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fer (Raufen) die Sdfett&at Der hiesige 3ung- frauenchor unter ßrüung dd.i Pfarrer Schnei- Der lHochelhenni verschänle btn ®otte*bimfi durch ®c<ang6norträge. Di« Aachver<ammlung fanb im Serien ft an Aach brr Begrünung bet Sdheüneiyi-rr durch Pfarrer Schneider <Ho- chelheim- bi eiten S stanfprachen' Pfarrer We­ber < Holzham I Tt.ffioncr Bähr iGroh-Aechten- b<34» uni UKliMMt Schäfer (Haufen). 3m übrigen würbe bo* Fest durch aemrinfchaftliche Gesänge und Pvsaunenvonräge bei Posaunen- chors 2?)rd e'. b-ctm unter Leitung dm äjH Dol­le r (Cang-OpnÄ) umrahnt Di« am Schlüsse er« beben? Kollekte war für die Ahei «rische M.ssion bestimmt

Maingau.

WSA. Dad Homburg. 19. 6ept 4.n selt­sames 3inbred>eigenie treibt in unterer Gegend sein Unwesen. 3n Bad Homburg stahl er aus einem Laden ein Fahrrad, fuhr mit diesem nach Gonzenheim, flieg dort in eine Billa ein und raubte, obwohl bte Hausbewohner zuhause waren, allerhand Wertgegenstände. Das Aad lieh er unterwegs liegen und verübte eine Stunde später in Bad Homburg in der Höllfi einst ratze einen weiteren Einbruch. Sine Hausbewohnerin, die durch das Zimmer ging, in dem er sich befand bemerfte ihn nicht, wurde dafür aber von dem Einbrecher in einem abgelegenen Raum eingeschlossen. Dann setzte der Einbrecher sich auf bk Eisenbahn und verübte wenige Stunden später in Bad-Aauheirn verschiedene ähnliche Einbrüche

Kirche und Schule.

T Didda. 19. Sept. Dieser Tage fand hier eine Konferenz der Geistlichen des De kanats A i dda statt. Die K^nferrnz wurde mit SchrifUefung und Gebet von Pfarrer Sie­beck-Echzell eröffnet. Sodann begrübt« Dekan Seriba die nahezu vollzählig erschienenen 2Imübni<-»r, in-be'ondere den Landes! ugend- bfatrer von der A u aus Darmstadt, sowie den erstmals an der Konferenz teilnehmenden Pfarrer W e i st g e r be r - Bingenheim. seither Pfarrer und Delan in Messel bei Darmstadt Aach Er e igung g shä t i er A ng le n c ten wo e die bevorsiehenden Wahlen der Kirchengemcindc« Vertreter besprochen und Pfarrer Müller- Sichelsdvrf zum Schriftführer deS Zweigvercins Aidda der Gustav-Adolf-Stiftung an Stelle des von Rodheim nach Langi-d^rs versetzten Pfarrers

Dr. Hetz mann gewählt wurde hielt Lanbes- iug.n^Pfarrer von der Au eine., Bortrag über .Die Singebewegung und ihre religiöse Bedeu- tung. An den hochinterefsanlen Borlrag der von großer Lachk.nntniS Zeugnis ab'egte schlotz sich eine Aussprache und eine praktische Hebung.

Schöffengericht Gießen.

Sieben. 17. Sept. Sin von auswärts stammend.-r Schlosser, der die hiesige Maschinen- dauschule besuchte, bitte die Monate feine» Hier­seins dazu benutzt, um auf Kosten anderer ein sorgloses Leben zu führen. Bei Geschäftsleuten erschwindelte er sich Waren, bei Gast­wirten beging er Zechprellerei Aachdem er aus der Untersuchungshaft entlassen, verübte er in einem am Aah ungsberg gelegenen Garten- Häuschen einen Einbruchsdieb st ah l, bei dem ihm einige Kleidungsstücke und sonstige Gebrauchsaegenftände in die Hände fielen. Am anderen Tage bot er dann telephonisch diese Sachen dem Eigentümer zum Wiederanlauf an. wobei er vorgab, datz er sie von einem Un­bekannten gefault habe. Auch seinen jetzigen Ä.m. er habe die Sachen bei den ri eli- unter Laub versteckt gefunden, schenkte das Gericht keinen Glauben. Es kam zu der Ueberzeugung. da st er selbst der Einbrecher war. Dementsprechend wurde er des Einbruchsdieb­stahls und dreier Detrugsfälle für schuldig er­kannt und zu 4 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt

Ein wiederholl vorbestrafter Betrüger, der sich auswärts in Untersuchung, hast befindet und auf feinen Antrag von der Berpflichtung zum Er­scheinen in der Hau', tverHandlung entbunden mar, wurde wegen wiederum begangener Betrüge­reien zu 6 Monaten Gefängnis ver­urteilt

Sin Reisender, der für eine auswärtige Firma elektrische Apparate vertrieb, hatte einen Kunden veranlatzt, ihn als Werber für feine Druckerei- waren anzunehmen. Zu spät merkte aber erst der Geschäftsmann, datz er einem Betrüger in die Hände gefallen war, der es nur auf die ihm bewilligte Provision abgesehen hatte. Alle von dem Angeklagten herein gebracht en Aufträge waren fingiert Wegen fortge­setzter schwerer Ur'undenfälschung in Tateinheit mit Betrug wurde er zu einer Gesamtstrafe von 5 Monaten Gefängnis verurteilt.

(Jin Gemäldeverlaufsproreß.

DSR. Frankfurt a. M . IS. Sept 3n bie grobe Bilderfälfchungsasfäre die vor einiger Zeit allenthalben Hartes Aatsehen er­regte. ist bekanntlich der Kunsthänd:er Otto Müller verwickelt der im G rohen Htrich- graben 26 fein Geschäft betrieb und llch leit einigen Wochen in Untersuchungshaft befindet Müller erschien jetzt unter der Anklage der Unterschlagung zweier Oclgemälbe vor dem Grosten Schöf engericht. das nach mehr­stündiger Verhandlung zur Pertagung dieser Sache und Angliederung an den Hauptprozest kam da mancherlei noch der Aufklärung bedarf und der grostc Prozess wohl ein abgerundetes Bild von gewissen Borlängen im Kunsthandel geben wird. Muller hielt sich Ende vorigen IahreS in Berlin auf und besand sich dort in der Gclelllchast des Bilderhänd'.ers Danntz S t r a u st au» Frankfurt. der es bekanntlich vor- gezogen hat al» ruchbar wurde, datz er mit gc- fälschten Gemälden handelte, den Heist gewordenen Boden Deutschlands von den Füsten zu schütteln. Strautz hatte einen kauflustigen Bankdirektor an der Hand, und Müller beschaffte zwei Oelgcmälte. eine bunte Was erlandschast Thoma» und eine Schnee!andschast TourdetS. die man ihm verkaufen wollte Der Thoma wies eine Beschädigung auf. SS scheint sich im übrigen um echte Gemälde gehandelt zu haben, die tat­sächlich einen gewissen Wert darftellten. Der Dankdirektor nahm von dem Erwerb der Ge­mälde Abstand, so dast sich das Geschält zerschlug. Die beiden Gemälde gehörten dem Berliner Kunst­händler P., der heute ihren Wert auf 14 000 bis 16 000 Mark benutzt, da inzwischen, wie er sich eben in Paris überzeugen konnte, der Wert der deutschen Oeigemälde um vierzig bis sechzig Prozent gestiegen ist. Als Müller die Gemälde bei dem Dan.direktor nicht los wurde, wollte er sie dem P. zurückgeben, dieser aber bedauert heute aufs dusterste, dast er sie nicht zurücknahm. 2r versteifte sich damals daraus, dast Müller die Bilder feft übernommen habe. Müller versprach taufend Mark in bar zu >ahlen und für die restlichen 9000 Mar' der Kaus- fummc Akzepte zu geben. Die Wech el bekam P. auch, aber sie find zu Protest gegangen, und nun steht die Sache so. dast P. weder die Bilder, noch fein Geld hat. Die beiden Gemälde find in andere Hände gewandert. Müller nahm sie nach Frankfurt mit. wo er den Thoma

für 3300 Mar? einem Kunsthändler verdüsterte. Iedoch benutzte <r das Geld nicht um den Eigen­tümer zu befriedigen. Müller war verschuldet. Auf den Eourdet lieh er sich 3000 Mark die er aber nicht zurückiablen konnte. Darauf ist bas Bild an den Durlebn»aeber für 5000 Mark ver­kauft worben, unb Muller bekam noch etwas heraus, fein Freund Straust foll ihm aber einen Teil davon unterschlagen haben. Der Geldgeber batte keine Lust ben vSourbet bei sich aufzu­hängen unb gab ihn bem Straust wofür er ei« Bet.iligung on bem Berkauf eines Oicmbranbt zugesichert erhielt, der von Ctrauh in d. r Schweiz erworben worben war unb feine 40 000 bi« 50 000 Mark wert gewesen sein soll wenn er echt gewesen wäre, aber bas ist recht zweifelhaft. Per Berliner Kunsthänb er vertritt ben Stand­punkt. datz Müller nach ben nachträglich ge­troffenen Vereinbarungen nicht mehr verechllgt war. die beiben Bilber weiterzugeben, da er fich bU zur Bezahlung bas Eigentumsrecht vor- lehalten habe Müller dagegen tagt, dast er Eigentümer bet Bi ber geworden sei und barüber verfügen formte. Der Fall liegt juristisch hoch­interessant unb äufterft verwiaell. Die Löfung der Frage, ob hier Unterschlagung vorliegt, ober mcbT. ist um so fchw. < ber-

seits gesührte Korrespondenz dem Gericht nicht vollständig vorliegt, das. wie gesagt, zur Der- tagung gelangte.

Aus dem Amtsverfündigungsblait.

Das Amtsverkünbigungsblatk Ur. 67 vom 16. September enthält: Strastenfpervr. - Wiefenrunbgänae. DeihUfen an die Bolks- bibliotheken des Kreises. - Die IX Deutsche Bildwoche in Köln. Feldbereinigung Aonnen- roth. - Dienstnachrichten._________________________

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