Nr. 193 Zweite; Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Srcitag, (7. August (928
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werden.
galten, tun
ten Tag zu
Die schwimmende Energi'efabn'k.
Eine neue Prf der Krofierzeugung. - Wie die Warmeuntersch'ede der Meeresschichten ausgenüht werden sotten. - Gelungene Versuche. - Oie Ansicht deutscher Fachkreise.
Don Paul Oiner.Odnes.
Schnecken.
'Bon unterem f.• "Betitfr:erftaller.
London. tXuguN 1928
.Schnecken und Rackffchn ecken entwickeln
toeflgetrieben; niemals hat man etwas von dem Schicksal des Schiffes erfahren. Dahrlcheinlich wurde es von den treibe nben Eisma ssen zerrieben und ging mit seiner 10-Mann-Desahung unter. Die tinalückl.chcn waren jetzt altem in der EiS- wüste. Sie ha Len Büchsen und Pulver, das qe-
tinfer Mitarbeiter halte (Belegenheit, maßgebende deutsche Gelehrte über die aufsehenerregenden Versuche zu befragen, die zur Zeit in Frankreich und in Deutschland gemacht werden, um der Menschheit eine neue, unerschöpfliche Energiequelle zu erschließen.
Die Techniker aller Länder beschäftigt seit langem ein gewaltiges Problem die Schaffung neuer Energiequellen. Die Vorräte an Kohle und Del werden eine- Tages erschöpft sein, und eS gilt, vorher Ersatzmittel Stfunben zu haben. Man hat nun auf eine ntbedung zurückgegriffen, die schon vor mehr als sechs 3abriel)ntcn gemacht worden ist. 3m Mai 1861 batte Admiral 221 iIne auf dem Schiffe .2lile“ bei einer Fahrt von Halifax nach den Bermuda« beobachtet, daß in einem bestimmten Augenblick am Vorderteil deS Schiffe« eine Te.nperatur von 21 Grad, am hinteren Teile dagegen nur eine solche von 4,5 Grad zu messen war. Die Differenz betrug also 16,5 Grad innerhalb einer Schiffslange. Damals wurde dieser ausfallend große Temperaturunterschied alS Kuriosität verzeichnet, und niemand machte sich darüber irgendwelche Gedanken. Heute leben wir aber im Zeitalter der Technik, und so
massen mit Gewalt an die Küste Spitzbergens getrieben. Vier Mann der QMafcung unter der Führung des Steuermanns Alexander H i n k o p, eine» gebürtigen Finnländers, begaben (ich über E.sblocke ans Land. 2ln der Südostlüste der 3nsel sanden sie eine halbzerfallene Hütte, von deren Bewohnern jede Spur fehlte. Die vier 2Hänner übernachteten in der Hütte, mußten sich aber die ganze Rocht in Bewegung f
nutzt zu erfrieren. Als sie am nächste.. __. o_
hr«m Schiff zurücklehren wollten, war eS Der- lchwunden. Die See war frei. Das Eis war
ei -lwickel t« N ch. und he an die Tu rinne aefchal- teten eicktrsichen Dirnen begannen zu glühen.
Ta» Ofbehment war erstaunlich, und die Sol- ^enmgen. die bic beiden Forscher aas Urnen *?gen, waren noch erstaunlicher Die Erfinder erklärten in ihrem anlchliestci.den Vortrag, daß die Dderfiäche der tropsichcn Meere stets eme Temperatur ron 25 bi« 30 Orab hab.- während in einer Tiefe von etwa 20X' Bieter nur 4 bis 5 Grad IMnne herrschen, klaube und Boucherot t-ehaupteten nun. daß man btefeu Wär.neun t e r s ch i e d ausgezeichnet zu in du st rieh .en Zwecken verwenden könne, uno so eine neue, fast unerschöpfliche 6mrgiequelle zu erlchlieften fei. Am besten wäre es ipenn man au» o«>enem Meere schwimmende Elektrizitätswerke errichten würde. Die wissenschaftliche Melk blieb zunächst z einlich skeptisch. 2lllcrlei Tebenfen wurden geltend gemacht, und ein Haupteinwand war, daß die Beseitigung der entfkbei.ben Gase vie zu v el Ära t kosten w> rde. Der Akademiker Bateau berechnete, daß d.ese Gntgafunq soviel Kraft verzehren würde wie da» Werk ül>erHaupt zu schassen imstande fei, und haft die Weiterleitung der gewonnenen Energie — falls sie überhaupt zu erzeugen sei gewaltige Äraflmengen benötigen würde.
2Iun erkannten Llaude und Boucherot daß die Wirtschaftlichkeit und die Qkrtoenbbarleit ihrer Erfindung nur durch einen groß angelegten Ikt- fuch bewiesen werden könne. Die Suche ^ach der geeigneten Fabrik begann. Die beiden Forscher eibiclien eine Dllcngc Absagen, /teine der französischen Fabriken wollte die notwendigen lech- /tischen Abwässer zur Ivrfügung steilen Endlich entschloß sich ein belgisches 3nbuRrieuntemco.'.;en in Lüttich, daS Waber aus den Hochöfen der Sociött Ougr6e-Marih.i) c zu liefern. DaS warme Wasser floß au» den Behältern der Hochöll-n, während das falte Wasser au» der Maas stammte. Allerdings hatte da» Wasser der Hochöfen nur 24 Grad und das Wasser der Maas schon 14 Grad Wärme; man mußte da» wanne Wasser also erst auf 34 Grad bringen, um da» Experiment den tm Ozean tatsächlich herrschenden Verhältnissen entsprechend durchzuführen. Später, so berichten die Grsinder, genügte eine Wärmespannung von 4 Grad, und die beiden Franzosen hoffen, ihr Verfahren derart zu vervollkommnen, daß ein Wänneunterfch'.ed von 2 Grad genügen wird. Das denkwürdige Experiment fand am 25. April d. 3. statt. E» war ein voller Erfolg. Die 60 P. S. starke Turbine lief genau so. wie e» errechnet wurde, und erzeugte 50 Kilowatt.
Inzwischen befaßten sich auch die deutschen Fachkreise mit der Frage. auS dem Mcer Elektrizität zu gewinnen. Am 10. Februar 1927 hielt Ingenieur Dr. Bräuer im .Deutschen Wasserwirtschaft-- und Wasserkraftverband" einen Vortrag über daS Thema. .Die MeereS- toärme alS Energiequelle" Da Dr. Bräuer» Ausführungen bis heute stillschweigend hinge- nornmen und von niemand bezweifelt wurden, muß angenommen werden, daß die Fachkreise seine Ansichten teilen. Unter anderem erklärte dieser Ingenieur! .Der Energievorrat, den wir in Gestalt der kalten und warmen Wassermassen der Ozeane besitzen, ist die weitaus größte Energiequelle der Erde" Sr hält da« Vrojekt der beiden Franzosen durchführbar und ist sogar bemüht, in Deutschland einen ähnlichen Versuch zu unternehmen.
Oluf der Technischen Hochschule in Eharlotten- burg stehen die Fachleute der Angelegenheit viel zurückhaltender gegenüber. Auch dort wird er- llärt. daß es theoretisch wohl möglich sei, auf die beschriebene Weise au« dem Meer Elektrizität zu gewinnen. Aber es muß berücksichtig! werden, daß noch viele Schwierigkeiten zu überwinden find, ehe au» der Theorie Wirklichkeit werden kann, tim die tm Kleinen angeftellten Versuche int großen Maßstab auSzusühren, kann man nur den Wärrneucherschied in einigen Meerestcilen ausnuhen. zwcklsellos am geeignetsten ist der
I schwarte ". Deshalb ist es ebensowohl eine Schluß- | foigerung einfacher logischer Erwägung alS auch ein Resultat tatsächlich durch Erfahrung bestätigter Beobachtung, daß dle Abnahme des Dachse- bei uns durch den im engsten Zusammenhang mit den Lima tischen Schwankungen der letzten Winter rentabel« gestalteten Fang mit dem Eisen beschleunigt wurde, tind dies dürste einer der zwingendsten Gründe der DachSabnahrne sein, und ich will, solange das Dach» rückgang Problem und besonders die oben angedeutete Seuchenfrage noch nicht hinreichend geklärt ist, nicht gesagt haben, daß ich ihn für den alleinigen und daher ausschlaggebenden Holle, aber einer der am meisten mit ins Gewicht fallenden ist er jeden» fall«, zumal ja sowieso bei der nächtlichen Lebensweise de« Dachses eine andere RachftellungS- niöLichkett zu unproduktiv wäre und niemals zu der jetzt offenbar gewordenen Tragweite hatte führen formen.
verstärk.en Frieden in Europa nicht traut. So bleibt nichts andere« als die Annäherung an Frankreich. S:e ist bewährt. Sie wird auch äußerlich betont, jetzt, wo d.-r Jahrestag des Siege» an der Westfront m den Tiätk-rn über alle Maßen gefeiert wird. Das gibt auch politische 3u1ammenIIängc tinb wenn man gleichzeitig auch für das deutsche Heer beute bewundernde Worte findet Da« ist der letzte Rachhall Don Locarno. Im Lich.e der zehn Jahre, die heule vergangen !md. betrachtet war Locarno die Todesurkundo der deutschen Macht. Politisch aber eine Episode Sie w-rd zu den Akten geschrieben
Aber bic Schnecken machen dem englischen Aaiurfrcund Freude. Wie sie ihre Häuser tragen mit dieser bescheidenen Genügsamkeit, so vie der Deutsche den Dawesplan und die Bürde ferner Ohnmacht. Der englische Gärtner. Ehamberlain ist Rosenzüch.cr. hat Sinn dafür. Aber Lord Eushendun. sein S.ellvertreter. denkt in Realien, m Panzerschiffen, in Divisionen und Machtein- hellen. Wird Kellogg, sollte er wirklich kommen, verhmdern. daß jener un« mit lästiger Geste vom Tisch dec Hoffnung fegt? Wird Kellogg di« Schnecken au« dem Locarno-Garten entfernen?
wurde dieser Warmeunterschied der Meeresschichten zum Ausgangspunkt einer äußerst bemerkenswerten Erfindung.
Mit dem Problem haben sich nämlich die beiden französischen Gelehrten Georges (Staube und Paul Boucherot befchästtgt. die sich unter eigenartigen timftänben fermen lernten. Beide bewarben sich um dasselbe Fauteuil in der Pariser Akademie der Wissenschaften. Glaube wurde gewählt, und Boucherot, der ihm nicht ?ümte. begann mit seinem Rivalen eine gemein- ame Arbeit. Am 15. Vovember 1926 in einer Sitzung der Akademie der Wissenschaften in Paris, konnten Tlaude und Boucherot den Fachkreisen ein nachdenklich stimmende« Experiment zeigen. Zwei mächtige Glasglocken wurden auf den Boden des Sitzungssaales gestellt: die eine war mit 24 Grad warmem Wasser, die andere mit auftauendem SiS gefüllt. Aus der Glasglocke, die das warme Wasser enthielt und als Dampfkessel biente, wurde nun die Lust ausgepumpt, woraus sich Dampf entwickelte. der in die mit SiS gefüllte Glocke, den Kondensator, eindrang. 2tuf diese Weste könnte man au« dem Temperaturunterschied des Wasser- Kraft gewinnen. Zwischen beide Glasglocken wurde eine Miniaturturbine geschaltet, die der strömende Dampf in Bewegung setzte. Elektrizität
Wo bleiben die Dachse in Oberheffen?
Von «art «uholf $ifdjer.
Seit Jahr und Tag mehren sich in deutschen 3ägcrlreden bic Klagen über den überall zutage tretenden Rückgang des hennlichsten und merkwürdigsten Bewohners unseres Waldes, des Dachses. Einsam lebt er in ausgedehnten Wäldern, verbrmgt den Tag unterirdisch in feinem lelbftgegrabcnen. nicht kunstlosen Bau. um allnächtlich der Jagd obzuliegen und Mäuse, Schlangen, Frösche und Insekten zu fangen oder auch sich von Obst, Sicheln. Bucheckern und Pflanzenwurzeln zu nähren. Den Winter ver- fchläst er gewöhnlich in dem metertiefen, weich auSgepolstenen Zentralkessel eines groben Mutterbaues und kommt nur gelegentlich, nachdem er seine hier aufgestapelten Vorräte verzehrt hat, zur Nachtzeit an besonders milden Wmtcrtagen aus feinem Bau, um zu trinken und Nahrung zu fich zu nehmen. Betm Eintritt harter Friste jedoch rollt er sich in dem den ganzen Kessel ausfüllenden Polsterwcrk zusammen. Die Smäh» rung erfolgt während befer Zeit hauptsächlich durch feine reiche Fettschicht, die er sich im Sommer und Herbst angemäRet hat. Völlig abgemagert kommt er alsdann im Frühjahr wieder Zum Vorschein. Aber einen regelrechten Winterschlaf, wie Murmeltier und S.ebenlchläser dies hin. hält der Dachs cbenfotoenig wie fein naher Verwandter, der Bär. Nebenbei gesagt fällt beim Dachs wiederum wie beim Bären auch die Zell der Trächtigkeit gerade mit den Wintermonaten zusammen, ein timst and, der sich schlecht verträgt mit der Vorstellung eines regelrechten Dintee- '^Enfes. Kur; und gut. seit ein paar Jahren suachEstch eine immer größer werdende Abnahme des Dachses auch in Ober Helsen bemerkbar. Aus "n«r großen Aeihe iron hessischen Revieren, in baicn er noch vor nicht allzulanger Zeit recht tauhg vertreten war, ist er innerhalb kurzer <jnft nahezu verschwunden. Kein Wunder, daß augmbltckltch in allen Jagd- und Fachzcit- L-5l2lantic und breite Erörterungen über ftn^cn sind, und das Forschen ®a^tcn tirsachen des Dachsrückganqcs. - f;ncr. restlosen Aufklärung dieser
lagdllchm Kalamität, bereite zu großen Mei- betten hinsichtlich der Srllärung buchst bedauersichen Erscheinung geführt ^'L,bem «ich fei, so einigt sich doch der streit der Meinungen in der Idee, zu Hellen und zu retten, was zu retten ist. So soll im folgenden
Sornmrrwetter eme dem Gärtner unötlltommene *2!r ab-r philofophi'ch nimmt,
dem bieten Schnecken doch manches Anllehenbe Liegt doch eine bescheidene Genügfamkc: in der Art. wie sie ihre Häuser aut dem Buckel tragen, . c ’.t. bic zu berechtigter Bewun
derung berauöforbert. . . lesen wir heute im dritten Leitartikel der.Times". der sich, wie üblich. mit den minderen Fragen der Alltäglichkeit besaht und der dennoch - wer dächte hier nicht an bie Fortschritte der Desibiplomaren? - auf die polilstche Gegenwart angevendet werden kann. Denn wie steht« um den Pakt Herrn Kellogg«. den Friedenspakt, der in Pari« unterzeichnet werden füll? tinfer Ehamberlain ist erkrankt Ernstlich, wenn auch nicht gefährlich, losem man den Kommentaren der Blatter und fDi.fttgen Aeuhcrungen Glauben schenken darf. Sine leichte L'ungenenl;ünbuna. Sr mußte beurlaubt werben. An feine Steile tritt als Vertreter Lord Eushendun. bekannter als Sir Ronald Mr. Aeill. ober: der elegante Lolley wirb durch einen Bulldoggen, zeitweilig. ersetzt Diese 6lelh>ertretung hat es in sich. Lulhendun wurde Rachsolger Lord Cecil« nach dessen Aücktritt von seinem Amt als englischer VölleroundSvertreter. Eushendun war englischer Worfführer neben Bridgeman, dem ersten See» lord. bei her Flottenkonseren, in Genf Dort sprach er wenig, aber waS er sagte, war rauh, selbstbewußt, realpvlltisch. 21« er zum Rachsol- ger E<cils bestellt wurde, sagte man: England bucht den Vrlkcrbunb ab. Lord Eushendun hält nichts von solchen Einrichtungen. Er ist ein Mann. der. wie man zu deutsch sagt. Fraktur spricht und benft.
Ehamberlain fährt nicht nach Paris, zur Paktunterzeichnung. wo Dr. Stresemann. wie er die beteiligten Mächte hat wissen lasten, die Frage der Rheinlandräumung zur Sprache bringen wollte. Sie ist schon Vergangenheil. diese Absicht. Bei der Abwesenheit Ehamberlain« müste dies verschoben werden, ertläten einflußreiche Kreise Die Frage ist jetzt, ob Ehamberlain wiederkehrt und. wenn er wiederkehrt, ob der Ehamberlain deS LiebcSbechers in der Guild- Hall oder ein anderer Ehamberlain. ein im englischen Sinne gesundeter Ehamberlain. wiederkehrt, den man nicht mit ^Monsieur" Ehamberlain zu bezeichnen braucht. Zur Zeit sind ja sämtliche Cocamominifter erkrankt. Eham- berlain, Stresemann und Briand sind ja wahrscheinlich nie gesund gewesen, tind ihre Politik Ist auch erkrankt. Kellogg will nach öuroba kommen, um die Patienten au besuchen. Die Aerzte betonen, daß Ehamberlain sich sehr lange von den Geschäften scrichalten muß. Engländer besitzen Qkbulb. WaS sie lange nennen, gilt uns aTÄ Ewigkeit. Schnecken!
E« sieht so aus. als hätten sich ganz neue Kräfte der englischen Politik bemächtigt. Zwar herrschen Parlamentsferien. Scheinruhe. Da« offene Feuer ist überslüffig. Die Dinge bruzeln geheimnisvoll in der Kochkiste. Wir stehen vor einer, nein mitten in einer Schwe nkung der englischen Politik. Was daS englisch-französische Flottenabkommen In Wahrheit zu bedeuten hat, bat bie Welt ja inzwischen entdeckt. E« ist äußerlich eine Verständigung, innerlich aber mehr Sin Bündnis? Gegen wen? Gegen die Vereinigten Staaten, die doch ihre .Flotte tatsächlich nicht weiterbauen, obschon ein englischer Kabinettsminister neulich da« Gegenteil behauptete und von seinem Ministerpräsidenten deshalb Öffentlich gerüffelt wurde? Die sie aber sehr wohl toeitetbauen könnten, wenn sie wollte. 'Anterika fei am Ende feiner Geduld, versichern maßgebende Persönlichkeiten von drüben immer
wieder Stuwpa müsse endlich zur Vernunft kommen. Der Kellogg-Pakt sollte der Prüfstein dafür werden Sollte auch der Prüfstein werden für die Frage, ob bei in Europa angelegte amcritar.i che Gell m t durch irgendwelche Kriegsgelüste bedroht träte Wenn der Krieg als Mittel der nationalen Politik geachtet wird bann kann bie Dall-Streel chr Geld sorglos nach Europa schicken, andernfalls nicht.
Aber der Kellogg^akt, der unter anderem auch ein Soup der Dvllardip!oma:ie war ist von Paris und London durchlöcher: worden. Man hat mit freundlicher Gebärde den schwachen Punk: der Konstrusi o., he.ausgc'chäll^ Das Aecht der Selbstv.'Neidigung wird durch den Pakt nutzt berührt Die Dinge bleiben alle leim allen Darum liegt in Der Vichtbeteisigung iLhambersains an der tin'erzeichnungsAeranonie. sozusagen, em gut Teil Zartgefühl. Man wünscht Zassadenposilck nicht mit erstkla'signi Unterschritten zu decken. Obs überhaupt zur tinterzeichnu.ig lommi? Fragt siw. ob der Pakt ohne de tin.eilchrift der Gr^ttssiihrer. nur mt: der tintenchritt der Prokuristen, für Onkel Jonathan noch den erwünschten Wert besitzt. nachdem man ihn ausgehöhlt hat?
Machen wirs kurz. Die amerikanische Aktivität nötigt England zur timsicht. tiebcraU spürt London, unterirdisch wirkend die Hand der Amerikaner. 3n China, in Vorderasien in Europa, m Deutschland. Ob die hier in London so stark bewunderte, anscheinend beneidete Elle Deutschlands bei der Zustimmung zum Kellogg- Pakt für uns Deutsche wirklich so rentabel war, ist nicht ganz gewiß Wan gewinnt hier Eindrücke, d.e eine gewisse Aehnlichkell mit jenen haben, die man nach der Unterzeichnung des Berliner Vertrages mit Sowjet-Außland sammeln konnte. D:e deut'ch-amerikanilche Zufammen- arbert, die übereifrige Betoirung d.r Friedensliebe wirkt hier phari'äisch und — billig. Wir nannten schon die Gründe £>er Engländer läßt fntz nicht gerne hinter» Licht führen, will sich
Robinson auf Gpihbefgen.
3m Archiv der russischen Akademie der Wissenschaften ist kürzlich ein interessantes, längst ver- schollenes Schriftstück gefunden worden. Es ist der Bericht des Professors der russischen Akademie P. L. de Aoy über die abenteuerliche Expedition, die von einem russischen Kaufmann im Jahre 1743 nach Spitzbergen entsandt wurde. S.n Kaufmann des kleinen Städtchens Me'en im wellen Borden Außlarrds (Gouvernement von Archangelsk) rüstete einen Walfischfänger au« desien Besatzung 14 Mann betrug, um nach Walsischjägem, die vor einiger Zeit im Eismeer verschollen waren und von denen man w.sien wollte, daß fie sich auf Spitzbergen aufhielten, ju suchen. Das kleine Schiff wurde von EiS-
rade für 12 Schüffe reichte, mitgenommen. Jetzt ing cm Leben an. das die Qlbenteucr Aobtn- fon« zur Wirklichkeit machte. Zuerst gelang e« den neuen ..RrPinsonen". 12 Füchse zu erlegen. Nachdem das Ptzilver verschossen war. mußten sie an Die Erlangung anderer Waffen denken, denn » fla° unzählige Eisbären. Mit
Hilfe von Steinen, die zugleich als Hammer dienten. gelang eS, die Büchsen in Spieße unuu* arbeiten. Au« Aenntiorhäuten fertigten sie sich ©trtrfe an. Tie^elle dienten als Kleider. Aus Lehm wurde e ne Lampe hergestellt. Oel wurde aue Fett beredet Die Aot verwandelte die Leute in Fischer, Jäger, Zimmerleute, Schreiner, Schuster und Schneider. Im Lause von sechs Iah-ren richteten sie sich einen Haushalt ein. bet mit allen nötigen Geräten und Instrumenten versehen war. Ihre Jagdbeute betrug in dieser Seit zehn Eisbären. 250 (Remitiere 1000 Fächle und eine unzählige Menge von Walrossen. Siner von ihnen. Theodor M a r o g e n , brach unter den Anstrengungen de« harten Kampses mit der ' Hatur zusammen und ftatb. An enem August tage des Jahres 1749 sahen die drei am Leben Gebliebenen ein Schiff, da« sie wieder in die zivilisierte Welt zurückführte Al« der Bericht über da« abenteuerliche Leben dieser IRabinfonc in Petersburg durch die Arbeit L. Aotzs bekannt wurde, enffandte die Zarin Kacharina die Grvße eine Expedition auf drei großen Schiffen unter dem Befehl des Wmlral« Tschitschagoff m Jahre 1765 nach SpisK>ergen Erst viel später wurde Spitzbergen von nichtrussischen For'chern besucht. Da« wichtigste Resultat erhielte die 'chwedtsche Expedition uetcr der Leitung des bekannten Polarforschers Rordenskjöld >m 3abre 1864. Rordenffjöld gelang es unter unglaublichen Entbehrungen und Anstrengungen ns Innere Spitzbergen« zu bringen und alS erster eine genaue Karte der Insel zusammenzuftelten. Während Aordenlkjöld einen Berg untersuchte, wurde er von einem Eisbären übcrfatten. Der For- Vfotx. der von feinen Begleitern abgetrennt war, batte zusäll^ keine Waffe bei sich und verteidigte sich fo gut er konnte damit, daß er den ungehmr- ren Eisbären mit Steinen bombardierte. Trotzdem sprang der Bär auf ihn zu. machte aber plötzlich kehrt und rannte davon. Wie durch em Wunder war Rordenskjölds Leben gerettet. Die im Jahre 1868 von Göteborger DchissSreedern nach Spitzbergen entsandte Expedition erreichte unter der Leitung deS Kapitäns F. W. v. O 11 e r, die bis dahin noch nicht erreichte nördüchtze ©rabbreite von 81 Grad 42 Minuten. Heute ist
I ein 5lug nach und über Spitzbergen eine ge* | wöhnsiche sportliche Leistung. l)r.P.
der Versuch unternommen werden, zu untersuchen, welche Gründe hauvisächlich am Dachörückgang in unseren oberhessffchen Aevieren mittelbar und unmittelbar beteiligt sind, und ich bin mir bewußt, daß bieie Charakterisierung der ober hessischen Iagdverhaltnisse zum Teil auch in den anderen deutschen Geaenden «utriffL Wenn in den 3agb- zertfchritten für die allmählich immer deutlicher zutage tteienbe Verminderung des Dachse« gel- tenb gemacht wird, daß sie teilweise durch plötzlich beim Dachs auSgebrvchene Seuchen, von deren Existenz seicher die Wiffenschaft noch keine Ahnung hatte und die jetzt erst zum ersten Male beobachtet worden sind, daß sie ferner durch das Graben. Abwandern, memettoegen auch durch daS beobachtete Auffreffen der Iungdächse durch den MutterdachS hervorgerufen worden ist, so haben wir aber in den oberhessffchen Revieren in erster Linie als Haupturheber seines Verschwindenden Zang im Eisen anzusehen. Wurde von dem Auftreten einer Dachsseuche, vielleicht im Gegensatz zu norddeutschen Revieren, bei uns bisllmg noch nichts gemerkt, und ist daS Graben des Dachses wegen seiner fublerrancn Lebensweise und besonder- wegen seiner privllegierten Angewohnheit. ferner winterlichen Schlaffucht nur im Zentralmassiv tiefer, felsiger und ungtab- barer Mutterbaue zu frönen, nicht allein und vor allen Dmgen nicht so ausschlaggebend an feinem Rückgang beteiligt, wie es mancherwärtS hmgestellt wird, so kann es vor allen Dmgen nicht der unpräzffe Einwand des Abwanderns sein, da _ im Gegensatz zum übrigen Raubwill» gerade für den Dach- die Ehancen seiner Sxu- stenz viel günstiger geblieben sind und man ihn durchaus nicht als kullurkcheu bezeichnen kann, solange er sich noch dort wohlfühlt, wo die Agrikultur noch nicht mit den an bebaute Felder anstoßenden Gehölzen aufgeräumt hat. Dagegen mußte bei uns der Raubbau am Bestände des Dachte« um so spürbarer werden, als der Fang un Eisen noch von einem anderen Faktor entscheidend und entschieden günstig becinsiußt wurde, mch zwar ist dies, so selffatn es zutschst auf Anhieb fiingai mag. ein klimatsicher jattor, der ihm zum Würgengel geworden ist: die ununterbrochene Aufeinanderfolge der milden Winter. Gerade in den letzten Jahren wurden bei uns m Oberhessen allenthalben Dächte -u einer Zell gefangen, in der sie sonst vor den Augen der Menschhell verborgen blieben, und der fönst wenig versprechende Fang während der Wintermonate wußte nun um fo mehr die Jägerei für sich zu gewinnen, cüs diese Zell zu- I sammensiel mit der größten Wertperiode des I Raubtier Pelzes und in diesem Falle der _Dachs-
mcht für dumm verlaufen lasien. Co ,st denn da« Dumder geworden: die^EntentcEordiale'' ist nicht nur eine diplomalifche, r.nc voll, >ch«. sie ist eine militärische Tatsache a ng^ land« und Amercka« Flotten sind gleich stark, v^u'üqllch der französsiovn Flotte ändert sich da« B.id. Diellech: ea.ärt sich auch au« kiffen: ®n:nbe bie pemlich hv'.iche Ar:, mit der die eng. I sche Prelle über den Robile - Flug 5c- vich et bat. Man will den zurückge'etzte:, Italienern leinen äußerlichen Anlaß xu einem Prff«e- feldzug geben. Man 'ä‘ ^aolbarleiteverosiich. tungen Mussolini bart gerade jetzt nicht grob ---t. Auch ze gen be . ;g.e Aeuherungei auf anderen Gebieten daß man dem wieder einmal
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