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und 15 000 Ml. für den Armenfonds. hier­über auszustellenden Schuldscheine werden ge­nehmigt. lieber die Aufwertung der Dar- lehenderLandeshtzpothekenbankund der Landeskreditkasse ist nach längeren Verhandlungen eine Einigung zustande gekommen, wonach die gesanrten Darlehen auS der T^rkriegs- und Inflationszeit für die Landeshypotbekenbank auf 110000 Mk. und für die Landeskrebitkafse auf 6000 Mk. aufgeweriet werden. Sie hier- über abzuschliehenden Derträae wurden geneh­migt. Die kommunistischen Stadtveeordn. Speer und Oppenheimer hatten folgende An- träge eingereicht: a) Den Erwerbslosen wird eine Weihnachtsbeihilfe gewährt, und zwar an Ledige 18 Mk., an Verheiratete 30 Mk. und an Verheiratete mit mehr als drei Kindern 36 Mk. Die Stadt gibt für diese Beträge Gutscheine ä 3 Mk. aus. Stichtag ist der 15. Dezember, b) Der vom Kugelhaüssonds entliehene Betrag von 20 000 Mk. für den Dau der Kleir.kinder- schuie wird alsbald zurückgezahlt. Die Stadt leiht zu diesem Zwecke den Betrag beim Malhildenstiit. c) Die Sladt läßt die Kinder der Kleinkinderschule einmal im Monat von einem Arzt untersuchen. Das Ergebnis ist den Eltern und der Stadt­verwaltung mitzuteilen. Eltern, die nicht in der Lage sind, die erkrankten Kinder auf eigene Kosten der Heilung zuzuführen, erhalten durch das Wohlfahrtsamt entsprechende Hnterstütz'rng. Der Antrag a) wurde dem Finanzausschuß über­wiesen. Zum Antrag b) wurde von der sozial­demokratischen Fraktion ein Ergänzungsantrag gestellt, dahinlautend, einen größeren Betrag zur Tilgung alljährlich in den Doranschlag einzu- ftdton, der nach längerer Aussprache auch an­genommen wurde. Der Antrag zu c) wurde mit der Maßgabe angenommen, daß zunächst der Kreisfürsorgearzt die Untersuchungen der Kinder der Kleinkinderschule vornehnien und das Ergebnis der Stadtverwaltung und den Eltern mitteilen soll. Dieser Tage fand hier im Saal desHessischen Hofes" unter Vorsitz des Kreisdirektors Rech - t h i e n eine Versammlung der Bürger­meister des Kreises Friedberg statt, in welcher über den Wohnun gsbau in 1929, die Neuorganisation der Arbeitsämter u. v. ä. Vorträge gehalten wurden. An der Versammlung nahmen etwa 75 Herren teil. An­schließend fand ein gemeinschaftliches Mittagessen statt, bei welchem Bürgermeister Dr. 2 a n s e n die Teilnehmer begrüßte und den Wunsch aus­sprach, öfter derartige Versammlungen hier ab- halten zu wollen. Kreisdirektor Rechthien teilte daraufhin mit, daß die Absicht bestünde, die Dürgermeisterversammlungen ab und zu auch mal an einem anderen Platze als Friedberg ab­zuhalten. Es sei geplant die nächste in Vilbel und eine weitere in Wölfersheim abzuhalten, bet welcher Gelegenheit das Kraftschwelwerk be­sichtigt werden solle. Vach dem Essen fand eine Besichtigung der Zellenstrafanstalt statt, bei welcher Gelegenheit Strafanstalts-Direk­tor Stumpf einen einleitenden Vortrag über neuzeitlichen Strafvollzug hielt. Zugunsten der Kleinkinderschule wurde von der Schwe­sternschaft des Iungdeutschen Ordens das TanzmärchenAschenbrödel" aufgeführt, das ein günstiges Ergebnis hatte. Der Neinertrag Der Aufführung in Höhe von 60 Mk. soll zur Beschaffung von Weihnachtsgaben für

unbemittelte Kinder der Kleinkinber- schule verwandt werden.

Kreis Schotten.

Laubach, 17. Rov. Gestern nachmittag fand im Rathaussaal eine Sitzung des Ge­meinderats statt. Zunächst wurde ein Ge­such der Ahenania-Ossag-Mineralölwerke zu Frankfurt um Angliederung eines zweiten Ben­zintanks auf dem Grundstück Oes Kaufmanns Georg Friedrich Schwörer in der Krieger­strahe nach sorgfältiger Prüfung genehmigt. Das Angebot f ü r Grubenholz auf Grund der Submissionen vom 5. Rov. wurde Friedrich D a h m e r in Grünberg genehmigt. Weiter wurde beschlossen, das Buchens Holz der Fabrik Goldbach abzugeben. Der Molkereibesiher E t l i n g und der Schornsteinsegermeister Meyer in Ulrichstein haben ein Daugesuch um Errichtung einer Autogarage auf dem Grundstück der Molkerei an der Wetter e'.naereichl. Das Gesuch wurde gen'hrniat, unter der Bedin iung, daß kein Oel oder Benzin in den Dach flieht.

Kreis Alsfeld.

(---) G roß. Fe l da, 18. Rov. Der diesjährige Herb st markt zeigte ein erfreuliches Bild, ob­wohl er bei weitem nicht mit dem Ostermarkt an Ausdehnung verglich.n werden kann. Grohe Rachfrage bestand nach dm Erzeugnissen der Lauterbacher Tonwarenfabrikat wn. Auf dem Ferkelmarkt Warrn 99 Ferkel auf getrieben; 7 Wochen alte Tiere kosteten pro Kopf 15 bis 16 Mk., 9 Wochen alte 18 bis 20 Mk., ältere entsprechend mehr.

Rheinhessen.

WER. Mainz, 18. Rov. liebet die Ver­untreuungen bei der Kreisfürsorge- kaffe wurde festgestellt, dah die Höhe der ver­untreuten Summe durch den Bureauassistenten M e m p e l bis jetzt 3 2 0 0 0 M k. beträgt. M. war in den ihm befreundeten Kreisen als ein sehr zurückhaltender Zahler bekannt. Es ist des­halb unverständlich, wohin er die veruntreute Summe gebracht hat. Soweit bis jetzt bekannt ist, soll auch bei einer Kasse des Städti­schen Arbeitsamtes ein erheblicher Fehl­betrag festgestellt worden sein. Schon mehr­mals war diese Kasse angeblich von Dieben heimgesucht worden. So sollen im Städtischen Ar­beitsamt hinter dem Theater einmal mehrere Tausend Mark gestohlen worden sein, ebenso vor mehreren Jahren in der Kasse des Arbeitsamts im Gebäude des früheren 6. Polizeibezirks eine Summe von 16 000 Mk. Diese Fälle sind bis heute noch nicht aufgeklärt. Auch jetzt behauptet der Verantwortliche, dah ein Diebstahl vorliege.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

JZ Wetzlar, 18. Nov. Eine für die Stadt er­freuliche Mitteilung wurde durch Bürgermeister Dr. Kühn im Verlause der jüngsten Stadtverordneten­sitzung gemacht, daß der verstorbene Kaufmann Henry B u d g e dessen Eltern Wetzlarer Kauf­leute waren mit seiner in Hamburg lebenden Gattin der Stadt eine Stiftung von z u - lammen 10 0 000 Mark hat zukommen lassen, die für die Zwecke des Kindererholungs­heims Albshausen bestimmt ist, welches

Handelsgesetzbuch» für gerechtfertigt er­klärt.

Maingau.

Lpd. Frankfurt a. M., 17. Rov. Beim Fensterreinigen stürzte am Freitagnachmittag eine Hausangestellte vom ersten Stock eines Hauses in der Obermain-Anlage auf d ie S t r ahe und zog sich dabei einen schwe­ren Schädelbruch zu, dem sie kurz nach Einlieferung inS Krancenhau; erlag. Einem Kellnerlehrling ging in einem Caf6 beim Spielen mit einem Re­volver ein Schuh los, wodurch eine Fran einen Dauchschuh erhielt.

WSR. Hanau. 18. Rov. In Anwesenheit einer großen Zahl von Ehrengästen aus der Stadt und deren Umgebung, Vertretern der für die Be­nutzung der Stadthakle vornehmlich in Frage kommenden Organisationen und Vereine, Ver­tretern des wirtschastlichen und kulturellen Leben« und der Bürgerschaft ist heute die Hanauer Stadthalle in feierlicher Weise ihrer Be­stimmung übergeben worden. Der große Saal, der etwa 1100 Personen saht, ist 45 Meter lang und 16,5 Meter breit. Das in strenger Einfach­heit gehaltene Konzert- und Dühnenpodium hat eine halbrunde Form und ist amphitheatralisch angelegt. Es bietet für etwa 250 Musiker und Sänger Raum. Die Bestuhlung ist dunkelviolett. Die Rückwand des Saales enthält eine frei­tragend angebrachte Galerie, die 275 Personen saht. Außerdem enthält die Stadthalle noch einen kleinen ©aal, in dem 250 Personen Platz finden können.

nunmehr den Namen der Spender tragen soll. Durch diese Stiftung wird die Stadt, die bereits 130 000 Mark für dieses Kinder-Erholungsheim ausgewendet hat, wesentlich entlastet. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war die Uedernahme der kaufmännischen Berufsschule, die bisher von der Industrie- und Handelskammer getragen wurde, auf den Etat der Stadt. Die Verhand­lungen waren durch die Negierung cingeleitet wor­den und fanden ihren Niederschlag in einer Verein­barung, der die Stadtverordneten ihre Zustimmung gaben. Sodann beschäftigte man sich mit der Er­ledigung eines Prozesses mit einer Grubenfirma Jean, der schon 15 Jahre im Laufen gewesen ist. Der Prozeß hat durch einen 23 e r g I e i th beim Oberlandesgericht in Frank­furt sein Ende gesunden und dürfte der preußischen Justizverwaltung und den beiderseitigen Rechtsver­tretern in bezug auf die P r o z e ß g e b ü h r e n wohl am einträglichsten gewesen sein. Trotzdem kann die Stadt mit dem Ausgang zufrieden sein; dies wurde auch bei der Beratung allgemein anerkannt. Der Grund für den Prozeß war, daß die Stadt für ihre Wasserversorgung in einem der Firma Jean gehörigen MutungsbezirkBrunnen hatte anlegen lassen. Trotzdem das Grubenfeld wegen seines starken Wasservorkommens nicht mehr ausgeschlossen werden konnte, wollte die Klägerin aus dem Vorgehen der Stadt einen Nutzen ziehen und dabei ein gutes Geschäft machen, was ihr jedoch nicht gelungen ist. Der Vergleichspreis beträgt 30 000 Mark; die Firma hatte zeitweise bis 300 000 Mark gefordert.

WSR. Wetzlar, 18. Rov. Brirn Roben ver­unglückte in Altenkirchen (Kreis Wetzlar) der in den 40er Iah^n stehende Landwirt Schaub tödlich. Schaub war mit mehreren Arbeitern beschäftigt, eine mittelstarke Eiche zu roden. Man hatte eine Kette um den Wurzel­stock geschlungen und zog mit vereinten Kräf ten an der Kttte. Plötzlich sprang sie ab und Schaub stürzte mit solcher Wucht zu Boden, daß er sich einen doppelten Beckenbruch zuzog. Er wurde in das Krankenhaus Ehringshausen gebracht. Dort ist er bald nach der Einlieferung gestor­ben.

1 Groß-Rechtenbach, 17. Nov. Bei einer in her benachbarten FörstereiStoppelberg" ab­gehaltenen Waldtreibjagd wurden 15 Hasen, ein Fuchs und eine Schnepfe zur Strecke ge­bracht.

co Klein-Rechtenbach, 18. Nov. Auf einer im diesigen Jagdbezirk stattgehabten Treibjagd wurden von etwa 50 (!) Schützen neun Rehe, elf Hasen und ein Fuchs erlegt.

Kreis Marburg.

WSR. Marburg, 13. Rov. Zu den Ent­lassungen von nationalsozialisti­schen Angestellten bei dem Marbur­ger Landratsamt und der Marburger K r e i s k a s s e erfahren wir von amtlicher Stelle: Das Arbeitsgericht in Marburg hat in seiner Sitzung am 15. Rovember die von dem Angestell­ten Staufenberg, der wegen Verbreitung beleidigender Flugschriften gegen den Landrat Schwebel fristlos entlassen worden war, gegen den preußischen Staat angestrengte Klage kostenpflichtig abgewiesen und die frist lose Entlassung des Klägers wegen schweren Vertrauensmißbrauchs gemäß § 45 des Angestelltentarifs in Verbindung mit § 72 des

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BETRIEBS

CHRONIK

1925

1926

1927

1928

1923

1924

Eröffnung des Bahrenfelder Werkes.

Beginn der Umstellung des Betriebes auf Grund Wissenschaftlicher Untersuchungen.

Unabhängigkeit der Werkstätten von klima­tischen Schwankungen durch Luftabschluß und Schaffung einer neuartigen Klima- Anlage.

Vollständige Durchführung der zweijäh­rigen Versuchsergebnisse für die Mischungs­werkstätten durch Schaffung einer mecha­nischen Mischanlage, die eine absolute Gleichmäßigkeit und sorgsamste Behand­lung des Tabaks gewährleistet.

gelang die Auflockerung und sichere Reini­gung des Tabaks auf pneumatischem Wege. Aufnahme der Kartonnagenfabrikation in drei eigenen Werken. Die Belegschaft des Hauptwerkes Bahrenfeld hat sich in 4 Jahren verzehnfacht.

Eröffnung des Zweigwerkes Hannover, aus­gerüstet mit sämtlichen Einrichtungen des Bahrenfelder Werkes.

Seitdem werden die Reemtsma-Werke als die vollkommensten Cigarettenherstellungsbetriebe der Welt von Fachkommissionen aus allen Erd- teilen zu Studienzwecken besucht.

_________ __________REEMTSMA CIGARETTEN J08