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Bulgarien drahtlich
.nf belegt am m geantwortet.
La Luz einAedrungen ist und sich her Gold- und Warenvorräte sowie des Viehbestandes bemächtigt hat. Gr hat ferner die Bergwerksangestellten mit sich fortgeführt. Es sind amerikanische Seeleute zu seiner Verfolgung entsandt worden.
Reichspräsident von Hindenburg batte dem König Doris von Bulgarien seine aufrichtige Teilnahme anläßlich des neuten Erdbebenunglücks in Bulgarien brat zum Ausdruck gebracht. Der König hat darauf heute in einem in warmen Worten gehaltenen
Ablehnung -es Savellfilms in den Vereinigten Staaten?
N e u y o r k, 23. pril. (WB ) Der britische Hetz- film „D a rv n", der die Erschießung der britischen Krankenpflegerin C a o e l l behandelt, ist von allen Kinotheatern der Bereinigten Staaten, die unter der Direktion Loews stehen, zurückgewiesen worden, da er nicht zu den Filmen zu zählen sei, die das Publikum zu sehen wünscht.
Keudell und die Kommunisten
Vor einer Aktion im Lleberwachungsausschuß des Reichstags.
Raubkrieg in Nicaragua.
R e u y o r k, 23. April. (WB ) Die Eigentümer des GoldbergwerkS La 2u$ in Ricaraguo haben ein Telegramm nach Reuvork gerichtet, in dem mitgcteilt wirb, daß der Führer der Aul- ständischen in Ricaraguo Canbino in
Oer Polarflug.
Neue Pläne Witkins zu einem Klug über den Südpol.
R e u h o r k, 23. April. (Tel.) lieber den Polarflug von Darrow in Alaska nach Green Harbour Svalbarb über eine Entfernung von 3400 Kilometer gibt Kapitän George Witkins folgende Einzelheiten: Wir stießen schon beim Abflug infolge der starken Belastung des Flugzeuges auf Schwierigkeiten. Dreimal brachen die Metatlkufen des Apparates, bis eS endlich gelang auf der 1300 Meter langen Abflugbahn einen guten Start zu bekommen. Während der ersten 750 Kilometer des Fluges war das Wetter günstig. Dann kam Rebel auf und entzog das Land für 150 Kilometer unseren Augen. Rachdem der Rebel überwunden war, flogen wir über offenem Wasser bzw. kleineren und größeren Eisspalten, die klar erkennen liehen, daß nirgends Land vorhanden war. Es waren dies ©egenben, die vorher noch von keinem menschlichen Auge erblickt worden waren. Die flate Sicht hielt bis ungefähr 350 Kilometer an. Dann durchflogen wir wieder eine dichte Wolkendecke und waren ganz auf unsere Instrumente angewiesen. Der Brennstoff hatte inzwischen bedenklich abgenommen, zudem verhin- oerte ein starker Schneesturm jede Sicht. Trotzdem gelang eS Eylson, eine glatte Zwischenlandung vorzunehmen, 5 Tage später flogen wir wieder ab. Die Schwierigkellen beim Start waren wieder sehr groß.
WilkinS wird, wie verlautet, in der Lage fein, Green Harbour bereits in den nächsten . Togen zu verlassen. Er hofft, Oslo in einer Woche zu erreichen. DaS Flugzeug wurde bei - bet Landung beschädigt, doch bereiten die Repa* ' raturen, wie sich nun yerausstellt, keine Schwierigkeiten. Der Leiter der Firma, die das Flugzeug Kapitän Wilkins herstellte, All Lock* yemd, gab nach Berichten aus Los Angeles bekannt, daß Kapitän Wilkins bei nächster Gelegenheit einen Flug über den Südpol unternehmen wolle. Die Pläne für dieses Unter- nehmen seien bereits soweit fortgeschritten, daß die Rückkehr Kapitän Wilkins nach den Vereinigten Staaten innerhalb fünf Wochen unbedingt notwendig fei. Der Flug werde vielleicht bereite im Herbst durchgeführt werden. Da auch Commander Byrd sich auf einen Flug nach dem Südpol vorbereitet, wird die Absicht Wilkins lebhaft besprochen.
Zihmaurice wieder auf (Sreenly Island
R e u y o r k, 23. April. (Ml.) Die aus Greeuly 3slanb gemeldet wird, ist dort heute nachmittag dos Bordflugzeug, dos unter valchens Führung Duke Schiller und Fihmaurice nach Greenland Zsland mit Erfahteileu und Betriebsstoff zurückbringt, glatt gelandet.
E» wird erwartet, daß die »Bremen" Dienstag in den frühen Morgenstunden GreenlyZslond' o e r l o f f e n wird. Vie Flieger werden die Rocht in Cafe 5 L Agnes verbringen und dann, von anderen Flugzeugen begleitet, nach Reuyork weiterfliegen.
Oie et Gotthard Affäre.
Die Erhebungen
der BoltSbundjachvcrständigen.
Genf, 23. April. (WTB.) Die beiden Rü- stungSsachverständi^.en, der Schwede K j e l l m a n und der Engländer Sherman, die am SamS- tag mit den sie begleitenden Beamten deS Völker* bund:se.relar a es von St. Gotthard n a ch G e n f zurückgekehrt find, halten sich die nächsten Tage noch hier aus, um den Bericht fertig, zustellen. Das Dölkerbundssekretariat hat noch keine Mitteilung über daS Sraebnis dieser Reife abgegeben. Gegenüber gewissen ausländischen Meldungen über die Tätigkeit der Sachverständigen und ihr Ergebnis erscheint es angezeigt, an den Auftrag zu erinnern, den das Dreierkomitee ihnen mitgegeben hatte, der dahin lautete eine Bestandsaufnahme des Materials zu machen und darüber, wie über feinen jetzt- gen Zustand zu berichten. Zweifellos haben sich die Sachverständigen daraus beschränkt, diesen Auftrag auszuführen.
einmal von einer moralischen Mitoerant» Wartung der Reichswehr gesprochen hat
Auch diesmal mtejcr joMe Die gleite Taktik verfolgt werden, sie hat aber doch sehr stark Schiffbruch erlitten. Die Zeugenaussagen der Reichsweyrofsi'iere stehen in einem so fchtofken Widerspruch zu den eidlichen Bekundungen der Freikorps und ihrer Kreise, daß der Ausgleich eigentlich nur noch durch juristische Deduktionen zu finden ist Gewiß mag es richtig fein, daß formalrechtlich für die Reichswehr eine schwarze Truppe nickt existiert hat. Tatsächlich aber hat sie doch mit ihr gearbeitet, muhte auch mit ihr arbeiten. Es wird ja jetzt von den Zeugen offen zugegeben, daß im Frühjahr 1920 sehr stark mit einem polnischen Ueberfalt an unserer Ostfront gerechnet wurde und daß dagegen Vorbereitungen getroffen werden muhten, bte bei der zahlenmäßigen Bindung unserer Reichswehr nur durch schwarze Formationen möglich waren. Wenn das aber richtig ist, dann waren die Freikorps subjektiv doch in dem Glauben, daß sie Soldaten seien und daß sie als Soldaten handeln, daß sie alfo unter Kriegsrecht standen und nach Kriegsrecht vorgehen mußten, weil jeder Verrat ihnen und der deutschen Sache schadete. Es würde, um unter das traurige Kapitel jener Jahre einen Schlußstrich zu ziehen, geradezu befreiend wirken, wenn auch bie Reichswehr jetzt den Teil der Verantwortung auf sich nehmen wollte, der sie tatsächlich trifft.
WaS den ersten Fall anbelangt, so ist großes Gewicht darauf zu legen, daß der Ausschuß von der Verfassung zur Wahrung, nicht aber zur Wahmkh-nung der Rechte der Volksvertretung befugt ist. Er kann also sich nicht etwa an die Stelle des Parlaments setzen, sondern er kann nur eingreifen, wenn ein Etatsrecht der Volksvertretung verletzt wird. 3m vorliegenden Falle ist ein Parlamentsrecht durch den Reichsinnenminister sicher nicht verletzt worden.
Wie man auch über den Schritt des Ministers v. Keudell denken mag. so steht doch fest, daß der Reichsinnenminister im Bereiche der Exekutive geblieben ist und im Rahmen seiner Ressortrechte gehandelt hat. Es entsteht also von vornherein die Frage, ob der Linkersuchungsausschuh das Recht hat. den Reichsinnenminister zur Rechenschaft zu ziehen. Wan muß abwarten, was von dem Ausschuß unternommen wird. Sollte das Ersuchen um AuS* kunftserteilung an den Reichsinnen- minister gerichtet werden, so würde der Minister v. Keudell zu entscheiden haben, wie er sich dazu verhalten will. Rach dem Standpunkte, den er bisher vertreten hat. läßt sich voraussehen, daß er ein Eingriffsrecht des älntersuchungsausschusses nicht anerkennen wird. Es erhebt sich weiter die Frage, ob der äleberwachungsausschuh etwa ein Mißtrauensvotum beschließen kann. Diese Frage muh verneint werden, da ihm ein derartiges Parlamentsrecht durch die Verfassung nicht übertragen worden ist. Faßt der Ausschuß eine Entschließung, so ist das Kabinett oder ein einzelner Minister nicht verpflichtet, sich nach dieser Willenskundgebung zu richten?
Man darf also gespannt fein darauf, wie diese Sache ausgehen wird, und das um so mehr, als die kommunistischen Mitglieder des Ueberwachungsausschusses bei dem Vorsitzenden des Ausschusses bereits folgenden Antrag ein* gebracht haben: „Der Ausschuß wolle beschließen, die Reichsregierung aufzufordern, das Ersuchen des ReichLinnenrnmisteriums an die Länderregierungen zwecks Verbotes des Roten Frontkämpferbundes mit sofortiger Wirkung wieder aufzuheben."
Oie Kandidatenlisten des nassauischen Zentrums.
WSR. Limburg. 23. April. Gestern trat biet der Landesausschuh der Rassauischen Zentrumspartei zusammen. um die Kandidatenlisten für den Reichstag und den Preußischen Landtag endgültig festzustellen. Für den Reichstag wurde folgende Liste aufgestellt.- 1. Dr. Des - sauer, Universitätsprofessor. Frankfurt a. M., 2- ®T- Erone-Wünzebrock. Vizepräsident Der Vereinigung der deutschen Bauernvereine. Berlin, 3. S ch w arg. Mittelschullehcer. Frank- furt a. M, 4. R o t h . Bürgermeister von Monta- baur, 5. Dc. Scheller. Professor. Fulda. 6. Dr. Bierroth. Mittelheim. 7. Bongard. Kaufmann. Frankfurt a. M. Die Liste für den Preußischen Landtag lautet: 1. Dr. 6 te m m I c r Sanitätsrat. Bad Ems, 2. Rhiel. Amts- aerichtsrat. Fulda. 3. Fink. Lehrer. Wies- vaden. 4. Dr. Grah. Direktor des mittel- rhc nisch-nassauischen Dau.rnvereins. Koblenz. 5. E ch m i 11, GewerkschastLsekretär. Fulda 6. Dllmnot. Frankfurt a. M.
Oie Kandidaten der Volksrechts- und Aufwertungspartei.
WSR. Metzlar, 23. April Die Reichspartei für Lolksrecht und Aufwertung hat für den Wahlkreis Hessen-Nassau folgende Kandidaten aufqefteüt- 0ur brn 1 Dl 8 e ft ,9 K:
lanbesgeridjtsprafibent i. 9t., Darmstadt: 2. Karl
(Eigene Drahtmelbung des „Gießener Anzeigers".
Berlin. 24. April, Die Gegner des Reichsinnenministers rüsten zu einer scharfen Offensive, sie wollen ihn im äleberwachungsaus- schuh des Reichstages stellen und zur Zurücknahme feines Rot-Front- Derb o t e s zwingen. Sie halten ihre Position für außerordentlich günstig, nachdem der Minister bei fast allen ßänöerregierungen auf eine Ablehnung gestoßen ist und nachdem auch das Zentrum anfängt, ganz offen von dieser Maßnahme abzurücken. 3m Kabinett scheint Herrn v. Keudell ebenfalls keine gerade günstige Resonanz gesunden zu haben, so daß er ziemlich isoliert dasteht. Just in dem Augenblick, da man SU vernichtendem Schlag gegen ihn ausholt, haben die K o m m u n i st e n einen neuen und recht eindeutigen Beweis für die Berechtigung des Keudellschen Vorgehens geliefert. Sie haben am Sonntag in dem Berliner Stadtteil Reukölln einen Stahlhelmzug mit Knüppeln und Steinen überfallen, haben der Polizei eine regelrechte Straßenschlacht geliefert, haben Barrikaden errichtet, die im Sturm genommen werden mußten und haben schließlich noch die Polizei gezwungen, von ihren Schußwaffen Gebrauch zu machen. Diese Straßenschlacht hat bei den Gegnern des Reichsinnenministers peinlichstes Befremden ausgelöst. Wir werden aber trotzdem erleben, bah im Ueberwachungs- ausschuh eine geschlossene Front gegen Keudell aufmarschtert.
Dabei taucht allerdings nun die Frage auf, toie weit überhaupt das verfassungsmäßige Recht dieses ^Aeberwachungsausschusses" geht, die Reichsregierung oder nur eins ihrer Mitglieder vor ein Forum zur Verantwortung zu ziehen. Die gut unterrichtete .Tägliche Rundschau" läßt sich hierüber folgendermaßen aus: Die versassungs- mäßige Befugnis dieses Ausschusses gehört au den schwierigen Fragen der Verfassungsauslegung. 3m 3ahce 1922 ist ein Gutachten darüber erstattet worden, dem der Reichskanzler Cuno und sämtliche Minister zugestimmt haben. Danach ist es möglich, daß der Ausschuß von sich aus zusammentritt oder auch seine Einberufung von der Regierung veranlaßt wird.
ereignen, wie auch die jüngste Erderschütterung zweifellos unterhalb der Landenge ihren Ausgangspunkt gehabt hat. Und wenn auch nach den oisyer vorliegenden Meldungen der Kanal durch das Erdbeben nicht in Milleidenschaft gezogen scheint, so besindet er sich auf diesem schwankenden Boden doch stets in Gefahr, und niemand vermag zu sagen, ob den Durchstich der im 3ahre 1893 bem "Verkehr übergeben worden ist und der 22 Meter bereit ist. nicht auch eines TageS fein Schicksal ereilt.
Ein neuer Erdfloß in Philippopel.
Die Stabt ein Bild wilder Verwüstung.
Sofia, 23. April. (TU.) Das heutige Erdbeben war, obgleich es nur kurze Zeit dauerte, furchtbar in feinen Folgen. Wiederum war es Philippopel. das besonders stark heimgesucht wurde. Die wenigen noch erhaltenen Häuser stürzten biS auf die Grundmauern ein, wobei nach den bisherigen Feststellungen acht Personen getötet und viele verwundet wurden. Die verhältnismäßig geringe Zahl der Todesopfer ist darauf zurückzufuhren, daß die Bevölkerung noch immer im Freien kampiert. Die meisten Minister befinden Jid^ im Erdbebengebiet. Die Hilfe, die das jugoslawische Rote Kreuz dem bulgarischen Volk zuteil werden läßt, wurde mit Freude und Genugtuung ausgenommen.
Don unserer Berliner Redaktion
Berlin, 24. April. In Stettin wird gegenwärtig wieder einer der häßl.chcn Prozesse durch gefochten, die unter dem Sammelbegriff der Fernern o r d e registriert werden. '21 ud) diesmal wieder das übliche Bild eines Freikorps, das f i ch gegen Spione schützen wollte und einen Verräter in recht brutaler Form beseitigt Hot. Die Einzelheiten sind auch diesmal wieder grauenhaft, so furchtbar, daß bei der Lektüre der Berichte als selbstverständliche Reaktion der Abscheu sich meldet; aber der Verstand darf darüber doch nicht schweigen, man muß immer wieder betonen, daß diese „Fememorde" in einer Zett geschahen, wo olles aus den Fugen geraten war, daß sie vor allem von Menschen begangen wurden, die teils seit 1914 im Felde standen, von denen schon das Wort galt, das Max Piccolomini seinem Vater zuruft: „Du haft den Frieden nie gesehen?" Sie waren eben Landsknechte, die das Mitleid nicht gelernt hallen, die zudem eine nationale Pflicht zum mindesten zu erfüllen glaubten, wenn sie für die rück- sichtslose Beseitigung aller Verräter Sorge trugen; selbstverständlich auf die Gefahr hin, daß sie dabei einen Unschuldigen faßten. Gerade diese Zwangs- läge, in der die Freikorps sich befanden, macht ja überhaupt ihr Vorgehen nur menschlich verständlich. Wenn die Angeklagten in byi bisherigen Prozessen damit nicht durchkamen, so hauptsächlich deswegen, weil die Reichswehr sie abschüttelte und durch ihre Zeugen jede offizielle Verbindung mit den Freikorps a b ft r f 11. Was ihr freilich nur insoweit geholfen hat, als schon ein früheres Gericht
Schüttler, Rektor an der Äünthersburg-Schule, Frankfurto.M.; 3. Alfred Bind, Rentner, Wiesbaden; 4. Dr. Heinr. Witte, Bürgermeister a. D., Kassel; 5. Max Witt, Großhändler, Wetzlar; 6. Hermann K i n z e b o ch, Eisenbahnobersekretär, Frankfurt o.M. — Für den Landtag: 1. Karl Schüttler, Rektor, Frankfurt o.M.; 2. Dr. Heinrich Witte, Bürgermeister a. D., Kassel; 3. Dr. Otto Kromer, Volkswirt, Frankfurt o.M.; 4. Gustav Zacharias, Stadtbaurat, Wiesbaden.
Tirpitz Ehrenvorsitzender
-er Oeutschnationalen Vottspartei.
B e r (i n , 24. April. (WTB. Funkspruch ) Wie die Deutschnationale Pressestelle mitteilt, ist Groß- abmirat von Tirpitz zum Ehrenoorsitzenden der Deutschnationalen Volkepaxtei ernannt worden.
Lim das Volksbegehren in Mecklenburg.
Schwerin. 23. April. (Tel.) Heute wurde bie älnterschriftensammlung für das gegen bie mecklenburgische Regierung gerichtete Volksbegehren des Landbundes abgeschlossen. Das Ergebnis liegt noch nicht annähernd vor. Wie das Statistische Landesamt mitteUt, haben in Schwerin etwa 2000, in Rostock 1000 Wahlberechtigte unterzeichnet. Bei dem Statistischen Landesamt ist man nach den vorliegenden übrigen Meldungen der Auffassung, daß die erforderliche Stimmenzahl vorausiichtlich nicht erreicht wird. Das endgültige Ergebnis dürfte erst am Donnerstag erwartet werden. Dec Landbuud hatte das Dolksbegehren beantragt, weil nach seiner Meinung die mecklenburgische Regierung widerrechtlich vom Reich überwiesene R o l st a n d s g e l d e r für di« Landbünde drei Monate zurückbehalten oder teilweise aus die Steuer in Anrechnung gebracht hat.
Der Asgßanentönig fliegt über Berlin
Berlin, 23. April. (TU.) Der König von Afgha. n.stan hat heute zum erstenmal das neue, ihm von her Rcichsregierung geschenkte Zunkersslug- 3 e u 9 benutzt und hat in diesem zusammen mit derKönigin, dem Gesandten Koster, dem stell- vertretenden afghan.schen Außenminister und einigen anderen Persönlichkeiten mehrere Flüge über “*rlln ausgcfuhrt. Der König und die Königin waren mit dem Flugzeuge sehr zufrieden und
gaben nach der Landung dieser Tatsache Ausdruck. Dieser Flug ist übrigens der erste, den die Königin von Afghanistan in ihrem Leben überhaupt unternommen hat Der König wird Berlin erst am 28. d. M. verlosten.
Aus aller Wett.
Käthe Kollwih
Vorsteherin de» Meisleralelier» für Graphik.
Frau Professor Käthe K o l l w i tz ist vom Minister Dr. Becker namens des preußischen Staatsministeriums zur Dorsteherin des Meisterateliers für Graphik an der preußischen Akademie der Künste zu Berlin ernannt worden. Frau Kollwih tritt zugleich dem Senat der Akademie bei.
Starker Schneefall in den bayerischen Bergen.
Vergangene Nacht ist in den bayerischen Bergen Schneefall in einem Ausmaß erfolgt, wie es im dies- jährigen Winter selten erlebt wurde Die Schneedecke in Obersdorf beträgt zehn, in Bad Tölz elf, in Partenkirchen acht Zentimeter. Auf dem Hirschberg bei Tegernsee sind 15 Zentimeter Neuschnee gefallen. ~ —
Betriebsunfall.
3m Betriebe der Chemischen Werke in dem Herne benachbarten Gerthe ereignete sich ein schwerer Betriebsunfall. Bei der Errichtung eines SäureturmS riß plötzlich beim Empor- S'ehen eine« 13 Tonnen schweren Steins eine Kelle des Flaschenaufzuges und begrubeinen Angestellten und zwei Arbeiter unter sich. Der Angestellte war sofort t o t, während bie beiden Arbeiter schwere Verletzungen erlitten.
vom Meister zum Diebstahl gezwungen.
3n einer Karosseriefabrik in Berlin tonnte eine Reihe von umfangreichen Diebstählen aufgeklärt werden. Es stellte sich heraus, daß der Dieb der Werkmeister Otto Helmer war. Helmer hatte außerdem einen Lehrling, von dem er wußte, daß er in Fürsorgeerziehung gewesen war, durch Drohungen mi» Enthüllung über dessen Vergangenheit genötigt ihn bei seinen Dieb- stählen zu unterstützen.
Lin Lied vom braven Manv.
Donnerstagvormittag ist der holländisch« Ration al Held D. Rykers im 81. Lebensjahre an seinem Wohnort Ten Helders plötzlich gestorben. 3n den 3ahren 1872 bi« 1911. während deren Rykers als Mitglied der Besatzung und später als Kommandant eines Rettungsbootes an der holländischen Aordseeküste im Dienste der nordholländischen Rettungsgescllschaft fta .d, hat er nicht weniger als 511 Schiffbrüchigen dos Lehen gerettet. 3m 3ahre 1887 bemühte er sich in dreitägiger Arbeit um die Rettung der Besatzung der gestrandeten deutschen Dark ..Renown". Seine letzte Tat war die Rettung der Besatzung des deutschen Schoners .C l - friede" im 3ahre 1911.
Rattengift la der Offertorte.
Die mysteriöse Dergiftungsaffäre durch eine Ostertorte, die, wie berichtet, drr Reichenverger Schauspielerin Hilde Morton zugesandt wurde und nach deren Genuß die Garderobefcau Flöge und deren Tochter verstorben, während Frl. Morton und andere Mitglieder der Familie Flöge schwer erkrankten, hat ihre Aufklärung gefunden. Die Torte wurde der Schauspielerin von ihren Eltern zugesandt Das Arsenik ist durch eine verhängnisvolle Verwechselung bei der Herstellung der Torte in den Teig geraten.
Oie Wetterlage.
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DaS Hochdruckgebiet hat an Stärk« zugenom- men und sich über Zentraleurvpa auSgebreitet. Dordringendc Warmluft im Westen sührt zu allgemeiner Erwärmung. 3m Bereich deS hohen Druckes hält zunächst daS herrschende Wetter an. Die Temperaturen werden tagsüber noch weiter ansteigen, aber auch nacht« höhere Werte als seither annehmen.
Wettervoraussage für Mittwoch: Meist heiler mit weiterer Erwärmung und trocken.
Dillerungsaussichten für Donnerstag. Teils ßeiter. teils wolkig, warm «und vorwiegend trocken.
Lufttemperaturen am 23. April: mittag» V Grad Telsius, abends 0,7 Grad Celsius; am 24. April: morgen» 1,8 Grad Celsius Maximum 9,6 Grad Tel- fiu6, Minimum — 1,9 Grad Celsius — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 23. April, abend» 7,9 Grad Eelsius; am 24. April, morgen» 4,3 Grad Celsius. — Niederschläge 0,1 Millimeter. — Sonnen- scheindauer 4% Stunden.
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