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r. Rüddingshauscn, 18. Juni, vn den beiden vergangenen Sonntagen hieU der hiesige ^t'ieaerverein sein diesjährige» Scheiben- schießen ab. Die Teilnahme mar besonders am le^en Tage sehr rege Die Schiehergebnisie waren, obwohl die höchste Ringzahl 36 nicht erreicht wurde, doch gut erzielten doch vier Schützen 35 ,ed>9m34nb 3el>n 33 Wngt Es kamen 27 Preise jur Verteilung in Form nützlicher Gebrauchsgegen- stande. Die vier ersten Preise erhielten: Wilhelm Peter, Heinrich Reichert, Heinrich Lang,

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Münster bei Lutz, 18 Iunu Unter fast ge schlotzener Beteiligung unserer <8imrinbeflliebcT und der Bevölkerung des nahen glliatotte» unserer Pfarrei. Ober Beffingen, wurde die sterb­liche Hülle unsere» Ortspfarrcr» Peter AdI. beim, der 32 Fahre hier den Plarrluenst versah, zur letzten Ruhestätte gebracht Der Bestat­tung ging ein Trauergotte»dienst in unserer al lehr- würdigen Sieche voraus. Die Leichenrede hielt der Schwager des flerftorbenen, Professor Dr. Hoch au» Gießen, der die Treue de» Heimgegangenen tn Amt und Leden würdigte Die Nachrufe am Grade, brr von dem Pertreter der Pfarrei Lsirdera, in der Pfarrer Lhlheim vorher 8 Jahre amtiert hatte, von den Kirchen- und Orlsoorftanden. den Lehrern der beiden Gemeinden und Vertretern der Vereine ge­halten murden. jeuoten von der Anerkennung und der Liebe, die dem Entschlafenen allerseits entgegen­gebracht wurden. An der Tr.iuerfeierlichkeil nahmen auch der Fürst von Solm»-Hohensolin». L i ch al» Patron der PsarrlteUe und der Superinten­dent von Dberbefkn, Oderkirchenrat Wagner, teil.

L M ü n st e r. 19 3unu Die Verwaltung unserer durch den Tod von Pfarrer Ahl heim verwaisten P f a r r ft e 11 c wurde dem Pfarrer R i e » zu Et-

Ein Sohn ist der Ernährer seiner Estern, wenn er sie dadurch, daß er $u ihrem angemefünen Leben» unter hast regelmäßig und in erheblichem Maße deifteuerl. vor Rot schützt.

E» genügt also nicht, wenn der Lerstordeae einen

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durch fortgesetzt sein und einen erhebllchenTeil de» Unterhalt» pebeth beben. Leistungen, zu denen der verstorbene Sohn »ertrag»nu ,g. y B m> folge eine» Uebergabeoertrag» verpflichiet war, be­gründen nicht die Ernährereigenschafl

Daß der verstorbene der überwiegende Ernährer der Estern geworden wäre, kann nicht schon dann angenommen werden, wenn die Eltern jetzt in nicht ausreichenden wirtschaftlichen verdästrifsen leben Die (Eltern müden vielmehr berücksichtigen, daß sie den gleichen Unterhaltsanspruch an ihre noch leben den Kinder haben, und daß der verstorbene in der Regel in nijbt anderen wirtschaftlichen Verhältnissen leben würde, wie leine lebenden Geschwister Wenn diese au» wirtschaftlichen ober anderen Gründen zur .leit nicht für die Eltern au «reichend sorgen können, so wäre der Gefallene in der Regel dazu auch nicht in der Lage. Sind erwachsene, unoerheiratete Lin- der, besonder» Sahne. Dorbanben und berufstätig eine vorübergehende Erwcrbnlostgkeit wird nicht be­rücksichtigt, denn diese hätte vermutlich auch den Ge­fallenen betroffen so ist die Wahrscheinlichkeit nicht groß, daß der Gefallene der überwiegende Er­nährer geworden wäre.

Tatee für Mittwoch, 20 Juni

Sonnenaufgang 3.43 llhr, Sonnenuntergang 20.19 Uhr Mondausgang 6 09 Uhr, Monduntergana 23.20 Uhr

1805: der Maler Karl Dfterlcq in (Bötlingen ge­boren (gestorben 1891); 1849. der Dichter stranz von Schönthan in Dien geboren (gestorben 1913); 1868: der Maler und »rchitekt Richard Riemer- schmid in München geboren; der Schriftsteller Walter vloem in Elberfeld geboren, 1918: der Dichter Hermann Essig in Lichterfelde gestorben (ge­boren 1878): 1Ä5 Volksentscheid über die Für­stenabfindung: der Staatsrechtslehrer JUbert Piloti) in Würzburg gestorben (geboren 1864).

Gießener Wochenmarktpreise

9e> kosteten auf dem heutigen Wochennwrkt da- Pfund. Butter 163 bi- 180; Matte 30 bi« 35; Käse (10 Stück» 60 hib 140; Wirsing 20 bis 25; Weißkraut 18 bi- 20; gelbe Hüben 25 bi- 40 Spinat 25 bis 30; Römischloß! 20; Bohnen 40 bis 45; Spargel 120; Erbsen 45 bis 60; Misch- flemüfe 20; Tomaten 80 bt« 130; Zwiebeln 20 biS 25; Rhabarber 20; Kartv'feln 5 bis 6; Äepfcl 30 bi» 60; ttirschen 70 bi» 80; Stachelbeeren 30 bis 35; Erdbeeren 100 bi» 140; junge Hähne 100 bi» 120, Suppenhühner 100 bi» 120; da» Stück; Tauben 70 bi» SO, Sier 12 bi» 13; Blumenkohl 80 bi» 120, Salat 5 bi» 15. Salatgurken 30 bi» 65; Ober-Kohlrabi 10 bis 20. Rettich 10 bi» 30 ba« Bund' Radieschen 10 bi» 15 Pfennig

Uornotizen.

T a g e skalender für Dienstag. Stadt ihr ater Gießen: Gastspiel Tiüa Durieux' in MaughamsDer Brief", Anfang 20 Uhr. Ende 22 Uhr. v. f. D. Gießen: Iugendversammlung 8 Uhr im Dereinshaus, Waldsportplatz. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Sensationsprozeß". Wftoria- Lichtspiele.Das Gefahrensignal".

;cie ,3 rieb berg.

e Friedberg. 18. 3uwL Beim Arbeit»- a m t Friedberg wurden am 15. 3um ins­gesamt 687 Personen unterstützt. Damm waren ui der Rrbeit»lo!ein>ersicherung im Kreise Friab- bera 483. im Äreifc Budins 159 und in der Krisenunterstutzung 45. von denen nur eine im Kreise Büdingen wohnt. Der Rückgang ist l>auptsächlich auf die Aufnahmefähigkeit der Land­wirtschaft in der Wetterau zurück^u'ühreu. C» konnten dort, zum Teil nur al» Aushilfe für die S^uerntc. jüngere Erwerbslose vermittelt werden. Auch al» Zettarbeiter bei der Reichsbahn und im Baugewerbe, da» in den Landorten durch die Verteilung der staatlichen Laudarlehen in de- fchränftem Maß Beschäftigung Kunden hat. wurde ein Teil der Tlbgemeweten untergebracht.

Mrci» Büdingen.

+ Unter-Schmitten, 18. Juni. Die 6 taf­fe l f d) c Papierfabrik ist nach mehrwbchiger Kurzarbeit jetzt zur Do I l a r d e i t übergegannen. Einzelne Teilbetriebe, die der Scrarbeitung de» Pa- Siers dienen, wurden wieder eröffnet, so daß die ussicht besteht, in absehbarer Zeit mit der Bc schästigung de» ganzen Betriebe» rechnen zu können.

LU. Bon der Landesuniversität. Dr. phiL Emst Zeh, der sich für das Jach der mittleren und neueren Kunstgeschichte zu habilitieren wünscht, wird am Donnerstag, 21. Juni, 17 Uhr im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Znstituts, Lud- wigskniße 34, eine Probevorlesung überDie Er- findungsgeschichte de» ostasiatischen Porzellans und seine erste Ausbreitung" halten.

e Reichsbahn-Personalie. Der Wagen- ausseher Gustav Markowiak, der bereite 21 ^ahre auf dem hiesigen Perfonenbahnhos tätig ist, wurde mit Wirkung vom 1. April b. 3. zum Wagen- meister ernannt

D ie Zimmermeister-ZwangS- 3nnung für Stadt und Landkreis Dießen hielt am Sonntag imScküpkapaß" da­hier eine 3nnung»t>crfainmlung ab. Rach einer kurzen Srnleitung de» Obermeister» Rinker- Ronnenrvth wurde zunächst die Frage deS We.terbeft^en» der Innung einer Besprechung unterzogen. Dabei wurde teilweise die Auffas­sung vertreten, daß e» dem einzelnen Handwerker frei gestellt sein müsse, ob er einer gewerblichen Organiifah»n angehören wolle der nicht. Auch sei die Innung nicht in der Lage, die im Hand- merl. besonders bei der Vergebung von Ar­beiten. noch zutage tretenden Wißständen zu beseitigen. Syndcku» Röhr von der Hand- Werkskammernebenftelle Dichen trat die'en Aus­führungen entgegen und legte in überzeugender Weile die Vorteile de» beruflichen Zusammen­schlusses in Zwang-innungen dar ES wurde be­schlossen. die ZwangSinnung vorläufig bestehen au lassen. 3m weiteren Verlaufe der Derhand- lunaen berichtete der Obermeister über die Kassen- verhälmifte, die eine Mehrausgabe von 57,58 Mk. auftveisen. die aber durch rückständige Beiträge ausgeglichen wird. An Stelle deS verstorbenen ZünmermeisterS Kehler in Annerod wurde Zimmermeester Hr<b. Seipp I.-Ettingshausen in den 3nnungSvorstand gewählt. Hierauf sprach Svndcku» Röhr über die ./ReichsVerdingungs­ordnung". Der Redner schilderte zunächü da» Zustandekommen dieser gesetzlichen Bestimmun­gen. wodurch vor allem die Schassung allge­meiner Vorschriften für da» gesamte Baugewerbe erreicht worden sei. Allerdings mühten die Be­hörden. welche diele Bestimmungen bei der Ver­gebung von Arbeiten z. Z. anwenden, erst Er- fabrungtn sammeln und evtl. Verbesserungs- Vorschläge machen. Dah den Ländern die Mbg- llchkeit gegeben sei. etwa den besonderen Der-

Darmstadt ist nunmehr zu seinem Rach^olger der Oberstaatsanwalt am Landgericht iAiehen, Fritz H o o ». zum General st aatSan- walt am Oberlandeögercht Darmstadt ernannt worden. Generalstaat »anwalt Hoo » wurde am 27. Juni 1873 al» Sohn einer alteingdeflcnen hessischen Familie in Lauterbach geboren, ab Io l- »ierle da< Gymnasium tn Darmstadt, besuchte die llniversitä en Gießen und Leipzig, bestand im Frühjahr 1894 an der La nde» uni veralt ä da» FakuftätSeffamen. diente al» Sinjährig-Freiwilli- ger 1895 96 beim Leibregiment 115 in Darmstadt vnb legte im Herbst 1896 da» große juristische C'aat»eramen ab 3m Jahre 1899 bi» *um März 1922 war er al» Rechtsanwalt m Gießen g und Sozius deS da mal gen belannten Rechts­anwälte» Geheimen Iustizrat» Dr. Reatz. Hier­nach trat Herr Hao» al» Ger chtSalleftor in den hexischen Staatsdienst über und fand wünschst Verwendung al» Staatsanwalt m Gießen, um bereit» am 1.3unt 1902 de initiv um Staots- annjaü ernannt zu werden. Am 1. Januar 1906 wurde er in gleicher Eigenschaft nach Darm­stadt verhetzt und fand dort den Uebergong tn den richterlichen Dienst 3m Januar 1911 wurde er zum Amt»rich!er ernannt, übernahm jedoch sogleich richterliche Aushilfe am Landgericht Darmstadt 3m März 1911 wurde er Landrichter und im Mai 1911 Landgericht »rat und Mitglied der III. 3ibil!ammer. Am 1 Oktober 1923 er­folgte seine Ernennung zum Oberstaatsanwalt m Gießen und nunmehr seine weitere Beförde­rung zum GeneraltzaatSanwalt m Darmstadt. Der neue Leiter der hessischen Staatsanwaltschaf­ten gilt al» ein au»g-zeichneter 3urist von hu­maner Gesinnung und ist ein Mann von anev- fannlem Eiser und Pflichttreue.

Obefflaatsanwatt Dr. Brill iu Gießen.

Zum Oberstaatsanwalt b/tm Land­gericht der Provinz Oberhessen in Gießen wurde der Landgerichtsrat Dr Brill, hierselbst, ernannt. Oberstaatsanwalt Dr B r i l I entstammt der Familie eir^3 Darmstädter Buch- druckereibeftherS Er war zunächst u. a G:richt»- affesfor in Gießen, hierauf Staatsanwalt tn Darmstadt, dann S.aaroanwalt in (Sieben. 3m 2ahre 1913 wurde er al» ObevamtSrich;« nach Schotten versetzt, von wo er vor etwa zwei Iahreii al» LandgerichtSrat an da» Ober hessische Landgericht in Gießen kam. OberstaalSanwast

05 r i l ( hat den Weltkrieg als Hauptmann der Reserve in einem Feld-Artillerieregiment mitgemacht

Der Vorsitzende des heff. Landesarbeitsgerichts.

LandgerichtSrat Kleinschmidt in Darm­stadt, der früher lange 3ahre den bekannten 3ustitzrat Dr. Reh in Alsfeld vertreten hat, wurde zum Vorsitzenden de» LanbeS- a rb ei t»ge richt» mit dem Sih in Darm­stadt ernannt.

Die Bescheinigung über die Lösung des Arbeitsverhältniffes.

Zum Gesetz über Arbeitsvermittlung und ArbeitSlofenversich erung hat der ReichSarbeitSminister an die obersten 3ustizbe- b.rden der Länder wegen derDefcheinigung deSArbeitgebers überden. Lösung S- gründ de» Arbeitsverhältnisse»" folgende» Schreiben gerichtet, da« die Arbeit». gcrid)t»lK'börbcn auf die Rechtslage hinweist, weil der LösungSgrund deS ArbeitSverhältnisses beim Abfchluh von Vergleichen in Arbeitsstreitigkeiten vielfach eine Rolle spielt:

Demäß § HO de» Gesetze» über ArbeitSver- Mittelung und Arbeitslosenversicherung vorn 16 3ull 1927 sind die Arbeitgeber verpflichtet, ihren auf Grutid diele» Ge'etzeS versicherten Ar­beitnehmern nach Deendigung de» ArbeitSver- hältnisse» auf Verlangen eine Bescheinigung au»- zustElleu. auS der u. a. auch der .Lösung»- arund de» Arbeitsverhältnisses" Hervorgeht. Dieser LösungSgrund ist wegen der Voraussetzungen de» Anspruch» auf Arbeits­losenunterstützung (Arbeitsfähigkeit. Arbeit»- Willigkeit und unfreiwillige Arbeitslosigkeit

87ch8- von Bedeutung. Beispielsweife erhält ein Arbeitsloser, der wegen .ArbeitSmangelS" ausscheidel. die ArbeitSlofenunterftützung grund­sätzlich nach Ablauf der kurzen Wartezeit seit dem Tage der Arbeitslosenmeldung (§ HO des Gesetzes^. Wer dagegen seine Arbeitsstelle ohne wichtigen ober ohne besonderen Grund aufge­geben oder durch ein Verhalten, da» zur frist­losen Entlassung berechtigt verloren hat. erhält für die ersten vier Wochen der Arbeitslosigkeit, die danach cintritt. keine Arbeitslosen unterstütz ung

Die Angabe c ine» unrichtigen Lösungs- grundeS macht den Arbeitgeber regreß­pflichtig. darüber hinaus kann eine straf­rechtliche Verfolgung des Arbeitneh­mers und Arbeitgebers in Frage kommen, und zwar wegen Betrugs.

Die Versorgung her Kriegeretteru.

Eltemrcnt» wird bewilligt, wenn der im Jbriege gefallene ober an Den Folgen einer Dienftbeschädi- aung verstorbene Sohn der Ernährer seiner altern gewesen ist, oder nach dem Ausscheiden m-.s dem Militärdienst geworden wäre Die Eltern- re?te wird nur für die Dauer der Bedürftigkeit ge­währt.

00 SUein.fiinben, 18. Juni In Kirche fand gestern das 3 a h r e s f e st der Gemeinschaft statt. Im Gottesdienst Prediger Eisenberg (Beuern) und der_____

geistliche Ansprachen ^er hiesige Madchenchor batte mit einem dreistimmigen Ehorlied die Feier eröffnet Auch der Gemeinschastschor von Gießen unter Leitung von Herrn Herrmann und der hiesige Eo. stirchei efangoerein unter der Leitung von Kreisbaumwart Germer trugen durch Thor- Dorträge zur Verschönerung der Feier bei. Die Be- gleitung der Gemeindegesange lag in den Händen der vereinigten Posaunenchöre von Gießen und Mein-Linden unter der Leitung von Äreisbaumwart Germer.

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hältniksrn de» Landes entsprechende Aenderun- aen an d.e'« Besnmmungen vorzunehmcn sei fein B»rt«l. Erwünscht kt. daß auch alle metnben bei der Vergebung von Arbeiten nach diesen Bestimmungen verfahren. Der Redner besprach dann in eingehe der Weise die all- gerne nen Bedingungen der ReichSverdingungS- ^rdnung und >e gte deren außerordent.iche Be­deutung ftir bc» fl?<amte Bauhandwerk. Zum Schluß erfolgt« e:ne <srläuterung der techni chen Bvr'chrrften. sowett sie für da» Zimmerhand­werk von 3ntere^e lind. 3n der anschließcnden Aussprache berichtet Stadtverordneter H. Kirchner, dem dte Ge'chäftSführung der 3n- nung übertragen wurde, über d.e Verhandlungen mit der Stadtverwaltung bezüal'.ch der Vergebung von Zumnerarbeiten an Witg..eder der 3^nung. Ein weitere» Re erat über Steuer- und ^uch- führunaSfragen wurde wegen vrrgerückter Ze-t verschoben .

"Sommerfest deSGIeibergvereinS. Am Sonntag hatte der Gleibergverein da» all­jährlich wlederkrhie Be Sommcrch au* der alt- ehrwürdigen Ruine Gleiberg eingerichtet. Trotz des ungünstigen Wettere erfreute sich das tTch eines sehr starken Besuchs. Die Burg unb der Burghof prangten In schönstem Fest ich muck. Zah­nen und Wimpel in hcsiischen und preußi'chen Farben flatterten neben bzn blaugelben Zahnen der Burg lustig im Winde, und hoch oben vom Turm wehte das Danner deZ GlciberavereinS. .Fanncngrün und Laubgewinde schmückten den Burghoi wo ein Tanzboden die 3u'*enb zu fröhlichem Tanz einlud. Auch oben im Aitfer'aal spielte eine Kapelle zum Xan« auf Rachdem gegen 5 Ubr bcsiereS Wetter eintral entwickelte sich unter Leitung der Herren vvm V.'rgnügungS- auSschuß. Valentin Frev. Georg Hau- bach unb Adolf ©elfte, im Burghof ein fröhliches Treiben Der Verein batte ein schönes Kinderfest eiugeri^t t lachende 5tin- derstimmen erschallten bei Reigrn und Spiel, den Gipfel der Freude btldete ,är Me Kleinen und kleinsten die Berteihmg der Brezeln, die ein Kinderfreund gestiftet hatte. Die Kinder über 14 3ahre zeigten chre Ferttgkeit im Wett­lauf mit Kochlöffeln und Eiern. Da» Dlei- berget Theater bildete unter Leitung seines Di- reftore Haubach den Hauptanziehungspunkt für jung und alt 3m hinteren Burghöfe waren Schießstände unb eine Wurfbude auf- Sestellt. die sich eine» regen Besuchs er, reuten.

'n der Wurfbude war angehenden Ehemännern Gelegenheit geboten, sich im Zertrümmern von Porzellangeschirr aller Art zu üben Sine Lilör- bube und zwei Bufett» im Burghöfe sorgten dafür, daß die durstigen Seelen gelabt wurden.

herrlchtc eine überaus fröhliche Stimmung, und der ©leibergvcrein darf auch diese» Btlrg- fest wieder al» einen vollen Erfolg buchen. Bei dem guten Zweck, den der Verein verfolgt, ist ihm zu wünschen, daß sich immer mehr Mitglie­der zu feiner Förderung finden mögen.

V. H. C. Am Sonntag veranstaltete der V. H. E. Gießen feine 3uniwanderung nach dem schönen Lahntal. Trotz de» zweifelhaften Wet­ters, einige Regenschauer mußten schon mit in Kauf genommen werden, war die Betelligung mit 94 Personen sehr rege. Sin cinftünbiger Aufent­halt in Limburg wurde zu einem Dang nach einem Aussichtstempel mit hübschen Blicken auf die Stadt, den Dom und das Lahntal benutzt. Vom Ausgangspunkt Balduinstein mit feiner auf mächtigem Felsen liegenden, das Dorf beherr- fchenden Burgruine ging eS in bequemem Auf­stieg nach dem herüichen Schloß Schaumburg, von dessen Turm man eine weite, umfassende Aussicht genoß. Rach dem Frühstück führte der Wesiermarsch am Schaumburger Weiher vorüber mit prächtigem Rückblick auf da» Schloß durch Wald imt) Feld über Hof Habenscheid, einem aus gegangen en Dorf mit noch bestehender Kirche, sowie über Hof und Klosterrutne Bärbach auf aussichtsreicher Straße nach Schönborn. Hinter dem Ort nahm der Wald die Wanderer auf unb gab ihnen bi» zum Hauptziel de» Tages, der waldumkränzten, food)gelegenen Burg Hohlen- fel» im Aartale, das Geleite. Die auSgicbige 2ast wurde auch zur Bestchtigung der ausge­dehnten. noch wohlerhaltenen Burganlage be­nutzt; man genoß vom Turm eine entzückende Aussicht. Sin kleiner Teil der Wanderer stattete noch der auf bet anderen Seite des AartaleS gelegenen Burg Schwalbach einen Besuch ab. um fbätet von Zollhaus die gemeinsame Heimfahrt anzutreten.

Oberheffen.

Landkreis Gietzcn.

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