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Die Beerdigung findet Montag, den 23. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Israel. Leichenhalle des Neuen Friedhofes in Gießen aus statt.
bet Schüler ist von 22 in 1924 auf rund 100 Schüler in 1928 gestiegen, die zwei Abteilungen angehören. Die Höhere Handelsklasse nimmt nur Schüler mit Obersekundareife auf, bereitet sie in einem Jahre auf ihren praktischen Beruf vor und gibt denjenigen jungen Leuten, welche das Klassenziel mit der Gesamtnote „gut“ erreicht haben, die Berechtigung, ohne Ablegung der vorgeschriebenen „Prüfung für praktische Kaufleute" an einer Universität Handelswissenschaften zu studieren. 3n der Höheren Handels- klasse befinden sich 23 Schüler. Die zweijährige Handelsschule nimmt 14jährige
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NI) Mummenschanz aufführten und eine fröhliche Lchellschaft um sich vereinigten. Später wurden a aus förmliche dramatische Aufführungen mit isiiigen Wechselreden und Liedern. Man begnügte ich nicht mehr mit Fastnachtsspielen in den Häu- erit, sondern ging damit auch auf die Straßen und Nurktplätze. Berühmt sind die Fastnachtsspiele des ■Ians Sachs, die von einem freundlichen Humor ge- niürzt waren, wie ja überhaupt das alte Nürnberg de Stätte der Fastnachtsspiele eine besondere Rolle -iwnahm.
3m bayerischen Oberland existiert übrigens Heu. tg in Tags noch ein Brauch, der an die mittelalter» i-tzen Fastnachtsspiele erinnert, ziehen doch in der Mstnachtszeit, zuvörderst an den Dienstagen und koiilerstagen, nach dem Nachtessen junge Burschen life. „Maschkera" in den Bauernhäusern umher, wo pur Ficher, Mundharmonika oder Gitarre „gedroht" tiinb und schließlich die Burschen mit einem Enzian iber Kirschenschnaps bewirtet werden. Besonders »ad) geht's natürlich her, wenn's einmal gegen
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Aus der Provinzialhauptstavt.
Dietzen, den 21. Januar 1928.
Fastnacht im Wechsel der Zeiten.
.hat sich auch in den Städten für die Fastnacht- |eit beinahe ausschließlich die Bezeichnung gasching" ober auch „Karneval" eingebürgert, so imb auf dem Lande doch bis zum heutigen Tage >le alten Bezeichnungen Fastnacht, Faßnacht, Fas. imiji und Fasenacht erhalten geblieben. Ursprung- itti hieß das Wort allgemein Fastnacht, und es Erde darunter nur die Nacht vor dem Aschermitt-
Gcstern abend entschlief in Hagen (Westfalen) nach kurzem schweren Leiden unsere unvergeßliche Schwester, Schwägerin und Tante
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iumrooülplnnereien nicbetgebtonnt mcQ^ire) würben durch Großseitn ’tnnercien zerstört und eine be[tbä- "dein Mgen verloren. DerSchM psund Sterling geschößt.
-Lluß des Faschings geht, wo ja der „unsinnige ifinsta", der „russische Freita", der „fidele Samsta" mÄ der „Fasinachtssunta" wichtige Stationen der i>a schingsfreude sind.
So erhält sich die Fastnachtszcit im Wandel der ftKrhunderte, ändert da und dort einen Brauch, läßt lin <n neuen erstehen, zeigt aber immer dasselbe über- nültfle Schalks- und Narrengesicht.
Gießener Wochenmarktpreise.
Ls kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Tiitter 150 bis 160 Pfennig, Matte 30 bis 35, title (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 30 bis 40, Vmhkraut 15 bis 20, Rotkraut 30 bis 35, gelbe Thben 15, rote Rüben 15, Spinat 40, Unter» Ich Irabi 8 bis 10, Grünkohl 25, Rosenkohl 40 sik 50, Feldsalat 150, Tomaten 120, Zwiebeln 25, sÜLerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 40 bis l0, Kartoffeln 5 bis 5,5, Aepfel 12 bis 20,
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Tag- und Nachtbetrieb
** Oeffen tliche Handelslehranstalt Gießen. Immer mehr bricht sich die äleber- zeugung Bahn, daß durch die Entwicklung des modernen Geschäftslebens eine theoretische Vorbildung vor dem Eintritt in den kaufmännischen Beruf zur Rotwendigkeit geworden ist. Dieser äleberzeugung verdankt auch die am 1. April 1924 ins Leben gerufene Oeffentliche Handelslehranstalt, deren Träger die Industrie- und HandelSkamnzer ist, ihre Entstehung. Die Zahl
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Dirnen 10 bis 15, Dörrobst 25, Rüsse 50 bis 90, Honig 45 bis 50, junge Hahnen 90 bis 120, Suppenhühner 10) bis 120 pro Pfund: Eier 15 bis 17, Blumenkohl 30 bis 120, Salat 40. Endivien 35 bis 40, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 30, Sellerie 10 bis 60 Pfennig pro Stück.
Daten für Sonntag, 22 Januar
Sonnenaufgang: 7.53 Uhr, Sonnenuntergang 16.31 Uhr. Mondaufgang 8.04 Uhr, Monduntergang 15.48 Uhr.
1561: Der Philosoph Francis Bacon von Berulam in London geboren (gestorben 1626); 1729: der Dichter Gotthold Ephraim Lessing in Kamenz geboren (gestorben 1781); 1849: der Dichter August Strind- berg in Stockholm geboren (gestorben 1921); 1922: Papst Benedikt XV. in Rom gestorben (geboren 1854).
Daten für Montag, 23 Jauuar.
Sonnenaufgang 7.52 Uhr, Sonnenuntergang 16.32 Uhr. Mondaufgang 8.43 Uhr, Monduntergang 17.04 Uhr.
1783: Der Schriftsteller Stendal (Marie Henri Beyle) in Grenoble geboren (gestorben 1842); 1806: der englische Staatsmann William Pitt d. I. in Putney gestorben (geboren 1779); 1832: der französische Maler E. Manet in Paris geboren (gestorben 1883); 1926: Kardinal-Erzbischof D.I. Mercier in Brüssel gestorben (geboren 1851).
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag: Deutschnati ona ler Handlungsgehilien-Verbano: 8.30 Llhr, Kaufmännisches Bereinshaus. Jahres- Hauptversammlung. — G. D. A. (Gewerlscha-ts- bund der Angestellten): 9 Uhr, „Stadt Wetzlar", Jahres-Hauptversammlung. — A. V. 1870/1920: 8.30 Uhr, „Aquarium", Hauptversammlung. — Radklub „Germania": 8.11 älhr, Turnhalle (Os- waldsgarten). Dauern-Kirmes. — Bäcker-Berein „Früh-Aus", 8.11 llijr, „Katholisches Bereins- haus". Bunter Abend. — Pa la st - Lichtsp iele: 8 Uhr, Filmvortrag „Canada". — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Der fröhliche Weinberg". — Astoria-Lichtspiele: „Der Todesspringer".
— Tageskalender für Sonntag: Stadttheater: 2.30 Uhr, „Peterchcns Mondfahrt" (Ende nach 5 Uhr); 6 Uhr, „Spiel im Schloß" (Ende gegen 3.30 Uhr). — Arbeitsgemeinschaft für Grenz-, Außen- und Kolonial- Deutsch tum: 5 Uhr, Reue Aula der Universität, Vortrag. — Lukas-Gemeinde: 8 Uhr. Lukassaal. Familienabend. — Reichsverband der Berufskraftfahrer: 10 Uhr vormittags. „Pfälzer Hof", Kraftfahrer-Dersammlung. — Raturheilverein: 5.30 Uhr, „Katholisches Dereinshous", Stiftungsfest. — Lichtspieltheater wie Samstag.
oid), also der Vorabend des Beginns der Fasten- eit verstanden, und eben für die Entbehrungen die- ec Fastenzeit wollte man sich bann später, als die iientliche „Fastnacht" von mehrwöchiger Dauer nüstand, durch Tänze, Maskeraden unö Schmause- eeen schadlos halten. Eine besondere Deutung hat
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reiche Menschenmenge auf Vie Deine gebracht. Eine erst im Laufe des gestrigen Rachmittags vorgenommene Aenderung der Marschroute brachte für einen Teil der Zuschauer allerdings eine ziemliche Hetzjagd, da sich diese Mitbürger an den gestern von uns genannten Straßen aufgesteUt hatten und natürlich ebenso wenig wie wir wissen konnten, daß die Zugleitung noch in den Rachmittagsstunden eine Aenderung in der Marschrichtung vornehmen würde. Don der Ludwigstraße aus schwenkte der imposante Zug nach der Moltkestraße herüber, bewegte sich dann durch die Senckenbergstraße nach dem Drandplatz, wo man die Fackeln zusammenwarf und nach dem Absingen einiger studentischer Lieder den Abmarsch antrat.
•* Gesetzliche Gesellenprüfungen. Die Anmeldungen zu den Frühjahrsgesellenprüfungen betrifft eine Anzeige des Gesellenprüfungsausschusses des hiesigen Gewerbevereins, die unser heutiger Anzeigenteil enthält. Interessenten seien auf diese Veröffentlichung besWiders hingewiesen.
**VomStadttheater. Frl. Maryela Bau mann, die im zweiten Jahre dem Verband unseres Stadttheaters angehört, ist für die nächste Spielzeit an das Stadttheater in Stettin verpflichtet worden, und zwar als jugendliche Heldin.
** Personalien. Ernannt wurden die Studienassessoren Theodor S ch w e i s g u t aus Homberg a. d. Ohm, Dr. Robert Pfeiffer aus Gießen, Hermann Dort aus Großen-Buseck, Hildegard Kullmann aus Schotten, Dr. Wilhelm Störte aus Mainz, Hermann Lang aus Friedberg zu überplanmäßigen Studienräten mit Wirkung vom 1. Januar 1928 ab.
** Zuchtviehversteigerung. Die am Mittwoch, 25. Januar, in Gießen stattftn- dende Zuchtv'ehversteigerung des Landwirt chaf s- kammer-Ausschusjes für die Provinz Oberhesjen wird mit etwa 90 Bullen des Hess. Fleckviehschlags beschickt werden. Versteigerungsort ist die Costsche Hofreite. Rodheimerstr. 50, in der Rühe des Gießener Schlachtviehhofes. Die Bullen können hier in guten Stallungen untergebracht werden, auch bietet der geschlossene Hofraum Schutz gegen Witterungsunbilden, so daß die Versteigerung bei jedem Wetter gehalten werden kann. 10 Bullen stammen aus Müttern, deren Milchleistung amtlich kontrolliert wird. Einer der Leistungsbullen hat eine Kuh als Mutter, die die höchste Fettleistung der ganzen Provinz im abgelaufenen Jahr mit 192 Kilogramm Fett aufzuweisen hatte.' Die Versteigerung wird mit Vieh aus allen Teilen Oberhessens beschickt, in der Hauptsache beteiligen sich jedoch die Zuchten der Kreise Lauterbach und Alsfeld. So bringen z. B. die in allen Züchterkreisen gut bekannten Hochzuchten der Gemeinden Angersbach 14 Stück. Maar 5 Stück, Zell 4 Stück usw. Außer den Bullen kommen noch 2 Eber des veredelten Landschweins zur Verst erung. In Anöetrachi der großen Anzahl der zum Verkauf gestellten Tiere, sowie ihres züchterischen Wertes kann allen Gemeinden, die Bedarf an Faseltieren haben, geraten werden, diesen auf dieser Versteigerung zu decken. Man beachte die heutige Anzeige.
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für dix "n dem merkwürdigen Wort „Fasenacht" gegeben, Ä öet Dch2^die Arge 0» angeblich auf Faseln, Possentreiben, Nacht- der K^enbun iwärmen zurückzuführen ist.
H0.öec bor Item , 'Ni Mittelalter waren ein besonderes Kenn-
Mreten 192" chen der FastnachtsAeit die sog. Fastnachtsspiele.
Wn »An._ q'. toirh ■ 5i t mögen daraus entstanden sein, daß ursprünglich n den Dörfern junge Burschen vermummt und verladet von Haus zu Haus zogen, allerlei Tänze
Schüler auf, einerlei, welcher Schule sie bisher angehört haben. Die Ausnahme erfolgt auf Grund einer besonderen Prüfung. In zwei vollen Schuljahren werden die Schuler für ihren praktischen Berus vorgebildet. Es ist beabsichtigt, den Absolventen dieser Abteilung ein „Zeugnis der mittleren Reife" zu geben. In den beiden Abteilungen werden folgende Han- delsbetriebssächer gelehrt: Handelslehre mit Korrespondenz, kaufmännische Rechtslehre (Bürgerliches Gesetzbuch, Handelsge etzbuch, Wechselordnung nach Auswahl), Buchführung (einfache und doppelte Buchsührungsmethode, italienische, deutsche und amerikanische Methode und Durchschreibebuchführung als Vorübung für moderne Dureauorganisation), kaufmännisches Rechnen, Stenographie und Maschinenschreiben. Der sprachlichen Ausbildung mit besonderer Berücksichtigung kaufmännischer Verhältnisse dienen folgende Fächer: Deutsch, Englisch (in der Höheren Handelsklasse auch Französisch) mit entsprechender Korrespondenz. Zur wirtschaftstheoretischen Fächergruppe gehören Volkswirtschaftslehre. Wirtschaftsgeographie, Warenkunde einschließlich Technologie. Der staatsbürgerlichen Erziehung dient die Bürgerkunde. Alljährlich findet eine schriftliche und mündliche Abschlußprüfung statt, bei der Vertreter der Industrie- und Handelskammer, des Stadtschulamtes, des Kaufmännischen Vereins und des Vereins der Einzelhändler zugegen sind. Reuaufnahmen finden regelmäßig zum 1. April statt. Interessenten seien auf die heutige Anzeige aufmerksam gemacht.
** Die staatliche Maschinenbauschule Gießen weist in der Anzeige in unserer heutigen Nummer auf den Beginn des Sommersemesters hin. Es empfiehlt sich, Anmeldungen möglichst frühzeitig einzureichen.
** Der Fackelzug der Studentenschaft am gestrigen Freitagabend, veranlaßt durch die Reichsgründungsfeier, hatte eine zahl-
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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen1
Wilhelm Euler.
Gießen (Afterweg 54), den 21. Januar 1928.
Die Beerdigung findet Montag, den 23. Januar, nachmittags 2,/a Uhr, auf dem Neuen Friedhof ftatt.
Gestern abend 8 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater,Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Rinn III.
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im 56. Lebensjahre
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Wilhelmine geb. Neidei Heuchelheim, Kinzenbach, den 20 Januar 1928
Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. Januar, nachm.
2 Uhr, vom Sterbehause, Friedrichstraße 5. aus statt.
Heute morgen entferntet fanft unter lieber Vater, Schwiegervater,
Großvater, Bruder, Schwager und Onkel
Wilhelm Euler
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fm 86. Lebensjahr.
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Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meines lieben Mannes, unseres lieben Vaters sagt allen auf diesem Wege herzlichsten Dank.
Im Namen aller trauernd Hinterbliebenen:
Frau Bernhard Wolf Ww.
Gießen (Bahnhofstraße 32), den 21. Januar 1928.
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Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim fleimgamre unserer lieben Entschlafenen, für die vielen Kranz- und Blumenspendeu sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Schultheiß am Grabe sagep wir auf diesem Wege allen herzlichsten Dank.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Heinrich Faber III.
Großen-Linden, den 21. Januar 1928.
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