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Angeklagten«

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Äs ein Meterschlag scharfsinniger Schlußsolge- ruirgen. wie sie eben nur der in Wald una Feld kundige lanzjährige Forstmann entwickeln kann, dem auch glrtchzeilig noch die Gabe eines seltenen Zeichentalentes verliehen ist. Es war für alle Anwesenden eine Freude, den geistvollen Aus- führunaen drS Redners zu folgen. Der Dort rag war ein Erlebnis, dessen man sich gerne und dankbar erinnern wird. Der Dorsitzende des- ding er Geschichtsvereins, Geh. Schulrat Dr. Mohr, richtete im Damen deS DorstandeS herz­liche Daickesworte an den Gast-

Kreis Schotten.

-4- Aus dem Dogelsberg, 17. Dez. In den Jagdrevieren des Dvgelsbergs haben die Füchse wieder stark zugenommen, obwohl im Dorjahre der Bestand äußerst grring war. Da die Preise für Fuchsfelle ziemlich hoch sind, was mit der augenblicklichen Pelzmodr zusam» rnenhängt, stellen die Jäger tem roten Dauber eifrig nach und kommen dabei gut auf ihre Kosten. Die frost- und schneefreie Witterung ter Dorwochen begünstigte das Fangen mittels Fallen, so daß der diesjährige Ausfall an Hasen durch Derkauf der Fuchsselle gut ausgewogen wird. Auch bei den Treibjagden im Walde kommen stets ein oder mehrere Füchse zur Strecke. Immerhin sollt« Nicht außer Acht gelassen wer­den, daß ein gewisser Fuchsbestand in den Jagd­revieren vorhanden sein must.

/ Gebern, 17. De> Wie in vielen Orlen, so bat sich auch für Gedern und Ilmgegend das De- vürsnis nach einer Autobusverbindung herausgeslellk. Zu diesem Zweck hat sich kürzlich hier ein Der kehrsverein gebildet. Dach­te m nun die Dorarbeilen, wir Probefahrten, Fest­stellen der Fahrtroute, Festsetzung deS Fahr­preises, Der icherung ufw» seitens deZ Dorstandes geleistet waren, konnte in dieser Woche der ver- suchswci e aufges.el tr Fahrplan durchg-e ührt werden. Gr tritt ab nächsten Montag in Ä.afL Der geräumige Wagen verläßt Gedern morgens V$5 Uhr, um die Ärgster aus Eschenrod, Win­gershausen, Cichelsachsen und G'ashütten an ihre ArbeLsstätte nach Hir.enhain zu bringen. Dach Ankunft tertfe bst fuhrt der Wagen sofort zurück nach Glashut en, um den Dest der dor igen Ar­beiter zu holen. Die beiden Fahrten müf en dis Vg7 Uhr beendet fein. Dachmittags 5.20 Uhr be­fördert der Wagen zunächst die Arbeiter aus Glashü ten und dami diejenigen von Eicheisachsen. Wingershausen und Eschenrod in ihre Wohn­orte zurück. Samstag ist «die Absahrtzeit auf 1 Uhr festgesetzt. Tie'e Fahrten werden an jedem Werktage au§g:führt. Montags und Donners­tags werden die beiden in Hirzenhain um/98 llhr lreuzenden Personenzüge abg?warlet, dann fährt der Omnibus um 8 Uhr über G'ashütten, Ciche^ sachsen, Wingershaufen, Eschenrod zurück nach Gedern. Mm 10.40 fährt der Wagen die Strecke Gedern, Dölzberger Äbsa^r', Herchenbcig, Sichen­hausen, Kaulstost, Burkhards, nach Gedern, wo die Ankunft um 12 Uhr er olgt. Dachmittags um 3 11 hr können die Fahrgäste nach Burkhards, Kaulstost, Sichenhausen und zurück über Eschen­rod, Wingershausen, Eichelsachsen, G'ashütten nach Hirzenhain gebracht werden, wo der An­schluß an den nach Frankfurt fahrenden Per- sonenzug erreicht wird. Dienstags und Freitags verkehrt der Omnibus nach Abwarten der An- schlutzzüae ab Hirzenhain um 7.30 über Merken- fritz, Wenings. Hihkirchen, Durgbracht, Böh- gesäst. Kirchbracht. Illnhausen. Dirder-, Mittel-, Oberscemen, nach Gedern, wo die Ankunft 10.15 erfolgen soll. Dachmi tags 3 Uhr wird derselbe Weg rückwärts gefahren. Mittwochs und Sams­tags können Fahrgäste aus Glashütten und Slein- berg ab 7 Uhr nach Gedern fahren. Um 9 Uhr beginnt die Fahrt Dölzberq, Lichenrod. Wüst- wlllenrod und zurück nach Gedern, wo die An­kunft um 11 Uhr er'olgt. Mittwoch nachmit'.ag 2.40 werden bis Wüstwillenrod dieselben Orte, und von da ab Lichenrod, Dolzberg, Gedern besahren, wo der Anschluß an den um 5 Uhr nach Frankfurt fahrenden Persorenzug erreicht wird. Samstags beginnt diese Fahrt eine knappe Stunde später. Der sorgfältig au geste'ltr Fahr­plan sucht die Wünsche der verschiede"en inter- es'ierten Gemeinden zu besriedigen. Mögen die Einwohner dieser Orte regen Gebrauch von der Deueinrichtung machen, damit s'e eine dauernde wird. Uner starker Deteiligmtg aus allen Bevölkerungsschich'en fand gestern die Weih­nachtsfeier des Stadt. Kindergar­tens statt. Bürgermeister Müller begrüßte die Erschienenen. Strahlenden Auges zeigten die kleinen köstliche P-vben ijres schon recht statt­lichen Könnens. Flott und ungeatoungen tragen die Kinder verschiedene Gedich e, Teile der Weih­nachtsgeschichte und Lieder vor und erweckten dadurch den ungeteilten Beifall der Zuhörer. Ms Höhepunkt der Deranstaltung muß em kleines, allerliebstes Theaterstückchm betrachtet werden, in welchem Zwerge, Engelchen, ein Weihnachts- engd und der Weihnach smann, der federn Äüite eine Gabe miibrachte, die Herzen höhet schlagen

Netz. Der Kindergärtnerin Frl. KrauSköpf uni) der H l ecin Frl. Bopp muß Anerlennang sür die geleistete Arb.it an den Kleinen gezollt werdm. Wie schon öfter, hatten sich der Sch st­ier chor der D^lksschule un.er Leitung von Leh­rer Häusel, sowie zwei jugendliche Dirlin- spieler zur Derschön?rung der Feier zur Der- fugung gestellt. Dach Wlauf der Fner dankte Bürgermeister Müller allem die zu i )rem guten Gelingen beigetragen battem Mi! seinem Danke verband er den Wunsch, daß alle die El.ern, dir vielt.icht noch ein unbegründet^ Dor- urteil gegen einen Kindergarten in sich trugen, durch Me jetzige Frier anderer Meinung würden, und ihre Kleinen tn Zukunft auch den Segen dieser Einrich!ung genießen lassen.

I Ober-Lais, 18. Dez. Am Sams'agabend veranstal ete die Kulturfilm st eile des Kreisschulamtes Schotten im Saale des Gastwirtes Werner dahier die Dorführung des zweiten Teiles des deutschen Weltkrieg- filmes. Die Deranstaltung war auch aas den Dörfern Glashü ten, Steinberg, Fauerbach und Schwickartshausen sehr gut besucht. Dach der Do.Führung wurden die Auswärtigen durch ben großen Om. iöus d s Gemeindeverbandes Didda- Ul'a nach Hause gebracht. Die Bau tätige feit sch int hier auch im nächsten Iahtt rege zu bleibTir. Schon heute liegen Pläne zu drei neuen Wohnhäusern vor. Bei affen Deubauten der letzt:n Jahre handelt es sich, wie auch bei den sür nächstes Jahr gevlanten, um einstöckige Ein­familienhäuser. In diesen Häusern, dis fast stets ohne landwirtschaftliche Debengebäude errichtet werd n, dvkumenüert sich au ei rem Teile die Wandlung vom Bauerndorf zur Gemeinde mit starker Arbei erbevölkerung, in der unser Dorf seit Jahren sich befi rdet.

Starkenburg

WSD. Bensheim a.d.B 18. Dez. Bei denn Fußballspiel am Sonntag Auerbach Hofheim griff der Auerbacher Torwächter, nach­dem er sechs Bälle hatte passieren lassen müssen, den Schiedsrichter tätlich an. Dieser Angriff hatte eine allgemeine Dauferei zur Folge, an der sich Spieler und Zuschauer gleicher­weise beteiligten. Dabei mußte ein Hofheimer Spieler schwer verletzt vom Platze getragen und in das hiesige Hospital verbracht werdest.

Oberheffen.

Landkreis Gietzen.

£ Wieseck, 19.Dez. In der am Montagabend stattgehabten Gemeinderalssttzung standen öffentlich nur zwei Punkte auf ter Tagesordnung. Zunächst wurde über die Weihnachtsbei­hilfe, die schon seil Jahren eingeführt ist, be­raten. Die folgenden Beiträge sollen zur Auszah­lung gelangen, jedoch ist in jedem Falle die Be­dürftigkeit zu prüfen. Es erhält ein verheirateter Erwerbsloser eine Zuwendung von 40 Mark und für jeden Zuschlaasempfänger 5 Mark. Ledige Er­werbslose über 21 Jahre erhalten 30 Mark, unter 21 Jahren 20 Mark. Sozialrentner erhalten 40 Mark. Für die Hundesteuer gelten die seitherigen Sätze pro Hund 4 Mark.

)( ß i d), 1& De§. Der dritte Advent war in un­terer e o a n g e l i|d) e n Gemeinde ter Mis­sion gewidmet. Trotz der ungünstigen Zeit un­mittelbar vor Weihnachten und ter Abhaltung durch gleichzeitig ftattfinbente andere Veranstaltun­gen versammelte sich in beiten Gottesdiensten eine stattliche Anzahl von Missionsfreunden, um der Predigt und den MissionserzShlunaen von Missio­nar Lank (ßranffurt a, M.) zu lauschen, der es verstand, die Herzen für diese wichtige Arbeit neu zu begeistern. Beite Gottesdienste wurden durch prächtige Adoentslieder ter Chorschule unter Lei­tung von Lehrer Stein verschönt. Auch im Kin dergottesdiensi fand ter Missionar eine große, an» dächtig zuhörende Kinderschar. An Missionsgaben gingen 36 Mark ein, außerdem fanden angebotene Missionsschristen schnellen und guten Absatz. Im Vormittagsgottesdienst sand die feierliche Ein- führung und Verpslichtung der neuen Kirchenvorsteher statt. Es sind dies die Herren: Oberbahnhofsoorsteher Berk, Kaufmann Mr. Schmidt 11. und Oberförster Zimmer.

k Eberstadt, 18. Dez. Bei der Wahl des Kirchenoorstandes wurde wietergewählt Wllh. Holler: neugewählt: Wilh. Biehl, Aua. L o b r i ch , Beiaeordneter Müller, Gg. Buß Iv_ und Bürgermeister GSrlach. Die Herren wurden im Gottesdienst durch Pfarrer Köddina feierlich auf ihr Amt verpflichtet. Dieser Tage hielt Leh­rer Reuhl einen Vortrag mit Lichtbil­dern über das Leben der Deutschen im Ausland. Der Vortrag wurde mit regem Beifall ausgenom­men. Es wurde allseits gewünscht, daß Herr Reuhl während des Winters noch mehrere solcher Vor­träge halten möge. Bei ter am Samstag hier stattgehabten Treibjagd wurden 152 Hafen zur Strecke gebracht.

wn. Weickartshain, 17. Dez. Gestern abend hielt ter hiesige Kriege rverel n im Saale des Gastwirt Hock eine Wintervetanstattung ab, die einen schönen Verlaus nahm. Hierbei hielt ter frü­here ll-Bootsabrer Kratz aus Freienseen einen zweieinhalbstündigen Vortrag über feine Erlebnisse während ter Dienstzeit bei ter Marine und beson­ders während des Krieges 1914'18. Der Vortrag wurde mit großem Jnteresie ausgenommen. Der hielige Gesangverein verschönerte die Feier durch Gesang einiger Lieder.

Kreis Büdingen.

!! Büdingen, 17. Dez. Dem Dofstand deS Büdinger Geschichtsvereins war es gelungen, für einen Dort rag tm Saale deS Hotel- 3um Stern" den Kammerdirektor A. D. C h r i - ftian Müller au» Darmstadt zu gewinnen. Der Dvrtragente sprach über das Thema w2fite Straßen im Bereiche des Büdinger Bannforstcs in ihrer geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung^. Der Dedner ist uns Bütengern kein Fremder: er stand über 20 Jahre in fürstl. OJfen«- burg-Büdinglschen Diensten und kennt infolge­dessen gerate dieses Land, nebst den Orenburger Wölbungen, wie kaum ein anderer. Er gedachte zunächst seines alten Lehrers, Prof. Dr. Georg Wols (Frankfurt a.M.), der ihm Deranlassung gab, die Forschungen nach bem Wege aufzuneh­men, den die Leiche Bonifatius' genommen, als sie von Mainz nach Fulda übersühn tourte. Gerate diese übrigens evfol^reichen älntersuchun- gen haben ten Dedner erst mit den hochinter­essanten ©tuen dieses Forschungsgebietes be­kannt gemacht. Und so habe sich fein Arbeits-' gebiet immer mehr erweitert, so daß nunmehr sämtliche hessischen und kurßesslschen Straßen nicht nur am Schreibtisch versolgt und beschrieben, sondern mit Unterstützung derDotGemeinschaft deutscher Wissenschaft" in monatelangen Wande­rungen an Ort und Stelle nach?ewiesen und fest­gelegt werten tonnten. An Hand zahlreicher Kartenbilder entwickelte dann ter Redner ein äußerst anschauliches Bild von unserem alten hessischen Straßennetz. Seine Arbeit hat ten be­sonderen Dorzug, daß sie nicht als ein Produkt trockener Bücher arbeit zu bewerten ist, sondern

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Der kvmmunalpolttische Konflikt in Wehiar.

H Wetzlar, 18. Dez. Die schon seit Monaten bestehende Spannung zwischen der Stüdt» Verwaltung und den Stadtverordneten hatte bereits in einer der letzten Sitzungen zu einem scharfen Vorstoß der bürgerlichen Fraktionen ge­führt, ter sich darin kundtat, daß fast alle wesent­lichen Punkte von der Tagesordnung abgesetzt wur­den und in einem weiteren Antrag gipfelten, daß die Stadtoerwattung zuerst eine Vermögens- und Schuldenübersicht vorzulegen habe. Die Spannung ist darauf zurückzuführen, daß sich die Stadtverordneten zurückgeseht fühlen in bezug auf ihr Bewilligungsrecht und daß seitens der Verwaltung erhebliche Ueberschreitungen bei den einzelnen Bau» vorhaben zugelassen wurden, ohne die Vertreter der Bürgerschaft auch nur in Kenntnis zu setzen. Dies führte dazu, daß seitens der SPD. geltem abend eine öffentliche Versammlung einberufen worden war, in der der Bürgerschaft einmal klarer Wein über die Vorgänge gegeben werden sollte. Die Ver­sammlung war denn auch sehr stark besucht es können etwa 600 Personen anwesend gewesen sein und brachte die Anwesenheit einer größeren Anzahl bürgerlicher Stadtverordneter. In einer etwa dreioiertelstündigen Rede wurde von dem Re» ferenten in historischer Weise die Entwicklung der Spannung geschiloert, angefangen vom Januar 1925, wo bereits eine ähnliche Deranlasiung vor­lag. Die damals eingesetzten Prüfungsausschüsse konnten allerhand Bemängelungen feftjtellen; Bau­rat Kleemann ging von Wetzlar fort, ein an­derer Beamter ließ sich in den Ruhestand versetzen. Dian glaubte für die Zukunft gesichert zu fein und hoffte, daß nun bei der Verwaltung die Ordnung obwalten würde, die man sich wünschte. Nun stehen wir, sagte der Referent, wieder vor denselben Din- Sen, die man gebannt zu haben glaubte. Die ederschrettungen bei denBaUvor- haben in den letzten Jahren, und besonders die erst in letzter Zeit bekanntgewordenen, sind io er­heblich, daß es Zeit wird, mit aller Macht hier Einhalt zu tun. Kein Stadtverordneter ist hierbei gefragt worden. An Hand eines grö­ßeren Zahlenmaterials wurde b'» Versammlung Kenntnis gegeben von der Schuldenentwickelung der Stadt. Seit der Markstäbilisierung sind etwa 9j Millionen Neue Schulden gemacht wor­den, darunter fast 11 Millionen nur durch Ueberschreitungen. Der im Bau befindliche

Schlachthof, dessen Kostensumme mif 750 000 Mark angegeben war, soll heute schon 400 000 Mark Mehrkosten erfordern, die Frfedhofskapelle mit Krematorium übersteigt die geschätzten Kosten mit 80 000 Mark usw. Man schasste einen neuen Sani­tätswagen an, ohne zuvor die Stadtverordneten zu fragen u. dgl. m. Als in der Stadtoerordneten- sitzuna am 15. Dltober beschlossen wurde, daß die Arbeiten an dem projektierten Kalsrnunlhotel nicht ausgenommen werden sollten, ließ der Bürger« meister diese am folgenden Tage trotzdem vergeben. Die Folge war, daß sich sänrlliche Fraktionen tele­graphisch deschwerdesührend an den Regierun as Präsidenten wandten und nur auf diese Weise die Einstellung der Bauarbeiten erreichten. Der Redner schloß seine Ausführungen mit der Aufforderung, die Oefsentlichkeit möge die Sanierungsarbeit der Stadtverordneten, bei der sich alle Fraktionen einig seien, unterstützen. Die Ersetzung von Prüfungsausschüssen, wie im Jahre 1925, ro ll man jedoch nicht wieder vorneh­men, weil die Mitglieder der Stadtverordnelenver- {ammlung gar nicht in der Lage wären, diese un­geheure Arbeit zu le.sien, man will diesmal dis Regierung um Entsendung eines Kommis­sars bitten, der die Vermögens- und Schulden­lage ter Stadt untersuchen soll, um dann den Stadtverordneten einen Bericht zu erstatten.

In der anschließenden Aussprache kamen Vertre­ter fast aller bürgerlichen Rid-ttingen zur Sprotte, so die Stadtverordneten U l in für die Unpolitischen, Schellenberger für die Deutschs Volksparteß Dr. L e i tz für die Demokraten, Kauer für die Deuttchnationalen und Wieser für das Zentrum. Sie alle gingen in ihren Ausführungen in mehr oder weniger scharfen Sätzen mit ter bisherigen Derwaltungspraxis zu Gericht und ließen den Wil­len, Ordnung zu schaffen, klar und deutlich durch­blicken. In ter weiteren Diskussion meldeten sich noch zwei Angehörige des Dürgerstandes zu Wort, die das Vorgehen ter Stadtverordneten in jeder Weise unterstützten.

In eitler Entschließung, in der das Vorgehen der Stadtverordneten gebilligt und in der besonders die Herbeirutong eines Regierungs- Vertreters verlangt wurde, fand die einmütige Mei^ nung ter Versammlung ihren Niederschlag.

Am kommenden Donnerstag sollen sich die Stadtverordneten in einer, wie wir hören, nichtöffentlichen Sitzung mit dieser gan- !en Materie beschäftigen, und man wird dann ehen, wie weit der Wille vorhanden ist, den be- chrittenen Weg NUN weiterzugehsn.

Nach einer W.S.N.-Meldung wurde von dem Referenten das Vermögen der Stadt Wetzlar auf 16,5 Millionen Mark, die Schulden mit rund IG Millionen Mark beziffert. Als Forderun­gen der Versammlung wurden in der (Ent« schließuna genannt: Einsetzung eines Regie­rung s k o m m i s s a r s durch die Regierung in Koblenz mit dem Auftrage, die Vermögens- und Schuldenlage der Stadt Wetzlar einer Prüfung zu unterziehen und den Stadtverordneten darüber Be>- richt zu erstatten; Einstellung ter begonnenen Ar­beiten; Haflbarmachung der verant­wortlichen Beamten, eatl. im Wege des Disziplinarverfahrens; vierteljährliche Ueversicht über ten ordentlichen und außerordentlichen 6tat

Kreis Wetzlar

cvj Groß-Rechtenbach, lv.Dez. Gestern verstarb nach langem und schwerem Leiden der Bürgermeister Kart Schneider von hier. Der Heimgegangene stand feit Avril 1919 an der Spitze der Verwaltuna ter 14 Gemeinten des Amtes Rechtenbach. Er hat ein Alter von 43 fahren erreicht.

-S- Lützellinden, 18. Dez. Zu einer schö­nen Sferfhmte gestaltete sich die diesjährige Weihnachtsfeier der Kleinkinder- schule am Sonntagabend in unserer Kirche. Un­ter Leittmz von Schwester Luise D ü h l hatte die Kinderschar allerhand hübsche Wrt nachls- lieber und passende Deklama tonen eingeübt, welche die Kleinen mV lobenswertem Eifer ver­trugen. In einer anschließenden älnterhaltung mit dem Ortsgristlichrn wußten sie manche tref­fende Antwort zu geben. Die Kleinen tourten am Schluß der Feier mit Villen schönen Geschen­ken belohnt, die aus dem Ergebnis einer Samm­lung beschaftt worden waren. Zur Derschönc- rung der Fefer trug der hiesige Gemischte Ghov durch einige Liederbor rüge unter Leitung des Dirigenten Altenheimer bei. Die Kollekt« war für das Diatonissemnu^terhaus ti Storniert* toeier bestimmt. Gestern sand in füdllcheu Teil der hiesigen Gemarkung eine Treibjagd statt, bei der 28 Hafen geschossen tourten.

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