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Kaffee, Torte. Kuchen, Eis und viele Zigarren und Zigaretten verabfolgt.

Die Stadt Gießen hatte eine Einnahme an Vergnügungssteuer von 4086,71 Ml.. Vie S krähend ahn eine Mehreinnahme gegen­über dem normalen Betrieb von 16 389, Ml. Die Zahl dem Fremden, die infolge der Ver­anstaltungen in der DolkShalle nach Diesten ge­kommen sind, ist mit 50 000 nicht äu hoch an­genommen . Rechnet man. dast jeder Fremde einen Betrag von 2 Mk. durchschnittlich ver­braucht hat. so ergibt sich hier eine Summe von 100 000 Ml., die nicht unwesentlich zur Hebung der Wirtschaft unserer Stadt beiträgt.

Von dem bei der Stadt Gießen aufgenom­menen Darlehen für den weiteren Ausbau der Halle in Höhe von 75 000 Mk. sind rund 56 500 Mk. für Verputz arbeiten, Anstrich, die Beschaffung von Pendeltüren, ein grobes Tor, Oberlichtvorhänge, Beleuchtungsanlage ufto. ver­ausgabt. so daß von dem Darlehen noch rund 18 500 Mk. zur Verfügung stehen. Die Fertig­stellung des Anstrichs, die Glaserarbriten, die Erstellung von Garderoberäumen, sowie die Hei­zungsanlage sind vorläufig zurückgcstellt. Letz- fere insbesondere deshalb, um erst die Erfahrung lennenzulernen, die andere Städte mit gleich groben Baulichkeiten hinsichtlich der Beheizungs­anlage gemacht haben. Hm jedoch die Halle auch für Veranstaltungen im Winter benutzen zu formen und hierdurch rentabler zu gestalten, ist der Einbau einer H e i xu n g s a n l a g e vor allen Dingen ins Auge zu fassen.

Aeußerlich hat die Halle insofern eine Ver­besserung erfahren, als die beiden Haupteingänge mit Gailschen Plättchen belegt worden sind. Die Plättchen find von Herrn D r. Gail in liebens­würdiger Weile zum gröstten Teil dem Volks­halleverein gestiftet worden, wodurch der Ver­ein eine bedeutende Ersparnis erzielt yai.

Das Gelände vor der Halle ist im Ge­schäftsjahr mit zwei groben Grünanlagen mit Blumenbeeten und ferner mit einem betonierten Springbrunnen versehen worden. Die Herstet- lungskosten, die sich auf über 6000 Mk. belaufen, sind auf Kosten der Gewerbeausstellung verrechnet. Der Verein hat somit ohne eigene Ausgaben eine Anlage erhalten, die bei groben Festlichkeiten eine besondere Zierde darstellt.

Im Laufe dieses Jahres sind bis jetzt zur Abhaltung gekommen: Veranstaltung des Herrn Reutzel, 7. und 8. Januar. Versammlung des Hess. Landbundes, 10. April. Konzert des Ar- beiter-Kultur-Kartells, 29. April. Mandolinen- wettstreit, 5. und 6. Mai.

Ferner finden statt: 3. 3uni, Kinderfest des Roten Kreuzes. 10. Jubiläumstagung der Ober- hessischen Pilgermissivn. Ein Konzert des Kon­zertvereins. 1. September, Landeskolonnentag der Sanitäter. 8. und 9. September, Stiftungsfest derHeiterkeit". Weiter beabsichtigt ein hie­siges grobes Damenkanfektionshaus die Abhal­tung einer groben Modeschau.

Aus den vielen Veranstaltungen ergibt sich, dah die Dolkshalle eine Rotwendigkeit für die Stadt Gießen ist und große Veran­staltungen nicht zur Abhaltung kommen könnten, ohne hohe Kosten für Ausstellung von Zelten. Verschiedene Vereine planen, die Volkshalle zur Abhaltung von Maskenbällen im Winter zu mieten. Ohne Einbau einer Heizungsanlage läßt sich die» jedoch nicht verwirklichen.

Hm recht vielen Vereinen usw. die Mdglich- keit zur Pachtung der Halle für Veranstaltungen zu geben, hat der Vorstand den Pachtpreis . ganz erheblich herabgesetzt. Ferner be­müht sich der Vorstand fortgesetzt bei der Stadt l um weiHehendstes Entgegenkommen hinsichtlich der Erhebung der Vergnügungssteuer. Sache der I Vertreter der einzelnen Vereine ist eS leboch, bei Tagungen usw. möglichst dafür einzutreten, '» daß Gießen mehr als seither zur Ab­haltung von Veranstaltungen usw. bestimmt wird, zum Wohle seiner gesamten Einwohnerschaft.

Oer Rechnungsabschluß für 1927 mit einem Heberfchuß von etwa 9000 Mark konnte auch für dieses Geschäftsjahr wieder den Ausgleich der Rechnung bringen. Gegen den Geschäftsbericht und den Rechnungsabschluß wurden keine Einwendungen erhoben. Zu Rech- mmgsprüfern für das Geschäftsjahr 1928 wählte man Bankdirektor M a ttern und Stadtv. Schwieder.

Die Auslosung von Anteilscheinen, bei der satzungsgemäß 50 Anteile zur Rückz ah- htng ausgelost wurden, und einige Mitteilungen des Vorstandes, die den nachstehenden Ausfüh­rungen zugrunde liegen, beschlossen die Ver­sammlung.

DieVollShallevoniy25bfsi928

Aus einer Uebersicht über die Ergeb­nisse des Dolkshallebetriebes in der Zeit vom 1. Juli 1925 bis 30. Juni 1928 ist er- sichtlich, daß die Nettoeinnahme des Volks­halle-Vereins in dielen drei Jahren sich auf 61694,07 Mark beläuft. Davon entfallen auf die Zeit vom 1. Juli 1925 bis 30. Juni 1926 insgesamt 22 916,45 Mark, auf das folgende Geschäftsjahr vom l.Juli 1926 bis 30. Juni 1927 zusammen 33 762,05 Mark, auf das anschließende dritte Jahr vom 1. Juli 1927 bis 30. Juni 1928 aber nur 5015,57 Mark. Man ersieht hieraus, daß die bei­den ersten Jahre des Volkshallebetriebes mit den zahlreichen großen Veranstaltungen das jüngste Jahr ohne besondere Ereignisse in der Volkshalle überragen.

Durch den Volkshallebetrieb erzielte die Stadt eine Einnahme an Vergnügungssteuer in Höhe von 8356,95 Mark, wovon 2334,64 Mark auf das erste Jahr, 5674,56 Mart auf das zweite Jahr und nur 347,75 Mark auf das dritte Jahr ent­fallen.

Die M e h r e i n n a h m e der ft ädt. Straßen- bahn durch die Veranstaltungen in der Dolks­halle beläuft sich auf 51871 Mark, wovon 26 605 Mark auf das erste Jahr, 22 872 Mark auf das zweite Jahr und 2394 Mark auf das dritte Jahr entfallen. Wenn man von dieser Mehreinnahme der Straßenbahn die Aufwendungen für Löhne und Strom mit 12 086 Mark und für den Bau der Gleisschleife bei der Volkshalle mit 1974 Mark ab« setzt, so verbleibt der Straßenbahn allein aus dem Volkshallebetrieb eine Nettomehreinnahme von 37 811 Mark. Diese Summe und der oben er­wähnte Ertrag an Vergnügungssteuer zusammen bedeuten also für die Stadt eine Nettoge­samt e i n n a h m e in den drei Jahren des Volks­hallebetriebs von 46167,95 Mark, oder jährlich 15 389,32 Marl.

Die Zahl der Fremden, die durch Ver­anstaltungen in der Dolkshalle zum Desuche unserer Stadt veranlaßt wu. dm, wird nach vor­sichtigen Schätzungen auf Grund bestimmter Unterlaßen für die drei Jahre Dolkshallebetrieb auf rund 121 000 beziffert. Davon entfallen auf das erste Jahr der Volkshalle 50 900 Fremde, auf das zweite Jahr 62 100, auf das dritte Jahr aber nyr 8000. Die Leitung der Dolkshalle hat in außerordentlich bescheidener Weise rechnerisch angenommen, daß jeder dieser Fremden nur 1 Mk. in unserer Stadt ausgegeben habe, und sie ist dabei auf die Summe von 121 000 Mk. gekommen, die durch diesen Fremdcnbesuch der heimischen Wirtschaft zugeflvssen sei. Wir glau­ben aber nicht fehl zu gehen, wenn wir den Durchschnittssatz dieser Geldausgaben der be­suchenden Fremden auf mindestens das Doppelte amiehmen, so daß wir in runder Rechnung auf die sicherlich sehr beachtenswerte Summe von einer Viertelmillion Mark fämen, die mittels der Dolkshalle in unsere Wirtschaft her- eingeholt werden formte. Wenn man sich dabei noch vergegenwärtigt, daß auch die Rettoein- nähme Dvlkshallevereins für den weiteren Ausbau der Halle nahezu völlig verwendet und der Ausbau von einheimischen Geschäften durch­geführt wurde, so kann man sicherlich mit gutem Grund behaupten, daß die Schaffung der Dolks­halle für unsere Stadt keine unnötige Sache war. sondern einer Rotwendigkeit ent­sprach und außerdem die Halle einen sehr produktiven Faktor in unserer Gießener Derlehrswerbung darstellt.

Man kann nur hoffen und wünschen, daß alle Kreise der Bürgerschaft, entsprechend der Auf­forderung des Dolkshallevorstandes im letzten Absatz fernes vorsteherrden Geschäftsberichtes, nach Kräften dazu Beiträgen, daß die Dolkshalle all­jährlich recht häufig benutzt wird.

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

G r ü n b e r g . 23. Mai. Rachdem in den letzten Jahren verschiedene Schulen der Um­gegend die Reichsjugendwettkämpfe für sich abgehalten hatten, wurden sie im vergange­nen Jahr zum erstenmal hier gemeinsam ab­getragen. Auch in diesem Sommer ist beab­sichtigt, nach den hierzu erlassenen Bestimmungen die Reichsjugendwettkämpfe wieder gemeinsam hier stattfinden zu lassen.

* Lang-Göns, 23. Mai. Unsere Spar« und Sei b taffe hat in letzter Zeit schöne Er­folge zu verzeichnen. Die Zahl der Mitglieder, die auf vierzig gesunken war, Hal sich bei der beschränk­ten Haftpflicht mehr als verdoppelt. Die Sparein­lagen sind im ersten Jahresdrittel 1928 von 40 000 Mark auf 60 000 Mark gestiegen. Bei dem monat­lichen Sparkartenverkauf dürfte die Beteiligung noch etwas reger sein. Die früheren Spareinlagen werden in derselben Weife ausgewcrtet wie bei den anderen Sparkassen. Laut Beschluß des Vorstandes und Aufsichtsrates sollen den Einlegern noch in diesem Jahre 10 v. H. gutgeschrieben werden. Der Rest wird etwas spater dazukommen.

K cis Friedberg.

OO Nieder-Flor ft adt, 23. Mai. Die Pflasterungder Straße nach Fried­berg ist nun bis zum Assenheimer Kreuz durch­geführt. Bis Pfingsten hofft man. die ganze Strecke bis zum Offenheimer Wäldchen fertig- gestellt zu haben. Dann ist bis auf eine kleine Strecke an der Wetterbrücke die ganze Straße neu gepflastert. Der Umbau der Wetter­brücke bietet kein Verkehrshindernis, da die Rotbrücke genügend Tragfähigkeit auch für schwere Autos hat. Die zeitraubenden Umleitungen des Zweckverbandes, Die auch höhere Betriebskosten erfordern, werden in absehbarer Zeit nicht mehr nötig sein. Die schöne Fahrbahn dürfte die laufen­den Betriebskosten wesentlich verringern und vor allen Dingen große Ersparnisse an Reparaturen bringen. Die Walzarbeiten an der Straße nach Staden haben begonnen, an­schließend wird auch diese Straße noch ge­klaftert. Die Straße nach Reichels­heim, die noch nicht lange gebaut ist, wird verstärkt, da die Decke für den Verkehr nicht genügte. Seither durften Autos hier nicht fahren, und auch nach der Instandsetzung. die durchgeführt ist, soll die Zulassung von Autos erst nach Prüfung der Tragfähigkeit erfolgen.

Kreis Schotte«.

1 Gedern, 23. Mai. Auf bisher unaufgeklärte Weife entlud sich auf dem Prämiierungsmarkt ein Tefching des Schießbudenbefit- z e r s. Die Kugel drang einem 17jährigen Burschen aus Kaulstoß in Die rechte Lun­genspitze Der herbeigerufene Arzt Dr. Dach verbrachte den Dewuhtlosen infl hiesige Kranken­haus. Es besteht Lebensgefahr. Für die Schulen des Dezirks Gedern fanden heute im DergwirtShaus drei Kinovor - führungcn durch die K u l t u r f i l rn st e l l e des Kreisschulamtes Schotten statt. Im ersten Film wurden den Zuschauern die Schönheiten des Riescngeoirgcs sowohl im Som­mer, als auch im Winter vor Augen geführt. Der in dem oberhessischen Städtchen Schlitz aufgenommene FilmTischlein deck dich. Esel streck dich. Knüppel aus dem Sack" veranschau­lichte das gleichnamige Grimmsche Märchen in ganz vortrefflicher Weise und erweckte ebenso wie der humoristische Film'Ser Kater und der Schwertfisch" viel Freude. Für Erwachsene fand abends dieselbe Dorstellung statt.

Gedern, 23. Mai. Mit dem P r ä m i i e « rungsmarkt war eine Dersteigerung von Fleckvieh- und Dvgelsbergcr- Dullen verbunden. Es wurden folgende Resul­tate erzielt: A. Dogelsberger Rasse: Züchter Altbürgermeister Deubel, Rudings­hain, für 800 Mk. an Gemeinde Wohnfeld: Züchter Ed. Lingner, Wingershausen, für 710 Mark an Gemeinde Hartershausen: Züchter Hch. Ehr ist 4., Eschenrod, für 680 Mk. an Gemeinde Wingershausen. B. Fleckvieh-Rasse: Züchter Tob. Wilh. Schmidt. Gambach, für 830 Mk. an Gemeinde Rieder-Seemen. Züchter Hch. Reichert, Illnhausen, für 750 Mk. an Gemeinde Wohnbach: Züchter Konr. Döllcr4., Angersbach, für 670 Mk. an Gemeinde Steinberg: Züchter Aug. Theis, Stockhausen, für 650 Mk. an Gemeinde Spielberg. Züchter K. Döller4, Angersbach, für 660 Mk. an Gemeinde Fisch­born ; Züchter Johs. Herchenrödcr, We­nings, für 600 Mk. an Gemeinde Echzell. Ferner kauften noch die Gemeinden Hartmamishain und Kaulstoß je einen Dullen.

-+ Ober-Schmitten. 23. Mai. Die Staf­fe! s ch e Papierfabrik ist feit Montag wie- der im Gange. Dorläufig sind etwa vierzig Arbeiter beschäftigt, von denen ein kleiner Teil aus anderen Betrieben zurückgekehrt ist. Man beschränkt sich einstweilen auf die rein maschinen­mäßige Herstellung des Papiers. Die Weiter­verarbeitung wird in dem Hauptbetrieb in Witzenhausen bei Kassel vorgenommen. Doch hofft man, daß diese Maßnahme nur eine t»or- übergehende ist und her Betrieb baldigst voll aufgenommen wird. Die Gtaffelsche Papier­industrie ist hier das älteste Unternehmen dieser Art. Die erste Papiermühle art gleicher Stelle wurde vor fast 300 Jahren ein­gerichtet. Sie verdrängte den Eisenham­mer, der seine Eisensteine von Eteinbrüchen unweit des Hosgutes Graß bei Inheiden herbeiholen muhte. Die Unsicherhett deS Dreißig- jährigen Krieges lähmte jedenfalls den Betrieb und versetzte ihm den Todesstoß. Während er 1629 noch als Unternehmen verzeichnet ist, finden wir vier Jahre später schon eine Papiermühle an seiner Stelle, wie aus Aufzeichnungen deS Ribdaer Kirchenbuches hervorgeht. Das Papier hatte das Eisen verdrängt, daS zwei Dörfern den Ramen gab. Allzulange scheint aber das junge Unternehmen den Stürmen des Krieges, die gerade am südlichen Fuß deS Dvgelsbergs äußerst heftig tobten, nicht getrotzt zu haben. 1648 wird es nicht mehr genannt, wie auch von zweiund- dreißig Familien des Dorfes zu Kriegsbegirrn nur acht am Ende übrig geblieben. Erst 1683 taucht die Papiermühle, die im Besitz des Hess. Landgrafen ist. wieder aus der Derfunkcnheit auf. Sie wird erstmalig verpachtet und wechselt in der Folge häufig die Pächter. 1802 geht sie zum Preise von 7500 Gulden in Privatbesih über. Seit 1891 sind die Gebrüder Staffel -W i h e n- Hausen Inhaber 6er Fabrik.

Gonterskirchen, 23. Mai. Ende der vorigen Woche kamen hier zwei Wagen Zi- neuner an. Sie stammen aus Flensburg in Holstein und handeln mit Musikinstrumenten (©ei­gen, Guitarren, Mandolinen usw.). Auch Bären- führ er aus der Slowakei kamen in der letz- ten Zeit durch unser Dorf.

Kreis Alsfeld.

r. Ober-Ohmen, 23. Mai. Die Zigeu­nerplage der letzten Jahre ist durch daS Dorgehen der Polizei endlich behoben. Statt dessen machen sich in letzter Zeit, in kurzen Ab­ständen von wenigen Tagen, ganze Bären­führer t r u pp s, oft mit 5 bis 10 Bären, bemerkbar. Dabei ist es interessant, festzustellen, daß sich eine große Anzahl Zigeuner unter diesen Leuten besindet. Wenn hierbei auch jeden­falls nur die ärmeren Zigeuner in Frage kom­men, so ist es doch beinerkenöwert, wie diese Wandervögel die Gesetze umgehen, ihre Bären quälen und die Bevölkerung bcläftigen. Es wäre an der Zeit, hier einmal nach dem Rechten zu sehen, denn solche Tierquälerei und Fechterei ge­hört verboten. In letzter Zeit nehmen hier Die Wildkatzen wieder stark zu. Heberall sieht man diese Tiere durch die Felder schleichen und Hasen, Rebhühnern und sonstigen Sing- und Rutzvögeln nachstcllen. So schädigen sie Jagd und Tierwelt, Erscheinungen, denen der Jäger meist ohnmächtig gegenübersteht. Unsere Diehzucht krankt schon jahrelang an ansteckendem Scheidc- katarrh und liegt durch deren Erscheinungen

völlig darnieder. Alle DorbeugungS- und De- kämpsungsmaßnahmen blieben bislang ohne Er­folg. Die Gemeinde hat auf diese Weise schon ungeheure Schädigungen erlitten. Dem Motorradhändler Kratz von hier wurde, als er Montagabend zwischen 10 und 11 Uhr sein Motorrad vor einem Hause abftellte. bas Motorrad gestohlen. Don dem Täter sehlt bislang jede Spur.

-Kreis Lauterbach.

_ & Lauterbach, 23. Mai. In der gestrigen Sitzung bc? Stodtvorstandes wurde das neue ©emeinbcratsmilglicb, Steuerinspektor Franz Metzger, in sein Amt eingefuhrt und verpslich- tet Sodann wurde die Umwandlung der vorläufigen Gemeindesteuern von 1925, 1926 und 1927 in endgültige Steuern beschlossen. hierauf beschäftigte man sich mit einem Gesuch der Mitteldeutschen H a r t ft c i n i n b u ft r i c um Ermäßigung der Pacht für den Bil­stein b r u ch. Die Firma erklärt in ihrem Antrag, daß es ihr unmöglich fei, in Zukunft die garantierte Summe aufzubringen, da die Ausbeutung des Bruches bedeutend nachgelassen bet-t.jinb dieser nicht mehr so ergiebig wie früher sei. Weiter betont die Firma, daß man diese Verhältnisse bei Ab­schluß des Vertrages nicht habe ooraussehen können. Sie beantragt, die Pacht in Zukunft noch der Produktion festzusetzen. Wie der Vorsitzende, Bürgermeister Walz, hierzu bemerkte, ist der Bruch noch genau so ergiebig, wie zur Zeit des Vertragsabschlusses. Dem Antrag des Bürgermei­sters entsprechend beschloß der Stadtvorstand, das Gesuch der Firma abzulehnen. Die Er­öffnung der Freibadeanstalt war ur- sprünglich für den 10. Juni vorgesehen Da mehrere Vereine sich jedoch an diesem Tage für auswärtige Festlichkeiten feftgelegt haben, ist die Verlegung der Einweihung auf den 17. Juni erforderlich geworden. Der Stadtvorstand ist hiermit einverstanden. Die von der Finanz- und Baukommifsion vorgeschlu- genen Babepreise würben genehmigt und die Bade­zeiten feftgelegt. Weiter wurde beschlossen, für die ses Jahr den Monteur Wilhelm M e i n h o l z pro- visorisch als Badewärter einzuftellen und die Bade- anstatt, sowie die Tätigkeit des Wärters zur Haft- Pflichtversicherung anzumelden. Schließlich wurde u a. noch beschlossen, von den von der Provinz vorgesehenen und bereits begonnenen Klein- pfla ft erarbeiten an der Eent den auf die Stabt entfallenden Kostenanteil in Höhe von etwa 2500 Mk. auf die Stadtkasse zu über­nehmen.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Leligionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Freitag, 25. Mai, und Sams­tag, 26. Mai: Wochenfeft. Freitag, Vorabend 7.45 Uhr: morgen» 8.30; Predigt. Samstag, Vorabend 7.45; morgens 8.30; abends 8.35 und 9.15.

Ifraelilifche Religionsgefcllfdjaft. Freitag, 25. Mai, und Samstag, 26. Mai. Wochenfcst. 1. Tag: Bor- abend 8.15 Uhr; vormittags 8; Predigt. 2. log: Vorabend 7.40; vormittags 8; nachmittags 4.30; Festesausgang 9.15. Wochengottesdienft. morgens 6.15; abends 7.15.

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