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geopfert wurde, das Schuwalows große Lei­de.tschaU war, und in dem er ebenso Meister war wie in seinem diplomatischen Metier er, der keiner der schlechtesten russischen Poli­tiker war!

L. v. Nordegg.

65. Jerbanb-taa der Hessischen Erwerbs­und WirtschasiSzenoffenschasten.

Der auS 27 Genossenschaften bestehende Ver­band der Hessischen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft hielt vor einigen Tagen seinen alljährlichen, diesmal den 65., VerbandStag in der alten kurhefsischen Stadt Melsungen an der Fulda ab.

Nach einer geschlossenen Versammlung int Ka­sinosaale am Freitagabend, tn der wichtige innere Angelegenheiten des Verbandes zur Sprache kamen, fand am SamZtag die Tagung deS Ver­bandes. zu der sich etwa 100 Vertreter fast sämtlicher Erwerbs- und Wirtschaftsgenossen- schäften des VerbandSgebietes eingefunden hatten, in Anwesenheit von Vertretern der staatlichen und städtischen Behörden, der Industrie- und Handelskammer Kassel u. a. m. statt. Die aus­gedehnten Verhandlungen standen unter der Lei­tung deS DerbandSdirektors Let schert, der mit warmen Worten die Gäste begrüßte, die ihrerseits ausnahmslos bei ihren Dankesworten auch die hohe wirtschostliche Bedeutung deS deutschen Genossenschaftswesens für das VolkS- ganze, insbesondere den gewerblichen und wirt­schaftlichen Mittelstand, in gebührender Weise hervorhoben.

Terbandsdirektor Letschert kKassel) erstat­tete den Geschäftsbericht über die Tätig­keit des Verbandes im Geschäftsjahr 1927 und ging dabei zunächst eingehend auf die für das deutsche Wirtschaftsleben und die für es tätigen Genossenschaften besonders wichtigen Akte der Gesetzgebung ein, die der Gesundung und Kräfti­gung der Wirtschaft dienen sollen. Er streifte da­bei die Vergleichsordnung. daS Gesetz über die Abwendung des Konkurses und das Kriegsschä- denschluhgesetz, die Möglichkeit der Anlegung von Mündelgeldern bei Genossenschaften, für die nach der Rechtsprechung die Beurteilung der Ver­mögenslage und der. Sicherheit einer Genossen­schaft durch das Vormundschoftsgericht von aus- scklaggebender Bedeutung ist, und ging dann kurz au? die Bestimmungen des Arbeitszettgesehes, den Banlbeamtenbarif und die Steuerlasten ein. Er begrüßte die amerikanische Freigabe-Bill, die der deutschen Wirtschaft etwa 800 Millionen aufüßren werde, und besprach sodann die bei der Durchführung der Aufwertungsgesehgebung von den Genossenschajten alsden Banken deS Mittelstandes und der wirtschaftlich Schwachen" im Interesse des Volkstänzen geleisteten Arbei­ten. Gr verlangt deshalb ihre gerechte Behand­lung in der Steuergesetzgebung und Beseitigung brüdenbc*- Bestimmungen im Körverschaftssteucr- geseh. In besonders eingehender Weise beschäf- tiylc sich der Verbandsdirektor mit dem Ver­hältnis der Genossenschaften zu den öffentlichen Sparkassen. Diese letzteren sollten nicht den Personal-, sondern den Real­kredit pflegen.Wir sind die Perfonalkredit- instilute des Mittelstandes". Dagegen müssen die Sparkassen den Hypothelcnbedars, auch in land­wirtschaftlichen und ländlichen Bezirken, pflegen. Die Genossenschaften wollten mit den Sparkassen in Frieden leben, dagegen deren Wirksamkeit ebenso wie die der Großbanken genau abgegrenzt wissen, deren Wirksamkeit sich fast ausschließlich aus' die Industrie zu erstrecken habe. Ohne Zweifel sei im Jahre 1928 ein Aufstieg zu ver- zAchnen; die Wirtschaft befinde sich 'allerdings njd) in einer Uebergangszeit. Die Notlage der Landwirtschaft übe unverkennbar eine ungünstige Wirkung auf die Gesamtlage aus. Das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen be­dürfe einer Rationalisierung. An Spekulations- aeschäs.en habe die Genossenschaft keinerlei Inter­esse. Das Gedeihen der Genossenschaften hänge vom Wir'en wahrhafter Person ich'ei'en ab. Eine stolze und starke Kapitalkraft stecke in den Ge­nossenschaften, die bereits wieder mit 70 v. H. der 'Einlagen der Vorkriegszeit arbeiteten.

Hierauf folgte ein Bortrag von Dr. Lang (Berlin) von der Anwaltschaft der deutschen Ge­nossenschaften überD i e K r e d i t p o l i t i k der Genossenschafte n." Die Kreditversorgung sei der schwächste Punkt der deutschen Wirtschaft. Nur der Solide und Ernstwollende solle der Genossenschaft beitreten. Er erinnerte hierbei an das Wort des Genossen- schastsanwalteS Prof. Dr. Stein:Die Ge- nossenfchcVt ist die größte Leistung des deutschen BürgerstandeS." In den Großbanken arbeiteten 35 Prozent Auslandkredite. Die Trustbildung werde begünstigt. Der Großhandel leide unter

Kapitalmangel, beeinflußt von den Großbanken, und führe einen Skistenzkampf. Auch dieser Red­ner verlangte Abgrenzung bet Wirtschaftsbetäti- gung von Genossenschaften und Sparkassen.

In ausführlichster Weife behandelte Bankdirek­tor Bredenbreuker von der Dresdener Bank in Frankfurt a. M. .die verschiede­nen Arten der Kreditsicherung" und gab den Anwesenden für letztere wichtige Finger­zeige. Mangel an Raum verbietet ein näheres Eingehen hierauf: iedenfall" sollte bei sog. Kre­ditübereignungen stets ein Anwalt zugezogcn werden Redner schloß mit den richtig zu verstehenden Worten:Die beste Sicherung ist stets der Mensch. Er steht hohe'- als daS ge­schriebene Gesetz."

Zwei weitere in Aussicht genommene Dorträge mußten der vorgeschrittenen Zeit und der ab­gehenden Züge wegen auSsallen.

Aus der Melfunger Tagung waren auS Ober­hessen. soweit wir bemerkten, Genossenschaften aus Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Grünberg, Lauterbach. Bad-Nauheim und Gießen (Han­dels- und Gewerbebank) vertreten. Als Ort der nächsten Tagung wurde Arolsen bestimmt.

Wirtschost.

Oie Reichsbank Mitte Mai.

Rach dem Ausweis der ReichSbank vom 15. Mai hat sich die gesamte Kapital­anlage der Bank in Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten um 274,6 Will, auf 2140,3 Mill. Mark verringert, und zwar haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 291,4 Mill, auf 1985,9 Mill. Mark abgenommen, während die Lombardbe stände um 20,5 Mill, auf 59,7 Mill. Mark angewachsen sind. Die Anlage in Effekten ist mit 94,0 Mill. Mark weiterhin unverändert geblieben.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen insgesamt sind 269,4 Mill. Mark in die Kassen der Bank zurückgeströmt: im ein­zelnen hat der Umlauf an Reichsbantnoten um 251,8 Mill, auf 3937,1 Mill. Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 17,6 Mill, auf 565,5 Mill. Mark abgenommen. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Renten- bankscheinen auf 60,1 Mill. Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 463,5 Mill, eine Zunahme um 3,0 Mill. Mark.

Die Bestände an Gold und ö e cf unge­fügigen Devisen zusammen sind mit 2253,7 Mill. Mark, im einzelnen die Goldbestände mit 2040,8 Mill. Mark, die Bestände an deckungs­fähigen Devisen mit 212,9 Mill. Mark aus- gewiescn. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 43,1 Prozent in der Vorwoche auf 51,2 Prozent, die durch Gold und dcckungsfähige Devisen von 52,8 Prozent auf 56.5 Prozent.

Wochenbericht

vom Sraiiffurter Effektenmarkt.

Rach bem glatten Verlaus der Medioliquida­tion nahmen die fortgesetzten Käufe an der Effektenbörse größeres Ausmaß an, und die Engagements der Spekulation erreichten verschiedentlich bereits wieder einen beträchtlichen Umfang. Vor allem jedoch war es das Aus­land, das auf Spezialgebieten weiterhin große Käufe vornahm und die allgemeine Stimmung dadurch wesentlich anregte. Verschiedene Werte erzielten dabei neue Gewinne bis zu 20 Prozent und darüber. Bald jedoch machte sich eine ge­wisse lieberfättigung mit Material bemerkbar, und von Tag zu Tag verstärkte sich das Reali- sationsbedürfniS der Spekulation. Aber nicht nur die berufsmäßigen Börsenkreise, sondern auch die Privatkundschaft lam mit größeren Verläufen an den Markt, während sich das Angebot von feiten des Auslandes in engeren Grenzen hielt. Jedoch machte sich die zu beobachtende Ver­ringerung der Auslandorders, die dem Markte stets eine starke Stühe geboten hatten, u 'angenehm fühlbar, und der Kursdruck wurde schließlich ziemlich stark, fo daß eine all­gemeine merkliche Abschwächung der Ten­denz zu verzeichnen war. Der den eintretenben Kursabschlägen müssen jedoch die beträchtlichen Steigerungen, die vorher erzielt wvrdm waren, berücksichtigt werden, und im Vergleich zur Vor­woche konnten sich auf den meisten Markt­gebieten teilweise noch ansehnliche Kurs­gewinne erhalten. Das Geschäft wurde im allgemeinen sehr rußig. Da die Aufnahmelust aetmg war und sich eine wachsende Unsicher­heit bemerkbar machte, konnte das heraus- kommende Material nur schlecht unterg bracht werden. Eine stärkere Unsicherheit wurde hervor- gerufen durch die plötzliche ernsthaste Erkrankung des Reichsaußenministers Dr. Stresemann.

Daneben wirkte die durch die Verschärfung des Wahlkamp es ciaglt.tenc innerpolitische Bele­bung geschäitshemmei.b. Ein Moment der Zu­rückhaltung war auch die bevorstehende Unter­brechung des Börsengeschäftes durch die Feier­tage (Himmelfahrt und Pfingsten). Ungünftig toirlten ferner die abermalige Eisenpreis- erhöhung und vo^ allem die Denkschrift der Reichsbahn über die beabsichtigte Tarif­erhöhung. von der man in Börsenkreisen eine neue fühlbare Belastung der deutschen Wirtschaft mit Rech: befürchtet. Dec Geldmarkt war zum Zahltag, der im übrigen, wie man e5 erwartet hatte, keinerlei Schw-erigkeiten verursachte, natuigemäß etwas angespannter. Namentlich TageSgeld war zu 7 Prozent etwas stärker verlangt. Der Rachsrage konnte jedoch stets voll Genüge geleistet werden, und schon am nächsten Tage trat wieder eine gewisse Entspannung ein. Einige günstige Mo­mente wie die weitere Besserung der Arbeits- marltlage und die starke Zunahme der ©Bar­einlage i. konnten keine merkliche Wirkung auf die Gestaltung brr Tendenz ausüben. Gegenüber der vergangenen Woche waren zumeist Kurs- beffetungen von etwa 2 bis 5 Prozent zu verzeichnen. Infolge starker Mat^rialtnavph.it und lebf;afiem Auslandinteresse zogen Reichs- bank weiter bis 263 Prozent an. Lebhafteres Interesse bestand ferner vorübergehend Kir Mc- talfbanf, die auf angeblich englische Kätcke 10 Prozent gewannen. Kali Salzdet'urth erzielten eine Kursbrssrrung von rund 30 Proz.nt. Zell­stoff Waldßoi zogen 16 Pro»ent. Bergmann 16,5 Prozent und Berliner HandrlSgesellscha t 9 Pro­zent an. Am Anleihemarkt lagen Ab- lösungsschuld und Schutzgebietsanleihe fester. Don Auslandrenten waren Rumänrn lebhafter ver­langt und erhöht. Am Devisenmarkt war der Dollar angeboten, und die Mark erreichte einen neuen Höchststand.

Auslandanleihe derStadt Frank­furt a. M. Der Stadt Frankfurt a. M. ist eine Auslandanleihe in Höhe von 6,25 Millionen Dollar genehmigt worden. Die Stadt wählt einen 6,5 prozentigen Typ. Der Abschluß wird mit Rol­lens & Sons erfolgen, die der Stadt einen Auszahlungslurs von 96,5 Prozent offeriert haben.

* Frankfurter Maschinenbau A.-G, üorm. Pokorny & Wittekind Frank­furt a. M. Die Generalversammlung erledigte die Regularien. Danach gelangen je 6 Prozent Dividende für 1926 und 1927 auf die Vorzugs­aktien und eine solche von 6 Prozent auf die Stammaktien für 192c zur Verteilung Von Ver­waltungsseite wurde betont, daß sich im abge­laufenen Geschäftsjahr auf Grund der günstigen Konjunktur der Umfaß um 70 Prozent gehoben hätte. Man hoffe unter den gleichen Umständen im neuen Geschäftsjahr mindestens das gleiche Ergebnis erzielen zu können.

1 Voigt & Haeffner A.-G, Frank- f u r t a. M. Die Generalvrrsammlun,;. erledigte debattelos die Regularien und beschloß die Ver­teilung einer Dividende von 8 Prozent auf die Stamm- und 7 Prozent auf die alten Vor­zugsaktien. Die Geschäftslage im neuen Jahr wurde vom Vorstand als befriedigend bezeichnet. Der Auftragseingang halte sich auf unveränderter Höhe, so baß wieder ein befriebigcnbeS Ergebnis erhofft wirb.

frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. TI., 19. Mai. Tendenz fester. 3m Anschluß an die feste Stimmung der gestrigen Abendbärse blieb die Tendenz im heutigen Dor« Mittagsverkehr freundlich. Das Geschäft war im allgemeinen ziemlich ruhig, da im Zusammen­hang mit der rnorg gen Wahl eine gewisse Zurück­haltung geübt wurde. Anderseits wunde die Stim­mung angeregt durch die weitere Entspan- nung der Reichs bank nach dem heute er­schienenen Ausweis. Ferner verwies man auf den Rückgang der Arbeitslosenziffer im April. Außer­dem befriedigte es, daß im Befinden Dr. 5 t r e fe­rn a n n s eine merkliche Besserung eingetnten ist. Bei der ersten Notierung konnten sich zumeist einige kleine Kursbesserungen non 1 bis 2 Proz. durch fetzen. Für einige Äpezialwerle bestand aber etwas regeres Interesse. Don Auslandseite blieben vor allem Reichsbank, die unter Schwankun­gen 4 Proz. gewannen, gesucht. Am Montan- markt waren Mannesmann und Rheinische Braunkohlen, die je 3 Proz. gewannen, bevorzugt. Am Themiemarkt lagm I.-G.-Farben weiter leicht erhöht Scheideanstait gaben jedoch nach der erheblichen Steigerung an Der gestrigen Abendbärse auf Realisationen 3 Droz. nach. Zellstoff- werte lagen heute ruhig und gut behauptet. Am Elektromarkt gewannen Gesfürel und Sie- mens je 2 Proz., Bergmann, Sch.ickert und Lah- meycr waren je 1 Proz. gebessert, während ATG.,

Licht und Straft nur behauptet blieben. Karstadt ge­wannen 2,5 Proz. Deutfdjc Anleihen blieben bei stillem Geschäft behauptet. Don ausländi­schen Renten waren Türken auf die drohende Perzögerung Der Schuldenregelung etwas schwächer. Bon Amerikawerten nannte man im Frei- verkehr Enka mit 78 bie 79 Dollar, Glanzstoff mit 108 bis 109 Dollar. Im weiteren Verlauf blieb die Stimmung fest. Für die ersten Werte ergaben sich neue Sursbcfferungen von 1 bis 1,5 Proz Reichs- bank blieben rege gefragt Am Geldmarkt war IcgcsgclD zu 6,5 Proz. wieder etwas leichter. De- vifen blieben angeboten. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,178050, gegen Pfund 20.401' London gegen Kabel 4,8820, Paris 124,02, Mailand 92,68, Madrid 29,11, Holland 12,10.

Bcrltuc Börse.

Berlin, 19- Mai. Die Kurse waren nicht so fest, wie an der gestrigen Abendbärse, die Tendenz war aber durchaus freundlich. Der erwartete schwache Verlauf der geflogen Reuyorker Börse machte keinen Eindruck, auch das Ableben des Ge­heimrats Deutsch von der AEG. hatte keinen Einfluß auf die Tendenz, dagegen hkd -man bic wc.ler erfreuliche Besserung im Befinden des Reichsaußenministers Dr. Stresemann hervor und vcrwics auf den Reichsbankausweis, der eine weitere angemessene Entlastung brachte. Soweit zu den ersten Kursen überhaupt Order» ein­getroffen waren, konnte man kaum Aufschläge fest- stellen. Wänrcnd sich die Inlandkundschaft hierbei noch zurückhielt, kamen sehr potente Ausland- kreise und interessierten sich besonders für einige Spezialwertc. Die Kursgewinne gegen gestern Mittag betrugen 1 bis 3 Proz. und gingen bei Spe­zialwerten bis zu 10 Proz. Polyphon oerze ch- rieten einen von 21,50 Proz, hier liefen wieder starke englische Käufe ein. Sarotti fetzten ihre Auf wärtsbeweguna mit 8 Proz. fort. Reichsbank waren 5,75 Proz. höher, I.-G Farben und Siemens 5,5 Proz., Waldhof 6,5 Proz., Feldmühle 5 Proz., (Bcffürel 6 Proz. höher. Glanzstoff, bei denen man den 80^50proz. Bezugsrechtsabschlag berücksichtigen muß, eröffneten bedeutend schwacher. Deutsche Anleihen lagen fester Ausländische Ren- ten bei kleinen Umsätzen gehalten. Der Pfand- b rief markt war still. Der Geldmarkt war etwas angespannt. Tagesgeld 6,5 bi» S Pro,. Die übrigen Sätze unverändert. Im Verkaufe wurde die Tendenz uneinheitlich und eher ruhiger Die Spekulation schritt zu Oeroinnmitnahmen Sprit- werte lagen sehr lebhaft und 2 Proz. über Anfang. Später wurde das Geschäft allgemein wieder reger. Bergbau und Elektrowerte waren bevor­zugt, die ersten Kurse eher noch überschritten.

Wochenbericht vom Sranffurfer Echla»tviehmarlt. DaS Geschäst nm Frankfurter Schlachtviehmarkt konnte sich in dieser Woche wieder lebhafter gestalten. Besonaers Rinder. Kälber und Schafe waren lebhaft gehandelt, da hier eine stärkere Beteiligung deS Exportes zu bemerken war. Die Märkte wurden alle geräumt. 9tur Schweine waren am Nebenmarkt rußiger gehandelt, da hierin der Auftrieb gegenüber der vergangenen Woche ein bedeutend größerer war. Sonst dürfte noch die allgemein kühlere Witterung bem Markte eine Anregung gegeben haben, da sich aus diesem Grunde wieder größerer Bedars an Fleisch beim Publikum bemerkbar machte. Der Gesamtaustrieb bestand auS 1323 Rindern, dar­unter 268 Ochsen, 60 Bullen, 556 Küße und 320 Färsen, ferner au« 2010 Kälbern, 100 Schaken und 7095 Schweinen. Verglichen mit dem Auf­trieb der vergangenen Woche waren 60 Rinder und 62 Schafe weniger angetrieben, während 390 Kälber und 890 Schweine mehr zum Ver­kauf standen.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A I 6164, II 5860, B I 51 55. Bullen A 46-51. B 40- 45. C 34-39. Färsen A 60 bi« 64. B 54-59. Kälber B 78-82. C 70- 77. D 60 bis 69. Schafe A 5055. B 4249. Schweine B 55 59. C 55-57. I) 55-58, F 52 -54. Im Ver- gleich zu den Notierungen der vergangenen Woche waren Rinder bis zwei Mark, Schafe und Schweine bi- je eine Mark und Kälber bis vier Mark teurer.

Sprechstunden der Nedattion

12 bi» 1 Uhr mittag», 5 bi» 7 Uhr nachmittag» Samstag nachmittag geschlossen

Für unverlangt eingesandte THanalftlple ohne beigefügtee Rückpolo wird feine Gewähr Bbernommen

Geschäftsstelle ,o richten

HnjcigcnauHrägc sind lediglich an Mt

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt befchlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent.

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