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Alkoholismus und leitete damit zu dem folgenden Vortrag der «^ürsorgeichwestcr Anita Hermanny über, zu dem Thema .Wohl- lohrtsamt und Alkohol". Waren es vorher bie verderblichen körperlichen Schädigungen des Al- koholismus. die den Anwesenden zu Gehör ge­bracht wurden, Io zeigte nun Oberschwester Anita, wie schwer auch die sozialen Schädigungen sind, nicht nur für den Trinker selbst. Durch die Inanspruchnahme der städtischen Wohlfahrts- fürforge igesetzlich vor geschrieben), für die her­untergekommene, verwahrloste Familie des Trin- tcrs, wird die Gesamtheit der Gemeinde ftcuer- ! ch sehr hoch belastet. An Beispielen aus ihrer Arbeit zeichnete Schwester Anita viele traurige Bilder, die die Anwesenden ties erschütterten. Ihre Ausführungen wurden noch durch den Dor- 'itzenden des Deutschen Dereins gegen den Al- koholismus l Kreis Gießen), Professor Dr. Koch, rgäyzl, der bei feiner Arbeit in der Trinker- fürTorge das Verderbliche des Alkoholismus nur zu oft erfahren muh. Durch reichen Beifall lohnten die Anwesenden den Dortragenden, die es verstanden, ihre inteteffönten, fachlichen und lehrreichen Ausführungen den Zuhörern nahe- zubringen. Manches Vorurteil in der Ernäh­rungsweise des Menschen ist zerstreut worden. Ernste Ermahnungen, mitzuhelfen gegen das An­wachsen des Alkoholismus. sollten weiter ge- geben werden um des Dolkswohlswillen, um der Belastung des Wohlfahrtsamtes und auch um des steuerzahlenden Bürgers willen.

Schnelle Hilfe bei sommerlichen Unfällen

ist schon vor der Ankunft eines Arztes sehr wichtig. Diele Unglücksfälle erfordern rasches Eingreifen. Oft sind Sekunden kostbar und können das Leben retten. Dor allem heißt es in allen Fällen Ruhe bewahren. Sonnenstich kommt bei großer Anstrengung, bei großen Menschen­ansammlungen ufa).. während besonderer Hitze nor. Es tritt Schwindel, Durst, dann plötzliches Zusammenbrechen, blaurote Gesichtsfarbe und be­schleunigter Atem ein. Es ist sofort Schallen zu suchen, beengende Kleidungsstücke sind zu öffnen, wagrechte Lage mit erhöhtem Kopfe ist einzunehmen. Kopf und Brust mit kalten Um­schlägen zu kühlen, sowie kaltes Wasser trinken und Hände und Füße reiben. Kommt der Ge­troffene zu sich, muß das Bewußtsein mit Aiechmittel das einfachste ist Essig wach erhalten werden, bis der Arzt kommt. Beim Insektenstich trachte man sofort den Stachel des Tieres vorsichtig zu entfernen, hierauf be­tupfe man die Stelle mit einer Salmiaklösung. Bei Anschwellung mache man Umschläge von essigsaurer Tonerde. Ein H u n d e b i ß verursacht toi: ein Schlangenbiß große Aufregung, daher ist vor ollem Beruhigung zu empfehlen, dann die Wunde ausbluten lassen. Ein Schlangenbiß bedingt eine schnelle Abbindung oberhalb der Wunde, d. h. zwischen Wunde und Herz, dann ein Aussougen der Wunde. Als Gegengi t starken Alkohol bis zur Berauschung. Beim Hundebiß soll ein Aotverband angelegt werden bis der Arzt kommt. Die Wunde darf nicht ausgewaschen werden. Vergiftung durch Pilze be­dingen eine rasche Entleerung des Magens durch Brech- und Abführmittel, schwarzer Kaffee mit Zitronensaft befördert diese. Wunden, kleine unbedeutende Quetschungen oder Bisse werden mit einem Hestpflaster oder reinem Derbandszeug verbunden. Drös^re Wunden, die tiefer geben als 2 mm können nur durch den Arzt richtig bc- hairdelt werden, und es ist am besten, diese unberührt und unverbunden zu lassen. Ist eine Blutung vorhanden, so muß der verletzte Teil hoch gelagert werden. Ost tritt bei starken Blu­tungen Ohnmacht ein. dann legt man den Bewußtlosen auf das Bett oder den Boden und lagert die Beine höher als den Kopf, öffnet die Kleider und netzt Schläfen und Gesicht mit Essig oder kaltem Wasser. Etwas Kognak, Wein oder starker Kaffee ist zur Stärkung nötig. Brandwunden sollen in x feiner Weise ge­reinigt werden. Die Schmerzen werden am besten durch Bestäubung mit Mehl gelindert, darüber einen trockenen Der band, bis der Arzt die Wun­de behandelt. Ertrinkende suche man beim Betlungswerk von hinten zu fassen. Man sorge zunächst für Erwärmung des Körpers, reibe Arme und Deine, lagere den Dumps hoch, damit das Wasser aus dem Munde fließt und hülle ihn in Decken. Labung D e r u n g I ü d t e r: frisches kalte- Wasser; Selters. Soda. Zuderwasser. Li­monade ulte. Bei Schluckunfähigkeit ja nichts l<bluden lassen. Stärkende Getränte: Champagner mit oder ohne Eigelb. Wein, Tee. schwarzer Kofse. 20 Hosfmanirstrovfen in 1 Löffel Wasser oder einige Salmiaktropsen auf 1 ßöffel Wasser.

H. W.

Wirtschaft.

(Senel-alaussperrung in der Oillenburger Metallindustrie. WSD. Dillenburg. 25. Juli. Dach länge- '-en Lohnschwierigkeiten sind am gestrigen Mitt­woch eine Anzahl von Betrieben der Metall­industrie des Bezirks Dillenburg und des Kreises B.ebenkopl stillgelegt worden. Die Gene- ralaussperrung ist gestern durchgeführt worden und umbaut 20 Betriebe mit 7000 Arbeitern. Einigungsversuche zwischen den Parteien blieben in letzter Stunde erfolglos

lieber die Dorgeschichte des Kon­flikts wird von Gewerlschaftsfeite mitgeteilt, daß den Formern der Burger Hütte und einigen anderen Werken vor Jahresfrist die Akkordpreisc um 10 Proz. verkürzt wurden. Während bei der Mehrzahl der Be­triebe der Abzug bei besseren Konjunkturverhält­nissen wieder rudgängig gemacht werden konnte, weigerte sich die Burger Hütte und etliche Fir­men im Kreis Biedenkopf, dem Wunsch der Ar­beiter auf Akkordpreiserhöhung nachzukommen. Daraufhin stellten die Former der Burger Hütte die Arbeit ein und die übrige Belegschaft des Werkes wurde 14 Tage später entlassen. Der bisher bestehende Tarifvertrag war bereits von den Gewerkschaften gekündigt, zwi­schenzeitlich wurden indessen für die genannten Lohngebiete Tarife geschaffen und für rechts­verbindlich erklärt. Die Former der Burger Hütte verharrten jedoch weiter auf ihrer For­derung. so daß es nun zu dem folgenschweren Konflikt gekommen ist.

Wie ergänzend gemeldet wird, hatte Landrat Dr. Dünger die Absicht, die Former der Bur­ger Hütte zu einer nochmaligen vermitteln­de n Besprechung in die Deithalle des ftaat- lichen Landesgestütes einzuladen. Auf den schar­fen Protest des Deutschen Metallarbeirerverban- deS hin haben diese 'Besprechungen nicht ftatt» gefunden. Dachdem nun auch dieser letzte Der- mittlungsversuch gescheitert ist, tritt ab heute, Donnerstag, die Aussperrung in dem vom Arbeitgeberverband bekanntgemachten Umfang in Kraft, da eine Einigung nunmehr völlig aus- geschlosseit erscheint.

*

* Entschädigungszahlungen für be­schlagnahmtes deutsches Eigentum in Amerika. Der Verwalter des beschlag­nahmten fremden Eigentums hat einen Sched über einen Betrag von annähernd 3 Millionen Dollar für die Firma Aaron Hirsch & Sohn, Halbersta dt-Derlin, ausgefertigt. Es verlautet, daß dies der Beginn der Erledigung einer grö­ßeren Anzahl der bedeutenderen Ansprüche dar- ftellt, für die alle notwendigen Dokumente in den letzten Tagen beglaubigt wurden.

' Dom Leder markt. 3n der diesmaligen abgelaufenen Berichtsperiodp war am Ledermarkt ein ziemlich lebhaftes Geschäft zu verzeichnen, das wohl tn erster Linie auf die EnttvicKung am deutschen und internationalen Dohhäutemarkt zurückzuführen ist. Hier haben sich in den letzten Tagen ganz erhebliche Preissteigerungen durch­setzen können, und die Lederfabrikanten bemühen sich eifrig, höhere Lederpreise durchzusehen. Bis jetzt ist allerdings noch nichts von einer tatsäch­lich eingetretenen Preiserhöhung bekannt gewor­den, doch dürste es keinem Zweifel unterliegen, daß früher oder später die Lederproduzenten doch sich durchsetzen werden. Die zuletzt notierten Preise Hachen sich unter diesen Verhältnissen sehr fest gestaltet. Preis regulierend erweist sich aber auch die scharfe Konkurrenz des Auslandes. Eine stärkere Belebinrg deS Ledermarktes ist aber auch für die nächste Zeit zu erwarten, nachdem die Saisonverkäufe eine starke Entlastung der Lager verursacht haben und Deuanschaffungen getätigt werden müssen.

* Wayh & 5 r e t) t a g , A. - G., Frank­furt a. M. Beim Berliner Dorsenvorstand ist von der Dresdner Dank, Deutschen Bank, Dis- conto-Gesellschaft und Deuisch-Südamerilanifchen Bank der Antrag auf Zulassung des gesamten Kapitals von 12 Mill. Mk. der Gesellschaft be­reits eingegangen. Wie erinnerlich, hat die Ge­sellschaft für bic letzten Jahre Dividenden in der gleichbleibenden Höhe von 10 Prozent verteilt, und diesen Satz auch für 1927 28 aufrechterhalten, obwohl das um 4 Mill. Mk. (auf dem jetzigen Stand von 12 Mill. Mk.) erhöhte Grundkapital zu verzinsen war. lieber die Geschäftslage im laufenden Jahr wurde in dem Ende Mai vor- liegcnbeii Geschäftsbericht ausgesührt. daß der im In- und Auslande vorliegende Auftragsbestand demjenigen in der gleichen Zeit des Dorjahres nicht unwesentlich überschreite. Die in Bearbei­tung besindlichen Projekte lassen die Erwartung zu, daß die Gesellschaft auch im lausenden Jahr

mit einer befriedigenden Bdhä'tigung rechnen könne.

* Feinlederfabrik I. H Epstein. X G. Frankfurt«. M. -Diederrad. Die Ge­sellschaft hat die zur Zwangsversteigerung ge­kommenen. in Mühlheim a. M. gelegenen Gebäu­lichkeiten der Lederfabrik Julius Thomlon & Co Offenbach a. M.. für ettri 100 000 Mk. erworben und wird dort Schaf- und Ziegenleder Herstellen.

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M. ,2b. Juli. Tendenz: etwas Ichwachcr. Zum heutigen Ultimo kam noch etwas Pramienwarc an den Markt, fo daß die Haltung weiter leicht abfchwachtc. Nach wie vor herrschte große Lustlosigkeit und Zurückhaltung, und das her- auskommende Material wurde nur zögernd ausge­nommen. Man verwies auf die Diskonterhöhung der Federal Reserve Bank in Philadelphia anderseits bot die überwiegend feste Haltung der gestrigen Neu- tzorker Börse eine gewisse Stütze, ebenso die weitere befriedigende E nt laflung der Reichsbank nach dem heute erscheinenden Ausweis. Das Geschäft war im allgemeinen wieder sehr still. Bei den ersten Notierungen waren bei nicht einheitlicher HurscnL Wicklung überwiegend kleine Abschwächungen von 1 v. H. zu verzeichnen. Etwas freundlicher eröffneten Dresdner Bank mit plus 2 v. H. Deutsche Bank blieben gut behauptet. Ebenso waren Lchiffahrtswerte auf das Qngangfommen der Freigabczahlungen eher etwas freundlicher. Montan- werte waren wenig verändert. Bei Rheinischen Braunkohlen muß der Dividendenabzug beru-f sichtigt werden. Am C h c m i e m a r k t waren I.-G - Farben 1 o. H. schwächer. Z e l l st o f f w e r t e verloren ebenfalls eine Kleinigkeit. Am El c k t r o markt verloren Gesfürel 1,75 vH., Siemens gaben 0,75 o. H. nach Am A n l e i h c m a r f t gaben Ablösung für Neubesitz leicht nach. Ausländische Renten waren geschäftslos. Im Verlaufe bestand weiter eher Abgabeneigung, und die Kurse gaben weiter etwa 1 v. H. nach. Das Geschäft blieb klein, auch der Handel per Medio, der gleich nach den ersten Kursen etwas stärker cinzusetzen schien, war gering. Der Geldmarkt war weiter leicht. Tag liches Geld 6 v. H. Am Devisenmarkt lag die Mark etwas fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1871, gegen Pfund 20,345, London gegen Kabel 4,8585, Paris 124,17, Madrid 29,54, Mailand 92,82, Holland 12,0775.

Berliner Börse.

Berlin. 26. Juli. Doch im heutigen Dor­mittagsverkehr hatte man mit einer freundlicheren Börse gerechnet. Einerseits glaubte man. daß der ziemlich feste Derlauf der gestrigen Äeutzorker Börse die Spekulation, die geftem viel Blanko- abgaben borgenommen hatte, zu Deckungen ver­anlassen würde, anderseits enttäuschlen die Zah­len des heutigen Aeichsbankousteeises per 26. 3uti nach der angenehmen Seite. Trotz des Anhaltens des angespannten Geld­marktes betrug die Entlastung für Wechsel und Lombard in der 3. Woche immer noch 170 Millionen, der Notenumlauf hat um 240 Millio­nen abgenommen und die Deckung hat sich um 2 bis 4 Prozent gebessert. Die Entlastung ist also zumindest als normal zu bezeichnen. Auch börsentechnisch hatte man auf eine Erholung ge­hofft, die aber bald zu Beginn der Börse aus­blieb. Die Dersiimmung ging wieder vom Polh- phonmarkt aus (die heutige Aufsichtsrats­sitzung ist vertagt, so daß die Unsicherheit an­hält). Dorbörslich noch 510. wurden Polh - Phonaktien auf 501,50 Prozent festgesetzt, um später auf etwa 495 nachzugeben. Auch sonst wiesen die ersten Kurse keine regelmäßige Ten­denz auf, lagen aber durchschnittlich bis zu zwei Prozent schwächer. Bezeichnend für die Geschäfts­lage ist die große Anzahl der nicht zustande- getoinmencn erst.n Dotierungen. Rheinische Braunkohlen und Eisenbahn-Der- kehrsmittel notierten exklusive Dividende. Glanzstofs und Bem berg verloren 8 rsp. 9 Prozent. Weiter zu beachten ist die feste Hal­tung der Fa hlberg-Li st - Aktien, erneut plus_ 2,5 Prozent. Deutsche Anleihen etwas schwächer. Ausländer bis zu 0,5 Prozent nach- gebend. Mexikaner gehalten. Der Pfand- b r icf m a r 11 war unverändert. Auch der G e l d- marft war im allgemeinen unverändert. Ä c - Portgeld war mit 8,5 Prozent angeboten: ob­wohl die Dank von England ihren Diskont un­verändert gelassen hatte, blieb die Tendenz auch im Derkause schwach. Uebcrall kommt noch illtimotoare heraus. Ein heute erschienener Wirt- schastsbericht der Deutschen Bank ift eher pessimistisch gestimmt. Die Kurse gaben mit weni­gen Ausnahmen, z. D. Berliner Maschinen, um 1 bi- 3 Prozent nach Ausgesprochen flau lagen Polyphon, minus 19 Prozent, und Kun st seidenwerte mit minus 10 bis 15 Prozent unter Anfang.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M. 26. Sufi. Am heutigen Markte war die Stimmung wieder luftlos. Rog­gen alter Ernte lag wieder im Angebot, doch blieb die Dotierung diesmal behauptet. Da--' gegen war die Tendenz am Mehlmarkt abge-t schwächt und Weizenmehl gab 0.25 Mark im J Prelle nach. Für Futtermittel bestand wieder! einiges Interesse. Es wurden notiert: Weizen t

£?,25; 25.50; Hafer, inländischert

£7 24.25; Mns igelt») für Futterzwede 25 ;| Weizenmehl süddeutsches Spezial 0 34.50 35 ;l Reggen,nehl 35,75. Weizenkl.ne 14 14,25; Rog- gcnrieie 15.75 Mk Tendenz: ruhig.

Arnnksurtcr Lchlachtvicttmarkt.

Frankfurt a M. 26. Juli. Austrieb 93 Binder, 1167 Kälber. 66 Schafe 835 Schweine.

Ko ~Lc.r Mast- und Saugkälber 63 bi? 13 Dck-, mittlere 2Kah- und Saugkälber 62 bis 67. geringe Kälber 55 bis 61 6d) a f c-^

Mafttämmer und jüngere Masthänunel IDeide- mast) 50 bis 52. Schweine: Dollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Lfund Lebend­gewicht 68 bis 70, von etwa 200 bis 240 Pfand 69 bis 71, von etwa 160 bis 200 Pfand 70 bis 72, fleischige Schweine von etwa 120 bi» 160 Pfund 66 b:s 70 Mk. - M a r 11 b e r I a u f; Schweine bei mäßig regem, Kälber bei ruhigem Handel ausverkauft.

Srieffaften der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Berbindlichkeit der Schriftleitung.)

H. A. in O. Aus Obrer Anfrage geht nicht hervor, was für e.ne Bente im vorliegenden Falle zu beanspruchen ist. 3n Frage käme ent­weder eine Invalidenrente, die sog. Kleinrentner- fürfarge, oder die Sozialrentnerunterstühungi so­fern jeweils die gesetzlich vorgeschriebenen Be­dingungen erfüllt sind. Wir empfehlen Ihnen, sich unter genauer Darlegung des betreffenden Falles an das Stadt sche Wohlfahrtsamt in Dießen, Gartenstraße 2. Abteilung Armenamt. Zimmer Ar. 8. zu wenden.

Kunst und Wiffenschast.

Hcidelbcrger Festspiele.

Die Heidelberger Fe st spiele haben mit einer Aufführung von K l e i st sK a t h ch e n von H e i I b r o n n" ihren Anfang genommen. Am ersten Tage fand in Anwesenheit des badischen Staats­präsidenten und der Staatsminist?r sowie zahlreicher Bertreter des öffentlichen Lebens, der Kunst und Wissenschaft ein Festakt statt, dessen Mittelpunkt eine Rede Gerhart Hauptmanns bildete. Der Dichter zeichnete den We des neuen Dramas leit Lessing und ging auf den Sinn der Festspiele ein. Das deutsche Drama habe immer den 'Weg ge­sucht zu Natur und Volk. Seine Zukunft liege im Dunkel. Schließlich warf Gerhart Hauptmann die Frage auf, ob nicht für das deutsche Volk, dem die Volksgemeinschaft fehle. Schiller-.Wilhelm Teil' das alljährliche Festspiel sein müßte.

Letzte Nachrichten.

Die .Havarie der Monte Cervantes.

Hamburg, 26. Juli (D3IB. Funkspruch.) lieber den Unfall des DampfersMonte Cer­vantes' teilt die Hamburg - Sübamcrifanifdx VampfschiffahrtsgescUschaft mit, bafj sie gestern nachmittag eine drahtlose Meldung von dem Kapitän derMonte Cervantes" erhalten Hal. roonad) im oo rbecen Laderaum de» Schiffes Masser eingedrungen ift. Vorsichkswkise lief der Dampfer die Gtockcnbuchl an der Südweitküste Spitzbergens an und ging dort vor Anker. Der Kapitän bat drahtlov: den in der Nähe befindlichen Eisbrecherftraj-l f i n", ihm einen Taucher jur Verfügung ju stellen, um den Schaden zu untersuchen. Der Krassin" traf nachts zwölf Uhr bei der ..Monte Cervantes" ein. Die Taucher waren bi» heute früh mit der Untersuchung beschäftigt. Irgend ein Anlaß zur Beunruhigung der an Bord befindlichen Passagiere liegt, wie die (5c- seilschall betont, nicht vor. Das Schiff befindet sich in vollkommen geschützter Lage.

Sprechstunden her Redaktion

12 bis 1 Uhr mittag», 5 bi» 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschlosien.

Anjeigenanfträge sind lediglich an die Geschäftsstelle ju richten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angefahrten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. AeichSbankdiskont 7 Prozent, Lornbardzinsfaß 8 Prozent.

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25. Juli

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