Itr.98 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Donnerstag, 26. April <928
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Aotelartt, eine Apotheke und eine Dampf- und Lichtbäder. Don allen
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Aber nicht jeder Reifende liebt Trubel Mrm. und man hat daher In der Mitte
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provinMuppenversammluns bertiommunatooli$eibeamtenOl>erHene Am vergangenen Sonntag fand in Gießen eine Versammlung derOberhesfischen
Sotelpage, Restaurateur, Mltimiüionär
Wie es im größten Reuyorker Hotel aussieht.
Don frrtO CL Dillinger
Seiten wälzt sich unaufhörlich ein Menschen- ström in diele große Hotelhalle, von der Mntvr- arundbahn. Die drei Stockwerke unter dem Hotel liegt, von der Pennsylvania-Eisenbahnstation und natürlich von den vier vtrahenleiten.
Postlchaltern TheaterdrUeidureauA und Tele- phvnräumen Derkaufslädeu aller Art. lo daß man den Sui druck aewinnt. in ein eigenartig angelegtes Warenhaus gelangt zu sein. Dori flnbcl der Reisende alles, was er braucht, ohne aus die Straße au aehen — natürlich auch ein arotzes ArtseurgelchüN. in dem gleichzeitig 6 5 Pe rsvnen rasiert werden können, und
Statler war zweifellos ein hervorragend tüchtiger Kaufmann — ober man kann ihm nicht nachfagen. daß ec, geldgierig, au» seinen Gästen zuviel herauSgepreßt habe, und man muß im Gegenteil rühmen, daß sein oberster Grundsatz war, den Kunden seiner Hotels für ihr Geld ?l ich st viel zu bieten: mehr alS die urrenz und soviel, daß jeder Gast glaubte,
für die ihm erwiesenen Dienste eigentlich zu wenig zu bezahlen. 3n einer Zeit, in der keineswegs jeder amerikanische Privathaushalt mit einer eigenen Badewanne ausgestattet war, mußte eS alS verschwenderischer Luxus angesehen wer»
Holle einen Raum geschassen, in dem der Gast sich aushalten kann, ohne Im geringsten behelligt zu werden — wenn man nicht vorzieht, auf sein Zimmer zu flüchten, von dem aus alle Oinlaufc erledigt, alle Dienstleistungen in Anspruch genommen werden können, ohne daß man einen Angestellten des Hotel» zu Gesicht bekommt. 3m Hotelzimmer gibt eS nämlich eine Art Wandschrank, der nicht nur vom Zimmer, sondern auch vom Hausflur aus geöffnet werden kann, und in den man feine schmutzige Wüsche, den reinlgunaSbedürftigen Anzug oder den zerrissenen Schutz stellt. Dann teilt man der Haus- zentrale telephonisch mit, daß di« betreffenden Gegenstände abgeholt werden lallen, und ohne daß ein Diener auttopft, verschwinden di« Gegenstände aus dem Wandschrank, um dort nach einigen Stunden gebügelt, gereinigt und g e f 11 <f t wieder zu erscheinen. Telephonisch kann man auch aus dem HotelwarenhauS alle Dinge besorgen, die auf der Reise schadhaft geworden sind und erseht werden müssen, sei es nun. daß man Strümpfe oder Oberhemden Schlipse, einen neuen Hut, Toilettengegenstände oder eine neue Brille braucht. Das alles erhält man zu normalen Preisen, und niemand muß fürchten, übervorteilt zu werden, well er sich nicht selbst in das Geschäfts lokal begibt und vor dem Sinkauf prüft, ob der Preis dem Wert der Ware entspricht.
War der Tag In Reuyork sehr heiß — es ist bekannt, daß es dort geradezu unerträaUch heiß werden kann — so begibt sich der Reisende am Abend in das Badezimmer, das neben seinem Hotelzimmer liegt, und findet hort ein neues, sauber In Papier eingepacktes Stück Seife vor, denn der Hotelwiri denkt an alles, er will nicht, daß der Gast sich in seine eigene Wohnung zurücksehnt. Rach dem Bad sührt man Aum Dachgarten empor, selbstverständlich mit dem Srpreßsahrstuhl. der erst vom 10. Stockwerk ab halt, während der baneben liegende gewöhnliche List In jeder Stage Station macht. Dann kann man vom Dach des Wollenkrahers beobachten, wie im Westen der SonnenbaU versinkt, und wer es nicht vowieht, in den in luftiger Höhe angelegten Bausaal zu gehen, freut sich nach Einbruch der Dunkelheit an der verwirrenden Fülle bunter Lichter, die in ständiger Bewegung sind und für Zigaretten-Firmen und Seebäder Reklame machen.
Dieses Hotel, das 9. W Statler geschaffen hat. ist vorbildllch für viele ähnliche Unternehmungen geworden. Richt zuletzt auf Statlers Sinsluß ist es zurückzusühren. daß die amerikanische Hotelindustrie einen so bedeutenden Aufschwung genommen hat: das Leben In den modernen amerikanischen Gasthäusern ist so angenehm. daß immer mehr Amerikaner ihre Wohnungen aufgeben und in Wohnst viels übersiedeln. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der amerikanischen Hotels vervielfacht, und allein im Jahre 1926 sind 4 528 neue Hotels gebaut worden, von denen 1248 den Gästen als ständiger Aufenthalt, als Ersatz für die Privativ ohnuna dienen sollen. Diese sog. Appartement- Motels sind nicht etwa nur für Einzelpersonen gedacht, sondern dienen kleinen und größeren Familien als Wohnung. Vorläufig ist allerdings der größte Tell der 47 000 Hotels, die es im Anfang des Jahves 1927 in den Vereinigten Staaten gegeben hat, für Reisende bestimmt. Es ist erstaunlich, daß immer noch neue Hotels gebaut werden, obwohl sich doch unter den bisher bestehenden Gasthäusern eine große Zahl befln- det. die mehreren tausend Güsten Unterkunft bieten.
Gemeindepolizeibeamten statt. Der Vorsitzende berichtete über den außerordentlichen Verbandötag am 10. März in Frankfurt a. M.. der notwendig geworden war, um eine Ergänzungswahl der beiden an daS Innenministerium berufenen Vorsitzenden vorzunehmen. Rach eingehender und lebhafter Aussprache bezüglich des neuen Hess. Polizeibeamten- und Desol^ ----- setzes wurde beschlossen, folgende
Bekanntwerden der englischen Aufhebung der Produktionsbeschränkung bin ausgenommen toor- den: wie es allerdings heißt, vergeblich. Dagegen haben die tlmerifaner ein lebhaftes Interesse an der Angelegenheit «zeigt Wie verlautet, haben sie die Absicht, In den Gummikrieg einzutreten, und zwar aus der Seite der Hollander. Damit ist die Gefahr gegeben, daß der Stampf um eines der wichtigsten Rohprodukte der Weltwirt, schast auf internationales Gebiet getragen wird und die Spannung zwischen Amerika und England verschärft — dos ist jedenfalls der Sinn des Gummikriege», der setzt zwischen den beiden größten Kapitalmächten der Well, dem englischen und dem amerikanischen Finanzkapital ausgetragen wird, und zwar aus dem Rücken der engll- schen Pflanzer, deren Intoleranz während de» Weltkrieges deutsche Pflanzer dazu bewog, sich in Holländlsch-Indien anzusiedeln.'
s ch l i e h u n g an den geschästsfährenden Der- bandsvorstano. aut Weiterleitung und Vertretung beim Ministerium des Innern, zu richten.
.Die am 22. April 1928 In Gießen tagende Prvvinzgruppe Oberhessen. Fachgruppe Gemeindepolizei, nahm mit Bedauern davon Kenntnis, daß die Kommunalpolizeibeamten nicht in das Hess Polizeibeamtengeletz einbegriffen worden sind, wie es das Preußische Gesetz, das für alle übrigen deutschen Länder richtunggebend fein sollte, voriieht Wäre der Art. 1 des Preußischen Polizeibeamtengesetzes auch In das Hessische übernommen worden, so wären endliH die unsicheren und unhaltbaren Rechts- und Desoldungsverhältnlsse der Hessischen Kommunalpolizeibeamten geklärt gewesen Die gegenwärtig auf diese Beamten zutreffenden Rechtsverhältnisse tragen wohl kaum dazu bei, die Arbeitsfreudigkeit der Beamten zu heben. Die Versammlung erwartet dieserhalb vom gefchäftsführenden Vorstand, daß er sich mit allem Rachdruck dafür einsetzt, daß in das dem Qanbtafl bereits äugelet tete Demeindebeamtengefetz eine Bestimmung ausgenommen wird, die alle vvllbefchäftigten Kommunalpolizetbeamten den Staatspolizeibeamten gleichstellt?'
Die Entschließung wurde folgendermaßen begründet: .Die Beamten des kommunalen Pvli- zeivollzugsdiensteS haben dieselbe Verantwortung imb denselben Aufgaben kreis wie die Staatspolizetbeamten. Darum: .Gleiche Pflichten, gleiche Rechte". Durch Bekanntmachung des TL d. I. vom 4.6. 26. (K R Bl. S. 107) und erneut gewahrt in Art. 13 des Hess. Polizeibeamtenge- setzes vom 31.3.28. lH.R.Bl.S.«) sind tost
sechzigsten Lebensjahr Gllswvrth Wilton Statler gestorben, der in den wichtigsten Nordamerika rischen Großstädten bte führenden Hotels besessen hat.
Richt jede amerikanische MilltonÜrSdynastie ist von einem Stiefelputzer oder einem Zeitungsjungen gegründet worden. der soeben verstör- bene TIulttminienär E W Statler zB hat niemals sein Brot als Ötrajenbänbler verdienen müssen, sondern konnte schon alS junger Bursche in einer schönen Livree mit einer riefen Verbeugung kleine Trinkgelder entgegennehmen, wenn et vor den Hotelgästen die Türen ausritz. Er begann nämlich seine Laufbahn als Hotel- Se und hat also in seinem Beruf .von der le auf" gebient Alle Zweige des Ho'.el- iebes lernte et in seinen jungen Jahren kennen: als er glaubte, daß es in den Hotels nicht mehr viel für ihn zu lernen gebe, entschloß er sich Im Alter von 33 Jahren, sich selbständig zu machen. Im Jahre 1897 ging er nach 'Buffalo und richtete dort ein Restaurant ein, das bald als ausgezeichnete- Speis.chaus berühnt wurde und ihm viel Geld ein brachte. Sein Ehrgeiz war daraus gerichtet, einmal Hoteldirektor zu werden und in einem modern eingerichteten Betrieb die Ideen zu verwirNlchen. die Ihm eingefallen waren, als er noch Angestellter In rückständigen Unternehmungen war. Schneller als er ursprünglich selbst geglaubt hatte, konnte Statler seine Jugenbträume verwirklichen. Schon bn Jahre 1905 besaß er zwei große Hotels, und aus diesen beiden Unternehmungen hat sich dann der mächtige Hotel tr u st entwickelt, den Statler am Ende seines Leben- kontrolliert hat. Er war Präsident und Direktor dieses Trust-, der .Hotels Statler Co Incorporation". deren Macht sich mit der Zeit auf tast alle großen Hotels in den Vereinigten Staaten auSdehnte.
Der Gummikrieg.
Von unserem k.-Berichterstatter.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.
London, im April 1928.
Als vor etwa vierzehn Tagen -- am 5. April — der englische Ministerpräsident Baldwin im Unterhaus die Erklärung abgab. daß das f»genannte .Stevenson-Schema" zur Beschränkung der Gummiproduktion ab 1. Rovember aufgehoben werden Jolle, wirkte seine Ankündigung wie eine Bombe Die Gummipreise in der ganzen Welt fielen rapide und Llohd George, der wie immer, lo auch in diesem Halle alles besser vutzte, kritisierte die Regierung aus das herbste: Sie schiene in dieser Frage überhaupt keine Politik zu treiben und ruiniere sichtlich das Land Denn die Tatsache, daß nunmehr der Gummi spottbillig geworden sei. während gleichzeitig die Pflanzer auch weiterhin gezwungen seien. 40 Prozent ihrer Produktion zurückzuhalten. müsse zu geradezu katastrophalen Verhältnissen im Rovember führen: es würde dann ein ungeheuerliches ^Überangebot an Gummi aus dem Weltmärkte eintreten, das praktisch nur eine Folge haben könne: den völligen Ruin der englischen Gummivroduzenten. Auf diese, wie man wohl sagen dar», massiven Angrifle blieb die Regierung jedoch still, und, was am merkwürdigsten war. auch die großen Gummi pro duz ent en schwiegen obwohl ihre Vorschläge ursprünglich keineswegs auf eine Aufhebung der Beschränkung der Gummiproduklion abgcjtelt hatten. Im Gegenteil einige Interessenten erklärten sich überraschenderweise mit der Maßnahme einverstanden. da sie allein geeignet fei. den Kampf bis aufs Mefler mit der Konkurrenz — den Holländern nümlich. zu ermöglichen!
Das ist auf eine nüchterne und unhöfliche Äormcl gebracht, denn auch in der Tat der Sinn der englischen Maßnahme: in dem großen Gummikrieg der nun seit zirka S>/> Jahren tobt, hat man sich zu diesem drastischen Schritte entschlossen. weil alle anderen Mittel im Kampfe gegen die holländische Konkurrenz, aber auch gegen den größten Vummiverbraucher der Welt — Amerika — versagt haben Ss ist weder durch gütliches Ucbereinlommen noch durch die zwangsweise Kartellierung der britischen Prv- buktton in den Federated Malay (tatet. Gey- Ion und Singapur möglich gewesen, den Dummi- vreis auf einer Höhe zu halten, der die Produktion lohnend machte - obwohl bIS auf 27 Prozent die gesamte Weitproduktton an Gummi ausschließlich in englischer Hand lagl Da Hilst eben nichts anderes mehr als der Versuch, durch brutalste Schleuderkonlurrenz die Gegner aufs Knie zu zwingen. . .
Um diese Einstellung der britischen Gummiproduzenten zu verstehen, muß man auf die Vorgeschichte deS jetzigen Kampfbeschlusses eingehen, oie intereffant genug ist, da es sich hierbei um eines der großen Weltmonopole handelt. AIS nümlich der Krieg zu Ende war, stellte eS sich heraus, daß die Gummiprodukflon der Welt nicht ausreichte. Der enorme Verbrauch von Gummireilen in der amerikanischen Autoindustrie hatte die Gummipreise phantastisch In die Höhe getrieben und die Amerikaner mußten das englische Monopol schwer bezahlen. Die sabelhasten Gummipreise der letzten Kriegs- und ersten Frie- densjahre hatten jedoch zur Folge. daß allenthalben In Malayasien und Eeylon Gummi- v l a n t a g e n angelegt wurden, die in kurzer Zeit so viel produzierten, daß der Weltmarkt den produzierten Gummi nicht auszunehmen vermochte. Infolgedessen sanken die Gummipreise bereits 1920/21 so stark, daß die großen Kapitalien, die In der Industrie steckten verloren schienen. Dazu traten Machenschaften der Amerikaner, die einen GummIpool zu bilden versuchten und auf alle Weise die Situation für btt Engländer zu erschweren versuchten, weil sie gewillt waren, daS englische Monopol zu brechen. 9as führte nach erbitterten K impfen zur Durchführung eines Gesetzes, des obengenannten .Stevenson-Schema S". daS die gesamte englische Gummiproduktion kartellierte, und die erlaubte Produktion auf 60 Proz. der bisherigen festlegte, während für jedeS Mehr an Export eine bestimmte Ueberptämie gezahlt werden mußte.
Dieses .Stevenson-Schema" brachte denn auch, obwohl es zunächst keine Preisfestsetzung enthielt — man wollte sich den Anschein geben, als ob man die Preisbildung für Gummi dem freien Markte überließ, weil man die Amerikaner nicht unnötig verschnupsen mochte — den gewünschten Erfolg. Die Gummipreise stabilisierten sich auf einer vernünftigen Höhe, und das englische Gummikapital trug wieder, nebenbei gefegt, sehr anständige Zinsen. Aber der wirtschaftliche Anreiz, den die Gummiproduktion bzw. Regeneration nunmehr wieder hatte, löste zwei neue Bewegungen aus. die bald genug die gefundene Lösung wieder zunichte machten. In Den Vereinigten Staaten baute man das Verfahren zur Regeneration des Gummis mit staatlicher Hilfe weitestgehend aus. während in den holländischen, den Engländern benachbarten Kolonien der Gummianbau sich unter dem Schutze der Preislage, die das .Ötebenfon- Schema" schuf, fabelhaft entwickeln konnte. In weniger alS fünf Jahren waren die Amerikaner imstande, ihre Gummiregeneration von 55 000 Tonnen jährlich auf 190000 Tonnen zu steigern (bet einer Weltgummivroduktion von 700 000 Ton-!-, während der holländische Antell von 20 Proz. auf 40 Proz. stieg. Die Aktion zur Sicherung des Gummimarktes war, wie fich Damit herauSstellte. fehlgeschlagen, weil es nicht glückte, die Holländer an einen Tisch mit den Engländern zu bringen und eine gemeinsame Front zu bilden. Wozu entscheidend kam, daß di» amerikanischen Dummirinkäufer immer wieder
alle Polizei stellen in den Gemeinden, den aus der Schutzpolizei hervorgegangenen VeriorgungS- anwärtem Vorbehalten. Schon allein aus diesem Grunde muß eine Gleichstellung mit den Staatsbeamten anerkannt werden, um den auS der Schutzpolizei in den Kommunaldienst übertretende n Beamten in seinem bisherigen Recht nicht zu schmälern In den Ländern Preußen, Bayern. Sachlen. Dürttemverg. Thüringen. Anhalt. OI- benburg, Mecklenburg und Lippe ist seit Jahren durch Gesetz die Besoldung der Gemeinde- beamten denen der Staatsbeamten auf Grund einer Entschließung der Weimarer Rationalversammlung. gleichgestellt. Rur in Heften ist bis jetzt eine einheitliche Gleich'.'ehandiung mit den Staatsbeamten nicht erfolgt iWü einer solchen Brichlußsaslung würde der Hell. Landtag keineswegs das immer so stark betonte Selbflverwak- tungsrecht der Gemeinden beeinträchtigen. sondern es würde ein den Äeff. Gemeindebeamten gegenüber den Kommunalveainten anderer Länder zugesüates Unrecht beseitigt werden Man muß endlich einmal auch in Hellen dazu übergeben und ein hn Landtag von dem Qtihicorbnetcn Delp gesprochenes Wort. .Die Hesji chen Doli- zeibeamten dürfen unter keinen Umstünden schlechter behandelt Verden, als die Polizeibeamten anderer Lander", ganz allgemein auf die Kommunalbeamten überhaupt anwenden, und zur Tat werden lasten."
Jubiläum einer oberhesfischen (Sanifätefolonne.
» Bad-Rauheim. 24. April. Aus ein 40jähriges Bestehen kann in diesem Jahre die hiesige Freiwillige Sanikütsko- lonn« vom Rvten Kreuz zurückblicken. Sie ist im Februar 1883 von Mitgliedern des Krieger- und Wilitürvcreins .Haftia" aus der Taufe gehoben worden. Jahren des Rücksch'ags folgte 1904 eine Reubelebung der Kolonne, die toäbrcixh des Weltkrieges eine äußerst segensreiche Tätigkeit entfaltete Unter der opferbereiten ärztlichen Leitung des Kolonnenarzt-4. Santtätsrai Dr. Hahn, und unter der bewährten Führung des Kolvnnenführers Heinrich Stamm ruht die Kotonnenaroeit auch nach dem Ärtege nicht. In ihrer Schlagfertigkeit, die sie irtctrrbolt bei Uebungen und auch im Rettungs- und Äranten- beförderungsdienst beweisen konnte, ist sie sür unfere Badestadt eine unentbehrliche Einrichtung geworden, die sich allgemeiner Anerkennung und auch tatkräftiger Unterstützung durch ble Stadtverwaltung und die gelernte Bürgerschaft erfreuen kann. Den interessanten Werdegang der Kolonne, die zu den ältesten hcksischcn SanitätS- kvlonnen vom Roten Kreuz gehört, hat Beigeordneter Kissel In einer Festschrift m einer gründlichen Arbeit behänd It Der Aufsatz hat mehr als totale Bedeutung, da er nicht nur die Geschichte der Kolonne bar* stellt, sondern darüber hinaus auch wertvosls Mitteilungen über die Entwicklung des hessischen Kolonnenwesen» und über die Geschichte bei Roten Kreuzes im allgemeinen bringt.
Am Samstag und Sonntag feierte die Kolonne ihr 40jähriges Bestehen unter Anteilnahme der ganzen Bevölkerung durch eine würdige Veranstaltung. Beim Kommers am SamStagabe d waren beide Säle der Turnhalle bis zum letzten Dlatz gefüllt. Etwa 150 Vertreter hessischer Kolonnen aus allen drei Provinzen und Abordnungen befreuiibeter preuß Kolonnen wohnten drin! Festabend bei. Sehr zahlreich waren die Gießener Freunde zur Stelle Von Behörden waren ble Stadt Bad-Rauheim. die Bade- und Kurverwaltung. das Kreisamt Friedberg vertreten. Ss fehlten natürlich auch die Vorstände des hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz und des hessischen Landesverbandes der Freiwilligen Sani- tütSkolonnen vom Roten Kreriz nicht. Gesangliche und turnerische Darbietungen umrahmten die inhaltreiche, gedankentlese Festrede, die der Inspekteur der oberheftlschen Kolonnen. SanitätSrat Dr. H a hn. über das .Rote Kreuz' Im nationalen Bilde und Im internationalen Weltbilde und die Sanitätskolonnen im Rote- Kveuz-Bllde" hielt und die zum Höhepunkt des Abends wurde. Treffliche Gedanken wurden auch in den zahlreichen Begrüßungs- imb Glückwunschansprachen wiedergegeben, die in das ad- wechselungsrcich« Programm elngeftreut waren und wie die Festrede lebhaften Anklang sondern
Kolonnensührer Heinrich Stamm hatte allen Gästen nach einem kurzen Hinweis aus die Geschichte der Kolonne den Willkommensgrutz entboten. Den Reigen der Gratulanten eröffnete Geh. Reg.-Rat v. Hahn, der die Glückwünsche deS Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz überbrachte, der Kolonne eine Ehrenurkunde überreichte und unter lebhaftem Beifall an Beigeordneten Kiff el das Ehrenzeichen zweiter Klass« des Deutschen Roten Kreuze« verlieh Es schloßen sich mit Ansprachen an: Hauptmann Lotheißen für den Landesverband der Freiwilligen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz. Reg.-Rat Grein für kxw Kreisamt Friedberg. Bürgermeister Dr. Ahl für die Stadt Bad- Rauhcim, Kurdirektor v. Boehm er für dis Bad- und Kurverwaltung, Oberrcglerung8rat Heß (Gießen) für die oberhessischen Kolonnen, Studienrat Dr. Änterlem für die Vereine der Stadt, in beten Romen er die zur Anschaffung von Geräten bestimmte Summe von 350 Mark al« 3 u b 11 ä u m « g a be an ble Kolonne überreichte. Lebende Bilder aus der Arbeit der Sanitätskolonnen fanden lebhaften Anklang. Zahlveiche Ehrungm tourben au« Anlaß des Jubiläums vorgenommen. Dir drei noch lebenden Mitbegründer wurden zu Ebren- mitgl ledern ernannt, ferner Altbürgermeister Dr. Kayser, Sanltätsrat Hirsch und Dr. Haeberlin. Lehrer O ß w a 1 D erhielt für besondere Verdienste um ble Kolonne eine Ehrenurkunde und außerdem das vom Hessischen Landesverein vom Roten Kreuz gestiftete Ehrenzeichen am rot-weißen Bande. Sanltätsrat Dr. Hahn wurde mit einem kunstvoll angefertigten Geschenk für seine äußerst verdienstvolle Tätigkeit unter lebhaftem Beifall der großen Festversamm- lung geehrt
Am Sonntag konnte die Kolonne durch eine S!)angelegte Kolonnenübung am Güter- nhos erneut ihre Leistungsfähigkeit und lagfertigfeit beweisen. Die Hebung die zahlreiche Zuschauer hatte, fand bei der Kritik bis rückhaltlose Anerkennung von Medizin al rat D» Rebel (Friedberg).
den, baß Stotler den von ihm geprägten Rettamesatz: .Jedes Gastzimmer erhält ein eigenes Da dezimaler" tn die Wirk- llchkeit umfetzen und dabei doch für den Mittelstand leicht zu bezahleirde Preise fordern wollte. Inzwischen gibt es nicht nur in Amerika zahlreiche Hotels, die Statlers gorbenmg verwirklicht haben: ober eS ist doch gerecht, daß gerade der Mann, der als erster solche Hotels schuf, auch den größten wirtfchaftlichen Vorteil aus dieser llmwälzung Im modernen Hotelbau gezogen hat. Denn man darf nicht vergessen, daß diese hygienische Reuerung sehr viel Geld kostete, und daß also der Bau von Hotels, In denen zu jedem Zimmer ein besonderes Bad gehört, bamato ein großes finanzielles Wagnis bebeutetc.
Statler war ein erfinderischer Mensch, der sich nicht damit begnügt hat, diesen einen (Unfall zu verwirklichen sondern unablässig daraus sann, wie er seine Hotels bequemer und auch wohnlicher ausstatten könnte. Bis zu welchem Grad es ihm gelungen ist, ein ideales Gasthaus z u schassen, kann man am besten beurteilen, wenn man einmal — sei es auch nur für ein paar Tage — im Pennsylvania-Hotel in Reu- York gelebt hat Dieser Wolkenkratzer von 22 Stockwerken gehörte nicht dem Hoteltrust, dessen Präsident Statler gewesen ist. sondern war der Privatbcfitz deS verstorbenen Hotelkönigs. Sr hat 2200 Gast- und natürlich ebensoviele Bade- iimmer. Aus drei riesigen Rechtecken besteht lese moderne Karawanserei, in der vorwlegenb Gefchästsreisende der alten und der neuen Well wohnen. 2000 Angestellte sorgen für bas Wohl der Gäste. 1 50 Köche arbeiten im Re- staurationsbetrieo. und in der Waschanstalt des Hotels werden an manchem Tag mehr als 30 0 Zentner Wäsche gewaschen. Diese gewaltige TaaeSleistung entspricht dem Verbrauch an Leinenwasche, den täalich eine deutsche Mittelstadt von 25 000 Einwohnern bat. In dem riesigen Vestibül des Hotels gibt es außer den
Wege sanden, am die gesehlicheii Bestimmungen zu umgehen und damit die englische Gummisront zerschlugen, die nach nicht unwahrscheinlichen Berechnungen den Engländern einen Gewinn abwarf, der daS Mehrfache der jährlichen Zahlungen Englands an Amerika betrug.
Aus diesem Grunde hat Die englische Regierung nunmehr der englischen Gummiproduktion die Zügel freigelassen, da sie jetzt Der Heber- zeugung ist, daß nut der freie Konkurrenzkampf zwischen Holländern und Engländern, die ersteren dazu zwingen kann, sich mit I den Engländern zu verständigen. Berhandlungen zwischen beiden Pai-eien sind denn auch auf daS |


