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Oberheffen.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 24. Dez. Die Kinder un­seres Kindergottesdienstes versammelten sich am gestrigen Sonntag in unserer Kirche zu ihrer Weihnachtsfeier. Ein kleines Weih- nacktsspielDie Heilige Nacht", von Schülern zur Ausführung gebracht, fand nicht nur bei den Kin­dern, sondern auch bei den vielen Erwachsenen, die der Feier beiwohnten, großes Interesse. Jedem Kind wurde eine kleine Weihnachtsgabe in Gestalt eines Büchleins überreicht. Die Evana. In­ge ndvereinigung hatte schon am Freitag­abend unserer Kirche bei sehr starkem BesuchDas Gotteskind", ein Weihnachtssviel nach alten deut­schen Boltes Spielen und Liedern, verfaßt von Emil Alfred Herrmann, ausgeführt.

D G r o ß e n - L i n d e n, 24. Dez. Im Saale des GasthausesZur Sonne" wurde am Samstag­abend durch den hiesigen Turnverein (DT.) der Film vom Deutschen Turnfest in Köln gezeigt. Der Besuch der Borführung des wirklich guten Films ließ leider zu wünschen übrig. Am Nachmittag hatte eine Vorführung für Kinder statt- gesunden.

II Saubringen, 22. Dez. 3n der letzten Nacht wurden in unserem Dorfe zwei freche Kaninchendiebstähle ausgefuhrt. Bei dein Schrankenwärter PH. Michel, der Nachtdienst hatte, wurden zwei und bei dem Hüttenarbeiter Fuchs an der Alten-Busecker Straße sechs schöne Tiere von den Dieben mitgenommen. Schneespurca konnten von den« Hof des letzteren wohl eine Strecke durch den Wald bis wieder auf die Alten-Busecker Straße festgestellt werden. Weitere Ergebnisse fehlen bis jetzt noch

f Mainzlar, 22. Dez. Gestern abend sand die Weihnachtsfeier unseres Kinder­gartens statt. Der Müllerschr Saal war von Ancehör'.gen, sowie von Freunden und Gönnern des^ Vereins bis aus den letzten Platz besetzt. Die Kinder trugen unter der Leitung von Frau und Fräulein Pauly mehrere sehr gut ein» geübte Weihnachtslegenden und -lieber vor. Dann richete Dekan Guß mann iKirchberg) beher­zigenswerte Worte an die Eltern, spwie die Kinder. Hierauf folgte ein hübscher Reigen, und nach diesem naiyni dec Nikolaus die Verteilung dec Weihnachtspakete für die Kinder vor. Auch die den Garten nicht mehr besuchenden anwesen­den älteren Kinder wurden mit einem kleinen Geschenk bedacht. Die nachfolgenden Spiele der Kinder, die einen Einblick in die Arbeit des Kindergartens gaben, fanden bei allen Anwesen­den volle Anerkennung. Vesonderer Dank gebührt für Len guten Verlauf der ganzen Veranstal- iung der Leiterin deS Kindergartens, Fräulein Pauly. Glück in Anglück hatten dieser Tage hier zwei Kinder im Alter von 5 und 6 Jahren. Die Kleinen fuhren mit ihrem Schlitten auf der Straße unter ein Pferdefuhrwerk. Das Pferd, ein sehr ruhiges Sier, verhielt sich zum Glück volldnnmen still, bis man die Kleinen unter ihm hervorgezogen hatte, die er­freulicherweise nur mit dem Schrecken öavon- famen.

* Grohen-Bus eck. 23. Dez. Der Ge ang- vereinGermania", Grvßen-Bussck, der unter der Leitung des Musiklehrers Qubert Kasten aus Gießen steht, hielt im Saale des Gastwirts Gans seine diesjährige Weihnachts­feier ab. Nachdem einige Chöre gut zu Gehör gebracht waren, begrüßte der Präsident des Ver­eins die Anwesenden und dankte dem l. Vor­sitzenden des Lahntal-Sängerbundes, Lehrer Gengnagel, Grünberg, daß er der Einladung des Vereins Folge geleistet hatte, worauf die Sänger ihrem Bundesvorsitzenden einen Gruß durch dreifachen Heilrus entgegenbrachten. An­schließend sprach Herr Gengnagel in auf­klärender Weise über Ziel und Zweck der Sänger- bundes-Vewegung, und gab seiner Freude dar­über Ausdruck, daß sich in der hiesigenGer­mania" die Jugend so start und mit großem Eifer der edlen Sangeskunst widmet. Für die lehr­reichen Ausführungen erntete der Redner stür­mischen Beifall. Hierauf überreichte der Vereins- Vorsitzende B o n a r i u s bei brennendem Weih- nachlsbamn dem Chorleiter Kasten als Zeichen dankbarer Anerkennung für seine mühevolle Ar­beit im vergangenen Jahre ein Weihnachts­geschenk. Nachdem von den Anwesenden das alte WeihnachtsliedStille Nacht" gesungen war, dankte Herr Kasten mit bewegten Worten für die Freude, die ihm seine Sänger bereitet hatten, und gab dem Wunsche Ausdruck, daß das schöne Verhältnis zwischen dem Verein und ihm auch In Zukunft bestehen bleiben möge, wie seither. Die Musik, die unter der Leitung des Mitgliedes Karl Stephan stand, sorgte für rege Ab­wechslung des Programms und fand lobende An­erkennung, besonders bei den schönen Weihnachts­liedern. Die ganze Feier nahm einen schonen, würdigen Verlauf.

4- Cid), 24. Dez. Eine schön verlaufene Weih­nachtsfeier bot gestern Abend in Steins Saal­bau die GesellschaftGemütlichkeit" ihren Mitgliedern und deren Familien. Die von der Gesangsabteilung oorgetragenen Chore wurden beifällig ausgenommen. Im Mittelpunkt des Abends stand ein gut gespielter ZweiakterD du felige Weihnachtszeit", ein Melodienstrauß deutscher Aeihnachtslieder von Marcellus. Auch die Musik­kapelle erntete mit ihren Vorträgen viel Beifall.

)( Cid), 22,Dez. Ein schönes Weihnachtsge­schenk wurde der evangelischen Gemeinde zuteil. Der am 13. Juni verstorbene Kirchenoor- steher, Sattlermeister Heinrich Kult, hatte testa­mentarisch der evangelischen Gemeinde Lich 1000 Mark vermacht und damit eine heute selten ge­wordene Liebe und Treue zu seiner Gemeinde vc» iviesen. Der Betrag wurde jetzt durch Vereinbarung mit den Erben aus 250 Mark aufgewertet. Die Zin­sen kommen nach dem letzten Willen des Cntschla» jenen an Weihnachten, erstmalig im nächsten Jahr, an bedürftige Kranke und Arme zur Verteilung. Dis Stiftung wird in dankbarer Erinnerung an den treuen Mann den NamenHeinrich-Kutt-Stif lung" führen.

# Bellersheim, 23. Dez. Der Jagdpächter Frank ppn Frankfurt a.M. hielt in diesen Tagen in der hiesigen Feldmark eine Treib­jagd ab, bei der 40 Hasen auf der Skvecke blieben.

Kreis Friedberg.

7 Bad - Aauheim 23. D?z. Die hiesige Ern st- Ludwig-Sch ule (Re ovmrealgynma- lium L S. und Oberrealschule) hat sich in ihrer Turnhalle eine geschmackvolle Schulbühne ge­schaffen, die bei drr Weihnachtäseier der Anstalt von Oberstudienbirektor Dr. M o l z mit einer inhaltreichen Ansprache über dir Aufgaben der Bühne geweiht wurde. Die Darbietungen der weiteren Vortragsfolge bewegten sich auf be-

Weihnachtsgeschenke im Ächte des Rechts.

Nicht die alte oft wiederholte Frage »Was schenke ich?", auch nicht das vielfach behandelte GebietWie schenke ich?" ist es, das für den Juristen zur Frage der Weihnachtsgeschenke von Interesse ist. Für ihn handelt es sich darum, die rechtlichen Voraussetzungen und dir Wirkun­gen der Schenkung zu betrachten. Cs klingt viel­leicht etwas paradox, im Zusammenhang mit den Weihnachtsgeschenken von rechtlichen Voraus­setzungen und Wirkungen zu sprechen, überhaupt dabei an derartige Rechksfälle zu denken. Trotz­dem ist dies nicht ganz gleichgültig, denn die meisten Menschen sind nun einmal materialistisch veranlagt. Die Weihnachtsstimmung, die diese Regungen etwas elnbämmt, verfliegt nur zu schnell. Cs ist eine bedauerliche, aber leider nicht ableugbare Tatsache, lmß es nach Weihnachten schon oft zu Auseinandersetzungen gekommen ist, die In nicht seltenen Fällen sogar $u Prozessen geführt haben. In vielen Fällen wird ja aller­dings der Beschenkte das ihm gemachte Geschenk aimehrnen, selbst wenn es nicht vollkommen feinen Wünschen entspricht, ohne von dieser seiner An­sicht etwas zu äußern. Hat er aber überhaupt ein Recht dazu, ein Geschenk aus i gendwelchen -Gründen zu beanstanden? Muß er nicht, da er ja keine Gegenleistung dafür erbracht hat, mit dem zufrieden sein, was ec bekommt?

Grundsätzlich jak Man kann wohl ein Geschenk ab lehnen, wenn man es aber annimmt, so muß man eben mit dem Geschenk zufrieden sein, so wie es ist. Der Schenker hat regelmäßig weder für Mängel im Rocht, noch für physische Mängel der Sache elnzusteheii. Schadensersatzpflichtig kann dagegen der Schenker gemacht werden, wenn er dem Beschenkten in arglistiger Weise einen Rechtsmang l der geschenkten Sache verschweigt. Dasselbe gilt firr das arglistige Verschweigen von Sachmängeln. Trotz allem sind diese Be­stimmungen über die Schenkung für das Weih- nachtsgesckMlk von minderer Bedeutung. Wich­tiger dagegen ist die Fsage. ob etwa aus irgend­welchen Gründen dw Schenker das Recht hat, dis geschenkte Sache wieder zurückzusordern.

Für die Schenkung allgemein bestimmt das B.G.B., daß ein Schenker die geschenkte Sache zurückfordern kann, wenn er nach Vollziehung der Schenkung außerstande ist, snnen standesgemäßen Unterhalt zu befriedigen, oder seine gesetzlichen Unterhaltspflichten zu erfüllen. Weiters in kann eine Schenlung aus verschiedenen Gründen wider­rufen worden, insbesondere, wenn sich der Be­schenkte durch eine schwere Verfehlung gegen, den Schenker oder einen seiner Angehörigem, z. B. eine Mißhandlung desselben oder eine schwere Beleidigung des groben Undanks schul­dig gemacht hat. Allerdings wird neben anderem durch VeMihung und Insbesondere durch den Tod des Beschenkten dieses Recht hinfällig.

Für das Weihnachtsgeschenk wird ma.i aber diese eben genannten Rechtsbestimmungen nicht anwenden können. Bei ihnen handelt es sich nämlich nicht um Schenkungen im allgemeinen

Sinne, sondern um sogenannte Pflicht- oder Anstandsschenkung.n. Solche Schenkungen unter­liegen nicht dem Recht dec Rückforderung und des Widerrufs.

Eine besondere Relle spielen im Rahmen der Weihnachtsgaben die WciinachtsgratriöUion für Angestellte und auch die Weihnachtsgeschenke für das Hauspersonal. Bezüglich der Weih- nachtsgratifi'a ion ist zu fugen, kxrß cs sich hei ihnen mit nur sollen vorkommeirden Ausnahme- sällen, nicht um Schenkungen im rechtlichen Sinne handelt. Die gesetzlichen Bestimmungen über die Schenkung finden deshalb auf diese keine An­wendung. Hinzu kommt, daß die Weihnachts- gcatijifaiion ja stets in Geld und nicht in Sachen besteht.

Anders schon beim Weihnachtsgeschenk der Hausangestellten. Gewiß wird auch hier ost genug zu Weihnachten Geld gegeben. In den meisten Fällen bekommt die Hausangestellte ihr Weihnachtsgeschenk in Gestalt von Sachen. Dür- feix nun diese auch nicht zurückgefordert werden? Die Beantwortung dec Frage ist nicht ganz leicht. Wenn es sich um eine reine Schenkung handelt, darf eine Rückforderung nicht stattfindon. Das Weihnachtsgischenk an die Hausangestellte wird aber von dem 2lrbeitgeber in den seltensten Fäl­len als reine Schenkung aufge, aßt werden. Es handelt sich vielmehr hin.- um eine Zweckschenkung, die gleichzeitig eine Belohnung für geleistete Dienste fein soll und darüber hinaus ein An­sporn und eine Dorausgabe auf dir in der folgen­den Zelt nocb zu leistenden Dirnste. Man wird hier also woyl mit Recht annehmen können, daß eine Rückforderung dor Geschenke nur dann aus­geschlossen ist, wenn die ja allgemein gestellten Voraussetzungen, die der Geber an fein Geschenk knüpft, auch erfüllt werde». Die Hausangestellte, die ulimittolbar nach dem Weihnachtsfest ihren Dienst verlaßt, wird kein Recht auf das volle Weihnachtsgeschenk haben Man wird hier im Hinblick auf den Grundsatz von Treu und Glau­ben vielmehr eine Teilung des Geschenkes ein­treten lassen müssen. Der Teil, der als reines Geschenk und als Anerkennung für die geleisteten Dienste zu betrachten ist, muß ihr verbleiben, den Teil, den die Hausangestellte als Ansporn für die weiteren Dienst« erhalten hat, wird sie §u- rückgebeu mässen. In der Praxis wird diese Teilung allerdings nicht ganz seicht durchzuführen sein, man wird die Entscheidung jeweils nur bei Kenntnis der besonderen Voraussetzungen des einzelnen Falles treffen können. In jedem Falle wird man dabei brachten müssen, daß für hie Rücksorderung allerhöchstens em kleiner Teil der Geschenke in Frage kommen kann. Darüber hin­aus wird man für den Fall der Rückforderung verlangen müssen, daß bei Hingabe der Geschenke an die Hausangestellte sowohl der Schenker wie die Beschenkte sich darüber klar waren, daß es sich nicht um eine reine Schenkung handelt, son­dern, daß sie eben den genannten Zweckbestim­mungen für die Zukunft entsprechen sollte. R. I.

achtlicher Höhe. Has gilt sowohl von den von Oberreallehrer Bechtolsheims r geleiteten Weihnachtschören und den von Frl. Hildegard Molz einfiuMerten Tänzen, als auch von den mit viel Liebs eingeübten scenfschen Aufführun­gen. Der 5. Akt von Goethes ^Iphigenie" wurde trefflich wiedergegeben, und ii recht« Weihnachts­stimmung versetzte das schöne Leaendenfplel ^Chri­stophorus" von Otto Bruder. Die toopIgelungene Feier erntete dankbaren Beifall.

# Wohnbach, 23. Dez. Dieser Tage fand in der hiesigen Feldmark durch die Jagdpächter Philippi von Friedberg eine Treibj agd statt, bei der 63 Hasen erlegt wurden. Die Jagd­ausbeute fiel trotz des guten Hasenbestandes verhältnismäßig gering aus, da das Wild bei der Schneedecke nicht lagerfest ist.

Kreis Büdingen.

11 Büdingen, 23. Dez. In der jüngsten (3 e» meinderatssltzung wurde an erster Stelle über die Einrichtung eines Orts museums ver­handelt. Geh. Rat Dr. Mohr und Gewerbelehrer Rieß waren als Vorstandsmitglieder des Büdin- ger Geschichtsvereins zu der Verhandlung geladen worden. Bürgermeister Hildner machte den Ge» meinberat zunächst mit dem bisher gepflogenen Schriftverkehr in dieser Sache bekannt. Der Staat konnte aus dem KapitelDenkmalpflege" im letzten Jahre leider keine Mittel bereitftellen, da im Kreise Büdingen für Kirchenrenovierungen bedeutend« Summen verbraucht morgen sind. Andrerfe ts kann dis Stadt auf ftaatlid)e Hilfe in diesem Falle schon deshalb nicht verzichten, weil gerade die e Hilfe nicht nur dem fraglichen übrigens unter Denk­malschutz stehenden Bau sondern besonders den reichen Sammlungen des Geschichtsoereins zugute kommen soll. Es handelt sich hier um ein sehr altes, schönes, jetzt verputztes Holzhaus aus dem 15. Jahr­hundert, welches m allernächster Nähe des Rat« Hauses steht und zur Zeit alsHerberge zur Hei­mat" benutzt wird. Dieser Bau soll im Fachwerk freigelegt, ausgebessert bzw. ergänzt und nad) ge­ringfügigen inneren Aendenmgen dem Geschschts- verein für seine Sammlungen zur Verfügung gc» stellt werden. Geh. Rat Mohr legte die Notwen» digkeit dieser Maßnahme und bi« vollständig unge­eignete derzeitige Unterbringung der Sammlungen noch besonders dar und empfahl dem Gcmeinderat, hier Abhilfe zu schaffen, da sonst die provisorisch untergebrachten Sammlungen verlorengehen muf­fen. Gewerbelehrer Ni erläuterte besonders die technischen Möglichkeiten des Projekts und gab über Die Kostenfrage Auskunft. Trotzdem konnte sich der Gemeinderat in dieser Sache noch nicht einigen. Es soll erneut an den Staat Ijerangetreten werden, daß zu den etwa 8000 bis 10 000 Mark betragenden Umbaukosten ein entsprechender Zuschuß gewährt wird. Alsdann soll dem Gemeinderat erneut Vor» läge gemacht und endgültig darüber beschlossen werden. Für die Stadtkaf se wurde die Be­schaffung einer Additionsmaschine bewilligt. Der Kredit soll aus dem genehmigten Mobiliar- beschaffungsfonds entnommen werden. Der Vor- sitzende erstattete sodann Bericht über die am 18. d.M. im Kreisamt stattgehabte Besprechung über denBahnbau Büdingen Operseemyn. Zu den Verhandlungen waren im Kreisamt Vertre» ter der einzelnen Ministerien anwesend. Die Auge« legenheit formte leider nicht sonderlich gefördert werden. Für Sozialrentner, Ortsarme und Erwerbslose wurden Winterbei Hilfen be­willigt. Die Auszahlung fall nach Prüfung der Bedürftigkeit durch die zuständigen Kommissionen in einzelnen Raten, ober in Form von Lebens­mitteln usw. erfolgen.

Nidda, 23. Dez. Studienvat Lauck- Hard, der über te&ni Jahr« bereits dl« hiesige ehemalige Höhere Bürgerschule und nunmehrige Realschule leitet, ist zum Studiendirek­tor ernannt worden. Dieser Tage tarn der 17 Jahve alte Sohn des hiesigen Herbergsver- walters Weber beim Rodeln auf der Straße Nidda--Ranstadt In große Lebensgefahr dadurch, daß er die sehr steile Mzweigung von Wallern­hausen her yerabfuhr. als von Ranstadt ein Auto nahte, das ihn überfahren hätte, wenn er nicht die Geistesgegenwart besessen hätte, sich sofort hinfallen zu lassen. Dabei brach er ein Bein, dessen Heilung längere Zeit in Anspruch nehmen wird-

A Alof« ld, 22- Dez. In dieser Woche wurde in der ganz in der Nähe unseres Dorfes stehenden Jagdhütte, Frankfurter Jagdpächtern gehörig, eingebrochen. Der oder die Diebe, jedenfalls ortskundig, schlugen ein Fenster ein und gelangten so in den Jnnenraum: es wurde ein Anzug und ein Mantel gestohlen. Da auch ein warmes Essen auf dem Feuerherde gekocht wurde, nimmt man an, daß es Fremde, auf der Wanderschaft befind­liche, gewesen sind. ist dies innerhalb kurzer Zeit schon der vierte Einbruch in Jagdhütten un­serer Gegend. Vor einiger Zeit wurde in einem Jagdhaus im Bingenhelmer Walde eingebrochsn und sämtliches Inventar, Betten, Kücheneinrichtung u. a. m. gestohlen.

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

XX Rodheim a. d- Bieber, 23. Dez. Anter- reger Beteiligung auswärtiger Jagdfreunde wurde am Freitag in hiesiger ®«marfung ein großes Treibjagen abgehalten. Das Er­gebnis kam aber nicht hem vorjährigen gleich: es wurden diesmal nur 70 Hasen erlegt.

Kreis Wetzlar.

WSN. Wetzlar, 23. Dez. Das fahrplan­mäßig« P ost a u t o der Strecke Wetzlar -Schwal- bach geriet in Schwalbach auf unaulgeklarte Weise l n B r a n d. Es gelang, die Karosserie zu retten. Der Vorderteil des Wagens mit dem Motor brannte vollständig ans. Personen wur­den nicht verletzt, da der Wagen noch nicht be­setzt war.

XX Kinzenbach, 23. Dez. Nachdem die hiesige Spar«- und Darlehnskasse im vorigen Herbst durch den Tod ihren langjähri­gen ersten Direttor Emil Pfaff verloren hat, mußte nunmehr durch das unerwartete Ableben des Rechners, Maurermeisters LudwigHos- m a n n , zur Neuwahl eines Kassenführers ge­schritten werden. Es waren für diesen Posten drei hiesige Bürger in Vorschlag gebracht: der Schwerkriegsbeschädigte Wilhelm M a d e b a ch erhielt mit 7 Stimmen die Mehrheit und ist somit für dieses Amt gewählt. Aus kleinen Anfängen ist unsere Kaste zu einem gemein­nützigen Institut mit einem Jahresumsatz von über 100 000 Mk. herangeivachsen.

Kreis Marburg.

LPD. M a r b u r g, 23- Dez. 3m Dorfe Wolfs­hausen ereignete sich «in schwerer Auto- Unfall. Der Direktor der Kinderklinik in Mar­burg, Prof. Dr. Freudenberg, und sein Oberarzt befanden sich auf der Fahrt nach3a b» Nauheim. An der Kurve in der Ortschaft stieß der Wagen mit einem aus Gießen kommenden Wagen zusammen. Prof. Dr. Frendenberg und sein Oberarzt wurden schwer verletzt. Der Lenker des anderen Autos blieb unverletzt. Die Verletzten wurden mittels Krankenautos In die Klinik nach Marburg gebracht.

Kreis Biedenkopf.

Q Weidenhausen, 22. Dez. Auch dieses Jahr fand wieder eine Weihnachtsfeier der hiesigen Volksschule im Saale des Gasthauses Buchenauer statt. Wie gewöhnlich, war der große Raum nicht nur bis auf den letzten Platz besetzt, sondern es standen die Besucher nod) in allen Gängen. Nach einer kurzen Ansprache des Haupt­lehrers und dem Gesang der Weihnachtskantate Ihr Kinderlein kommet" begannen die Aufführun­gen mit einem Engelreigen der 1. Klaffe, dem ein mittelalterliches MaricnlieoEia Sufanna" zugrunde lag. Melodie und Reigen ergänzten sich zu einem einheitlichen Ganzen. Es wäre zu wünschen, daß derartige Krippenspiele unserer Ahnen zu Weihnachten wieder öfters aufleben würden, da ge­rade sie den weihnachtlichen Charakter besonders betonen. Darauf folgte das MärchenDie Stern- toler", das die 3. Klasse aufführte. Die kleinen Sternchen mit ihren Lalernchen und dem Vater Mond, der sie in Zucht und Ordnung hält an der Spitze, wirkten sehr hübsch in der dunklen Nacht. Die beiden Hauptrollen lagen in den Händen von Kindern, die für ihr Alter besonders Gutes leisteten. Es schloß sich hieran das StückIn Christbaums Heimat", von Knaben und Mädchen der 1. Klaffe aufgeführt. Auch da trugen wieder sehr hübsche Reigen von Nixen, Elfen und Schstccslockeil 3uv Belebung des Ganzen bei. Den Schluß bildete der Weihnachtszauber" der 2. Klaffe, in deni gekränkte Zwerge einen spottenden Jungen in ihre eigene Ge­stalt verzauberten und erst auf Einspruch des Knechtes Ruprecht wieder erlösten. Die Derzweif- lung des kleinen Jungen mit seiner Riesennase er­regte besondere Heiterkeit und sorgte dafür, daß Scherz und Ernst an dieseni Abend zu ihrem Recht kamen. Mit dem WeihnachtsliedO du Fröhliche" schloß die wohlgelungene Feier, die jedesmal für unser Dorf ein Ereignis bildet.

D Ulkreis.

bl Driedorf, 22. Dez. Samstag früh brach im W a s s e r t u r m auf dem Bahngelanbe Feuer aus, bad in kurzer Zeit den Turm in Schutt und Asche legte. Die Bahn- und Freiw. Feuerwehr lokalisierte den Brand. Der 19 Jahre alte Karl Betz aus dem nohen Arborn verunglückte beim Abladen von Hol- dadurch schwer, daß ihm ein S t a ni m das Rückgrat brach. Man brachte den bed.rnernswerten jun­gen Manu in dir Gießener Klinik, wo er sehe schwer damirderllegt.

Blutiger Kamp? zwischen Vater und Sohn.

Xajfcl, 23. Dez. (WTB.) Der 59 Jahre alte Hauptwachtmeistcr Rau von der hieslgeti Schutzpolizei muhte heute nacht feinen eigenen 20jährigen Sohn, der sich mit gleichgesinn­ten Freunden zu einem gefährlichen Boden- und Kellereinbrecher' ausgebildet hatte, gelegentlich einer neuen Straftat [e ft nefjmen. Rau legte feinem Sohn Handschellen an, dis der junge Mann indessen auf dec Straße ab» riß, um flch wütend auf seinen Vater z u werfen und ihn nlederzuschla- gern Der Hauptwachtmeister zog seinen Dienst' revolper und feuerte zwei Schüsse ab, pou denen der eine den Sohn in die Brust traf, so daß er schwer verletzt zusammen- brach. Der jugendliche Einbrecher wurde dem Landeskraukeichaus in Kassel zugesührt.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde».

Dienstag, den 25. Dezember. 1. Weihnachtsseiertag.

Stadlnrche. 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr; Belchls und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde: 5: Pfarrer Becker. Dohanneskirche. 9.30: Pfarrer Bechtolsheimer; 5: Pfarrer Lenz. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz. Elifaöeih- Kleinkinderfmule. 9.45: Pfarrer Ausfeld. Klem- Linden. 10: Hauptgottesoienst; 11: Kindergottes- dienst; 1.30: Mittagsgottesbienst. Wiesen. 10: (Frauenchor): Opfer für die Heidenmijsion; 5.30: Chrjftvesper (Schülerchor). Alten-Bufeä. 10: Ber­einigte Möunergesangvercine und Frauenchor; 6: Chor der Obertiass?. Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: Feier deo hl. Abendmahls für die jungen Män­ner und Frauen von Staufenberg; Kollekte für die Mission: 4: Liturgischer Weihnachtsgoltes- dienst (Mitwirkung des Mannergesangvereins Rut­tershausen); Missionskollekte. Hausen-Sacbenleich. 10.30: Hausen (Kirchengesangverein); 1: Garden- teich. Watzenborn-Steinberg. 1: Hauptgottesdienst (Kirchenchor); Opfer für die Heidenmission; 4: Weih­nachtsfeier der Kinderkirche. Lich. Mitwirkung des Posauenchors und der Chorschule. 10: Stiftsdechant Kahn; 2: Stiftspfarrer Lic. Sdjorlemmer; 5: Weih­nachtsfeier der Kinderkirche. Im Anschluß daran Beichte. (In allen Gottesdiensten Kollekte für die Kinderkirche.)

Mittwoch, den 26. Dezember. 2. Weihnachtsfeiertag.

Stadliird)e. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; 5: Missionar Schlqudraff. Zohanneskirche. 9.30: Pfarrer Aus» feld; Beichte und Hf. Abendmahl für Lukas- und Johcmnesgemeinku; 5: Pfarrer Bechtolsheimer. Kapelle des Alten Fciebyofs. 9.30: Pfarrer Müller. Llisabelh-Klelnkinberfa:ule. 9.45: Pfarrer Bcch» tolsheimer. Klein (inden. 1.30: Hauptgottesdienst. wiefeck. 10; Opfer für den Kleinkinderschulfonbs. Allen-Vuseck. 10: Alten-Buseck; Chor der zweiten Klasse; 6: Trohe. Kirchberg. 10: Kirchberg; 4: Weihnachts-Kindergottesdienst. Hausen-Garben- lelch. 10: Garbenteich; 1: Hausen. Watzenborn- Steinberg. 10.30: Predigt. Lich. Mitwirkung dec Chorschule. 10: Stiftsdechant Kahn; h«. Abendmahl; 2: St.ftspsarrer Lic. Schorlemmer. (In beiden Got­tesdiensten Kollekte für die Kinderkirche.)

katholische Gemciude».

Montag, den 24. Dezember.

Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte.

Dienstag, den 25. Dezember. Weihnachtsfest.

Gießen. 5 Uhr: Chriftmette; 5: Beichte; 6 und r. Messe; 8: Kommunion: 9: Hochamt mit Predigt: 11: Meße mit Predigt; 4.30: Beichte; 5: Vesper mit Segen; 7: Beichte. Grünberg. 9.30: Meße mit Predigt. Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. Laubach. 10: Messe mit Predigt. Lich. 6: Christ- mette. Nidda. 5; Christmette; 8.30: Hochamt. Schotten. 10.30; Hochamt.

Mittwoch, den 26. Dezember. Fest des hl. Stephanus-

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; 8: Kom­munion: 9: Hod)ami; 11: Messe: 4 30: Beichte; 5; Festandacht mit Segen; 7: Beichte, 8: Weih' nachtsspiel. Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. Hungen. 8: Hochamt. Laubach. 10: Hochamt. Lich. 10: Hochamt. Nidda. 8.30: Hochamt. Echzell. 11; Hochamt.

Lonnia^Sdiciist >. 'l-riteu.2lpotbeken am20.lL28 Dr. Genre. Dr- Sleinreil'. Hirschapoibeke,

Zahnarzt: Dr. Gonter.D

Am 26. Dezember (2. Feier agtt Dr. Klewih. Dr. Meyerhofs. Engelapotheke.

Zahnarzt: Dr. Haubach.