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Bevölkerung deS Gebiets zu erlangen, sollen Tom 27. Februar an drei Wochen lang regelmäßige Fahrten eine- Kraft- La gen S stattfinden, wofür ein vorläufiger Fahrplan und die Fahrpreise der einzelnen Strecken festgesetzt wurden. Aach Ablauf dieser Probezeit wird eine weitere Versammlung end­gültige Beschlüsse sassen. Die Anschauung eines zweckmäßigen Wagens wäre dann erforderlich. Vorläufig kann eines der beiden großen Perfo- menautos des Zweckverbandcs Ridda-Ul'a ver- vendet werden. Sn der Frühe des Ascher­mittwochs gerieten hier zwei von einer K a r - rievolsseier heimtehrende junge Leute in Streit, wobei der eine einen Stich in den Oberschenkel erhielt und sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte.

y Bad S o lzhausen, 23. Febr. Dor einigen 2a^en sand hier die erste Brennholzver- Weigerung statt, wobei sehr hohe Preise be­zahlt tourten. Für je einen Raummeter wurden gelöst: Buchenscheithosz 18 Mk., Buchen- und Akazienknüppel 10 Mk., Tannen-, Eschen- und Kastanienknüppel 7 bis 8 Ml. und Astveisig 1,50 Mk. Dos meiste Holz war durch eine gründliche Lichtung der Bestände des Kurparks gewonnen Worte i. Gegenwärtig wird in der Kastanienallee eine begrüßenswerte Der - 6ef f er u ng des Spazierwegs geschossen, indem zwischen te;n Wandel.-ang und tc.n Fahr- Lamm längs der ganzen Alice ein erhöhter Fußsteig errichtet wird. D.ese Strecke war bei Regentagen oft wegen Pfützen und Schmutz un- ongenehm zu passieren. D e Decbesserung wird besonders von den Kurgästen angenehm emp­funden werden.

Kreis Schotten.

# Ulfa, 23. Febr. Bei der Uebergabe der Felbbercinigung vor etwa drei Sohren mußte wegen Urbarmachung größerer Ländereien, die seither als S ch o f w c i d e benutzt wurden, eine der beiden Schafherden aufgelöst werden. Auch hatte die Leberegelkrankheit ba- rnald viele Opfer gefordert. Zugleich wurde der schon über 40 Sahre im Dienst stehende Schäfer Wenzel in den Ruhestand verseht. Sm letzten Jahre hat nun die Schafzucht hier wieder einen Aufschwung genommen, so daß unser Schäfer Wenzel jun. gegenwärtig eine Herde von etwa 450 Stück zu betreuen hat. Bei den engen Feldbereinigungswegen ist jedoch eine so große Zahl von Weidevieh zuviel für einen Schäfer. Es ist deshalb geplant, die Anstellung eines zweiten Schäfers unter Aufteilung der Herde vorzunehmen.

Sellnrod. 23. Febr. Der neuerstandene Gesangverein ..Eintracht" hielt dieser Tage zum ersten Male nach langen Sahren wie­der ein Wintervergnügen ab, das sich eines sehr guten Besuches erfreute. Rach den De- grüßungsworten des ersten Dorsitzenden, Schrei­nermeisters Reinhardt, hielt Lehrer Wei­mer eine Ansprache über dcn Wert des Bolks- liedes für die Heimat- und Vaterlandsliebe. Sm weiteren Derlause des Abends brachten die Gänger drei Chöre vortrefflich zu Gehör. Ein Theaterstück und zwei flotte Rcigm junger Mäd­chen trugen weiterhin zur Derschönerung des wvhlgelungenen Abends bei.

Q Hartmannshain, 23. Febr. Gegen­wärtig werden die Schlußabmessungen der pro­jektierten Kleinbahn Dir st ein Hart- mannshain vorgenommen. Bekanntlich haben die an dem Bahnbau interessierten Gemeinden und Kreise kürzlich bestimmte Garantiesummen gezeichnet. Zur Zeit ist aber noch nicht geklärt, ob und inwieweit der hessische Staat sich nit der Bahnbausinanzierung beteiligt, denn ohne die Mitwirkung des Staates dürste die Verwirk­lichung des Projekts fraglich sein. Man hofft hier allgemein, daß der Staatsanteil recht bald bereitgestellt wird, damit baldmöglichst mit dem Dau begonnen werden kann.

Buntes Allerlei.

Ein Schwan ertränkt ein Schaf.

Einen eigenartigen Vor,all beobachtete der englische Lord Derwent bei einem Spaziergang in seinem Park. Er sah, wie ein Schwan ein ausgewachsenes Echas am Rande eines Sees an- griff. Das Schaf wehrte sich aus Leibeskräften, wurde aber von dem starken Schwan ins Wasser gezogen. Der Schwan flatterte dann auf den Rücken des Schafes und zwang e5, den Kopf unter Wasser zu halten, bis das Tier ertrunken war. Lord Derwent hatte nicht die Möglichkeit, das Schaf zu retten; er konnte nur nachher die Leiche mit einem Doot bergen.

Reue Entdeckungen in Tutanchamon» Grab.

Ein Bericht über die letzten Funde, die bei der Ausräumung des Grabes deö Tu!a^)arnons gemacht wurden, ist soeben in Kairo in arabischer Sprache veröffentlicht worden. Der Erblicher dieser großartigsten archaologi'chen Entdeckung der letzten Zeit, Howard Carter, bietet darin die letzten Ergebnisse, die er während cher Ar­beiten 1927.28 gewonnen hat. Unter den Gegen­ständen, die sich in der dritten Grabkammer vor­fanden, war eine Flotte von achtzehn Heinen Schiffen, auf denen nach dem uralten Brauch der dahingeschiedene König seine heilige Pilgerschast zum Sitz des Osiris antreten sollte. Man gab den Toten diese Schiffe bei, um sie von der Gunst der himmlischen Fährleute unabhängig zu machen, damit sie sicher die Ge­filde der Seligen erreichen könnten. Sn vier Miniatursärgen wurden Familienerbstücke des Herrschers gefunden; darunter eine kleine Gold­statue Amenhoteps III. und eine Locke vom Haar der Königin Tyi. Diese Reliquien stammten von der Großmutter deS jungen Königs, deren letzter Erbe Tutanchamon war, denn er war der letzte regierende König aus der Familie Amenho- tepö 111. Sn der vierten Grabkammer herrschte im Gegensatz zu der großen Ordnung in der dritten ein vollständiger Wirrwarr. Diese Unordnung war zweifellos von Grabräubern hervorgerufen worden, die sich augenscheinlich bei der Vertei­lung der Beute entzweit hatten. Rach der Ansicht Carters müssen zwei verschiedene Gruppen von Räubern eingedrungen sein, einmal solche, die nach Sold suchten, und dann andere, die sich des wertvollen Oels in den Alabastergefäßen be­mächtigten; die letzteren waren wahrscheinlich Unterbcamte, die eindrangen, bevor das Grab geschlossen wurde. Die vierte Kammer war dazu

bestimmt, Oel, Weine und Rahrungsmittel für den toten Herrscher aufzubewahren; es sanden sich hier Betten und Stühle, Spielbretter, Schuhe, Fruchtkörbe, Alabastergesäße, Weingcfäßc. Waf­fen, Spielzeug und Kisten aller Art wirr durcy- einanbergetoorfen; der Snhalt war überall hin verstreut. Carter gibt auch noch eine genaue Schilderung der kostbaren Lade, in der sich die Eingeweide bc5 Königs befanden.Ser groß­artige Baldachin, der von vier Pfosten getragen wurde und auf einem Schlitten stand, barg eine wundervolle Lade aus halbdurchsichtigem Ala­baster," schreibt er.Diese Lade, die mit einem goldenen Sockel auf einem mit einem Leinentuch bedeckten Schlitten mit silbernen Handgriffen ruhte, enthielt die vier Gefäße für die Ein­geweide des Knabcn-Königs. Als der Deckel der Lade aufgehoben wurde, waren hier vier Deckel auS Alabaster zu sehen, die Menschenköpfe, dem Tutanchamon ähnlich, barstellten. Scber Deckel lag über einem kleinen Goldsarg mit herrlichen Einlagen. Diese winzigen Särge, in benen die Eingeweibe mumifiziert eingehüllt lagen, stellen den Höhepunkt helfen bar. was bie ägyptische Golbschmiebe- unb Suwelierkunst geleistet hat. Sie sind genaue Wiederholungen des großen Goldsarges, der die Mumie des Königs umschloß, aber haben noch kostbare Sntarfien in Feder- Zeichnung. Seber Sarg trägt die Formel der Gottheit, unter deren Schutz bie betreffenden Teile bet Singeweibe gestellt sind, und im Snncm eingravicrtc Texte, die um Schutz flehen."

Sie Geburtenbetoezung in Preußen.

Die Statistik über bie Geburtenbetoegung in Preußen zeigt, daß nach dem ursprünglichen An­stieg ber Geburtenzahl in der Rachkr.egSzeit nun­mehr seit 1521 wieder ein erheblicher Rückgang der Geburtenziffer zu zeitigen ist. Sm Sahre 1921 betrug der Geburtenüberschuß in Preußen 11,3, 1922 bereits 8,5, 1923 7.0. Der besonders starke Rückgang des SnslationZjahres wurde ausgeglichen im Sahre 1921 mit 8 6, im Sahre 1925 mit 9.1. Sm Sahre 1926 aber setzte bereits wieder ein Rückgang ein auf 8,02. Die Tendenz eines Herabfinkens ber Geburtenzahl ist also unverkennbar. Sntereffant ist der starke Einfluß, den auf biefe Kurve heutzutage besonders wirtschaftliche Depresf ionszuständc auszuüben ver- mögen. Es ist ersichtlich, daß dieses nicht in einer natürlichen, sondern in einer willkürlichen Regelung ber Geburtenzahl allein begründet liegt.

neirfiriin iitit miiiCTrarii

Kr-iS Alsfeld.

Alsfeld, 23. Febr. Stadtvorstands­sitz u n g- Sn der gestern abgehaltenen Sitzung wurde über den Abschluß des Vertrages zwischen der Deutschen R e i ch s p o st und der Stadt Alsfeld über die Erbauung des neuen Postgebäudes verhandelt. Wie der Vorsitzende berichtete, sind die Verhandlungen so weit gediehen, daß nunmehr der Vertrag ab­geschlossen werden kann. Das neue Postgebäude wird auf Rechnung ber Stadt von dieser errichtet und nach seiner Fälligstellung an die Deutsche Reichspost auf die Dauer von 15 Sahren ver­mietet. Die Deutsche Reichspost erhält das Recht, das Grundstück mit dem Gebäude innerhalb der Dauer des Mietverhältni ses zu erwerben, spä­testens im Sahre 1943. Die Reichspost gewährt der Stadt ein Hypothekendarlehen von 60 Pro­zent des Gesamtwertes der Baukosten, welches mit 6 Prozent jährlich zu verzinsen ist. Die Kosten der Unterhaltung des Gebäudes, ebenso sämtliche Steuern und Abgaben trägt die Post. Die für die Verzinsung des Baukavitals er- forderlichen -Zinsen gleichen sich mit der Miete aus, so daß die Stadt keinerlei finan­zielle Zubußen zu leisten hat. Die Stadt

übernimmt das seitherige alte Postgebäude zum Preise von 40 030 Mark und gibt das Ge­bäude ihrerseits zu diesem Preise an bie Be­zirkssparkasse Alsfeldab. Der in diesem Sinne vorgelegte Vertragsentwurf zwischen der Stadt und der Postverwaltung wurde hierauf genehmigt und die Bürgermeisterei ermächtigt, alle auf Grund dieses Vertrags vorzunehmenden Rechtshandlungen auszuführen, insbesondere auch die zu dem Postneubau demnächst erforderlichen Darlehen aufzunehmen und, soweit erforderlich, hypothekarisch sicherzustellen. Weiter wurde noch verhandelt über ein Gesuch um sofortige Snangriffnahme der Verlegung der Was­serleitung in der neueröffneten Wallgasse, für die mehrere Baugesuche vorliegen. Es wurde beschlossen, den Gesuchen stattzugeben und mit der Ausführung der Arbeiten sofort zu be­ginnen. Der erforderliche Kredit im Wege der Kapitalaufnahme wurde bewilligt.

Kreis Lauterbach.

P. Schlitz, 23. Febr. Unter wundervoll ge­legener Bergsriedhos leidet an dem Hebet* stand, daß in dürren Sahren das zur Pflege der Blumenanlagen auf den Gräbern notwendige Wasser aus der ziemlich entfernt liegenden

Stabt mitgenommen werden muß. Wofl bat man vor etwa fünf Sahren nach den Angavcn eine® Wünsi^trutengängers auf dem Friedhof selber einen Brunnen gegraben, doch blieb ein Erfolg versagt, da keine Wasserader angetrossen wurde, undder Brunnen ohne Wasser' wieder zuge­deckt werden muhte. Runinehr beabsichtigt unser S t a b t r a t, im Einverständnis mit dem Kirchen- Vorstand, von dem im Bau begriffenen Hoch­druckbehälter aus ein Leitungsrohr bis in nächste Rähe des Friedhofs zu legen, wo au3 einem Bassin das für die Gräberpflege not­wendige Wasser bequem zu.n Gottesacker g:scha,st werden kann. Dieses danlenswerte Vorgetzc i des Stadtrats wird allseits mit Freude begrüßt.

S Eichenrod, 23. Febr. In dem od)cucrraum der Gastwirtschaft von Theodo Schaaf brach in der vorigen Nacht ein B>and aus, der von den Haus­bewohnern gegen zwei Uhr bemerkt wurde. Die Scheuer fiel den Flammen zum Opfer, das Wohnhaus wurde stark beschädigt, auch eine Nachbarscheuer brannte vollständig ab. Die einheimische Feuerwehr und die Wehren der umliegenden Ortschaften verhinderten eine weitere Ausbreitung des Feuers. Es wird Kurzschluß der elektrischen Leitung vermutet.

Oer Büdmger petri-Markt.

< Büdingen, 23. Febr. Mit dem Hellen Sonnenschein hatten sich auch am Dienstag und Mittwoch zahlreiche Käufer zum Petrimarkt ein­gefunden. Während am Montag nur Pferde gehandelt wurden, waren am Dienstag unb Mitt­woch auch Rindvieh und Schweine aus- getrieben. Auf dem Pferde markt ging das Geschäft den Geldverhältnissen ent prechend leid­lich gut. Cs wurden prachtvolle Tiere vorgeführt, und die Prämiierungskommission hatte einen schweren Stand bei der Prc Verteilung. Rinder und Schwei ne gingen flott ab und waren gut im Preis. Cs kosteten Ferkel bis 10 Wochen zirka 20 Mk. pro Kopf, Springer bis 20 Wochen zirka 40 Mk. pro Kops.

Am Mittwoch fand die Marktverlosung statt. Die Hauptgewinne waren: ein Einspänner- Wagen mit Pserd, ein Pscrd, zwei Rinder, Schweine und weitere brauchbare Dinge.

Büdingen kann mit dem Erfolge seines Marktes zufrieden fein. Der neue Marktplatz hat sich gut cingeführt. Es fehlt nur noch die große massive F e st h a l l e, die für die nächste Zeit zur Er­bauung vorgesehen ist. Cs steht zu hoffen, daß auch dieses Ziel bis zum großen 600jährigen Subiläumemarft 1930 erreicht ist.

Tödlicher Absturz des Fliegers Mrling.

Darmstadt, 23. Febr. Heute nachmittag stürzte auf dem hiesigen Flugplatz der be­kannte Flieger Sährling ab und war s o - fort tot. lieber die Ursachen des Unglücks liegen von sachverständiger Seite noch keine abschließenden Urteile vor. Rach Mitteilungen von Augenzeugen machte ber Flugapparat Lrudel- betoegungen; Sährling richtete ihn dann plötzlich, wodurch das Flugzeug vermutlich so schwere Erschütterungen erlitt, daß es in mehrere Stücke zerbrach. Der Motor löste sich aus der Befestigung, das Gestänge ging auseinander unb ein Flügel brach ab. Der Verunglückte soll bisher nur schwere Maschinen für feine Flüge benutzt haben, während es sich hier um einen Apparat leichterer Bauart handelte. Der Tob Sährlings ist um so beklagenswerter, als er einer ber erfolgreichsten Darmstädter Flieger war und bei Wettbewerben stets ausgezeichnet abschnitt. Sährling war Polizeibeamter unb widmete sich dem Flugwesen im Rebenberuf.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung )

t). W. in 5. Der Preis der vollständigen zwei­bändigen Ausgabe betragt in Ganzleinen Mk. 5,70, in Halble-der Mk. 7,50 und in Ganzleber Mk. 9.60,

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iftfias Qeheimnis jedes crfolfes, im fefchäfiliehen, wie imfoxialen Jeeben, Sn der gewaltigen fiitsdehnunf U, unferer betriebe, die, in wenig fahren fielt xu ihrer im~ portierenden heutigen SCÖhe erheben durften, erblicken wir, ganz miteine ßeftätifunf diefes, unfeves Prinzips: TPuv wenige Marken, aber diele in der höchften denkbaren Güte, herzu [teil en. QJiefe SZonzcntratlon ermöflichtes, bei iinfeocr Produktion von nur o Sorten Qualitäten xubereiten, wiefit, gewöhnlich nur den ndchfthöhecen Preisstufen zu. elfen find.

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