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Nr. 228 Lrfter Blatt

178. Jahrgang

Donnerstag, 27. September 1928

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Btoeats-Eeiuesprtl». 7 9teid)smarh und 20 97etd)»pte*nlq fftr Träger» lohn, and) bei Ihditer- Ichemen ein^flner^lummmi Infolge höherer (LttralL 3«rn|pred)onld)lülle: 61. 54 und 112 Jlnlljrtfl Mh Drahmach' richten Mwjetger Oirtze» poßfchecktonto. graflffort am ületn 1I6M

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Dnd «flb Verleg: vrbhl'sche Uviverfitüir-Vuch- nnD Sieinöruderel H. £me In Sieben. Sdfriftleihing und 6cfd)3ftsKel!e: I.

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Dr Friede D?>ilh Lange. Verantwortlich ür Volmfe Di ?rt Wilh Lange für TreuiQelon Di h Thynot, fit den übrigen leil tfrnjt Vlum'chein, tüt fen ?!* zeigen,e3 Hurt tziNman», sämtlich in (Bier,en

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DieSchließMgderdeuWenRmdechettenschulenmOstoberschlefien 0er Völkerbundsrat beschließt entgegen dem deutschen Antrag Vertagung der Krage und beauftragt ein Komitee mit der Prüfung der Rechtslage.

Genf. 28.6epl. Der Dolkerbundsral behandelte am Mittwoch die Beschwerde de» Deut- schen Dolksbunde» in Ost-Oberschle- fien über die Schließung der deutschen Minderheitenschulen durch bk polnischen Behörden, lieber den Antrag de» Deutschen Volks- bundes auf Wiedereröffnung der geschlossenen Schulen entspann sich eine ausgedehnte Aussprache. Zunächst bcuntraflk der Berichterstatter für die Minderheitenfrage, der japanische Botschafter Ada- tjchi, die Vertagung der Stage, weil der Rat erst am 21. September in den Besitz der polnischen Antwort gekommen und es ihm beim besten Willen nicht möglich gewesen sei, die schwierige juristische Frage zu prüfen. Der polnische Vertreter Sokol stimmte diesem Vorschlag zu. Die polnische Ank- wort sei so spät gekommen, weil dasBittgesuch" des Deutschen Volksbundes erst am 8. August einge­gangen sei. Er wies darauf hin, daß der Volksbund nicht den Instanzenweg innegeholten habe. Der Dolksbund hatte die Verpflichtung gehabt, sich mit seiner Beschwerde zunächst an das polnische Minderheitenamt und dann an Ocn Präsidenten Calonder zu wenden. Daraus stellte

Staatssekretär von Schubert

eingehend bk rechtliche Lage Dar. Er könne Dem Antrag des Bcr.chterstaUer- nicht Auft.mmcn; wenn dessen Dorschlag auf Derfchie- bring der DchanDlung dieser Frage biÄ Dezember angenommen würde, so würden die Kinder, die dl-ö jetzt Die Minderheitenschulen besucht hätten,

gezwungen sein, den Unterricht in den p o i n d) e n Schulen bis zu einer Neu­

regelung zu geniehen. SS sei selbstverständlich. Dan d.efe Kinder DeS Polnischen nicht genügend

geläufig und infolgedessen viele Monade nicht in der Lage seien, einen vernünftigen Schul­unterricht zu erhalten. Wenn sich Herausstellen sollte, daß die Minderheitenschulen zu Un­recht geschlossen worden feien, und wieder eröffnet werden müßten, so wurde der Unter­richt der Kinder in schädlicher Weise ge­stört worden sein. SS handele sich in erster ßjnie für den Rat darum, daß Interesse dieser Kmder wahrzunehmen.

Er könne sich mil einer Vertagung der end­gültigen Entscheidung keinc»weg» einverstanden erklären, e» sei denn, das, die Ir Frage kom­menden Minderheilenschulen eben so lange ge­öffnet blieben. Lr sei bauen überzeugt, das, eine genaue Prüfung der Jragc ohne weitere» er­geben würde, dast diese Schulen nach dem Wort­laut der Genfer ftonoention den Minderheiten erhalten bleiben mühten.

De, dieser Gelegenheit mühte er auch Darauf Hin­weisen, Dafi Die Deutsche Regierung, soweit sie in ihrem Gebiet Die Genfer Konvention anzuwenden habe, sich keineswegs bloh an Die formalen Desiimmungen halte. Im Gegenteil, die deutsche Regierung, Die Das Wohl Der Minder­heiten in DeutschlanD in einem besonders ausgeprägtem Geiste Der Derstä n Di­gun g pflege, habe Miirderheitenfchulen offen- gehalten, Die überhaupt nur noch von ganz wenigen KinDern in Anspruch fle- iionimen würden. Die Deutsche Minderheit in Polen fcabe sich an Den Völkerbund gewandt, weil sie nicht habe annehmen lörnien, Dab Der PrLliDent Der Kommission seine Entschließung so rechtzeitig treifen würde, wie es dem Inter­esse der Deutschen KinDer entspreche. Die Frage sei von grober Wichtigkeit und Die Minderheit habe ein Recht, eine Entscheidung, i n der denkbar kürzesten Zeit zu fordern.

Der Vorschlag deS Staatssekretärs von Schu­bert wurde von Dem polnischen Delegierten Lo­kal entschieden aogewiesen. Der Bericht- erftatter, Botschafter Adatschi bat den Rat Die Angelegenh.it auf die nächste Tagung zu verschieben. Der kanad.lche Delegierte. Sena­tor D a n D u r a n D. fehl ob sich dagegen Dem Deut- schcn Anfrage an und richtete an Den polnischen Delegierten die Ditte, ob nicht in Der Zwi­schenzeit biS zur cnDgültiaen Klärung ent- sprechend Dem deutschen Vorschlag Die Schulen weiter geöffnet bleiben könnten. Der Rat nahm Dann auf Anträge deS Präsidenten em- stimmig folgende Entschliestung an.

1. die Beschwerde brs Deutschen volksbunde» wird auf die Derembertagung Dc Rate» ver­tagt:

2. Der völkcroundsrat beauftragt Den Berlchl- erstattcr Bolfd;aflcr «datschl. gemrinfam mit Dem Präsiden len Des Rates, procope, zwei oDcr Drei Juristen zu ernennen. Die ge­meinsam mit Dem Berichterstatter Die ft I ä - rnngDerjuri st ifchenArageder Be­schwerde Des Deutschen volksbunDes vorneh­men sollen:

3. Der Rai hält es für w ü n s ch e n » w e r I, Dah Der präsiDent Der Gemischten ftommiffton, <£ a (o n D e r , sich unverzüglich mit Der Be- schwerDe Des veulschen VolksbunDes über die Schlirgung Der sechs MinDerheilenschnlen be­saht.

grauenhaft verstümmelt ist. 2ll» er gclwrgc'. wurde, sand man neben ihm (eine vier Kinder entseelt auf.

Die Dritte Probefahrt desGrafZeppelin".

Technische Derbefferungen erprobt. - Wahrten nach Dien und Skandinavien geplant.

Staatssekretär von Schubert betonte noch­mals, Dafi cs sich bei Der ganzen Angelegenheit nicht um ein Recheneeempel, sondern um eine äuherfl ernste und wichtige Angrlegeah it han­dele. Er bedauere, dah die polnische Regierung nicht die Möglichleit gesunden bibc, wenig­sten- vorläufig daS Weitero.stehen der ge­schlossenen Mi..dcrh itenschulen zuzulas en. £t S wäre da- beste Mittel gewesen, um Die Bevöllerung in Ost ober!chles ten zu beruhigen. Obwohl feine Gorgen kelneSaxgS voll behoben seien, schließe er sich Der von Dem Rat vor- geleglen Entschliehung atk jedoch mit der ganz bestimmten Erwartung, dah eS nunmehr gelingen

Schwere Explosionskatastrophe in Spanisch-Marokko.

Ein spanisches Fort bei Melitta in die Lust geflogen. - Mehr als 50 Tot« und über 200 Verletzte.

werde, eine Entscheidung mit größter Beschleunigung herb lut ührc a. Die- Ile c ebenfo tm Interesse de- AnseherL Defe Rate

Der polnische Delegierte Lokal betonte, für die Befriedigung her Derhältnisse in Ober- ichle'icn. die der Ltaal-sekretär v. Schubert so sehr wünsche, sei bei weiten da- beste, wenn man der polnischen Regierung in Ruhe die Möglichkeit geben würde. Die Bestimmungen Der Minder­heiten on entio i durch u ü re i. Di p l is he Re­gierung b :be den Wuasch Den Be>iimmu gen her Konvention in allen Punkten voll nach- z u k om m e n.

über den Theaterbrand erfüllt ist, einen nie* derschetternden öinhrud gemacht.

Der Oberiommiftar von Marokko, General San Jur jo, erilärte zu der Katastrophen Da- Mnglücf ist sicherlich auf Unvorsichtigkeit zurückzuführen, denn Schwarz Pulver erplo- Diert nicht von selbst, sondern nur unter irgend­einer äußeren Einwirkung. Die Gkplosion war so auherordentlich heftig, weil da- Pulver in einem Telle deS Forts untergebracht war. in dem die Zwischenwände von grober Dicke waren. San Iurjo glaubt sich äu er­innern. dast neben dem Pulverdepvt noch an­dere Srplosionsstosfe lagen.

Der General, der gestern abend um VjlO Nhr nach Melilla abgereift ist. erflärte ferner, hast nach Den letzten über die ErplosionSkatastrophe ihm zugegangenen Rachrichten, die Zahl der Opfer 215 betrage, dah aber außerdem noch verschiedene verstümmelte menschliche Körperteile unter den Trümmern gefunden worden seien. Der größte Teil der Opser ist durch die rie­sigen Steinblöcke getötet worden, die die Explosion au- den an der DaslS bis zu 12 Meter starken Mauern de- Fort- SabrerizaS herausgcrisfen hat. Wie ergänzend gemeldet wird, lagerten im Fort nicht nur Lchwarzpulvervorräte, sondern auch für die Herstellung von Geschossen bestimmte Dorräte an rauchlosem Pul» v e r. Unter Den Verwundeten befindet sich u. a. ein Mann, Der durch einen stürzenden Balken

de- Schiffe- verhältni-mähig stark nach austen beugt, während (le nach Dem Deck zu da- Ge­rippe auffallend hcroortrelen läßt Diese Er- schelnung ist auf die sehr starke Dentl- lation zurückzusühren. die eben mit Rücksicht auf den starken Blauga-antrieb Der Motoren sehr gesteigert ist. Dr. Eckener meinte, dah da- Schiff gegen diese Stärke der DentUation wohl nod) etwa- dicht gemacht werden müsse. DaS bedeutet aber nicht, dah die Hülle irgendwelche Mängel zeigt, vielmehr ist he absolut gleich- mähtg gespannt. SS handelt sich nut datum, dah der XlnterDrucf, der tmrd) Die starke Ventilation erzeugt trirh, oerminDcrt wird entsprechend den Messungen, Die an Bord de- Schifse- vorgenommen werden.

Um 6.30 Uhr trat da- Lu tschüs mit dem Bag zuerst wieder in der Halle unt.r jebrachl. Beim Txrrialten deS Schiffe» äah:rte sich Miniftc- rioltirigenl Brandenburg der leier der Luftfahrt ableilung i-e» Reich», rrkehe-n.iniste- riumS, lehr befriedigt über die Fa^rt und aulxrorr-entlich anerkennend über Da8 Schiff. DaS Lufttchiff f<t eben ein e nzigartige- Te örtetungi- mit e'. Mini'.eria.b rigent Brandenburg unter­strich nament'ich die sichere Ruhe, in d r taS Schift in der lüft l ct. Dr. Sckener L her e lich nach Der heutigen Fahrt dihin. Da) auch D e Leitung der Luftschii biuge elllchaft äu'erst zu­frieden sei. Da die 2 en der ungen d c in de letzten Tagen am Schift vorgenommeworden sind, s i ch bewährt Haber. Am kommenden Freitag leird die Fahrt nach München und Wien führen. Die Diener Reise ist ein alter LlebiingS- plan Dr. Cdcncrt. urD auch München Hütte et schon gern bei der SüDdeut'chlanDfahrt am ver- rangenen Donnerstag berührt. Dir zwi'lünüge Kurzfahrt, die für Montag nächster Doch« beabsichtigt ist. soll den Zweck haben, zum ersten Male da- BlaugaS al- Antriebs- mittel in der Praxi- zu erprob.m. 3m Laufs der nächsten Woche wird Dann eine große Fahrt nach Skandinavien stottftnden. und dabei wird auch Berlin berührt werden. Diese Fahrt soll ufer 50 Stunden au-gedehnt werden.

London, 26. Sepl. (TU.) In Dem fpanisch- matoffanlldxn ^sorl Labrcrizas Vajo» in der Rahe von Melilla sind heule 20 Tonnen Pulver explodier k. Da» Jorl wurde vollkommen zer siörl, ebenso zahlreiche Häuser in der Umgebung, te sind 5 7 lote und 215 verletzte zu beklagen. Da» Fort lag bei der allen Grenze de» Melllla- geblete» und war jetzt von zahlreichen bescheidenen Häusern umgeben. 20 000 Kilogramm schwarze» Pulver waren in dem Fort gelagert. Da» neue Viertel ist fast ganz zerstört worden.

Zurchibare Folgen.

Ta» Kort ein riesiger Trichter. - Schwierige Rettuiigöarbeiken.

Melilla, 26. Sept. (WTD.) Die Srplosion ereignete sich nach Mitternacht, al» Die aus dm Theatern kommende Menge die Strahen füllte. Einem starken Feuerschein am Himmel folgte eine furchtbare Detonation, worauf ein Hagel i on Trümm m. Dla-scherben, umstürzeirden Schornsteinen und ein Reg:n von Sand aus die entsetzten Mensch.n niederg.nz. Die, m Der Mei­nung. dah sich ein Crbbebv-n ereigne, nach allen Richtungen auecuianDerflohen. Aus Di: Rachricht, dah im Fort LabrerizaS eine Pulvere?plo- fion stattgefu'-Den habe, begaben sich Die Mlli- tär- und Zivilbehörden sowie eine immer gröber werdende Menschenmenge dorthin. Ihren Augen bot sich ein furchtbare - Bild der Ver­wüstung und deS Schrecken-. Schreie er­tönten aus Den eingestürzten und unter Den Trümmern bei Fort- halb begrabenen Baracken. Von Dem Fort war nur noch ein riesiger Trichter übrig, dessen obere mit Steinblöcken unb Schutt bedeckte Ränder Den Platz De- ehe­maligen Fort- bezeichneten.

Bei Fackel- und Laternenbeleuchtung machte man sich an Die Bergung Der Verletz­ten unb Toten. Trotz Der sehr schweren Retlungoarbcilen waren sämtliche Opfer nach einigen Stunden au- Den Trümmern geborgen. 34 Leichen tcurDen in Die Leichenhalle gebracht unD etwa 200 Verletzte in die Hospitäler über- geführt. Die Zahl Der Der Katastrophe Ent- lommenen ist noch unbekannt. Denn von Schrecken ergriffen hatten diese sich nach allen Richtun­gen zerstreut. Einige begannen gegen 4 Uhr früh an Den Ort Der Katastrophe zurückzukehren, wo­bei sich herzzerreibende Szenen ab- tpielten. Ganze Familien sind um- Leben ge­kommen. von anderen ist nur ein einzige- Mit­glied übrig geblieben. Richt weit von Demjlf- plosionstrichter wurden Die Leichen einer Frau unD ihrer beiden kleinen Kinder gefunden. Tie ganze Stadt beteiligt sich eifrig an der Sorge für die Geretteten und Der Pflege Der Verletz, len. Die Stadtverwaltung, Die Militärbehörden und hervorragende Persönlichkeiten Der Gefell- tchaft und deS Handels haben bereit- bedeu­tende Summen zur Verfügung DeS Komitee- ge­hellt. DaS mit der Umerstützung Der von Der Katastrophe Betroffenen beauftragt ist. Denn fast sämtliche Bewohner Der um da- Fvrt herum gebauten kleinen Häuser lebten i n grober Armut.

Niederschmetternder Eindruck in Madrid.

Tcr Lberkommiftar über die möglichen Ursachen der Si-plosion

Madrid. 27. Sept. (WTB. Funlspruch.) Rach amtlichen Meldungen über Die Srplolion-kata­st rop he in Melilla, befinden sich unter Den Ber­ichten auch 8 Soldaten und Umr 7 öu- roväer und ein Eingeborener, die jedoch verhäit- ni-mätzig leicht verletzt sind. Die neue Kata­strophe Hot in Madrid, da- noch von Trauer

Friedrichshafen. 2c. Sept. tWTD.) Der .Graf Zeppelin" ist heute 14.08 Uhr unter Fuh- rung deS Kapuäiücut.iamo Flemming zu fei­ner Dritten Fahrt aufgestiegen. DaS Herau^brin- gen Des SchifseS auS der Halle verzögerte sich etwa-, weil plötzlich ein starker Aufwind ein­gesetzt hatte. Dr. Eckener leitet heute Die Ma­növer deS Schiffe- auf Der Erde und beobachtet nun während Der Fahri Da- Schiff vom Land auS. 3m übrigen bot Der heutige Aufstieg das­selbe schöne Bild, wie bei Den beiden früheren Fahrten. Rachdem Dte Fahrgäste an Bord sind, wird DaS Schifl abgewogen, Die Sand sacke fallen unD eS kommt Leben in Den gewaltigen Rumpf hinein. Rach einigem Warten setzen sich Die Lauf­katzen in Bewegung und die Hattemannfchas'.en ziehen Da5 Schift langfam inS Freie hinaus. Dann dreht ei sich mit Der Spitze nach Westen, Die Motoren beginnen zu laufen, und plötzlich hebt »ich Der hintere Teil DeS SchifseS zuerst in die Lust, die Spitze folgt nach, und Dann verschwindet da» Schiff in der Richtung über Den Bodensee. SS kreuzt nun zuerst längere Zeit über dem Werftgelände, um Dr. Öderer und Dem stellvertretenden Führer DeS Schflfe-, Lehmann. Gelegenheit zu Beobachtungen zu ge­ben unD entschwindet später auS Dem Gesichts­kreise Um 15.15 Uhr meldete e- feinen Stand­ort über Konstanz. Gegen 16 Ilhr erschien eS wieder über Friedrich-Hasen, wo eS längere Zeit hindurch kreuzte. Tie Funkanlage funktioniert jetzt, von Zeit zu Zell gibt DaS Schiff Zeichen. Die Funkstation ist Damit be­schäftigt, sich auf Den notwendigen Wellen ab­zustimmen. Dabei kommen namentlich Drei Wellen in Frage: Welle 6X). die Dampferwelle, 900 Die Welle Der Flugsicherung, und schließlich eine Welle über 1800 für Den privaten Tele­grammverkehr. Auch Die Peilanlage funk­tioniert. Der stellvertretende Führer Lehmann tellte Dem Sonderberichterstatter De- WTB. mit, dast Die Verbesserungen an Den Gon­deln sich au»gezeichnet auSwirken. Die Hülle flattert nicht mehr an Die*en Stellen. Besonder- «uftallend ist eS aber, dah sie lich im Vorderteil

Oie Ränmungspolittk.

Vorsichtige Wiederaufnahme der Genfer 8äden.

Berlin, 27. Sepl. (prlo. Tel s Nachdem gestern nachmittag die Genfer D ö 11 e r b u n b -1 a- gung geschlossen worben ist unb bleAbrelfe der deutschen Delegation für jiellaj be- vorsleht, wirb der Anfang der nächsten IDodx die bereit» angekündiglen ersten Erörterungen über die Fortsetzung der in Genf elngelelleten Politik zur Ivellerbehandlung der Reparation», und der Rdumung»frage bringen. Für Montag ist lautCotalanielger* eine Kabinett», sihung In Au»sicht genommen, der am Dienstag die Konferenzder Ministerpräsidenten der Länder und am Mittwoch die Sitzung de» Au»wärtlgen Au»schusfe» de» Reichs­tage» folgen. In diesen drei Sitzungen wird man sich vor allem mil der Jraje befa'len. wie die weiteren diplomaUschen Schritte durchgesuhrt werden sollen. Rach der In Regierungstreuen berrschenden Auffassung erscheine e» wichtig, datz In dieser An qetegenheit mltallerersorderiichen Vor- sicht und Zurückhaltung vorgegangen wird. Vie» erklärt sich vor allem au» Der von allen Selten anerkannten Tlotwendlgkeit, ble Stellung­nahme bet vereinigten Staaten von Rordamerika zum Reparatlonsproblcm von Ansang anindlepolitlscheRechnungeln- ; u st e l l e n.

Auch die Pfalz lehnt neue Opfer ab.

Eine Kundgebung ded Pfätzer »reiötage».

Mannheim, 26. Sept. 3n Der heutigen Boll« sttznng bes Kreistage» b e r Pfalz wurde einstimmig unter grotzem Beifall folgende Entswlie. stung angenommen: Der Kreistag, als die berufene Vertretung der gesamten Bevölkerung der von Frankreich besetzten Pfalz, erhebt einmütig den Ruf nach sofortiger, aber bebingungo* loserRäumung, nachbem Deutschlanb alle Be Dingungen de» Versailler Lertroge» restlos erfüllt hol. In ernster Stunbe richtet der Kreistag ber Pfalz an die Reichsreglerung bas dringende Sr-