morn gehört zu den Erzeugern der besten deutschen Vetreidesorlen und der besten Draugerste, die in der Hauptsache in — München zu Lier verarbeitet wird. ...
Dom ersten Schritt an empfindet der Groß- städter die wohltuende Weite der endlosen Ackcr- sluren. den necoenentspannenden Reiz der kleinen Wäldchen, die da hineingestreut sind, der zahllosen idyllischen Teiche, in denen sich alte Pappeln wohlgefällig spiegeln. Durch stille Dörfer und Dörfchen und Hose mit weihen, stroygedeckten Häusern, mit frischen, gesunden Menschen, pausbacllgen Kindern, deren Haar fast unwahrscheinlich hellblond ist, führen die Wege. Äuf den Weiden vollführen zortbraune Zohlen und scheckige Kälbchen lustige Sprünge. 3n den Wäl- dein bei Staberbut konzertieren Tausende von Singvögeln. Mächtige Felsblöcke liegen wie Rie- senspielzeug auf dem weihen Strand, über den sich eindrucksvoll die Steilküste hoch emporhebt. Don der Morienleuchte an der Rordostküste sieht man bei gutem Wetter bis hinüber nach La- land. Die Westtüste ragt stellenweise bis zu zwanzig Meter empor. Reizend ist der Blick aus den Sund mit seinem lebhasten Schiffsverkehr und aus daS Doaelschutzgcbiet Wallnau, in dem viele seltene Wasservögel vor der Flinte deS Jägers bewahrt werden.
Lind dann Dura, die Infelstadt. Keme Prachthotels, aber hübsche, kleine Gasthäuser und Miniaturhotels, in d-nen der Wirt selber seine Gäste umsorgt, sind da. Was sind daS für Prachtexemplare holsteinischer Schnitzel, die er serviert! Entzückend die Kirche auS dem 12. Jahrhundert mit ihrem massigen Turm und dem stillen, baumüberdachten Friedhof um sie herum. Daneben da» sehenswerte Heimatmuseum mit wertrollen Altertümern aus früherer Zeit: Stein- zeitsunde sind fast alltäglich. Auch die nahe St. IürgenSkapelle und die alte Kirche in Petersdorf muh man sich ansehen. Don Durg ist es nicht weit zu dem noch im Ausbau be- grisfenen Badestrand, dem einzigen Südstrond eines deutschen Ostseebades. Hier liegen die Reste der alten Durg Glambeck, der einzigen Durg- ruinc auS dem Frühmittelalter, die Schleswig- Holstein besitzt. — Seit dem vergangenen Jahre huldigt Fehmarn der edlen Tanzkunst. Die verschiedenen deutschen Gymnastikschulen üben hier gemeinsam. An sonnigen Tagen bieten sich am Strande reizvolle Dilder tanzender junger Mäd- chen: rhythmisch wiegen sich die geschmeidigen seeluftgebräunten Körper in den luftigen Gewändern nach dem Takt des Tamburins. . .
Man könnte noch vieles plaudern über diese Insel, ihre verborgenen Schönbeiten und ihre reichen kulinarischen Genüsse. Lind über die prächtigen, gastfreundlichen Rknschen die sie bewohnen. Lernt Fehmarn, den für Geist und Körper gleich nahrhaften „Schwarzbrotknust", selber entrücken!
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Wanderfahrten.
Seemühle — Gleibachtal — Daldhaus — Johnbachlal — Krofdorf.
Eine hübsche dreistündige Wanderung in der näheren Umgebung Gießens ist die folgende: Wir fahren mit dem Postauto bis zu der am Fuße des Gleibergs gelegenen Seemühle. Hier beginnen die gelben Punkte, die uns an den Hängen des Wettenbergs entlang führen. An der Wißmar-Krofdorfer Straße kreuzen wir schwarze Punkte. Don der Straße fuhrt uns ein Feldweg nach dem Gleibachtal, in seinem oberen Teile Ehattenbachtal genannt, das einen überaus lieblichen Charakter hat und eine erquickende Ruhe ausweift. Rach geraumer Zeit kommen wir auf die Landstraße und wandern zum anmutig gelegenen Forsthaus Waldhaus. Kurz vor dem Waidhaus steht rechts im Wald, dicht an der Straße das Frauenkreuz, wo der Sage nach vor Jahrhunderten ein Gleiberger Graf seine Gemahlin ermordet h.rben soll. Rach einer anderen Deutung soll hier eine Gerichtsund Malstätte gewesen sein. Hegemeister Praß vom Waldhaus hat sich in dankenswerter Weise durch Anpflanzen von Zierbäumen der historischen Stätte angenommen. Rach genügender Rast in der gastlichen Försterei folgen wir jetzt blauen Strichen, die unS zunächst durch Buchen» Hochwald und später in daS schöne Fohnbachtal bringen. Wir gehen dem Tal. dessen begleitende (Berge schroffere Formen als im Gleibachtal aufweisen, abwärts und genießen bei einer Weg- biegv.ng einen prächtigen Blick auf den Gleiberg. In Krofdorf endet die Markierung, und wir können von hier daS Postauto zur Heimfahrt benutzen.
Aus -rutschen Bädern.
Bad Oeynhausen.
Bad Oeynhausen, die „Stadt ohne Stusrn", zwischen Wesergebirge und Teutoburger Wald ebenso reizvoll wie geschützt gelegen, hat bei Rheuma, Herz- und Rervenleidrn unübertroffene Heilerfolge auszuweisen. Reben einigen Solquellen verfügt es über sechs Thermalsprudel, beten einer mit mehr als 8,5 Millionen Liter täglicher Schüttung die stärkste Quelle der Well ist. Ein Liter solcher Thermale enthält u. a. Über 1100 Kubikzentimeter der wichtigen Kohlen» säure. ‘Sie natürliche Wärme beträgt 24 bis 35 Grad. Durch Mischungen der verschiedenen Sprudel läßt sich die jeweils gewünschte bzw. verordnete Badetemperatur leicht erzielen. Verluste an der berllräftigen Ratur-Kohlensäure treten also durch künstliche Anwärmung oder Abkühlung nicht ein. Selbstverständlich fehlen in einem Badeorte wie Oeynhausen weder die sonstigen modernen Kurmittel, noch Unterhaltungsveranstaltungen aller Geschmacksrichtungen.
Rordsecbad Borkum.
Schon seit Monaten herrscht auf unserer Insel mit einigen AuSnahmestunden schönes, beständiges Wetter, da- einen fast dauernden Aufenthalt im Freien ermöglicht. Erfahrungsgemäß hält hier der Regen, selbst wenn er eintritt, immer nur kurze Zeit an. so daß man. wenn der Vormittag auch trübe war. am Rachmittag sich am schönsten, strahlendsten Sonnenschein erfreuen kann. Es kann für niemanden ein Hinderung«- gründ fein, seine Sommerrci'e inS Rordfeebad anzutreten, wenn et zu Hause unter regnerischem Wetter leibet Hier herrschen ganz andere llimalo- logische Verhältnisse. Hier kann man trotzdem daS finden, wonach man sich sehnt. Sonne und Wärme. UeberdieS weht hier seit längerer Zeit ständiger Wind von See her. der ja für eine vollgültige Gesundung und Erholung von größter Bedeutung ist. Dem Kurgast stehen außerbem soviel AufenthaltSmöglichkeiten angenehmer Art
erbarmt", vom vom „einzigen
zur Verfügung, von denen hier nur die großzügig angelegte Lesehalle und Wandelhalle genannt sein sollen, daß er niemals in die Verlegenheit kommt, auch nur für wenige Stunden sich langwellen zu müssen.
treuen Diener seines Herrn". Freund des Einsamen" ukw. zu
Eingesandt.
(Für Form und Inyan aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber tein?r.e- Verantwortung.)
Mehr Rücksicht!
Roch einmal „Stein-Konstantinopel", die „Hundeplage" und andere».
Won schreibt un»; Einsender dieses ist — wie der ,Tier»reund' in Rr. 134 des „Gieß. Anz." — kein Bewohner der Reustadt, weiß aber auch ein Lied von der „Hundeplage" zu fingen, und daher mögen nachfolgende Bemerkungen gestattet fein:
Es handelt sich bei der ganzen Angelegenheit im Grunde gar nicht um die Hunde, diese neueste Großmacht im öffentlichen Leben, und um die natürlichen Folgen ihres Daseins, sondern um eine Frage der Rücksichtnahme auf den Rächsten. auf die Vollsgenofsenschast und ihre Einrichtungen, um eine Frage der Bildung und des Taktes. „Ein Institut für moderne Anstandslehre" für Hunde gibt es, wie der „Tierfreund" bemerkt, in Gießen nicht Wohl aber gibt es für ihre Herren Anstalten und Einrichtungen genug — Schulen. Presse usw. — in denen sie lernen können und sicher auch gelernt haben, daß Rücksicht auf den Mitmenschen, daß Takt und Bildung gebieten, die Folgen der eigenen Liebhabereien auch selbst zu tragen und nicht die Unannehmlichkeiten derselben auf den lieben Rächsten abzu- wälzen. Ich kenne auch Hundebesitzer genug, die sich in anerkennenswerter Weise von diesem Grundsatz leiten lassen, und gegen sie richtet sich auch der Unwille der sog. „Hundefeinde" keineswegs. am allerwenigsten gegen ihre unschuldigen Vierfüßler. Aber es gibt leider auch Herrschaften, die, wenn es sich um ihre „Lieblinge", um deren Eigenarten" und „Bedürfnisse" handelt, keinerlei Rücksichten aus den Rebenmenschen zu kennen scheinen. Da sie die Reinlichkeit lieben — in und bei dem eigenen Heim — so führen sie ihre Freunde aus dem Tierreich dem Rächsten vor die Tür- der mag dann den Schmutz fegen oder sich Schuhe und Kleider verunreinigen. „ES bedarf keines Beweises", meint der „Tierfreund" in Rr. 134, „daß Hunde notwendig sind". Zugegeben! Aber nicht notwendig ist eS, daß die Hunde unsere Bürgersteige, Hausein- qange und Häuser in so ausgiebiger und ekelhafter Weise beschmutzen, daß einem manchmal der Brechreiz ankommt beim Anblick ihrer Hinterlassenschaften; nicht notwendig ist es, daß sie unsere herrlichen Anlagen verunreinigen und zerkratzen, daß sie — trotz aller warnenden Verbote — in Metzgerläden und anderen Rahrungs- mittelgeschästen, in Gastwirtschaften usw. in des Wortes wörtlichster Bedeutung „die Rase vorn haben", daß sie breit und bisweilen abweisend vor und in den Eingängen au öffentlichen Aem- tem und Verkehrsanstalten (Post usw.) liegen, fv daß man um sie herurngehen muß wie die Inder um ihre geheiligten Stiere. Wenn der „Tierfreund" in Rr. 134 etwas mehr Tierfreundlichkeit verlangt, können die .Hundefeinde" auf der anderen Seite etwas mehr Menschenfreundlichkeit verlangen. Die Herrschaften wissen ja sehr wohl, zu welchem Zweck und (Silbe sie ihre Freunde des Abends oder morgens in der Frühe spazieren führen. Warum führen sie diese nicht so. daß sie ihre Visitenkarten dem Fahrdamm anvertrauen; warum rufen sie sie nicht ab, wenn sie sich mitten vor und — was auch schon beobachtet wurde — mitten in den Hof- bzw. Hauseingana des Rächsten erleichtern? Warum lassen sie ihre Freunde mit kühnem Satz über Einfriedigungen voltigieren und über frisch eingesäte Beete und Anlagen dahinrasen? Der Hund ist, wie bekannt und wie ja auch ihre Herren oft genug mit Rachdruck rühmen, ein sehr gelehriges Tier und lernt auch im bezug auf seinen Auhenverkehr in kürzester Zeit Ordnung, wenn guter, einsichtsvoller Wille ihn leitet. Lind warum bringen Hundebesiher und — leider mehr noch! — Hundebesitzerinnen den Ladeninhaber in Verlegenheit, der in einer Zwickmühle sitzt und aus Furcht vor KundschaftS- verlust nicht nach dem ausgehLngten polizeilichen Hundeverbot zu handeln wagt, und dessen Laden dann gerade aus diesem Grunde vielleicht von „Hundeseinden" gemieden wird? Ist das aufs Konto der Hunde und ihrer berechtigten „Eigenheiten" zu setzen oder aufs Konto der betreffenden „Kronen der Schöpfung"? Im übrigen möchte ich meine Meinung noch dahin äußern, daß man besser täte, auf die alten sentimentalen Redensarten vom „Gerechten, der sich seines Viehes
verzichten, um diese ernsten Dinge nicht ins Lächerliche zu ziehen. Denn d i c Hunde, auf die solche Redensarten angewandt werden können, sind es im allgemeinen nicht, es sind meist nicht die „notwendigen" Hunde, die dem Rächsten durch ihr Gebaren lästig fallen, nein, eS sind die Schmarotzer im Huirderekch, die keine andere Daseinsberechtigung aufweisen können als den Geldbeutel und dic Launen ihrer Herren und Herrinnen, oder alS die souveräne Verachtung, mit der manche Hundefreunde sich über Steuer- und andere Gesetze von Recht und Billigkeit hinweg» setzen und deren Befolguna den „Dummen" überlassen. Wenn oben zugegeben wurde, daß Hunde „notwendig" sind, so gilt daS übrigen* nur mit gewissen Einschränkungen, und wenn nur noch die notwendigen „treuen Diener deS Menschen" gehalten toerben dürften, dann sollte sich der Tierfreund baß wundem über die .Hundeleere" und die Sauberkeit unserer Straßen.
Lind da wir nun wieder an der Sauberkeit der Straßen angefommen sind, mag noch eine Parallele angefügt werden, die den Hunden zu einer gewissen Entschuldigung dienen kann, zumal sie ja unter einem natürlichen Zwang und. wie wir gesehen haben, unter der Verantwortung höherer Instanzen bandeln. Sie haben nämlich in ihrer Gepflogenheit, den Benützungen der etn- fchlägigen städtischen Dienststellen und eines großen Teils der Bürgerschaft entaegenzuwirken, auch eifrige Gehilfen aus dem Reiche der „Krone der Schöpfung". SS ist kaum auszudenken, was in Gießen nicht alles einfach auf die Straßen, auf Bürgersteige und Anlagen geworfen, und wodurch einem Genuß und Freude beeinträchtigt und der Verkehr mitunter geradezu gefährdet wird (Sanantn-, Orangen- und andere Obstschalen usw. ufto/i Man soll sich nicht heraus- reden: Das tun Kinder: denn I. ist das nicht in allen Fällen so. und 2. können auch Kinder
Rätsel-Ecke.
Zusammenstellau^qabe.
Berg — Bern — Brunn — Burg — Gast — Heim — Hof — Kreuz — Land — Laube — Lohn — Oder — Nied — Ruh — Salz — Stadt Aus vorstehenden 16 Wörtern sind durch Zu- sammenstellen von je zwei Dönern acht Orts, namen zu bilden. Wie lauten diese?
Kreuzworträtsel.
23
15
11
2€
20
von links nach recht» :
1. Gewürz: 5. österr. Feldherr unter Radetzki; 9. Nebenfluß der Donau, 10. börsentechnischer Aus- druck: 11. biblische Derson-, 12. Stadt in der Schweiz: 14. weiblicher Personenname: 15. eingemachtes Gemüse ; 21. Schlingpflanze; 22. Bruchstück; 23. «trudel; 24. chinesische Münze: 25. seichte Stell« m einem Fluß: 26. weiblicher Personenname.
Von oben nach unten:
1. Küchengerät: 2. großer Schornstein: 3. törichter Mensch: 4. Name zweier deutscher Städte: 5. Frucht: 6. Stadt in Böhmen: 7. Wahrnehmungsfähigkeit: 8. Sitzmöbel, 15. wie 1. wagerecht: 16. wie 21. wagerecht: 17. wie 23. wagerecht: 18. ehemalige spanische Silbermünze: 19. grober Sand; 22. alte» Längenmaß.
Leisten-Rätsel.
r | s
I r
Die Buchstaben in obiger Figur sind fo umzu- ordnen, daß die wagerechten wie senkrechten Reihen Wörter mit folgender Bedeutung ergeben:
1 bl» 2 einer der sieben griechischen Weisen: 3 bis 4 Edelsteingewicht: 5 bi» 6 Bibel der Mohammedaner: 7 bis 8 altdeutscher Göttername.
Bilderrätsel.
Silbenrätsel.
aar — de — del — dip — bis — dorp — e — ger — gt — horst — huus — lems — men — mün — neu — o — pol — reg — fter — mal — wil
Aus vorstehenden 21 Silben bilde man sieben Städtenamen und zwar in: 1. Oldenburg: 2. Böhmen: 3. Italien: 4. Holland: 5. Dänemark: 6. Holstein: 7. Sachsen (Freistaat). — Sind die Namen richtig gefunden, ergeben die Anfangsbuchstaben
von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn eine die Gesundheit kräftigende Liebhaberei.
Ergänzungörätsei
Meise— Ende — Eule — Ohr — Loge — Elle — Ocker — Alk — Ampfer — Bier — Tat — Ecke — Strich — Adler
Aus jedem der vorstehend aufgesührten 14 Wär- ter soll durch Anfügen eines weiteren Buchstaben» am Anfang ein neue» Wort gebildet werden, während die anzufügenden Buchstaben, zu zwei Wörtern verbunden, den Namen eines aroßen Künstler» nennen, dessen Geburtstag in diesem Jahre zum 400. Male jährte.
Auflösungen
Verbindung raufgade.
Rund Gang: Od-Hut: Sieg-Mund: Ei-Land: Nord- Kap: Mai-Trank: Ost-Wind: Not-Wedr, Aar-Gau; Trotz Kopf.
Rosenmonat.
verfchmelzungsousgabe.
Lotterie: Artikel: Neugierde: EeboiU; Portugal; Amnestie: Rastatt: Theodor: Iserlohn, (ENnBurg.
Landpartie.
Kreuzworträtsel.
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Gegensätze.
1. schmutzig: 2. offen; 3. markig: 4. mIMdfc 5. erfahren: 6. rund: 7. sparsam; 8. angenehm: 9. nichtig; 10. friedlich; 11. ängstlich; 12. nachlässig: 13. glatt.
Sommersanfang.
Buchstabenrätsel.
Papua: Haser; Seife; Tante; "Kogel, Daschr Lotse; Irene; Kanon.
Pfingsten.
RStfeL
Ebbe.
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom Redakttonsttsch.
Da capo.
Fünfzig Leute stehen am Fahrkartenschalter, der Beamte ist nervös, und der Getrcidehanöker Herkules hat wegen unklarer Formulierung feiner Wünsche einen furchtbaren Anpfiff gekriegt.
Rach Herkules kommt ein Mann an die Reihe, der in ötc Berge will. Sr hat einen Rucksack auf dem Lücken, und am Rucksack ist etn Eispickel befestigt.
Als der Mann bezahlen will, entfällt ihm cm Droschen. Er bückt sich danach, der Stiel des Eis- pickelS schlägt dem Schalterbeamten auf den Kopf.
Eine Weile ist alleS starr vor Entsetzen.
Dann greift der Händler Herkules in die Tasche, läßt vorsichtig ein Geldstück zur Gr do fallen und sagt:
„Sie, Herr — da liegt noch etn Droschen!"
(Lust. Dl.) Sparsamkeit.
Auf der Dahnfahrt sah ein freundlicher Herr mir gegenüber.
„Fahren Sie auch nach München?"
„Rein, weiter, nach Meran."
„Zu länaeran Aufenthalt?"
„Llngesähr drei Wochen. Ich befinde mich nämlich auf der Hochzeitsreise."
„Ja. wo ist denn Ihre Frau Gemahlin?"
„Ach, wissen Sie, ich habe mir die Reife ausgerechnet — für zweie kommt daS doch zu teuerl" (Lust.Dl.)
schon im frühesten Alter an Ordnung in solchen Dingen gewöhnt werden, also trifft die Verantwortung doch wieder nicht die Llnmündigen aus Menschen- unb Tierreich, svndeim die Mündigen.
Lind nun sei zum Schluß ein Mittel zur Tlb- stellung der Mißstände empfohlen, das man in anderen Städten schon mit bestem Erfolg angewandt hat. Jeder ^Betroffene, der die Fußsteige ufw. durch Hunde beschmutzen läßt oder durch Wegwerfen von Obstschalen u. dql. selbst verunreinigt oder den Verkehr aus ihnen gefährdet, wer Hunde mit in Lebensmittelgeschäfte nimmt, sollte in eine coram publico sofort zu erlegende Geldstrafe genommen werden: bann wäre dem Liebel bald gesteuert, auch ohne Schwefelblüte und ähnliche Mittel. GS ist feit Jahrhunderten dem deutschen Volke durch Schule. Presse und gute Literatur schon so oft gesagt worden, welche Rücksichten jeder Volksgenosse dem Rächsten. der Volksgemeinschaft und ihren Einrichtungen schuldig ist. daß es jedermann wissen kann und muß. Wo nicht darnach gehandelt wird, da fehlt eS eben am guten Willen oder wenigstens an der nötigen Besinnlichkeit: und da sollten die einschlägigen Behörden und Dienststellen nachdrücklichst zum Rechten sehen.
Ein Tier- und Menschenfreund.
Gefallenendenkmal.
So begrüßenswert an sich dic Anregung in einem Eingesandt im „Gießener Anzeiger" oom 16. d M. ist, für Gießen dic Frage eines Ehrenmales für die Helden des Wettkrieges in Fluß zu bringen, durfte doch zunächst einmal die Aufmerksamkeit ber Bürgerschaft der Provinzioihauptstadt und besonders der «tadtoerwaltung aus folgendes zu lenken sein.
Gießen besitzt bereits ein Denkmal, das den Ge- fallenen aus dem großen Kriege gewidmet ist, im 116er Ehrenmal auf dem Landgraf- Pbilipp-Platz. Zu diesem Male haben in opferwilliger Weise die Angehörigen de» ehemaligen Gießener Regiments und seiner Kriegsformationen fast 30 000 Reichsmark aufgebracht. Ein erheblicher Teil der Bausumme stammte aus den Kreisen der Gießener Einwohnerschaft, aus deren Reihen eine große Zahl der Gefallenen des Regiments stammt. Die Stadt Gießen hat bei der Enthüllung das Denkmal in feierlicher Weise in seine Obhut genommen und versprochen, für einen würdigen Zustand jederzeit besorgt zu sein.
Und wie sieht es heute aus? Das Becken hat sotten Dosier; in seinen spärlichen Dasserpfützen haben Mücken und Kleintiere aller Art einen beliebten Tummelplatz, und im übrigen ift das Denkmals-
decken Aufbewahrungsort für vielerlei Abfälle, wie Papier, Unrat, Obstschalen usw. Der Einheimische hat sich scheinbar schon an den unwürdigen Zustand dieser heiligen Gedächtnisstätte gewöhnt, sonst müßte schon öfter» öffentlich Einspruch erhoben worden sein!? Desto mehr aber nehmen auswärtige 116er, die oft den Weg nach dem Denkmal finden, um hier in einer stillen Minute Ihrer gefallenen Kameraden zu gedenken, Anstoß daran.
Der Einsender ist der Meinung — und er hofft Zustimmung zu finden —, daß es zunächst wichtiger ist. das schon vorhandene Denkmal in einen würdigen Zustand zu setzen, ehe man der Stadt mit einem neuen Denkmal, das unbedingt auch kommen muß, neue Verpflichtungen zumutet. Dies ist, die Ansicht eines ehemaligen 116ers, der in den Reihe« des schönen weißen Kaiser-Regiments Im Frieden und im Krieg schöne und ernste Stunden mUtrlebt« durste, und der öfters von auswärts feine alle Gar- nlfonffabt oufsucht. Dr. K B. N.
Rundfunkprogramm
des Frankfurter Sender«.
(Aus der „Radw-Llmschau".)
Sonntag. 24. 3a«l.
3 b<S 9: Morgenfeier, veranstaltet vom Wart- burgvqreüi, Frantfuvt a. W. 11 bis 11.30: Di« tfitcumftunbe. 11.30: Von Koblenz: SinweHungs- foi:tlid)letlen des Denkmal« für Joseph v. ®öc* reo. Weißer«de. ..Di« Bedeutung von Görres für daS deutsche Dolf' von Kultusminister Dr. Decker. 15 Üts 16: Don Hamburg: Funkhe:n.,«l- mannftuntxx Iti bis 16.45: Don Hamburg Da« Deutsche Derby 16.45 bis 18: Konzert des Rundfunkorchester«. 18 b J 19: Stunde des Rhein- Ma'.nllchen Verbandes fit Volksbildung: Voltaire und Rousseau" (zum 150. TodeStog: 30. Mal und 2. Junis. Vortrag von Dr. Karl Gebhardt. 19 bis 20: Orgel-Konzert. Englische Äirdxwnufü. 20 bis 20.30: Sportnachrichten. 2CL30: Konzert des Aundtunkovchestars. An- fchkeHend: Tanzmusik.
Montag, 25. Juul.
16.30 biS 17.45: Konzott de« Rundfunkorchesters: Die Ober der Woche. 17.45 bis 18.05: Die 2efcftunbe. 18.30 bi« 18.45: Don Kassel: Die Stunde der Frau. Vortragende. Stau Mathilde. Meißel. 18.45 bis 19.15: Die Schach- stunde. 1915 bis 19.30: Englische Literawr- probea. 19.30 bis 20: Englischer Svrachuntev- richt. 20: Don ber Aula der Universität: Koo-


