tausch nicht gegeben ist. Da
Gesetzbuch nichts über den
Linie darauf an, ob beim
Grziehungsbeihilfen für Kriegerwaiserr
Dom Zentralverband deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebener, Landes- nerband Oberhessen. Sitz in Gießen, wird uns
Aus der Pnwinzialhaupistavt
Gießen, ben 27. Dezember 1928.
Umtausch von Geschenken.
^gewählte Ware teurer als die zuerst gekaufte, bann muß der Käufer die Dreis di fferenz zuz ahlen. Ist die neugewählte Ware billiger, so muß der Käufer für den Preisunterschied noch etwas anderes dazuwählen, er kann auch hier nicht etwa Herausgabe der Preisdifferenz in Geld verlangen. In vielen Fällen geben dann die Geschäftsleute einen Gutschein, der bei späteren Einkäufen in Zahlung gegeben werben kann. Zu beachten ist, daß solche Gutscheine meist mit beschränkter Gltügkeitsdauer ausgestellt werden. Laßt der Käufer diese Gül- tigkeitsfrist verstreichen, ohne von dem Gutschein Gebrauch zu machen, so verliert er seine Gültigkeit. Der Käufer geht dann seiner daraus sich ergebenden Rechte verlustig. R. I.
folgendes geschrieben:
Der Reichstag hatte im Zusammenhang mit dem 5. Gesetz zur Abänderung des Reichsversorgungsgesetzes beschlossen, die Reichsregierung zu ersuchen, für die E r z i e h ung s b e ih i l f c n für Kriegerwaisen bis auf weiteres einen jährlichen Betrag von 20 Millionen Mark zur Verfügung zu stellen und die Erziehungsbeihilfen im Vedarssfalle bis zum vollendeten 24. Lebensjahre zu gewähren. Rach den auf Grund dieses Gesetzes herausgegebenen Erlassen tonnten die Erzirhungsbeihilsen jedoch nur einem begrenzten Kreise von Kriegerwaisen zugute kommen. Es ist jetzt ein neuer Erlaß des Reichsarbeitsinini- sters herausgekommen, wodurch die bisherigen Bestimmungen über die Gewährung von Er- ziehungsbechilfen nicht unwesentlich erweitert wurden. So können jetzt Erziehungsbeihilfen auch gewährt werden neben der Zuschußrente für von der Republik Oesterreich versorgte Waisen. Unter den allgemeinen Voraussetzungen können Krieger- Waisen auch Erziehungsbeihilfe erhalten, wenn die Versorgungsgebührnisse gemäß § 96 des Derfahrensgesehes nur vorschußweise gezahlt werden. Ruch wenn die Waisenrente nur auf Grund von Härtevorschriften gewährt wurde, kann die Erziehungsbeihilfe bewilligt werden, ebenso, wenn nur Rente, aber keine Zusatzrcnte gewährt wird und wenn die Weitergewährung der Waisenrente zwar abgelehnt, 8ur Durchführung der Berufsausbildung der Waise aber noch ein gewisser Betrag erforderlich ist. Eine Er- ziehungsbeihilfe bis zur Höhe von monatlich 25 Mk. kann auch unter Anrechnung etwaiger Hinterbliebenenbezüge aus anderen Quellen für Waisen gewährt werden, die aus Grund der Fürsorgepflichtverordnung in Erziehungsanstalten untergcbracht sind, und für Waisen, die wegen Gebrechlichkeit nicht für einen bestimmten Beruf ausgebildet werden können, wenn sie ausschließlich auf Rente und Zusatzrente angewiesen sind. In diesem Falle beträgt die Erziehungsbeihilfe monatlich 10 Mark.
Sind Hinterbliebenenbezügc aus anderen Quellen vorhanden, so müssen diese Bezüge vor der Erziehungsbeihilfe in Anspruch genommen werden. So sind z. B. anzurcchnen: Kinderzuschläge für Deamienwaisen, die aus Anlaß des Todes
** Weihnachtsgaben der Hinden- b u r g s p c n d c. Zu Weihnachten hat die Hinden- buraspende den Rest der dem Herrn Reichs- Präsidenten aus Anlaß seines 80. Geburtstages für Kleinrentner usw. zur Verfügung gestellten Mittel ausgeschüttet. Mehr als 1000 armen Mittelstandsangehörigen wurden zu Helligabend durchweg je 100 Mark überwiesen.
** Die Weihnachtsfeiertage, die nun wieder hinter uns liegen, dürften beim Publikum nicht alle Erwartungen erfüllt haben, die insbesondere von den Wintersportbeflissenen gehegt worden waren: die weißen Weihnachten hatten sich infolge des unvorhergesehenen Witterungsumschlages in graue und feuchte Festtage mit erheblichem Temperaturanstieg verwandelt, wodurch manche schöne Ski-. Schlittschuh- und Rodelpläne zu Wasser geworden Jein dürften. - Der Äirchenbesuch war an beiden Feiertagen sehr gut' in der Iohanneslirche trug am ersten Festtag der Gesangverein „Heiterkeit" durch schöne Gesangsdarbictungen unter Leitung von Musik- iehrer Schättler wesentlich zur Ausgestaltung des Gottesdienstes bei. - Der Verkehr auf der Reichsbahn, der vor dem Fest sehr stark war. ist während der Feiertage, wohl infolge des schlechten Wetters, erheblich abgeflaut, und wurde im übrigen reibungslos und ohne Zwischenfälle abgewickelt. Die Polizei hatte erfreulicherweise über Weihnachten nichts zu tun. Die Feiertage sind ruhig und ohne Störungen verlaufen. Der Polizeibericht meldet lediglich, daß in der Rächt vom 23. auf den 24. Dezember in einem Gartengrundstück am Aulweg zwei Enten und zwei Hühner abgeschlachtet wurden. Der Täter konnte bisher nicht ermittelt werden.
" Schießen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten! Das Volizeiantt Gießen teilt uns mit: Das Schießen, sowie das Abbrennen von Feuerwerkskörpern innerhalb der Straßen und Hofreiten der Stadt ist verboten. Zuwiderhandlungen sind mit Geld- ober Hc^tstrafen bedroht. Es wird auch hingewiesen auf die eigene Strafbarkeit von Eltern, Vormündern und sonstigen Personen, die es an der nötigen Beaufsichtigung der unter chrer Ob-
Kreis Limburg.
WSN. L i m b u r g, 26. Dez. Am Heiligen Abend verunglückte bas stark mit Weihnachtseinkau fern besetzte Postauto Limburg — Renne r ob einen Kilometer von Limburg entfernt vor dem Dorfe A l b a ch. Das Postauto wollte einen Radfahrer überholen, als dieser unsicher wurde und zu Fall kam. Dabei mußte bas Auto scharf nach links fahren, geriet in den Graben und stürzte um, so daß die Räder in die Lust ragten. Vier Personen wurden durch Glassplitter im Gesicht und an den Armen verletzt, von denen eine in das Limburger Krankenhaus verbracht werden mußte. Aus dem Dorfe Albach herbeieilende Leute befreiten die Insassen aus chrer mißlichen Lage.
Kurhessen und Waldeck.
Ka s se l, 24. Dez. lWTB.) Der im 28. Lebensjahr stehende Daumschulenbesctzer Fischer aus Fellen befand stch auf dem H o ch sta n d. Plötzlich entfiel ihm das Gewehr, entlud fk£. und die Schrotladung durchschlug Fischer dre SchlagaderdeslinkenOberschen kels. Der Tod trat infolge Verblutens noch auf dem Hvchstand ein. DaS bedauerliche Unglück ereignete sich am Jahrestag der Hochzeit des Verunglückten.
Bri dem Kreisamt fov an^oest werden, daß die Bürgermeister zur Ausstellung der Personalausweise ermächtigt werden. DaS derzeitige umständliche Derfahven der Ausstellung durch das Kreisamt verursacht den Gesuchstellern unnötige Kosten und Verspätungen. Der neue Tarif der Straßenbeleuchtung wurde kritisiert. Man beschloß, genaue Erhebung der im Rechnungsjahr entstehenden Kosten anzustellen und alsdann mit dem gewonnenen Material an bas Aeberlandwerk bzw. an die Provinz heran- zutreten. — Fragen der Wohnungsmieten in gemeindlichen Gebäuden. Lehrerwvhnungen. Wie- senrundgang. Amtsverkündigungsblatt, Kadaververwertung u. a. m. wurden noch behandell.
Oer neue Direktor
der Hessischen Landesbibliothek.
WER. Mainz, 24. Dez. Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, wurde der Oberbiblio- thekar an der Mainzer Stadtbibliothek. Dr. Hanns Wilhelm Sppelsheimer. zum Rachfolger des in den Ruhestand tretenden Direktors der Hessischen Landesbibliothek in Darmstadt ernannt. Dr. Sppelsheimer wurde in Börrstadt (Rheinhessen) geboren and ist 38 Jahre alt Er studierte an den Universitäten Freiburg. München und Marburg Philosophie. Literatur- und Kunstgeschichte. Eine Reihe bibliographischer und literarhistorischer Arbeiten, darunter namentlich sein vielbeachtetes geistvolles Buch über Petrarca, haben seinen 21 amen in der wissenschaftlichen Welt bekanntgemacht.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
):( Hochelheim. 24. Dez. Dieser Lage hielt der frühere Durenkounnandant Koos Iooste im Saale des Gastwirtes Karl Franz einen Vortrag über Verhältnisse und Leben in feiner früheren Heimat Transvaal. In packender Weise erzählte er von der Gründung derDuren- ftaaten durch holländische Bauern, französische Hugenotten und deutsche Auswanderer, von den patriarchalischen Sitten der Buren, von dem Leben in den Durenfamilien, vom kirchlichen Leben unb vom Schulwesen. Für unsere Landwirte war es interessant zu erfahren, auf welche einfache Weise der Bur sein Land bestellt und wie dieses doch „hundertfältige" Frucht trägt. Wir hörten ferner, wie die Knaben zeitig an- fangen, die Büchse zu führen, und tote sie schon mit neun und zehn Jahren kriegstüchtig werden. Zum Schlüsse seiner interessanten Ausführungen zog Iooste einen Vergleich zwischen dem Buren- volke nach dem unglücklichen Kampfe mit den Engländern und dem deutschen Volke nach dem Weltkriege. Er gab dabei der Hoffnung Ausdruck. daß es unferm Volle gelingen möge, auch wieder hochzutommen, wie dies den Buren in den letzten 25 Jahren gelungen sei. Reicher Beifall wurde dem Vortragenden gezollt, der es verstand. die Herzen aller Zuhörer fortzureihen durch seine oft mit köstlichem Humor gewürzten Ausführungen. Der hiesige Gesangverein „Frohsinn" hals durch einige gut vorgetragene Lieder den Abend verschönern.
Kreis Biedenkopf.
ß. Gladenbach, 24. Dez. Am Sonntagnach- mittag fand seitens der hiesigen Volksschule im Saale des Gastwirts Elmsheufer eine Weih' nachtsfeier statt, chauptlehrer Acker eröffnete die Veranstaltung mit einer Ansprache und wfts hierbei aus die Bedeutung des Festes hin. Anschließend wurden durch die Schulkinder einige ausgewählte Theaterstückchen vorgefuhrt, die bei den zahlreichen Zuschauern reichen Beifall fanden. Die Spielleitung lag in den Händen der Lehrer Pfaff, Best und Röck, den musikalischen Teil füllte Hauptlehrer Acker aus. Rach dem gemein schastlich gesungenen Liede: „D, du fröhliche, o, du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit", fand die Feier einen würdigen Abschluß.
Maingau.
WSR. Frankfurt a. M., 26. Dez. Das Frankfurter Stanbesamt wartete zum diesjährigen Weihnachtsfest mit einem Rekord besonderer Art auf. Es wurden in den letzten Tagen vor Weihnachten nicht weniger als 219 standesamtliche Ehes chließungenvoll- zogen, während im Vorjahr nur 175 Paare sich die Hand zum mehr oder weniger ewigen Bunde vor dem Standesbeamten reichten. - Bei der von der Oberpostdirektion Frankfurt am Main im Oktober und Rovember bei Rundfunkteilnehmern veranstalteten Sammlung zur Beschaffung von Rundfunkgerät für Blinde und Sieche sind trotoefamt 7855Mk. eingegangen. Die aus diesen Mitteln beschafften Rundfunkgeräte sollen den Blinden und Siechen nach Möglichkeit sofort geliefert werden. — Wie wir erfahren, ist Konteradmiral Eduard Darrentrapp gestern abend 5Llhr im Bürger-Hospital gestorben. Er hatte eine zu große Dosis scharfen Schlafpulvers genommen. so daß er in bewußtlosem Zustand ins Krankeichaus gebracht werden muhte. Don 'Verwandtenseite wird erklärt, daß die von einem Berliner Blatt ausgestellte Vermutung, daß Var- rentrapp infolge schlechter finanzieller Verhältnisse Selbstmord verübt habe, nicht zu- treffe. Er habe lediglich, um seine starken Schmerzen zu betäuben, eine zu große Dosis Schlafpulver genommen, die seinen Tod herbeiführte.
Hut stehender! Kinder und sonstigen Pflegebefohlenen fehlen lassen.
** Die Warenlotteric des Gießener V e r k e h r s o e r e i n s, zu der die Lose im Der- laufe der Wcrbewoche „Gießen im Licht" in den hiesigen Geschäften verausgabt wurden, findet morgen, Freitag, nachmittag, ab 2 Uhr im Saale des Caft Leib statt. Insgesamt wurden eine Million Lose verteilt. Unter den ersten Gewinnen befinbet sich neben den; Liersitzer Personenauto unb der Schlafzimmer- einrichtuna auch ein Freibillett zu einer Mittclmeer- reise ab Genua. Die Ausspielung der Lose erfolgt öffentlich, so daß also jeder Interessent ungehinderten Zutritt zum Saale des Cafs Leib hat.
** Zeppelin- Dortrag in Gießen. Morgen. Freitag, 28. Dezember, werden wir die seltene Gelegenheit haben, von einem Teilnehmer an der Amerikckfahri des L. Z. 127 einen Vortrag zu hören. Philipp Lenz aus Klein-Lin- ben wird am Abend um 8 älhr in der Turnhalle an Hand von Originallichtbildern von der in aller Well mit größter Teilnahme verfolgten Fahrt des deutschen Luftschiffes berichten. Der Vortragende, welcher hier bei Firma Schaff- ftaebt gelernt hat, ist seit 1912 in der Zeppelni- Werft tätig, und unter seiner Leitung ist die gesamte elektrische Anlage des Luftschisses hergestellt. An der Fahrt nahm er selbst als Bordelektriker teil, was den Lesern des „Gieß. Anzeigers" durch einen Kartengruß von unterwegs bekannt geworden ist. Es darf gewiß mit einem großen Interesse für den Vortrag gerechnet werden. (Siehe heutige Anzeige.)
** Schulpers onal ie. Ernannt wurde der Lehrer an der Volksschule in Herbstein Adolf S tz dum Reallehrer an dem Landgraf-Ludwigs- Gymnasium in Gießen mit Wirkung vom 1. Dezember an.
** Der Alice-Frauen verein vom Roten Kreuz feierte, wie alljährlich, vor einigen Tagen auf der Liebigshöhe Weihnachten mit den Kriegerkindern und bescherte ihnen unter dem glitzernden Weihnachtsbaum schöne, nützliche Dinge. Freunde des Vereins und der guten Sache boten durch Spiel und Tanz alles auf, um den Kindern Freude zu bereiten; man verlebte in Gesellschaft der strahlenden Kinder unvergeßliche Stunden. Mit ber _ Ehrung durch Geschenke an junge Mütter erfüllte der Verein eine Mission, die in heutiger Zeit zu verstehen ist. Allen denen, die im Laufe des Jahres 1928 dem Roten Kreuz beigestanden haben. daß es seine fokalen Aufgaben erfüllen konnte, sei von Kerzen gedankt, besonders den Frauenvereinen Gießens, deren Hilfsbereitschaft vorbildlich ist.
•* Waldweihnacht des V. s. B. 08. Einem seit Dollendung des Wckldsportplatzes ein- geführten Brauche folgend, hatte der D. f. B. am vorigen Sonntag seine Mitglieder zu einer Weihnachtsfeier im Ehrenhain für die Gefallenen eingeladen. Traute Klänge lockten die zahlreich Erschienenen, die am Ehrenmal begrüßt wurden, durch Beethovens „5jt)mne an die Rächt", welche vom Quartettverein Gießen zu Gehör gebracht wurde. Herr Overbeck entwarf ein Bild über die deutsche Weihnacht und gedachte insbesondere derer, die heute nicht mehr unter uns sein Dunen, der Gefallenen. (Deine inhaltreiche Rede klang aus in einem Appell an dte Mitglieder, dem V.s.D. Treue zu bewahren. „Weihnachtsglvcken", vorgetragen vom Quartettverein, sowie das gemeinsam gesungene Lied .Stille Rächt, heilige Rächt" beschlossen die stimmungsvolle Feier. Anschließend fand im weihnachtlich geschmückten Vereins heim die Bescherung der Kleinen und Kleinsten statt. Lachende Kinderherzen und strahlende Augen waren der Dank für diese erhebende Waldweihnacht, die groß und klein lange in Erinnerung bleiben wird.
•* Konzert in der Chirurgischen Klinik. Eine schöne Weihnachtsfreude bereitete am vorigen Sonntag der Mädchenchor der Iugendvereinigung von Klein-Linden den Patienten der Chirurgischen Klinik mit einem wohlgelungenen Konzert. Unter Leitung seines Dirigenten, Lehrer Rau, sang der Chor liebe, alte Weihnachtslieder und erntete damit großen Darck der Zuhörer. Die Musikkapelle der Vereinigung erfreute Kranke und Klinikpersonal mit dem Vortrag von Konzertstücken.
** Auftrieb zum heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: 2935 Schweine. Sürßermeiffer-Scriammlung in Schotten.
~ Schotten, 24. Dez. Die Bürgermeister des Kreises Schotten hielten dieser Tage im Rathaussaal unter Leitung ihres Vorsitzenden, Bürgermeisters Menge l. Schotten, eine Versammlung mit Aussprache über sehr wichtige gemeindlich e Angelegenheiten ab. Die Sitzungsprotokvlle des Vorstandes des Hessischen Landgemeindetags wurden bekanntgegeben und dessen Beratungsaegenstände näher diskutiert. Heber die kürzlich stattgehabte Tagung des Provinzialverbandes Oberhessen des Hess. Landgemeindetags erstattete Bürgermeister Krauß, 'Wetterfeld, näheren Bericht. Fragen der Erwerbslosenunterstützung und Krisenfürsorge wurden besprochen. Von der Schafsung der neu geplanten Reben stellen des Arbeits- amtesGiehen erhoffen die Bürgermeistereien eine wesentliche Entlastung. Die Art und Form der Ausstellung der von den Wägermeistern zu vollziehenden Rentenquittungen wurde besprochen. Die Bürgermeister setzen sich nach der gefaßten Entschließung für unbedingte Beibehaltung des Los Holz es ein und werden mit allen Mitteln sich etwaigen Versuchen widersehen, den Bezugsberechtigten das vom Staat seither gelieferte Losholz zu entziehen. Bei der Losholzzuteilung möge den Interessen und Wünschen der Bevölkerung möglichst Rech- nung getragen werden. Große Entrüstung bestand bei ben Bürgermeistern darüber, daß von manchen amtlichen Stetten, z. V. den Dersor- gungsämtern, das Dienstgeheimnis nicht gewahrt wird und daß amtliche Auskünfte der Bürgermeister, die der Wahrheit entsprechen und daher oft den Angaben der Gesuchsteller und Rentenbezieher zuwider! aufen, den letzteren preisgegeben werden. Die ganze Schuld unb Verantwortung wird daher den Bürgermeistern auferlegt. In einem Fall erteilte man sogar dem Gesuchsteller die Antwort: „Bedanken Sie sich dafür bei Ihrem Bürgermeister." Die Versammlung beschloß daher, da seither verschiedene Vorstellungen keinen Erfolg hatten, 'in Zukunft die Beantwortung aller derartiger persönlich belastender Anfragen a bzulehnen, bis endlich : sichere Garantie für strikte Wahrung des Dienstgeheimnisses gegeben wird.
sind. I Sonnenaufgang 8.04 Uhr, Sonnenuntergang 15.58
Beim Umtausch von Waren mutz man gründ- U1)r _ Mondaufgang 16.24 Uhr, Monduntcrgang sählich unterscheiden, ob es sich um fehler- oder 904 Uf)r /Mond in Nordwende).
mangelhafte Ware handelt, oder ob Die betref- ^er italienische Kirchenkomponist Giovanni
senden Sachen einfach aus diesem oder jenem -L snlfJcZ:«« - iv7i- her
Gründe nicht gefallen. Beim ilmtaufdj von Ge- J?!fr Ul®1 dalestrina gebo ,
r™nl"n S er 4u ®ei$nad>tm itattfinftet. «s r°n°m Wnne» 6
toirö eS »ich in der Überwiegenden Zahl 1« ~ 'ÄS
-MC um bai MmtauW ni^taefatten^t Snl|en Wurs^"mnnn i„ Lpel gestnrb--!- Ä eron SÄ Erlangen? &gen
vielfach verbreiteter Ansicht sei daraus hinge- 2(0^1000 m fRerocaftle g f 0
wiesen, datz da ein allgemeines Recht zum Um- Gte’V'fV Wochcnmarktpreise.
" ' " " “ auch das Bürgerliche I ,
vyneijDua, nuyu» uoer ut.i Umtausch nichtgefal- Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt:
lender Ware beftimmt, so kommt es in erster Käse 10 Stuck 60 bis 1,40,
' ' • Einkauf eine Abrede 1,80; Matte 30 bis 35: Wirsing 15 bis 20, Weiß-
der der Käufer die kraut 10 bis 15; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Ruben
------ ' ' ' ' 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20; Spinat 25 bis 35; Anter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 60; Feldsalat 1,00 bis 1.20; Tomaten 80 bis 90; Zwiebeln 15 bis 20;
getroffen worden ist, nach
Sache Umtauschen kann. Diele Geschäfte haben ja auch an ihren Kassen einen Anschlag und auf den Kassezetteln einen Vermerk, welche Waren und in welchem Zeitraum sie diese Umtauschen. , • x”------ --
Ist das der Fall, so sind Verkäufer und Käufer Meerrettich 50 bis 1,50; Schwarzwurzeln 50 bis an die Bestimmungen solcher Bekanntmachungen 60; Kartoffeln 5; Aepfel 20 ^ 40: Diwimi gebunden. Eine Besonderheit gilt noch, wenn bis 30; Dorrobst 3o bis 40, Homg 40 bi« 50 der Käufer dem Verläufer ausdrücklich erklärt, lunge Huhne 1,00 bls l, 10, Suppenhühner 100 datz er eine Sache als Geschenk haben wolle, bis 1,20, Ganse l,00 bis l,20, ^Jte 60 bte 80. In solchem Falle wird man, da der Umtausch von Eier Sluck 17 bis 18; Blumenkohl 60 bis 1,20 Geschenkeii üblich ist. auch ohne ausdrückliche Er- Endivien 15 bis 25; Lauch 10 bis 15, Rettich 10 klärung die stillschweigende Abrede des Rechts bis 20; Sellerie W bis 15; Wirsing Zenter 10 »um Umtausch annehmen können. Ob der Schen- bis 12; Weißkraut 6 bis 7, Rotkraut 12 biä 15, ter oder der Beschenkte nachher die Sache um- Aepfel 20 bis 35; Virnen 10 bis 20; Kartoffeln tauscht, ist gleichgültig. 3,80 bis 4,50.
Handelt es sich bei einem Llmtausch um BorNUttzeN.
fehlerhafte Ware, so hat das Bürgerliche Ä o - x.~. - Donnerstag.
Gesetzbuch bestimmte Rechtsgrundsalte ausgestellt, ««a*«Later (Kindervorstellung): „Pinkepunk", Ein allgemeines Recht zum älmtausch ist auch bet I füä ir sihr Militär-Konzert Lte-
fehlerhchter Ware nicht gegeben, vielmchr kann £on 15,30 bis 18 Ähr. Militer-Ko^eri,
d-r Ȋufet entux,t>er
bed Kaufs (sog^Wandlung) oder eine dem Min Vereins'^us. — Lichlspielhaus. Dahnhofstr.: derwert der Ware entsprechende Herabsetzung I ./ Pechvogel" Astoria-Lichtspiele:
des Kaufpreises (sog Minderung) verlmigen. "Z^^nirnrerrines Auswand^ers".
Unter besonderen Umstanden, wenn nämlich der
Sache zur Zeit des Kaufes eine vom Verkäufer I — Militär-Streich - K 0n ze r t findet besonders zugesicherte Eigenschaft fehlte, oder der am heutigen Dwtners tag abend auf der Verläufer bei Abschluß d-s Kaufvertrages etwa hohe durch das Musiktorps >tnseres Imantrnne- Fehler arglistig verschwiegen hat, kamt der Käufer Bataillons unter Obermusikmeister Lovers auch Schadenersatz verlangen. Ein Recht zum Stabführung statt. Die ÄkuftksvlgeLfcnngt, toie Umtausch hat der Käufer Dagegen nur. wenn es man uns mit teilt, für reden Konzertbesucher eine sich um den Kauf einer sog. Gattungssache Han- Reihe von Stucten, die seinem ^scMack zu- delte, das sind Sachen, die ohne besondere Hm- lagen werden. Em Besuch dieses Konzertes ist stände durch solche gleicher Art erseht werden zu empfehlen.
können. Liefert der Kaufmann z. B. minbertoer» — Der G oet he-Bund, so schreibt man tiges Gemüse. Kartoffeln 0. ä., so kann der Käufer uns, dessen großzügiges Dortragsprogramm die hier Umtausch gegen einwandfreie Ware bean- I Aufmerksamkeit aller Kunstfreunde unserer Stadt sprachen. auf sich .gelenkt hat und dessen hervorragende
Ist ein Recht zum Umtausch gegeben, und wird Vortrags Veranstaltungen sich ständig einer wachem solches geltend gemacht, dann heißt das in senden Teilnahme unserer gesamten Bürgerschaft jedem Falle Eintausch der Ware gegen eine erfreuen, lädt im heutigen Anzeigenteil toieber andere, unb zwar solche, die der Derkäuser auf *ir Mitgliedschaft ein. Dem ersten Aufruf, durch Lager hat. Den Kaufpreis kann der Käufer den der Bund im Herbst dieses Jahres zur Mtt- bagegen beim Llmtausch nicht znrückfor- gliedschaft aufgerufen hatte, sind Mele Hunderte ocr n. Ist die lieugewählte Ware teurer als gefolgt. Heute ergeht erneut seine Einladung zur ' ‘ Mitgliedschaft, um auch diejenigen unserer hiesi
gen kunstinteressierten Kreise zu gewinnen, die sich bisher noch nicht entschließen tonnten, durch ihren Beitritt den literarisch und schöngeistig bedeutsamen Bestrebungen des Bundes die verdiente und erforderliche Mithilfe zu schenken. Die Mitgliedschaft ermöglicht den Mitgliedern mit ihren Angehörigen die Teilnahme an einem umfangreichen, künstlerisch wertvollen Vorttags- programm zu erschwingbaren Preisen. Durch die Veranstaltung eines großen und originellen Ge- sellschaftsabeiids im Klub am konunenden Samstag, zu dem die Vorttagskünstlerin Resi Langer mit ihrer Chansons-Revue gewonnen worden ist, will der Goethe-Bund seinen Mitgliedern und tatkräftigen Mitarbeitern eine besondere Gabe und Freude bereiten. Es ist im Interesse des weiteren 'Ausbaues des Goethe-Bundes nur dringend zu wünschen, daß auch der heutigen Einladung zur Mitglledlchast voller Erfolg bcschieden ist. (Siehe heutige Anzeige.)
des Vaters gewährt werden, Waisenbezüge aus Ersatzkassen der Angestelltenversicherung unb Pensionen oder regelmäßig wiederkehrende Zuwendungen, die der Arbettgeber des Verstorbenen den Waisen gewährt. Hingegen gelten nicht _ । als Hinterbliebenen belüge aus anderen Quellen:
Die Zähl der Kunkten, die gekaufte Waren um- Kinderzuschläge, die die Mutter zu ihrem Ar-
tauschni wollen, schwillt zum Schrecken deS Kauf- beiteentgeh oder der Stiefvater für eine Waise
manne und seiner Angestellten nach dem I ^jjält, es sei denn, datz für die Waise auch ein nachtssest oft in erheblichem Matze an. Richt Kinderzuschlag aus Anlatz des Todes des Va°
immer geht bei dem daraus sich in den Ge- tcrg gewährt wird. Anträge auf Gewährung
schäften ergebenden Hochbetrieb de: gewun'chte ^rr Er-iehungsbeihilfe sind stets an die zuständige
Umtausch reibungslos vonstattcn. Daher ist es Fürsorgestelle zu richten.
aut daß sich Kaufmann und Kunde über ihre I _ ,
Rechte und Pflichten beim Umtausch im klaren Taten für Tonncrstag, 27. Dczeinver.


