DerLaden einesölhänders inSertaknnm
Immer neue Wunder entsteigen bei den Ausgrabungen in Herkulanum nach 2000jährig«m Schlummer dem Boden. So hat man jetzt den Laden eines Oelhändlers sreigelegt, der eine große hölzerne Presse zum Ausdrücken des Oels aus Oliven enthalt. Diese Oelpresse ähnelt sehr denen, die noch heute gebraucht werden. Während in Pompeji überhaupt keine hölzernen Gegenstände gehinten werden, hat man in Herkulanum bereits einige geborgen, anher ter Oelpvrss« auch ein hölzernes Bett. Außerdem wurden einige ungesäuerte Zwiebacke, die aus ter einen Seite den Aufdruck eines vierblättrigen Kleeblattes zeigen, gefunden, dann Stücke Fleisch und Fisch auf einem tönernen Teller und einige Fragmente von Teppichen, Vorhängen und Deck- tecken. Alle diese Gegenstände, die natürlich verkohlt sind, werden in dem l einen Museum aufbewahrt, das von dem Leiter ter Grabungen an Ort und Stelle eingerichtet worden ist, j
Stück Papier zu suchen, um ihre letzten Wünsche und Erlebnisse der Rachwelt mitzuteilen. Wenn solche Rachrichten auftauchen, sind es in den allermeisten Fällen Fälschungen, die von Leutcn hergestellt sind, die die Menschheit „anfübrea“ wollen. Eine Flaschenpost, die wahrscheinlich echt ist, war die, die im vergangenen Monat an ter holländischen Insel Aottumeroog ans Land gespült tourte. Auf einem angerissenen Papier- stückchen waren die Worte zu lesen: .Latham", 1. 7. 28; 84 Grad östlich Roald Amundse ru“. Die Botschaft tourte durch Flugpost sofort der norwegischen Regierung übermittelt, und Amund- sens Freunde erklärten, daß die Unterschrift eine große Aehnlichkeit mit ter seinen habe. Es erscheint daher möglich daß der Forschungsreifente auf diese Weise versucht Hit, der Welt von sich Mitteilung zu machen. Eine solche innere Wahrscheinlichkeit ter Echtheit besitzt aber dis angebliche Flaschenpost von ter „Titanic" nicht. Es ist kaum glaublich, daß sie solange Zeit von den Strömungen getrieben worden ist und dann würden sie die Strömungen nicht nach Wale- gebracht haben, sondern entweder in nordöstlicher Richllmg nach den Rordküsten Europas, oder aber in südöstlicher Richtung nach dem Mittelländischen Meer und von dort wieder nach der amerikanischen Küste.
Bezirks-Schöffengericht Gießen.
• Gießen, 26. Okt. Ein früherer Zigarrenfabrikant und ein Gastwirt, beide aus Gießen, hatten sich wegen Tabak st euerhinter- - i eh un g, bzw. Richtanmeldung unbanberoliew ter Zigarren zu verantworten. Der Fabrikant erhielt eine Geldstrafe von 2400 Mk., während der Gastwirt mit 100 Mk. davonkam.
Weil er einen ihm zur Zahlung einer Schuld übergebenen Betrag von 10 M k. für s i ch behalten und eine sich hierauf beziehend« Quittung gefälscht hgtte, erhielt ein Arbeiter aus Waibach eine Gefängnis st rase von 10 Tagen.
Ein in' Wirberg wohnhafter Knecht war zu Dollenbach in ein Bauernhaus durch den Keller eingedrungen, nachdem er das« an der Tür befindliche Hängeschloß zertrümmert hatte. Er entwendete dann aus einer Schublade 50 Mk. und verschwand. Er erhielt wegen schweren Diebstahls eine Gefängnisstrafe vont 4 Monaten.
Wegen Diebstahls eine5 Sparkassenbuchs und Fälschung einer Vollmacht erhielt ein Maschinenarbeiter aus Gießen eine Ge - samtgefängnisstrafe von 3 Monaten und 2 Wochen.
Kleine Strafkammer Gießen.
* Gießen, 26. Okt. Die heutige Sitzung war sehr kruz, da die meisten Sachen ausgefallen! waren. Ein junger Mann verfolgte Berufung gegen ein Urteu des Amtsgerichts Homberg, durch das er zu einer Woche Haft verurteilt worden war, toeil er sich seiner Unterhaltspflicht entzogen habe. Durch ein amtsgerichtliches Zivilurteil war er als Vater eines unehe-
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zuführen. Das Interesse der Gesamtwirtschaft deckt sich hier ganz mit dem Interesse des einzelnen. Um welche Beträae es sich handelt, darüber geben die Sparkassenstatistiken den besten Aufschluß. Im letzten Jahre, also vorn 31. Oktober 1927 bis zum 30. Oktober 1928, wurden bei den deutschen Sparkassen rund 2,2 Milliarden Mark in den Kreisen der wirtschaftlich schwächeren Beoölkerungslchichten in Form von Spargeldern gesammelt und damit der Spareinlagebestand von 4,4 Milliarden Mark auf 6,6 Milliarden Mark gesteigert. Trotz der erschwerten wirtschaftlichen Verhältnisse haben die deutschen Sparer seit der Stabilisierung wieder 6,6 Milliarden Mark an Spareinlagen ausgebracht, ein Betrag, der 33 o. Sj. (ein Drittel) der Dorkriegssumme entspricht. Man sieht: Viele Wenig ergeben ein Biel.
Der Weltspartag ist ein Tag der Besinnung für alle: Nur durch sparsame, rationelle Wirtschaftsund Lebensführung ist ein Vorwärtskommen möglich für den einzelnen und für ein Volk.
Anweisung zum Schlachten.
Der Gießener Tierschutz- Verein teilt uns mit:
Alle Werkzeuge zum Schlachten müssen scharf sein. Man betäube jedes Tier vor dem Schlachten durch kräftige Schläge auf den Kopf. Genickstich lähmt das Sier nur, nimmt ihm aber nicht das Gefühl. Ist Betäubung unmöglich, so lasse man nach dem Schnitt den Kops des Tieres nicht herabhängen. Solange warmes Blut im Gehirn ist, lebt und fühll das Tier. Deshalb trage man das Geflügel nicht mit herabhängendem Kopf zum Schlachten.
Hühner aller Art und Puten betäubt man durch wuchtigen Kopfschlag und schneidet ihnen bann den Kopf ab. Gänsen und Enten durchsticht man nach der Betäubung mit spitzem Messer den ersten Halswirbel hinten. Bloßer Kehlschnitt und das Hin- einstechen in den Schnabel ist grausam. — Fische betäubt man durch kräftigen Schlag auf den Kopf und durchschneidet bann die Wirbelsäule hinter dem Kopf. Das Abschuppen des lebenden Fisches ist grausam, ebenso der Transport von Fisä-en ohne Wasser. — Kaninchen betäubt man durch einen wuchtigen Schlag hinter die Ohren und durchschnei- bet dann bie Halsadern. — Bei Hausschlachtung von Ziegen, Lämmern und Schweinen sorge man für gründliche Betäubung und lasse nach dem Schlachten mit aufgerichtetem Kopfe ausbluten. Die Ausblutung wird durch die Betäubung keineswegs beeinträchtigt.
Die Ergebnisse der deutschen Turkestan-Expedition.
Der deutsche Forschungsreisende und Geologe Dr. Trinller, der zusammen mit dem Geologen Dr. deTerra im Mai 1927 von Srinagar zu einer Forschungsreise nach Chinesisch-Turkestan aufbrach, ist jetzt nach Kalkutta zurück- gekehrt und hat sich einem Bericht ter „Times" zufolge, über seine Ergebnisse geäußert, lieber oen Verlauf feiner Reise erklärte er, daß ihnen 10 Tagereisen hinter Pvbrang alle Pferde fortliefen, und daß sie zu gehen gezwungen waren. Auch die Valochsen wurden fast alle infolge des Mangels an Weideland verloren, und die Lasten mußten aus Schafen weiter transportiert werden. Im oberen Tal des Karakusch gaben ihnen freundliche kirgisische Rvmatenstämme neue Transporttiere und Vorräte. Trinller gab seine Absicht nach Khotan zu gehen, auf und wandte sich nach Pariand. Wahrend Dr. te Terra die Geologie teS Kuenlun-Gebirges erforschte, studierte Dr. Trinller die Talla Makan-Wüste, wo er fünf Monate verbrachte. 3m Mai kehrten sie nach Kaschgar zurück, da sie bei den chinesischen Dehörten auf Widerstand stießen. Sie wandten sich nach dem Karakorum und erreichten Leh am 17. August. Die Erforschung des Karakorum und des Kuenlun zeigt, daß während ter Eiszeit das ganze Gebiet von gewaltigen Gletschern bed:ckt war. Dieser Teil Mittelasiens hatte damals etwa das Aussehen, das heut Grönland und Spitzbergen haben. In den unteren Teilen der Äuenlun-Säler und im oberen Industal fand man große Moränen. Als das Gis schmolz, ergossen sich ungeheure Fluten, etwa viermal größer, als irgend eine Flut ter indischen Flüsse heutzutage, in die Ebene von Indien und Turkestan unb überschwemmten große Gebiete. Rach ter Eiszeit enthielt das Becken von Chine isch-Tur eftan einen großen 3nland.ee, der später austrocknete, worauf Sandmassen an seine Stelle traten. An der Ruinenstätte von Rawak bei Khotan finden sich Kulturschichten früherer Jahrhunderte zwischen dicken Lehmschichten, die beweisen, daß die Wüste noch nach dem vierten und fünften christlichen Jahrhundert Seen enthielt. Bisher unbekannte fossile Pflanzen wurden gefunden und Laubabdrücke, die das
Vorhandensein von Wäldern in der frühen 2er- tiärgert beweisen.
Fünf Löwen in einer halben Stunde.
Der größte Löwenjäger Südafrikas, ter Holländer Gert van ter Merwe, ter 38 menschenfressende Löwen erlegt hat, ist jetzt das Opfer seines 39. Löwens geworden. Der kühne Rimrod war vor einigen Wochen mit seiner Frau unb Dienerschaft von seiner Farm am Groot Letaba- Fluh ausgezogen. Da auf den Kopf eines jeden Löwen in diesem Lande, in dem die Löwen so viele Eingeborene fressen, ein Preis gesetzt ist, beabsichttgte van der Merwe, in einem von Löwen besonders heimgesuchten Gebiet sich einige Preise zu verdienen. Wie südasrilani che Blätter melden, hatte er eines Abends sein Lager in ter Rähe des Stroms aufgeschlagen und tourte während ter Rocht durch das laute Rufen der Lageresel geweckt. Die Glocke, die an dem Hals des führenden Tieres befestigt war, gellte unheimlich durch das Dickicht. Der 3äger erhob sich ruhig von seinem Lager, häufte neue Zweige und Klötze auf das Lagerfeuer und wartete bis zum Morgengrauen. Dann ging er, mit seinem alten Martinigewehr und sieben Patronen bewaffnet, von zwei Kaffem begleitet, in den umgebenden Wald. 2000 Meter etwa vom Lager entfernt fand er einen riesigen Löwen, der sich an dem Fleisch des getöteten Führer-Esels gütlich tat. Er näherte sich bis auf 20 Meter und erschoß den Löwen. Bevor ter Knall des Schusses noch verhallt war, stürzte eine junge Löwin aus dem Dickicht und sprang nach ihm, wütend über den Tod ihres Gejährten. Er lud fein Gewehr wieder, während sie auf ihn zusprang, und tötete sie während sie gerate zum letzten Sprung ansetzte. Dann drang van der Merwe wejtec in den Wald ein und fand hier drei andere Löwen. Zwei von ihnen tötete er mit je einem Schuß, aber ter dritte war nur verwundet und er mußte den Blutspuren eine Zeitlang folgen, bevor es ihm gelang, auch diesem König ter Tiere den Rest zu geben. So hatte er in einer halben Stunde fünf Löwen erlegt; das ist ein Rekord selbst für einen so kühnen 3äger. Bald danach unternahm ter Rimrod eine neue Löwenjagd. I diesmal zu Pferde mit seinem Freund 3an Duvenhage. Sie jagten in ter Rähe des Brak- Flusses und schossen eine junge Löwin an, die
flüchtete. Die folgten ihr und fanden sie, wie sie sich im Dickicht ihre Wunden leckte. Beite Säger feuerten vom Sattel aus, und obwohl sie beite trafen, war die Löwin doch nicht tot, sondern griff sie an. Die Bestie war so nahe daß keine Zeit zu einem weiteren Schuh blieb, daher Deuteten die beiten ihre Pserte und galoppierten davon. Die verwundete Löwin verfolgte van der Merwe, und obwohl er auf einem sehr schnellen Pferd ritt, mit dem er Zebras gejagt hatte, erreichte ihn doch das Tier, dessen Kräfte durch die Wunden zu einer letzten Riesenleistung aufgepeitscht waren. Die Löwin sprang auf van der Merwe, als Duvenhage aus dem Sattel auf sie schoß. „Du sollst die Beute haben. Gert. Es ist tein 39. Löwe!" rief 3an baM dem Freunde zu. Aber van ter Merwe antwortete nicht. Das Tier hatte ihn vom Pferde gerissen. Er lag bewußtlos und starb zwei Tage später an seinen furchtbaren Verletzungen.
Oer Schwindel der Flaschenposten.
Erne Meldung, nach der eine Flaschenpost von ter „Titanic", die 1912 sank, an die englische Küste in ter Rähe von Swansea geworfen worden sei, ging kürzlich durch die Blätter. Es sind aber schwere Bedenken gegen die Echtheit dieser schon so lange zurückliegenden Rach- richt ausgetaucht; man vermutet, daß es sich um einen schlechten „Scherz" handelt. Ein Beamter ter großen englischen Versicherungsgesellschaft von Lloyds, der fast alle diese Flaschenposten übermittelt werten, erklärte, daß von 1000 solcher Botschaften 999 unecht seien. Die einzigen Flaschenposten, deren Meldungen man unbedingtes Vertrauen entgegenbringen kann, sind diejenigen, die von den Schiffsoffizieren über Bord geworfen werden, um die Richtung ter Strömungen anzuzeigen. Solche Meldungen werten in besonderen Flaschen zu vielen Hunderten ins Meer versenkt und bilden, wenn sie gefunden sind, wertvolles Material für die meereskundlichen Forschungen. Manche dieser Flaschen treiben im Lause von zwei bis drei Jahren eine Strecke von 10 000 Kilometern. Dagegen sind jene romantischen Botschaften, die in höchster Seenot dem Meere überantwortet sein sollen, fast niemals echt. Die Schiffbrüchigen haben in diesen Augenblicken ter Verzweiflung meist weder Zeit noch Lust, eine Flasche und ein
haben diesen Hund erlebt berichtet. Natürlich erreg -
und in Madrid davon
jene Strecke häufig mit seinem Wagen passiert, einige englisch-amerikanische Reisegesellschaften und viele andere Leute haben diesen Hund erlebt
seine Gesetzgebung beraten — verabfolgt werten. Und im patriarchalischen Holland scheinen diese „Witte Stücken", die Altenbogenformat haben, wahrscheinlich ihren Ramen zu verdienen; nicht nur, daß sie lediglich einseitig bedruckt sind, auch ter Text ter tedructten Seite muß manchmal mit der Lupe gesucht teerten. So in einer der letzten Drucksachen. Da stand auf eines weißen Riesenblattes gähnender Leere nur die eine Zelle:
Drucksehlerberichtigung: Rr. 784, Z. 4: lies „spoorwegmaatschappij" statt „spoorwegmaarschap- pij".
(spoorwegmaatschappij = Cisenbahngesellschafl.)
Die holländischen Behörden scheinen demnach kein allzu großes Vertrauen in die Intelligenz ter Volksvertreter zu setzen.
Der Hund als Bahnwärter.
(w) Madrid.
Es sind schon seltsamere Dinge unter dem Himmel passiert — Hunte sind on klüger und meist zuverläsiiger als Menschen (zumal als Südländer) — und im fernen Spanien Pflegt der Sommer recht heiß und der Dienst eines Bahnwärters infolgedessen recht strapaziös zu sein. Deshalb — nun aHo: es gibt in Spanien einen Hund, der die Stelle tes Bahnwärters vertritt.
Die Geschichte ist tatsächlich wahr — deutsche Automobilisten, ein reisender Geschäftsmann ter
Oer Sinn des Weltspartages.
Seit dem Jahre 1925 begehen die ösfentsichen Sparkassen in Deutschland den Weltspartag, ursprünglich am 31. Oktober, seit diesem Jahr, mit Rücksicht auf das Reformationsfest, am 3 0. Okto b e r. Die Anregung zur Schaffung eines Welt- fpartages geht zurück auf den einftimmigen Beschluß des ersten Internationalen Sparkassenkongresses in Mailand Ende Oktober 1924. „Der Kongreß," so heißt es in der diesbezüglich gefaßten Niederschrift, „hat den dringenden Wunsch, daß als Ausdruck der Bedeutung der Sparsamkeit in Erinnerung an die erste Weltvereinigung der Sparkassen der 31. Oktober, der Tag des Schlusses des Kongresses, überall zum Weltfeiertag der Sparkassen erklärt wird. Dieser Tag soll nicht ein Tag des Müßigganges sein, sondern ein Tag der Ar- • beit, an dem die Handlungen aller von Dem Ideal der Sparsamkeit erfüllt sein sollen, ein Tag, der der Verbreitung dieses Ideals durch Beispiel, Wort und Bild geweiht ist." Die Idee des Weltspartages hat inzwischen — dafür zeugen die Erfolge der Weltspartage 1925, 1926 und 1927 — bei uns. wie in den anderen Ländern sich durchyesetzt.
In einer Zeit, wo für alle möglichen, auch unnützen Dinge viel getan wird, ist es wohl angebracht, einen Tag des Jahres ausschließlich
tvn sie überall Staunen und Verwunderung und ungläubiges Kopfschütteln, bis sich schließlich ein Journalist zur Prüfung ter Erzählung aufmachte. Journalisten sind immer mißtrauisch, und eigentlich müßte ter ungläubige Thomas ihr Schutzpatron sein. So erging es jenem Madrider Zeitungsmann, dem in der bezeichneten Gegend bereits jedes Bäuerlein, jeder PUgersmann von dem Dahnteärterhund berichten und auch die betreffende Stelle genau angeben konnte.
In ter Mitte tes sagenberühnrten Klosters Montserrat, nicht weit von Barcelona, befindet sich eine Zahnradbahn, die die Strome von Pilgern auf den heiligen Berg befördert. Unb an einer Kreuzung dieser Bahn mit einer Landstraße kann man stets einen kleinen Hund sehen, der den Tausenden von Pilgern und Touristen auffällt, weil er eine kleine, sehr lustige Mütze trägt. 3m allgemeinen scheint das Tier an seiner Hmtoelt nicht das geringste 3nteresse zu haben und geht lautlos aus tem Wege, wenn ein Gefährt oder ein Pilgerzug die Straße daherkommt. Sobald aber ein Zug sich naht, setzt sich dieser Hund auf die Hinterbeine und sperrt mittels einer kleinen roten Fahne, die er im Maul hält, den Heber- gang für den Straßenverkehr ab. Der vierbeinige Bahnwärter soll feinen Dienst mit größter Zuverlässigkeit verrichten, und trotz der sehr starken Benutzung der Straße und des ziemlich häufigen Bahnverlehrs soll bisher noch kein älnglück an dieser Stelle passiert sein. — Was nachdenklich stimmen sollte-
dem Spargedanken in seiner allgemeinen Bedeutung, nicht nur dem Geldsparen, zu widmen. Der Welkspartag richtet die Mahnung an jeden einzelnen, zu sparen, die Ausgaben in das wirtschaft- sich richtige Verhältnis xu den Einnahmen zu bringen. Jeder wirtschaftliche Erfolg ist letzten Endes Ergebnis einer wirtschaftlichen, d. h. planmäßigen und sparsamen Tätigkeit. Das Ergebnis der Spar
samkeit drückt sich fast immer in Geld und Geldes- wert aus. Das Geldsparen ist nur dann produktiv, wenn das Ersparte rentabel unj) nützlich angelegt wird. Dies geschieht durch die Sparkassen, die den Sparern eine den Zeitverhältnissen entsprechende Verzinsung gewähren und die Spargelder der Wirtschaft in Form von Mittelstandskrediten, Landwirtschaftskrediten, Wohnungsbauhypotheken ufro.
Rätsel-Ecke
Berwandlungsausgabe.
Magisches Kreuzworträtsel.
. I **...) Prima.
Sexta (.**.. I /
Von links nach rechts und b) von
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Füllrätsel.
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Wo ist das Pferd des gestürzten Reiters?
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Zoo.
Fräulein Lo steht borm Käsig:
„Wie menschlich ter Gesichtsausdrrck ist! Was tourte dieser Gorilla wohl sagen, wenn er sprechen könnte?"
„Er würde sagen: Gnädiges Fräulein, ich bin ein Schimpanse!" sprach schlicht der Herr neben Fräulein Lo.
Umstellungsrätsel.
Oslo — Solo.
Auvzählrätsel.
Die Auszählung beginnt mit dem elften staben. Das Sprichwort lautet:
Zanken zwei, so haben beide unrecht.
sollen mit den zwölf Buchstaben d — e — e — i — i — i -
Wie kann man mit vier Hauptwörtern als Zwischenstufen von Sexta nach Prima gelangen, indem man jedesmal die beiden durch Sternchen angedeuteten Buchstaben des vorhergehenden Wortes ändert?
Fehlausgabe.
Unter Hinzufügung der Silbe „1i" als zweite in jedem Worte sollen' aus nachstehenden 14 Silben sieben Wörter gebildet werden. Bringt man diese als dann in eine bestimmte Reihenfolge, so ergeben deren Anfangsbuchstaben, aneinandergereiht, eine unterhaltende Veranstaltung. Die Silben sind folgende:
a — s — bi — e — e — ef — he — koa — on — re — se — te — tha — tril.
Auflösungen
Silbenrätsel.
1. Joppe; 2, Enzian; 3. Dudelsack: 4. Ewer; 5. Roulade; 6. Hanau; 7. Ambo°»; 8. Teplitz; 9. Sol- Dau; 10. Export; 11. Indianer; 12. Nyassa: 13. Engerling; 14. Ironie; 15. Graubünden.
Jeder hat sein eigen Kreuz zu tragen.
Anagramm.
Erna Schultze.
Pyramidenrätsel.
mA MAI AIR M1
OS Th3S|I r
N — S — t derart ausgefüllt werden, daß sowohl die senkrechten
a) _ . ...
bennachunten:!. Nahrungsmittel; 2. andere
wagerechten Reihen bekannte Wörter ergeben.
Scharade.
Die trfte ist ein Tier, Die zweite eine Pflanze; Oftmals im Leben warst Und L."t du selbst das Ganze.
Sprichwort-Bersteckrätsel.
An dem schönsten Frühlings-Morgen
Sah ich dich in heil'ger Stunde;
Ach, kein Äug' hat solche Blicke — Gold und Silber weicht zurücke!
Selbst im Drang der schwersten Sorgen Tränk' ich Glück von deinem Munde.
Vexierbild.
Bezeichnung für Vortrag; 3. deutscher Strom; 4. Zögling einer höheren Lehranstalt; 5. a) andere Bezeichnung für Paradies, b) Lebensweisheit; 6. österreichischer Feldherr aus dem Siebenjährigen Kriege; 7. landwirtschaftliches Gerät; 8. Strudel; 9. anderes Wort für Wut; 10. musikalische Form; 11. Flußrand; 12. römischer Kaiser; 13. warmes alkoholisches Getränk.
Nie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom Redaktionstisch.
Besuch auf tem Bannt
Krietfch sitzt auf einem fremden Daum.
Und schnorbst mit Wohlbehagen di« saftigsten Aepfel.
„Was machen Sie denn da oben?“ kommt plötzlich der Besitzer.
Kaut Krietsch:
„Sie werden es nich^ glauben, aber ich Pass« auf, daß ferne Maten in Ihre Aepfel kommen."
(Lust. Dl.)
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