abgeschlossen vor. Don dem -Welten Danb ist die erste Lieferung erschienen. Die seit der letzten Auflage eingetretenen Neuerungen auf den Gebieten der Rechtsquellen, der Judikatur und der Wissenschaft sind allenthalben verarbeitet. Die inzwischen veröffentlichten Besprechungen geben ausnahmslos dem Kommentar ein sehr günstiges Zeugnis. Es sei daher nochmals auf ihn hrn- gewiesen. Als Interessenten dürsten aus:er den frühereren Aechtspflegeorganen namentlich auch die bei Ausübung der Aroeitsgerichtsbarkeit Beteiligten in Betracht kommen.
Reisen und Abenteuer.
— Aus tropischen Wäldern und Welten. Don Elisabeth Gräfin von Schlitz, genannt von Görtz. 182 Seiten 8 °. Illustrierter Leinenband 8 Mark. Verlag Gebrüder Kn.iuer, Frankfurt a. M. (778) — Leicht und lebendig, reich an feinsinniger Einfühlung in die Kulturen der östlichen Welt, voll lebendiger Eindrücke aus ihren landschaftlich so schönen Gefilden, aus dem weiten Ärii monumentaler Architekturen, erhabener Tempelbauten und ihres weihevollen Kults aus den Bezirken zivi- lisa'orisch-wirischaftlichen Lebens unserer Tage schöpft die fesselnde Schilderung eiter langersehnten Reife. Sie führt in jene leuchtenden Sonnenräume, in tropische Landschaften von höchstem § rben- und Focmenreiz der Pflanzenwelt, zu uralten Stätten der Anbetung und Verehrung, zu seltnen Schätzen gewerblicher Kunst, vom wertvollsten Werlzeüg, der menschlichen Hand, liebevoll geformt, zu glänzenden Festen an den Hö^en der Fürsten. ilno in diesen ii tft so festgefugten und geschlossenen Kulturtreis, in di-'s« noch vor hundert Jahren unberührte Ratur dringt langsam zersetzend und auslösend nun schon seit Jahrzehnten westliche Zivilisation und vernichtet oder verwandelt, was einst Millionen kunstübender Hände Jahrtausende lang in mühevollster Arbeit als harmonisches Ganzes aufgebaut haben. Das ist die Tragik Indiens, die auch dieses neue Jn- dienbuch durchzieht.
— William Beebe: Das Arcturus- Ab en teuer. Mit 7 bunten Tafeln, 55 Abbildungen und 2 Karten. Ganzleinen 13 Mark. Verlag F. A. Brockhaus in Leipzig. (773) — Der Autor, dessen frühere Bücher „Galapagos, das Ende der Welt" und „Dschunaelleben" seinen Namen zuerst bekannt gemacht haben, hat es in der Fähigkeit, dem Meere seine Geheimnisse abzulaufchen, zu vollendeter Meisterschaft gebracht. Der 150. Teil eines Oberflächennetzes von einem Meter Durchmesser gibt ihm Gelegenheit, Plankton mit 27 080 Leve- wesen zu erkennen. Wenn der Dampfer Arcturus ruht, steigt der Rastlose trotz ständiger Lebensgefahr — öfteres Reißen des Luftschlauches und Untiere der Tiefe — auf den Grund des Meeres hinab. Sein fast unbegreifliches Wissen um die Dinge dieser nassen Welt gestattet ihm, sein Buch mit den tollsten, unerhörtesten Wundern, mit einem das menschliche Selbstbewußtsein niederschlagenden Durch-, Neben-, Ueber- und Untereinander von Fabelwesen, Märchenfeen und Kobolden des h$o-$(e« mentes zu füllen. Selbst schwierige Fragen der Wissenschaft vermag Beebe durch einfache Worte immer klar, verständlich und hochinteressant darzulegen. Die prächtigen, zum größten Teil noch nie gesehenen Bilder und die buchkünstlerische Ausstattung von Reinhold Geidel halten sich auf der Höhe des Ganzen.
— Don Tieren und Menschen. Don Carl Haoenbeck. (Derlag Paul Li st, Leipzig. 431.) — Der weltbekannte Rame des Verfassers ist an sich schon eine Empfehlung dieses Buches. Hagenkeck erzählt aus der großen Fülle feiner Jagderlebnisse in fernen, wilden Erdteilen, die er mit seinen Leuten auf Tierfang durchstreifte. Seine Schilderungen sind schlicht und einfach, voll starker Anschaulichkeit und lebendig geschrieben. Jung und alt wird an diesem Buche starke Freude haben. Eine sehr schöne Gabe für unsere reifere Jugend.
— Hallo Europa! Von Charlie Chaplin. (Derlag Paul List, Leipzig. 430,) — Chaplins Entdeckungsfahrt durch Glanz und Elend unserer Rachkriegszeit hat ein gewaltiges Tempo. Ernste Degebenheitrn wirbeln mit fröhlichen, ja tollen Erlebnissen in bunter Folge durcheinander. Hier kommt nicht der weltbekannte Filmkünstler, sondern der Mensch Charlie Chaplin, an dem man ebenfalls seine köstliche Freud« haben kann, vor die breite Oefsentlich- keit. Ein Buch, das sich viele Freunde erwerben wird.
Daten für Donnerstag, 20. Dezember.
1795: der Seschichtsfor cher Leopold von Ranke in Wiehe geb. (gest. 1886); - 1856: der Schriftsteller Ferdinand Avenarius in Berlin geb. (gest. 1923), y
Wirtschaft.
Oie Reichsbank Mitte Dezember.
Aach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Dezember hat die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten in der vergangenen Bankwoche um 211,3 Mill, auf 2039,7 Mill. Mark abgenommen; im einzelnen hat sich der Bestand an Wechseln und Schecks um 153,6 Wlll. auf 1,890,5 Mill. Mark, derjenige an Lontbards ger.ngfügig um 0,4 auf 56.9 Will. Mark ver- ring-.rt An diskontierten Reichsschahwechseln ist ein Bestand nicht mehr vorhanden. Die Anlage in Efferlen ist mit 92,4 Mill. Mark annähernd unverändert geblieben.
Der Umlauf an Reichsbanknoten hat um 130,3 Mill, auf 4,424,7 Mitt. Mari abgenommen, während derjenige an Rentenbankscheinen sich um 12,4 Mill, auf 515,7 Mill. Mark ver- größer! hat. Dementsprechend hat sich der Bestand der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 21,6 Mill. Mark vermindert. Die fremden Gelder zeigen mit 425,9 Milk. Mark eine Abnahme um 53,3 Mill. Mark.
Die Bestände an Gold und deckungsfahi- gen Devisen haben sich um 30,0 Mill, auf 2861,1 Mill. Mark vergrößert; im einzelnen sind die Goldbestände mit 2690,4 Mill. Mark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 170,7 Will. Mark ausgewiesen. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 58,2 Prozent in der Dorwoche auf 60,8 Prozent, diejenige durch Gold und deckungsfähigen Devisen von 62,2 Prozent auf 64,7 Prozent.
Die Lage des Kapitalmarktes.
Ueberblickt man die verschiedenen Gebiete der Emissionstätigkeit, so muß festgeftellt werden, daß eine allgemeine Belebung des Emis- sionsaeschästes nicht eingetreten ist. Wenn auch hier und da leichte Umsatzsteigerungen am Markte der festverzinslichen Werte mit gewissen Kursbesserungen eingetreten sind, so steht der Emissionsmarkt doch nach wie vor unter dem Einfluß der bestehenden Unsicherheit über die weitere Gestaltung der Geldmarktoerhältnisse; auch über die Möglichkeit einer Diskontsenkung im neuen Jahre herrscht noch nicht Klarheit genug, daß von dieser Seite her der Emissionsmarkt beeinflußt werden könnte. Die Reichsbank will zunächst die Entwicklung des Jahresiiltimo abwarten, um sich ein Urteil darüber zu bilden, ob für die bis zum Dezember anhaltende Verflüssigung des Geldmarktes saisonmößige Zufälligkeiten der Grund waren, und ob dies auch für die nach dem Jahresultimo ein- tretenbe stärkere Verflüssigung gilt, oder aber ob es sich um Faktoren handelt, die sich aus der Konjunkturbewegung ergeben.
Die Hoffnung, daß die nun schon seit Monaten anhaltende relative Zurückhaltung am Emissionsmarkt den Kapitalmarkt neu anregen würde, ist nicht in Erfüllung gegangen, obgleich die Ruhe am Emissionsmarkt von einer normalen Kapitalbildung begleitet war. Vor allem aber ist zu berücksichtigen, daß die Hypothekenbanken und die öffenttich-rechtlichen Kreditanstalten den Kapitalmarkt lausend stark in Anspruch nahmen. Don den im Inland während der ersten neun Monate dieses Jahres aufgelegten festverzinslichen Emissionen im Betrage von 2,4 Milliarden Mark entfielen nicht weniger als die Hälfte auf Pfandbriefe und Kommunalschuld- oerfchreibungen. Industrielle Unternehmun- Sen nahmen den Kapitalmarkt durch Ausgabe von ibligationen im Betrage von etwas über 220 Millionen Mark in Anspruch, außerdem durch Emissionen von Aktien im Betrage von 937 Millionen Mark. Bemerkenswert ist, daß auch bei den Lluslandanleihen der Anteil von Kommunalobligationen und Pfandbriefen sich sehr stark erhöht hat; er betrug in den ersten neun Monaten rund 40 v. H. der gesamten Auslandanleihen, gegenüber 15 v. H. im entsprechenden Zeitraum 1926. Ein Vergleich mit dem Verhältnis im Vorjahr ergibt für dieses Jahr fast die gleiche Prozentzahl, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, daß der Gesamtbetrag der Auslandanleihen in den ersten neun Monaten nicht unwesentlich unter den Zahlen der Vorjahre lag. Aus dem Gesagten geht hervor, daß der Kapitalbedarf der Hypothekenbanken nachlassen müßte, um die Ka- pitalmarktoerhättnisse zu konsolidieren. Da jedoch der Baubedarf für die nächsten Jahre vorerst nicht gedeckt fein wird, so wird von der Seite der Kapitalansprüche der Hypothekenbanken her eine wesentliche Milderung der Ansprüche an den Kapitalmarkt nicht zu erwarten fein.
*
* Preis- und K o n d i t i o n s a b k o m - men für Automobilreifen. In der Auto- mobilreifcn-Jndustrie ist es zum Abschluß eines
Preis- und Koybi'ionsabkvmmens gekommen, dem sich nicht nur Die im Verein Deut chrr Gummi- retfenlabrif€n verdin gten Au:omobilreifenfab-i- kanten, sondern auch der Deutsche Automobil - händlerverband, die Vereinigung Deutscher Gummireifcnhändler und namhafte ausländi che Autor.i enhcrsteller angeschlo sen haben. Das Abkommen wird mit dem neuen Jahre wirksam werden und eine Preisermäßigung infolge der Zurücksetzung der Rabattsätze zur Folge haben. Durch die Vereinbarung wird der Autoreifen- Handel mehr als bisher Den Vertrieb in die Hand bekommen, wobei bei weilg hrndem Der'icht der Direktlieferung seitens der Iabr ken eine starke Einschränkung der Händlerzah! durch entsprechende Auswahl borge ehrn ist. Durch das Abkommen wird eine scharfe Pr.iskartellierung eintreten, die sich bei strenger Durchführung der Konditionen des Abkommens auch für den Verbrauche vorteilhaft auswir.en kann.
* Schultheis-Patzenhofer 15 Prozent, Ost wer k« 12 Prozent Dividende. Un den gestrigen Aufsich'sratssitzungen wurde beschlosst, die Dividende bei Schultheis-'Pahen- Hofer mit wieder 15 Prez.nt und bei den Ostwerken mit wieder 12 Prozent auf das erhöhte Al ienkapital i i Vorschlag zu bringen. Der Geschäftsgang der Brauereien in den ersten vier Monaten des neuen Geschäftsjahres wurde als zu fried.nstellend bezeichne'. Die bisherige Entwicklung der der Schul heis-Patzenhvfer Braue- rei-A.-G. neu angegliederten schlesischen Betriebe en spreche dm gehegten Erwartungen. Auch bei den Unternehmungen, an weichen die Ostwerkc als Holdinggesellschaft beteiligt sind, befriedig« der Geschäftsgang allgemein. Die Umsätze entwickeln sich in steigender Richtung.
gyratu iiytcr Mxft
Eigener Drahtbericht des „Gießener ynaetgers"
Frankfurt a. M., 19. Dez. Tendenz: fester. — Die schon im heutigen Vormittagsverkehr sich gellend machende freundlichere Stimmung konnte sich zu Beginn des offiziellen Marktes weiter fortsehen. Der feste Verlauf der gestrigen Reuhorker Börse und der erleichtert« Geldmarkt am dortigen Platze, von dem eine günstige Auswirkung auf den deutschen Geldmarkt erwartet wird, gaben der Börse eine stark« Stütze. Auch von der ruhigeren politischen Lage ging eine günstige Anregung aus. Die Spekulation war zupersichttich gestimmt und schritt, veranlaßt durch eintreffende Orders, zu Deckungen, was sich besonders am Elektromarkt günstig bemerkbar machte. Das Geschäft konnte in den bevorzugten Werten zeitweise recht lebhafte Formen annehmen. Im Vordergründe standen Schul- kert mit plus 5,25 Prozent. Auch Siemens konnten 2,5 Prozent anziehen. Hier gab die gestrige Generalversammlung bei Schuckert und Siemens eine Anregung. Am Kalimarkt machte sich für Salzdetfurth mit plus 7 Prozent starke Rachfrage geltend. Montanwerte tagen still und fast ohne Umsatz. Interesse bestand auch für Schiffahrtswerte; besonders Norddeutscher Lloyd konnten bei lebhafter Rachfrage 3 Prozent gewinnen. Hapag etwa 1 Prozent gebessert. Banken lagen bis 1 Proz. höher. Am .Chemiemarkt waren die Umsätze etwas geringer, doch konnten J.-G- Farben von der allgemeinen Aufwürtsbewcgung etwa 2 Proz. profitieren. Holzverkohlung plus 1,5 Proz. Am Automarkt waren Daimler wieder 2 Proz. erholt, RSU. und Kleher gut behauptet. Etwa 1,25 Proz. niedriger lagen Goldschmidt. Sonst waren die Umsätze im allgemeinen ziemlich gering, doch gingen die KurSbesferungen auf allen Märkten bis zu 2 Proz. Bei einer Besserung bis zu 3 Proz. bestand auch für Reichsbank lebhafteres Interesse. Die Rentenmärlte lagen still. Rur für Ablösung ohne Option bestand bei erhöhtem Kurse ecwas lebhafteres Geschäft. Ausländer fast ohne Umsatz. Rach einer vorübergehenden Geschäftsstille machte sich im Verlaufe wieder stärkere Rachfrage nach Elektrowerten geltend. Die Spekula ion nachm weitere Deckungen vor, und eine zeitweilige Materialknappheit führte zu erneuten Steigerungen. Licht und Kraft plus 2 Proz., Schuckert plus 1,25 Proz. Außer den genannten Werten war das Geschäft verhältnismäßig klein. Am Geldmarkt trat für Tagesgeld zu 6 Proz. eine weitere Grleich erung ein. Am Devisenmarkt nannte man: Mark gegen Dollar 4.1940, gegen Pfund 20-368, London gegen Kabel 4.854 250 (das Pfund lag international fest), Paris 124.05, gegen Madrid 29.12. gegen Mailand 92.65, gegen Holland 12.0775.
Br rrer Börse.
Berlin. 19. Dez. (Eigener Draht beeilst des „Gießener Anzeigers".) Die Erholung, die berests an der gestrigen Abendbörfe und im heutigen Voemittagsverkehr erkennbar war, setzte sich auch zu Beginn d.r ofiijieden Börse fort Einige günstigere Momente, die für heute vorlagen, ver
anlaßten die Spekulation yi Deckungen. Man verwies aus die trotz geringer Ums2tzta.igkcit festere Reuyorker Börse, aus die Einigungs- Verhandlungen in der sächsischen Tex i.Industrie, auf die Einigung zwischen von H o e s ch und P o i n c a r c . die ti? Dorverhandlungen zu cin.m gewissen Abschluß gebracht haben, ferner auf den l:ich ercn Geldsah und auf den als normal anzuschenden Reichsbankausweis usw. Das weitere bedenkliche Steigen der Arbeitslosenziffer wurd? nicht beachtet, auch die Befürchtungen, daß das Repor geld kna )Per werden lönnt« und daß eventuell mit einer Erhöhung des o' i- ziLllen Satzes bis zu 9 Po,ent zu rechnen sei, traien heute nicht mehr start hervor. In erster Linie war die Festigkeit in einigen Spezial- papieren zu Beginn der Heu ijen Börfe auf Deckungen zurückzusühren. Das Geschäft war aber äußerst Hein, und Umsätze von 6 Mill schon meist kursbestiinm-L d. Bei der augenblicklichen Si uaiion war es für die Großbanken nicht allzu schwer, das Kursniveau stärker zu beeinflussen, so daß Gewin.»en, wie sie heu^e am Elettromarkt zu verzeichnen waren (ois zu 6 Prozent), nicht so große Bedeutung beigen,essen werden darf. Ku iftfeidenwer e lagen auf sehr fest« Hal ung in Amsterdam bis 9 Prozent höher Salzdetfurth gewan:en 5 Prozent; Polyphon plus 7 Prozen'. Farben plus 2,5 Prozent, Chade- Ak ien holten ihren heuiize.i Abschlag fast ganz wieder ein. Sonst waren die Veränderungen all, gemein nur gering. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer geschäftslos. Türken freundlicher. Der Pfandbriefmarki war bisher vollkommen ohne Geschäft. Geld leichter. Taaesg-eld 5,5 bis 7,5 Prozen, Monatsgeld 8,75 bis 9.50 Prozent. Warenwechsel zirka 7 Prozent. Auch der Verlauf brachte noch überwiegend bis Ipro- zentige Besserungen. Das Geschäft war wieder nur vereinzelt, so zum Beispiel in Reichsbank mit plus 4 Prozent, Svenska mit plus 4 Mk. und Licht und Kraft mit plus 2,5 Prozent.
Arankfurter fck’iireidoüane
Frankfurt a. M, 19. Dez. Der Frankfurter Produktenmaxtt verkehrte hellte in stetiger und etwa» gebesserter Hallung, jedoch war das Angebot für In- landgetreide nach tuie vor hinreichend, so daß sich kaum ein Geschäft entwickeln konnte. Weizen und Roggen erfuhr eine kleine Erhöhung. Es notierten: Weizen 22,90 Mark; Roggen 22,25; Sommergerste für Brauzwecke 23,75 bis 24; Hafer, inländischer, 22,75 bis 23; Mais (gelb) für Futterzwecke 22 bis 22,25; Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0) 32,25 bis 33; Roggenmehl 29,25 bis 30; Weizenkleie 13,75, Roggenkleie 13,85 Mark. Tendenz: stetig.
Letzte Nachrichten.
Schwere Bluttat eines geistesgestörten Vaters.
Ebersberg (Oberbayern), 19.Dez. (WTB. Funkspruch.) Der Landwirt Georg Haid- b i ch l e r in Westerndorf hat gestern früh seine vier Kinder, während sie noch im Schlaf lagen, mit einem Beil zu töten versucht und chnen sehr schwere Verletzungen beigebracht. Rach dieser Tat, die jedenfalls i n einem Zustand völliger geistiger Verwirrung begangen wurde, wollte sich Haidbichler selbst das Leben nehmen und öffnete sich di« Pulsadern. Der Vater und die lebensgefährlich verletzten Kinder wurden in das Ebersberger Krankenhaus eingeHeiert, wo zwei der Kinder bereits g t |t o r 6 e n sind.
Ein drittes Opfer
der Berliner Brandkatastrophe.
Berlin, 19. Dez. (WTB. Funkspruch.) Dir gestrige Brandkatastrophe in ber Schön leinst raße hat noch «in drittes Todesopfer gefordert, da die Arbeiterin Margareta Marja in dem Krankenhause ihren Verletzungen erlegen ist. Die Polizei ist zur Zeit um die Aufklärung der Entstehung des Brandes bemüht. Rach Aussagen der Arbeiter str der Radiozube-> hörfabrik von Becker soll beim Anzünden der Gasheizung einer Presse, die zmn Zusammenpressen von Zelluloidre ten in warmem Zustand benutzt wird, eine Arbeiterin sich als StreschholzeinesZelluloib st reifens bedient haben. Da das Zelluloid zu rasch und heftig brannte, soll sie den Streifen wegge w o r f e n haben, wobei er In einen Kasten mit aufgehäuften Zelluloidresten fiel, die sofort in einer Stichflamme aufbrannten. Man vermutet, daß es sich um die inzwischen verstorbene Arbeiterin Elfriede Krause handelt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe bet zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombarbzinSfutz 8 Prozent.
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