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Wirtschaft.

Die Reichsbank Mitte Jorma».

Aach dem Ausweis der Reichsbank vom 14. Januar hat sich die gesamte Kapi­talanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 294,7 Millionen auf 2457,3 Mill. Mk. verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 304,6 Mill, auf 2330,9 Mill. Mk. ob- genommen, während die Lombardbestände um 10,0 Mill, auf 33,2 Mill. Mk. angewachsen sind. Die Effektenbestände sind mit 93.3 Mill. Mark annähernd unverändert geblieben.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 277,9 Mill. Mk. ans dem Verkehr zurückgeflossen. Der Umlauf au Reichsbanknoten hat sich um 243,1 Mill, auf 3927,9 Mill. Mk., derjenige an Rentenbankscheinen um 34,9 auf 645,1 Millionen Mark verringert. Die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen haben sich dementsprechend auf 79,8 Mill. Mk. erhöht. Die fremden Gelder zeigen eine Abnahme um 19,9 Millionen auf 655,1 Mill. Mk.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen insgesamt sind mit 2150,1 Millionen Mark wie in der Vorwoche aus­gewiesen, im einzelnen Gold mit 1864,0 Mill. Mark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 286,1 Mill. Mk. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 44,7 Proz. in der Vorwoche auf 47,5 Proz., diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 51,5 Proz. in der Vorwoche auf 54,7 Proz.

*

Frankfurter Börse. Vom 25. Januar ab sind von den Aktien Rr. 1 bis 100 000 der früheren Allianz-Versicherungs-Akt^en^esellschaft nur noch solche Stücke lieferbar, die auf die neue Firma Allianz und Stuttgarter Verein Ver­sicherungs-Aktiengesellschaft abgestempelt sind. Vom gleichen Tage ab erfolgt die Votierung im Amtlichen Kursblatt unter der neuen Firma.

Der Privatdiskont wurde gestern irr Berlin für beide Sichten um je Vs Prozent auf 61 4 Prozent erhöht.

* Vom Röhrenverband. In der gestri­gen Werksversammlung des Röhrenverbandes wurde beschlossen, die Preise unverändert zu lassen.

* 300 000 Mark-Anleihe der Stadt Homburg. Die Bad Homburger Stadtver­ordnetenversammlung beschloß, zur Abdeckung der im abgelaufenen Etatsjahr in Anspruch genom­menen Bankkredite bei der Kur- und Reu- märkischen Ritterschaftskasse eine Anleihe von zunächst 300 000 Mark zu einem Zinssatz von 8 Prozent bei üblichen Provisionssätzen und einer 3prozentigen Amortisation aufzunehmen.

* 3. P. Bemberg 01.=®., Barmen. In dem Geschäftsbericht der I. P. Bemberg A.-G. in Barmen wird u. a. ausgeführt: Das Ge­schäftsjahr 1926/27 stand im Zeichen einer gün­stigen Konjunktur. Die Kunstseidenindustrie ins­besondere konnte über stetig steigende Nachfrage und Ausbreitung dieses Rohstoffes in immer neuen Zweigen der Textilindustrie berichten. Durch Verbesserung der Qualität gelang es, den Vbsatz an Bembergseide erheblich zu steigern, neue Verwendungszwecke für sie zu finden und sie in neue Märkte einzuführen. Der Betriebs- Überschuß im Geschäftsjahre 1926/27 betrug ein­schließlich 134 573 Mk. Vortrag aus dem Vor­jahre 11,20 Mill. Mk. Vach Abzug der Hand­lungsunkosten mit 3,96 Mill. Mk., der Steuern mit 1,14 Mill. Mk., der Zinsen mit 0,60 Mill. Mk. und nach 2,38 Mill. Mk. Olbschreibungen ver­bleibt ein Reingewinn von 3,12 Mill. Mk., woraus 14 Prozent (i. 03. 8 Proz.) Dividende verteilt und 251 293 Mk. auf neue Rechnung vorgetragen werden sollen. Das neue Geschäfts­jahr brachte steigende Umsätze und großen Auf­tragseingang, der für längere Zeit volle Be­schäftigung sichert. Generalversammlung am 21. Januar in Barmen.

/ Ludwig Loewe & Co., A. G., Ber­lin. Der Aufsichtsrat hat die Ausgabe einer Obligationenanleihe von 5 Millionen Mark be­schlossen, ferner einer auf den 8. Februar einzu- berufenben Generalversammlung die Erhöhung des Aktienkapitals von 15 Mill, auf 20 Mill, vorzuschlagen. Von den neuen Aktien, die ab 1. Januar 1928 dividendenberechtigt sind, sollen 3 Millionen Mark den alten Aktionären im Verhältnis von 5:1 zu 150 Proz. zum Bezüge angeboten werden. Die restlichen 2 Mill. Mk. follen von einem Dankenkonsortium zum Mindest- nirse von 200 Prozent übernommen werden. Der ^rlös der Veuemissionen dient zur Stärkung der Betriebsmittel, da sich der Umsatz in den wtzten Monaten stark erhöhte und das ver­

größerte AuSlandgeschäft die Gewährung von Krediten erfordert. Ferner ist eine erweiterte Be­teiligung an einschlägigen Geschäften des Kon­zerns in Aussicht genommen. Für das abge­laufene Geschäftsjahr wird voraussichtlich eine Dividende von 10 Prozent ausgeschüttet werden.

* Sunlight 01.-©., Mannheim. Trotz eines Reingewinns von über 1 Million Mark verteilt die Sunlight A.-G. Mannheim keine Dividende, sondern trägt den Gewinn auf neue Rechnung vor. Vach dem Geschäftsbericht werden für die Schaffung eines neuen Waschpulvers und für dessen Propagierung größere Mittel erforderlich fein. Im Vorjahre hatte der Ge­winn 557 000 Mark betragen, welcher zur teil­weisen Deckung des Verlustes aus dem Jahre 1924 verwendet wurde.

* Presto-Werke A. G. Wie die Verwal­tung der Prestowerke 01.®. dem WTB.-Handels- dienst mitteilt, hat der Stillegungsanlrag des Werkes vielfach zu falschen Auslegungen ge­führt. Das Werk arbeitet in dem bisherigen Um­fang weiter: nur in einigen Abteilungen, die in der Fabrikation den übrigen Zweigen voraus­geeilt sind, sollte wöchentlich einige Stunden kürzer gearbeitet werden. Da der Arbeiterrat sich damit nicht einverstanden erklärt hat, sah sich die Verwaltung gezwungen, den Stillegungs- antrag zu stellen. Voraussichtlich wird aber die Inanspruchnahme von Kurzarbeit nicht nötig sein.

* Amerikanisch-russischer Handel. Vach Mitteilungen der russischen Handelsvertre­tung hatten die Aufträge, die von Sowjetruhland in Amerika im Jahre 1927 erteilt worden sind, den Wert von 31 200 000 Dollars. Im Vorjahre waren es 8 681000 Dollars. In diesen Gesamt­zahlen sind aber nicht die vom allrussischenTe ttl- syndikat vorgenommenen Baumwollkäuse enthal­ten, die mit 42 000 000 Do.lar bewertet werden, gegen 35 000 000 Dollar im Vorjahr. Wie der Leiter der Olmtorg Co. erklärte, haben die für- industrielle Einrichtungen und elektrische Aus­rüstungen erteilten Orders allein einen Wert von 11 314 000 Dollars. Für Rohmaterialien, einschließlich der Beschaffung von Metallen, wurden im letzten Jahre 6 363 000 Dollars ver­ausgabt.

* Japanische Schienenbestellungen. Vach Meldungen aus Japan hat die japanische Eisenbahnverwaltung beschlafen, zukün t g stär­kere Schienen zu verwenden und in den nächsten Tagen größere Schienenaufträge an das Aus­land zu erteilen. Vorerst sollen nur die süd- mandschurischen Eisenbahnlinien mit den stär­keren Schienen versehen werden.

frankfurter Börse.

granff urt a. m., 19. Jan. Tendenz: Meist etwas erholt. Die Börse eröffnete heute überwiegend etwas erholt. Das Geschäft blieb, wie an den Vortagen, im allgemeinen ziemlich ruhig, da sich das Prn atpubkikum wieder fast nicht daran beteiligte. Andererseits fehlen heute aber auch größere Abgaben von dieser Seite, so daß schon einige weitere Rück­käufe der Daissepartei, die schon gestern abend ziemlich stark gedeckt hatte, genügten, um kleine Kurserholungen herbeizufühven. Die Stim­mung war etwas freundlicher, vor allem im Hinblick auf die Geldmarktlage, wo weiter eine gewisse Erleichterung zu verzeichnen ist. Einen günstigen Eindruck machte ferner der Mo­natsbericht der Diskonto-Gesellschast, wonach die starke Zunahme der Arbeitslosenziffern doch nur auf saifonmäßige Einflüsse zurückzusühren sei. Demgegenüber stand jedoch der Bericht über die Lage in der Mafchinenindustrie, der die weitere Konjunkturentwicklung ungünstig beurteilt. Eine gewisse Unsicherheit war zunächst nicht zu ver­kennen im Zusammenhang mit den innerpoli­tt s ch e n Schwierigkeiten. Bei der ersten Kursfestsetzung überwogen gegenüber der Abend­börse die kleinen Besserungen, die nur in ver­einzelten Fällen über 1 Proz. hinausgingen.

G. Farben lagen trotz etwas lebhafterer Umsätze nur gut behauptet. Etwas hervor traten Rheinbraun mit plus 2 Proz., Zement Heidel­berg mit plus 2 Proz. und am Elektromarkt Gessürel, die 1,5 Proz. anzogen. Ferner blieben K a l i w e r t e beachtet. Kali-Aschersleben zogen 1,5 Proz. an. Im Angebot lagen Zellstoff-Wald­hof minus 1,5 Proz. Auch Wahß und Frey tag gaben erneut 1 Proz. nach. Rach den ersten Kursnotierungen konnte sich die Stimmung weiter etwas bessern. Im Mittelpunkt standen J.°G.° Farben, die jedoch nur geringe Besserungen zu verzeichnen hatten. Deutsche Anleihen be­hauptet. Türken etwas reger bei weniger ver­änderten Kursen. Im weiteren Verlause wurde das Geschäft sehr still. Die Grundstimmung blieb jedoch freundlich. Die Kurse konnten sich gut behaupten. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 5,5 Prozent. Im Devisen­

verkehr lag die Reichsmark etwas fester. Reichsmark gegen Kabel 4,1955, gegen London 20,452. London-Kabel 4,8765. Paris gegen Lon­don 124,05, Mailand 92,20, Madrid 28,40.

Berlincv Börse.

Berlin, 19. Jan. Ein deutliches Zeichen für die herrschende Unsicherheit waren die m e h r» prozentigen Schwankungen der Haupt­werke im heutigen Vormittagsverkehr. Cs fehlte der Spekulatton jede Anregung. Die ungeklärte Geldmarktlage und die innerpolitischen Schwie­rigkeiten wirkten hemmend. Von einer Betei­ligung des Publikums war nichts zu merken. Zu den ersten Kursen war die ®runt> ft im­mun g wieder etwas beruhigt. Angeb­lich lagen günstigere private Freigabenachrichten vor. Es waren Besserungen von 1 bis 2 Prozent gegen gestern Mittag festzustellen, d. h. die Kurse tagen etwa auf der Basis der erholten Frankfurter Abendnotierungen. Aus dem Rah­men fielen Bemberg mit plus 12 Prozent, Polyphon mit plus 6 Prozent und Tietz mit plus 5 Prozent. Heimische An­leihen behauptet. Ausländer ruhig, doch nicht ganz einheitlich. Der Geldmarkt war unverändert. 3m Verlaufe belebte sich das Ge­schäft etwas und die Kurse zogen durchschnitt­lich 1 Prozent an. 3.-G.-F a r b e n lagen bei lebhafteren Umsätzen 2 Prozent fester. Vur Po­lyphon in Reaktion auf die anfänglichen Stei­gerungen etwas angeboten und 1,5 Prozent niedriger.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 19. Jan. Das Geschäft ist nach wie vor unverändert. Die Umsätze blie­ben klein. Brotgetreide liegt lustlos. Braugerste ist weiter gesucht, besonders In guten Qualitäten. Mais fest. Futtermittel, mit Ausnahme von Weizenkleie, stagnierend. Cs wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis 1 Prozent Auswuchs 25, Weizen 2, gut, gesund, trocken, bis 3 Prozent Auswuchs 23,50 bis 23,75, Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit 22,75 bis 23,25, Roggen 24,50, Som­mergerste für Brauzwecke 28 bis 30, inl. Hafer 23,25 bis 24. Mais (gelb) für Futterzwecke 21,75 bis 22, Mais (gelb) für andere Zwecke 22,50 bis 22,75. Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37 bis 37,50, Roggenmehl 34,50 bis 35,50, Weizen­kleie 14,25, Roggenkleie 15,25 bis 15,50 Mk.

frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt, 19. Jan. Auftrieb: 47 Rin­der, 1055 Kälber, 285 Schafe, 332 Schweine. Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 75 bis 77 Mk.: mittlere Mast- und Saugkälber 66 bis74: geringe Kälber 55 bis 65. Schafe: Masd- lämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 46 bis 50: mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 45. Schwei n e: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 60 bis 62: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund ßebenögetoidjt 60 bis 62: von etwa 200 bis 240 Pfund Lebend­gewicht 59 bis 61; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 58 bis 60; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 57 bis 59 Mk. Marktverkauf: Kälber und Schafe mäßig rege und ausverkauft. Beste Mastkälber über Votiz gehandelt. Schweine schleppend imd geräumt.

Das Reichsviehseuchengesetz.

Zur Durchführung des Reich svieh- seuchengesetzes in Hessen hat das hessi­sche Ministerium des Innern gegen die besondere Seuchengefahr, die durch Einfuhr von Vieh aus stark verseuchten Gebietsteilen droht, be­sondere Anordnungen getroffen, die am 1. Fe­bruar in Kraft treten. Zucht- und Vutzvieh, das aus verseuchten Gebietsteilen nach Hessen eingefüfjrt wird, ist tunlichst schon vor der Ein­fuhr, spätestens aber 12 Stunden nach der Ein­fuhr, dem zuständigen beamteten Tierarzt und der Polizeibehörde des Einstellungsortes anzu­melden. Dieses Vieh ist auf die Dauer von fünf Tagen in besonderen Räumen abzusondern. Wenn die Tiere von einem Markt stammen, der der zwangsweisen amtlichen Impfung unterstellt ist, so kann das abgesonderte Vieh von einem be­amteten Tierarzt befreit werden. Die verseuchten Gebietsteile werden in den Amtsblättern be­kanntgegeben.

Alle im Eisenbahnverkehr beförderten Klauentiere find beim Entladen aintstier - ärztlich zu untersuchen. Die hieraus be­züglichen Vorschriften finden u. a. keine Anwen­dung auf Tiere, die unmittelbar von den Schlachtviehmärkten Mainz, Darmstadt, Frank­furt, Offenbach, Mannheim, Wiesbaden, Koblenz und Köln kommen.

Schwurgericht Gießen.

Gießen, 18. Jan. Unter Vorsitz des ßanb» gerichtsdirektors Cramer wurde heute gegen den Landwirt Herbert Liebe von Waldhvs Elgershausen wegen Meineids verhandelt.

Liebe war in einem Zivilprozeß als Zeuge ver­nommen worden und hatte dort beschworen, daß er die Zulassungsbescheinigung für sein Auto, gehabt und bei der Rückgabe seines Autos feinem Verkäufer erklärt habe, er habe das Auto viev Wochen gefahren.

Die Anklage behauptete, daß diese Angaben wissentlich unwahr seien. Liebe gab zu, daß et die Zulassungsbescheinigung nicht hatte; er habe dies bei seiner Vernehmung aber geglaubt. 3m übrigen bestritt er, gesagt zu haben, er habe das Auto nicht gefahren.

Die Beweisaufnahme ergab, daß Liebe die. Zulassungsbescheinigung nicht hatte und daß en diese unwahre Angabe bei verschiedenen Ver­nehmungen verschieden erklärt hatte, lieber den zweiten Punkt der Anklage gingen die Zeugen­aussagen auseinander.

Staatsanwalt Fischer beantragte, Liebe we­gen fortgesetzten Meineides unter Anwendung der Strasermähigungsbestimmung des § 157 des Strafgesetzbuchs zu sechs Monaten Gefängnis zu verurteilen. Rechtsanwalt Sch link beantragte Freisprechung.

Das Gericht sprach ihn von der zweiten An- klage mangels ausreichender Beweise frei es nahm keine fortgesetzte Handlung an und ve» urteilte ihn im übrigen wegen Meineids zusechs Monaten Gefängnis und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf zwei Jahre.

Büchertisch.

Geh. Justizrat Prof. Dr. Gerhard Anschütz, Fälle und Fragen des Staats- und Derwaltungsrechts (Ber­lin. Otto Liebmann, 2 Mark). Das erstmals im 3afjre 1911 erschienene Buch, das schon im alten Staat eine 2. Auflage erlebte, liegt, nachdem es mit der 3. Auslage auf das neue Staats­und Verwaltungsrecht umgestellt wurde, nun­mehr in 5. Auslage vor. Es muh als besonders verdienstlich deshalb bezeichnet werden, weil im Gegensatz zu den übrigen Rechtsgebieten, (Zivil­recht, Strafrecht, Prozeßrecht) auf dem Gebiete des öffentlichen, insbesondere des Verfafsungs- rechts, Praktika fehlen oder nur sehr spärlich vorhanden sind, und doch ist es auch hier sehr zweckmäßig, sich den der Wissenschaft aufgegebenen Problemen vom Konkreten her zu bemächttgen. Daß die Fälle und Fragen das bieten, was sie bieten sollen: die Vermittlung zwischen Theorie und Tatsächlichkeit des Rechtslebens wird dadurch verbürgt, daß sie größten Teils im Anschluß an Vorkommnisse der Praxis gebildet sind. So ruht auf ihnen der besondere Reiz, den allemal Probleme ausüben, die uns durch die Wirklichkeit selbst aufgegeben sind. (657)ne

3m Zeichen des Wintersports steht die eben erschienene Vr.3 der3 u g e n ö (G. Hirths Verlag G. m. b. H., München). Das lustige Titel­blatt von Stephani, ein prächtiges Aquarell von Henel und eine ganze Reihe amüsanter Zeichnungen von Machet, Henke, Ma^on, Vollert, Geis und Heubner behandeln das beliebte Thema mit dem gleichen Humor, wie die witzigen Win­tersportgeschichten von Wisbel und Kinndt oder die kleineren satirischen Glossen, deren bunte Fülle den Inhalt des Heftes vervollständigt.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 21. Januar. Freitag abend 4.40 Uhr. Samstag dop mittag 8.30; Predigt; nachmittags 3.30 Uhr, Sabbatausgang 5.55 Uhr. Wochengottesdienst mor gens 7 Uhr, abends 4.30 Uhr.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 21. Januar. Dor abend 5 Uhr: morgens 9 Uhr; abends 5.15 und 5.55 Uhr.

Letzte Nachrichten.

General Gröner, Reichswehrminister.

Berlin. 19.3an. (TU.) Der Reichspräsi- dent hat auf Vorschlag des Reichskanzlers den Reichswehrminister Dr. G e fj l e r auf seinen Antrag vom Amte des Reichswehrmini st ers entbunden und den Reichsminister a. D. Ge­neralleutnant a. D. GrönerzumReichswehr m i n i ff e r ernannt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

Frouksuria.M

Berlin

Schlich-

J-Ubr-

Schluß

Anfang

Kurs

Kur»

Kurs

Datum:

18.1.

19.1.

18 1.

19. 1.

Dt Reichöanleihe v. 1927 St Aul Ablos. Schuld mit

-

87.5

Auslos-Rechten . . .

Dcsal. ohne Auslos.-Rechten 7% Kranh. Hyp..Bt. Go byf unkündbar bis 1932 ...

52,4

52,25

52.4

59 3

16.4

16.35

16,13

16*25

</s°/o Rheinisch, 6öd -Bank

lltqu -@oibyi . . .

PI E. G QbQ BorkricgS-Ob-

-

-

haationen. rurftoblbar 1932

_

_

«S Schwei;. Bundesb.-Anl.

95,5

«"/<>. Oestereichische Goldrte

4,20°/« Ccfterr, irfj. ©ilberrte

470 Oesterreich, einueitl. Rtc

_

<% Ungarische Goldrte

25,3

4% Ungarische Staalsr. v 1910

«>

_

24,65

deSgl. von 1913

20,75

24.13

♦9/o Ungarische Kroncnrte .

1,7

13,4

4°/, Türk. Zollanleche v 1911

4°/y Türk Bagdabbobn.Anl

13,13

13.25

Serie I

4°/o deSgl. Serk kl.

14,75

14,5

13.5

4°o Rumänen convcrt Rte.

5,70

*'V -> Rumänen Golbonl.

von 1913

-

KUq Deutsche Eisenbahn .4'1,

-

_

Hamburg-Amerika Paket. t>

Öamb-.Sübam Damyssch 8

118.5

118 5

145,65

148,5 2| 1

209

Hansa Damysschiss . .6

208.5

210

Norddeutscher Molch b

152

152. ü

149,75

152 1!>

Allg. Deutsche Creditanst.. 10

144.75

Barmr Bankverein 10

147

148,65

147

149

Berliner HandelSgesellsch. yz Commerz, und Privat-Bk. li

174,75

174.5

260

173

263,5

174.25

Tarmst. ». Nationalbank 12

337

237,75

235

237 5

Deutsche Bank 10

165,25

165,25

163.5

164 5

Diskonto-Gesellschast Hnt 10

157

158

158

157,9

Dresdner Bank . lu

157.25

158,5

157

158s

Mitteldeutsche Creditdank 9

125

215

Detallbank..........«

130

135

132.5

MeichSbank..... ... lu

189,5

192

190.7»

192

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß.! l.Uhr.

! Schlich.

Anfang

Rttrs

1 Kurs

| Kurs

Kurs

____ Datum:

18 1.

| 19 1.

118. 1.

j 19 1.

LES.........7

168

170.25

168

170

Bergmann .........8

Elektr. Lieferungen . . . lo

181

182,5

180.25

181,9

174

177

Licht und Kraft . ..... 10

215

219,25

216

218,5

Felten L Guilleaume ... .6

Ges f. Elektr Untern . . 10

121,5

124.5

122

122,65

273

275

272,5

275

Hamb- Elektr Werke . . 10

146,75

149,75

Rbcm. Elektr ...... 8

153,5

150

Schlei. Elektr .....10

-__

179.5

182,5

Lchuclcn . ...... 7

181

181.65

183,5

Siemens A HaiSke .... 16

282

288,25

284

287

Transradio..... » , . .8

Labmevcr A To . . . 9

168

99

134

167

98

135,75

166.25

100,75

Buderus........0

101

Deutsche Erdöl.......6

131

134

130.75

132,75

Essener Steinkohle.....8

144

148,75

Gelsenkirchener . f. % I. 4

140

137

138.75

Haryener ......8

188.5

190,5

189

190,5

Hocsch Eisen ..........

Alle Bergbau ...... .8

143,25

223

226,5

230,75

.iklöcknerwerke ....... .5

*

123,25

124.5

Köln-Neuessen ......51/,

143,5

146,25

ManneSmami .f. >/» Sf. 4

150,25

153.75

150.25

154

Mansieldcr........7

Oberschles Eisenb. Bedarf 0

119

116,5

118

83

85

Oberschles. Kokswerke . . ü

93,4

95,75

^on'f ««Obau f -/, I 3

97

99,75

97,25

99,4

Rheinische Braunkohlen 10

241

235,75

240

169,5

173.25

169.75

173,5

Riebet! Montan......<,

149,5

14K

gereinigte Stahlw. f. >/.» 3

Olavi Minen . . 1 5h

105.4

105,25

105,5

106

Kali Aschersleben . 10

KaliWestcreqelu . lu

Kaliwerk Saliderrurtb 12

170

176

238

172

181

169,25

178

241,25

17O?5

178,5

261,25

266.75

262,75

265,25

Scheideanstalt . ......$

127

Goldschmidt .....5

RutgerSwerk« . ...... 0

Metallaeselllchak» ..... 10

U3?T

92 ;

180,5

113,9

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HO 13

91,1.3

113

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Frankfurt«. M.

Berlin

Schluß Kurs

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1 Kurs

Schtutz- Kars

Anfang

1 Kur

Datum:

18. 1.

| 19.1.

18.1.

| 19. 1.

Philipp Holzmann .

12

_

_

141 5

Heidelberger Temeut . .

8

138

dement Karlstadt ... .

179

Wahß A Jrrstaa

IC

139.5

138,25

Schultheis Payrnhofer. .

16

_

397.5

403

Ostwerte......

12

346.5

350.5

Ber. Glanzstost .....

15

570

572

Bemberg........ .

S

446

447

Zellstoff Waldbof. . . .

12

251

255

252

255

Zellstott Aschaffenburg . Charlottenburger Waffer

10

7

_

174,25

125

127

effaurr Gaö

8

_

173

174,5

Daimler Motoren.....

0

87,5

88,13

86

87,5

Demag ......

0

66,5

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Adlerwerk« Kleva. . . .

0

88,25

87

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Ludw. ÜMIT«......

10

267.75

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6

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Orenstetn A Äoypel....

i

130.5

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Linke Hofmann . .. .

0

Leonhard Tietz ....

6

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Bamag-Meguin. .....

0

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0

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Gritzner .....

7

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- _

Heuliaenstaedt ......

0

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Nunghans ......

6

88.5

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_

Lechwerre . ......

8

124.5

_

Mainkraftwerke ......

8

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Miag ......

10

143 75

_

143

_

Nekarsulorer . .......

8

105

104

104

-

PetrrS Union ..... ,

(13

113,75

Kebr. Roeder .......

10

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_

Böig, & Haesfner ....

6

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Südd Burfrr

0

139,25

110

139,5

Banfnotm.

Berlin. 18 Jan.

1 Geld

Briet

Amerikanische Noten.....

Belgische Noten......

Dänische Noten......

Englische Noten.......

4,175

58,37

112,08

20.407

4,195

58.61

112,52

20.487

Telegraphische Auszahlung.

Berlin. 18. Jan. | Geld

' Ärlef

ikranzöfische Noten ......

Holländische Noten ....

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oesterr. 5100 Kronen

Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten

Devisenmarkt Berlin

16?525

168,83

22,175

111,30

59,07

2,595

112,42

80,18

71,46

12,395

73 12

Frankfurt

16,585

169,51

22,255

111,74

69,31

2,615

112,88

81,10

71,74

12,455

73,42

a. M.

18. Jan-

19. Jan.

Amtliche

Notierung Brief

Amtliche Notierung

Geld

Geld

i Brief

Amlt.- Rott

169,14

160,48

169,13 1,791

169,47

Bneu^Aires

1,791

1,795

1,795

Brff^Autw

58,41

58,56

58,42

58,54

Christian ia

111,54

111,76

111,57

111,79

Kopenhagen Stockholm .

112,33

112,68

10,558

112,55

112,90

10,578

112,31

112,60

10,552

112,53

112,82

10,572

HelsmgforS.

Italien. .

22,185

22,225

22,185

22,225

London. . .

40,445

20,485

20,439

20,479

N coh ork . .

4,1930

4,2010

1,191

4,199

DariS. . . .

16,485

16,525

16,47

16,51

Schwei» . .

80,775

80,935

80,765

>0,925

Spanicu .

71,55

71.65

71,92

72,06

Japan . . - Rio de Jan.

1,963

1,967

1,790

1,974

0,505

0.507

0.5055

0,5075

toten in D-

Oest. abfleft

a9,C8

12,428

59,20

59,05

59,27

Prag .

12,445

12,424

12,444

Belgrad

7,385

7,399

7.383

7,397

Budapest. Bulgarien

73,30

3,027

73,40

3,033

73,28

3,027

73,42

3,033

Lissabon

20,48

20,52

20,43

20,47

Danzig. .

Konstantin.

81.72

81,88

81,74

81,96

2,177

2,181

2,183

2,187

Athen. .

5,544

5,556

5,544

5,556

Lanada

1.185

1,193

1,183

4,191

Urnunov -

4.286

4,294

4,276

4,284

ttfltro

20.967

21.007

20,962

21.002