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.Ian. Am Sonntag- hiesige Männer- e r k r a n z" itn Me lbendunterhaltung. die benachbarten Dörstn - einigen vsrtteG tte Präsident raterstücke und andnr . gelangten in flotter n deren Einstudierung, ichen Teil de? Abcr^ >r'ins. Lebrer Meldr ?cn musikalischen Seil
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nungsjahr 1926 uni) 1927 auf je 60 Dark festgesetzt. GS soll ein neuer Pachtvertrag für 1928 unter Regelung der Wegeverhaltnisse mit Rohn abgeschlossen werden. Das Drechen der Steine soll bis zur Regelung dieser Angelegenheit unterbleiben.
-I- Grünberg, 17. San. Verschiedene interessierte Sjetren hatten am Samstagabend die Dereinsvorstände der verschiedenen Vereine Grünbergs in die Gastwirtschaft „Oberscholtes" zu einer Fastnachtsbesprechung eingeladen. 3n früheren Jahren 'wurden in unserer Stadt am Karnevalstage vielseitige „Rarren- possen" getrieben. 3m 3ahre 1910 wurde der letzte große Karnevcrlszug veranstaltet, der in seiner Mannigfaltigkeit und geschickten Zusammenstellung alles bisher in der Umgegend gebotene übertroffen haben soll. Man beabsichtigt, auch in diesem Jahre einen Karnevalszug zu veranstalten und hofft mit (Beteiligung der Vereine die Durchführung zu ermöglichen. Aus der Mitte der zahlreich besuchren Versammlung wurde ein vorbereitender Ausschuß gebildet.
□ Muschenheim, 17. 3an. Die am Sonntagabend abgehiltene Abendunterhaltung zugunsten des Ev. Frauenvereins nahm einen schönen Verlauf. Pfarrer Doering begrüßte die zahlreichen Zuhörer, insbesondere die auswärtigen Gäste, und dankte den Mitwirkenden, die sich in selbstloser Weise in den Dienst einer guten Sache gestellt hatten. Die Glanznummer des Abends war das Bühnenstück „Mag auch die Liebe weinen" oder „Die Allwördens". Die Darsteller zeigten, daß sie den Sinn des Stückes voll erfaßt hatten; sie spielten durchweg gut Das Stück wurde sehr beifällig ausgenommen. Auch das Singspiel „Der Muller- Hans" hinterließ einen guten Eindruck. Herr Hammel (Rödgen) ergänzte das Programm durch einige Vorträge. Die Klavierbegleitung lag in den bewährten Händen des Lehrers Günther.
□ Villingen, 17. Jan. Am 1. 3uli wird hier ein Sängerfest des „Wetter-Hor- lofs-Sängerbundes" stattfinden. Man trifft bereits die Vorbereitungen zu dieser Feier, die in großem Stil abgehalten werden wird.
Kreis Friedberg.
zJl Dad-Rauheim, 17. 3an. Um in dieser etwas „vortragsmüden" Zeit ein Zuviel an Veranstaltungen zu vermeiden, haben sich die hiesigen Ortsgruppen der Deutschen Kolonialgesellschaft, des Deutschen Server- e i n S und des Vereins für das Deutschtum im Auslande zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschloffen. Diese sieht ihre Hauptaufgabe in der Veranstaltung von gemeinsamen Vorträgen, was nicht schwer fallen wird, da das Arbeitsfeld dieser Gruppen viel Gemeinsames hat. Die erste gemeinsame Veranstaltung der Vereinigung wird gleich zu einem bedeutenden Ereignis Tm Vortragsleben unserer Stadt fein. Denn es ist gelungen, Kapitän z. See Dr. Spieß, den berühmt gewordener! Leiter der Deutschen Atlantischen Expedition („Meteor"), zu einem Lichtbilöer- Vortrag über diese bedeutsame wissenschaftliche Forschungsfahrt für Mittwochabend zu gewinnen.
Kreis Büdingen.
3 Nidda, 17. Jan. Der hiesige Z w e i g n e r = ein des V. H. C. hielt dieser Sage seine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Aus dem Jahresbericht ging hervor, daß alle angesetzten Wanderungen im verflossenen Jahre durchgesührt wurden; die Teilnehmerzahl betrug 462, durchschnittlich 38. Bei dem bevorstehenden Wintervergnügen werden 23 Auszeichnungen zur Verteilung kommen. Die Kasse schließt mit einem kleinen Aleberschuß ab. Bei der Vorstandswahl wurden de bisherigen Mitglieder wi dergewählt. Die Ausschüsse zur Vorbereitung der am 2. und 3. Juni hier stattfindenden Jahreshauptversammlung des Gesamt-V. H. C. wurden gebildet, deren Arbeit wird alsbald ausgenommen.
Der Kriegerverein veranstaltete am Lamstagabend sein Wintervergnügen, das • einen sehr schönen Verlauf nahm, Rach der Vegrühungsan prache des Vorsitzenden, der der gemeinsame Gesang des Deut chlandsliedes folgte, wurden die Besucher durch zwei flott gespielte 'Theaterstücke, treffliche Gesangsvorträge und andere gesellige Darbietungen in bester Weise un- lerhalten. Alle Darsteller leisteten Vorzügliches :unb sanden mit Recht allgemeine QlnerEennung. Auf Anregung des Bezirksvorstehers wurde eine 'Sammlung zu Gunsten der Kriegsbeschädigten, ^riegerhinterbliebenen, OIltDcteranen und sonnigen hilfsbedürftigen Kameraden veranstaltet, He den schönen Betrag von 45,05 Mark ergab. •Den Ausklang des ausgezeichirLten Abends bildete ein flottes TanzvergnügAr.
# Anter-Widders heim, 17. Jan. Die klcither dem Radfahrerverein „Wanderlust" an» •gegliederte Gesangsabteilung hat sich int dergangenen Jahre von dem Mutterverein getrennt rund den Gesangverein „Eintracht" ge- vildet, der schon nahezu 30 aktive und ein Dutzend passive Mitglieder zählt. Am Sonntag veranstaltete er sein diesjähriges Wintervergnügen. °Als Hauptstück wurde ein Zweiakter gespielt. Saneben wurden noch mehrere Einzelvorträge vmd ein Theaterstück gegeben. Die Darsteller meisterten die Rollen in sehr guter Weise. Mehrere ausgezeichnet vorgetragene Chöre verschönten die Feier. Der Gesangverein stehl unter Leitung unseres Lehrers Hassinger und beabsichtigt, sich einem in hiesiger Gegend begehenden Sängerbund anzuschließen.
— / — Lißberg , 17. Jan. Am Samstag •wurde der Förster und Kriegsveteran Hartmann von hier unter großer Beteiligung der piefigen und der benachbarten Gemeinden zur letzten Ruhe bestattet. Der Heimgegangene hat 50 Jahre lang im Forstamt Konrads- iorf als Förster Dienst getan und sich in dieser -3evt als ein Pflichtei riger Beamter erwiesen, •em in allen Bevölkerungskreisen größte Hochachtung entgegengebracht wurde. Er war Ve- fltran von 1870/71 und hat das hohe Aller t»n 81 Jahren erreicht. In der Grabrede des Drtsgeistlichen und in Rachrufen von Staats- wat Dr. W eber-Konradsdorf und der Vermieter der beiden Kriegervereine wurden die Verdienste des Verewigten gebübrenb gewürdigt. — Der Kriegerverein hielt gestern Hine diesjährige Generalversammlung ab. An Stelle des im vorigen Jahre verstorbenen Gastwirts Reinhard Ries wurde Förster Klipp- flein zum ersten Vorsitzenden gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder behielten ihre CK ernt er.
Kreis Schotten.
X Schotten, 17. Jan. In der hessischen Kirchenverfassung ist in Gemeinden mit mehreren
Buntes Allerlei.
Die Vevölkerungsbeweg ung in den preußischen Großstädten.
Die Preußische Statistische Korrespondenz teilt über die Zahl der CheschliHungen, Geburten und Sterbefälle in den preußischen Großstädten während des 3. Vierteljahres 1927 folgendes mit; Die Zunahme der Eheschließungen, die seit einiger Zeit wieder zu beachten ist, zeigte sich auch bei den Großstädten im 3. Vierteljahr 1927. Mit Ausnahme von Allona, Krefeld und Wiesbaden wiesen alle Großstädte in diesem Zeitraum eine größere Heiratshäufigkeit auf als im gleichen Vierteljahr 1926. Am meisten nahm sie in Magdeburg, Es en und Buer zu. Bei den Geburten setzte sich der seit längerer Zeit beobachtete Rückgang weiter fort. Fast in allen Städten war ein Geburtenrückgang gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres zu verzeichnen. Im Mittel sämtlicher Großstädte betrug sie 17,78 v. T. gegenüber 18,79 v. T. und 21,17 v. T. im gleichen Vierteljahre 1926 und 1913. Am höchsten war die Geburtenziffer wieder in Buer (26,95 v. T), Hamborn (25,80 v. T.) und Oberhausen (23,47 v. T.), am niedrigsten wieder in Berlin (10,37 v. T.), in Krefeld (12,23 v. T.), in Frankfurt a. M. (12,46 v. T.) und Barmen (12,53 v. 'S.) — Die Sterblichkeit war etwas günstiger als im Vorjahre. Am höchsten war sie in Halle a. Saale mit 14,95 v. T. und in Königsberg in Pr. mit 14,75 v. T. — in beiden Städten offenbar beeinflußt durch die vielen Sterbefälle von Ortsfremden in den dortigen Llniversitätskliniken —, am niedrigsten dagegen in Harburg-Wilhelmsburg (8,11 v. T.), in Mühlheim a. d. Ruhr (8,25 v. T.) und in Barmen (8.55 v. T.) — Zu der günstigen Entwicklung der allgemeinen Sterblichkeit hat die verhältnismäßig geringe Säuglingssterblichkeit, die ihrerseits wieder eine Folge des Geburtenrückgangs ist, viel beigetragerr. Auf 100 Lebendgeborene entfielen im Mittel der Großstädte in der Berichtszeit nur 8 Säuglingssterbefälle gegenüber 9,3 im gleichen Viertel des Vorjahres und 16 im gleichen Viertel 1913. — Der mittlere Geburtenüberschuß (7,21 v. T.) war infolge des nicht urbedeuten» den Geburtenrückgangs etwas geringer als der des gleichen Zeitraums des Vorjahres (7,94 v. T.), ganz erheblich bleibt er jedoch hinter dem des gleichen Vierteljahres von 1913 (13 v. T.) zurück.
Das Weiße haus als „Hölle".
Präsident Coolidge mußte nach dem diesjährigen Reujahrsempfang im Weißen Haus die rechte Hand in einer Binde tragen, weil sie ihm von den zahlreichen Besuchern zu oft und zu energi'ch geschüttelt worden war. Sc > ist so eine der „Keinen Leiden", denen das Oberhaupt der Vereinigten Staaten unterworfen ist. Bei Präsidenten mit empfindlichen Heroen und Geweben wird die Entzündung der Handnerven infolge der vielen „Shake-Hands" geradezu zur „Berufskrankheit". So hat Coolidges Vorgänger Harding seinen Arm längere Zell in einem Verband tragen müssen. Daß man solche Beschädigungen als kein Vergnügen empfindet, ist begreiflich, und es ist Eoolidge nicht zu verdenken, wenn er sich einmal seine Hand gehörig ausruhen will und daher auf die neue Kandidatur für die Präsidentschaft verzichtet. Er soll einem Freunde gestanden haben, daß der Präsidentenberuf ein „Hundeleben" sei, und der temperamentvolle Roosevelt ging noch weiter, als er öffentlich erklärte, das Weiße Haus sei eine „Hölle". Während die Präsidenten anderer Staaten durch die Verfassung vor der unmittelbaren Berührung mit der großen Menge geschützt sind, ist der Herr des Weißen Hauses seinen 120 Millionen Untertanen rettungslos ausgeliefert. Er kann nicht mehr über sich selbst verfügen; er gehört vollständig der Oeffentlichkeit an und hat keine ruhige Minute mehr. Der französische Schriftsteller Stephane Lauzanne, der lange Zeit Gelegenheit hatte, das Leben im Weißen Haus zu beobachten, erzählt von diesen Schattenfellen des höchsten amerikanischen Amtes. Furchtbar find die Abordnungen, die alltäglich in Washington erscheinen, um dem Präsidenten ihre Aufwartung zu machen. Der unglückliche Staatslenker muß jedem dieser Bürger die Hand schütteln, und da der Patriotismus des Amerllaners groß ist, so legt er in den Händedruck feine ganze Liebe zum Vaterland. Roch schlimmer sind die eigentlichen Deputationen, in denen Beschwerden erhoben werden, und die gewöhnlich ein Abgeordneter ansührt. Da gibt es auch noch
eine lange Rede, gibt es oft Klagen über Richtigkeiten, von denen der Präsident keine Ahnung hat. Da der Präsident in den Vereinigten Staaten eigentlich die ganze Regierung persönlich leitet, muh er auch überall sein Auge haben. Die Staatssekretäre sind nur ausführende Organe, die ihm verantwortlich sind. Wilson, der das schwierige Kunststück fertig brachte, selbst als Präsident sich die Menschen vom Leibe zu halten, verkehrte mit seinen Ministern fast nur schriftlich. und sein Staatssekretär des Auswärtigen Lansing sah ihn selbst in den aufregendsten Zeiten manchmal mehrere Wochen nicht. Harding dagegen, dem alles Papier verhaßt war, erledigte die Geschäfte mündlich. Eoolidge wendet beide Methoden an; aber er ist in der Unterhaltung ebenso knapp, wie seine schriftlichen Anweisungen kurz sind. Roosevell war groß in lakonischen Telegrammen. So depeschierte er einmal an Taft, als dieser Gouverneur der Philippinen war und zwei Monate lang nichts hatte von sich hören lassen, die Worte: „Wie geljtd?“ Rach zwölf Stunden erhielt er die Antwort: „Mir gehts gut, und ich bin gestern 12 Kilometer geritten.“ Da Taft der schwerste Mann der Republll ist und über 240 Pfund wiegt, so war Roosevelts Antwort begreiflich, die nur lautete: „Wie gehts dem Pferd?" Eine schreckliche Belästigung des Präsidenten ist das ewige Photographieren, sind die vielen Autogramme, die er unterzeichnen muß. die unzähligen Briefe, die er zu beantworten hat. Zweimal in der Woche, am Dienstag und am Freitag um 4 Uhr nachmittags, muß er dem Kreuzfeuer der Journalisten-Fragen standhaften. Jeder Journalist hat das Recht, eine Frage an ihn zu richten. Der Präsident sammelt selbst die Papiere, sieht sie durch, und äußert sich dann. Es ist selten, daß ein amerikanischer Präsident nach Ablauf des ersten Jahres seiner Amtstätigkeit nicht am Rande seiner Kräfte und Rerven ist. Mancher hält es nicht aus, wie Harding, der infolge der Anstrengungen starb. Aber auch bei widerstandskräftigeren Persönlichkeiten wird die Sehnsucht immer größer, nicht mehr zu empfangen, Hände zu schütteln, Autogramme zu unterzeichnen, den Photographen standzuhalten und unzählige Beschwerden und Bitten über sich ergehen zu lassen. So ist das Weiße Haus wirklich eine Art „Hölle", aber es gibt ja viele, die die Hölle dem Paradies vorziehen...
Ein Kriegsbeschädigter als Lebensretter.
3n Weilheim fiel das fünf Jahre alte Kind des Kriegsbeschädigten Weber in die Weschnitz. Mehrere Zuschauer sahen hilflos zu, bis der kriegsbeschädigte Vater durch das Brüderchen des verunglückten Kmdes auf den Vorfall aufmerksam gemacht wurde und dieser, m i t einem künstlichen Bein belastet, das Kind vor dem Tode des Ertrinkens rettete.
Der Jaü Jakubowski.
Die Staatsanwaltschaft Neustrelitz hat den Rechtsanwall Dr. Brandt auf sein Ersuchen, die Wiederaufnahme des Verfahrens zu beantragen, dahin befchieden, daß sie nicht in der Lage fei, den gewünschten Antrag zu stellen. Dr. Brandt hat Beschwerde gegen den Bescheid beim mecklenburgischen Ministerium eingelegt.
Der telephoniert am meisten?
Rach der neuesten Weltzählung sind an Telephonsprechstellen vorhanden in Europa 7 479 700, das sind 26.9 Proz., in Amerika 18 654 000, das sind 67,1 Proz., in Afrika 170 500, dos sind 0,6 Proz., in Asien 906 500, das sind 3,3 Proz., in Australien 573 000, das sind 2,1 Proz. Ans j? 100 Einwohner entfallen Sprechstellen in Dänemark 9,2, Schweden 7,8, Ror- toegen 6,8, Schweiz 5, Deutschland 4,1,Großbritannien 3, Holland 2,9, Oesterreich 2,3, Belgien 2, Frankreich 1,8, Tschechoslowakei 0,9, Italien und Spanien je 0,5, Polen 0,4 und Rußland 0,1. Hinsichtlich der Dichte der Sprechstellen stehen demnach die drei nordischen Staaten an erster Stelle in Europa mit Dänemark, wo auf 11 Einwohner eine Sprechstelle trifft. Dänemark wird natürlich weit übertroffen von den Ve r. Staaten mit 14,8 Svrechstellen auf 100 Einwohner. Richt minder interessant ist die Verteilung der Sprechstellen auf die Großstädte. Hier steht bezüglich der Fernsprechdichte San Franzisko an der Spitze aller Städte, weil dort fast jeder Dritte eine Fernsprechstelle besitzt. Den amerikanischen Verhältnissen nähern sich nur Kopenhagen, wo jeder Sechste, Hamburg, wo jeder Reunte. ferner Berlin, wo jeder Zehnte sein Telephon besitzt.
Pfarrern eine Aufteilung in örtliche Seelsorgebezirke vorgeschrieben. Das Landeskirchenamt versucht diese Teilung auch hier durchzuführen. Die Bürgerschaft, die mehr an der altüberlieferten Tradition hängt, kann sich mit dieser Reuerung nicht befreunden und bittet, es bei den altbewährten Zuständen (abwechselnde Amtswoche) zu belassen. Dieser Standpunkt kam auch in einer Kirchengemeindevertreterversammlung, die unter Le tung von Oberkirchenrat Wagner, Gießen, dem Superintendenten von Oberseiten, im Ra.haus stattfand, einmütig zum Ausdruck. Auch verschiedene andere strittige Fragen, die die beiden Psar-eien Schotten 1 und II betreffen, Beiträge der Kirchspielgemeinden, Untcrljalt'-ing der Pfarr'ebäude u. dgl. m., wurden besprochen. Das Landes- kirchenamt soll gebeten werden, diese Punkte bald zu klären und zu regeln.
Kreis Alsfeld.
r. Ober-Ohmen, 17.Jan. Lehrer Somme r l a d , der feit Kriegsende hier amtiert, scheidet demnächst von hier, um nach seinem neuen Wirkungskreis in Heusenstamm bei Offenbach überzusiedeln. Mit ihm verliert auch der Gesangverein „Sängerlust" seinen Dirigenten.
•w Nieder-Gemünden , 17. Jan. Der Gesangverein „Eintracht" hielt dieser Tage seine ordentliche Generalversammlung ab. Dem Verein gehören gegenwärtig 69 Mitglieder an. Das verflossene Geschäftsjahr schließt mit einem Kassenüberschuß von 83 Mark ab. An Stelle zweier ausgeschiedener Vorstandsmitglieder wurden die Herren Ä a g e I und Fied -- le r in den Vorstand gewählt. Zwecks Anschaffung einer Fahne wurde ein Fahnenfonds gegründet, dem das gegentoärfg? Kessengukhaöen zugeführt wird; der Fonds soll rege gestärkt werden. Weiter wurde die Abhaltung eines Familienabends beschlcs en, der in Gerne'nschaft mit dem Kriegerverein am 11. Februar stattfinden soll.
I. Altenburg, 17. Jan. Der hiesige Männergesangverein „Erheiterung" konnte am 15. Januar ds. Js. auf sein 60j äh - riges Bestehen zurückblicken. Eine aus diesem Anlaß einberufene Generalversammiung beschloß, diesen bedeutsamen Geburtstag des Vereins durch ein Jubiläumskonzert zu begehen, von weiteren Festlichkeiten aber Abstand zu nehmen. Der Verein gehört seit dem 7. Mai 1868 dem Schwalmtal-Sängerbrmd an; er hat in den langen Jahren seines Bestehens immer gute sangesbrüderliche Beziehungm zu dm benachbarten VerÄnen, darüber hinaus auch zu den Sängern von Lollar unterhalten. Chor- meister des Vereins ist zur Zeit Lehrer Zoll von Alsfeld.
Giackenburg.
WSN. Neu-Isenburg, 17. Jan. In der Nacht zum Montag wurde auf der Landstraße von Nen- Jsenburg nach Sprendlingen ein etwa 7 0 Jahre alter Mann namens W o l s r a u m aus Neu- Jsenburg von einem Auto überfahren und so schwer verletzt, daß er seinen Verletzungen bald darauf erlag. Der Autolenker fuhr, ohne sich um den Verletzten zu bekümmern, unerkannt davon.
WSN. Mörfelden, 17. Jan. Beim lleberhol e n von zwei Holzfuhrwerken wurde im Walde auf der Landstraße Groß-Gerau—Frankfurt a. M. der neben seinen Pferden hergehende Fuhrmann Wilhelm Schaffner aus Groß-Gerau von einem Auto aus Frankfurt überfahren. Die Verletzungen waren tödlich.
Die Aeffaur.erung des Mainzer Doms.
WER. Mainz, 17.Jam. Zu der Meldung, daß die Restaurierungsarbeiten am Mainzer Dom ihrÄ: Vollendung entgegengingen, und daß wahrscheinlich zu Pfingsten der erste feierliche Gottesdienst stattfinden werde, berichtet das „Mainzer Journal", daß die zuständigen kirchlichen Behörden dieser Meldung
völlig fern stehen. Die E rn e uerungsa rbtiteu werden voraussichtlich bis Pfingsten noch nicht so weit beendet sein, daß im Dom Gottesdienst gehallen werden kann; sie dürsten frühestens im Monat August zum Abschluß gelangen. Danach wird auch die Meldung von dem aus Anlaß der Wiedereröffnung des Domes für den 27. und 28. Mai in Aussicht genommenen Domfest mit historischem Festzug hinfällig.
Rheinhessen.
WER. Bingen. 17. Jan. Gestern abend versuchten gegen 11 Uhr drei b i s vier Einbrecher in das Haus der Eier- und Butter- Handlung Schneider in der Saßstraße einzubrechen. Sre wurden jedoch schon beim Einsteigen bemerkt und flüchteten auf das Dach des Rachbarhauses, von wo aus sie gegen die inzwischen erschienene Polizei Feuer gaben. Die Polizei erwiderte das Feuer, wodurch einer der Einbrecher, ein Lehrling aus dem benachbarten Dietersheim, getötet wurde. Einer der Flüchtlinge konnte noch verhaftet werden. Es handelt sich um einen Lehrling • aus Bingerbrück, der schon bei einem Einbruch in die Sakristei der Binger Pfarrkirche beteiligt war.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
WSN. Wetzlar, 17.Jan. Fabrikant Arthur Pfeiffer (Wetzlar), Inhaber der Physikalischen Werke, ist zum Mitglied des Fachbeirats für dön Industrie- und Ausfuhrhandel im Deutschen Industrie- und Handelstag gewählt. Stadt und Kreis. Wetzlar haben durch die Eigenart ihrer Industrien ein sehr wesentliches Interesse am Exporthandel.
Kreis Biedenkopf.
& Gladenbach, 17. Jan. Auf Antrag der Gemeinde Ammenhausen haben die Gemeindekörperschaften von Gladenbach und Ammenhausen beschlossen, di« beiden Gemeinden zu vereinigen und als eine Gemeinde unter dem Ramen „G l a d e n b a ch" weiterzuführen. Der Wille hierzu liegt schon seit Jahren vor. Die Einigung kam in 1927 zustande. Die Lage der beiden Gemeinden läßt sie, nachdem die Straße von Gladenbach nach Marburg bis an die Ortschaft Ammenhausen fast vollständig ausgebaut ist, als eine Gemeinde erscheinen. Allgemein wird es für beide Gemein den übel empfunden, daß nicht beide Te'lle, unter einer gemeinsamen Verwaltung stehend, gleichzeitig die Vorteile und Annehm- lichkettcn neuzeitllcher Einrichtungen genießen. Da es in Gladenbach an billigen Bauplätzen mangelt, solche zwischen den beiden Orten aber reichlich vorhanden sind, erscheint es auch als zweckmäßig, daß dieses Gebiet für die Bebauung er schloffen wird. Soweit wir in Erfahrung brachten, liegen die Verhandlungen nun bei der Aufsichtsbehörde. Hoffentlich kommt die Eingemeindung recht bald zustande.
Dillkreis.
bl. Eisemroth, 17. Jan. Auf der Grube „Wallenfels" verunglückte der Arbeiter Christian Hermann von Dottenhorndurch herab stürzende Gesteinsmassen derart schwer, daß er dem Krankenhaus zugeführt werden muhte.
Oberwesterwalvkreis.
D H ö h n, 17. Jan. Die Delegierten der dem Kreissängerbund des Oberwester- w a l d k r e i s e s angeschlossenen Gesangvereine tagten am Sonntagoormittag in Hachenburg. An Stelle des durch Krankheit verhinderten Hauptlehrers Sch e i d (Alpenrod) leitete der stellvertretende Vorsitzende des Bundes, Bürgermeister H e 1 s - per (Höhn), die Versammlung, in der von 32 Vereinen 21 vertreten waren. Von den wichtigsten Beschlüssen seien folgende hervorgehoben: Das diesjährige Kreisbundessingen findet an einem noch festzusetzenden Sonntag Ende August oder Anfang September in Höhn statt. Zur Wertung der Sangesleistungen werden zwei Preisrichter bestellt, die durch die Musikkommission, der auch die Aus- wähl der aufzugebenden Chöre obliegt, bestimmt werden. An Stelle des nach Dillenburg versetzten Lehrers Groß wurde Hauptlehrer Manns (Höhn) zum Bundesdirigenten gewähll. — Zu gleicher Zeit fand gestern in Erbach (Oberwesterwald) der D e - legiertentag für die Vereine statt, die sich anläßlich des 2 5jährigen Bestehens des dortigen Vereins an dem Gesang swett st reite am 3. Juni beteiligen wollen. Die 20 gemeldeten Vereine wurden in drei Klassen eingeteilt: zwei Landklassen und eine Klasse der nicht preisgekrönten Vereine. In jeder Landklasse singen sieben, in der letzteren sechs Vereine. Aus dem Oberwesterwaldkreis nehmen folgende Männergesangvereine an dem Wettstreite teil: Marienberg, Höhn, Nister, Kirburg, Müschenbach, Wahlrod, Langenbach, Lochum, Mudenbach, Unnau, Wied und Mündersbach.
Maingsu.
Lpd. Frankfurt a. M., 17. Jan. Der ledige Kaufmann Heinrich Koch, 24 Jahre alt, der bei eine hiesigen Firma etwa 20000 Mark unterschlagen hat, wurde von der Kriminalpolizei f e st- genommen. Er hatte das Geld in leichtsinniger Weise durchgebracht und war nur noch im Besitze eines kleinen Geldbetrages.
Schwurgericht Gießen.
* Gießen, 17. Jan. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde heute unter Vorsitz von Landgerichtsdirektor Cramer gegen den Chauffeur Walter Fleck von Gießen wegen Meineids verhandelt. Die An läge vertrat Staatsanwalt Fischer; die Verteidigung führte Rechtsanwalt Dr. Katz.
Fleck wurde wegen Meineids zu 1 Jahr Zuchthaus, abzüglich 1 Monat Un er'u^ungs- haft und den gesetzlichen Rebenstra'en nerurtcilt. Das öffentlich verkündete Urteil ergab, daß F'cck als Zeuge in einem Alimentati.onsprozeß wifsent-' sich unwahre Angaben gemacht hatte
Berliner Börse.
Berlin, 18. Jan. (WTB. Funkspruch.) Bei völliger. Geschäftslosigkeit ist eine Tendenz im heutigen Frühverkehr noch nicht erkennbar. Kurse sind noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nennt man Paris gegen London 124,02, Mailand 92,18, Madrid 28,52, London gegen Kabel 4,8755 bis 4,8760 und die Reichsmark gegen Kabel mit 4,1980.
NJliwirmrfc bei Duften, Heiserkeit, r^&UUU Verschleimung
§ap's echte SoSeurr Miaeral-Pastilleu.


