Der Konjlmktunrmschwung in Amerika.
Oer Grund der Arbeitslosigkeit: nicht Rückgang der Produktion, sondern Ersah der menschlichen Arbeitskraft durch die Maschine —Weittragende Rückwirkungen auf die Weltwirtschaft.
Von The Ott. Hon. Philipp Snowden, M. p. ehem. fgf. großbritannischem Schahkanzler.
Die zahlreichen Berichte in der Weltpresse über die außergewöhnliche Hochkonjunktur in den Vereinigten Staaten in den letzten Iahren haben im Auslande vielfach den Eindruck erweckt, al- ob die Union eS verstanden hat, Konjunkturkrisen und Wirtschaftsrückschläge, wie sie nun einmal in jedem Lande unvermeidlich sind, durch eine vernünftige Lohn- und Absatzpolitik abzumildern, wenn nicht gar ganz auSzuschalten. Dieser Eindruck ist jedoch falsch gewesen. Während der Hochkonjunkturperiode der amerikanischen Wirtschaft befanden sich einige Wirtschaftszweige bereits in einer gewissen Krisenlage; dies trifft besonder- auf die Textilindustrie zu. Die scharfe Forcieruna deS Abzahlungsgeschäfts hat zwar ein gut Teil zur Herbeiführung des Gleichgewicht- zwischen Produktion und Konsum beigetragen, sie hat aber den Rückschlag in der Konjunktur doch nicht vermeiden können. Dieser Rückschlag begann bereits vor einigen Monaten eirmusehen. wurde aber lange Zeit durch die vielen günstigen Zeichen der Hochkonjunktur verschleiert.
Obwohl genaue Ziffern nicht vorliegen, steht doch so viel fest, baß in den Vereinigten Staaten zur Zeit eine weitgehende Deschäfti- gungslosigkeit besteht. Die Schätzungen über die Anzahl der unbeschäftigten Arbeiter schwanken zwischen 2 und 5 Millionen. Der Arbeitsminister gab die Ziffer für Anfang April dieses Jahres auf 1,89 Millionen an. Das Reuvorker Arbeitsamt, eine wissenschaftliche Sielte für Untersuchungen amerikanischer Arbeitsverhältnisse, gelangte auf Grund sorgfältiger De- vbachtungen zu einer Ziffer von etwa 4 Millionen Beschäftigungsloser, d.h. etwa 1 0 Prozent der gesamten amerikanischen Arbeiterbevölkerung. Amerika besitzt im Gegensatz zu Deutschland, England und einigen anderen kontinentaleuvopäischen Ländern keine amtliche Arbeitslosenversicherung. Es besteht auS diesem Grunde auch keine amtliche Statistik der Beschäftigungslosigkeit. Die Ziffern mögen lauten, wie sie wollen, die Tatsache läßt sich nicht ableugnen, daß die Beschäftigungslosigkeit in der Union heute weit schlimmer ist als im Jahre 1921, dem Jahre, das die katastrophale De- flationSkrise einleitete.
So viel läht sich aus der gegenwärtigen Wirtschaftslage der Union entnehmen, daß eine erhöhte Produktion nicht immer eine Besserung des Deschäftigungsstandes der Arbeiterschaft bedeutet. Ganz im Gegenteil. Die hohen Arbeitslöhne in der Union haben zu einer weitgehenden Ve rwendung arbeitssparender Maschinen und zu einem Er - s a tz der menschlichen Arbeitskraft durch die Maschine geführt. Diese technischen Fortschritte haben wiederum zu einer erhöhten Produktion geführt, so dah eine Steigerung der Produktion Hand in Hand mit einer Intensivierung der Beschäftigungslosigkeit ging. Zum Beleg dieser wichtigen Wirtschaftsvorgänge mögen einige konkrete Ziffern dienen, die den Ersatz menschlicher Arbeitskraft in den maßgebenden Industriezweigen erkennen lassen. Das Reu- -fcorfer Arbeits-Institut schätzt, dah in der Fabri- ^kation, dem Bergbau, der Landwirtschaft und dem , Verkehrswesen heute 2,2 Millionen Personen weniger beschäftigt sind als im Iahre 1923. AuS dem Bericht des Arbeitsministeriums ergeben sich ferner einige weitere Aufsehen erregende Ziffern. Ueber 70 Prozent der bituminösen Kohle werden heute in Amerika auf maschinellem Wege gefördert. Die Stahlwerke produzieren heute die dreifache Menge an Roheisen als im Jahre 1914, ohne dah die Belegschaften der Werke erhöht zu werden brauchten. Die Tabakfabriken haben in den letzten vier Zähren ihre Produktion um 53 Prozent erhöhen und die Zahl ihrer Arbeiter um 13 Prozent zurückschrauben können. Die amerikanischen Eisenbahnen befördern heute 30 Prozent mehr Ware als im Zähre 1923, wahrend die Deamtenzaht über 1 Prozent gesunken ist.
Die Welle der Beschäftigungslosigkeit, welche sich augenblicklich über Amerika ergießt, ist daher nicht auf einen Rückgang der Produktion, sondern im Gegenteil auf eine Steigerung der Produktion durch verbesserte Arbeitsmethoden, mit anderen Worten auf einen weitgehenden Ersatz menschlicher Ar- beftskräfte durch Maschinen zurückzuführen. Zwar gibt eS Optimisten, die behaupten, dah sich dir amerikanischen Wirtschastsverhältnisse bald wie- der ändern werden. Man weist aus die steigende Stahlproduktion hin und hofft auf eine Besserung der Wirtschaftslage im Sommer und im kommenden Herbst. Eine erhöhte Produktion der Stahlwerke indessen, die auf die oben erwähnten Ursachen zurückzuführen ist, kann natürlich da- Mast der Beschäftigungslosigkeit in diesem Industriezweige nicht reduzieren. Mit Zfer zunehmenden Beschäftigungslosigkeit und der steigenden Produktion wird auch die Rachfrage deS Znland- marlteS keineswegs Schritt halten können. SS scheint daher, als ob Amerika in Zukunft mehr und mehr auf den Auslandmarkt angewiesen sein muh und dast es gezwungen sein wird, für den Absatz feiner äleberschuh- produktivn aus dem Weltmärkte Ausschau zu halten. Die Konkurrenz der Bereinigten Staaten auf dem Weltmärkte must daher in Zukunft schärfere Formen annehmen, und mit der austergewöhnlichen Höhe der technischen Leistungs ühiqleit der amerikanischen In- dustrie wird die Union zu einem sehr gefährlichen Konkurrenten aus dem Weltmärkte werden
Allerdings darf auch die Stellung Amerikas als internationaler Kreditgeber nicht auster Acht oelaPen werden. Amerika must sich zwecks Annahme der ZinS- und AmortisationS- zahlunaen seiner ausländischen Gläubiger zur Hereinnahme von Einsuhren großen Stils aus den Dchuldnecländern bereitfinden. Die Zwangsläufigkeit dieser Entwicklung ist den amerikanischen Bankiers und WirtschastSsübrern auch bereit- längst aufgeaangen. Sie scheint aber auch den ameriko tischen Arbeitern klar geworden zu sein, denn der Rationalverband amerikanischer Arbeiter hat vor kurzem eine Entschließung angenommen, die Regierung möge vcranlaht wer
ben, weitere Darlehen an ausländische Länder zu unterbinden.
Die allgemeine Hochkonjunktur in den Vereinigten Staaten hat jedenfalls eine Reihe hochkomplizierter Probleme für dieses Land mir sich gebracht. Die Industriegewinne waren zeitweilig so hoch, dah sie trotz der ständigen Ausdehnung der Industrie nicht dauernd in der amerikanischen Wirtschaft Ausnahme finden konnten. Aus diesem Grunde muhten die Kapitalien ihren Weg inS Ausland nehmen, um dort als gewinnbringende Anlage zu dienen. Dies führte natürlich zu einer immer weitergehenden Verflechtung der amerikanischen Wirtschaft mft dem Auslande und damit zu einer Steigerung des Importzwanges.
Früher oder später wird feine Wirtschaftslage Amerika zwingen, einer Modifizierung feiner Zollpolitik näher zu treten. Tritt diese Umstellung der amerikanischen Zollpolitik ein, so muh dies natürlich auch einen tiefgehenden Sinflust auf die gesamte Weltwirtschaft ausüben. Bereits heute wird der Erfolg auf dem Weltmärkte durch technische Leistungsfähigkeit bestimmt. In dieser Beziehung wird Amerika das Rennen mit großem Vorsprung beginnen. Wenn aber, wie dies heute schon der Fall ist, die anderen Länder gezwungen fein werden, ihm in der Rationalisierung und in dem Ersah menschlicher Arbeitskraft durch die Maschine zu folgen, so wird das Problem der De- schäfftgungslosigkeit in diesen Ändern den Umfang und die Dringlichkeit annehmen, die es augenblicklich bereits in Amerika besitzt. Dies ist in der Tat das große Problem, das alle, Industrieländer noch zu lösen haben, nämlich die Härten auszumerzcn oder wenigstens zu mildern, die der Fortschritt in Technik und Wissenschaft für die große Masse der Lohnarbeiter mft sich bringt.
Rundfunkprogramm
des Frankfurter Sender-.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Sonntag, 27.2Hai.
8 bis 9 Uhr: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein Frankfurt a. M 11.30 bis 12: Die Elternstunde. 12.30 bis 13.30: Don Kassel: Pfingst-Matinee. 15.30 bis 16.30: Don Hamburg. Funkheinzelmannstunde. 16.45 bis 18. Konzert des Rundfunkorchesters: Ein Strauhwalzer. 18 bis 19: Stunde des Rhein-Mainischen Der- bandes für Dolksbildung. 19 bis 19.30: Sportnachrichten. 19.30 bis 20.30: Geistliches Konzert. 20.30: Pfingstkonzert.
Montag, 28. Mai.
8 bis 9 Uhr: Morgenfeier. 12 bis 13: Von Kassel: Mittagskonzert. 15.30 bis 16: Die Stunde der Iugend. 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Die Oper der Woche. 17.45 bis 18: Die Lesestunde. 18 bis 19: Schubert-Konzert des Sängerguartetts ,Liedertafel", Höchst a. M.- Unterliederbach. 19 biS 19.30; Sportnachrichten. 19.30 bis 20.30: Konzert des Mandolinen- und Lautenorchesters „Fidelio". 20.30; Bunter Abend. Anschließend bis 0.30: Tanzmusik.
Dienstag, 29. Mal.
12.30 bis 13.30 Uhr: Don Kassel: Mittags- konzert. 16.30 bis 17.45: Konzert de« Rundfunkorchesters: Operetten von Millöcker. 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 18.45: Don Kassel: Die Stunde der Frau. Dortrag von Frau Mathilde Meißel. 18.45 biS 19.15: Don Kassel: „Voltaires Satiren", Dortrag von Ernst Berg. 19.15 bis 19.30: Englische Literatur- Proben. 19.30 bis 20: Englischer Sprachunterricht. 20 bis 21: Klavierkonzert. 21: Don Karlsruhe: Die Traumlinde. Hörspiel von Wilhelm Fladt. Anschließend: Schallplattenkonzert: Die Oper zwischen Weber und Wagner.
Mittwoch, 30. Mai.
12.15 bis 12.45 Uhr: Schulfunk. 13.30 bis 14.30: Don Kassel: Schallplatten-Konzert „Aus aller Welt". 15.30 bis 16: Die Stunde der Iugend. 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Reue Tanzmusik. 17.45 bis 18.05: Die Bücher- stunde. 18.30 bis 19; „Aegyptische und assyrisch- babylonische Religion", Dortrog von Pfarrer Taesler. 19 bis 19.30: „Die Instandhaltung des Automobils", Dortrag von Ingenieur Wald- schmitt. 19.30 bis 20; Die Schachstunde. 20 bis 20.15: Senckenbergviertelstunde: „Rasseh^chzuch- ten bei Pflanze unö Tier", Dortrag von Dr. W. Sfttig. 20.15: Dom Homburger Kursacft: Sinfonie-Konzert BrahmS. Anschließend: Don Kassel: Kammermusik-Konzert.
Donnerstag, 31. Mai.
13.30 bis 14.30 Uhr: Don Kassel: Mittags- konzert. 15.30 biS 16: D e Stunde der Iugend. 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Ioseph Hohdn. 17.45 biS 18.05: Willi R. Fehse: Dorlesung aus eigenen Dichtungen. 18.30 bis 18.45: Don Kassel: Stunde „Haus und Garten" — „Dorgärten", Dortrag von ©arteningenieur Karl Hinze. 18.45 bis 19.15; Von Kassel: Stunde der Landwirtschastskammer Ka,sel: „Gründüngung", Vortrag von Dr. Elbert von der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt Harleshausen. 19.15 bis 19.45: „Die Inflationsgeschädiqten", Vortrag von Rechtsanwalt Dr. Fürst. 20.15: Rach Stuttgart: Hans Heiling, Oper von He.nr. Marschner. Anschließend: Spätkonzert; 'Bach.
Freitag, 1. Juni.
13 biS 14 Uhr. Schallplatten-Konzert. Aus Rich. Wagner: „Lohengrin' und „Tannhäuser". 15.30 bis 16: Die Stunde der Iugend. 16.30 bis 17.45: Haussrauen-Rachmitlag: urch welche Mittel können wir unsere Äinbcr erziehen?". 1. Teil. Vortrag von Lehrer K. Stricker. 1?.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 13.30 bis 18.45 Stunde deS Südwestdeultchen Radio-Clubs. 18.45 bis 19.15: .Doktor Gustav StresemannDortrag von Theodor Eschenburg 19.15 bis 19.15 Vortrags- zvklus des Handwerks- und Gewerbeamtes Frankfurt a. M.-Hanau: .Die Stellungnahme deS Handwerkers zudem LtcucrvercinhcifttchungS- aeseh', Dortrag von Syndikus Dr Ferber. 19.45 vis 20.05 Zwanzig QUtnuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 20.05 biS 20.15 Film- Wochenschau. 20.15: Von Stuttgart: Die sieben
Schwaben. Operette von Karl Millöcker. Anschließend: Don Kassel: Spätkonzert des Wiener Virtuosen- und IaushmphonteorchesterS.
Samstag, 2. Juni.
11.30 bis 12 Uhr: Schallplatten-Konzert: Ouvertüren und Ballettmusiken. 12.15 biS 12.45: Schulfunk. 13 bis 14: Don Kassel. Schallplatten- Konzert: Kammermufik und Instrumentalsolisten. 15.30 bis 16: Die Stund: der Iugend. 16.33 biS 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Russische Musik. 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 13.30 bis 18.45: Der Briefkasten. 18.45 bis 19.15: Funkhochschule: .Die Sprache des deutschen Iägers", Dortrag von Professor Dr. Schultz. 19.15 bis 19.45: Stenographischer Fortbildung«- kursuS für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 19.45 bis 20.15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: .Der Sternenhimmel im 3unL — Der Planet Reptun und feine Entdeckung". Dortrag von Prof. E. Sittig. 20.15: Heitere dramatische Aufführung. Anschließend biS 0.30: Don Berlin: Tanzmusik.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Derbindlichkeft der Schriftleitung.)
Stammtisch Vogt. Bei verbrecherischen Anschläaen auf Anlagen der Reichsbahn lehnt die Reichsbahn- Verwaltung die Anerkennung einer Schadenersatzpflicht ab. Sie stützt sich dabei auf mehrfache Entscheidungen des Reichsgerichts, die auf Grund des Haftpflichtgesetzes von 1848 in solchen Fällen die Einwirkung höherer Gewalt anerkannt haben. Daß die Reichsbahn bei dem Leiferder Bahnoerbrechen eine gewisse Entschädigung geroäfrt hat, ist richtig, aber die Reichsbahnhauptvcrwaltung hat seinerzett bereits erklärt, daß sie mit dieser Ausnahme regelung in keiner Weise ihren grundsätzlich ablehnenden Standpunkt preisgebe.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, den 27. Mai. 1. Pfingstfeiertaa
Stadtkirche. 8 Uhr: Pfarrer Becker, 9.30: Pfarrer Hertel; Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde; 11.15: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde: Pfarrer Hertel. — Iohannes- kirche. 8: Pfarrer Bechtolsheimer; 9.30: Pfarrer Ausfeld; Beichte und hl. Abendmahl für Lukas-, Johannes- und Luthergemeinde; 11.15: Kinderkirche
für die Iohannesgemeinde; Pfarrer Ausfeld. — Kapelle des Alten Friedhof». 9.30: Pfarrer Lenz. — Elisabeth - Kleinkinderschute (Wetzlarer Weg 59). Dormittags 9.45 Uhr: Pfarroerwolter Dehert — Micseck. 9 30; 10.45; Kinderkirche; Opfer für die Luthcrstiftung. — Allen-Bstseck. 10: Alten-Luseck; 1: Trohe — haufen Garbcntcich. 10: Haufen; hl. Abendmahl; 1: Garbenteich. — Cid). 9.30: Stifts- dechant Kahn, Mitwirkung des Posaunenchors; 12 45: Kindergoltesdlenst; 2: Stiftspfarrer Schor- lemmer. — Kirchberg. 10: Kirchbera. Kollekte für die Lutherstiftung. 11: hl. Abendmahl für die verheirateten Männer und Frauen von 6taufenberg; 1.30: Kirchberg; Kollekte. — IDaßcnborn-Steinberg. 10: (Kirchenchor); 1: (Kollekte).
Montag, den 28. Mai. 2. Pfingstfeiertag.
Stadtkirche. 8 Uhr: Pfarrer TUhr; 9.30: Pfarrer Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfarrer Becker. — Johannesftrche. 8: Pfarrer Aus- feld; 9.30: Pfarrer Bechtolsheimer: 11 Kinderkirche für die Lukasaemeindc, Pfarrer Bechtolsheimer. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz; 11: Kinderkirche; Pfarrer Lenz. — wiefeck. 930; Opfer für den Kleinkinderschulfonds. — Stilen-Bef erf. 10: Allen-Bufeck. — haufen^Sarbenteich. 10: Garbenteich; 1: Hausen. — Cich. 9.15: Beichte; 9.30: Stifts- dechant Kahn, hl. Abendmahl; 2: Stiftspfarrer Schorlemmer. — Mrcyber g. 10: Kirchberg. — Watzenborn-Steinberg. 10: "redigt; 11. Kinderkirche
katholische Gemeinden.
Samstag, den 26. Mai.
Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Deichte.
Sonntag, den 27. Mai. Pfingstsonntag.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 2: Vesper; 4.30 und 7: Beichte. — Grünberg. 9.45: Meße mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt.
Montag, den 28. Mai. Pfingstmontag.
Gießen. 6.30: Beichte; 7: Meße; 8: Kommunion; 9: Hochamt; 11: Messe 2: Festandacht. — Grünberg. 9.45: Meße mit Predigt. — Laubach. 10. Messe mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt.
eonntansötmft .'»erste u. tvatd-kei, am 27.6.28 Pros. Dr. Hontgmann. Dr. Block) Engelnootheke.
Zadnarzt: Dr. Baum *D
Montag, den 28. Mai L Engsttags:
Dr. Klewitz. Dr. Schäßer. Pellkanavothek». Zahnarzt: Dr. Buchinger.
Rätsel-Ecke.
Doppelsinn-Rätsel.
Zehn Wörter, von denen ein jedes doppelte De bentung hat, sind zu suchen. Sind sie gefunden, ergeben deren Anfangsbuchstaben, zu einem Wort vereinigt, einen Pfingstgruß. Die Wörter bedeuten: 1. Längenmaß — Körperteil; 2. Getreideart — kleine portugiesische Münze; 3. Flüssigkeitsmaß — Verwandter; 4. deutscher Dichter — Werkzeug; 5. weiblicher Personenname — Fisch; 6. Reitsitz — Streifen Ackerland; 7. ungezogener Mensch; — landwirtschaftliches Gerät; 8. Nebenfluß der Elbe — Vogel; 9. kleiner Rausch — Hundename; 10. Ge fangslaut — Erdart.
Magisches Kreuzworträtsel.
7
12
1<f
15
E
7b
T
a mm - MM ■■■■ MM
aaaa« aaaa aaaa.aaaa mm aaaa
Die Wörter bedeuten wagerecht wie senkrecht:
1. Nadelholz (Zierbaum); 2. Nebenfluß der Donau; 3. schmaler gewebter Stoff aus Seide, Wolle usw.; 4. Planet; 5. Viehsutter; 6. geographischer Begriff; 7. zeitlicher und räumlicher Schluß; 8. Nebenfluß der Fulda; 9. Volkswirt; 10. Stadt in Birkenfeld; 11. biblischer Frauenname; 12. Gängart des Pferdes; 13. Raubvogel; 14. Grenzgebirge; 15. andere Bezeichnung für Brot; 16. deutscher Strom. — Don der Mitte nach den Ecken A—B landwirtschaftliches Gerät: A—C Alpenweide; A—D Volksgemeinschaft; A—E an- dere Bezeichnung für Reihe.
Magisches Kreuz.
e i I
Die Buchstaben in vorstehendem Kreuz sind so zu ordnen, daß, ohne Berücksichtigung des Mittelfeldes, die wagerechte Reihe eine andere Bezeichnung für Ouellfalzwafscr und die jenkrechte einen weiblichen Personennamen ergeben. Setzt man nun in das noch freie Mittelfelo einen Buchstaben ein, der zu suchen ist, so nennt die wogcrechtc Reihe einen Teil des Fußes, die senkrechte eine
- Nackenstütze.
Pfingsiproblcm.
-Ml-
Lilben-Aenderungsrätsel.
Von den elf Wörtern:
Golotz — Lupe — Basar — Holland —
Halma — Opal — Platin — Sonett — Erker — Salta — Tender
ist die letzte Silbe zu streichen und bann durch eine der nachstehenden zu ersetzen:
bei — dolf — dom — tat — (ig — lopp — na — ne — pus — stei — stein.
Ist die Neuzusammensetzung richtig vorgenommen, ergeben die Endbuchstaben dieser Wörter, verbunden, einen Festschmuck.
Pfingsi-Verstcckrätsel.
Ein jeder der nachfolgenden vier Sätze birgt versteckt eine Sitte, die beim Pfingstfest eine besondere Rolle spielt:
1. 3m Traum ritt er eiligst davon.
2. Auf feiner Reife durch die Wüste Oobi erlebte Hans dieses Abenteuer.
3. Der junge Mann machte als Koch (eine erste Seefahrt.
4. Die ganze Gesellschaft unternahm auf dem Ebro Segelfahrten.
Auflösungen.
Kreuzworträtsel.
R1QE3I3Ö QQB QQQ BöfflüH I3QÖ DRiatild
BEH3 B 61 ans ro 00m Q Q 1300 3QQI33 U0K1 HBQIlffl BBU
Qfflffl BQQQ0
Silbenraffel.
1. Hochamt; 2. Elcusis, 3. Nonne; 4 Reede;
5. Inventur; 6 Konrektor; 7. Instinkt; 8. Benjamin; 9. Schakal; 10. Eichkätzchen; 11. Nierstein.
Henrik Ibsen — Hundert Jahr.
Synonym.
1. plätten; 2. folgen, 3. innehalten; 4. nörgeln;
5. gaukeln; 6. sprechen; 7. teilen; 8. umzingeln;
9. martern; 10. rasen; 11. inhibieren; 12. treffen;
13. trotzen; 14. ermuntern.
Pfingstumritte.
homonym.
Bezogen.
CEinfcßrälfeL
Kadi — Leier — Siegel — Beule — Patient — Gros — ft o ran — Miene Die Dirke.
Rätsel. Bank — blank.
Die Narrenkappe.
Splitter und 6bartee vom RedaktivXtlfch.
Schwind and Piloty.
Dem bekannten Maler Morrtz von Schwind war die Technik feines Kollegen, des jüngeren Piloty, verhaßt und unsympathisch, und mehr als einmal hatten zwischen den beiden heutige Diskussionen darüber stattgeiunden, die aber nie etwa ernstere Folgen trugen oder gar die Freundschaft vollkommen zerstört hätten. Auch daS Kolorit gefiel Moritz von Schwind ab- folut nicht
Der junge Piloty hatte wieder ein neue« Meisterwerk vollendet Es stellte Seni dar, wie er vor der Leiche des großen Wallenstein- steht, der in Eger ermoroct wurde. Mit gesenktem Kops, erschüttert, daß seine Weissagung sich erfüllt hat. steht der Stern beutet bei dem Leichnam
Der junge Piloty traf Moritz von Schwind und lud ihn ein. sich daS Bild anzusehen Schwind betrat mit ihm das Atelier Verwundert, mit großen Augen sah er auf daS Gemälde, Dann endlich, nach einer ganzen Weile, schüttelte er den Kops und wandte sich an Piloty:
.2llso schauen 6'. was haben € denn da wieder für einen HnglüdSfaü gemalt?T
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