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Aus dem Reiche der Frau.

Was nnb wie lasse ich servieren?

Von IRarflrrt Holm.

5rau Dori6 schaut mit ihren ««n Ätnber- auge» ein wenig ängstllch »u. wie sicher imb <)riranvt bo< Perfonol ihrer Freunde, bei weichen üe heute zu Gaste ist. kreiert C Gott, denk» lie. und ihr kleine» fäfit in ihre Hieb»

Nchen Allas'chuhchen wie soll ich H bfnft er* reichen, bah mein Personal sich ebenso gehbidt bete egt. uno ein wenig hange denkt sie an die Gtf.lischest die he in Kürze in ihrem House leben will. (M soll da» erste größere Diner in ihrer jungen Ehe fein.

TD'.r wollen Jfcnen gerne behilflich fein. Heine Frau Dori», und ;Tbnen mit ein paor Winken in dieser wir geben c» zu ein wenig schwie­rigen Situation zur Seite Befcnx.

eie Haden nur ein Mädchen, ttepnc ich an. do» Im gewöhnlichen Küche und Hausarbeit ber- sieht uab Alltag» richt genügend Zeit bat. sich mit kunstgerechtem Sereieren zu befofkn. Tiun «st al» erste» zu überlegene möchten St« 3br eigene» Mädchen an diesem Wend khchen lassen. 06er soll sie Ihren Güsten dir Speisen reichen.' -M) nefrne Nibe« an. Sie haben mehr al» für! Gälte gebeten Doch selbst toenn e» weniger lind, «fl e» icÄt schwierig und gelingt nur selten das, <m und dieselbe Person eine Mahlzeit einwand- frei zulxreitet, anrichtet und selber reicht. Dur ein vollkommen kalte» Menu kann so vorarrichiet werden, daß da« Mädchen ungestört und tadello» kreieren kann.

Die zweit« Uebcrfegung gilt der Fra«, ob Sie lieber eine Kochsrau nehmen ober da» Offen non einer Stadikuche kommen lasten. Oder aber, ob Sie sich eine Servierfrau nehmen, so daß Ihr Mädchen sich vollkommen auf die Küchr koxxzen- frteren kann. Diesen Entschluß fassen Sie am besten nach den Fähigkeiten Ihrer holden Fee. < Vielleicht auch nach Ihrer eigenen!) Sine ge­lernte Servierfrau, die Sie für eine Gelegenheit bestellen, kommt früh genug, um selbst den Tisch au he*iL Möchten Sie sich diele» Amt nicht nehmen lassen, so überlegen Sie genau, daß Sie für jede Speise, die Sie geben. Da» nötige und geeignete Desteck aus legen. Vielfach liebt man e». einen großen flachen Teller mit hübschem Deckchen belegt, unterzustellen. Gilt es auch in allerjüngster 361 nicht mehr al» ganz modern, so ziert e« doch den Tisch und schont da» Weiß­zeug. Auf diesem Teller steht die Serviette, hübsch gefaltet, mit einem Veilchen oder mehreren Tisch- nrötchen im Dund. Dun heißt e» nachdenken: Mir Suppe in Taffen mittelgroße oder Kaffee­löffel. Richtige Suppenlöskl nur für den Suppen­teller. 3um kalten Vorgericht wird der mittel­große 5k ff ert teilet mit Fisch- oder kleinen Deliertbestecken gegeben; zum Fischgang zwei Gabeln oder Fischbesteck, zum Gemüsegang ohne Fleisch eine einzige Gabel, zum Fleischgang große« Besteck; zu süßer Speise und Kompott befrnfxrc Dessert- oder Kasseelblfel mit möglichst in der Größe passender Gabel, für rohe Früchte Obst- eventuell Heine« Kiichendesteck. Salat- leller stehen Unk». Recht« die Gläser. 3um Weißwein die Dörner, für den Rotwein ein tiefe» weiße« Stengelgla». Wasserbecher evtl. Seit selch. SÜdweingläSchen werden fertig ein- gtgoffen auf dem Tablett gereicht Wenn man will, können sie bereit« gefüllt an jedem Platze sieben. wenn sich die Gäste setzen. Weißwein wird fnltacft.llt. Rotwein leicht angewärmt und gerne in Kristallkarasfen serviert. Bei kleineren Gc- k gen beiten wird Sekt im Zimmer auf der An- richfe geöffnet. Da» Mädchen oder die Servier - frau sind schwarz gekleidet; sehr hübsch wirkt ein weiße« Krägelchen und weifte Manschetten am selbstverständlich lanaen Aermel. Für weiße Schürzchen am hübschesten in Voile mit Valcn- c renne» bat man entzückende Formen. Zum schwarzen Kleid blütenweiß zum braunen SerexrNeid beige. Del sehr offiziellen Gelegen­heiten läßt man in Handschuhen servieren

Sämtliche Speisen reicht man von link«. Ge­tränke werden von rech!» eingegolfen und von recht« wird auch da« gebrauchte Geschirr wieder abgirihraiL Salat und Beilagen, chcntitcU auch Kartofseln, können eingestellt und von den

Die Innenarchitektin.

Von 3onn!? Dehm.

Do« inkrefsanteste und innfassendste Gebiet, in dem Ne Krmstgewerblerm sich auswirken kann, ist Ne 5kmrenarchttektur, Ne neben soliden loch- n^chen Kenntnissen cm unerhörte« Rlaß der Sr- fhxbimg»gabc. die stetige Schwingung hannonie- render Fard- und Formmomenle. letzten Ende« rchi schöpferische Begabung verlangt Da« Sttidium werd sich je nach Ausdeutung diele« Fache«, ob c« (ich auf Ne Ardnteftxnr schiech«b,n. auf Bau- entwürfe. Ilmbaufen usw. ober auf Mr reine Irmenausstattung bc.ücfH. hx der Arista ttswahL y-auer, Prari» und auch hx den Kosten unter- scheiden. Die Archkkktxn wird entweder eine der vielen dechnikchcn oder BaugewcrttLulcn benutzen, um sich Ne l ethnischen und wissenschaftlichen Kenntnisse. wie Statik. Mathematik. Licht- und SännebererbnuT-.qc:;. Akustik. Gelestetzwesen der Baupolizei. Patentwesen. Baxckor.strukttvn. Be- triebvvtfsexischait usw. anzumgnen oder eine kch- «rrsche Hochschule besuchen, deren Absolvierung ihr den De -Ing -Tttel ermöglicht. G« nt Bein leichter Berus für eine Frau, eine Unmenge von Spezial- fcmitnifTcn geboren dazu. Ne unerläßlich lind und eine gewisse praktische technische Veranlagung erheischen. Der fortgektve Umgang mit Haxid- Werkern, Geschäften und Angestellten. Ne Bev- antwvttl,ch-eit dem eigenen Werk und dem Bau­herrn gegenüber, verlangt, um Prci«treibtrvrcn. 'chlechtc* Material und minderwertige 3rbcrt zu vermeiden, eine genaue Kexrntnis der sehr um- s.-.ngreichen Spezialgebiete, wie Schreinerei. Dckv- ratiohÄmalerei. und Tapezieren, Polsterei Fuß- dodenbelag, "Sentilatinn, Beleucht xmgswe^e ix lle sordern. Du« meist Nsserierende Riveau de« r-^dwerker». der über solide technische Kennt- mne auf Kosten de» Künstlerische«' und kulturellen Anschlags verfüat. verlaxwt. um Ne Aulorttät zu TOcuren. eine ebenso sichere Beherrschung de« ^ocheS. wie c« menschlich feinempfindendes Sin- fubamg«ixTmdgen fordert, um Nrf Zu'ammen- arbeiten erfolgreich und reibungslos zu gestalten. Um allen Pekuniären 'LißHelligkeiten aus dem Dege zu geben, dem Bauherrn gegenüber sowohl wie dem Handwerker, bedatt e« einer gründlichen Kenntnis des gesamten Lohnwesen». beim Ne

Gästen selbst toeiteeetgeben werten. Immer irirb bei der ältesten Dame oder der RespelNper<on de« Kreises zu kreieren begonnen. Nun wird rundherum vxilergerxicht. Sind lediglich Herren am Tisch oder jüngere Leute, so wird der Dame de« Hanse» zuerst gereicht. Sämtliche Spellen werden zweimal Angeboten.

Mokka und Liköre werden nach dem Sssen im Salon gerecht. Die mit schwarzem Kaiser ein­geschenkten Täßchen stehen mit einem Brettchen

mi. Zucker und Sahne auf einem größeren Tablett. Die Gäste nehmen da« Fäßchen hx Ne Hand. Sind sämtliche Gäste versorgt. Io kann au« einer hübschen Kanne auf Wunsch noch nach- gegeben werden. Likör und Zigaretten können gleichfall« au* einem Tablett gereicht werden oder aber aus einem llrinen Tischchen stehen von welchem au« der Hau«herr sie feinen Gästen onbietet.

Kindliche Tlaschhastigkeit.

Don Buff» Thorrin

Dachdruck verboten.

G« «ft eine allgemeine Erfahrung bah Kinder gern naschen. xmb man fmbet da« begreifirch. wenn man feiner eigenen Ätnbertaac geben!r nur machen Mc AuSwüchfe dieser kmdlichen An­gewohnheit Öttern xmb Erziehern oh ernste Sorge und führen oft zu anderem. Schlimmerem, al« da« Raschen an sich «ft.

Daß Kinder Süßigkeiten lieben, ist selbstver­ständlich; daß fic danach oft ftarfee Verlangen haben, ist ein Beweis, daß der !

mu» beriet Aufbaustvsse benötigt. Sin« ver­nünftige Mutter wird da» cinfehen und ihren Speisezettel danach «inrichten. So oh al« möglich pollS. frisch te, Mondamin- oder

Maizena-Speisen unb ander« harmlose, billige, aber sehr gesunde >md nahrhatte Puddmg« dem Mittagessen folgen lallen, zum Abendessen Milch- fafao, zum Frühstück Honig-. Marmelade- oder Pflaumenmus-Schnittchen oder -Semmeln die» imb ähnliche« (natürlich neben vernünftiger Ge­müse- Gier- und Fleischkost» wird dem kinNichen Organismus soviel Kalorien zusühren. daß bk AuLwüchk de« Begehren« nach Süßigkeiten allein dadurch unterbunden werden, weil der Körper danxit in gesunder Weise gesättigt ist. imZ> wovon man satt ist, danach trägt man kein starke« Verlangen mehr. Der Hunger (in diesem Fall nach Zucker) allein ist«, der zu allerlei Untnrten hinreißt Die Kinder, die am meisten naschen. sind gewöhnlich mager, ungesund unb unterernährt Die kindliche Unart ist eine Folge der saischen (eirtweder au« Dot ober Unverstand) häuslichen Ernährung Ich sah einmal einen kläglich axtssehenden, zerlumpten Iuygen von un­gefähr sechs ober heben Jahren, der in einer Hand eine saure Gurke, m bet anberen eine geld-rot lackierte Zuckerstange zwei kl hastest er Dualität hielt xmb von biekn betben Schätzen in unparteiischer Gier abwechselnd abbiß. ... Unb meist wird noch ho« Gelb für betörtige ..Genüsse' auf nicht rechtmäßige Weise erworben worden sein.

Sittliche Entrüstung Ist hier natürlich gar nicht am Platze; viel eher verständn««volle« Mitleid. Oh find Erwachsene auch viel zu hart gegen krnblichc Unarten. Eine Mutter bestrafte ein achtjährige« Mädchen streng, weil es sich aller» dmg« ohne um Erlaubnis zu fragen von einer für eme gxtfe Zensur geschenkt erhaltenen Mark für 30 Pfennige Schokolade kaufte. Da« Kind war der Meinung gewesen, da« Geld stände ihm zu freier Verfügung; xmb wer von xm« weiß nicht mehr, wie gern er al« Ähxb malselbständig" einkaufte?I. Die gestrenge Mutter aber geht, sowie sie Lust dazu verspürt, mit einer Freundin oder aUeth in eine Konditorei und tut sich dort an allem gütllch, wa« ihr Sinn begehrt und ihr Geldbeutel faxim erlaubt.

Man muß Kindern gegenüber gerecht fern und von ihnen nicht mehr verlangen, al» man gege­benenfalls selbst leisten könnte, sonst entstehen Dinge, die viel, viel schlimmer sind alS da« Raschen, nänüich Heimlichkeit. Lügen, Heine Dio bcnc.cn an Kuchen und Zucker und sogar Geld- Nebstähle.Vernünftige Erzieher suchen dem vor- zubeugeii. und mit ein wenig verständnisvoller Güte totrb c« Wohl fast immer gelingen. Reigt cm Kßib zur Rafchhafligkeit, so richte mar zu allererst den Küchei^zettel nach den zu Anfang aufgestelllen Richtlinien ein; vermutllch wird das häufigere Grschclnm eines Puddings fröhlichere

Architektin ist mitverantwortlich für Ne ihr unter­stellten Auftragsaussühxicr. Drr rein technischen Fachschulmxg schließt sich vorteilhaft unb gewöhn­lich bet Besuch einer Kunstgawerbeschule ober Kunstakademie an. Ne säst alle eine spezielle Architektur und Innendekorativnsklasfe haben, tote z. B. Wien. Hamburg. München, Düsseldorf ufw. Große, tunsthandwerllichc Spezialschulen und da» staatliche Bauhaus in Deslau uni» Weimar, da« nach Absolvierung cm Dtploin verfeiht, ober die Reimann-Schule in Berlin. Die Ausnahme- bebingungen tragen al« erste Forderung bereit« gehabte technische Schulung. Abschlußetan-,en einer Bougcwcrkschulc ober Dorer amen einer technischen Hochschule, Begebung unb Fleiß. Meist wirb ein Probehalbjahr verlangt, dem ehre Mindestaus- tnlbxmg von zwei bis drei Iahten folgen muh. Die letzte zeitliche Snlscheibung wird das Können treffen. Die Schülerin arbeitet praktisch in den einzelnen Detrstütten. der Schremcrei, Töpferei. Weberei und in der Metallablcilung in Chxttourf und Ausführung, erlangt aus der allerersten pri- mTtiben Gelaltung und langsamem stetigem Hi «cin- wachsen m die Mn reine da» Gefühl für die Form ohne alle Manieriertheit, ohne alle Auswüchse und Spielerei. Sie lernt in der Schreinerei neben bet speziellen Möbel model larbeit, neben den verschie­denen Arten der HolzbehanNung «Streichen, Spachteln, Polieren, Schleiflack u<w.» neben brn Äexmtmhen aller Maschinen. Ne Schönheit ber sachlichen Sins ach beit der Türen und Fenster, lernt hx der Töpferei Ne Herstellung cinf<xber Geßrauchsges chirre unb kunstvoller, farbvollendeter Gefäße aus Ton. ihre Glastenmg und Bemalung, lernt Stoffe, Teppiche unb Tapillerien weben hx den köstlichen Farben und Mustern der modernen Handwebcrei, bringt «in in den getarnten Pro- buthor.«bergang von der Behandlung des Roh­garn«» b» zxmx fertigen Stück, läßt in der Metallabteilui^ aus Gold unb Silber. Aluminium unb Zhxn, Ktipfet unb Me^stng. Oamfen unb Gefäsze, Geschirre unb Zierbinge ersteherx, unb wächst auf unb hinein ins Schallen mit dem Be­wußtsein. bat der Abel des Marerials, der nr.t dem Adel der Form xmb Farbe harmoniert, die Schönheit des Werke« beNnal. Sine Epezialllaf e für Bodenbelag und Dandvekleidung wacht mit den verschiedenen Technllen «Parke h. Mosaik. Linoleum. HolzbdleiNmg, BSPannung und Be­

stimmung enveckn. unb in heilerer Stimmung sind Kinder (gemixj tok axntz wir!) diel eher zu guten Dorfäncn und zum Ablegen häßlicher Eigenschaften bereit. Spricht man nun in Güte mit der kleinen Raschkatze - e« gibt natürlich ebenlov:c1 Daschkater - und bittet, nicht heimlich allerlei unbekömmllche« Zeug zu kau'cn ober sich verstaubte Ladenhüter unb grellgekärbte Zucker­waren anhängCn mi lassen, sondern Mck schäd­liche Reigung zu bekämpfen, so wird das gut ge­sättigte Kind, da« eben bekömmliche Süßspeise und Obst erhalten hat. d.efe» Versprechen nicht nur zu geben, sondern auch zu halten imstande sein, eben weit der Heißhunger fehlt.

Unb zur ..Belohnung" gibt man ihm nach ber Hauptmahlzeit regelmäßig täglich einige nahr­hafte. selbstgebackenc Piähchcn «Kei» ober Knu­sperchen) unb etn Heine« Stück rehtcr, guter Schokolade. In den meisten Fällen wird da» satte kleine Ding triefe guten Sachen nicht fofort aus essen, sondern für ..nachher" beiseite legen. Das unterstütze man ruhig, gebe dem Kind dazu eine saubere, verschließbare Blechdose oder Aehn- llche«. damit cs einen geeigneten Ausbewahrunas- ort im Spielfchrank dasür hat. Unb sollte bhx- ntn einiger Tage ba« .stastchen nicht völlig geleert fein, so ist ba» schon ein recht gute« Zeichen bafür. bah beginnenbe Lust am Haus­halten, Aushedcix xmb Sparen ben Rafchtrieb zu beftogen beginnen. Ratürlich Darf man nicht schelten, wenn umgekehrt bre Schachtel leer ist; ber Inhalt stand ja zu de« Kinde« freier Ver'riigm'g. Iedcnsalls naschte cs mit unterem Willen und nicht heimlich und führte dem Körper ferne schädlichen, sondern nahrhafte Sachen zu.

Auch suche man ben Ehrgeiz bes Kinde« zu wecken. Indem man ihm zum Beispiel lagt:Da hast du eine Mark Taschengeld für deine Heinen persönlichen Wünsche Muht du durchaus naschen, so sag' vorher, was du davon kaufen willst. Kaufe cs auch ruhig selbständig bei einer be­kannten, guten Firma ein. Einzige Bedingung: es wird nicht zwilchen Kaffee unb Abendbrot ver­schlungen. Traust bu brr die Kratt nicht zu, nach zwei oder drei Stück aufzuhören, so gib mir den Rest in Verwahrung. Aber Siegfried (Ro­land, Robinson ober Falkenauge wie nun ge­rade eben der LieNmgSheld hekht) hätten sich sicher beherrschen können. DaS ist nämlich auch eine Tat; mindesten- so schwer al« Drachen zu töten ober Skatlpe zu sammeln!"

Mit dem ..Von-vornhereln-Fortnehmen", Ent­ziehen be« Taschengeldes usw. warte man, bi« in ganz bösartigen und hosfentlnh recht seltenen Fällen sich Un^eirbarfeit zeigt. Bei gesund veranlagten Kindern wirkt eine gewisse (vom Er­zieher unbemerkt kontrollierte) Selbständigkeit und chx hx de« Kinde« anständige Desinnxmg gesetzte« Qkrtrauen ba« Hxmbertfache an günstigen Resul­taten als bauernde« Führen am Gängelband imb ewiges Mihtraucn. Rur baS Heimliche führt auf allerlei Elbloeae. Unb gevabe intelligente unb temperamentvolle Kinber sind dieser Gefahr besonder« auSgesetzt. Lehren wir unsere Kinder zunächst. Vertrauen zu xm« zu haben. Wenn sie erst willen, si« finden bei un« wirkliche« Verständnis für ihre großen Wünsche und He men Schwächen, dann werden sic sich un« offen unb gern mitteHen. unb wir können in Ruhe imb Güte verhüten, daß au« kleinen Rofchkohen wenig erfreuliche unbeherrschte, unredliche und unzuver- läififle Menschen werben.

malung) vertraut, und zahlreiche theoretische Fächer lehren in Parallelkursen Preise unb Sor­ten. Haltbarkeit unb Wärme. Mc Anwendung der Beleuchtung, ob Tageslicht, gemischte ober unsicht- btroe Lichtquellen, vor allem bas Wesen der Farbe, die Farbe als physischen Faktor oder ass Tonwert, ba« Wesen ber Formen in Raum imb Ebene, St lkmxdc. Kunstgeschichte ufw.

ätnd doch genügen alle diese Kemitnillc nicht, um etne fähige Iiincnarchttcktin zu bilden. Das letzte Können liegt, wie bei jedem anberen schöp­ferischen Beruf, im eigenen Ich, au» dessen Ideen­welt Ne Dinge, ihre Form, ihr Dechältnrs zum Raum erstehen. Die Frau, deren eigentliches, ureigenes SchassenSbcrcich das Heun ist, bereit £ Taffen»trieb immer irgendwie -um Schmücken unb Hemnschmachen neigt, deren ganze poetische, mehr den ästhet-.'chen alS den Kampsmomentcn zugeneigte Lcbcnsaullallung. deren ausgeprägter Wille zum Persönlichen, Aparten sich immer starker offenbart, rprrb gerade der Raumgestaltung intimere, lebensvollere Momente geben können, als der Mann, ber über der Großzügigkeit des Schassens den Zauber ber winzigen Kleinigfeiten und Spielereicn vergiht. Eine -Frau wird bei­spielsweise eine Dak als Ball» für die QebenMg- feit von Blüten schallen, nicht als Gefähform für sich, wird eine Lampe nicht als Fvrmfchönheit erstehen lallen, fondem als Stimmungsfaftor, wird Ne strenge Zweckmäßigkeit be» Raumes immer irgendwo mildern zugunsten enter spie­lerischen Heiterkeit, die fich durch Ne kunstgewerb­lichen Zierdtnge. Herne Kasten und Do^en. Schalen und Basen. Äi^cn und Decken, durch lichte frohe Farben oder milde, zarte Töne, durch Rachen und Ecken, ferne lichtdurchflollene Borßängc. Blüten- kompelltionen. eine leise, bewußte Anordnung «nd l-lngcwolithett erzielt. Ihr Raum wird nk brfo- ratto allein fein, er wird selbst toenn er intbe- wohnt ist. die Heimeligfett de« BcwohntsetnS aus strahlen. Roch eines, das Ne Frau prä­destiniert zur Gestaltung des Heimes, chr ferne« Einfühlungsvermögen in die Wesenheit eine« anderen sie wird nicht RcrumkompoHtfonen ihre» Geschmackes, ihrer Erfindung allein schaden, sje wird intuitiv den Raum dem Wesen ihres Austraggebers anpaller. und ihm von trnrrt- hcre-stx Mc Atmosphäre feine» Bc'itzers verleiben. Denn die Gestaltung des Raumes ist dte Gest al-

Die Kunst, eine Omelette sonfllte zu bereifen.

Don M. Cdtnribtr.

Rur in verschwindend wenigen Haushaltxmacn wird die Kunst geübt, eine Omelette $<>u!tl6e S bereiten. Ne eine mkrer östlichsten 8ter- eikn ist. Dielen Hausfrauen nur vom gelegent­lichen Festschmau» außerhalb der heimischen Pe­naten bekannt, geht von ihr Ne Mär, daß ihre Bereitung nicht in das Fach einer bürgerlich Kochenden falle

Al» Frühstück»schüllel für den festlichen Fami­lien tisch, al» schnell zu bereitende Umlage bei unerwartetem Besuch, al» Rachtisch ist Mc Ome­lette wie geschallen. Stet« wird sie In der Vannc, hx Der fl« gebacken wurde, auf den Tifch gebracht Ganz nach d.m duftenden Zutaten, die dem Eierteig binzugehlgt werden, führt btefe OicrfDetfc ihren Romen Sv wird von Vanille-, Zitronen-, Apfelsinen-. Fxmchtmarmeladc-. Man­del-. Kirsch-, Mara»gulm>- ulw. Omelette ge­redet Der Zeig, für sechs Personen berechnet, stellt sich au» 150 Gramm Puderzucker. 6 Siern unb einer Prik Salz zusammen. Datu kommt nach dem erwählten Geschniack enNvcdcr eine Prise Vanille oder die aus Zucker abaeriebene Lchalc einer Zitrone oder Apfelsine, oder zwei Eßlbllel Likör beliebiger Art ober zwei Sßwlsel Fruchtmarmelabe, 30 Gramm Mandeln. Hasel­nüsse. Wolnülle, feingcriebcn.

Siwcift und Eigelb werden iwrslchtig vonexnan- der getrennt, so dost am Weißen nicht» Geldes zurückbleibt, wa» da» Gelingen de« Eiweiß- schnee«, ber sehr steif fein muß, behindern toürSc, Da» Gelbe wird nun mit 125 Gramm Zucker, einer Prise Salz und den erwählten Aromaten in süns Minuten schaumig geschlagen, am besten mit einem Holzlöffel Run wird ber dritte Teil des sehr stell geschlagenen Schnee« untergezogen und schließlich nach und nach auch die übrige SchnccmaNe

Da. wie gesagt, die Omelette in der Pfatme auf den Tisch kommt, muß diese von ansehnlichem Aeußcren fein. Ihr Boden wird leicht mit Butter bestrichen, der Zeig aus die Mitte ge­schüttet, und zwar in Fonn eine« Hügel« von 10 bis 12 Zentimeter Höhe, dellen Oberfläche zu glätten ist.

In die Mitte diese« Hügel« wird eine 2 bi« 3 Zentimeter tiefe Höhlung gemacht. So hat die Hitze beim Backen Zutritt zum Innere. Regel­mäßige Eindrücke mit einer Messerklinge in die glatte Oberslächc geben ehxc hübsche Verzierung.

Die Omelette wird bei regelmäßiger, doch schwacher Hitze gebacken Ist die Osenhitzc zu schwach, so gebt die Omelette nicht auf, ist fic zu stark, bräunt sich die Oberfläche zu schnell, und Mc Speise wird nicht gar. Rach 12 Minuten wird die Psaxxne umgedreht, so baß die Omelette von allen Seiten der Hitze gleichmäßig ausgesetzt wirb. Sv bäckt sic nochmal« 12 Minuten. 3 bi« 4 Minuten vor Beendung bet Zischzelt wirb die Omelette mit einer dünnen Schicht vanillierten Puderzucker« bestreut.

Ist Mc Zuckerschicht geschmolzen und hat sich Ne Oberfläche mit einer goldglänzenden Glasur überzogen, so ist die Omelette fertig und muß sofort aufgetragen werden, sonst fällt sic zusani- men. Bei einer Likörzugabc werden noch einige Lössel voll de« gleichen Qlförfl in die Mitte der Speise gefüllt und angezündet.

Die Speise fällt weniger leicht zusammen, wenn außer oben genormten Zutaten dem Schnee 12 bi» 15 Gramm ferne« Stärkemehl, vielleicht Monda­min. imtcrgefd)lagen und der Speise untermischt wird. Kortvsscfnnchl verMrbt den Gelchmack der Speise Ne mit Mehlzufatz an und für sich we­niger fein ist al« ohne.

Gesellschaftliche Llnwahtcheiten.

Ach. besuchen Sic mich doch recht bald! Ich würde mich herzlich freuen.

Entschuldigen Sic, bitte, mein Zufpätkvmmcn, der Ehausscur hatte sich vollständig Verfahren.

So ein entzückende» Kind habe ich noch nie gesehen!

hing des Dasein«, feine Beherrfchung, Sormuna und Deutung. Rur Ruancen ihres Sern« totrb fie in ihn hineinpflanzen und ihn irgendwie er­füllen mit dem Fluidum weiblichen W-escns. da« immer noch unb immer wieder trotz aller Ver­männlichung. trotz aller praktifchen Berus-tätig- Teit. trotz aller Typisierung seine beglückenoc Wirkung auSstrahlt.

Die rein praktische Ausübung des 'Berufe« wird fich erstrecken auf ein selbständiges Wirken al» InnenarchitÄtin, die Dau unb Umbau, Einrich­tung unb Auszierung Heiner Laiidhiu'cr und einzelner Räume auSführt. Zimmer, bte bet Frau bestimmt sind, werden Ihr befonbers gelingen; die Vcrschwicgeiih^.t und irgendwie rätselvolle Stimmung des Boudoir« einer verwohnten Frau, der Zauder und die Weltgelöfthen eines kleinen Tee- unb Rauchkabinett». Ne Phantastik eine« Ateliers. Nc bunte Sortos igkeit eines Kinder- zimmers. der Traum von Sommer und Frühling mitten im Winter, der Wintergarten, wenden unter ihren schöpferischen Händen lebensvoll wer­den Begehrt sind Gntwurss-MitarbeUerinne>x großer FabriSm der Möbel-. Porzellan-, Woh- nungSteptil-. Taperen- und Teppichindustnie. (JM- dagoghch begabten Architektinnen bleibt die Lehr' lät^teit an einer der vielen Kunstschulen, mter- effant und gleichzeitig besonders lukrativ wird die Mitarbeit beim F.lm, Ne Gestaltung kleiner moderner Läden. PavilloTxs und Ausstellungs­räume oder die stimmungsvolle Ausstattung moderner Bar- und Dielexxräume fein.

Weibliche Effinder.

Da« neue polnische FrauenblattLa Femme Polonaise* teilt mit. daß Polen einer Frau, ber polnischen Chemikerin Dr. Iwanowska. eine neue Alphaltart verdankt, die aus Produkten bergestellt wird, welche das Land selbst in reicher Mexxge liefert Der hvhe Wert und der niedrige Preis be« neuen Asphaltes haben bereit» im AuSlande Aufmerksamkeit erregt so daß Amerika xmb die Tschechoslowakei der Erwerbung des Pa­tentes nähergetrtten ftnb. In Polen ist eine 2ffticngdeincMik zur Ausnützung des Produkte» . Cel-ass al k' gegründet Warden. Ne zurzeit bereit« Zwei große Fabriken nx der Umgebung von Posen unb Warschau besitzt, welche Hunderte von Ar­beitern beschäftigt