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Jahre totrb der Internationale Wettbewerb am 13. Oflober in Washington stattsinden. Die Deutsche Hochschule für Polikk bat sich bereit ierflärt in ihrem 3u jmbfemtnar den nationalen >cut1d)cn Wettbewerb durchzuführen. Sie bot ein $ret«gcri4t ernberufen dellen Borfitz der preuß. Tttntftex für Wissenschaft. Kunst und Bolks- bilbung Professor D. Dr. Becker übernommen bot. leilncbmen am Wettbewerb können re»chs- deutsche Primaner und Primanerinnen PreiS- jufgalx tzst eine Rede von 9 bi« höchsten» 10 Mi­nuten über da« Thema .0<n.gleit und Recht und Freihrnt in der deutschen Versasiungsentwick- (unfl. Der die Redezeit überschreitet, kann keinen prei« erhalten. Der Wettbewerb besteht in einer Dorprüfung, au« der 5 oder 6 Bewerber hervor- geben. und einem endgültigen Wettstreit zur Fruftellung de« Preisträgers Der 1. Preis be­lebt in einer freien Fahrt nach den Bereinigten Staaten und einmonatigem Rufent halt dort. Diele ; Meise macht der Sieger bei nationalen Wett- I tenxtbe gemeinsam mit den Siegern der Wett- ! bewerbe au« den anderen europäischen Ländern j i ic übrigen bei der Borprüfung Ausgezeichneten I erhalten Geldpreise al» Beitrag -u einer Deutfch- andreife. D^r Prei« für den internationalen Wettbewerb besteht in einem groben silbernen

I -hrrnpokal.

- Oberheffen.

Landkreis Wietzen.

00 Altin-Linden, 20. Juni. In den letzten logen mürben in unserem Dorfe an besonders ge- ahrdelen und oerkebrsretchen Stellen der Wetz' irer und der Frankfurter Straß« Darnungs- tafeln für Kraftfahrzeuge ausgestellt, beider aber, und das Ist sehr bedauerlich, werden Takln setzt ichon non der Jugend als Wurf ziele benutzt und die Darnungszeichen talb nicht mehr erkenntlich sein. Die Eltern und «.id) andere Erwachsene sollten die Jugend brin- . senb aus bic Bedeutung dieser Zeichen aufmerksam .rachen, denn diese Takln sollen doch al» Warner für grotze Fahrzeuge schließlich in ber Hauptsache dem Schutze ber ble Tira he pafficrenben Fuß. «änger bienen.

a. Kleln-Lindeu. 20. 3um Wegen her ungünstigen Witterung an den letzten Sonntagen hat der hiesige Schützenklub .Roland" «Vorsitzender Lokomotivführer Friedrich Stein) Irin Prei«fchieben um einen Sonntag ver­längert. Anschließend an da« Lchluhschießen, da« cm nächsten Sonntag stattfindet, wird die Ver­teilung der zum Teil recht wertvollen Preise Tcrflcnommen. Diese sind tm Schaufenster de« .Kaufmann« August Ruhl in der Wetzlarer 5trabe au-gestellt.

g. Älcln-ßlnben, 20.Juni. Am Sonntag I HiUemahm ber hiesige Gesangverein ,4) a r m o I nie" eine Rheintour, die ihn zunächst nach Jtübeflbelm führte, von wo aus man sich nach dem f Riederwalddcnkmol begab. Nach dem Gesang eini- gtr Nheinlieder vor dem Denkmal wurde ber Marsch nach Aßmannvhauscn fortgesetzt unb von : hier au» am Nachmittag bic Dampferfahrt nach Koblenz angetreten. Gegen 6 Uhr kam der Ver­ein in floblcfu an, wo er noch einige frohe 6tun­ten verlebte, vi» abends v Uhr die Rückreise mit ter Bahn über Limburg erfolgte.

V Mainzlar, 20. Uuni. Die hiesige Spar- . unb Vorschubkasse hielt dieser Tage ihre tee«jährigc Generaloe tf am mlung bei Gastwirt Müller ab. Die not gelegte Rechnung I nur he einstimmig genebnüqt unb dem Rechner ... Entlastung erteilt. Der Reingewinn beträgt rund 1200 Mk., der Reservefond« nunmehr nach Zu- kchreibung 3098 Mk. Au« dem Rassenbertcht, den Der Rechner Schlapp erstattete, war zu ent- «ehmen. dost ber GelchältSgang der Raffe zu- I frieden fiel lend ist. Die Spareinlagen wachsen, wenn auch langsam, aber stetig, wa« Wohl feinen Hauptgrund in her Auswertung der alten Spar- r nlagen Hot. Diese wurde ab 1. Januar 1928 rr.it 20 Proz. durchgeführt, welche« Wohl der Ochste Satz fein dürfte, den eine ländliche Spar- taffe gewährt Boi der Gngänzung«wahl für die | satzung«gemäb au« scheiden den AuNichbSrat«mit- aliebrr Hrch Spnar und Wilh. G r S l z tour- Den diese toiedergetoählt. Gleichzeitig wurde be- s-losfeTi, auf jeden eingezahlten Geschäst«antcil eme Dividende von 10 Proz. zu gewähren.

chAus ber Rabenau, 20. Juni. Gegenwar. tig sinb unsere Lanbwirte eifrig mit dem Setzen , >e r Dickwurzpflanzen beschäftigt. Die Ar­test schrestet rüstig vorwärts.* Der erste Schnitt >e» Rotklees ist in blcfem Jahre so reichlich euegefaUen, datz sehr viele Landwirte ihn nicht «He zur Dersüstcrung benötigen unb ihn deshalb pim Teil zu Meeheu machen. Das gesamte Frucht- ' t (b zeigt einen vielversprechenden Stand, so bafj 'ine gute Ernte in Aussicht steht. In den lüngftcn lagen wurden in saft allen Dörfern unserer Ge- gtnb die Landwirte zur energischen Hederich- sie kämpf ung aufgerufen. Trotz des wenig günstigen Wetters hat überall die Heuernte i.lren Anfang genommen. Der hohe Wuchs des fUcfcngraicte täuschte eine Vollernte vor. Es fehlen 15er die würzigen Untergräser, die gerade die Qua- .fcät de» Heues ausmachen. Auf den feuchten Wie- en besonders ist in diesem Jahr die Heuernte bei «eitern nicht so reichlich wie m dem vergangenen Jahre.

3 A11endors a. b. ß u m b a , 20. Juni. Der heutige Schweinemarkt war, wahrscheinlich irfolgc ber schlechten Witterung, äußerst schwach be- id>t. Ausgetrieben waren nur etwa ©o Fcrlel imb Äuserschweine. Es kosteten fünf bis sechs Wochen liie Ferkel, je nach Qualität, 12 bis 15 Mark: /hn bis zwölf Wochen alte Läufer 25 bi» 80 Mark txo Kopf. Der Handel ging langsam. Ms eine xeltcnbeit darf es bezeichnet werden, daß in unfe- rfr^ etwa 1250 Seelen zählenden Gemeinde feit oanuar d.I. bis heute nur zwei Perio­den verstorben sind. In glrichem jcilraum 2iben bereit» 15 Weltbürger bi er das Licht der 13eit erblickt.

«. Trais-Horloff. 20. 3uni. Rurz nach Dem Rrieg hat sich hier auf dem Wofmhause de« Lanbtoid« Hermann Belher ein Storchen- pa a r eingenistet, da« seitdem alljährlich toieber- Ichrt und regelmäßig brütet. 3n diesem Früh­jahr hatte e« mit einem fremden Storch einen Kamps zu bestehen. Der Gindringling wurde zvar abgetoiefen. dabei wurden aber Leiber zwei Sier von deut (Belege zerstört. Die übrigen zvei Sier sinb jetzt auSgebrütet unb man wird »alb da« interessante Schauspiel erleben, die An- fengötünfte ber jungen Flieger bewundern zu linnen

Ä. ältphe. 20. Juni. Am Montag sand die Werstetgerung be« Heugrases auf dem ®emeinbetoiefengclänbc statt, zu der sich auch zahlreiche Landwirte der Rachdardörser eingefunden hatten. Infolge dieser starken Racb-

Goldsucher auf dem Meeresgrund.

Versunkene Millionen, die gehoben werden. Dos Gold der Don Walter Gersky

Sine amerikanstche öioebitior.. mit modernsten Laucher^u-r-äungen oerfchen. wird in der nächstem Jeil versuchen, da« Dvld ber ,2ufitanio" zu heben Rachdem r« schon ror einigen Jahren gelungen ist. b e großen Schätze de« im Januar 1917 torpedierten Dampfer« .Laurentic" zu bergen, sieht man in önglanb und Amerika dem neuen Unternehmen mit großer Span­nung entgegen.

Richt weit von der irischen Äüfte liegt seit dem 7. Mai 1915 auf dem IHeere«boben da« Wrack der .Cufitania". jene« stolzen Schisse« der Sunard-Lime. da« schon in ber ersten Krieg«- xeit auf ber Reste vv:' Reutzork nach Liverpoo'. dem Torpedo! chuß eine« deutschen U nieder boote« zum Opfer fiel. M.l den 1300 Passagieren, die damal« den Tod in den Fluten sanden, versank gleichzeittg auch eine äußerst wertvolle Fracht, die zum Teil au» fertiger oder Halbsertiger Munition, zum Test aber auch au« Goldbarren bestand. Immer wieder ist ber Plan ausgetaucht, die Goldbarren durch Taucher vom Meeresboden herausholen zu lassen, da es ganz unmöglich ist. ha« Schiss leibst zu bergen Im Jahre 1923 ließ sich de«halb der italienische Ingenieur Gras Garlo 3 o n a r ö i au« Piacenza ein Verfahren patentieren, da« den Tauchern die Arbeit tn Tiefen bic man bisher für unzugänglich hielt, ermöglichen sollte. Graf Janardi b^auptete. daß man mit biefem Verfahren die Goldschätze ber .Cufitania. ble in einer Tiefe von ungefähr 60 Meter unter dem Meeresspiegel vermutet werden, heben könnte. Sein Plan gelangte jedoch nicht zur Ausführung, und es bleibt nun einer amerikanischen Gspeditton Vorbehalten, die schwie­rige Arbeit zu versuchen. Die Gfpedition, die in nächster Zeit an« Werk gehen soll, ist mit den modernsten Taucheraäsrüftunflen versehen. Jeder Taucheranzug wiegt 800 Kilogramm und ist mit Stahl- unb Aluminiumschuppen bedeckt. Die Dreifzanaeii au« Stahl sind so sorgfältig gearbeitet uno von so großer technischer Voll­endung, daß es den Tauchern damit nicht schwer fallen wird, sogar einzelne Geldstücke vom Boden auszuheben. Die Bewegungen der Arn« und Beine müssen bei diesem komplizierten Taucher­anzug freilich mit kleinen Hebeln reguliert wer­den. Dafür sott eS aber möglich sein, in Tiefen vvrzudringen. in denen bisher kein Taucher ar­beiten konnte' sind doch die Taucherausrüstungen schon 330 Meter unter ber Meeresoberfläche mit bestem Erfolg erprobt worden.

Ermutigt wurden die Mitglieder der ameri­kanischen Espedition durch da« Gelingen der Bergungsarbeiten bei dem englischen Dampfer Vüurcnhc", ber im Januar 1917 ebenfalls an ber irischen Küste torpediert worden war, imb in dessen Wrack große Schätze eingeschlvssen waren, die schon vor ein paar Jahren gehoben werden konnten. An Bord ber .Laurentic", die Anfang 1917 von England nach Amerika fahren wollte, befand sich nämlich, in Kisten verpackt, die kostbare Ladung von sechs Millionen Pfund Sterlrna in Goldbarren, also eine Fracht, die mehr al« 120 Millionen Mark wert ist. Außer­dem waren mehrere Fässer mit einer weiteren Million Pfund Sterling tn silbernen Zweischll- lingsstücken an Bord. Die ungeheure Menge Edelmetall war dazu bestimmt, al« teilweise Metalldeckung einer ber Kriegsanleihen der En­tente zu bienen. Etwa 20 Kilometer von Lough Svrilltz entfernt wurde da« Schiff mit ber wert­vollen Ladung von einem deutschen Untersee­boot versenkt. Gleich nach ber Beendigung de« Kriege« ließ die brittsche Abmiralltät das in geringer Tiefe liegende Wrack untersuchen, um Die $cbung«arbeitcn tn Angriff zu nehmen. G« gelang im Jahre 1918 . 600 Goldbarren an die Oberfläche zu bringen, von denen jeder einzelne ein Gewicht von 14 bis 28 Pfund und einen Wert von 28000 bis 40 000 Mark hatte. Aber die unterseeifchen Strömungen hatten schließlich die Lage be« Wracks so verändert, daß es den Tauchern immer schwerer wurde, mit der üb­lichen Technik die Goldbarren zu heben. Dazu kam. daß der Inhalt der vom Wasser zerstörten Kisten sich allmählich im Schlamm verlor unb da« ganze Schiff von einer Schlammschicht bedeckt wurde. Schließlich waren auf eine niemals ge­klärte Weise Srplosivstoffe. die sich an Bord befanden, unter Waller explodiert, und dadurch hatte sich die Gestalt und bic Lage de« Wracks weiter verändert. Diese Schtoierigkeiten führten baAU. daß tm Jahre 1919 nur acht Goldbarren geborgen werden konnten, unb bas ganze Jahr

1920 darauf verwandt wurde, durch Taucher die Lage de« Schisse« feUfteUen zu lallen, wodurch es dann möglich wurde, im Jahre 1921 weitere 3-X1 Barren an die Cbvr.

.Fachleute" waren schon über dielen Erfolg ver­wundert. hielten e« aber für nahezu unmög­lich. auch die übrigen Schätze be« Dampfer« .Laurentic der Bank von England unederzu- geben.

Da erfand ein englischer Prvsellvr einen eiet- troicchn.'chen Apparat der die weiteren Ber- gung£aebenen ganz außerordentlich erleichterte. Die Taucher wurden mit betonter« konstruierten Lanzen ausgerüstet, mit denen Tie den Sand unb den Schlamm, von dem da« Schiss bedeckt war, lorgfältig absuchten. Auf dem Deck be« Bergunasschisfe« befand sich nun ein Galvano­meter. Da« durch Drähte mit den Lanzen der Taucher rerbunden war. Räherte sich bic Lanze einem Goldbarren, so beeinflußte bas den cld- trischon Strom und führte zu einem besonderen Ausschlag des Galvanometer«. Der Taucher er­hielt bann sofort vom BeraungSfchifs die Mit- teiluna. bah er an ber betreffenden Stelle Darren auszunschen habe. AI« bic Gvlbbarven, die sieben Jahre auf dem Meeresgrund geruht hatten, wieder an« Tage«licht kamen, glichen sie vev- rosteten Sifenftücfen. unb kein Mensch hätte sich au! ber Straße gebückt, um so ein rostige« Me- tallftück aufzuheben. Mit diesem Verfahren tft e« aber gelungen, im Jahre 1922 899 Goldbarren unb im folgenden Jahr weitere 1050 an die Dank von England abzulielern. Auf ähnliche Weife wurde die MMion fllberner Jweischil- ling«stücke von den Tauchern au« dem Schlamm herauf befördert.

Da« Problem, versunkene Schätze au« dem Ozean zu fischen, hat aber nicht erst in der Zeit nach dem Kriege den erfinderischen Menschen» geift beschäftigt, sind doch zu allen Zeiten viele Millionen bei Schiffbrüchen ober al« Folge krie­gerischer Ereignisse auf den Meeresboden ge­sunken. Man weiß, daß Aum Beispiel die spa­nische Armada große Goldschätze mitsuhrte. die dann -bei der Zerstörung dieser Flotte verloren gingen. Sine Doldgaleere der Armada sank vor mehr al« drei Jahrhunderten auf den Grund der Bucht Tobermorh. und ihr Wrack lag nun nur 500 Meter von der Rüste der schottischen Insel Mull entfernt. Da« alte Holzschiss hat natürlich nicht die Jahrhunderte überdauert, son­dern ist längst in feine Bestandteile zerfallen. Aber ein kluger Ingenieur kam im Jahre 1910 au) den Gedanken, den Hintergrund zu unter­suchen, auf dem Trümmer und einzelne Rippen ber Galeere lagen. Mächtige Saugrohre wurden auf den Meeresboden hinabgelallen. Äreifel» pumpen rillen den Schlamm in die Höhe unb warfen ihn in große Siebe, aus denen er in die See zurückfloh, während allerlei Dinge hn Dieb liegen blieben. Da fand man zerbrochene fpanische Waffen, verrostete Hägel, verbogene SchiffSteile unb viele spanische Dolbtaler. Freilich lagen die Trümmer ber Galeere nicht so tief, wie etwa daS Wrack, be« im September 1917 versenkten belgischen Dampfers .Elisabeth- Ville". ber In ber Aähe der bretonischen Insel .Delle JSle" dem Torpedo schuß eine« deutschen Unterseeboote« zum Opfer fiel. Zwöll Mellen südlich der herrlichen Insel ruht diese« Wrack in 75 Meter Tiefe. Run hat soeben ber italie­nische Dampfer . Artiglio" den Hafen von Ge­nua Derlaffen, um zu versuchen, au« dem ver­sunkenen Schiss einen Schah foftbarer Edelsteine zu heben. Der .Arttglio" wirb bei dieser Ge­legenheit eine neuartige Taucherrüstung verwen­den.

Daß e« für die Taucher oft lebensgefährlich ist. in die Schiffe einzudringen, bewiesen die Gefahren, in die die Taucher bei der Bergung von 15 Millionen Mark au« dem englischen Dampfer .Oceana" gerieten. Immer wieder wur­den die Märmer. die 90 Fuß unter ber Meeres­oberfläche arbeiteten, von reihenden Wasfer- strömen fortaeriffen. Dor ungefähr 20 Jahren wurden ebenfalls unter großen Gefahren Gold­barren im Wert von 13 Millionen Mark au« dem Wrack des spanischen Schiffe« .Alp ho ns o XII.' gerettet, daS bei den Kanarischen Inseln in einer Tiefe von 165 Fuß gesunken toar; noch tiefer lagen die Trümmer des am Rap FiniSterre untergegangenen Schiffes .Skyro", au« dem für 400 000 Mark ungemünzte« Gold nur dadurch ge­holt werden konnte, daß da« Schill mit Dynamit gesprengt wurde.

frage wurden hohe Preise erzielt. Die bil­lig iten Morgen beliefen sich auf 20 bi« 30 Wk.. obwohl sie hinsichtlich der Menge und Güte beS Grase« lehr minderwertig sind. Die Morgen mittlerer Güte kamen mit 40. 45 und 50 Mark heraus, während gute Qualität mit starkem Gras- wuch« sich ckuf 60 bi« 80 Mk. je Morgen stellte. Einzelne Morgenstücke wurden sogar mit 90. 100 unb 110 Mk. versteigert. Die Höhe ber Preise, die sämtlich über den vorjährigen liegen, ist auch mit durch den Umstand verursacht, daß ber erste Rleeschnitt fast beendet toar. ohne daß sich infolge der seicherigen Trockenheit genügenb Rachwuchs an Futter gebildet hatte. Jnsvlge- dessen steigerten manche Landtoirte baS Dra« zur Grünfütterung. Es wäre nun au wünschen, daß günstigere« Heuwetter einsetzte, da da« GraS auf dem größten Teil de« eigenen Wiesengelän- deS bereits vorige Woche gemäht wurde.

Mrcie Büdingen.

R ibda. 20. Juni. In den letzten Tagen fmb in hiesiger Gegend bic Preise für Schlacht- schweine auf 65 Pf. bi« 68 Pf. per Pfunb Lebendgewicht gestiegen. Infolgedessen ist auch der Preis für Schweinefleisch um 10 Pf. unb für frische Durst um ben gleichen Betrag erhöht worden.

b. Bad-Salzhausen. 20. Juni. In dem gestern von hier gemeldeten Duirsche bezüglich Abstellung de« Umftcigen« auf Sta­tion Beienheim ift ein Irrtum unterlaufen. Es handelt sich nicht um ben nur Sonntag« in Friedberg um 20.41 älhr. sondern um ben werk­tags in Friedberg 18.47 älhr abgehenden Fug, der wcrltags die letzte Verbindung von Friedberg hietcher ist.

Kreis Alsfeld.

»-» A ls felb, 20.Juni. Aus der Stabtoor- siandssitzung. In der jüngsten Sitzung be­

faßte man sich zunächst mit dem Entwurf einer Derkehr» p o I izeiordnu n g für die Stadt Al»seld. Der von der Stabt vor- gelegte erste Entwurf hat durch das Kreisamt eine Umänderung erfahren, zu arelcher die Stadtvertre- tung Stellung nahm. Es wurde bemängelt, daß di« von der Sladtocrwattung vargeschlagene Festtetzung der Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge aller Art in der Stadt in dem kreisamtlichen Entwurf nicht enthalten ist. Ferner wurde beschlossen, ent­schiedenen Widerspruch zu erheben gegen die vom Kreisamt oorgeschlagen« Reaelung de» Fährver­kehrs in der Mainzer- unb Obergasse, Ritter- unb Sackgaste und der Sttaße am Kirchplatz, wonach diese Straßen als Einbahnstraßen erklärt werden sollen für Fahrzeuge aller Art, da diese Maßnahme eine schwere Schädigung ber Interest« n der De- merbetreibenben bedeuten würde. Mii der oorge- schlaaenen Sperrung einer Anzahl enger Straßen und Gäßchen für den Radsahrverkehr und für Kraft- fahrzeuge erklärte sich die Berfammlung einver­standen. Auf ein Gesuch der Stabt FeIdbach in Steiermark, bie als sicht­bares Zeichen des Anschlußwillens eine Rhein- Donauhalle errichten will, für welche bie Stadt Alsfeld als Ehrengründer bet treten soll, wurde be­schlossen, das Gesuch anzunehmen unter ber Vor­aussetzung, daß für bie Stabt Alsfeld daraus feine besonderen finanziellen Ansprüche hergeleitet wer- den. Auf eine Beschwerde ber Fuhr­leute wurde beschlossen, unter Aufhebung be» Beschlusses vom 30. Juni 1927 den Fuhrlohn für ein Zweisvännerfuhrwerk mit Wechsel wagen auf 18 Mark für den lag, für den Einzelwagen auf 16 Mark für den Tag festzufetzen. Am Schluste der öifentlichen Sitzung gab der Vorsitzende unter dem Punkt Mitteilungen den schulärzt­lichen Beridft für bie Stadtschule vom Schul­jahr 1927 28 bekannt, aus dem sich die interestante Feststellung ergab, daß der Gesundheitszustand im

allgemeinen befriedigend war unb im Du retten üt eher bester aU In den Landgemeinden be» kreise» A!»feld. Rur etwa 10 a H. ber Schüler waren in­folge Unterernährung unb schlechter Pflege wett hinter dem Durchschnitt. Emdcnusche Zkrankheiten wurden bei den Hindern nicht gesunden. Weiter gab der Borntzende em Schreiben de» katholi­schen Pfarrer» bekannt über bic Gefahren der Nacktkultur und da» städtische Schwimmbad, worin :^c ..der da» gcmctnlame

>.i ate httenmibng be­zeichnet und wöbe, angereg! wurde, da» gciarnte uabh'd-c Schwimmbad mit einem undurchsichtigen Bretterzaun zu umgeben. Der Dorfitzende gab Kenntnis von der rtetiungnahnic der Stadwn> waliung zu der Beschwerde, welche in ablehnendem Sinne beantwortet worden In An bie Sitzung schloß sich eme längere, nichtüsienlliche Sitzung an.

Preußen.

Äicio Wetzlar.

jj Wetzlar, 20. Jun, In Verfolg be» in ber vorigen Stadtverordnetenversammlung gefaßten Be- Ich'uise», eine neue Brücke über bie Lahn an Stelle ber bisherigen eisernen Drücke zu er­bauen, beschäftigte sich tn seiner gestrigen Sitzung der Bau- und Finanzausschuß erneut mit dieser Frage. E» war noch die Entscheidung zu treffen, ob bk neue Brücke in B.ian ober Eisen hergestellt wer­den solle Weiter war in ben letzten lagen ein öffrrJhdi.r Streit Darüber entstanden, ob bic alte Brücke nicht für den Fußgängerverkehr erhalten werden unb bie neue Brücke weiter unterhalb ber Lahn ihren Platz finden solle. Bei dem bisherigen Platz spielt ferner die Frage ber Riederreißung ober der Erhaltung de» Häusertore», eine» Reste» ber alten Stabtbefeftigung, eine Rolle Die gestern ge­fällte Entscheibung geht nun bahin, die neu z u erbauende Brücke an die Stelle bet alten eisernen zu bringen Die crage, ob Eisen oder Beton, wurde zugunsten be» ersteren entschieden Die wir au» ber letzten Siabtverord- netensitzung misten, war ein Preteunterschieb von etwa 80100 000 Mark zwischen bciben Systemen, so daß wohl, trotz der starken Befürwortting von vielen oeltcn, die Geldfrage zugunsten de» Eisen» entscheidend gewesen lein Dürfte. Wegen der evtl. Besettigung de» Hausertore» muß noch die Zu­stimmung des Konservators für die Rheinprovinz eingedoli werden, der sich jedoch, soviel wir wissen, stei.- für besten Weiterbestand eingesetzt hat. Es steht jedoch zu hoffen, daß bei der starken Entwicklung de» Verkehrs, wie wir sie In ben letzten Jahren erlebt haben, eine andere Austastung Platz greifen wird.

Mainga«

WSD. Frankfurt a. M., 20.3unL Sin größerer Einbruchsdiebstahl wurde in der Rocht auf Dienstag tn einer im Stadtteil Griesheim gelegenen Tuchfabrik ausge- führt Dte Diebe waren über den Drahlzaun gestiegen, hatten da« als Oberlicht bienende Glas­dach abgehoben und send auf diesem Wege in daS 6 t of f la g e r ber Fabrik eingedrungen. Dort haben sie ungefähr 200 Meter Seiden­stoffe gestohlen. Di« Zdriminalpoltzei nahm so­fort bie Ermittelungen auf. Der Verdacht fiel auf den früher in bet Fabrik beschäftigten imb mehrfach vorbestraften Arbeiter Fritz D t e t e r l« aus Griesheim, ber sofort vernommen wurde und auf Grund des erdrückenden Beweis mal er ials bk Tal eingeftanb. An dem Einbruch beteiligt toar der 20|ährigc Willy Llngenberg au« Griesheim, der ebenfalls sofort festgenom­men werden fxxmrte. Die Täter hatten bie ge­stohlenen Stoffe in einer Sandgrube hi der Rähe der Fabrik vergraben.

Bund

Deutscher Reichszottbeomien.

Der Bund Deutscher Reichszottbeamter hielt in den Tagen vom 15. biS 17. Juni feinen 28. ordentlichen Bundestag in Darmstadt ab.

Im Mittettnrntt bet Tagesordnung stand der Jahresbericht de« 1. Bundesvorsitzenden Troppenhaaen. Der Jahresbericht gab einen Ueberblia über die Arbeit des Bunde«, er gab ein Bild von dem Wert unb Inhalt jeder einzelnen im Bunde organisierten Beamten- gruppe, ihren Leiden und Wünfchen. Mit der Besoldungsneuorbnung feien bie Mitglieder ganz und gar nicht Auf rieben. Zu ber Enttäuschung durch die Desoldungsreform fei nun noch bie Sorge um die Zukunft des Derufsbeamten ge­kommen. Da« verlange doppelte Vorsicht und engste« Zusammenhalten für bie Zukunft. In ber Aus'prache unterstrichen alle Delegierten bie Ausführungen deS Dunbesführer« und brach­ten tm Uebn gen noch die ihnen besonders ge­wordenen Austtage zur Äenntm«. Der bisherige 1. Dundesvoriihende Troppenhagen wurde ernftimmig toiedergetoählt.

Am 16. 3uni tagten die Ausschüsse weiter. Am 17. 3uni wurden in der Vollversammlung bic Ergebnisse der AuSIchuß-Deratungen toleber- gegetxm. Die Anträge würben gemäß ben Be­schlüssen ber AuSfchüsse von der Vollversammlung angenommen. ES erfolgte noch bie Reuwahl rerichiebenerDorftanMmi tglieber; bann wurde bic Tagung durch den 1. BundeSvorsitzenden geschloffen.

Der Bund Deutscher Reich^zoUbeamten ist bic größte Organisation der Reichszollbeamtenschaft. Er organisiert rund 25 000 Mitglieder, d h 4/s aller Zollbeamten. Hauptsorderungen der Zollbeamten sind Grenzablösung und gerechte 6te(tenumtoanblunfl tm Innendienst. Daß bic Zollbeamten zusammen mit der übrigen Beamten­schaft die Erhaltung der künfttg Wegfällen den Desoldungsgruppe 4 d (fondergeprüste Oberzoll­sekretäre) al« Spitzenstellung der mittleren Lauf­bahn fordern, ergibt sich daraus, daß das Tättg- keitsgebiet Meter DeamtcTtgruppe auch künftig bestehen bleibt. Die Zollbeamten verlangen weiter, daß ihnen alle Stellen in der Zollver­waltung offen stehen, wenn sie Me bafür er- terderiichen Prüfungen abgelegt haben

Briefkasten der Tredakiio«.

sAechtsgutachten sind ohne Derbindllchkeit der Schristlettung.)

Jlr. 79. Wenn Sie in Ihrem Eigentum durch di« fragliche Leitung nicht oeftört werden, steht Ihnen ein Magerecht auf Beleittgung oder Abänderung der Leitung nicht zu. t)ie Frage, ob die Leitung einen Verstoß gegen baupolizeilich« Vorschriften enb fjält und deshalb zu beseitigen oder zu verbessern ist, wird die Kreisbaubehörde in Gießen zu prüfen und zu enttdjeiben haben. Wenden Sie sich deshalb an diese (Gießen, Landgraf-Philipp-Platz).