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u ben jäljen und frühen Hier) zum Äusdruck vielfachen großen 2kz> , tretenden Worten her» dir Stabt Lich sprach im tanbeS Rektor Erb. der des Schulvorstandes und >rt ergriff, ferner sprachen aef im Hamen der des Kreisamtes Sieben, tebalteur Blumschein -kehrsbundes Welfen, .0$ für die Mischen liö ner-Ober-Lais im i Lolksgmeinschait, Di' für die BezirlcheüM h.Lich für die dvwge Landwirischaslsrat St richaftsaus'chujj und W Bürgcmeister Men­age der freien Berb Landstädte und des Pro­sten des hefsischen Land- neister Fendt -Hungen iei Kreises Butzbach für bxtJM Beigeordneter Komm

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Amtsgericht Gießen.

aus

Industrie x> - an der Ausü soweit irgend großen Festhc-

Sprechstunden der Ncdattion.

12 bis 1 Ubt mittags, 5 bis 1 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.

Jür unverlangt eingesandte IRanalfrlpte ohne beigesügtes Rückporto wird keine Gewahr übernommen.

AnzeigenaustrSge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.

Sonntag, 29. Januar. 4. Sonntag nach Epiphanie.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte: 7: Messe: 8: Kommu nion: 9: Hochamt mit Predigt: 11: Messe: 5.30:

Berlmer Börse.

Berlin 28. Jan. (WTB. Funkspruch.) Die schwachen Spätabendkurse, die aus eine angeblich gehaltene Schachtrede zurückzuführen waren, hört man auch im heutigen Frühverkehr, ilmfät)e sind auf dieser Basis jedoch noch nicht zustande ge­kommen, es ist in den BureauS äußerst still. Einiges Interesse ist für Ablösungsschuld für Äeu- besitz bei 16,75 Prozent eriennbar. Am Devisen­markt nennt man Paris gegen London 124,02, Mailand 92,075, Madrid 28,70 bis 28,73, Amster­dam 21.0790. London gegen Kabel 4,8730 bis 4,8735, die Reichsmark gegen Kabel 4,1950 und den Pen mit 46,87.

und silbernen Medaille.

SS dar? als selbstverständlich angenommen werden, daß in erster Linie sich die heimische ' das heimische Gewerbe g beteiligen. Diesen werden, -ich. bevorzugte Plätze in der . dereitgehalten werden.

* Dießen. 24. Jan. Sin junger Mann einem benachbarten preußischen Dorf hatte Zorn auf einen Dtraßenwart, der ihn wegen eines Obst­frevels aufgeschrieben hatte. Er und sein Freund, die beide auf der Anklagebank saßen, benutzten nun verschiedene Begegnungen auf der Land­straße, um den Straßsnwart zu beleidigen und ihm zu drohen. Wegen Beleidigung und Beamtennötigung erhielten beide Geld­strafen von insgesamt 60 bzw. 4 5 Mark.

Ein Rad-ihrer hatte einen Straf befehl er­halten, weil cb in der Hamm st raße zwischen dem GleiS der Bieberlalbahn, das ein Stück auf

Maingau

WSR. Mainz. 27. Jan. Ein jahrzehnte- alteS Projekt, der Durchbruch nach der Lothar st raße, wodurch eine direkte Verbin­dung der '2t c u ft a b t mit dem Zentrum der Altstadt herbeigesührt wird, ist durch den Ankauf des alten freiadligen Patrizier­gebietes2D ambol der H o f durch die Stadtverwaltung der Verwirklichung näher ge­rückt. Vorher, bis zum Jahre 1568. hieß das HausZum Gensfleisch": es soll das väter­liche Stammhaus des Erfinders der Buchdrucker­kunst, Johann Gensfleisch zum Gutenberg, fein. Der Kaufpreis für das umfangreiche Gebiet beträgt 360 000 Mark.

1. Süddeutsche Gastwirts-Messe in Darmstadt.

Die erste große Veranstaltung im Jahre 1928 in Darmstadt dürfte der vom 7. bis 9. Mai dort stattsindende Verbandstaa des Rhein-Wain-Gastwirte-Verbandes und die damit verbundene große süddeutsche Gastwirts-Messe sein, die vom 5. b i s 10. 221 a i in der neuen städtischen Festhalle stall- finden wird. Zahlreiche führende Vertreter des Gastwirte-Berbandes nicht nur aus Hessen, son­dern auS ganz Süddeutschland werden an der Tagung teilnchmen, mit der im Rahmen der ersten Süddeutschen Gastwirts-Messe eine große gastronomische Gewerbeschau verbun­den sein s oll. An dieser Messe, die gleichzeitig Ausstellungen verschiedener Art bringen wird, werden sich voraussichtlich alle führenden Indu­strien, die mit dem Hotel- und Gastwirtsgewerbe verbunden sind, beteiligen. Schon jetzt liegt eine große Anzahl von Anmeldungen von Ausstel­lern aus ganz Deutschland vor, vor allem natür­lich von der heimischen einschlägigen Industrie.

Diese große Veranstaltung, die größte auf diesem Gebiet, die bisher in Darmstadt statt­gefunden hat, wurde aus Anlaß des 45. 25er- bandstages des RheiN'Main-Gastwirte-Verban­des vom Hessischen Landesverband des großen Deutschen Gastwirteverbandes übernommen. Be­kanntlich hat vor Jahren in Darmstadt eine Ausstellung für das Hotel- und Gastwirtsgewerbe stattgefunden, die den Ausstellern großen Erfolg gebracht hat. Welch lebhaften Anteil nicht nur die Fachintereisenten, sondern die gesamte Be­völkerung von Darmstadt an dieser Veranstal­tung nimmt, beweist wohl am besten die Tat­sache, daß bereits jetzt ein Garantiefonds von über 60 000 Mk. gezeichnet wurde. Für die Aus­steller sind Prämiierungen vorgesehen, u. a. ein LtaatSprei». Preise der Stadt Darmstadt, wert­volle Ehrenpreise und die Diplome zur goldenen

Chore» wurde einstimmlg der Beschluß gefotzt, eine Dereinsfahne anzuschaffen. Der Gemischte Chor gehört schon jahrelang der Schwalm-Antrist- Felda-Sänger-Bereinigung nn und ist darin einer der wenigen Vereine, die noch keine Fahne besitzen. Der Vorstand wurde beauftragt, in den nächsten Tagen eine Haussammlung für diesen Zweck im Dorfe vor^unehmen. Der Gesamtvorstand wurde einstimmig wwdergewählt.

Kreis Lauterbach.

la. Maar, 27. Jan. Dor wenigen Togen ging dem Landwirt K. Zinn innerhalb eines Jahres das zweite Pferd an Anämie ein. Nach dem Krieg treten hier Kopfgrippe und Anämie bei den Pferden seuchenartig auf. In den letzten Jahren sind etwa 30 Pferde an diesen Krankhosten ein gegan­gen. Ein Landwirt hat bis jetzt allein einen Verlust von fünf Pferden. Sämtliche Pferde waren hoch­wertige Tiere, die sich im Durchschnitt auf 1000 bis 1200 Mark im Preis stellten, so daß sich der Ge­samtschaden auf 30 40 000 Mark be­läuft. Die meisten Schäden wurden jedoch durch Ver­sicherung, bei Anämie durch Staatszuschuß, abge- gtichen. Aus diesen Ursachen heraus ist auch seit drei Jahren die Jungviehweide bei Lauterbach für die Aufnahme von Fohlen geschlossen, und es kann jetzt noch nicht vorausgesehen werden, ob der Fohlenauftrieb in diesem Jahre wieder erfolgen tonn.

Starkenburg.

WSR. Darmstadt, 27. Jan. Beim Ver- laden eines 45 Zentner schweren Sterns verunglückte heute vormittag der im Baugeschäjt Ruckelshausen. Pfungstadt, beschäftigte Maurer­lehrling Philipp Jäger aus Pfungstadt. Er wurde durch unbefugtes Ingangsetzen eines Lastkraftwagens eines Spediteurs zu Tode ge­drückt.

Preußen.

Oie Genoffenschastssnse in Leun.

WER. 2D e tz l a r, 27. Jan. Eine Bezirksta- gung der im Raifseisenverband Frankfurt zu- sammengeschlossenen Genossenschaften des Kreises Wetzlar befaßte sich am Donners­tag u. a. mit den kürzlich berichteten il n - re gelmäßigkeiten bei der Raiffeisen- GenossenschastLeun (Kreis Wetzlar). Wie Deneralselretär G r i s a r - Frankfurt a. 2H. mit­teil tc, habe der Verband bei seiner 1925 er­folgten Revision noch keine Defizite festgestellt, sondern erst 1927. Die Genossenschaft Leun hatte 525 Mitglieder. Gin Fehler war es. daß die Waren in fünf Lagern untergebracht waren. 1924 sei nicht der Sollbestand, sondern der Jstbe- stand in die Bilanz eingesetzt worden, wodurch die Inventur zunächst um 2500 Mark zu hoch wurde. Ein 1925 aufgeführter Reubau eines Lagerhauses mit Bäckerei habe _ den Kostenanschlag um rund das Doppelte über­schritten und anstatt 25 000 Mark 53 000 Mark erfordert. Die Einnahmen auS den Warenbezügen wurden auf die Immobilien festgelegt. So kam es. daß die Schuld des Vereins Ende 1925 auf 70 000 Mark, Ende 1926 auf 120 000 Mark angewachfen war. Das totliegende Kapital und der Zinsverlust mußten die Aktivität des Vereins beschränken, der nun einen tatsächlichen Verlust von 35 000 Mark zu ver­zeichnen hat. ©hie Sanierung ist durchge- sührt. Auf die einzelnen Mitglieder kommen für 1925=99 Mark, für 1926155 Mark 23er- [uftanteiL Festgestellt wurde, daß sich die Leiter der Genossenschaft von bestem Willen hätten leiten lassen, daß aber ein ungesunder Op­timismus ihnen den klaren Blick für die Aus­wirkungen ihrer Aktionen getrübt habe. Die Genossenschaft befindet sich jetzt wieder auf der Bahn des Aufstiegs.

Kreis Wetzlar.

3 Krofdorf, 27. Jan. Der feit dem Jahre 1919 hier stationierte Oberlandjäger, im Jahre 1927 zum Landjägermeister ernannte Herr Rothe wird uns nm 31. d. M. verlassen, um an seinen neuen Kom- manboort Radevormwald im Bergischen Land überzusiedeln. _

-z- Aus dem Kloebachtal, 27. Jan. In den letzten Wochen hat in ben Gemeinden des Klee­bachtales wieder eine geringe Nachfrage nach Winteräpfeln eingesetzt, die infolge der letztjährigen reichen Ernte fast bei jedem Obstzüaster in größeren Mengen noch vorhanden sind, yür beste Winteräpfel werden kaum 10 Mark pro Zentner geboten, )o daß immer wieder in obstzüchterischen Kreisen der Ruf nach einer Ob st Verkaufs' genossen schäft laut wird, damit ein geregel­ter Absatz ermöglicht ist und das Obst nicht in über­lagerten Räumen dem Verderben ausgesetzt bleibt

~ Hochelheim, 27. Jan. Als Kuriosum kann es wohl bezeichnet werden, daß die Be­sitzer der in der hiesigen Gemeinde vorhandenen vier Gast- und Schankwirt schäften sämtlich den FamiliennamenSun g" tragen un- alle miteinander verwandt find. Bei der im hiesigen Gemeindewald stattgesundenen Holzversieigerung wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheit 38 bis 40 Mk., Buchenknüppel 26 bis 30 Mk. je 2 Raummeter. Buchenwellen 20 bis 23 Mk. je 50 Stück: für Fichtenstämme der Klassen la und 1b wurden 32 bis 36 Mk. je Festmeter bezahlt.

O Ebersgöns. 27. Jan. Bei der un hiesigen Gemeindewald stattgehabten ersten Brennholzversteigerung wurden folgende Preise erzielt: Eichenscheit 12 bis 15 Mk.. Eichenknüppel 8 bis 11 Mk., Eichenstockholz 2 bis 4 Mk., Eichenwellen 5 bis 7 Mk., Duchenscheit 14 bis 18 Mk., Buchenknuppel 9 bis 12 Mk. Buchenwellen 6 bis 8 Mk.. Weichholz (Scheit und Knüppel) 9 bis 12 Mk.

Dillkreis.

bl. Driedorf. 27. Ian. Bei dem Wirt deS Rachbarortes Odersberg erschienen vor eini­gen Tagen zwei Radfahrer, die ihm zwei anscheinend gute Uhren zum Preise von 15 Mark pro Stück anboten. Der Wirt, dem die Sache nicht klar schien, rief telephonisch den Ober­landjäger Völker von Driedorf herbei. Die Gauner hatten inzwischen das Weite gesucht, und als sie sahen, daß sie verfolgt wurden, suchten sie im nahen Walde Schutz. Run begann eine wilde Jagd, an der sich eine ganze Anzahl Einwohner beteiligten. Man tonnte emen fest» nehmen, der andere entkam.

bl. Ackersdorf b. Schönbach, 27. Jan. Bei Holzfällungsarbeiten im Walde wurde der Holzhauermeister Jung von hier durch einen stürzenden Baum, der ihm die Schädel- decke zertrümmerte, auf der Stelle ge­tötet

erhielt er selbst Schläge über ben Kops und sonstige Verletzungen. Er nahm einem den Stock ab und schlug die fünf Mann, die am Au-gang der Lindengasse mit dem Auto -usammenge- troffen mären, in die Flucht. Darauf schlug er der Zeuge H. bekundete dies auch ruxb auf den daliegenden B. ein, der er zunächst nicht erkannt yat. 2hm mischte sich der Zeuge H. ein, der ganz unbeteiligt in der Rähe ge­standen hatte. Gr rief dem W. zu, er solle doch aufhören zu schlagen, er schlüge ja den Mann tot. W.. der glaubte. H. gehöre auch zu den fünf Mann, wandte sich gegen H. und schlug ihn. Inzwischen war B. wieder zu sich gekommen und stürzte aus den unbeteiligten K. los, der seither in der Gesellschaft des W. gewesen war B. packte den K. am Hals, um ihn zu würgen W. hielt den D., den er inzwischen erkannt hatte, davon ab. H. lief nun dem W. nach, um ihn wegen des Schlages zur 2kede zu stellen und hielt ihn fest. D. glaubte, H.. der tatsächlich nun zur Hilfe des B. eingefchritten war, habe auch zu den ersten fünf Mann gehört, die ihn. den B. verhauen hallen. Er rief deshalb dem W. zu:Aus ihn. das ist auch einer von denen." W. nahm den Stock und hieb aus H. ein, den er schwer am Arm verletzte. Diese Körperver­letzung deS 23. bildete den einzigen Gegenstand der Anklage. W. leugnete, wurde aber über­führt. Er kam mit einer Geldstrafe von 7 0 Mark. Im Falle der älneinbringlichkeit 14 Tage Gefängnis, davon. Zu seinen Gunsten wurden Verwirrung und Irrtum weitgehendst berücksichtigt, desgleichen die Erregung, in die W. durch die Schlägerei, zu deren ersten An­fängen er keinen Anlaß gegeben hatte, ge­raten war.

Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte.

~ ranach Epiphanie.

Messe, 8: Kommu

Oberheffen. !

Lau .reis Gießen '

X W i e s e ck, 27. Jan. Im Frauenverein ; sprach in dieser Woche Fräulein Antonie Steiner, früher lange Zeit als Schwester tn < Indien tätig, sehr anschaulich über I n d i s ch e s Frauenleben: mllgebrachte mdlsche Klei- , dungsstücke standen auch einer Wieseckerln sehr gut Ein gesammeltes freiwilliges Opfer von 10 Mark kommt dem Morgenländischen Frauen­verein (gegründet 1842, Sitz Berlin) zugute.

Z 2t o b g e n, 27. Jan. Die hiesige Zigarren- febril, die vor Weihnachten ihren Betrieb ein­stellte, ist an die Firma Rinn L Cloos in Heuchelheim übergegangen. Zum 1. Februar soll die Arbeit ausgenommen werden.

: Grünberg, 27.Jan. Durch Zuzug von aus- märte ist jetzt die Schuler za hl der Ober-- r c a l j d) u l c auf über 300 gestiegen. Damir hat die 2lnstall seit ihrem Bestand die höchste Schülerzahl aufzuweisen. Gestern haben die schriftlichen Prü-- fungsarbeiten für das Maturitätsexamen begonnen. In diesem Jahre unterziehen sich 31 Schiller der Prüfung.

* Langd. 27. Jan. Unter Teilnahme der ganzen Bevölkerung wurde Altbürgermeister Otto Meyer zu Grabe getragen. 28 Jahre hatte er an der Spitze unserer Gemeinde ge­standen. sich durch fein leutseliges, stets hilfs­bereites Wesen die Hochachtung aller erworben. Der Verblichene war eine weit über die Grenzen unserer engeren Heimat bekannte Persönlichkeit. Der hauswirtschaftliche Kursus der Wanderhaushaltungsschuie desKr r,es Gießen beendete gestern den sechswöchigen zweiten Lehrgang mit einer in allen Teilen schön ver­laufenen Schlußfeier. Insgesamt nahmen 15 fort­bildungsschulpflichtige Mädchen daran teil, dar­unter 12 von hier und 3 aus dem benachbarten Rodheim. Reben den Eltern und Angehörrgen der Schülerinnen, den Schulvorständen und Ge­meindevertretungen der beiden Gemeinden waren der Vertreter des Kreisschulamts. Kreisschulrat Fischer, Oberregierungsrat Dr. Heß und Kreisausschußmitglied Landwirt Bommers- heim (Langsdorf) vom Kreisamt Gießen zur Feier erschienen. Die Prüfung fand im neuen Schulhaus statt. Sie erstreckte sich auf Hand­arbeit, Bügeln, Kochunterricht, Krankenpflege und WNcheansertigen. Ob?rr:gierung<rat Dr. Heß fand anschließend treffende Worte für die erfolg­reiche Arbeit Der Lehrerin Frl. Mutschler. Die im verwaisten alten Schulsaal sinnreich angeorDn-k Ausstellung von Handarbeiten und Wäschestücken der Schülerinnen zeugte von tüchtigem Können, emsigem Fleiß und seiner Gesamtausb ldung. Bei einem nachfolgenden Kaffeekränzchen, wobei Gelegenheit geboten war die vorzüglichen Backproben zu versuchen, be­grüßte Lehrer Müller von hier im Rainen der Schulvorstände Langd und Rodheim die Gäste, wies auf die Bedeutung solcher Lehrgänge hin. die Anregung geben und Geschmack bilden sollen, während erst das Leben den Men.fchen vollende. Kreisschulrat Fischer setzte in Se­ichten Worten, ausgehend von der Rot der Zeit, die Rotwendigkeit der hauSwirtschaftlichen Aus­bildung der Mädchen aller Schichten der Bevölke­rung auseinander und unterstrich besonders die segensreichen Folgen einer tüchtigen Haushalt- führung für die Familie, al« der Grundzelle des Staates. Beherzigenswerte Mahnwokte rich­tete Kreisausschußmitglied Dommershei m an die Eltern und Schülerinnen, nun auch das Ge­lernte praktisch anzuwenden und nach weiterer Vervollkommnung zu streben. Mehrstimmige Mädchenchöre, gemeinsame Lieder, ernste und hei­tere Gedicktvorträge der Schülerinnen und Solo­gesänge von Lehrer Dietrick (Rodheim) be­schlossen die stimmungsvoll verlaufene Feier, nach­dem noch namens der Gäste Worte des Dankes aüsgesprochen worden waren. Morgen wird in Rabertshausen ein weiterer Ausbildungs­kursus seinen Anfang nehmen, wo sich neben den Forlbildungsschülerinnen noch weitere 8 Mädchen angemeldet haben.

Kreis Büdingen.

A Aiddo, 27. Jan. Hier nflirfre ein e 11 iu>b Fahrverein gegründet, der junge Leute von hier und Umgegend im Reiten, Fahren, Pferde- pflegen und bergt ausbilben will, um dadurch zur Hebung der Interessen für Pferdezucht beizutragen. Bis jetzt zählt der junge Verein schon über zwanzig Mitglieder. Zum vorläufigen Vorstand wurden be­stimmt: Beterinürarzt Dr. Hofmann, Vorsitzen­der: Landwirt Heinrich Erk, Rechner, und Hotel- besitzer Menge! als Schriftführer. Unterricht nn Reiren werden Oberwachtmeister Heinrich Knaus und Oberwachtmeister i. R. Guillaume, er­teilen.

# Nidda, 27. Jan. Arn Mittwoch fand hier im SaaleZum Gambrinus" ein Vortrags­kursus des Landwirtschaftsamts R i d d a statt, zu dem sich neben den Schülern der hiesigen Landwirtschaftlichen Winterschule zahl­reiche La, Wo rte aus den benachbarten Dörfern des Dienstbezirks eingefunden hallen. Kreistier­arzt Dr. Spam er. Büdingen, sprach überDie Tuberkulose des Rindes": Landwirtschaftsdirektor Dr. H e l f e r t von hier überZweckmäßige Auf­zucht und Haltung als Vorbedingung zur Lei- stungszucht". In der anschließenden Aussprache wurden einzelne Fragen besonders aufgeklärt. Rach der Mittagspause lief der anerkannte Lehrfilm der Landwirtschaftskammer:Die Tuberkulose des Rindes und ihre Bekämpfung".

i). Kohden, 27 Jan. Die Kriegerwitwe Anna Kl ös, geb. Wagner, dahier, konnte in diesen Tagen auf eine ununterbrochene 25jährige Tätig­keit als Arbeiterin in der Moufangschen Papierfabrik in Ober-Schmitten rückblicken. Der Jubilarin wurden von ihren Mitarbeitern, Mit­arbeiterinnen, der Fabrikleitung und zahlreichen Freundinnen und Bekannten herzliche Glückwünsche und sinnvolle Geschenke dargebracht.

Kreis Schotten.

Laubach . 2. Jan. Die Preise der Hol z- Versteigerung in den st ä d t i s ch e n W a l -- düngen, die gestern stattsand, waren etwas höher, als diejenigen in den gräflichen Wal­dungen Der Raummeter Buchenscheit kam tm Durchschnitt auf 11,50 bis 13 Mk.. Buchenknüppel auf 8,50 bis 9 Mk., Buchenstocke auf 7 bis 8Mk., vier Meter Buchenreisig auf 3 Mk Zur Ge­flügelschau der Geflügelzuchtvererne Laubach, Hungen, Schotten, die wie wir schon meldeten, kommenden Samstag und Sonntag im .Solmser Hof" stattfindet, sind be­reit« über 400 Nummern angemeldet.

Kreis Alsfeld.

Kettrich, 27. Jan. In der jüngsten Gene­ralversammlung des hiesigen Gemischten

dem Büraersteig dahinführt>, gefahren war. Er legte Einivruch ein mit der Begründung, die fragliche Strecke werde ständig von Radfahrern benutzt. Er habe das Fahren für erlaubt ge­halten. Der Angeklagte muhte jedoch nach den geltenden Bestimmungen bestraft werden, da das Gleis, dessen Betreten an sich nicht verboten ist, auf dem erhöhten Bürgersteig entlang führt und oas Radfahren auf erhöhtem Bürgersteig straf­bar ist. Auch befindet sich die gesamte Hamm- straße, selbst soweit sie nicht bebaut ist, inner­halb eines geschlossenen Ortsteils. Mit Rück­sicht auf die besonderen Umstände erkannte der Richter jedoch auf die Mindest strafe von 1 Mark.

Aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde ein alter Bettler, dessen Vorstrafen sich bereits der Rr. 50 nähern. Er hatte im Dezember o. I. sechs Wochen Hast wegen Bettelns ver­büßt. Am Tage seiner Cmtlassung saß er erst in Wirtschaften herum und machte sich alsbald wieder auf tum Fechten, In der Marktstrahe wurde er sestgenommen. Strafe: 6 Wochen Hast und Aeberweisung an die Landespolizei­behörde.

Ein Bewohner eines preußischen Dorfes stand schon lange im Verdacht, in der benachbarten hessischen Gernarkung Gemüse in größerer Menge gestohlen zu haben. Eines Tages, nachdem in der Nacht zuvor wieder ein größerer Gemüsediebstahl auf Aeckern vorgekommen war. wurde der Angeklagte in Gießen mit einem Handwagen voll Gemüse angehalten. Er be­hauptete. dieses nach und nach aus bem Gießener Wochenmarkt gekauft zu haben. Er sei in Rot geraten und wolle es wieder veräußern. DaS Gemüse war jedoch erkennbar ganz frisch ab- geschnitten. Mehrere Strunke paßten im Schnitt genau auf die Strunkstümpse. die noch im Feld standeir. Auch sonst ergaben sich eine Reihe von Widersprüchen unb. Belastungsmomenten zu ungunsten des Angeklagten. Er wurde desD i e b- stahlS überführt. Strafe: drei W o ch e n Ge­fängnis. Straferschwerend tarn die Gemein­gefährlichkeit derartiger nächtlicher Diebstähle auf Aeckern in Betracht.

Geradezu eine Tragödie der Irrun­gen rollte ein Verfahren wegen Körperver­letzung auf, in dem der Angeklagte P. W. aus G. auf der Anklagebank '. Eine Gruppe von Männern kam nachts aus der Lindengafse. Sin Auto fuhr ohne Signal in diese ein. Die Leute schimpften auf das Auto. Ihm entstieg als Fahrgast ein gewisser B., der als gefährlicher Schläger bekannt ist. Er stellte die Leute zur Rede, wie man "Bemerkungen über ein Auto machen könne, in dem er drin säße. Man er­wartete einen Angriff des B., da dieser in die Tasche griff. Ein Schlag unter das Kinn warf ihn zu Boden. Stockschläge folgten. Der Ange- Se M. kam in diesem Augenblick mit den n Zeugen K. aus der Walltorstraße heran, ohne zunächst zu wissen, was los sei. Das hin­derte ihn nicht, tatkräftig einzugreifen. Dabei

Kircblrche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 29. Januar. 4. Sonntag nach Epiphanias.

Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker: 11: Kinder­kirche für die Markusgemeinde, Pfarrer Becker: 5: Pfarrafsistent Hertel. Johanneskirche. 9.30: Pfarr­verwalter Dotzert: 11: Kinderkirche für die Lukas- gemeinde, Pfarrer Bechtolsheimer: 5: Pfarrer Lenz: Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johan- nesgemeinde: 8: Bibelbefprechung im Johanncsfaal, Pfarrer Ausfsld. Kapelle des Alten Ariedhofs. 9.30: Pfarrer Ausfeld. 11: Kinderkirche, Pfarrer Lenz. Kirchberg. 10: Kirchberg: 1.30: Mainzlar. Alten-Buseck. 10: Alten-Bujeck: 1: Trohe. Hausen- Garbenteich. 10: Garbenteich. 1: Hausen. Lich. 10: Pfarrer Egelhofs (Griedel): 2: Stistspfarrer Schor- Icmmer. Mittwoch. 8: Bibelstunde. wahenborn- Steinberg. 10: Predigt: 11: Kinderkirche. Diefeck 10; 7.30.

Katholische Gemeinden.

Samstag, 28. Januar.

Gießener Lugendgen'chi.

In der Januarfitzung wirkten als Jugend­schöffen mit Frau Auguste Krebs und Proku­rist Heinrich Kuhl, beide von Gießen.

Ein junges Mädchen ist beschuldigt, am 16. Juni v. 2. mit dem Fahrrad in übermäßig schnellem Tempo die Kaiser-Allee in Gießen bergab ge­fahren zu fein und dabei auch nicht die rechte Seite der Fahrbahn eingehalten zu haben, wo­durch dann ein Zusammenstoß mit einem aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Soldaten verursacht worden sei. DaS Rad des letzteren wurde hierbei erheblich beschädigt. Das Mädchen bzw. dessen gesetzlicher Vertreter legten gegen einen amtSgerichtlichcn Strasbesehl form- und fristgerecht Einspruch ein. Es kam zunächst zu einer Hauptverhandlung im Dezember v. I.. die jedoch ausgesetzt werden mußte, um weitere Zeu­gen beizuladen, da sich in dieser Verhandlung eine Zeugin und der geschädigte Soldat in erhebliche Widersprüche verwickelten, die einer Aufklärung bedurften. Zum mindesten bestand der TZerdacht einer fahrlässigen Eidesverlehung auf der einen oder anderen Seite. In der nunmehrigen Ver­handlung stellte es sich heraus, daß sich die Aussage deS Geschädigten in der Hauptsache auf die Angabe eines anderen Soldaten gründete. Dieser stellte die Angaben deS Geschädigten rich­tig oder machte sie erklärlich. Rach der Deweis- ausnahm« steht eS nunmehr fest, daß die Ange- flagte als Täterin nicht in Frage kommt. Es wurde deshalb auf Freisprechung erkannt. Die Staatskasse hat die Kosten zu tragen.

Der Fall zeigte wieder einmal, wie groß die Rolle des .Zufalls" in Strafsachen fein kann, und wie vorsichtig Zeugen vor Gepicht In ihren Aussagen sein müssen.

Christenlehre und Andacht. Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. Hungen. 8: Messe mit Predigt. - Lich. 10: Hochamt mit Predigt.

Donnerstag, 2. Februar.

Gießen. Nachmittags 5.30 Uhr ist Beichtgelegenheil. Am Freitag wird nach jeder hl. Messe und abends 5 Uhr der St. Blasiussegen erteilt. Freitag, 6.30 Uhr, ist Segensamt.

Lonnr«,«dienst s.'Ner'.te n.Avotv-ken am 29.1.28 Dr. Klewitz Dr. Block. Pelikanapotheke.

Zahnarzt: Dr. Buchinger. JD