.37 Uhr, Sonnenuntergang 19.19 Uhr. Mondaufgang 13.20 Uhr, Monduntergang > 3.22 Uhr.

1769: der Feldherr Arthur Wellesley, Herzog von Wellington, in Dublin geboren (gestorben 1852); 1806: der Dichter Ernst Freiherr von Feuchtersleben in Wien geboren (gestorben 1849); 1844: der Großadmiral von Köster in Schwerin geboren; 1878: der katholische Theologe und Dichter Peter Dörfler zu Unter-Germaringen in Schwaben ge­boren.

Daten für Montaq, 30. April

Sonnenaufgang 4.35 Uhr, Sonnenuntergang 19.20 Uhr. Mondaufgang 14.32 Uhr, Monduntergang 3.39 Uhr.

1803: Generalfeldmarschall Albrecht Gras Roon in Pleußhagen geboren (gestorben 1879); 1835: der Maler Franz Defregger In Sternad) geboren (ge­storben 1921); 1870: der Komponist Franz Lehar zu Stomorn in Ungarn geboren; 1883: der Maler Eduard Manet in Paris gestorben (geboren 1832); 1895: der Dichter Gustav Freytag in Wiesbaden ge­storben (geboren 1816); 1924: die elsässische Dich­terin Marie f)art in Bad Liebenzell gestorben (ge­boren 1856).

eiter Wochenmarktpreife.

ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Sutter 190 bi« 200. Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 40, Weißkraut 25. Rotkraut 45. gelbe Rüben 15 bis 50, rote Rüben 15. Spinat 20 bis 30. Spargel 150 bis 200. hinter Kohlrabi 12 bis 20, Grünkohl 25, Feldsalat 150. Tomaten 130, Zwiebeln 25. Meerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 60 lnS 90. Rhabarber 20 bis 30. Kartoffeln 4 bis 6, Aepsel 12 bis 25. Birnen 40. Dörrobst 40. Äonig 45, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund; Gier 10 bis 11. Blumenkohl 60 bis 180. Salat 25 bis 35, Salatgurken 90 bis 120, Lauch 10 bis 20. Sellerie 10 bis 100. Tauben 70 bis 80 Pf. das Stuck; Radieschen Bd. 20 biS 30 Ps.

Heilstätte für tuberkulöse Er­krankung der oberen Luftwege. Das Submissions-Resultat für die Erbauung der Heil­stätte für tuberkulöse Erkrankungen der oberen Luftwege hatte folgendes Ergebnis: Erd- und M a n e r a r b e i t e n: M. Avrrmann G. m. b. H. 120 070 Mk.. Dirkenstock & Schneider 139 141 Mk., H. W. Rinn. Georg Becker & Earl Weimer 142 867 Mk.. Beton-Baucieseltschast 147 332 Mk.. Bauhütte 153 257 Ml. Beton-Dauarbei- ten Detvn-Daugesellschalt 70 512 Mk.. M. Abermann G. m. b. H. 71 647 Mk.. Birkenstock & Schneider 77 333 Ml.. Bauhütte 78.875 Mk

H. W. Rinn. Georg Becker und Carl Weimer 8'015 Mk.. Rhein. Beionbaugele! Schaft in Macnz 92 874 Mk. K u n st st c . n a r b e i t e n: Beton-Baugeiel: chast .7 125 Mk. M. Aber.nann G m. b H. 18 952 Mk., H. W. Rinn, Georg Becker und Earl Weimer 19 157 Ml., Bauhütte 19311 Mk.. Dirtenstock & Schneider 21 782 Ml. Die Zuschläge für die 41eb«rnahme der Ar­beiten zu ihren billigsten Angeboten, für Srd- unb Mauerarbeiten an M. Abermann G. m. b. H., für Betonbau- und Kunststeinckrbeiten an die Beton-Baugeseltfchaft, wurden erteilt.

** Afghanische Bestellung bei der Firma Hensoldt & Söhne, Wetzlar. Er- freulicherweije hat sich der Besuch des Königs Aman llllah von Afghanistan auch für die Industrie unseres Bezirks günstig ausgewirkt. Wie wir erfahren, Hot die Firma M. Hensoldt & Söhne, optische Werke, Wetzlar, von dem zur Zeit wieder in Berlin weilenden König einen bedeutenden Auftrag auf Lieferung von Hensoldt-Prismen-Feldftechern für die afghanische Armee erhalten. Außerdem hat sich der König auch für den neuen Hensoldt Bildwerfer entschieden und einen Auftrag erteilt.

** Der neue Fahrplan der Biebertal- bahn tritt ab Dienstag in Kraft. Die Interessenten mögen die Ankündigung im heutigen Anzeigenteil beachten.

ee D i e Freiwillige Feuerwehr Gießen hielt dieser Tage im ..Frankfurter Hof" ihre diesjährige ordentliche Hauptversamm­lung unter der Leitung des Brandinspektors F. W e n z e l ab. Rach der Begrüßung der Ver­sammlung durch den Vorsitzenden wurde der Jahresbericht für 1927 28 (April bis Marz) bekanntgegeben. Daraus war zu entnehmen, daß die dienstlichen Angelegenheiten der Wehr in einer ordentlichen Hauptversammlung, acht Be­sprechungen des Kommandos, in sieben Bor­standssitzungen und außerdem noch in einer An­zahl Sitzungen der verschiedenen Kommissionen erledigt wurden 3m Berichtsjahre fand unter der Leitung deS Stadtbranddirektors Brau­bach eine Sitzung statt zu dem Zweck, eine Belehrung und Anweisung über die Durchführung der Wachevorschriften bei Saal- festlichkeiten und sonstigen Veranstaltungen ent» geaenzunehmen. Die Wehr hielt im Berichts- lahrc sieben Hauptübungen ab, außerdem wurde sic zu einer Alarmübung herangezogen; sämt­liche Hebungen wurden von durchschnittlich hun­dert Feuerwehrleuten mitgemacht. Ferner sanken für die in den letzten drei Jahren eingetrctencn Mitglieder Lehrüb '.ngen an sämtlichen Geräten statt. Am 31. März 1928 zählte die Wehr 133 ordentliche. 73 außerordentliche und 5 Ehren­mitglieder. Bei dem 30. BerbandStag der Frei­willigen Feuerwehren der Rheinprovinz in Bad Kreuznach wurde die Gießener Freiwillige Feuer­wehr dadurch ausgezeichnet, daß ihr Vertreter in die Kommissiön zur Begutachtung der pslickn- mäßigen Hebung der Kreuznacher Wehr gewählt wurde. 2m Anschluß an Den Jahresbericht des Brandinspe'tors wurde der Rechnungöbericht über das letzte Drrrinsjahr erstattet, sowie der Vor­anschlag für das Rechnungsjahr 1928/29 ver­lesen. Der Rechnungsbericht und der Voran­schlag fanden die Genehmigung der Versamm­lung. Bei der Wahl des Kommandos und der Geräteführer, die alle drei Jahre stattfinden muß, wurden gewählt: Zum Drandinspektor Fritz Wenzel, z..m Brandmeister des 1. Löschzuges R. Rödiger, zum Brandmeister des 2. Lösch­zuges A. Betz, zum Rechner W. R i e b e l, zum Schriftführer H. K ö n i g , zu Gerate­führern und 1. Obleuten der beiden mechanischen Leitern Otto Hörig und Otto Faber, als 1. Obleute zu den beiden Steigerzügen E. Koch und 3. Heißler, als 1. Obleute zu den beiden Spritzen H. Matheiß und W. Schreiber, zu den Hydranten und Schlauchgeräten H. F l a ch und G. Kraus, zu Deisi jern Karl R e u l i n g sen. und H. R i tz s ch e. Rach einigen weiteren Besprechungen über die demnächst beginnenden Hebungen wurde die Versammlung von Brand- Inspektor Wenzel geschlossen. Die erste Haupt- übung findet am Montag, 7. Mai, statt.

** U c b e rW ege zur Bekämpfung des Krebses" sprach dieser Tage in dem gut besetzten Saale des Katholischen Vereinshauses Dr. med. Walter Malech (Gießen). Der Redner ging aus von den Betrachtungen, daß die niederen Tiere ganz !rei von Krebs sind, höhere freilebende Tiere nur chr selten erkranken, ebenso wie die niederen noch wehr mit der Natur verbundenen Volker der Erde, wahrend gerade die Kulturnationen am stärksten von ihm heirngesucht werden. Sd)ibigungen, die in unserem Kulturleben begründet sind, müssen dem­nach den Boden zur Entwicklung des Krebses be­reiten Helsen. Die Erörterung des Wesens des Kreb- ses unter Berücksichtigung neuer Forschungen führt heute mit größter Wahrscheinlichkeit zu der lieber- zeugung, daß Krebs sich nur auf einer Allgemein- Vergiftung des Organismus entwickelt. Gegen Ende dieses Prozesses wird die eigentl che Krebsgeschwulst durch verschiedene Anlässe zur Ausbildung gebracht. Die Bekämpfung dieses letzten Stadiums der eigent­lichen Geschwulst hat trotz aller Forschungen und Fortschritte immer noch zu keinem befriedigenden Resultat geführt; es bleibt die Frage offen, wie weit dies überhaupt in diesem Endstadium möglich werden wird- Zur wirksamen Bekämpfung des Krebses muß in energischer Weise die Forschung und Bekämpstmg der Anfangsprozesse betrieben werden. Wenn auch allgemeingültige Regeln heute noch nicht gegeben werden können, so weisen die Tatsachen, daß mit Zunahme der Kultur auch der Krebs zunimmt, darauf hin, daß alle Giftwirkun- gen, die von Technik, Verkehr ufw. ausgehen können, unmöglich gemacht werden müssen, daß ins besondere aber in der Lebensweise alle Maß­nahmen, die die Rahrungsm'ttel zubereiten, vor allem langes Erhitzen, auf das äußerste einge- schränkt werden müssen; ferner muß der Genuß sehr heißer Speisen unterbleiben. Besonderer Wert ist aber auch auf frische Lust und die gute Sauerstoff­versorgung des Organismus zu legen, da gerade die Sauerftoffocrarbcitung bei Krebs geschädigt ist. Den bedeutungsvollen Ausführungen des Redners, die in ihren theoretischen Teilen durch zahlreiche klare Lichtbilder ergänzt wurden, folgten die Zuhörer mit großem Interesse

Rundsunkvrogramm.

Sonntag, 29. April.

S bis 9: Morgenfeier. 11: Vom Mainzer Stadt-Theater: Konzert des Männergesangver­eins .Harmonie" Mainz-Kostheim. 13,30 bis 14: Die Glternstunde. 14 bis 15: Jugendstunde. 15: Fußballübertragung. 17 bis 18: Konzert des Rundfunkorchesters: Lehar. 18 bis 19: Stunde des Rhein-Mainischen 'Verbandes für Volks-

Räts-l-Ecke.

Silben?« fiel.

an bc her bert brunn bei din dra dy e e e eg ei ein en es flie ga ga gat ge ge ge gon hol hold ir kau land li min mit mos na nick plitz ram re rei fau sche fen sen ta tags te te ter Ding do vot warm

Aus vorstehenden 53 Silben sind 21 Wörter zu bilden mit nachstehidcr Bedeutung:

1. Badeort in Schlesien; 2. Ap,elbaumc>e wachs; 3. Maler und Dichter; 4. dänischer Dichter; 5. Wettfahrt; 6. männlicher Personenname; 7. land­wirtschaftliches Gerät; 8. Religionsstifter: 9. fest­gesetzter Zeitpunkt; 10. Nadelholz, 11. Badeort in Böhmen. 12. Sprengstoff; 13. Insekt, 14. Stadt in Rußland; 15. europäisches Gebirge; 16. Schwei zer Tal; 17. Sommerfrische bei Berchtesgaden; 18. Tanz; 19. Hoherpriester; 20. europäisches Reich; 21. Küchenkraut. Richtig gebildet, ergeben die Wörter in ihren Anfangsbuchstaben non vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vom ein Zitat von Ovid.

Magisches Kreuzworträtsel

Die Wörter bedeuten wagcrecht

I o

12

I1#

16

fv

Ito

w i e

senkrecht:

1. europäisches Reich; 2. sagenhaftes Schiff;

3. männlicher Personenname; 4. schädlicher Schmet­terling; 5. Zeichen und Münze; 6. Prophet; 7. das gesprochene Wort; 8. Körperteil; 9. Schlußwort der Predigt oder des Gebets; 10. Stadt in Italien (Schlachtort); 11. griechischer Buchstabe; 12. natür­liches Wasserbecken; 13. Romanserie von Gustav Freytag; 14. lateinische Bezeichnung für niemand; 15. orientalischer Titel; 16. Richtschnur.

Die Diagonale A bis B nennt eine Stadt in Nor­wegen.

Magische Quadrate

2a 5e 1 f 2h 1 i 21 3n 3 o 1 p 1 r 2s 1 z

Vorstehende 24 Buchstaben sind in die freien Fel­der obiger Quadrate einzustellen. Ist dies richtig Dorgenotnmen, müssen 1.: die |e vier wagerechten Reihen der beiden Quadrate bekannte Hauptwörter mit den angeführten Anfangsbuchstaben ergeben, und 2.: die wagerechten Reihen beider Quadrate zusammengezogen, Doppelwörter. Die Einzel- Wörter bedeuten: 1. Gemüse; 2. militärische Streit­macht; 3. Stadt in Baden; 4. Hauctier; 5. Wild; 6. kirchliches Strafmittel; 7. Körperteil; 8. alkoho­lisches Getränk.

Anagramme.

Aus den nachstehenden je zwei Wörtern soll durch Umstellen der Buchstaben ein Hauptwort gebildet werden. Wie lauten diese?

1. Die Mine; 2. Ein Erpel; 3. Mit Teer; 4. Lucas, halt; 5. Im Nord.

Scharade.

Die erste ertönt gar kräftig im Frei'n,

Nicht minder im Zimmer beim funkelnde» Wein.

Die zweite nütze, den» ist fie entfchwunden.

So wird sie nimmer wiedergefunden.

Das gante verbindet der Herzen zwei. Die in Liebe gelobten sich ewige Treu.

Synonym

Für jedes der nachstehenden Wörter ist ein fqno- nyines, sinnverwandtes Wort zu suchen. Die An- sangsbuchstaben dieser Wörter müssen eine Natur­erscheinung ergeben.

1. geschäftig; 2. verschmitzt; * flegelhaft, 4. be­harrlich; 5. witzig; 6. gezwungen; 7. allein. 8. u» gezogen; 9. leidvoll; 10. dankbar; 11. tatkräftig.

Auflösungen

Silbenrätsel.

1. Herwegh; 2. Araukarie; 3. Truthahn-, 4. Michaelis, 5. Achard; 6. Notiz; 7. Vampir; 8. Iran; 9. Ernestine; 10. ßinarno 11. Spinell. 12. Oleander; 13. Bulwer.

Hat man viel, so braucht man viel.

Kreuzworträtsel.

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JüUrätfel.

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1. Athen; 2. Freising, 3. Gera; 4. Halver;

5. Achern; 6. Nauen; 7. Idar; 8. Sagan; 9 Ihast;

10. Aurich; 11. Nassau.

Afghanistan.

Raffet

Wachholder wach, Holder;

Oschatz o Schatz!

Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.

Der Tausch.

3n der »Voss. Zig." erzählt Josefa Metz: Der Anatom Professor A. in Halle, ein Ver­ehrer schöner Frauen, hatte eines Tages Fran Liesbet Dill zu Tisch geführt und zum nächsten Dail, der bei Professor Vr. stattfand, die Haut­frau gebeten, ihm doch wieder £l:8tet Dill all Tischdame zu geben, aber die Antwort erhalten, dazu sei er zu alt. Tiefgetränkt schrieb er an Liesbet Dill und bat sie, sich ihn selbst als Tischherrn zu wünschen, aber diese Bitte wurde von L. D. abgelehnt.Ich greife ungern dem Schicksalsrad in die Speichen , schrieb sie.la er wir es also rollen, wohin es rollt..."

Zu ihrem Erstaunen führte sie beim Dr.schen Ball doch Professor R. zu Tilch. .Das hat wiL viel gekostet", sagte er.ich sage aber nicht. iM" Äackcher hörte sie, R. halte an Br geschrieben »Wenn Sie mir Frau Lie?b i Dill al? Tischdame geben, bekommen Die die sch :i".c Leiche in meiner Anatomie." Daraufhin hatte er feine getDÜnfAu Tischdame bekommen.

bildung ..Frauengestalten der Bibel: Debora, Ruth, Esther, Jud'.t.)", Vorlesungen von Verdi von Hirschhetzdt. 19: Vom Fra nsurter Opern­haus: F.d.lio, Oper in zwei A te.i von Beethoven. Anschließe, b. Sportnachrichten. Daraus bis 0,30: Tanzprogramm.

Montag, 30. April.

12,30 bis 13.30: Don Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Hauskapelle. 16,30 bis 17,45: Kon­zert des RundfunlOrchesters. 17,45 bis 18,05: Die Lesestunde. 18,33 bis 19: Die Schachstunde. 19 bis 19,30: Vortragszyilus des Gewcr.schafts- 6u:;b^ der Angestellten:Die Jahresbilanz 1927 und die Erweiterung her Leistungen der Ange­stelltendersicherung" , Vortrag von Armin Geß- ner. 19,30 bis 19,45: Englische Literaturpro.en. 19.45 bis 20,15: Englischer Sprachunterricht 20,15 bis 21,15: Konzert des Zi'a-Quartetts. 21,15 bis 22,15: Frankfurter Lo.'akdichtung. Anschließend: Schallplatten-Konzert, neue Schallplatten.

Dienstag, 1. Riat

12,30 bis 13,30: Von Kassel: Schallplatten, Opern und Arien". 16 bis 16,30: Orgel-Kon­zert. 16,30 bis 17,45: Konzert des Rundfunk­orchesters: Anton Dvorak. 17,45 bis 18,05: Die Lesestunde. 18,30 bis 18,45: Von Kassel: Die Stunde der Frau": »Sollen wir unseren Kindern bei den Hausaufgaben helfen?", Vortrag von Mathilde Meiszel. 18.45 bis 19,15: Von Kassel: Ludwig Tieck zum Gedächtnis" (gest. 28. April 1853), Vortrag von Will Scheller. 19,15 bis 19,45: FunkhochschuleKranlheiten des Schul­alters und ihre Verhütting", Vortrag von Pros. Dr. Eugen Schlesinger. 19,45 bis 20,15: Vortrag. 20.15 bis 21,15: Arbeiter-Lhorlonzert. 21,15: Don Stuttgart: Schwäbischer Abend.

Mittwoch, 2. Mai.

13,30 bis 14,30: Mittagsstäirdchen der Kapelle Dobesch-Dobee. 15,30 bis 16: Die Stunde der Jugend. 16,30 bis 17,45: Konzert deS Rund­funkorchesters: Meyerbeer. 17,45 bis 18,05: Die Dücherstunde. 18,30 bis 19: .Die Religion bei Platon und Aristoteles", Vortrag von Psarrer Laesler. 19 bis 19,30: Veamtenfortbildungskur- sus: »Handelspolitik der Gegenwart in Theorie und Praxis", Vortrag von Privatdozent Dr. Fritz Reumark. 19.30 biS 20: Französischer Sprachunterricht 20 bis 20,15: Senckenberg-Vier- rtelftunbe: .Tierleben des tropischen ä.lrwcklheS", Vortrag von Dr. R. MertenS. 20.15: Von Karlsruhe. Anschließend DvrtragS-Abend Dr. Peter Dach.

Buntes Allerlei.

Ein Raubmord nach sechs Jahren aufgeklärt.

Ein Raubmord, dem 1922 ein betagter Kaf­fe n b o t e zum Opfer fiel, konnte jetzt aufgeklärt werden. Einer der Täter wurde in der Pcr'en eines 33 (fahre alten früheren Ziegeleiarbeiters und jetzigen Wanherphotographen Reinhcl- Klemmstein in Bernburg in Anhalt verhaftet. Dein Helfershelfer wird noch gesucht. Am Sams­tag, 17. Juni 1922, wurde kurz nach 7 älhr mor­gens von Landarbeitern der 60 Jahre alte Kassenbote Karl Essig aus Reudamm in einem Gebüsch ermordet und beraubt ausgesun« den. Der Verdacht siel schon damals auf Klemm­stein, der angeblich nach Amerika ausgr- wandert war. ES wurde aber sestgestellt, bc6 er sich in Bernburg niedergelassen hatte. Aus Anordnung drr Staatsanwaltschast LandSbcrg a. d. Warte wurde ein Berliner Kri­minalbeamter nach Brrnburg entsandt, der bei einer Überraschenden Durchsuchung der Be­hausung Klemmsteins unter atterlei Gerümpel die vermißte 116 r des ermordeten Kassenboten sand. Klemmstein wurde dar­aufhin sofort fe ff genommen. Rach langem Leugnen legte er ein Geständnis ab. Dein Kom« plize bei dem Raubmord ist nach seiner Behaup­tung ein polnischer Schnitter namens Pollak gewesen, der derschwarze Martin" flt* nannt wurde.

170 000 Mark erschwindelt

Ein Duisburger Kaufmann hat es verstanden. I von einer Anzahl Personen insgesamt 17000? I Mark zu erschwindeln. Das Geld sollte für ge­schäftliche Zwecke in wenigen Wochen mit 1?? Prozent Zinsen zurückgezahlt werds- ®in Reichsbahnbcamter und ein Kaufmann sind allein um 64 000 Mark geschädigt worden. Der Täter ist flüchtig.

An heißem fiaffee erstickt

In Weferlingen bei Halle trank das zwei' jährige Söhnchen eines Arbeiters einen Schluck hei- ßen Stoffe und verbrannte f i ch dabei so d<« Kehlkops, daß es erstickte.

Horodter in der Ukraine.

Ein heftiger Wirbelsturm richtete In zahlreiche« Städten der Ukraine Verheerungen an. In viele« Gebieten im Dnjcprgebiet stockt die Arbeit. Tele­graphen- und Telephonleitungen wurden beschädigt Zahlreiche Dnjeprbarken sind abgetrieben.

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