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ITt, 15 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fiir Dberhesfest) Mittwoch, 18. Januar 1928
Wirtschaft.
• Erhöhung des Privatdiskonts. Der Privatdiskont ist gestern in Berlin für beide Eichten um */< $ro3- auf 61/s Proz. erhöht worden.
* 10 Mill. Mk. 7proz. deutsche Kommunalanleihe von 1 92 8. Der Deutsche Sparkassen-- und Giroverbond hat die ministerielle Genehmigung erhalten, eine neue Jn- haberanleihe im Betrage von 50 Mill. Mark auszugeben. Die Preußische Staatsbant und die Deutsche Girozentrale - Deutsche Kommunalbank, Berlin, legen einen Teilbetrag dieser Anleihe, und zwar 10 Mill. Mk. 7proz. deutsche Kommunalaoldanleihe von 1928, zum freihändigen Verkauf aus. Der Berkausspreis beträgt 92V- Proz. zuzüglich Stückzinsen vom 1. Januar 1928 ab bis zum Zahlungstage.
- Konflikt im westdeutschen Eisenhandel. Die Westdeutsche Eisenhandel G. m. b. H. Düsseldorf, die fünf Firmen aus dem Rheinisch-Westfälischen Eisengroßhandel umfaßt, beschloß laut „Köln. Vollsztg.", Beschwerde gegen den Stahlwerksverband wegen Mihbrauchs der wirtschaftlichen Macht an den Reichswirt- schaftsminister abzusenden. Demnach ist es trotz der vielen Verhandlungen nicht gelungen, eine Einigung zu erzielen.
* Wolf A.-G., Magdeburg. Die G.-V. der R. Wolf A.-G., Magdeburg, genehmigte die Abänderung des Jnteressengemeinschaftsvertra- ges mit der Heinrich Lanz A.-G.. Mannheim, und den Verschmelzungsvertrag mit der Maschinenfabrik Buckau A.-G.. Magdeburg. Die G.-V. der Maschinenfabrik Buckau A.-G., Magdeburg, stimmte gleichfakls dem Verschmelzungs- Verträge mit der R. Wolf A.-G. zu und beschloß. das Kapital von 6 auf 12 Millionen Mk. zu erhöhen. Die Finna wurde geändert in „Maschinenbau Buckau — R. Wolf 21.-®. in Magdeburg". Heber die Geschäftslage wurde mitgeteilt, daß der Auftragseingang nach wie vor zufriedenstellend sei, so daß sämtliche Abteilungen noch für eine Reihe von Monaten volle Beschäftigung hätten.
* Rückgang der russischen Bleikäufe in Deutschland. Die russischen Bleikäufe, die bis Ende des vergangenen Jahres an den deutschen Märkten einen ziemlichen Umfang erreicht haben, sind seit Anfang Januar stark zurückgegangen.
* L i n k e - H o f m a n n r W e r k e A.-G., Berlin. Die Gesellschaft bleibt wieder dividendenlos. Der nach Abschreibung von 895 176 Mk. (im Vorjahre 491888) verbleibende Reingewinn von 165 767 Mark (im Vorjahre 115 878) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
* Preiserhöhung im Grobblechverband. In der gestrigen Hauptversammlung des Grobblechverbandes wurde beschlossen, den Grundpreis für Behälter-Bleche um 4,40 Mk. pro 1000 Kilogramm zu erhöhen. Der Martinsaus- preis wurde auf 8 Mk. festgesetzt. Der Eingang an Aufträgen sei befriedigend, ebenso gingen die Spezifikationen auf getätigte Abschlüsse lausend ein. Auch aus dem Auslande erfolgten Bestellungen für den Schiffsbau.
Prestowerke A. G., Chemnitz. Die Verwaltung der Prestowerke 21. G., Chemnitz, hat bei dem sächsischen Wirtschaftsministerium einen Stillegungsantrag eingebracht. Der Vorstand hofft aber, von der beabsichtigten Stilllegung keinen Gebrauch machen zu müssen.
Aufhebung der Beschlagnahme polnischer Wertpapiere. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung über die Aufhebung der Beschlagnahmung polnischer Wertpapiere.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 18. Jan. Tendenz erholt, im Verlaufe abgeschwächt. - An der heutigen Börse konnte sich die Stimmung merklich erholen. Das Geschäft war etwas lebhafter, als an den Vortagen. Das Privatpublikum beteiligt sich aber nicht reger am Geschäft, sondern hat im Gegenteil verschiedentlich wieder Verkaufsorders vorgelegt. Die Spekulation schritt jedoch in stärkerem Maße zu Deckungen, da in den letzten Sagen ziemlich viel Leerabgaben vorgenommcn worden fein sollen. Einen günstigen Eindruck machte vor allem der Reichsbankausweis, der eine Abnahme der Wechsel- und Lombard- Bestände um 305 Millionen Mark und eine Verringerung des Rotenumlaufes um 243 Millionen Mark brachte. Auch der Geldmarkt war ctwaS leichter. Die Rachfrage nach Tagesgeld ist zurückgegangen. Gegenüber den Kursen der gestrigen Abendbörse lagen bei der ersten Rv°
tierung die Mehrzahl der Papiere um 1 bis 2 Proz erholt. In einigen Spezialwerten konnte sich lebhastes Geschäft entwickeln. Ramentlich Schiffahrtswerte blieben gefragt auf die Meldung, daß am Montag der Finanzausschuß des amerikanischen Senats die öffentliche Beratung über die Freigabebill aufnehmen will. Hapag gewannen 2,25, Rordd. Lloyd plus 3,5 Proz. Lebhaftere cklmsähe verzeichneten ferner Kaliaktien auf den guten Absatz Ende Januar. Kali Westeregeln bevorzugt und plus 1,5 Proz., auch Aschersleben plus 1,5 Proz. I. -G. - Farben blieben vernachlässigt und eröffneten nur gut behauptet. Am Elektromarkt lagen Siemens und Licht und Kraft je 2,5 Proz. fester, Lahmeher jedoch minus 1,75 Proz. Riedriger eröffneten noch Zellstoff Waldhof minus 1 Proz. und Wayß & Frey- tag minus 1,75 Proz. Autoaktien vernachlässigt und kaum verändert. Rach Festsetzung der ersten Kurse wurde die Tendenz wieder schwächer. Man beachtete die weiter verschlechterte Arbeitsmarktlage. J.-G.- Farben minus 2 Proz. besonders angeboten. Deutsche 2l n l e i h e n blieben behauptet. Ausländer eher etwas schwächer. Im weiteren Verlaufe blieb die Stimmung schwach. Die Spekulation schritt zu Abgaben, und die Kurse gaben 1 bis 3 Proz. nach. 2lm Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 6 Proz. Im Devisen- verkehr notierte die Reichsmark gegen Kabel 4,1962, gegen London 20,467. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,20, Madrid 28,48.
Bcrilttc. <törie.
Berlin, 18. Jan. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Die schwächere Haltung der gestrigen Abendbörse war auf Deckungen der Spekulation überwunden worden, doch lagen die ersten Kurse gegen die höheren Bor- mittagskurse schon nicht mehr überall behauptet, da seitens des Publikums eher Material heraus- kam. Die G r u n d st i m m u n g war allerdings etwas gebessert, da der heutige Reichsbankausweis eine Wechselentlastung von 300 Millionen Reichsmark gebracht hat und eine Verringerung des Rotenumlauses um ca. 250 Millionen Reichsmark zeigt. Auch die Meldun- gen, daß am Montag die Freigabebespre- ch u n g e n in Amerika wieder ausgenommen werden sollen, regten an. Der Geschäftsumfang ist aber nicht größer geworden, da die Spekulation allein blieb. Die Veränderungen gegen den gestrigen Mittagsschluß hielten sich in engsten Grenzen. Etwas fester lagen Stolberg-Zink, plus 3 Prozent, Ostwerke plus 5,5 Prozent, Schultheis plus 3 Prozent, Polyphon plus 3,75 Prozent, schwächer dagegen Lahmeyer, minus 4,75 Prozent, Schubert & Salzer minus 5 Prozent, Feldmühle minus 3 Prozent und Zellstoff-Waldhof minus 4,5 Prozent. Heimische Anleihen und Ausländer behauptet. Pfandbriefe geschäftslos. Liquidationspfandbriefe und Anteile eher schwächer. Geld war wieder etwas gesucht. Tagesgeld 4.50 bis 6,50 Prozent, Monatsgeld 7 bis 8,50 Prozent, Warenwechsel 67/s Prozent. Rach den ersten Kursen wurde die Tendenz zunächst etwas fester, später tauchten wieder innerpolitische Befürchtungen auf, so daß die Kurse eine rückläufige Bewegung einschtugen. Rur Freigabewerte relativ widerstandsfähig. Auch Polyphon plus 3.5 Prozent und Zellstoff-Waldhos plus 1 Prozent, dagegen J.-G.-Farben minus 3 Prozent, Gla - stoss minus 5 Prozent und Deutsche Wa'sen minus 2 Prozent.
FranLsurt e r Grtrcid c bö rse.
Frankfurt, 18. Jan. Weizen liegt nach wie vor äußerst ruhig, lediglich Futterweizen ist etwas gesucht. Roggen, der lebhaft angeboten wird, findet keine Käufer. Die Gerstenpreise sind steigend, gute Qualitäten bleiben weiter gesucht und werden über die amtliche Notierung bezahlt. Hafer ist ebenfalls besser gefragt, die Preise zeigen eine Aufwärtsbewegung. Auch die Preise fiir Mais sind im Anziehen begriffen. Mehl liegt immer noch lustlos. Weizenkleie zur sofortigen Lieferung stark gefragt. Es touroen notiert: Weizen 1 (gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs) 25 Mt., Weizen 2 (gut, gefunb, trocken, bis zu 3 Prozent Auswuchs) 23,50 bis 23,75, Weizen 3 (geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit) 22,75 bis 23,25, Roggen 24,50, Sommergerste (für Brauzwecke) 28 bis 30, Hafer (int) 23,75 bis 24. Mais (gelb) für Futterzwecke 21,75 bis 22, Mais (gelb) für andere Zwecke 22.50 bis 22,75. Weizenmehl (süddeutsches. Spezial 0) 37 bis 37,50. Doggenmehl 34,50 bis 35,50, Weizenkleie 14.25, Roggenkleie 15,25 bis 15,50. — Tendenz: ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 17. Jan. Der Produktenoerkehr gestaltete sich auch Henle wieder recht schleppend, die Auslandmeldungen lauten zum Teil schwächer. Bor allem wirkt aber der schlechte Mehlabsatz außerordentlich verstimmend. Das Jnlandangebot beider Brotgetreidearten hat sich auch eher niiebec verstärkt, beachtlich ist vor allem, daß in größerem Umfange gute Qualitäten zugesührt werden. Die Mühlen hatten sich sehr zurückhaltend. Das Jngang- kommen der Schiffahrt, wodiirch die zum Teil eingefrorenen Partien frei werden, spielt hierbei mit eine Rolle. Selbst bei 1 bis 2 Mark ermäßigten Forderungen ist der Absatz guter Qualitäten schwierig. Geringes Material bleibt fast gänzlich vernachlässigt. Am Weizenlieferungsmarkte stellten sich die einzelnen Sichten um 0,25 bis 0,50 Mark niedriger. Roggen war stärker gedrückt, namentlich die vorderen Monate. Das Weizenmehlgeschäft zeigt trog weiterer Preisermäßigungen keine Belebung: Roggenmehl ist auf Lieferung ziemlich gut gefragt. 2chncU verladbare Ware findet dagegen nur zu entgegenkommenderen Preisen Unterkunft. Hafer hat sehr schwieriges Geschäft, der Konsum ist wenig aufnahmefähig. Die Provinz hält auf Preise, die schwer durchzuholen sind. Gute Gerstenqualiläten sind nach wie vor schlank unterzubringen, geringe werden dagegen kaum beachtet.
Erweitertes
Schöffengericht Gießen.
* Gießen, 11. Jan. Ein Reisender behauptete, von einem Landwirt in Oberhessen einen Auftrag auf Lieferung von 5 Zentnern Futterkalk erhalten zu haben, während dec Landwirt nur 50 Pfund bestellt haben will. Letzterer beschuldigt den Reisenden, an die Einzelposten von 20, 10 usw. Pfund dem Bestellschein je eine 0 angehängt zu haben. Da der Landwirt auf Abnahme von 500 Pfund verklagt wurde, zeigte er den Reisenden wegen Tlrkundensälschung an. In der heutigen Hauplverhandlung ergab die Beweisaufnahme, daß der Landwirt auch die Vertretung zum Vertrieb des Futterkalks übernehmen sollte und daß es möglich ist, daß ihm deshalb nicht 50, sondern 500 Pfund zugeschickt wurden. Da in dieser Beziehung eine volle Klarheit nicht zu gewinnen und ein Mißverständnis immerhin mög- lich war, gelangte das Gericht in cklebereinstim- mung mit dem Staatsanwalt und dem Verteidiger zur Freisprechung.
Bei einer hiesigen Firma waren vor einiger Zeit größere Kafseediebstähle ausgeführt worden, und zwar mittels Einbruchs. Der Haupttäter ist bereits abgeurteilt! er erhielt 3 Jahre 4 Monate Zuchthaus. Eine Haushälterin ist der Mit- täterschast oder doch der Hehlerei beschuldigt, da sie in zahlreichen Fällen auf den umliegenden Orten den Kaffee zu einem billigen Preise ab- geseht hat. Die Angeklagte wurde durch ihre eigenen Angaben und das Zeugnis des aus der Strafhaft vorgeführten Haupttäters schwer belastet. Dcks Gericht verurteilte sie wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu der Minimalstrafe von einem Jahre Zuchthaus; außerdem wurde ihre sofortige Verhaftung ungeordnet.
Sine schon mehrfach wegen Betrugs vorbestrafte Frau war wiederum desselben Verbrechens im Rückfall angeklagt. Sie hat bei einer Abzahlungsfirma ein Kleid gekauft und eine Rähmaschine, die sie gar nicht besaß, als Sicherheit für den Kaufpreis bestellt. In der heutigen Hauptverhandlung stellte sich die Tat in wesentlich günstigerem Lichte wie früher dar. Die Angeklagte hat eine Anzahlung und mehrere Abzahlungen geleistet. Der Staatsanwalt stellt keinen Antrag auf Verurteilung, worauf Freisprechung erfolgte.
Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 13. Jan. Ein Reisender, der für eine hiesige und eine auswärtige Firma tätig war, hatte bei beiden Firmen einkassierte Kundengelder behalten und für sich verbraucht. Da der Angeklagte noch nicht vorbestraft ist, wurde auf eine Geldstrafe von insgesamt 100 Mark erkannt.
Der Angeklagte W., ein ungarischer Staatsangehöriger, war längere Zeit in einem hiesigen Safe als Kellner angestellt. Eines Abends erhielt er von der Ehefrau des Inhabers 25 Dollar, die er andern morgens zur Bank bringen sollte. W. geriet in schlechte Gesellschaft, betrank sich und verjubelte den größten Teil des Geldes in Gießen. Mit dem Rest fuhr er nach
Frankfurt und von dort in einem Auto nach München. In der Zwischenzeit war er wieder nüchtern geworden und stellte in München fest, daß er immer noch seinen Kellnerfrack nebst weißer Weste anhatte, die er trug, als sein Dienst im hiesigen Safe zu Ende war. Die Fremdenpolizei nahm sich alsbald des Ausländers an. Er wurde nach Halle verschubt, wo er wegen einer Strafsache zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Alsdann interessierte sich der ungarische Konsul für den Angeklagte,'., der in Auslieferungshast kam und später wieder in cklntersuchungshast wegen der hier bcgangei.cn Tlnterschlagung der Dollars. Die Strafe lautete auf einen Monat Gefängnis unter Anrechnung der Tlntersuchungshaft. Strafmildernd kam in betracht, daß sich der Angeklagte im übrigen in seiner (Siebener Stelle gut geführt hatte. Er war in jener Rächt seinem Leichtsinn und der schlechten Gesellschaft erlegen.
Vertagt wurde eine Sache gegen zwei aus der Strafhaft in Bochum vorgeführte, noch recht junge Angeklagte, die beschuldigt sind, in Gießen F a h r r ä o e r gestohlen zu haben. Die Räder sind in der Wohnung des einen in Bo- tropp vorgefunden worden. Beide beraubten, sie hätten die Räder in Wetzlar gekauft, schildern auch genau das Haus, wo das geschehen fein soll. Der eine der beiden soll zunächst nach Wetzlar verbracht werden, um dort den begleitenden Beamten zu jenem Haus zu führen, das er, wie er angibt, wieder erkennen will.
Kirche und Schule.
)( Schotten, 17. Jan. Die erste diesjährige Konferenz der Geistlichen des Evangelisch. Dekanats Schotten sand dieser Tage hier unter dem Vorsitz von Dekan Volp-Laubach statt. Wegen der schlechten Witterung konnte nur ein Teil der Geistlichen erscheinen. Dekan V o l p eröffnete die Tagung mit Schristlesung und Gebet, sprach den Ämts- brübent seine Segenswünsche zum neuen Jahr aus und gedachte sodann mit warmen Worten des von Babenhausen 2 nach König i. O. verzogenen Pfarrers B r i e g I e b. Da eine große Fülle wichtiger dienstlicher Angelegenheiten zur Beratung stand, konnte das vorgesehene Referat nicht gehalten werden. Eine eingehende Besprechung fand der von dem Landeskirchenamt vorgelegte Entwurf eines Kirche ngesetzes, die Erhaltung der kirchlichen Ordnung betreffend: der Entwurf fand einstimmige Billigung und dürfte, wenn er Gesetz geworden, wesentlich zur Hebung des kirchlichen Bewußtseins in den Gemeinden ünd zur dringend notwendigen festen Verankerung klarer kirchlicher Ordnungen im Gemeindegewissen beitragen. Ferner stimmte die Konferenz einmütig einem Antrag des Dekanats Ridda zu, der neue Richtlinien hinsichtlich der B e s o l d u n g d e r Ge i ft» lichen aufgestellt wissen will und darum besonders die Beseitigung der sogenannten „gehobenen" Stellen zum Ziele hat. Beschlossen wurde schließlich noch, daß noch vor Ostern die 2. Dekanatskonferenz stattfinden solle.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Trübe Lage des städtischen Bauwesens.
Zu dem am 11. d. Mts. erschienenen Artikel sei folgendes bemerkt: „Silberstreifen am Horizont" erwarten wir in Gießen nicht, wohl aber eine bessere Verteilung der für das Jahr 1927/28 vorgesehenen Mittel zur Verbesserung der Straßen. Es ist nicht einzusehen, daß die Bürger in den seither unter „Eingesandt" bezeichneten Straßen durch den Schlamm waten müssen und dafür andere Straßen, wie z. D. der Asterweg und die Schillerstrahe, deren alter Belag noch für Jahre gereicht hätte, mit Asphalt versehen wurden. Ferner wurde im Laufe des Jahres der hiesige Flughafen so ausgestattet, wie er einer Großstadt Ehre machen würde. Bei Einschränkung dieser auf schätzungsweise 100 000 Mark bezif orten Mittel wäre es sicher möglich gewesen, die seit Jahren sehr im argen liegenden Zustände verschiedener Straßen zu verbessern. F.
Aus dem AmtsverkündigungsbLsit.
* Das Am'ps oerkündigungsbla tt Nr. 5 vom 17. Januar enthält: Ausführungsverordnung zum Notgesetz vom 24. Februar 1923. — Steuerabzug vom Arbeitslohn. — Die Durchführung der Mineralverkehrsordnung vom 5. August 1926. — Die Schafräude in Inheiden. — Dienstnachrichten.
Kurszettel Her Berlmer und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lomdardzinsfuh 8 Prozent.
Frankfurt a. M.
| Berlin
Frankfurt a.M.
Berlin
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Datum:
17.1.
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Desal. ohne Auslos -Rechten ?/o ftranff. Hvp.-Ll. Gmdps
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<V.°/o Rheinische Ppp -Bank liiqu -Goldps
$■ E. (3 abg Borkriegs-Ob- iigationen. rückzahlbar 1932
17n Schweiz. Bundesd.-Anl.
■i’/o Oeftereichtsche Koldrte <2O°/j Oesterr.ich. Silberne 4/0 Oesterreich, einbeitl. Rtc <*!» Ungarische Goldrte
<V0 Ungarische Slaalßr. v 1910 «V»% dcögl. von 1913
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