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Wirtschaft.

Konjunktur-Außenhandel und Wechselkredii.

Die Ausfuhr im ganzen genommen, wie die Aus­fuhr von Fertigwaren im September, hat einen neuen Rekordstand erreicht. Demgegenüber ist die Einfuhr von Rohstoffen und Halbwaren, sowie von Fertigwaren fast unverändert geblieben. Die Er­höhung der Ausfuhr von Jndustrieerzeugnissen ist zum Teil, wie schon in den Vormonaten, auf saison- mäßige Ursachen zurückzuführen; m den Herbst- monaten pflegt alljährlich die Ausfuhr beträchtlich zuzunehmen. Die Intensität der Aufwärtsbewegung zeigt jedoch, daß über das saisonmäßige hinaus die im Frühjahr 1927 begonnene Ausfuhr­steigerung weiter anhält. Dabei kommt aber gegenwärtig dieser Bewegung eine wesentlich andere konjunkturelle Bedeutung zu als im Jahre 1927. Damals setzte die Ausfuhrsteigerung ein, als der Jnlandabsotz einem Höhepunkt zustrebte. Die wachsende Ausfuhr bedingte also einen steigenden Rohstoffbedarf, der zum großen Teil durch die Ein­fuhr gedeckt werden mutzte. Seit dem Frühjahr 1928 konnte die Ausfuhrzunahme dagegen nur noch dazu beitragen, einen Teil des Absatzrückgangs auf dem Binnenmärkte auszugleichen; trotz erhöhter Ausfuhr an Fertigwaren hat sich der Rohstoffbe­darf im ganzen vermindert. Rohstoffeinfuhr und Fertigwarenausfuhr, die sich während des ganzen Jahres 1927 meistens auf gleicher Höhe bewegt hatten, weichen nunmehr sowohl im Umfang, als auch in der Bewegungsrichtung beträchtlich vonein­ander ab. Dies bedeutet nach einem Bericht des Instituts für Konjunkturforschung, daß sich der In- landabsatz der Fabriken an Fertigwaren stärker vermindert haben muß, als die Ausfuhr gestiegen ist Damit sei freilich noch nicht gesagt, daß der Ver­brauch von Jndustrieerzeugnissen im Inland gesun­ken sei, denn zwischen Werksabsatz und Verbrauch ständen umfangreiche Lagervorräte, die eine gewisse Verminderung erfahren haben dürften. Dies gehe schon daraus hervor, daß die Einzelhandelsumsätze bisher weniger vom Konfunkturrückgang berührt worden seien, als die Produktion.

Auch die Verminderung des Wechsel­kredits zeigt die konjunkturelle Entspannung an. Der Wechselumlauf ist nach einer Aufstellung des Instituts für Konjunkturforschung von Ende August bis Ende September um rund 100 Mill. Mark von 11,3 auf 11,2 Milliarden Mark zurückgegangen: die Wechselziehungen sind von 4.5 Milliarden Mark im August, auf 4,3 Milliarden Mark im September ge­sunken, obwohl nach den Erfahrungen früherer Jahre von August auf September eine Erhöhung der Wechselziehungen um etwa 3 o. H. zu erwarten gewesen wäre. In der jüngsten Verminderung dürfte somit eine beachtliche Auswirkung der kon­junkturellen Entspannung zu erblicken sein, um so mehr, als auch der Wechselbestand bei den Noten­banken von Ende August bis Ende September ent­gegen der saisonüblichen Bewegung zurückgegangen ist. Allerdings war diese Verminderung weniger stark, als die des Wechselumlaufs. Die Annahme des Instituts für Konjunkturforschung, daß auch die Kreditsicherheit, wie sie durch Wechselproteste, Konkurse und Vergleichsverfahren repräsentiert wird, zeige, daß die jahreszeitlich bedingte Kredit- beanspruchung die konjunkturellen Spannungen nicht verschärfe, sondern höchstens die Entspannung vorerst etwas verzögert habe, dürfte allerdings in Zweifel zu ziehen sein, da die Statistik die Wech­selproteste und Konkurse nur der Zahl und nicht Der Wertsumme nach erfaßt. Was gerade die Wertsumme anbetnifft, so dürfte diese, noch den in der letzten Zeit gemeldeten Insolvenzen zu urteilen, wohl doch etwas höher sein als bisher.

Wochenbericht

vom frankfurter Effektenmarkt.

3n dieser Woche hielt die Stagnation des Börsengeschäftes an. Das private Publikum be­tätigte sich nach wie vor nicht am Markte, und auch das Auslcmd verhielt sich weiter vollkommen passiv. Die Stimmung war infolgedessen unver­ändert lustlos und zurückhaltend. Die Londoner, Pariser und Brüsseler Besprechungen des Beparationsagenten Parker Gilbert wur­den zwar von der Börse günstig ausgenommen, doch konnte eine stärkere Wirkung hiervon nicht ausgehen, da über die voraussicAliche Neurege­lung der Reparationsfrage noch vollkommene Un­gewißheit herrscht, vor allem auch hinsichtlich des dafür ins Auge zu fassenden Zeitpunktes. Auf di« allgemeine Tendenz von nachteiliger Wirkung waren die Besorgnisse, die sich an die unbefriedigende Lage des deutschen Bergbaues knüpften. Die Befürchtungen, daß die Jahresergebnisse in der Montanindustrie teil­weise ungünstig ousfallen werden, verstärkten sich. Nachdem man bekanntlich zunächst von einem Di-

dendeaussall bet der Harpen« Bergbau A.^. wissen wollte, tauchten nunmehr noch unbestätigte Versionen auf, wonach bei den Klöcknerwerken eine Dividendereduzierung geplant sei, und zwar von 7 auf 6, oder sogar auf 5 v. H. In diesem Zusammenhang führte man auch die fortdauern­den Lohnkämpfe in der nordwestdeutschen Eisen­industrie an, die zur Verschlechterung der Iahres- ergebnisse beitragen müßten. Starrer bemerkbar machten sich ferner die Vorbereitungen zum be­vorstehenden Ultimo. Besondere Schwierigkeiten dürften kaum eintreten: die jetzt rwch bestehenden Engagements sind im allgemeinen nicht umfang­reich, da die Spekulation schon während des ganzen Monats Glattstellungen vorgenommen hatte. Aus diesem Grunde kann auch mit einiger Bestimmtheit angenommen werden, daß die R e - portgeldbeanspruchuno nicht sehr groß sein wird. 3m übrigen befriedigte es, daß am Tagesgeldmarkt nach der langen Anspannung infolge der Steuertcrmine die Erleichterung von Tag zu Tag merkliche Fortschritte machte. Schließ­lich war das Angebot so reichlich, daß eine Er­mäßigung des Satzes bis auf 4,5 v. H. vorgenom­men werden konnte. Zum Wochenschluß trat aller­dings plötzlich stärkere Rachfrage hervor, und der Sah wurde wieder auf 6.5 v. H. erhöht. Vollkom­men unklar erscheint wieder die zukünftige Entwicklung des Geldmarktes. Einer­seits rechnet man in den nächsten Wochen mit dem Zufluß des Erlöses aus der Anleihe der Rhei­nisch-Westfälischen Elektrizitätswerke, andererseits befürchtet man im Zusammenhang mit dem Heran- nahen der Weihnachtszeit eine stärkere Bean­spruchung des Geldmarktes, und auch der 3ahres- ultimv ist nicht mehr in sehr weiter Ferne. Wenig Eindruck machte an der Börse die große Sofina- iransaktion, und nur die beteiligten Werte, wie Chad«, Gesfürel und Licht & Kraft, waren zeit­weise etwas gefragt, später aber wieder abge­schwächt, da die Kulisse bald zu Gewinnmitnahmen schritt. Die Ilmsatztätigkeit bewegte sich wieder in den allerengsten Grenzen. Ueberwiegend herrschte Abgabeneigung, doch waren die Kursrück­gänge gegen die Vorwoche im allgemeinen mini­mal. Rennenswerte Sonderbewegungen traten kaum ein. Rur Klöcknerwerke lagen aus dem er­wähnten Grunde 8 v. H. niedriger. Stärker rück­gängig waren außerdem Adlerwerke auf die Kün­digung von etwa 1000 Mann der Belegschaft. Zeitweise unangenehm fühlbar machte sich wieder das Fehlen einer ausreichenden Interventions­tätigkeit. Deutsche Anleihen waren etwas erholt. Am Auslandrentemnarkt bestand zeitweise für Bosnier, Mazedonier, Türken und 2lliatoli>er eini- ges Interesse. 3m Preisverkehr waren Russen­werte bei anziehenden Kursen lebhafter verlangt.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Auch in dieser Woche konnte sich am Frank­furter Produktcnmarkt kaum Geschäft ent­wickeln, da Anregungen von außen her und vom Inlands nicht Vorlagen. Die eher etwas schwächeren Rotierungen von den überseeischen Märkten hatten eine größere Zurückhaltung zur Folge. Da aber das Angebot in Inlandware immer rwch ziemlich klein war, konnten sich die Preise im allgemeinen gut behaupten. AuS diesem Grunde nahmen die Mühlen und der Export verschiedentlich kleinere Deckungen vor, so daß die Grundstimmung als nicht unfreundlich bezeichnet werden konnte. Im Verlaufe der Woche machte sich jedoch auf Grund der weileren schwächeren Auslandnotierungen und des wieder größer ge­wordenen Angebots von Iillandgetreide eine stär­kere Unsicherheit geltend. Die Umsätze beschränk­ten sich daher auf ein Minimum, da die Händler, stark entmutigt, nur in den notwendigsten Fällen zu Käufen schritten. Besonders Roggen, der ziemlich stark von Provinzseite angeboten war, lag stärker vernachlässigt, und nur bei ent­gegenkommenden Forderungen wurden vereinzelt kleinere Abschlüsse getätigt. Weizen dagegen blieb behauptet, da hier immer noch etwas mehr Interesse bestand, und auch das Angebot oft­mals zu wünschen übrig ließ. Aber auch Som- mergerste lag tm Gegensatz zur vergangenen Woche stark vernachlässigt. 3m Einklang mit der unsicheren Haltung am Roggenmarlt war auch Roggeumehl stark anceboten und hatte unter einem stärkeren Preisrückgang zu leiden. Der Absatz hierin war sehr schlecht, auch wurden verschiedentlich Klagen über schlechten Abgang bei den Mühlen laut. Für Hafer bestand bei gut behauptetem Preis einige Rachfrage. Am ' Futtermittelmarkt war Roggnck eie bei ganz geringen Umsätzen stärler angeboten und vernachlässigt. Rach Mais für Futterzwecke be­stand dagegen von seilen der Landwirtschaft einiges Interesse.

Zum Wochenschluh blieb die Haltung ruhig. Umsätze kamen kaum noch zustande. Die etwas

schwächeren Auslandnotierungen wurden kaum beachtet, so daß Preisveränderungen gegenüber den Vortagen nicht zu verzeichnen waren. 3m Vergleich mit den Rot erringen der vergangenen Woche waren Weizen 0,10. Weizenllcie 0,15, Roggen, Sommergerste. Weizenmehl und Roggen- lleie je 025 Mk. niedriger. Roggenmehl verlor sogar 3 s Mk. 3m Gegen ah hierzu war Mais für Futterzwecke und Haser gut behauptet. Die Woche schloß zu folgenden Rot.erungen: Weizen 23.50 bis 23,65, Roggen 22,50 bis 22,75, Sommergerste 25 bis 25.50. Hafer, inländ. 2325 bis 23,50, Mais 21,50 bis 21,75, Weizenmehl 33,75 bis 34.25, Roggenmehl 3325 bis 31. Weizenkleie 14 bis 14,10, Roggenkleie 14,50 Mk.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Auch in dieser Woche bewegte sich das Ge­schäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt in äußerst ruhige n Bahnen. Am Schweine­markt kam das Geschäft sogar nur schleppend in Gang. Bei dem etwas größeren Auftrieb waren die Metzger sehr zurückhaltend, so daß Preis­verluste und ein erheblicher Ueberstand zu ver­zeichnen waren. Auch am Rinder.markt hielt die Lustlosigkeit an. und auch hier wurden die ge­forderten Preise nur zögernd brwil'igt. Bei Käl­bern und Schafen war das Geschäft ebenfalls still, doch wurde hier an beiden Markttagen geräumt. Bon einer Beteiligung des Exports war tm allgemeinen nur wenig zu merken. Der Gesamtaustrieb bestand aus 1616 Rindern, dar­unter befanden sich 443 Och'en, 93 Bullen. 587 Kühe und 392 Färsen, ferner aus 1515 Kälbern, 828 Schafen und 6214 Schweinen. 3m Vergleich zum Auftrieb der vergangenen Woche waren 165 Kälber, 110 Schafe und 147 Schweine mehr angetrieben, während 150 Rinder weniger zum Verkauf standen.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A 1 55 bis 57, 2 48 bis 54, 6 1 40 bis 47, Dullen 47 bis 51. B 43 bis 46, Kühe A 44 bis 47, B 37 bis 43, C 30 bis 33. D 22 bis 29.Färsen A 55 bis 58. B 48 bis 54, S 42 bis 47, Kälber B 70 bis 75. C 64 bis 69, D 55 bis 63, Schafe Al 43 bis 48. B 33 bis 42, C 30 bis 37, Schweine B 75 bis 78, C 75 bis 78. D 73 bis 76.

e

^Norddeutscher Lloyd Bremen. In der Aufsichtsratssitzung des Norddeutschen Lloyd Bremen wurde beschlossen, einer außerordentllchen Generalversammlung die Erhöhung des Llltien- kapitals um 35 Mill. Mk. Stammaktien mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1928 und um 1 093 800 Mk. Vorzugsaktien mit Dividenden- bevechtigung vom Tage der Vollzahlung ab, unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechtes an die Aktionäre, vorzuschlagen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Generalversammlung zur vor- aeschlagenen Kapitalerhöhung haben die Ver­handlungen zum Abschluß geführt, wonach die Firmen Kuhn. Loeb & Co., Reuyork, und Lee Gigynmon & Co., Reuyork, die Begebung der Aktien in den Vereinigten Staaten übernehmen. Bekanntlich hat der Rorddeutsche Lloyd sich im Laufe des Jahres entschlossen, zum weiteren Ausbau seiner Flotte sechs moderne Fracht­dampfer in Auftrag zu geben. Die hierfür noch erforderlichen Mittel glaubt die Verwaltung schon jetzt zur Durchführung dieses Programms sicher­stellen zu sollen. Das Kapital wird sich nach Durchführung der Kapitalerhöhung auf 160 Mill. Mark Stamm- und 5 Mill. Mk. Vorzugsaktien stellen.

Große Lokomotivbestellung bei Henschel & Sohn. Don Argentinien sind bei der Firma Henschel & Sohn 18 Lokomotiven be­stellt worden, uni) zwar 12 Pozific-Maschänen von 70 Tonnen und sechs Tender-Lokomotiven.

Frankfurter Börse.

Frankfurt o.M., 27.Oktober. Tendenz: unein­heitlich. Auch nachdem nunmehr der Liquidations­tag überwunden ist, blieb die Stimmung an der Börse zum Wochenschluß lustlos und ziem­lich unsicher. Man war verstimmt darüber, daß bei der vorgesehenen Kapitalserhöhung des Nord­deutschen Lloyd den allen Aktionären kein Bezugs­recht eingeräumt wird und über den Uebernohme- kurs der neuen Aktien noch Ungewißheit herrscht. Die Umsatztätigkeit war wieder außeror­dentlich gering. Die Kursentwickelung war wiederum nicht einheitlich, jedoch überwogen die Ab­schläge, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse zumeist 1 bis 2v.-H. Abschwächungen zu verzeich­nen waren. So verloren aus dem erwähnten Grunde Nordlloyd 1 v. H. und Hapag 2 v. H. Am Montan- markt waren Glöckner, Mannesmann und Mansfel- der je 1 v. H. niedriger: Rheinische Braunkohlen mit minus 3 v. H. stärker gedrückt, während für Gelsen­kirchen bei gut behaupteten Kursen einiges Interesse

bemerkbar war. Angeboten und je 2,5 v. f>. ge­druckt waren Metallgesellschaft und Deutsche Lino­leum. 1 bzw. 2 o. H. niedriger eröffneten außerdem Commerzbank und am Elektromarkt Lohmener. Leicht erhöht waren dagegen J.-G.-Farben und Ad­lerwerke. Don Elektrowerten konnten Felten 1 v. H. und Harpener 2 v. H. anziehen. Etwas gefragt wa­ren ferner Karstadt zu 240 v. H. Deutsche Anleihen lagen geschäftslos. Don ausländischen Renten Ru- mäneu und Türken etwas verlangt. Im Verlaufe konnte sich das Geschäft nicht beleben, und die Kurse waren meist nur geringfügig verändert. Der Geld- markt war weiter erleichtert. Tägliches Geld 5v. H. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Kabel 4,8490, gegen Paris 124,15, gegen Mailand 92,59, gegen Madrid 30,10, gegen Holland 12,0950.

Berliner Börse.

Berlin, 27. Okt. Während in Frankfurt schon gestern der Prämienerklärungstag war, ist in Berlin erst heute Liquidationstag. Allein schon dadurch kam eine gewisse Unsicherheit auf und ließ das an und für sich schon kleine Geschäft nochmehrzusommen- schrumpfen. Bei stillem Geschäft schien eher noch etwas Prämienware herauszukommen. Die G r u n d. st i m m u n g war wieder nicht unfreundlich, da die oerhällnismäßig leichte Verfassung des Geld­marktes anhielt. Von dem unregelmäßigen Verlauf der Neuyorker Börse konnte keine Anregung aus- gehen, dagegen befriedigte die Entlastung der Preu­ßenkasse und der Kreditrückgang bei ihrer Bilanz um etwa 100 Millionen. Die Aufrollung des Repara- tionsproblems wurde weiter aufmerksam beachtet, tonnte aber weder nach der einen,, noch nach der anderen Seite die Tendenz beeinflussen. Das Ge­heimnis über der Lloyd-Transaktion ist noch immer nicht gelüftet, und da die Erfolge des Generaldirek­tors S t i m m i n g s in Reuyork nicht den Erwar­tungen zu entsprechen scheinen, lagen Schiffahrts- aktien oerhällnismäßig stark gedrückt. Sonst ergaben sich im Vergleich mit den gestrigen Mittagsschluß, kursen nur geringe Veränderungen. Sowohl nach oben, wie noch unten gingen die Abweichungen nur selten über 1 v. H. hinaus. Salzdetfurll) und Stol­berger Zink waren 2 bis 3 v. H. gebessert. Schubert & Salzer und Schlesiscke Gas 2 bis 3 o. H. niedriger. Deutsche Anleihen ruhiger. Ausländer geschäftslos, nur Russen lebhafter und fest. Der Pfandbriefmarkt war gehallen. Geld bei unveränderten Sätzen etwas gefragter. Der Verlauf war meist etwas lebhafter und fester. Bevorzugt waren Warenhousaktien unter Führung von Karstadt, wobei Gerüchte über eine baldige Einführung an ausländischen Börsen anreg­ten, und Gelsenkirchen, für die die Fusion mit der Adler-Bergbau stimulierte. Eine Ausnahme moch­ten Reichsbantonteile, die auf Abgaben, anscheinend für eine hiesige große Privatbank, bis zu 3 v. H. ge­druckt lagen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Eine Litte

an die Stadtverwaltung vom wiesecker ö$g.

Seit einem Jahre fast ilst nun der Daublock im Wiesecker Weg bewohnt, und von diesem Zeit- punkt ab hoffen die Bewohner dieses Reubaues, daß auch die Stadtverwaltung baß ihrige tut und die Straße vor dem Hause in einen würdigen Zustand versetzt bis heute vergebens. Durch den Aufbruch der Straße nach Wieseck und durch die Regenfälle der letzten Wochen sind die Zu- ftänbe nun derart, daß dringend um Abhilfe ge­beten werden muh. Das Erdreich des Fußpfades ist teilweise 40 bis 50 Zentimeter tief einge­brochen, so daß besonders in den Abendstunden em Zugang zu dem Hause nur unter Gefahr mög­lich ist, und leicht tonnte der Fall eintreten, daß die Haftpflicht der Stadt in Anspruch genommen wird. Ferner dürfte es kein unbilliges Verlangen fern, wenn um Straßenbeleuchtung gebeten wird, denn zur Zeit ist die letzte Lampe des Wiesecker Weges ein ziemliches Ende von dem von 16 Fa­milien bewohnten Hause entfernt. Wir hoffen, daß die Stadtverwaltung für schnelle Abhilfe der ge­nannten Mißstände sorgen wird. H. L.

Nochmals die Müllabfuhr.

3mGießener Anzeiger" war ein Eingesandt über die neue Müllabfuhr und die neuen Müll­eimer zu lesen. Der Schreiber jener Zellen machte darin Vorschläge über die Beschaffung der 21GHI- eimer. In Frankfurt sind die Mülleimer von der Stadt beschafft worden. 3m vorigen Jahre, als man in Wetzlar die neuen Mülleimer ein­führte, wurde von der Stadt Wetzlar für jede Haushaltung ein Mülleimer gekauft. Was trt Wetzlar, das doch bedeutend Heiner ist als G esten, möglich ist, sollte doch in Gießen auch möglidj sein. Bm.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent. Lombardzinsfuß 8 Prozent.

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

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Berlin. 26 Oktober

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167,76

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21,90

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Norweai'che Noten . ...

111,53

111,97

Deuisch-Oesterr., a ioo Kronen

58.78

59,03 2,566

Rumänische Noten......

3,545

Schwedische Noten......

111,8.3

112,27

Schwei,er Noten.......

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Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten - . Unaarikche Noten

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58,40

58,27

58,39

Christian to Kopenhagen

111,75

Ul, 97

111,72

111,94

1H,8U

112,02

111,76

111,98

Stockholm

112,05

U2,27

112,05

112,27

HelsingrorS.

19,545

10,565

10,54

10..5«

Italien. . .

21,955

21,995

21,955

21,995

London. . .

-0,334

20,374

20,328

20,368

Neuvork . .

4,1925

4,2005

1,1925

4,20<i5

Doris. . . .

16,375

16,415

16,375

16,415

Schwei, . .

80,66

80,82

60.675

80,835

Spanien .

7,53

07,67

67,44

67,58

ffaonn . . .

1,988

1,992

1,980

1,984

Nio de Ian

>.501

0,51k.

0,5005

0,5025

Wien tu D-- Deft abgest

□8,98

59,10

58,98

59,10

Prag . . . Belgrad - -

12,425

12,445

12,426

12,44«

7,365

7,379

7,365

7,379

73,17

Budapest. . Bulgarien

73,03

73,17

73,03

.,032

3,038

->,132

j, 138

Lissabon

18,90

18.94

18,90

18,94

Daniig. . . flonft.indn. Athen. .

81,31

81,47

81,31

81,47

2,115

2,119

2,115

2,119

5,425

4,192

6,435

5,425

5,435

Lanada

4,200

4,191

4,199

llrnnat)

4,256

4,264

4,266

4,374

Tatro - -

10.855

20.895

20.855

2O.8M