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betrautet werde, erwiderte Bande rvelbe:Die Aufrechterhaltung der Besetzung ist vom etonöpunlt der Sicherheit, wie von demjeni­gen der Reparationen vollkommen nutzlos Geworden und ist andererseits für alle, nicht zuletzt für uns Belgier, eine Beladung. Die Besetzung mutz auf jeden Fall im Jahre 1935, d. h. gerade in dem Augenblick, wo sie unter Umflänben zu etwas dienen könnt-, aufhören. Dergitzl man an­dererseits, datz durch das Londoner Abkommen da» Pfand der militärischen Besetzung durch andere Pfänder ersetzt worden ist? Die wahre <9arcmtie her deutschen Zahlungen ist und bleibt allen San- dern die lalsache, datz >ede Grotzmachl Kredit braucht und deshalb sich genötigt sieht, ihre Der- pslichtimgen innezuhallen.

Die Rheinltmdbesehung ist weder rechtlich, noch tatsächlich zu rechtfertigen.

eie dient, rote man sieht, nur dazu, bei uns in Belgien die Verstärkung der Rüstungen ju recht- fertigen. Sie bildet ein Hindernis für den Frieden und eine ständige Ursache für Reibun­gen und Konflikte."

Das pariser Programm.

Paris, 21. Aug. (DTB.) DieChicago Tri­büne" macht folgende Angaben über das Pro­gramm der Beran ft altunyen anläßlich her Unterzeichnung de» Antikrtegspaktes. Freitag nachmittag wird der Dampfer ,L»le de France" in Le Havre eintreffen. Kellogg wird sich im Sanderzug nach Paris und sofort in die amerikanische Botschaft begeben, und sich den Abend für Verhandlungen mit seinen diplomatischen Vertretern frechalten. Am Samstag wird der ame­rikanische Botschafter Herr ick zu Ehren der frem- den Vertreter in her Botschaft ein Essen geben, zu dem da» diplomatische Korps und die Vertreter des Auswärtigen Amtes eingeladen werden. Sonntag abend wird Kellogg in der amerikanischen Bot- schäft ein Essen zu Ehren der Delegierten der vier­zehn Nationen geben, die den Pall unterzeichncil werden. An diesem Essen werden mehr al» 50 Per­sonen teilnehmen. Montag abend wird Briand zu Ehren der Unterzeichner im Quai d'Orsay ein Essen geben, an dem auch Ministerpräsident Po i ». c a r e teilnehmen wird. Dienstag mittag wird der Präsident der Republik, Doumergue, in Rom- bouiUet ein Frühstück geben, Mittwoch vormittag roirb sich Kellogg in Begleitung des Präsidenten des Irischen Freistaates nach Le Havre begeben und an Bord des amerikanischen KreuzersDetroit" nach Cork fahren.

Besuch englisches Parlamentarier­in Deutschland.

London, 21. Aug. (WB.)Cieinno Standard" meldet:Aus Einladung des Ehrenvorsitzenden de- ReichSverbcmdes der deutschen 3nbuftrie, Dr. Kurt Sorge, wird eine Gruppe konser­vativer Parlamentsmitglieder unter Führung von Sir John ©anbeman Allen Deutschland ün nächsten Monat einen Be­such abUatten. um die dortigen industriellen und sozialen Bedingungen zu studie­ren. Der Besuch wird zwei Wochen dauern.

französische Manöverpläne.

Paris. 22. Aug (WTD. Funkspruch.) JRatin" berichtet, datz wegen der Epidemiegesahr infolge des Austrocknens der Brunnen in der Loiregegend die dort geplanten großen M a * nÖDer abgesagt worden sind und die zu den Hebungen einberufenen Reservisten lediglich an Brigademanövern teilnehmen werden. Aus Nancy wird dem Blatt gemeldet, datz vom 2. bis 0. September in Elsatz-Lothringen große Manöverder dort liegenden Truppen (20. Armee- kcstps) abgehalten werden, und zwar soll die eine der Parteien nicht nur angedeutet werden, sondern cs |affen tatsächliche Operationen zwischen zwei vollstän- diuen Truppenkörpern erfolgen. Diese Manöver sollen umfangreicher sein, als die von 1927 und be­sonders Versuchen zum Transport von Truppen mit Lastwagen dienen.

Venizelos als Sieger.

Athen. 21. Aug. (WTB.) Die letzten Wahl- ergebnifie lauten: Benizelisten 228, Roya­listen 15. Kafandaristen 3, Pangalisten 1, Un­abhängige 3 Mandate.

Die griechischen Wahlen haben mit einem Sieg desgroßen Kreters" Dcnizelos geendet. Sein Wahlsieg ist für ihn noch insofern von besonderer Bedeutung, als sich auch die ab­trünnigen Denizelisten ihm wieder angeschlossen zu Haven scheinen. Sein Erfolg war vorauszu- sehen, zumal sich Denizelos im Wahlkampf außer­ordentlich rührig zeigte und im übrigen trotz aller gegenteiligen Behauptungen grob« Sympathien im Dolle besitzt. Die Frage, wie sich daS inner- politische Leben Griechenland- nun­mehr gestalten wird, liegt nahe. Venizelos wird natürlich jetzt erst recht seine Positionen ün Staate ausbauen, er wird aber dabei auch unzweifelhaft auf den geschlossenen Wider st and der Monarchisten stoßen, die nach diesem Wahl- au-sall geradezu gezwungen werden, sich fester denn je zusammenzuschliehen. Die alten Reibereien bürften also nicht aufhören unb sich noch dadurch verstärken, daß auch Pangalos sich bemüht, seinen alten Einsluß zurückzugcwinnen. ör ist Zwar im Wahlkampf unterlegen, hat iedoch die politisierenden Offiziere hinter sich» die sehr wahr­scheinlich bei der ersten sich bietenden Gelegeitheit wieder in di« Erscheinung treten werden. Dicht urtmttDeflani wird es sein, zu beobachten, welche Au ßenpolitik D«iizelo- zu treiben getsmrt. ®r hat zwar schon au verstehen gegeben, daß er den bisher eingeschlageiren KurS nicht ändere und versuchen wird, das frcuirdschastuch« Ver­hältnis zu den Nachbarstaaten auszttbauen. Wer Denizelos hat schon mehr als einmal ge­zeigt. daß es ihm gar nicht darauf ankommt, Freundschaften zu breche't, uxnn «r sich Vorteile davon verspricht. Es ist infolgedessen nicht ver­wunderlich, wenn man auf dem Balkan ihm eine gesunde Portion Mißt rauen entgegenbringt.

Litauens Antwort an polen.

Warschau. 21. Aug, (WTB.) 3n der von dem polnischen Sonderdelegierten S z u m l a kowski heute nach Warschau iiberbrachten Antwortnote des litauischen Premiermini­sters W o l d e m a r a s auf di« letzte volnckche Roke erklärt Woldemaras. er l^edauere sehr, den polnischen Vorschlag. di« Plenarkonse- 1x113 in Genf am 25. b. M. «inzuberufen, nicht annehmcn zu können. Die litauische D«fe-

Das Weltparlament in Berlin.

Jubiläumefagung ber Znterparlamentarischen Union.

Während in Poris die beteiligten Mächte zur Unterzeichnung des KriegsächtunaSpaktes schrei­ten werden, kommen letzt in Berlin die Parla­mentarier der einzelnen Gruppen der 3 n te r - parlamentarischen Union zu der dies­jährigen 2 5. 3ubiläum»tagung zusammen. Genau zwanzig Jahre find verflossen, feit im 3ahre 1908 ixe erste Tagung in Berlin stattfand, eine dec glänzendsten und erfolgreichsten, die die Union vor dem Kriege abgehalten Hal. Vieles bat sich teitdem ereignet Unter völlig veränder­ten politischen VerAltnifien begrüben wir die Vertreter beinahe aller nationalen Parlamente Europas und der übrigen Welt in den Mauern der Reichsl-ouptstadt. 2s ist vielleicht nicht ohne eine gewisse symbolische Bedeutung, daß dem vorjährigen Kongreß in Paris der diesjährige in Berlin folgt, und es mag als gutes Omen für die Zukunft gedeutet werden, daß dem freundlichen Empfang der deutschen Interparla­mentarier an der Seine ein gleicher der fran­zösischen an der Spree unmittelbar folgt. Denn darin liegt ja wie Gouverneur z. D. Dr. Heinrich Schnee, Präsident des Arbeitsaus­schusses Deutscher Verbände, in der Halbmonats­schrift der Derbände betont wesentlich mit die Bedeutung dieses .Weltparlaments", daß lich dessen einzelne nationale Gruppen und Mitglie­der persönlich kennen lernen, gegenseitig Fühlung nehmen und sich offen aus sprechen können.

Wenn auch auf den Konferenzen der Inter­parlamentarischen Union Re Abgeordneten nur mit dem Gewicht sprechen, das ihnen die Be­deutung ihrer Persönlichkeit und ihrer Stellung in dem Parlament ihres Landes verleiht, oder allensalls noch mit dem Gewicht ihrer Gruppe, wenn auch die gefaßten Beschlüsse nur bindend für die Mitglieder der Union sind und nicht für irgendein Land oder gar für alle Länder, so enthalten sie doch die Derpflichtung der Gruppen, chre Verwirklichung in ihren heimatlichen Parla- menlen zu betreiben und damit zugleich einen ein- druck-vollen Appel', an alle Bölter und Regierun­gen. Damit nehmen die Konferenzen der Union auch eine gewisse Einwirkung auf die sogenannte politüche Atmosphäre und können sehr wohl ein stimulierender Faktor der Annäherungund Ver­ständigung sein. Der aüfettige gute Wille dazu muh vor allem von der Erlenntnls getragen fein, daß dieses Ziel nur erreichbar ist auf dec Grund­lage dec Gleichheit und Gleichberechtigung der Rationen und auf der Grundlage der Wahrheit. Möge durch den Berliner Kongreß ein weiteres Stück auf dem Wege zur Befriedung Europas zurückgelegt werden! Möge er sein Gewicht gel­tend machen im Sinne der Beseitigung der einer wahren Bejrxdung Europas noch entgegenstehen- den Hrndemisse, wozu in erster Linie die Räu­mung des Rheinlcrnde- gehört!

Oer äußere Nahmen der Tagung.

Berlin, 21. Aug. (WB.) Zur Tagung der I n - terparlamentarischen Union sind im Laufe des heutigen Tages die meisten ausländischen Teilnehmer in Berlin cingetroffen. Brr her ist die Teilnahme von 5 6 1 Parlamentariern an« gemeldet. Die Räume des Ne i ch s 1 a g s a e b ä u - d e »sind festlich geschmückt. In der Kuppelhalle sind die Standbilder der Reichspräsidenten Ebert und oon Hinden bürg mit Blumenschmuck umgeben. Vier große Danner in den Reichsfarben hängen herab, daneben die Fahnen aller in der Interparla­mentarischen Union vertretenen Länder. Deutsch­land ist auf der Tagung mit 71 Parlamen­tariern vertreten. Sie gehören allen Parteien mit Ausnahme der Kommunisten und Nationalsozialisten

an. Die Reichstagsoerwallung hat die Einrichtung des Gebäudes dem jetzigen Zweck als Tagungsort des Parlaments der Parlament« angepaßt.

Oie Kommissionen bei der Arbeit.

Am Dienstagnachmittag traten die Abrüstungs- kommission (deutscher Vertreter Adg. Dr. Breit- scheid), die Kommission für koloniale Fragen (beul- scher Vertreter Adg. Dr. Schnee) und die Kom­mission für Mmderd.-itssragen (sie heißt offtziell Kommission für ethnische Fragen) zusammen. In der Minderheitenkommiision ist Deukschiand durch den früheren demokratischen Abgeordneten Heile vertreten.

Die Abrüstungskommisfion.die von dem früheren damschen Wehrminister Dr. P. Mu n ch ge­leitet wurde, beschloß, zur Prüfung der Sicher- h e i t 5 i r a g e und der aus dem Kellogg pakt sich ergebenden Folgen eine Unterkommission einzu- setzen.

Der Vorsitzende der Kommission für Wirt­schaft« und Finanzfragen, der ehemalige Finanzminister der Niederlande, Dr. Ireub, konnte zu Beginn der Sitzung feftstellen, daß alle Kommissionsmitglieder, Vertreter von etwa fünfzehn europäischen und amerikamschen Parlamenten, mit der Berhandlungsführung in deutscher sprach« ein­verstanden waren. Es wurden namentlich die Aus­wirkungen erörtert, die die Beschlüsse der bisherigen Internationalen Wirtschaftskonferenz auf die tat- sachliche Handelspolitik der in der Union vertretenen Länder gehabt haben. Der deutsche oollsparteilich« Neichstogsabgeordneto Dr Schnei- der (Dresden) konnte habet auf die vom Reichs- wirtschastsmintster Dr. Eurtius eingeleiteten Maßnahmen und aut die weitgehenden Zollermäßi- gungen des deutsch-franzöfischen Handelsvertrages Hinweisen. Alsdann gab der früher« ungarische Handelsminister Baron Joseph S z t e r e l y , einen Bericht über das Problem der internationalen Trusts. Damit war die Sitzung beendet.

In der Sitzung der Minberheiten-Kom- Mission machte der ehemalige schweizerische Par­lamentarier Stuber in längerem Vortrag Vor­schläge für die weitere Arbeitsweise der Kommission, die rm nächsten Frühjahr wieder zusammentreten soll. (Er beabsichtige, auf dieser Tagung ein aus- sührliches Referat zu halten mit dem Ziel, datz die nächste ober wenigstens die übernächste Konferenz der Interparlamentarischen Union die Minder­heitenfrage erneut auf die Tagesordnung setzt. Be­kanntlich hat die Minderheitenfrage schon 1923 in Kopenhagen und 1925 in Ottawa und Washington auf der Tagesordnung der Dollkonferenzen geftan^ den. Stuber betonte, baß bie Rechtsorbnung, wie sie durch bie Friedensverträge feftgefegt worden fei, sehr viel mehr befriedige als das Verfahren der Anwendung dieses Rechtes. Wenn die in den Ver­trägen festgelegten Rechtsgrundfätze jetzt schon praktisch durch geführt wären, so würde man heute in der Minderbeitenfrage bereits viel weiter norangetommen fein. Ts habe also gar keinen Zweck, jetzt an der Vervollkommnung des wirklichen Rechts zu arbeiten, so lange nicht das Verfahren g e b e f f e r t fei. lieber bie Arbeiten des Völkerbundes in der Minderheiten­frage . sprach sich der Vortragende in lobendem Sinne aus. In der Aussprache, in der Vertreter verschiedener Nationen zu Worte kamen, hielt cs der Vorsitzende des Nationalitätenkongresses, Dr. W i l f a n , Mitglied der italienischen Gruppe, nicht für genügend, sich auf eine Reform des Verfahrens au beschränken, und bezeichnete als wichtiger die Ausdehnung des Minderheitenschutzes auf alle Staaten. Isi den Abendstunden wurde die Weiter­beratung und Beschlußfassung auf Mittwoch vor­mittag vertagt.

gation bedauere die Verzögerung in den Ar­beiten der Plenarkonferenz. die sie nach Möglich­keit beschleunigen wolle. Die wenigen Tage, die bis zur Ratssitzung verblleben, lleßen jedoch keine positive Arbeit zu. Woldemaras macht daraus aufmerksam, daß die letzte Kommission der polnisch-litauischen Konferenz Mitte Juli ihre Arbeiten abgeschlossen hätte und daß noch Zeit geblieben wäre, um die Plenarsitzung der Kon­ferenz Ende Juli oder ün Lause des August einzuberuien. Die Verantwortung für die Verzögerung der Konferenzarbeiten falle vollständig auf di« polnische Delegation. Die litauische Delegation sei bereit, die Konferenz­arbeiten wieder aufzunehmen, wenn es ihr ihre Beteiligung an den Arbeiten de- VölkerbundS- rates und der Völlervundsveriammlung erlauben werde. Da Minister Zalefki an diesen Ar­beiten persönlich teilnehme, werde auch die Fest­setzung des Termin- für die (Smbcrufung der polnisch-litauischen Konferenz im Verlause der Session möglich sein.

Verschwörung und Verhaftungen in Aeftlo.

Mexiko, 21. August. (WTB.) Sieben Frauen und fünf Männer wurden hier unter der Anschuldigung einer Verschwö­rung gegen das Leben von Ealles und Obregon verhaftet. Der Anschlag sollt« bei einem Besuch durchgeführt werden, den die betreffenden Politiker im vergangenen April der Stadt Selalja abftatteten. Gin junges Mädchen von 21 Jahren sollte, wie die Polizei behauptet, die von den Verschwörern bezeichneten Personen zum Tanz au ff er dern und während des Tanzes mit einer vergifteten Radel ritzen.

Riesenbeirügereien mit gefälschten Kreditbriefen.

Mehrere Verhaftungen.

Berlin, 21. Aug. 3m Verfolg der Ermitt­lungen über das Auftreten einer interna­tionalen Fälschergesellschaft. di« bei schweizer und bolländlfchen Banken. uitb später auch in Deutschland mit gefälschten Kre­ditbriefen groß« Betrügereien verübt hatte, konnten jetzt mehrere Täter ver­haftet werden Sin gewisser Alessi, dein an Juli «in solcher Betrug bei der Zweigstelle der Deutschen Bank :n München gelungen war. während der Beriuch eines ähnlichen K« trug« 3 bet der Filiale der Deutschen Bank in lürnberg mißglückte, wurde am 7. August

in einem italienischen Lokal in Bersin ver­haftet. Rach längerem Leugnen fegte er auch ein Geständnis ab. ©ein richtiger Rame ist Umberto Luigi M i I a n i, der in Rom geboren ist und in Mailand wohnt. Er ist von itaßer.i- schen Gerichten wiederholt wegen Bestechung. Betrugs und schwerer Urkundenfäl­schung vorbestraft. Obwobl kaum daran zu zweifeln ist, daß Alessi-Milani zu der Band« gehört, die Holland und andere Staaten heim­gesucht hat, beftreitet er diese Verbrechen noch. Er gibt nur di« Fälle von Rürnberg und Mün­chen zu. Ferner wurde am 11. August in Frankfurt a. M. von Berliner Kriminalbeam­ten, die mit Milani dort hingereist waren, ein in Florenz geborener Ugo Marches ini. der von Beruf Juwelier ist und zuletzt auch in Mai­land wohnte, verhaftet. Ss ist offenbar ein Helfershelfer des Alessi, der unter dem Ramen Saseriet bei der Dresdner Bank in München ebenfalls einen größeren Betrug ver­sucht hat, bei dem ihm nur 1500 Mark in die Hände sielen. Den gemeinsamen Ermittlungen der Berliner Kriminalpolizei und der Rechts­und Ermittlungsabteilung der Deutschen Dank ist es nunmehr gelungen, auch im Ausland« einen entscheidenden Schlag gegen die internationale Band« zu führen. 3n Marseille wurde näm­lich gestern das Haupt der Bande, ein ge­wisser P a l m e r i. mit einem Komplizen aus» findig gemacht und sestgenommen.

Aus aller Welt.

14 bedeute von einer Welle weggefpüU.

14 Mitglieder der Mannschaft des Dampfers .William Mc Kenney" wurden bei dem Orkan, der am 3. August an der kalifornischen Küste wütete, voneinerWelleweggespült und erkranken. Der Dampfer, der jetzt in Panama einlicf, war sehr beschädigt. Die verunglück­ten Seeleute wurden von der Welle in dem Augenblick erfaßt, wo fie an Deck die von dem Orkan zusammengeworfene Ladung wieder in Ordnung brachten.

SL Ingbert Zahlung-.unfähig.

Die Verluste ber Stadt 6 t Ingbert lassen sich noch nicht genau angeben. Wechsel, bie am Dienstag oräfenticrk würben, sind zu Protest ge­gangen. Die Stadtverwaltung hat sich für zah­lungsunfähig erklärt. .

Schweres Sauungiück in Braunschweig.

Aus Braunschweig wird gemeldet Aus dem Schützenplatz ist am Dien- ta gnachmrt- tag der Reubau der großen KongreY- halle, die zur Zert errichtet wird, zusammen­gebrochen. Wie die .Braunschweigische 2arv deszeitunq" berichtet, wurde ein Zmemrrmann

unter ben Trümmern begraben Sr war sofort tot. Zwei Bauarbeiter wurden leichter ver­letzt. Der Unglücksfall ist vermutlich darauf vurüc^ufübetn, daß ein plötzlich auftretenfcer star­ker Wirbelwind einen der Träger erfaßte und umgebrochen hat.

Der Balbbranb im Har;

Das gelten» bereits gemeldete Feuer zwischen Pkesfenburg unb Wernigerode bei den WolfsAippen hat etwa 7 5000 Quabratmcter Loben vernichtet. Der Branb kam dadurch auf, baß glübenbe Afchenreste von verbrannten H c ck e n bei ber Trockenheit unb bem auffommenben Winb roieber auf flammten. Cs gelang, den Branb unter großen Anstrengungen unb unter Zuhilfe­nahme bcs Automobillöschzuges ber Stobt Dernige- robe ,u löschen unb ben angrenzenden Hochwald oor ber Vernichtung zu bewahren.

Die Typhuserkrankungen ia Potsdam

Wie das .B.T." berichtet, ist die Typhus­epidemie in Potsdam noch nicht ab­geflaut: die Gesamtzahl der Erkrank­ten beziffert sich jetzt auf 42. Dem Blatt zulolge hat sich nach genauen Informationen ergeben, daß in jener Leit, von der angenommen wird, daß in der Molkerei Beelitz eine Typhu-infektion ter Milch statt gefunden hat. im Beelistrr ^Lplke- rcibetrieb ein Gehilfe beschäftigt war. der bei Len jetzigen Nachforschungen nicht mehr auszu- finden war. 2r sollte am 3. August erkrankt und nach Berlin übergcfleödt fein Die fetzten Untersuchungen haben nun ergeben, daß der junge Mann seinerzeit Typhus hatte, und man hat damit die einwandfrei« Erklärung, auf ' welch« Art damals die Infektion zustande getotr- men ist.

Großseoer in einer Schneidemühle.

Am Dienstagmorgen gegen 5.30 Uhr mürbe bie Iakobfche Schneidemühle in Leynin (Mark) durch ein jchweres Schadenfeuer zerstört. Die beiden Gebäude des Sägt- unb Hobelwerks sind vollständig nitbergtbrannl, wobei sämtliche Maschinen vernichtet wurden. Die Ent- ftehungsurfach« des Feuers ist noch nicht bekannt. Das Werk ist gegen Brandschaden versichert.

Lahnbeamte berauben Gepäck.

Wie bie Preifestelle ber Reichsbahnbirektion Breslau mitteilt, nahm bie Fahnbungsstelle in ben letzten drei Togen zwei Zugführer unb zwei Packmeister f e ft, bie in ben Personen­zügen Gepäckstücke unb Expreßgüter beraubten. Es handelt sich um langjährig gediente Beamte, denen derartige Straftaten nicht zugetraut mürben. Sin großes Dieb eslager würbe von ber Zahnbungsftelle beschlagnahmt

Schweres Autounglück.

Auf einer Brücke bei Ia 4 lo tn der Räh? von Kariowih ereignete sich ein furchtbares *21 u t ouji g [ ü rf. Beim Passieren ber Brücke mußte das Auto einem Fuhrwerk ausweichen und fiel dabei von der sieben Meter hohen Brücke in den Fluß hinab. Dem Ehausseur wurde der Brustkorb eingedrückt. 8r starb kurz nach dem Unfall. Die übrigen Insassen, vier an der Iaht, erlitten gleichfalls schwere Ver­letzungen und muhten ärztliche Hilfe m An­spruch nehmen.

Schiffbruch eines deutschen Dampfers.

Der deutsche DampferB r aaa" Ift nach einer Meldung aus Haalefunb bet Starholmen auf Grund geraten. Cln Rettungsboot ist Aur Hilseleistuna ausgelaufen. DieBraga" besin- bet sich In sehr gefährlicher Lage. Ihre aus Holz bestehende Fracht wird ausgefabtn.

Drei Schwester» beim Loben ertrunken.

Rach einer Melbung btsPetit Journal" aus Decazeoille sind beim Baden im Aveyronfluß drei Schwestern im Aller von 14, 13 und 20 Jahren ertrunken.

Oie Wetterlage.

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Dienstag, 2t August 1928.7*aMs

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tvc.lktvi) raussage.

Aach dem ozeanisch« Luftmassen in Begleitung des nördlichen Tress Deutschland überflutet ho­ben und neben Tewperaturrückgang veränder­liche- Wetter verursachten, steht-rwch feine Besse­rung in Aussicht, denn eine neue Störung rückt vom Atlantischen Ozean heran. Unter allmäh­lichem Zurückdrehen der Wind« nach Südwestcn nimmt di« Bewölkung wieder zu und außer Temperaturanstieg kommt es zu erneuten Rieder­schlägen.

Doraussag« für Donnerstag: Wie­der Bewölkungszunahme, etwas wärmer und spä­ter Ricderschlag«, Südwestwutd«.

Lufttemperaturen am 21 August: mittags 18 Grad Eeksius, abends 10,4 Grab (Telfius; am 22. Luauft: morgen» 11.7 Grob Celsius. Maximum 19,3 Grad Celsius, Minimum 7,6 Grad Celsius. Erbtemoera» hircn in 10 an Tiefe am 21. August: abenbs 17L Grab Teifiui: am 22. August morgen» 13,7 Grab Celsius. N,ed«rjchlag 12,3 Millimeter. Sonnenschein- bau fr Stunden.