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Wirtschaft.

M. Hensoldt & Söhne, Optische Werke A.-G., Wetzlar.

Di« in der letzten Zeit umlaufenden Gerüchte von einem Verlauf oder einer Stillegung des Hensoldt-Weekes in Wetzlar entbehren, wie un­sere Erkundigungen an maßgeblicher Stelle er­geben haben, jeder Berechtigung, sehnliche Mah­nahmen sind überhaupt nie in Erwägung gezogen worden. Dagegen hat sich die Hensoldt - A.-T. mit der Firma Earl Zeih in Jena unter gleichzeitiger Erhöhung ihres Aktienkapitals zu einer Arbeitsgem.inschast -ufammeng schloffen, unter Wahrung ihrer vollständigen Selbständig­keit. Dara 16 wird sich für das Hensoldt-Wer? sine beachtenswerte Ausdehnung ergeben, welche im weiteren den gesamten Interessen der Stadt Wetzlar »um Segen gereichen dürfte. Die Leitung des Henloldt-Werres verbleibt in den Händen von Dr.-Ing. h.c. Carl Hensoldt.

Umwandlung der Henschel <fc Sohn G. m. b. H. in eine A. G.

Die Verwaltung der Firma Henschel & Sohn G. m. b. H. in Kassel teilt mit: Am gestrigen Tage fand in Kassel die Gründung der Henschel & Sohn QL-®, statt. Das Aktienkapital beträgt 45 Millionen Mark bei 4,4 Millionen Maick ge­setzlichem Reservesoirds. Die Aktiengesellschaft hat das Vermögen der Henschel & Sohn ®. m. b. H. mit allen Aktiven und Passiven übernommen, dafür hat die ®. m. b. H.. die unter dem Aamen Henschel & Sohn Verwaltungs-G. m. b. H. weiter­geführt wird, sämtliche Aktien erhalten. Zum 'Vermögen der Henschel & Sohn A-®. gehören damit die gesamten Werkanlagen (Werk Kassel, Rothenditmold und Mittelfeld), in denen die Fabrikation von Lokomotiven aller Art, Last­kraftwagen. Omnibussen und Strahenmaschinen betrieben wird, ferner das Hochofen-, Stahl- und Walzwerk Henrichshütte bei Hattingen a. d. Ruhr mit einer Rohstahlerzeugung von 300 000 Tonnen pro Jahr. Unter den der neuen Aktiengesell­schaft gehörenden Beteiligungen befindet sich ein Betrag von nom. 27 Mill. Mk. Aktien der Essener Steiiikohlen-Dergwerks A-G., Essen.

Der A u f s i ch t s r a t besteht aus: Oskar Hen­schel (Vorsitzender), Dr. Wernec Kehl (Deutsche Bank, Berlin), Iustizrat Dr. O. Bartels (Kassel), Dipl.-Zng. Hans v. Gontard (Kassel), Dr. Robert Henschel (Tieversdort), Bankier Dr. h. c. Karl Pfeiffer (Kassel), Dr. Arthur Salomonsohn (Dis- contl^esellschaft, Berlin), Ernst Tengelmann (Esse­ner Steinkohlen).

Formell wurde die Gründung so durchgeführt, daß das Aktienkapital der Braunkohlen--Gewerk­schaft Mönkeberg zu Dieringshausen, das 1 Mill. Mark beträgt und sich im Besitz der Firma Henschel & Sohn G. m. b. H. besindet, um 44 Mill. ML auf 45 Mill. Mk. erhöht wurde, und zwar mit Wirkung vom 1. Januar 1929. An diesem Tage beginnt das erste Geschäftsjahr der neuen Firma. Die zur Durchführung dec bÄann- ten Transaktion mit der 3. A Maffei A-G. in München erforderliche Kapitalerhöhung soll anfangs nächsten Jahres erfolgen.

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* Frankfurter Börse. Am Montag, dem 31. Dezember, fällt die Abendbörse aus.

e 2.25 Millionen Dollar Freigabe- zahlung an die Deutsche DanL Wie WTD.-HanLelsdlenst zuverlässig erfährt, sind in Abwicklung der Freigabe des beschlagnahmten deutschen Eigentums der Deutschen Dank 2.25 Millionen Dollar überwiesen worden. Das dürfte etwa die Hälfte des der Deutschen Bank zu­stehenden Betrages sein.

° Der Erzbergbau im Rovember. Lieber die Entwicklung des Erzbergbaues im Ro­vember wird berichtet: Sicgerland: Die Ein­stellung des gesamten Hochofenbetriebes auf den rheinisch-westfälischen Werken infolge des Lohn- kampfes wirkte sich auf die Gruben außerordent­lich ungünstig aus. Der Versand an die Duhr- Hütten stockte vollständig. Da die Gruben außer­stande waren, die Förderung auf Laaer zu neh­men, sahen sie sich gezwungen, auch ihrerseits den Betrieb einzustellen und die Arbeiter zu entlassen. Lahn -Dillgebiet einschl. Oberhessen: Die Lage dec Gruben ist durch den verbindlich erllärten Lohnschiedsspruch und das Ausbleiben behördlicher Hilfsmaßnahmen noch schwieriger geworden. Ferner hatte die Aus­sperrung im Industriegebiet eine sofortige Unter­bindung des dorthin gehenden Absatzes zur Folge; es mußten acht Gruben mit rund 450 Mann Be­legschaft stillgelegt werden. Inwieweit deren Wiederinbetriebnahme möglich ist, hängt von dem künftigen Abruf, vor allem von dem Einsetzen der erhoftten Hllfsmaßnahmen ab.

H. Fuchs QI.-®.. Heidelberg. In drr Generalversammlung der ,.h>agjDnlabrit H. Fuchs A.-G., Heidelberg wurde der bekannte Abschluß (166 0C0 Mk. Verlust) genehmigt. Der Aufsichts­ratsvorsitzende erklärte in längeren Ausführun­gen, daß der Verlustabschluh durch den vermin­derten Auftragseingang von feiten drr Reichs­bahn zu erklären sei. Die Aufträge von privater Seite genügten natürlich nicht, um das Werk voll zu beschäftnem Auch das neue Geschäfts­jahr sei bisher noch ziemlich ungünstig gewesen. Der Auftragsbestand sei jedoch noch so groß, daß die 650 Arbeiter ungefähr bis zum Juni 1929 beschäftigt werden könnten.

Englandanleihe der Hamburger W a s I e r w e r k e G. m. b. H. D e Verhandlungen, die die Hamburger Wasserwerke ®. m. b. H. mit I. Henry Schroeder Co., London über die Aufnahme einer Anleihe führten, sind nunmehr zum Abschluß gekommen. Die Gesellschaft erhält eine Anleihe von 1 Million Pfund Sterling zum Zinssatz von 6 Prozent mit 30jähciger Laufzeit. Der Erlös soll vornehmlich dem weiteren Ausbau dec Wasserwecksanlagen dienen. Die Zeichnungs­listen der Anleihe, die heute zu 94 Proz. in London aufgelegt wurden, wurden bereits um 10.15 äilhr geschlossen.

* Derya ndlungen zwischen deut­schem und französischem Kalishndi- k a t. Vertreter des Deutschen Kalishndilats unter Führung von Generaldirektor Die hm haben gestern und vorgestern in Paris mit Vertretern des französischen Kalishndckats verhandelL Es handell sich hierbei um die Frage der Absatz­kontingente auf Grund des vor einigen Jahren abgeschlossenen Vertrages.

: Neugründung einer französische» Kunstseidegesellschaft. Eine Gruppe fran­zösischer Industrieller gründete für China und In­dochina eine neue Kunstseidegesellschaft, Soie d'Qrienf, die die Kunstseidegesellschaften Nord­frankreichs mit Zellulose beliefern soll.

* Reue Zellstoffabrik in Zürich. Riederlassung in Karlsruhe. Unter der Firma A.-G. für Faser- und Zellsto.f (Iohn- Billwillec-Derfahren) wurde i i Zürich eine Ak­tiengesellschaft mit einem Grundkapi.al von zu­nächst 500 000 sfrs. errichtet. Zweck dec Gesell­schaft ist der Erwerb, der Ausbau und die Ver­wertung der von Dipl.-Ing. John Dillwiller gemachten und von ihm und Dr. Johannes Dill­willer geschützten Erfindung. Diese neue Erfin­dung bezieht sich auf den Aufschluß von Faser­stoff enthaltenden Materialien aller Art und die Gewinnung von Zellstoff aus allen Holzarten. Das Grundkapital der neuen Gesellschaft wird in nächster Zeit erheblich erhöht werden. Die Ge­sellschaft will alsbald in Karlsruhe ei le Zweig­niederlassung errichten, die unter Leitung von Prof. St. Cloed. Technische Hochschule Karls­ruhe, und unter Mitwirkung Er.inders und der für den Bau der Apparate herbeigezogenen Maschinenbaug sellsckaft Karlsruhe den wei'eren wissenschaftlichen und technischen Ausbau der Er­findung fördern soll. Die Erfindungen sind be­reits so weit durchgearb itet und erprobt, daß auf einzelnen Hauptanwendungsgebieten sofort mit der fabrikatorischen Llusnutzung begonnen werden kann.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M, 20. Dez. Tendenz: zurück- hallend. Die Weiler» Erholung, die sich im Vormitlagsverkehr geltend gemacht hatte, wurde zu Beginn des offiziellen Verkehrs von einer größeren Zurückhaltung und Lust­losigkeit unterbrochen. Die Spekulation kam mit Abgaben an den Markt. Das herauskom- mende Material fand jedoch ohne große Schwie­rigkeiten Ausnahme. Der bevorstehend Iahres- ullimo und die älnterbvechung des Börsengeschäf­tes drückten stark auf die Stimmung uru> wirkten eher geschäftshemmend. Auch das Fehlen von Orders von Auslandseite und der Bankkund­schaft machte sich stärker fühlbar, so dah sich das Geschäft in kleinstem Rahmen bewegte. Die weiter feste Haltung der gestrigen Reuhocker Börse bot auf der anderen Seite dagegen eine Anregung, so daß die Kullsse, veranlaßt dadurch, im Verlaufe zu receinzelten Deckungen schritt und die Kurs­verluste vom Anfang wieder ausgeholt tour­ten. Bei den Hauptwerken gingen gegenüber der gestrigen Abendbörse die Kursrückgänge bis 2 Prozent. Im großen und ganzen war die Kursce staltung uneinheitlich. Manche Werte, für die sich vermehrtes Interesse bemerk­bar machte, konnten etwas anzieherc, andere lagen dagegen niedriger. Selten nahmen die Kursver­änderungen eine grö'er? Ausdehnung an. Stärker in Milleidenschal t gezogen waren am Slektro- markt Schuckert mit minus 4 Proz. und Siemens minus 2,5 Proz., da die heute stattsindende Aufsichtsratssitzung, in der die Hoffnungen auf eine Dividendenerhöhung wahrscheinlich wieder in

Frage gestellt werden, stärker verstimmte. I.-®.- Farben eröffneten 1,5 Prozent niedriger. Mon- tanwerte lagen still. Rheinstahl zirka 2,25 Pro­zent niedriger. Banken etwas reger und durch­weg bis 1 Prozent höher. Am Automarkt be­stand für Daimler bei etwas erhöhtem Kurse Rachfrage. Kleyer minus 1 Prozent. Renten still, jedoch gut behauptet. 3m Verlaufe kam dos Gesc^ft fast vollkommen zum Stillstand und die Tendenz neigte weiter zur Schwäche. Die Sf>eru- lation schritt zu Abgaben, die jedoch nicht sehr dringend waren, so daß sich die Llbbröckelung der Kurse in engen Grenzen hielt. Am Geld­markt war Lagesgeld auf Z Prozent erhöht und stärker gesucht. Am Devisenmarkt nannte man: Mark gegen Dollar 4.1930, gegen Pfund 20.3575 gegen Paris 124.05. London gegen Kabel 4.3557, gegen Madrid 29.80 gegen Mailand 92.07, ge­gen Holland 12.08.

Bo iner Börse.

Berlin. 20. Dez. Der heutige Bormittagsver- kehr hatte, beeinflußt durch die festere Neuyorker Börse, höhere Kurse aufzuweisen gehabt. Sonst lagen besondere Momente nicht vor, die die Tendenz hätten irgendwie nennenswert beehv slussen können, so daß schon zu Beginn der offi­ziellen Börse ein allerdings nur gesprochener Ge­winn wieder größtenteils verloren ging und die ersten Notierungen nur etwa auf gestriger Schluß- basis eröffneten. Das Fehlen neuer Orders machte sich stärkei fühlbar. Das Geschäft beschränkte sich auf wenige Spezialwerte. Im Mittelpunkt der Dis­kussion stand der Geldmarkt. Obwohl der offi­zielle Satz erst morgen festgesetzt wird und man sowieso mit einer Erhöhung rechnet, sollen heute kleine Abschlüsse. 4 v.H. über Togessatz, getätigt worden fein. Im allgemeinen waren die Kursrück­gänge nur äußerst gering. Es überwogen kleine Besserungen. Durch feste Haltung fielen, wie schon gestern Abend, Soenska auf, die 0,5 o. H. ge­wannen, Harburger Phönix mit einer Steigerung von 2,75 d. H. Schwächer eröffneten Kaliaktien (Aschersleben minus 3 o. H.) und Ehade-Aktien. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer geschäftslos. Anatolier und Rumänen eher fester. Der Pfand­briefmarkt war behauptet. Eine Tendenz war nicht zu erkennen. Der Geldmarkt war bei unveränderten Sätzen eher etwas angespannt. Der Verlauf brachte eher schwächere Kurse. Die Spekulation verhielt sich abwartend. Es tauchten wieder die verschiedensten Kombinationen über das Resultat der heute stall- findenden Bilanzsitzung bei Siemens auf. Auch hemmten regelmäßig am Donnerstag auftretende Befürchtungen hinsichtlich einer Diskonterhöhung in England das Geschäft.

Kranksurr.'f Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 20. Dez. Der Frantfur- ter Produttenmarkt verkehrte heute in ruhiger Haftung, die Stimmung war jedoch freundlicher und die Tendenz allgemein etwas fester, da er­höhte Auslandsnotierungen anregten. Auch die knappe Beschickung des Marktes bei der bestehen­den Frostgefahr übte einen günstigen Einfluß au3 Interesse bestand weiter für Weizen- und Loggenmehl. Die Preise blieben bei meist ge­ringen Llmsätzen gut gehalten. Es wurden no­tiert: Weizen 22.90, Roggen 22.25, Sommer­gerste für Brauzwecke 23.7524. Hafer, inlän­discher. 22.7523. Mais (gelb) für Futterzwecke 2222.25. Weizenmehl, niederrheinisches Spe­zial 0, 3232.50, Weizenmehl, süddeutsches Spe­zial 0. 32.25-33, Roggenmehl 29.25-30, Wei­zenkleie 13.75, Roggenkleie 13.85. Tendenz: be­festigt.

Frankfurter SchLachtviehmarkt.

Frankfurt a.M, 20. Dez. Auftrieb: 59 Rinder, 2232 KLBec, 415 Schafe, 1701 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 70 bis 75 Wk.; mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 69; geringe Kälber 58 bis 64. Schafe: Wastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 45 bis 49. (Stallmait) 40 bis 44; fleischiges Schafvieh 31 ' bis 39. Schweine: Vollfteischige Schwein« von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 73 bis 76; von etwa 200 bis 240 Pfund 73 bis 77; von etwa 160 bis 200 Pfund 74 bis 78; fleischig- Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 68 bis 74 Wk. Marktverlauf: Schweine schlep­pend, Lieberstand. Kälber und Schafe lebhaft, ausverkauft.

Büchertisch.

Aus dem Takt. Vier Erzählungen von Georg Ploch. 206 Seien. A. Bernecker, Hei­matschotten-Verlag, Melsungen. (718) Darf man Georg Ploch, den Gießener Landsmann, in die Reihe jener deu.fchen Humo isten esiwrd- nen, die in Wilhelm Raaoe ihren überragenden Führer besitzen ? Man wird es vielleicht dürfen,

wenn Humor bedeutet: ang-sich's des Mensche«, wie er ist, die Illusion erschlossen aufg-ben und gleich en.schlossen die ^iJx festhallen. Auch die Satire ist illusionsfrei; erst wo in den leeren Raum kühler od?r schneidender Illusionsfr.i-eit die belebende Wärme der Liebe ci.iftromt, oftnet der Humor sein izes Auge. Humor ist mehr alsreife Ferich.", er ist Knmpfpr.il. Wir sehen den Verfasser unserer Sammlung am ihn ringen. 3n denRnrrrnschellen". einem kostbaren Klein- stad.oild aus der P-cückenzei. will er uns noch auf der Grenze erscheinen zwischen Sa i:e und Humor. Heber dem .Hnr'enf^iel", der E zählung vom Slerbcn des al e i F.auleins, liegt die tiefe Weihe der Versöhn heil ml. einem Leben schwe­rer und schweigender, freier Entsagung. S an- den wir dort auf der zrr en G-'en'-lr i: zwischen Humor und Satire, so strhen wir hier auf je er noch »ar. er en zwischen Humor und Feömmig eit, wie sie an Hermann Oe)ec gemahnt. Für unsere Betrach ung zwischen diesen b oen liegen<5u- sanna Juliana" und dasRefterschiÄal", er­greifende Erzählungen aus der Sturmwell des späten Mittelalters und des Dreißigjährigen Kriegs, über denen das Gryphiuswort steht: Die Herrlichlei. der Erden mutz Rauch und Asche werden." Wohl hat auch hier die Rich­tigkeit nicht das letzte Wort, aber das Wort wird aus der verworrenen Schrift di es Lebens nur herauslesen, wes Auge der Schein nicht mehr blendet. So hegtet et uns durch das ganze Büchlein die Schwere des ernsten Carlyle- Mo.ivs: des ewigen Rirgens zwischen Sein und Schein auf dem Grunde der Mrnschenseele. Die Seele, die dieses Ringen kennt, weiß um die Dissonanzen der Well. Es fcib ja i iHt die Tiefen und Ernsten, die in der Symphonie des Lebeps niemalsaus dem Taft" kamen. Aber, so beginnt der Verfasser sein Buch mi einem Wort Hölderlins:Wie der Zwist der Liebenden sind die Di sonanzen der Well. Versöhnung ist mitten im Streit, und alles ©etreinte findet sich wieder." Georg Ploch beherrscht die Kemst des Erzählens. Die Sprache ist knapp, der Fort­schritt lebendig. Das Ganzlei ren-Dändchen ist geschmackvoll ausgestattet. G. K.

Wieder zwet neue äMstein-Bücher (528/529). von namhaften Autoren. 3n Georg Frö­sch«l sDer SchlüsselzurWacht" klingen alle die erregenden und spannenden Motive an, die in einen richtigen Kriminal-Roman gehören; in die fesselnde Deteltivgeschichte ist überdies ein Siebeytoman verwoben. In einer völlig anderen Sphäre spiell das zweit« Buch, Ida Doh-GdsEin Augenblick im Para­dies". Dieser Roman schildert die Röte und den Zerfall einer Ehe zwischen höchst ungleichen Partnern: einem sympathischen jungen Leutnant und einer kleinen Schauspielerin. Ida Boy-Ed, der Meisterin in der Zeichnung von Frauen- Charakteren, ist in dem vorliegenden Buch eine ungemein anziehende Darstellung v.r jungen Sou­brette gelungen, die in aller Unschuld und mit einer gewissen Anmut beinahe das Glück einer ganzen Familie zerstört.

Letzte Nachrichten.

Zeuergefecht mit denK imbacher Räubern

Nürnberg, 20.De;. (DTV. Junffprudj.) Vie beiden Verbrecher, die gestern abend dle Slalions- faffe von Kulmbach beraubt haben und im Auke» geslüchtet find, wobei fie am Eingang von Lichten- fels den bereits gemeldeten Zusammeustoh mif der Gendarmerie hatten, haben, wie sestgesiellt wurde, im HotelAnker" in Lichlcnfels ge- nächtigt. 3n dem Gepäck, das beide la dem Hotel jurückließen, fand man außer Wäsche und Toilettegegenständen THunUion in größerer Wenge für zwei verschiedene plslolenarten. Gestern abend halten hundert Wann von der tandespollzei aus den verschiedensten Stäben Rordbayerns unter Führung des Kriminalkommissars Weyer (Jlütn- berg). der bereits bei bet Ergreifung des Raub- Mörders Hein hier tätig war, eine Streife unter­nommen and ein großes Gebiet im vanzsrwald umstellt, heute früh um 6.30 Uhr entstiegen In Reuenmarkt-Dlersberg dem von Lichlenfels kom­menden Zuge auf der oerkehrleu Seife zwei ver­dächtige Pecfonen. auf die die Verfonalbeschreibuug der K. Imbacher Kafsenräuber zutraf. Sie wurden von Lahn- und Geabarmeriebramlen bemerkt und follkea festgenommen werben, hierbei enffpann sich ein Feuergefecht. bei dem ber Stationsfom- manbant Krauß aus Reuenmarkt-Wirberg bu?dj bcei Bauchschüße schwer verletzt würbe. Der eine ber Räuber würbe erschossen, ber zweite flüchtete. Bei bem Erschoßenen sanb man Ans- roeispaptere auf ben Romen Johann Brauer aus hohenebenkoben.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren anßelübrten Ziffern geben die Höhe der tuletu beichlosfenen Dividende an. Reichsdankdiskonl 7 Prozent, LombardzinSsuß 8 Prozent.

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