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3 3 Will. Mark, während für Maßnahmen in den öanbjcgiricn eLtoa 7,3 MN. Mark Darlehen auf- gewendet toutten.

Vie Beseitigung des Schnees.

Das Polizeiamt teilt mit: Das Schleifen und Lodern, das Fahren mit sonstigen kleinen Schlitten aus öffentlichen Straßen, We- ' ijen und Platzen (sowohl aus dem Fahrdamm, wie aus den. Bürgersteigen) ist bei Strafe verboten. Zum Schuhe der Passanten sind die Polizeibeamten angewiesen, dem Unfug ent­gegenzutreten und Zuwiderhandlungen unnach» sichtlich zur Anzeige zu bringen. Die Eltern stvecten guttun. den Kindern von deni Verbot Kenntnis zu geben, und auch die jungen Leute, die nach amtlicher Beobachtung sehr oft als Misse.äter in Betracht kommen, mögen die poli­zeilichen Anordnungen beachten. Weiter weist das Polizeiamt daraus hin. baß bei eintretendem größeren Schneefall es Pflicht der Hausbesitzer c>der der mit der Hausverwaltung betragen Personen ist, den frischgefallenen Schnee alsbald von den Bürgersteigen zu entfernen, wie es andererseits auch selbstverständlich ist, daß das Bestreuen der Fußsteige bet Glatteis ohne zuvorige Aufforderung durch die Polizeibeamten eine im Interesse der Sicherheit der Straßen- passanten liegende Pflicht ist, deren Lichtbefol­gung Strafe nach sich zieht.

Daten für Dienstag, 18. Dezember.

1736: der Geigenbauer Antonio Stradivari in Cremona gestorben (geboren 1644); 1786: Karl Maria von Weber in Eutin geboren (gestorben 1826); 1803: der Dichter Johann Gottfr.ed von Herder in Weimar geftorben (geboren 1744); '11829: der Naturforscher Jean de ßamartf in Paris gestorben (geboren 1744).

Bornotizeu.

Tageskalender für Montag. Stadt­theater:Pinkepunk", 15.30 bis 18 Uhr. Oder- bessischer Geschichtsoerein: Vortrag von Unioersitäts- profeffor Dr. E. Stengel (Marburg), 8.15 Uhr im Hörsaal 44 des Vorlesunasgebäudes. Vortraosoer- rinigung: Kirchen- und Weihnachtskonzert, 8 Uhr in per Stadtkirche. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Der letzte Walzer". Astoria-Lichtfpiele:Ein .Mädel vom Zirkus".

r Stadttheoter Gießen. Aus dem Stadt- theoterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Diens­tag, findet zum letztenmal die mit großem Erfolg durch das Frankfurter Neue Operettentheater auf- -geführte OperetteEine Frau von Format" statt. Mittwoch wirdDer Prozeß Mary Dungan" wieder­holt. Freitag gastiert das Frankfurter Neue Ope­rettentheater zum erstenmal mit der OperetteDas Schwalbennest" von Ernst Marischka und Bruno Granichstäbten. Es wird für das Theaterpublikum von befonberem Interesse sein, daß der bekannte -Operettenkomiker Alois Resni in diesem Stuck gastiert. Sonntag nachmittag findet die erste Wieder­holung des KindermärchensPi kepunk" stall, abends als Frelndenoorstellung zu ermäßigten PreisenPerlenkomädie" von Bruno Franck.

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* Der Silberne Sonntag, der zugleich der hüte Lag der WerbewocheGießen im Licht" war, brachte unserer Stadt ehren außerordentlich starken Verkehr von außerhalb. Oluf der Reichs­bahn war der Zustrom des Publikums noch stärker als am Sonntag vorher: diesmal setzte Der Verkehr schon in den Morgenstunden in großem Maßstabe ein, um dann gegen Mittag und am frühen Nachmittag ein außerordentliches, "bisher noch nicht erreichtes Höchstmaß zu er» fielen. Bei der Rückkehr in den Abendstunden stellte das Publikum der Reichsbahn ebenfalls eine große Ausgabe, die aber durch die hochst­zulässige Belastung aller Züge glatt und reibungs­los gelöst wurde. Der 'Dahnberkehr war aus allen "Richtungen gleichstark. Auch die Kraft­omnibuslinien hatten viel zu tun. Zleberall konnte man weit mehr als am Kupfernen Sonntag bei dem heimkehrenden Publikum die Feststellung machen, das gestern sehr lebhaft gekauft worden ist. Die Werbewoche und die im Zusammenhang damit stehenden Freilose der Warenlotterie des Verkehrsvereins haben also offenbar eine sehr 'cute Wirkung gezeitigt.

** Der Wintersport im Vogelsberg erreichte am gestrigen Somttag durch Sport-- Sonberaüge der Reichsbahn, die von Frankfurt mns gefahren wurden, ein großes Ausmaß. Auf dem Hoherodskopf und den Abhängen nach Breungeshain gab sich sozusagen die ganze Frank- 'futter Wintersportgemeinde ein Stell di ch:ia._ Auf diesem Sportgelände konnte der Skiläufer, der neben der Sportausübung auch die erhabene Schönheit des winterlichen Waldes genießen will, "feine Befriedigung finden; wollte er auf feine Rechnung kommen, so mußte er schon weit abseits in den 'Wald hineinziehen. Von Gießen aus war gleichfalls eine starke Schar von Skifreunden zum Vogelsberg geeilt, die aber dadurch eine er» HMich? Beeinträchtigung ihrer Sportfreude er­lebte, daß die Reichsbahn, die bisher i.unter die kostenfreie Mitnahme des Sportgerätes in die Wagen gestattet hatte, diesmal für die Beförde­rung der Bretter eine Gebühr von 50 Pfennig ie Sportler erhob. Der Unwille des Publikums machte sich begreiflicherweise laut bemerkbar. Als mrgenehm empfand man aber, daß man zwischen hier und Schotten durchlausendenWagen» verkehr erhielt, so daß ein .Umsteigen in Ridda überflüssig wurde. Die Schneehöhe betrug gestern etwa 20 Zentimeter.

** Vereifachte Abfertigung von Win- terfportgeräten durch d i e Reichsba hn. Die Deutsche Reichsbahngesellschnst hat kürzlich die im vergangenen Winter versuchsweise eingeführte vereinfachte Abfertigung von Wintersportgeräten auf Fahrradkarten für diesen Winter noch auf einige andere Bezirke ausgedehnt. In dieser Beröfsent- tichung waren die Wintersportgebiete Rhön , Tau - nus und Vogelsberg nicht enthalten. Aus An­trag der Reichsbahndirektion Frankfurt hat nunmehr die Hauptverwaltung zugestimmt, daß dieses verein­fachte Abfertigungsverfahren auch für die Aufgabe von Wintersportgeräten von Stationen des Reichs- bahndirektionsbe. rkes Frankfurt aus nach Rhön, Taunus und Vogelsberg ab sofort versuchsweise ein= geführt wird. Das Abfertigungsoerfahren ist wie für das Fahrrad auf 150 Kilometer beschränkt.

Autozusammenstoh. Am Samstag- mttiag kurz vor 1 Uhr erfolgte auf der Gär­anlage in der Rahe der Goethestrahe ein Zu­sammenstoß zwischen einem Opel-Personenwagen von Lollar und einem Kraftomnibus deS Zweck» Verbandes Wieseck-Allen-Buseck Der Opelwagen kam, als er ein stehendes Fuhrwerk überholen wollte und der Lenker unmittelbar vor sich plötz- llch einen Handwagen bemerkte und deswegen scharf bremste, ins Rutschen und drehte sich so

Die Verjährung am 31. Dezember 1928.

Von Or. Röder, Äerlin-Echöneberg.

Am 31. Dezember 1928 ist für alle Gläubiger wieder ein wichtiger Tag: an diesem Tage ver­jähren eine Anzahl von Ansprüchen, die aber noch aus der Verjährungsfrist herausgezogen werden können, wenn der Gläubiger rechtzeitig dahingehende Schritte unternimmt Diele Gläu­biger handeln darin nicht vorsichtig genug. Die Folge davon ist eine Herauföeschwürang unnützer Kosten.

3ft eine Schuld gestundet, so ist die Ver­jährung gehemmt; die Verführung tritt erst am Schlüsse desjenigen Jahres ein, in wel­chem d e Schuld fällig wird. Richt in die Hem­mung seinrede gehörm: die Einrede des Zurück­behaltungsrechts; d'.e Einrede des nicht gehörig erfüllten Vertrages (z. B. bei Beanstandungen von Waren, d'e zurück'egeben sind; daher be­ginnt die zweijährige Verjährung der Kauf- Preisforderung der Kaufleute schon mit dem Schlüsse des Jahres, an welchem die Forderung entstanden ist. nicht erst mit dem Schlüsse des 3ahres. in welchem tatsächlich die Lieferung er­folgt ist). Die Verjährung wird unterbrochen, wenn der Schuldner eine Abschlagszahlung oder Zinszahlung leistet; sie wird ferner unterbrochen, wenn der Schuldner eine Sicherheit stellt, oder die Schuld in einer anderen Weise anerkennt. Die Verjährung wird ferner unterbrochen durch Erhebung der Klage oder durch die Be­antragung eines Zahlungsbefehls (sowohl die Klage, als auch der Antrag um den Zahlungs­befehl müssen zum 31. Dezember in der Ge­richtsschreiberei eingelausen sein) od:r durch Gel­tendmachung dec Ausrechnung im Prozesse, oder durch Streitverkündung in dem Prozesse, von dessen Ausgang der Prozeß abhängt. Die Unter­brechung der Verjährung dauert fort, bis der Prozeß rechtskräftig entschiede oder anderweitig erledigt ift Kommt ein Prozeß zum Ruhen, so endigt die Unterbrechung mit der letzten Pro­zeßhandlung der Parteien oder des Gerichts. Ein rechtskräftig sestgestellter Anspruch verjährt erst in dreißig Jahren. Erst nach Vollendung der Verjährung ist der Schuldner berechtigt, die Zahlung zu verweigern.

Rachstehend benannte Ansprüche, die im Laufe des 3ahres 1926 entstanden sind, verjäh­ren am 3 1. Dezember 1928, sofern vom Gläubiger nicht rechtzettig eine der vorstehend näher beschriebenen Maßregeln ergriffen wird. Es sind dies die Ansprüche:

1. der Kaufleute, Fabrikanten. Handwcrker, für Lieferung von Arbeiten und Besorgung frem­der Geschäfte, mit Einschluß der Auslagen;

2. derjenigen, welche Land- oder Forstwirt­schaft betrüben für Lieferung von land- oder forüiiit sä,a tli.zen Er eugni.sen;

3. der (s.ii n.a'n nt rnchmun?cn, Spedi eure, Frach.fufr eu e, S i er Lohn u s « and Boten treten des Fahrge tes, der Frach , tel Fuhr- und Dotenfohnrs, mit Ci.schluß der Auslagen;

4. der Gastwirte und der e igm, w lche Speisen ober Getr n e g.w:rüsmä ig vrrabrci-.en, für Gewährung von Wohnungen und BeEstigung usw. mit Einschluß der Aus agen;

5. derj.migen. welche Loll.rielofe vertrcibeir, aus ie.n Vertriebe der Lose;

6. ierjrni'en, welche Räume und andere Sachen gew.r.smä ig d.mieten, we e.i des Miet i ses;

7. berfenigen, welche Ln Privatd enste stehnr, ire'cn des ®e'a t?, Loh .es ob r anderer Dienst- le üge. mit Ci.rschlutz der Aus agen usw.

8. der g wrrb.i^en Arbeiter Gesellen, Ge­hilfen, Lehr inge, Fabrikarbeiter, bet Tage- ^hner und Handarbeiter wegen des Loh es ober als T i. des Lofnes vor inbartcr Leistungen usw.;

9. der Lehrh:rren und Lehrmllster wegen des Lehrgeldes und anderer im Lehrvwtrage ver­einbarter Leift'-ngen, sowie w"gen der für die Le)r.inge be(.r.ttenen Auslagm;

10. ter öffentlichen Ansta ten. welche dem Unterrichte, bet Erziehung, Verpflegung ober Heilung dienen, sowie ber Inhaber von Privat- ansta'ten solcher Art für Gewährung von Un er­richt, Derpslegung ober Teilung unb für tie damit zusaimncnfängen en Aufw^n§ungcn;

11. der öffenllichen Lehrer unb der P ivatlehrer wezen ihrer Honorare, die Ansprüche ber öfsent- licher Lehrer jedoch nich^, wenn H-. auf Grund besondercr Ei..üb'ungen gestundet inb;

12. der A;rzte. insbesondre auch der Wund­ärzte, Geburtshel er, Zahn"rste und Tierärzte, sowie der Helammen für ihre Dienstleistungen, mit Einschluß der Auslagen;

13. der Rechtsanwl'lte, Rolare und Gerichts­vollzieher sowie al er Per on:n, di? zur De° for;ung gewi ser Geschäft» öf ent ich befielt ober zrwe as en sind, wegen ijrer Gebü>ren und Aus­lage , fow it nicht diese zur Staats ässe fliesten;

14. der Parleien toegen der ihren Rechtsanwäl­ten g:Ieifteten Dorschü se;

15. der Zeugen unb Sachverständigen toegen ihrer Gebühren unb Auslagen.

Hantelt es sich in ben unter 1, 2 unb 5 bezeich­neten Ansprüchen um Lieferungen für den Ge­werbebetrieb (a so Weiterverüußerungen usw.). so verjähren diese Ansprüche erst in vier Jahren also am 3L Dezember 1930.

scharf seitlich, daß er den gerade heranfahrenden Wiesecker Omnibus anrannte. Der große Omni­bus wurde durch den heftigen Anprall gegen die Bordsteine geworfen, wobei er einen Bruch ber rechten Vorderachse erlitt, während der Opelwagen an seinem Vorderteil stark zerstört wurde. Beide Wagen muhten abgeschleppt werden. Zum Glück kamen Personen nicht zu Schaden.

** Neuer Gehaltstarif im Bau­gewerbe. Vom Gewerkschaftsbund der Angestellten wird uns geschrieben: Auf Grund des im Bau­gewerbe abgeschlossenen Reichstarifvertrages für die kaufmännischen Angestellten im Baugewerbe haben die Angestelltenverbände mit dem Baugewerbever- band Sieg-Lahn einen Gehaltstarif für dieses Ge­biet abgeschlossen. Der Tarifvertrag giU für den Kreis Sieaen-Stadt. Kreis Siegen-Land, Kreis Witt­genstein, Kreis Olve, vom Kreis Meschede die Orte südlich der Linie Schonholdhausen, Fredeburg, New astenberg, bis Treffpunkt Kreisgrenze Meschede-Bie­denkopf einschließlich der genannten Orte, Kreis Waldbröhl, Kreis Attenkirchen, Oberwesterwaldtreis, Kreis Dillenburg, Kreis Wetzlar, Kreis Gießen, Kreis Marburg und Kreis Biedenkopf.

= G i n hilfsbereiter Ausland- Gießener. In Ergänzung unseres Berichtes über die Hauptversammlung der Hessischen Ver­einigung für Volkskunde in Lich sei noch nritge- teilt, daß ein besonders verdienter Förderer der gemeinnützigen unb wisfenschastlichen Bestrebun­gen ber Vereinigung Direktor Dr. Müller in Flix (bei Barcelona) ist, ein geborener Gieße­ner. Obwohl als Stifter durch eine einmalige große Zuwendung von der Zahlung weiterer Bei­träge eittbunden, unterstützt er bxe Vereinigung doch noch jährlich mit einer größeren Summe. Die Herausgabe ber Bände derHessischen Blätter für Volkskunde" war in den Rotiahren zum er­heblichen Seil seiner im Dienste der Heimatpflege stehenden Opferwilligkeit zu danken.

<* Alle Rundfunkteilnehmer find kostenlos gegen Haftpflicht ver­sichert! Tie Reichsrundfunk'e ellschaft hat mit fünf deutschen Ver ichcrungsgesellschaften für sämtliche Besitzer postalisch genehm'gter Rund- funkenpsangsanlaaen des Deutschen Reichel und des Freistaates Danzig eine Haftpflichtversiche­rung abgeschlchsen. Die Höchstleistung.m, bis am welchen Schäden von den Ver^icherungsgefell- schasten er'etzt werden, belau en sich bei Personen­schäden auf 100 000 Reichsmark, bei Sachschäden auf 25 000 Reichsmark. Dir Versicherungsprämie wird von der Rcichsrundsar.kgesrllschaft bezahlt. Tie einzelnen Hörer erhallen also den gebotenen Versicherungsschutz ro'Lommen kostenlos. Aus den Verllcherungsbedingungen, die sämtlichen Rund- funkhörern noch gesondert übermittelt werden, wird folgendes mitgetlllt: Die Versicherung tritt am 1. Januar 1929 in Kraft. S'.e umfaßt alle Personen- und Sachschäden, die durch die Rund- funle.np angsanlage cinschlteßlich ber Hochantenne verursacht werden, soweit es sich um Schäden tautelt, die drillen Personen entstehen unb für die der Besitzer ber betret enden Emp angsanlage ober die mit chm in häuslicher Gemeinschaft lebenden Familienangeh' eigen haftp lichtig sind. Schäden an den Empfangsanlagen selbst, ganz gleich, auf welche Ursache sie zurückzu ustren sind, fallen nicht unter die Versicherung.

** Auftrieb zum heutigen Frank­furter Schlachtviehmarkt: 553 Ochsen, 145 Dullen, 1107 Kühe, 738 Färsen, 788 Kälber. 226 Schafe, 6721 Schweine.

Berliner Börse.

Berlin, 17. Dez. (WTD. Funttpruch.) 'Die neue Woche begann in weiter abwarte rder Hal­tung. Auch im heutigen grübDeuepr war bei sehr stillem Geschäft die Unternehmungslust äußerst klein und Kurse waren vorläufig über­haupt nicht zu hören. Ullimovorbereitungen und bevorstehende Feiertagsunterbrechungen dürften auch größeres Geschäft kaum auffommen lassen.

Oberheffen.

Landkreis Gietzen.

L Wieseck, 17. Dez. Eine Weihnachts­feier. tote sie unsere Gemeinde noch nicht ge­sehen hat, fand gestern im Kindergarten statt. Gall es doch, den Kleinsten eine Freude zu bereiten, und man kann feststellen, daß dies vollkommen gelungen ist. Wer Gelegenheit hatte, die frohe Kinderschar zu beobachten, der wird sich dieser Feier gerne erinnern. Waren schon alle Grwachserren bet dem Eintreten der Kinder in den Saal gespmrnt auf das, was kommen sollte, so wurden ihre Erwartungen nicht getäuscht. Hatten es doch die beiden Kinderfreundinnen ver­standen, mit den drei- bis sechsjährigen Kindern ein Programm zu entwickeln, das an Reichhaltig­keit nichts zu wünschen übrig lieh. 3n bunter Folge wechselten Lieber, Gedichte unb Spiele. Der Nikolaus, brr selbstverständlich nicht fehlen bürste, wurde mit Angstgesi'hl ausgenommen, da­gegen bas Chrisllinb, das die Geschenke mitbrachte, mit leuchtenden Augen begrüßt. Die Ellern, die die im Kindergarten von den ßeiterinjten ge­leistete Erziehungsarbeit am besten bewerten kön­nen. liehen es sich nicht nehrren, ihnen hierfür herzlichen Dank abzustatten, und überreichten ihnen als äuheres Daickzeichen ein Andenken der Wiesecker Töpserkunst. Mit Dankesworten ber Leiterinnen an die Eltern fand die Veranstaltung ihren 'Abschluß.

: Beuern, 16. Dez. Die St off maleret hat auch in unserem Orte ihren Einzug gehaltem Malermeister Hch. Erb von her veranstaltete im allen Schulsaal eine Ausstellung selbstge'er- tigter Arbeiten auf die'em Geb'.ete. Die Aus- ste'. ung er.reute sich eines regen Be aches. Den Aroeiten, oie große Fertig!üt des jungen Aus­stellers verrieten, wurde seitens der Einwohner großes Interesse entgegengebracht. Ein eigen­artiger Vorfall, der sich in unserem Dorse abspielte, verdient der Oessenlli^eit nicht vor­enthalten zu werten. Eine hiesi'e Frau verlor im Jahre 190 3 bei der Verrichtung von land­wirtschaftlichen 'Arbei.en auf ihrem Grund­stück ihren goldenen Ehering. Nachdem ter Acker den Ring 25 Jahre treu bewahrt hat, wurde dieser von seiner Verliererin, jetzt aller­dings glücklichen Fi'.derin, im Herbst 1928 in einer Scholle steckend wietergefunden.

D Lich. 16. Dez. In der jüngsten Sitzung befaßte sich der Stabtvorstand zunächst mit ber Festsetzung ber Grundsätze für die Erhebung eines Wafsergelbes in ber Stabt Lich. Für einen von ber Verwaltung vorgelegten Tarif sand sich keine Mehrheit. Da keine be­stimmten Abänberungsvorschl ge gestellt wurden, wird sich der Stadtvorstand in einer der nächsten Sitzungen mit der Angelegenheit erneut beschäf­tigen müssen. Weiter beschäftigte sich ber Stabtvorstanb mit ber Festsetzung ber ge­meindlichen Hundesteuer für bas Kalen- berjahr 1929. Es wurde beschlossen, die gemeind­liche Hundesteicer auf 10 Mk. festzusehem und für den mehrfachen Hunde besitz einen Zuschlag in ber Weise zu erheben, bah für jeben folgen» ben Hund 20 Mk. mehr als für den vorher­gehenden zu bezahlen sind. Einem Anträge des hlesigen Amtsgerichts, ten für das Amts­gericht und das AmtsLer.chls efängnis benötigten Brennholzbedarf freihändig zum durch­schnittlichen Versteigerungserws aus dem Stadt­wald zu überlassen, wurde stattgegeben. Man­gels eines Bedürfnisses wurde von dem An­kauf eines Grundstückes im Gewann Roter Dusch, das der Stadt von einem hiesigen Land­wirt zum Kauf angeboren worden ist, Abstand genommen. Sodann gab der Bürgermeister bekannt, daß das Reichspostministerium ben be­absichtigten Dostneubau in hiesiger Stadl genehmigt habe und bah ber mit der Deutschen Relchspost abzuschlleßende Vertrag gegenüber der ursprünglichen Fassung einige Aenderungen auf­

weise. Nach dem ersten Entwurf über die E» richtung eil.es Postneubaues durch bk Stabt Lich sollten bic vorgesehenen Baukosten 90 C00 Mark, das von der Relchspost zu gewährende Darlehen 63 600 Mk., das von der Stadt auf* öubringente Aesllaugeld 31 400 Mk. und die ich hieraus berechnende, an die Stadt zu zah­lende Miete 78-12 Mk. jährlich betragen. Der neue Vertragsentwurf sehr nunmehr, in'olge 'Der- klelncrung ter Gebäude um eine Fcnste.achse. an Baukosten 83 800 Mk.. an Hypothekendarlehen der Deutschen Reichspost 59 200 Mk. und ein von ter Stadt auszubriu crtes Restbaugeld von 28 600 Mk. vor. Die jährlich an die Sladt zu entrichtende Miete be.ragc nunmehr 7242 Mk. Auherie n sei der Vertragsentwurf in § 12 in­sofern geändert worden, als die Stadt sich Der* pflichtet, sobald der Geldmarkt die Geld.eschas- fung zu einen niedrigeren Zinsluh als 9 Proz. gestattet das Restba-geld un.er entsprechender Ermäßigung der Mk e niedriger verzinslich unlerjubringen. Der neue Vertragsentwurf fand die e.nstimmige Genehm'gung deö Stadtvorstan* teS. Gleichzeitig wurde der Bürgermeister zun, Vertragsabschluß ermächtigt. Der Postneuoau muh aus Grund d'.c es Vertrages bis z-:m 1. Oft 1929 beziehbar fertigge'teUt fein. Es ist damit zu rechnen, daß bereits in den nächster Wochen seilcirS ber stäb ischeil Brul i ung Hessisches Hochbauamt Gießen die Ausschrcr'rung der Bauarbei en erfolg . da ni. i n zei igeu Frühjahr mit der Erstellung des Neubaues begonnen wer­ten kann. Auf Vorschlng des Wiesenvorst an- tes wurde beschlossen, im sogenannten Nieder* riedsgraben bei dem Straßendurchlaß durch die Ziegelgasse eine schon früher ciimal vorhanden gewesene Schleuse wieder einzubauen.

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die verhindern <dI(, daß bei Hochwasser das Wasser von der Bleiche auf die hinteren Niedern riedswiesen übertritt. Durch das äußerst geringe Gefälle tes Grabens zieht das dvrchin gestromte Wasser nur schlecht ab und versumpft vorifelbst die recht wertvollen Wiesen. Der Einbau brr Schleuse wirb nach einem vd.'liegenden Angebot einen Kostenauswand von zirka 80 Mark, ei.i- schließlich der Bausti ungskoteu verursachen. Un­ter PunktVerschiedenes" gab der Bürgermeister bekannt, daß sich auf Grund der vom Stabt­vorstand gegebenen Anregungen die Sfabt an der staatlichen Ruhholzsubmifsion für Buchen und Haink>uchenstammhvlz am 4. Dezem­ber in Darmstadt beteiligt habe und folgenbe Höchstgebote, auf ten Festmeter ausgedrückl, ein­gegangen seien. (Die Prozentzahl der Landes- grunbpreife ist in Klammern gesetzt.) Duchrn- ftämme: Klasse A 360 Festmewr 26.30 Mark (75 Proz.); A 490 Frstme.er 33.70 Mk. (80 Pro­zent); A520 Frstmeer 40.70 Ml'. (81 Proz.); A 615 Festmeier 48.45 Mk. (80 P.oz ); N 3- -80 Festmeter 25.15 Mk. (86 Proz. als Stammholz. 109 Prozent als Schwellenholz); N 4140 Fest- meter 25.10 Mk. (69 Proz.); N5-20 'Feftmeter 37.25 Mk. (87 Proz.); N 65 Festmeter 31 Marit (62 Proz.). Harnbuchenstämme: N 110 Festmeter 24.70 Mk.; N 220 Feftmeter 24.70 Mk.; N 35 Festmeter 24.70 Mark. Da die eingelegten Ge­bote als durchweg unzureichend bezeichnet wurden, beschloß dec Stadtvorstand, die Holz* submisfion nicht zu genehmigen und die Wei ere Preitentwicklmig abzuwarten. Das hiesige Forstamt soll beauftragt werten, mit der Firma Himmelsbach in Nidda tozilere Verhand­lungen über Abschluß eines Vertrages über Lie­ferung von Schwellenholz zu führen.

# Hungen, 16. Dez. Pfarrer Gockel von hier wurde durch Eirtschließung des.evanzelischNr Kirchenamtes in Kassel eine S eite an ter Ma­rienkirche zu Hanau übertragen. Sein Scheiden von hier wird allgemein beteuert. Der Termin seines Wegganges steht noch nicht fest.

s. T r a i s - H o r l o s f, 16. 5>ea. Bei der Wahl des Kirchenvvrstandes unseres Kircßfpiels, von tem je zwei Mllglieter den Genwinden Trais-Horloff, ältphe und Inheiden angehören, wurden gewählt: in Trais ter Alt­bürgermeister Dornmann und der Landwirt Ludwig Böcher, in Inheiden Ludwig Reitz und Wilhelm Stoll, in ältphe ter Altbürger­meister August Schneider unb Lanbwirt Hein­rich Weber. _

Kreis Friedberg.

pb. Butzbach, 16. Dez. In der jüngsten Stadt verordneten Bersammlung wurden u. a. folgende Beschlüsse gefaßt: Die Hundesteuer für 1929 wird in gleicher Höhe wie im Vorjahre festgesetzt; sie beträgt für den ersten Hund 12 Marl, für den zweiten 30 Mark und für den dritten unb jeden weiteren 48 Mark. Die den Ortsbürgern als L o s h o l z gewährte Nutzung soll infolge der angespannten Finanzlage der Stadt b c schränkt werden dadurch, daß künftig die Zahl der Ortsbürger verringert w.rd. Die jeß gen Octs- bürger sollen hierdurch in ihren Rechten nicht ge chmälert werden, sondern der Zugang solange ge perrt bleiben, bis die Ortsburger'aus die beschws ene Zahl reduziert sind. Es wird daher die Zahl der Losholzempfänger auf 180 und die abzugebendc Holzmenge auf 150 Festmeter beschränkt. In ber Annahme, daß der hessische Staat die Hälfte der ent stehenden Kosten der Winterbeihilfe für Erwerbslose., Sozialrentner und Kleinrentner übermmmt, wird beschlossen, den am 1. Dezember d. I. vorhanden gewesenen Er werbslosen usw. nach Prüfting der Berhältnisie in jedem einzelnen Falle eine einmalige Winterbeihilse zu bewilligen. Diese beträgt: für Alleinstehende 10 Mark, für Verheiratete ohne Kinder 20 Mark, für Verheiratete mit 1 ober 2 Kindern 25 Mark, mit 3 und 4 Kindern 30 Mark unb mehr als 4 Kindern 35 Mgrk. Langfristige Erwerbslose und Ausgc steuerte erhallen als Sonderzufchläge: 1. soweit sic ein Jahr und länger erwerbslos sind a) Verheiratete mit Kindern 20 Mark, b) Alleinstehende und $ er­heiratete ohne Kinder 10 Mark, 2. soweit sie ein halbes Jahr und länger dauernd erwerbslos sind a) Verheiratete mit Kindern 15 Mark, b) Allein- stehende und Verheiratete ohne Kinder 7,50 Mark, 3. soweit sie über ein Vierteljahr erwerbslos sind Verheiratete und Alleinstehende 5 Mark, 4. Ausge­steuerte, soweit sie nicht unter 1 bis 3 falben 10 Mark. Die Auszahlung erfolgt vor Weihnachten in bar. In einzelnen Fällen können anstatt der Bar- beihilfen Naturalien gegeben werden. Es sollen je Fall insgesamt nicht über 50 Mark bezahlt werden, ber zu errechnend Durchschnittsbelrag soll 40 Mark nicht übersteigen.

4. Bab-Nauhelm, 16. Dez. Un.er dem Vorsitz bes Stadtverordneten Etzel beschäftigte sich «ine gut besuchte Hanbwerk«r-V«r*