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mafien Gleitbahn hinab tnS Dass«. Sn diesem Augenblick brach Me Sonne durch.

Empfang in -er Werfihalle.

Aach Verlassen der Xauffan^ef begrüßte der Reich-Präsiden! eine Abordnung der Werft­arbeiter und begab sich darauf »ur festlich hergerichteten Montagehall- der Werft, wo ein 3mM1) stattfand, zu dem 750 Personen geladen waren, hierbei nahm Präsident Heineken 6a3 Dort, um im Hamen des norddeutschen Lloyd zunächst dem Reichspräsidenten aufrich­tigen und wärmsten Dank für die Vollziehung der Taufe zum Ausdruck zu bringen. Dr. Hei­neken gedachte dann der dem Versailler Frie­den folgenden Iahrc harter und schwerer Arbeit. Dienst am Volke sei der Gesellschaft die Richtschnur bei allen ihrem Handeln gewesen, Dienst am Volke sei auch dieses neue Erzeugnis deutscher Schiffsbaukunst, deutscher Wissenschaft und Technik und deutschen Arbeitsfleihes. Der Präsident dankte allen, die daran mitgearbeitet haben und schloß mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland.

Nach der Ansprache des Prafidenten Heineken sprach Bankier 3- F. Schröde r, Austichtsratmit- glied der Deschimag, der sich dem aufrichtigen, warmen Dank für den ehrenden Besuch des Reichs­präsidenten von ganzem Herzen onschloß und u. a. weiter ausführte:Wir sind uns bewußt, daß wir die Ziele, die wir uns gesteckt haben, nur in ver­ständnisvoller Zusammenarbeit mit der deutschen Reederei erreichen können, deren Untern ehmungs- aeist ans die Aufgaben für unsere bisherige Tätig­keit gestellt hat, die sie uns hoffentlich auch weiter stellen wird. Dabei darf ich aber auch feststellen, daß Unternehmungsgeist und Wagemut auch für die A.-G -Weser die Voraussetzung für die Uebernahme des großen Auftrages waren, mußte doch erst weit­gehende Konzentration erfolgen, um die Betriebsein, richtungen und die technischen Erfahrungen des Werkes so weit zu ergänzen, wie es nötig war, um alle Sicherheiten für das Gelingen eines der­artig großen Kunstbaues zu schaffen. Eine große Werft, die aus dieser Konzentration entstanden ist, verfügt heute über in Jahrzehnten erworbene Er- fnhrungen erster deutscher Schiffsbaustätten, wie der Stettiner Vulkan und die Tecklenborg Werft. Sie ist in dieser Gestalt nach meiner Uebcrzeuaung ein unersetzlicher Wert auch für die deutsche Reederei, denn nur ihr Bestehen gibt die Gewähr, daß der deutschen Reederei auch in Zukunft die Er- teilung höchstwertiger Passagierdamp- fcraufträge auch in Deutschland im Wettbewerb möglich fein wird. Schröder schloß mit einem Hoch auf den Norddeutschen Lloyd.

Am 16.45 Ahr verlieh 6er Reichspräsident 6ie Werft und unternahm an Bord des Dampfers ..Vorwerk" eine anderthalbstündige Rundfahrt durch den Hafen.

Unter den zum Stapellauf geladenen Ehren­gästen bemerkte man iua. Vertreter verschiedener Reichsämter, die diplomatischen Vertretungen, den Ehef der Marinelertung. Admiral Zenker, hö­here Reichswehrvff'lLiere. Vertreter der deutschen Herberet und des Aeberseehandels, der Deutsch- Amerrkanischen Handelskammer, des Deutsch- Amerikanischen WirtschaftSverbandes, die Ober­bürgermeister derjenigen deutschen Städte, nach denen die Dampfer des Rorddeutschen Lloyd benannt sind, sowie viele Mitglieder der haupt­sächlichsten DerufSverbände und Vereine.

Oer Reichspräsident ehrt den starken Willen zur Arbeit.

r. Im Hause des Präsidenten Dr. Heineken JanD um 20 Ahr ein Abendessen in kleinem Kreise estatt, zu dem sich mit dem Re i chsp r ä s i de n-

t e n und den Herren seiner Begleitung etwa 30 'Personen vereinigten, darunter der Präsident des

Senates. Bürgermeister Dr. Donandt, Bür­germeister Deichmann die Senatoren Böh­mers und Dr. A p e l, die Vizepräsidenten des Aussichtsrates des Lloyd. Hofmann und Strube, ferner von der Leitung des Lloyd Geheimrat Stimmina und Generaldirektor Glässel. vom Aufsichtsrat und der Leitung der Deschimag die Bankier- Schröder^ und v. Schwabach, foeoie Generaldirektor Sta­pelfeld. die Tochter und der Schwiegersohn de» Dr. Heineken. Herr und Frau v. Ahlefeld. der Wehrkveiskonimandeur, der Ehef der Marine­station der Rordsee. sowie die Präsidenten des Landessinanzamtes, der Reichsbahndirektion und der Oberpvstdivektion. Bei Tisch nahm Präsident Dr. Heineken daS Wort. Er dankte dem Reichspräsidenten nochmal- herzlich für seinen Besuch und überreichte ihm einen silbernen Pokal zur Erinnerung an den heutigen Tag. Der Reichspräsident erwiderte: .Haben Sie. Herr Präsident Heineken, herzlichen Dank für Ihre freundlichen Worte imö diese schöne Gabe der Erinnerung, mit der Sie mich erfreuten. Ich werde den heutigen Tag mit seinen großen Eindrücken nicht vergessen. Er zeigte mir, welch starker Wille zur Arbeit und zur Wiedererlangung deutscher Welt­geltung hier in Bremen und besonders beim Rorddeutschen Lloyd schafft und wirkt. Das zu erleben, war mir eine große Freude, und ich bin Ihnen und allen, die hier mithalfen, dafür dank­bar. Ich erhebe mein Glas auf eine glückliche Weiterentwicklung deS Rorddeutschen Lloyd und auf Ihr und Ihres Hause« Wohlergehen."

Abreise des Reichspräsidenten.

Reichspräsident v. Hindenburg hat heute abend mittels fahrplanmäßigen Schnellzuges 12.04 Uhr Bremen in Richtung Hannover verlassen. Er wird nach einem kurzen Aufenthalt dortfelbst nach Bayern Weiterreisen, um dort feinen ge* planten Urlaub zu verbringen.

Oorpmntter an den Norddeutsche nLloyd.

Berlin, 16. «uaust. (WB.) Der Dcneraldirek- tor der Deutschen Reichsdahngesellschaft. Dr.-Ing. Dorp müll er hat an das Direktorium des Norddeutschen Lloyd folgendes Telegramm gerichtet:l*m Norddeutschen 2koyd fprcdx ich zu den Stopcllaufen der neuen Riesendampser tfurc-pa* !MdBremen- zugleich namens der Ptutichen Neichsbahngesellschaft. wärm st «Glückwünsche aus. Möge den beiden stolzen Schiften, di» w n ch. kigc» Zeugnis für deutschem Können u n b Wollen ablegen, stets gliickyosl- Fahrt be- schieden sein. gez. Generaldirektor Dr.Äng Dorp, mülle r."

Äheinland-Mnmng und Kellogg-Pakl.

wir treiben weg von Locarno, und ein paar geh­ler können alles auf« Spiel setzen, was in lahre­

Paris,16. Aug. (TU.) Die iberts" schreibt, es lasse sich nicht mehr verheimlichen, daß die deutsche Negierung durch Vermsttlung ihrer Botschafter in Paris, London, Brüssel und Rom sondiert habe, ob sie am 2 7. A u g u st die Rheinlandräiimung mit Aussicht auf 6170.3 verlangen könne. Die Antwort sei ablehnend ausgefallen und habe besagt, daß die Gelegenheit nicht günstig sei, da Kellogg nur zur Unterzeich­nung des Paktes käme und nicht wünsche, in die europäischer. Angelegenheiten verwickelt zu werden.

Die französische Regierung habe ju verstehen gegeben, daß sie der Räumung gegen Gegen- leiffungen und Garantien, die Im übrigen noch völlig unbestimmt seien, zustimmen würde.

Die deutsche Regierung habe sich aus ihr m 0 - ralisches Recht zur Forderung du Räumung berufen und darauf hingewiesen, daß ein Recht nicht bezahlt werden könne. Trotzdem sei Deutschland im Geiste der Verständigung bereit, sich für die Räumung der Dritten Zone ein Rampen- sationsobjekt zu überlegen, falls die zweit« Zone vor 1930 geräumt würde. Die .Libertö" schließt ihre Ausführungen mit dem erneuten Hin- weis darauf, daß die Rheinlandraumung eine große Gefahr bedeute, weil Deutschland dadurch seine Hände in Mittel« und Osteuropa frei bekäme Polen hätte feine Unruhe bereits deutlich zu erkennen gegeben. Das Blatt schließt, di« fran­zösische Diplomatie befinde sich in einer sehr schwie­rigen Loge. Es werden ihr nicht leicht fallen, sich daraus zu befreien.

Zu den Ausführungen der ,LibertL" bemerkt der Pariser Vertreter der Telunion. Wie wir zu wissen glauben, handelt es sich bei der in dem Pariser Blatt erwähnten Sondierung, die in Paris, London, Brüssel und Rom erfolgt sein soll, um keine De­marchen, sondern vielmehr um eine Ankündi­gung, in welcher Weife man in Deutschland be­absichtige, die Unterhaltung zwischen den Außen­ministern bei ihrer nächsten Zusammenkunft zu führen. Gedacht ist hierbei vielmehr an Genf als an Paris, da man sich auf deutscher Seite darüber vollkommen klar ist, daß der amerikanische Staats­sekretär Kellogg an einer derartigen Unterhal­tung nicht teilnehmen werde. Diese Ankündigung der von deutscher Seite beabsichtigten Gesprächs themata bezweckt

auch dec Gegenfeile die Möglichkeit zu geben, sich für dic immerhin recht verwickelten Fragen

Der Rheinlandräumung vorzubereilen, um nicht nachher auf Einwendungen zu stoßen, daß die technische «eite der Frage noch der Vorbereitung bedürfe. Von einer Ablehnung, von der Die Liberte" spricht, kann daher unter keinen Umständen die Rede fein, wenn man sich Der- gegenmärtigt, daß deutscherseits nichts anderes als eine Ankündigung in loyaler Form erfolgte.

Einberufung des französischen Ministerrates.

Paris, 17. Mag. (IBIB. Zsunkfpruch.)Mattn" bestätigt heute eine von einer in Paris erscheinenden amerikanischen Zeitung ausgesprochene Vermutung, daß entgegen der früheren Absicht doch noch vor dem 1. September ein Minist « rrat ftattfinixn soll. .JRafin erklärt, daß die Mitglieder der Re­gierung die Aufforderung erhalten haben, am 2 3. August einem Miniflerrat beizuwohnen und daß in der Aufforderung darauf aufmerksam gemacht wird, daß die tatsächliche Anwesenheit sämtlicher Minister unerläßlich sei. Diese unerwartete (Einberufung eines Ministerrate», so fährt das Blatt fort, und die ungebräuchliche Erwähnung der Unerlählichkeii der tatsächlichen An­wesenheit der Minister, lasten die Vermutung auf- femmert. daß im Verlauf der Beratungen der Mi­nisterpräsident seine Kollegen mit nicht nur dring­lichen. sondern auch besonder» wichtigen Problemen zu befaßen haben wird.

Englische Besorgnisse.

London, 16. Aug. (WTB.)Manchester Guardian" sagt in einem Leitartikel: Riemand glaubt beute, daß England. Frankreich öder Deutschland Krieg wünschen. Aber toerm diese drei Länder nicht zusammen arbeiten können, um ihn zu verhindern, dann wirb der Krieg kommen. Gegenwärtig sind aber die Aussichten auf eine solche Zusammenarbeit gering, und sie werden immer geringer» In gewisser Hinsicht ist tatsächlich die Lage ern­ster. als in den Tagen von ßoeamo, wo Frank­reich und Deutschland einander Vie Feinde ge­genüberstanden. Das Blatt lenkt die Aufmerksam­keit auf eine Reihe von Zwischenfäl­len". die nur verständlich sind, wenn man vor- tiussetzt, daß der Wunsch besteht, dieRhein- landbesehung aufreizend und her­ausfordernd zu machen. Gr fährt fort: Entweder ist dl.es das Ergebnis einer vorbedach­ten Politik, die zu der Annahme führen mühte, dah die brittsche Regierung Locarno und vie­les andere aufgegeben habe, oder aber es ist das Ergebnis fahrlässiger Dummheit. In beiden Fällen sind die Aussichten e r n st. nie­mals waren Staat-kunst und gesunder Men­schenverstand notwendiger als jetzt. Denn

langer Bemühung für den Frieden gewonnen wurden ist.

paialeve gegen die Abrüstung.

Par.s. 16 Aug. «WB.) Der ..ORatin'' be­richtet. dah Kriegsminister Painlrvt bei einem vom Stadrrat von Tre'voux bet Lyon gelegent­lich der Einweihung eines Wasserwerks gegebe­nen Bankett em« Rede hielt, in der et nach dem Blatte ausführtc: Es ist hier mcht der Ort. ein wirtschaftliches Gesamtprogrannn zu ent­wickeln. Ich will jedoch wiederholen, daß ein Staatsmann für den Frieden arbeiten muh. Diele Meinung ist tief in mir verankert. Sie hat mir Kritik von feiten gewisser Persönlichkeiten der sozialistischen Partei eingetragen, di« die Maß­nahmen der Vorsicht, die ich zur Reorgani­sierung des Heeres getroffen habe, für ungerecht­fertigt halten. Ich bin davon überzeugt, daß die Stunde des Verzichtes auf R ü - stungen noch nicht gekommen ist. Iedes übermäßige Vertrauen und jede über­mäßig« Edelmütigkeit erscheint mir heute deplaciertuni) gefährlich. Deshalb habe ch es für notwendig gehalten. Frankreich eine Defensivrüstung zu geben, die e» vor Angriffen schützt. Ich glaube behaupten zu können, daß diese Rüstung vorhanden ist.

Oie Geheimdiplomatie om Verk.

Paris, 16. Aug. (WB.) Die Haoas mitteilt, wird aus Gründen diplomatischer Zweck- m ä ß i gk e i t die Veröffentlichung des französisch englischen Flottenab- kommens voraussichtlich einen gewissen Auf­schub erfahren, damit den ausländischen Regie­rungen, denen das Abkommen mitgeteitt wurde, Zeit zu Meinungsäußerungen gegeben werde.

Russische Aktivität in letzter Stunde.

Eigene Drahtmeldung des ..Gießener Anzeigers".

Berlin, 17. Aug. Dir Botschafter der Sowjet-Regierung hat gestern, wie wir hören, den Staatssekretär v Schubert im Aus­wärtigen Amt um eine Ain ter re bim g ge­beten. Es liegt nahe, diese Besprechung mit dem Vertreter deS Re-chsauhenministers. der eben von einem Besuch Stresemanns in Oberhof nach Ber­lin zurückgekehrt ist, in Zusammenhang mit der Unterzeichnung deS Kellogg-Paktes zu bringen. Vor allem ist aber die rasche Folge auffällig, mit der Krestinski, der heute Der- lin verläßt, nach Besprechungen de« politischen Bureaus am Dienstag in Moskau, in der L i t * winow und Tschitscherin die mißenpoli- tifche Lage geschildert haben und m der, wie ge­meldet wird, auch die Frage einer Vermittlung durch eine dritte Macht zum Zweck der Unter* zeichnung des Kellogg-Paktes diskutiert wurde, dem derzeitigen Leiter des deutschen Aus­wärtigen Amtes seinen Besuch angemeldet hat. Anscheinend ist e« Rußland darum zu tun, doch noch bis zum 27. August in die Liste der Unterzeichner des Kellogg-Pak- teS hereinzukommen. Diese Aktivität in letzter Stunde Dürfte aber wenig Aussicht auf Erfolg haben, da neben den prinzipiellen Gegen­sätzen in den Anschauungen Kelloggs und Tschi­tscherins in der Frage des AngriffSpakteS auch die Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit die denkbar größten Schwierigkeiten bereitet.

Lettland und Estland wollen dem Kellogg-Pakt beitreten.

Riga, 16. Aug. (WTB.) Die.Konferenz ber Minister des Aeuheren Lettlands und Est­lands hat beschlossen, nach der Pariser Unter­zeichnung des Kellogg-PakteS. den dic Mi­nister grundsätzlich prüften, übereinstimmende Schritte zum Beitritt der beiden Länder zu dem Pakt zu unternehmen.

Amerika, Aegypten und England.

Washington, 16. Aug. (WB.) Staatssekretär Kellogg übererickste hrute dem ägyptischen Geschäftsträger den Entwurf eines Schieds­gerichts- und Derglerchsvertrages. Dies bedeutet den 29. Schiedsgerichts- und den 18. Vergleichst»« rtrag, über den Sie Bereinigten Staaten feit Dezember vorigen Iahres Verhandlungen eingeleitet haben.

Hierzu schreibt der Washingtoner Korrespondent derLimes", Kellogg hätte den ersten Schritt vor seiner Abreife nach Europa zu tun. Man barf die Frage aufwerfen, ob der amerikanische Staats­sekretär, der mindestens zwei Tage in London weilen wird, es nicht vorgezogen hat, seine Absicht zu einer vollendeten Tatf 0 ch « zu machen, bevor er in England eintrifft. Die Einladung an Aegypten wird vom Staatsdepartement Damit begründet, daß Aegypten souverän sei. Jede mögliche Quelle von Komplikationen konnte dadurch vermieden werden, daß in einem Vertrag Fragen, bi« eine Dritte Partei berühren, ausdrücklich ausgeiommen werden. Der Korrespondent schließt, hinter diesem Derttag aber steckt unzweifelhaft dic Empfii oung, daß die bri­tisch« Regierung vielleicht nicht ganz da­mit einverstanden (ft.

Eisenbahnkatastrophe in Jugoslawien.

Bisher 20 lote und 30 Schwerverletzte. Zwei weitere schwere Unfälle.

Belgrad, 16. Äug. 8nf der Strecke Risch Skoplje entgleiste am Donnerelagmittag in­folge Gleisbruche, ein Personen,ug und stürzte über öle Böschung ab. Dreizehn Tagen renroeu zertrümmert. Rach den ersten Meldungen sind über 100 Personen teils getötet, teil« schwer verletzt unter den Iiümmecn begraben worden. Rach den letzten Berichten wurden bereif» 2 0 lote und 30 Schwerverletzte geborgen, öle weiter gemeldet wird, ereigneten sich im jugo­slawischen Eisenbahnwesen innerhalb der letzten 2 t Stunden noch zwei weitere schwere 11 n - fälle. So explodiert« der Dampfkessel der Lokomotive eine» Schnellzuges, der ooa Belgrad nach Risch unlcrweg, war. al» man eine neue kotzlensorlc au»probirr1e. Der au» dem firiiel entströmende Dampf verursacht« schwere Brand­wunden de» fofomotivfüftrer» und eine» Ber-

kehrsivspcklor», der sich gleichfalls auf der Mojchinr befand. Beide starben kurze Zeit daraus. Auch der Heizer wurde schwer verwundet. Lia In­genieur. welcher im Augenblick Der Explosion von dem sich noch in Bewegung befindlichen Zuge ab- iprang, erlitt einen Schädelbrach und erlag . bensall, seinen Verletzungen.

Bei Stoplje entgleiste ferner am Donnerstag eine Eiseabahndroisine und stürzie um. vier Liseabahnbeamke wurden schwer verletzt.

Aus aller Wett.

Tie Beisetzung des früheren Großherzogs von Baden

Karlsruhe, 18. Aug. (WTB.) Unter großer Anteilnahme der Beuollerung aller Kreis« und Stände aus dem ganzen Londe erfolgte heute mit­tag Die Beisetzung de» früheren Groß­herzogs von Loden. In der eoanaelischen sladtkirche. in deren Schiff der Sarg aufgebahtt war, sand um 10.30 Uhr em feierlicher Gottes- b i e nft statt, an dem die Mitglieder des badischen Hauses, der König von Schweden, die Kömgtnwitwe

von Württemberg, die Großherzogin von Ludern- bürg sowie Vertreter fast aller früheren deutsthen irüriteni)äufer teilnabmen. Ferner befand«» sich der Reichscrnädrungsminister Dietrich (Baden), di« gefamu badisch, r-laatsregierung mit dem Staats- Präsidenten Dr. Remmel« an der opifte, das Präsidium des Landtags, zahlreich« Landtogsobge- orbnet« unb Berhrel«r der weltlichen und geistlichen Behörden au» Dem ganzen Land« im Irauerge- folge. Prälat Dr. Schmitthenaer hielt die Trauertebe. Rach Dem (istmcsdienst bewegte sich der L e i ch c n z u g durch die gcDrängte Men­schenmenge zum Mausoleum im Fosanengarten des früheren Schloßes, wo unter Gebet des Geist- lichen der Sarg in dic Gruft gesenkt wurde. Die Landeshauptstadt hatte Trauerschmuck ange­legt; überall wehten auf Halbmast gefegte umflorte Fahnen. Dic Straßen, durH die sich ber Irauernifl bewegte, hatten oon der 5tabtcerea(tnng einheit­lichen Trouerschmuck erhalten.

Brandstiftung

in einer Leipziger Polizeikaserne.

Leipzig. 16. Aug. (LU.) Am Donnerstag­früh gegen 5 Uhr bemerke man in Der Poli­zei k a se r n e in Leipzig-Möckern, daß aus dem Dachstuhl eines mit Mannschaften be­legten und vom Äantinentoirt bewohnten Stock­werkes Feuer schlug. In mehr al« fünfstündiger Arbeit gelang es der Feuerwehr, Den Brand wenigstens auf seinen Herh zu befdfrränfen und namentlich das Weiterlaufen De«Feuers nach unten zu verhindern. Bei Der Brand- bekämvfung machte man die Entdeckung, daß mit großer Umsicht und über zwei große Stockwerke Des Dachstuhls verteilt, wenigsten- zwölf Brandherde gelegt worden waren. Die Brandstifter hatten auch di« Schlösser der eisenten Türen -um Dachboden beschädigt, sicher­lich um di« Löscharbeiten zu erschweren. Zur Brandlegung wurden Hartspiritus und Holzwolle verwandt. Die ^rmitthingen der Kriminalpolizei haben htnsichtlich der Beweggründe für Die Brandstiftung bereit- einen ganz bestimmten Ver­dacht gezeitigt. Bi-her find neun Festnah­men «folgt.

Erinnerungstafel auf (Bteenli) Island.

Paris, 17. Aug. (WTB. FunkfpruchI Nach einer imNeuyork Herold" veröffentlichten Meldung aus Montreal ist in Greenly Island «in« Gedenk­tafel zur Erinnerung an den D 3 « a n f l u g der Bremen" gestern eingeweiht worden.

Reu« Flugpläa« L«vi»«s.

Paris, 17. Aug <WTB. Furckspruch.) Der in Paris cingetroffen« amerikanisch« Millionär und Flieger Lev ine hat erklärt, daß er gegen den 20. August in Dessau ein von ihm bestellte« Iunkersflugzeug vom Typ der ..Bremen" abhoien und noch Le Bourget überführen werde, wo er mit dem Apparat Pvvbeslüge unter­nehmen werde. I« noch dem Ausfall dieser Probefiüge werde Levine sich entscheiden, ob er einen Flug nad) Tokio und von dort nach Amerika unternehmen werde.

Der lob in den Bergen.

Pari«, 17. Aug. (WTB. Funkspruch) Wie Havas au- E h a m 0 n i x meldet, sind bei den Retttntgsorbeiten für z wei Berg st e i g er. die sich tm Gebiet des Petit Oru verstiegen haben und in 3700 Meter Höhe verweilen, zwei Genfer um- Leben gekommen. Denen es gelungen war. den Verirrten toarme Klei­dung zu bringen.

Grohfeuer in einer Garage.

Pari», 17. August. (WTB. Funkfpruch.) Noch einer Hovasmeldung aus Knocke (Belgien) ist in einer Dortigen Gorog« ein Feuer ausgebrvchen. Dem sämtliche in der Garage befindlichen 24 Auto­mobile zum Opfer gefallen sind. Der Schad«» wird auf mehr als eine Million geschätzt.

Oie Weiierlage

Donnerstag, d. 16. August 1928,7

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Gin Tiefdruckwtrbrl liegt heute über Südskandi- nankn und hat unterem Gebiet auf seiner Rück- fette menen; in falte ozeonische Luftmass en zug«- iührt. fo daß c« m Der Rocht zu lerch^n Reoen- ([en tarn und der Himmel beute morgen stark betoolft ist. TeTnperoturen find infolgedessen zu­rückgegangen. Do« Hochdruckgebiet hat sich jedoch verstärkt und wird allmählich feinen Einfluß bei uns gellend machen. ist also m Den nächsten Tagen nnt besserem Wett« zu rechnen.

W«tt«rvorau-fage für Samstag: Vorwiegend heiter. Temperaturen vorläufig men g ocränDer; und troden.

Lufttemperonirrn am 16. August: mittag» 20®rab Celsius, abends 14 Grad (lettiud; am 17. August: morgens 13L Grad Celsius. Morimum 21^ Grad Celsius, Minimum 11.4 Grad Telfius. Erdtempe­raturen am 16. August: abends 19,2 Grob Celsius: -m 17. Augu't morgens 16 Grad Celsius. Nieder- i^lng 3,5 Millimeter. Lonnenfcheindouer 2K otnnbfn.