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BieTEChnis

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Wandern und Reisen Bäder und Sommerfrischen

Genrsen kann man durchs Fernrohr sehen, wenn man zehn Centimes hineinsteckt. Sie krabbeln wie große braune Insekten im silbrigen Geröll.

KU seinem Park. Di« waldschäumenden Wässer, die von den Hängen stürzen, werden unmittelbar in die Autvsprengwagcn neuesten TYPS eingdülü. Soviel □Zahlt und soviel Komfort auf einem Plätzchen zusammen- daS ist Entgötterung des Paradieses, sagen die einen. Das ist Steigerung des Paradieses, das uns so erst erschlossen wird, sagen die anderen.

ist wohl eine Frage des Standpunktes, vielleicht je nachdem, ob man im Qluto sitzt, oder den Staub davon abbelommt.

Landschasts-Serpeniine

Bilder von unterwegs.

Bon Hans Tlatonet.

Di« Tetegraphenstange ist bis zum Gleichet hlnausgellettert. Schon steht fte da oben, roman­tisch wie nur irgendein Heinrich Heinescher Fich» tcnbaum, der einsam träumt. Das ilrtoelteiä des Morteratschgletschers, geröllübersät, zur Moräne versteint. stürzt wie ein gebäumtes Riesentier mit dem Schuppenpanzerrücken eines Mastodons talwärts. Unö hält plötzlich inne, als hätte eine erhobene Hand mit göttlicher Ruhe das Untier beschwichtigt. Qln der Grenze des Lebendigen steht der Gletscher still, und ihm entgegen kommt die Telegraphenstange, vorwitziger Späher der Zivilisation. rri .

Dies ist der von der Schöpsung gewollte und geplante Weg: ein Halt dem Gletscher, ein Dor- wärts der Telegraphenstange. Wer sich mit der Entwicklung eins suhlt, freut sich darüber.

Zungen schmecken sehr gut. Sehr Prakttlch zum Mitnehmen find hartgekochte *er. ta |ie geom Druck oder Stoß sowie gegen Hlhe Widerstands- fähiger find also bi» zum Abend nichts von ihrer Güte cinbühen. , ,

Zu vermeiden >ind: Gurken, oalaie. gesäte zene Fische, scharfe Äcnfernen. fettes WJ» überhaupt alles, was Durst hervorruft. Auch Schwarzbrot ist nicht praktisch qelchnrtten wenn auch noch io gut verpackt, trocknet es zu rach aus und fällt schwer ins Gewicht. Wrttzbrvt, Semmeln, eventuell Semmelbrot sein geschnitten, sind angenehmer, wenn man Nicht dorztcht, sich felbst einen Kuchen mit oder ohne Zucker zu backen. Ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung lind Lästigkeiten. von denen man heute weist, doh si« bei Touren direkte Kraftspender bar-

kNalojapah.

Gvenzscheide der Landschaft. **'

Ehe Tie abftürzt ins dunstige Blaue. Bäumt sie sich nochmals zu Schnee und Firn. Ss umweht das Ewig-Rauhe Und di« Ahmmg des Süds ihre Stirn. Wo, wo sah ich schon diese Höhen. Die tote Grotten aus blauem Gestein In der zacsige-i Fern« stehen.

Leuchtende Schatten, malachitne Reih'n. War es im Traum, toar es nn Bild«? Irdisch ist diese Landschaft kaum. Das ist Leonardos Gefilde' Landschaft zwischen Wachen und Traum.

stellen. Sie dürfen weder zu trocken noch bröse­lig oder in zu kleinen Stücken fein. Idealer Pro­viant ist: Schokolade als Kuchen oder in Rip­pen. Odstbiskuits. weiche Keks. Hefeteig, mit Russen oder Schokolade gefüllt, Bischofsbrot. Zwieback und Liemonsbrot. bann Fruchtbon- bons, eventuell einige Würfel Zucker als Er­frischung. Getränk« sollen nur bei längeren Tou­ren mitgenommen werden, und da am besten kühler, nicht zu führt Te« mit etwas Zitro­nensaft: für Heinere Kinder abgekochte Milch oder leichter Kakao in der Thermosflasche. Aber bei Familienausflügen teile man die Etappen fv ein, dast man ab und zu in einer Station Haltmacht, um ein warmes Getränk zu erhal­ten, denn zur Plage darf ein solches Vergnügen nie werden.

Oos Reisegepäck

tzer Daheimgebliebenen.

Auch die Daheimaebliebenrn, die ihre Ferien- erholung auf Ausflügen suchen, haben ihre Reife­sorgen, die sich bei ihnen meist um den Proviante korb drehen. Ramentlich die Hausfrau hat sich den Kopf zu zerbrechen, nach neuen Möglich­keiten zu suchen um ihr« Familie unterwegs gut und zweckmähig zu ernähren und auch ettoa* Abwechselung in die kalte Küche zu bringen. Bei der Zusammenstellung des Proviants überlege man: Wohin man gebt, ob an dem Ziel warme Getränke erhältlich: ob kleinere Kinder ober emp- finbliche Magen zu berücksichtigen sind: für wie­viel Mahlzeiten Borsorge zu treffen ist: es han­delt sich ja meistens um ein zweites Frühstück, ein Mittagessen, einen Rachmittagimbih, seltener um das Abendbrot. Bor allem muh man jedoch beim Verpacken des Proviants diesen je für die betreffende Mahlzeit zusammenlegen, um das lästige Oeffnen aller Päckchen zu vermeiden: ferner werde die erste Mahlzeit zuoberst ver­packt. um sie sogleich bei der Hand zu haben. Dah man jede Speise in sauberes Butterbrot­papier dntoidclt, ist selbstverständlich: der je­weilige Irnbih, zum Beispiel für vormittag, werde bann in eine Serviette gelegt, welche nach der Beendigung zum Abwischen der Hände dient. Der Provianttoro oder die Tasche, ja sogar der Rucksack, kann in mehrere Felder geteilt fern eS ist viel übersichtlicher. Er enthalte auch em ober zwei Bestecke - es gibt deren sehr prak­tische mit Schutzhüllen - einige Pappetellerchen, Pfeffer und Salz in verschlossenen Streuern. Auch die beliebten, sehr leichtgewichtigen Alu- miniumdvsen sind, falls man die einmalige Aus­gabe nicht scheut, sehr zu empfehlen. Auch einige Gläser müssen eingepackt Werdern

Run die Mahlzeiten selbst. Als Regel gelte hier, dast die leicht verderblichen Ange am frühesten verzehrt werden, wie z. B. Obst. Wurst, Butterbrote, denn all dies wird bald weich und unansehnlich: weiche, in Staniol gepackte Käse eventuell mit Butler gemengt. Leberpasteten als Brotaufstrich sind eher zu empfehlen. Aehnlich ergeht es mit dem Obst: außer Orangen. Bananen. Aepfeln ist srisches Obst kein richtiger Proviant. Erstens drückt es sich, ruiniert die anderen Vor­räte und kann sogar leicht Magenbeschwerben verursachen. Wenn Wurst überhaupt mitgenom­men wird, dann nur harte sogenannte Salami. Aber viel rationeller und billiger ist es. sich tagsvorher Kalbs- oder Schweinesleisch zu braten oder zu kochen und. fein geschnitten in Butterbrot­papier eingeschlagen, mitzunehmen. Auch ein fafti- ges nicht stark gewürztes gehacktes Fleisch oder

Die Berninabahn mit ihren gelben und roten Wagen, tote irgendeine beliebige eleftrrkfre Straßenbahn (nur bequemerj ist die herrlichst» transalpine Elektrische. Rach dem sie bis zu den Bernina-Häusern in iroftHare Winterluft empor- geflettert ist, läht fte sich in Luftigen Spiralen und Serpentinen nach Italien herunterfallen. Hnb, hast du nicht gesehen, bist du in «irrem aderen Klima mit dicker Luft, fiibergrauen Oliven und schwarzen Hemden. Wer den raschesten Wechsel und jähe Kontraste liebt, der lasse sich auf dieser Bahn von den Bernina-Gletscherii tn den Back­ofen Tirano hinabkurbeln.

Der Luxuszug ParisAon, verschnauft in D. kaum eine ungeduldige Minute. Unterhalb des staubigen Restes beginnt die blaue Bucht des Gardasees. Die Reisenden, mit schläfrig-schweren Lidern, hingeräkelt in die Tagespolster ihrer Schlafkupees, blcnzeln, sofern nicht die Gardine vorgezogen ist. in das flirrende Licht der Mit­tagsglut. ilnb würden doch ich meine die Herren mit den kleinen schwarzen Schnurrbärtchen und dem blasierten Mund die Augen auf-

Der Mittagsgong schlägt: nein, tausend Mite tagsgongs schlagen. Es ist. als dröhnte er über das Tcll, durch dieses ganze Land der best- organisierten ^Hotellerie" (so nennt sich in der Schweiz der Hotelbrsitz). Man könnte seine Uhr nach dem Gong stellen, der zum Essen ruft Der Reigen der Kuhglocken hat sich in diesen Klang verwandelt.

Rirgends gibt es vollkommenere Hotelportiers: Sprachgenies, Fahrplan-Gedächtnis künstlet. AuS- kunftsbureaus. Cook in der Westentasche. Rur auf die Frage: .Wo sind eigentlich die Ober- engabiner?" gibt es teilte Antwort. Die Hotellerie hat sie geschluckt. Sie sind Hotelportiers ge­worden. die vollkommensten der Welt.

2lbec wo sind die Schafe Segantinis hin? Hat sie die Hotelkultur des Oberengabin in unwirt­liche Höhen getrieben? Roch über die Hütte des Schafbergs hinauf, wo Segantini, noch tiefer hin­unter an die Deen von Sils, wo Rietzsche einsam war? _

Die erstklassig gepflegte ©trabe, die von St. Moritz über Maloja im Serpentinen-Absturz nach Italien führt, ist einer der groharttgsten internationalen Autokorso- Europas. Der Reich- tum bet Welt fährt hier hundertpferdig spazieren. Er macht die schönste, tiefsinnigste Landschaft. Verschmelzung nordischer und südlicher Ratur,

Es ist etwas unbeschreiblich Seltsames Gemsen in vcertaufendtecher Vergröberung unter dem Mikroskop an die Felswand gefleht

Wenn bat man nid) Zi«j«nin, sagt em skeptischer Berliner.

Es gibt Leute, die ganze Buschen Edelweth. diese keuscheste, menschenscheueste aller Pflanzen, in ihren schweißigen Händen halten. Diese Blume, die fast ohne Stengel sich in unwegsames Geröll drängt mehr Moos als Blume, ein Stern aus Weitzern Filz. eine rregetabile Schneeflocke, di« sich am wenigsten zum Pflücken eignet wird eben darum just zum Sttäutzchen gebunden. Ss ist der Verntchtunaskampf des Menschen gegen das AristokratischAbseitige, das auSstirbt.

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Wo Quellen aofchwätzig sprudeln und springen Und Büglcln dir ctoldtae Lieder stngen.

Wo bald du vergissest deS Alltags Spur In gottgefegneier fel'ger Natur.

Wo öle Stunden dir hieben in kindlichem Gluck, Wo du träumst dich in Märchenländer zurück. Wo fröhlich die Äugel du wirfst vom Gestade, Wo der Schlihfluh dich lockt zu erquickendem Bade. So Eichen tauschen ein uraltes Vteö, o ein Lehnen dich bis tn den Himmel zieht, (£tn heilige» Lehnen.--

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