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bann Der. der feinen Fleiß

daraus

ihres Leidens

iniqc

Retter".

bic Rentenversorgung einbezogen eine objektive Verschlimmerung

Dortmund gegen den Vczirkssürsorge ve rband Dießen wegen Srßattun!

Bewilligungen solche Be-

Klage wird insoweit ftattgegeben. als der Dez r »lüttorgeverband der Stabt Dießen ver­urteilt wird, dem Kläger 258,30 Mark für auf- ytoenbetc Pilegekosten und die weiterhin ent­stehenden Kotten zu ersetzen." Mit den Kosten M Verfahrens wurde hu ».'* bet Beklagte, zu 1 * der Kläger belastet.

Die Alpcitc Lache betrat die Klage des Be­zirk ssü r s o r ge v e r b a n d e s der Stadt

Reiseui'.terftützungs?osten sur

Heinrich Eck hold Der landwirtschattliche Ar­beiter Heinrich Eckhold halte mit seiner 9bdrau aus verschiedenen ®ut6böfcn landwirlschastliche

Erstattung von die Familie des

bt'ße und keine Beters depretsa bin. Mit dreier Südamerikanerin, die sich Korallenmoos nennt, habe ich nichts zu tun. Für zufällige Aehnlich- keitcn kann niemand etwas. Mein ehrlicher Harnt ist Heltine. meine Heimat die Deburtsinsel Rapo- leons. Meine Eroberungen innerhalb 20 wahren sind grdßer als die meines de rühmten Lands­mannes. Daraus bin ich stolz und verabscheue den häßlichen Hamen. Hel»inchen."

" Oberhesstscher Kunstverein. Die beiden Dleisttstzeichnungen von Trautschold lind nicht Digentum des Kunstvereins. sondern ge­boren Frau Professor v. Hofmann in GemS- oach. und stellen nicht Tochter erster The und zweite Frau Trautscholds. sondern b<*» von die em gemalten Alt-Dießen er Bürgers dar. dessen bei- gehängtes Porträt dem Kunstverein gehört.

Ausgebrochener Verbrecher 3n der Rächt zum Montag ist der schon oft vor­bestrafte gefährliche Einbrecher Salubski. der im Ceftcmber 1925 in Gemeinschast mit einem anderen Einbrecher nachts in die hiesige Orte- kranlcnkasie einbrang. dort aus dem Gelbschrank mittels gewaltsamen Vorgehens etwa 12 000 Mk. gestohlen hott' und deswegen erst kürzlich vom hiesigen Gericht zu 3 3obren Zuchthaus ver­urteilt worden war. aus dem Landgerichtsgesäng- niS an der Ostanlage ausaebrvchen. ohne daß diele Tat bemerkt worden ist. Der Flüchtige bat bei feinem stillen Abschied feine Schuhe und Hosenträger in dem kostenlosen Quartier bei Frau 3ustitia zurückgelassen. Hach dem gefähr­lichen Verbrecher wird eifrig gefahndet. Orts­krankenkassen und andere Geldinstitute, für die Salubski schon bisher eine besondere Vorliebe

Aus der provinzialhaupistadt.

Dießen, den 17. April 1928

Oie Gärten erwachen

Denn alles in der Hahir zum Lichte drängt, die Flügel schlägt und fich in neuer Lebenskraft regt warum sollten da die ®arten still liegen bleiben? 3m Grunde sind sie schon längst er­wacht, schon lange regt es sich in der krümeligen 9rbe. in den Würzelchen begann ein wunder­sames Leben, das Pflanzeriblut strebte zu Knospen an den zarten Zweigen von Baum und Strauch empor. Aber das ging ga iz im geheimer, vor sich, wie die Mutier natur immer still und anspruchslos wirkt und webt, nie Aufhebens von sich macht und doch Großes und Schönes schafft, gröberes und Schöneres als es je Menschen- hände vollbringen können.

Jetzt jedoch wird alles offenbar, was all bie Wochen her im geheimen vorbereitet wurde. Ganz zaghaft zwar streben die Hälmchen aus dem Boden, aber unaushaltfam. bie Knospen er schließen sich, tausendfach bricht es hervor, das

nÖDcrgdänbv getan Ix harre u*b dop er paMfnei war W hielt dies dem T vor woraus bww erklärte er habe den Brief in geöffnetem Zus stände von dem Feldwebel L. erhalten. Dies ent*

' -d) nicht der Wahrheit, da er des Brief m Wirklichkeit geschlossen von dem Gefreiten cf. bekommen hatte AachträgUch fiel dem W em. daß D ibn auf der Hürffafcrt iw die Garnison gefragt hatte ob er öfter Post von feiner Frau erhalten habe, und daß er auf feine Antwort er habe nur eine Karie be­kommen. in spöttischer Weise erklärt hatte, das fei fehr wenig, zwischen W. und seiner Fr« biirftc eS wohl nicht stimmen. Auch batte W. auf die Mitteilung seiner Frau, sie habe ihm einen Brief geschrieben und vergeblich aus And» wort gewartet den D. gefragt, ob in daß Ma­növergelände gesandte Briese wieder zurückkäm«^ wenn sie den Adressaten nicht erreicht hätten, und trotzdem batte D von dem Brief, den er für W erhallen hatte, nicht» geäußert Auffallend war eS auch, daß D. den Brief de» W ver­brennen wollte, damit die Sache aus der Well wäre D Wellte die» zwar alles in Abrede, allein da» Gericht gelangte trotzdem au der Lieberzeugung, daß D den Brie, vorsätzlich und unbefugt geb' net habe Mit Hürfficht auf feine fehr gute Führung kam er mit einer Geld­strafe von 25 Mark davon

nicht nachgewiesen werden kann.

von VersorgungSgebühmissen sind an schädigte mit Wirkung vom 1. Oktober 1927 an auSzusprechen. wenn die Voraussetzungen zu diesem Zeitpunkt bereit# vorgelegen haben. GS wird aber daraus hingewiesen. daß nur abge­fundene 20-prozentige hiervon betroffen werden.

" Wohltätlgkeitskonzerke in der Hervenklinik. Man berichtet uns: Am ersten

Berliner Börse.

Berlin, 17. April (WTB Funkspruw., Bei fehr stillem Geschäft ist man im heutigen Frühoerkehr noch zurückhaltend. Die Tendenz bleibt undurchsichtig, doch scheint man nach den starken Rückgängen am gestrigen Dorsenschluß, die sich abends ' Frankfurt teilweise noch fortgesetzt haben, eher mit einer Er­holung zu rechnen. Man nennt Farben 264 zu 264,5, Siemens etwa 297 und Karstadt 245 Geld. Am De­visenmarkt hört man Paris 124,02, Mailand 92,48, Spanien 29,03, das Pfund 488,40 und den Dollar 4,1810.

Sprechstunden der Redaktion

12 bte 1 Uhr mittags. 5 bii 7 W pachmittaOs Sam «lac nachmittag gef chlosteu.

Tageskalender für Dienstag: Stabttheater: 8 Uhr: .Din bafferer Herr' «Ende 10 Uhr) Männer- und Frauen-Vereinigunq der Matthäusgemeinde: 8 Uhr. Gemeindesaal. Klrchstraße 9, Hauptversammlung. Palast- Lichtspiele: 5 Uhr nachmittags und 8 Uhr: Filmvorttag von Kapitän Breithaupt »Aus der tropischen Heimat des Golfstromes". Licht­spielhaus Bahnhofstraße .Die heilige| Ast oria-Lichtf viele: .Blitz. der vier?

____ bat, vor bem Wunder, freut sich, daß leine Mühe nicht vergeblich war. prüft das rasche Hervorbrechen deS einen Samens tmb dort das zögernde Derweilen des andern. All die Wochen über hat er ja seine Zeit darauf I verwendet, all*# vvrzubereitsn. daß der Frühling ! m feinen Garte» prangend einziehen kann. Aufs sorgfältigste wurde erwogen, wie man pflanzen, welche Gattung man wählen würde. Fast jedes Krümchen Erde wurde durch die Hand gefleht. wie ein Lieblosen des heiligen Mutterbodens war ,s Und jetzt spendet er fein freundliches Grün, letzt lohnt er mit der ersten Srsüllung schöner

Die Dienftstunden des Polizei« amtS für den Publikum verkehr sind ab 1. Mai von 7'/, Uhr norm, bis 12'/, Uhr mittags und von 2'/. biS 5v, Uhr nachmittags. Samstags von 71/, biS 12' , Uhr mittags. Für SamStag- nachmittags ist in der Zeit von 4 , biS 51/, Uhr ein Gildienst eingeführt, bei dem aber nur An­träge. die unaufschiebbar sind, erledigt werden können

Die Gießener Konfirmanden. Am vorigen Sonntag sanden hier bic letzten Äonfir» mationflfeiem statt. Die Gesamtzahl der dies­jährigen Konfirmanden beträgt 403, darunter lind 200 Knaben und 203 Mädchen. Sie verteilen sich auf die Sinzelgemeinden wie folgt: Mak- thäuSgemeinde 4o Knaben, 50 Mädchen gleich 96; MarkuSqemeinde 32 Knaben, 39 Mädchen gleich 71; Lukasgemeinbe 71 Knaben, 75 Mädchen gleich 146, 3ohannesgemeinde 39 Knaben, 23 Mädchen gleich cz, Luthergemeinde (östlicher Teil der seit­herigen 3ohannesgemeinde) 12 Knaben, 16 Mäd­chen gleich 28.

®in Anlagenkonzert unsererMi« litärkapelle findet morgen. Mittwoch, 4.30 Uhr (bei günstiger Witterung), in der Süd- anlage statt. Die Musikfolge ist: 1. Marsch I, Ar. 1 von König Friedrich ll. (1741). 2. Ouver­türe zu .Ein Sommemachtstraum" von F. Men- delssohn-Bartholdh. 3. Armeemarsch II. Hr. 210, .Der Torgauer Parademarsch". 4 Drohe Fan­tasie aus Cer Oper .Die Götterdämmerung" von H. Wagner 5. Anr.cemarsch II. Ar. 207. Bom- bardonmarfch auS Motiven der Oper .Das goldene Kreuz" von 3. Brüll.

Personalien. 3n den Ruhcstanb ver­setzt wurde der Studienrat am Landgras-Lud- wigL-Gymnasium zu Gießen Prc^ Paui Helm­ke auf fein Hachsuchen vom 23. April ab ernannt wurden der Schulamtsanwärter Georg Qiller ans Hodenberg. Kreis Friedberg, zum Lehrer an der Volksschule zu Gambach. Kreis Friedberg, mit Wirkung vom Tage des Dienst­antritts ab; der Lehrer 3ohanne« Alt zu Eichel!achsen, Kreis Schotten, zum Lehrer an der Volksschule zu Roßdorf. Kreis Darmstadt, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts ab.

"Einehochbetagte Gießenerin. Heute begeht Frau. Lotlc stracker, Am Äugel- berg 39 bei ihrem Sohne wohnend, die Feier ihres 86. Geburtstages. Die feit 1921 verwitwete Greisin erfreut sich nmh der beiten fÖrperlid)en und geistigen Frische

Straßensperrungen. Wie der Ober- hessische Automobilklub mitteilt, werden folgende Landstraßen gesperrt Straße^ Lauterbach- Pli tz e n r o d im Zuge der Straße Lauterback) Herbstein (vom 18 April bis aus weiteres), Umlei­tung über Frischborn bzw. NutzlosAngersbach. Sttaße Landenhausen Müs im Zuge der Straße LauterbachFulda (ab 23. April bis auf weiteres), Umleitung über SalzschlirfGrohenlüder

" Vom Läusköpschen. Ts schreibt uns: .Frau Klara Balser hat mir in dem Artikel im gestrigen .Gieß Anz." einen Hamen an» gehängt, gegen den ich als reinliche Kreatur flammenden Protest erhebe. Um die Schwere dieser Beleidigung deutlich zu machen, fei be- 1 merkt daß ich in Deutschland .BlumenmooS"

Erwartungen. '

Hicht lange, so werden die ersten Blüten im Winde schwanken. Bienen und Falter werben von einer zur anbern schweben, Duft und Freude wird von den bunten Sternen ausstrahlen, und die stille Freude wirb wachsen zur Beglückung. Mit prüfendem Auge wird der Gärtner den Weg verfolgen, den die Schlingpflanze nimmt, bie eine grüne Mauer ausrichtet zwischen dem kleinen Reich bescheidener Freude unb der lauten Welt I draußen. Hnb bas bunte Giland hoffen, ber sich I ein Stück Heimatboden zum köstlichen Besitz go- macht Hal. wird ihm um keinen Preis feil fern. I Wie eine Befriedung ist eS. die lauten Stimmen I schweigen hier, und selbst das fröhliche Lachen munterer Kinder klingt verhaltener trotz aller Foeiheit. die ihnen geschenkt ist. Die Unfreiheit, die so viele sesthält. hier ist sie zur Freiheit geworden, jeder ist Herrscher in fernem kleinen Reich, jeder ist Schöpfer, denn seine Hände be­reiteten ja den Boden, baß er mit Blütenfülle bdd :nlen konnte. Besitzersreude und Bositzerstvl; 1 werden hier lebendig, erfassen und erfüllen den I Menschen, daß er sich auf die Heine Freude befimit und doch größer denken lernt. Denn manche guten Gedanken fallen in die Einsamkeit und Stille eines solchen Gärtchens em wie Sommervögel. die eines Heftes bedürfen. O. S.

Wann kann das Krankengeld versagt werden?

Die Vorstände unb Ausschüße können in Ote Satzung ber Krankenkasse Dorschristen aufnehmen, bie den Anspruch auf Krankengeld versagen, wenn Mitglieder bie Kasse durch eine strafbare Hand­lung geschädigt haben, die mit Verlust ber bürger­lichen Ehrenrechte bebrobl ist. Die Versagung kann sich in solchem Falle nur auf bie Dauer eines 3ahreS nach der Straftat erstrecken.

Hat sich ein Mitglied eine Krankheit vorsätzlich | ober durch schuldvaste Beteiligung bei Schlä- I gerelen ober Haushändeln zugezogen. so kann bie Satzung auch in diesen Fällen die Zahlung von Krankengeld für die Dauer dieser Krankheit versagen. Ts ist auch zulässig, daß die Organe ber Krankenkassen den Anspruch auf Krankengeld in solchen Fällen nicht ganz, sondern nur teilweise versagen, daß dem Mitglied also ein bestimmter Betrag an Krankengeld trotzdem ausgezahlt wird. Unzulässig Ist es. außer dem Krankengelde die Krankenpfleg.'. Wochenhilse ober das Sterbegeld zu versagen. Auch hinsichtlich deS Hausgeldes, bas den Angehörigen bei Krankenhauspflege zu zahlen ist. ist eine Beschränkung nicht möglich. Die ganze oder teilweise Versagung des Kranken­geldes bezieht sich lediglich auf schuldhafte Be­teiligung bei Schlägereien oder Sauf« Händeln. Voraussetzung des Tatbestandes ber Schlägerei ober des RaufhandelS bildet die wechselseitiae widerrechtliche Tätigkeit der Be­teiligten Es genügt nicht, wenn nur ber eine Teil zu Tätlichkeiten übergegangen ist. sondern eS muß eine gegenseitige AngnffStättgkeit. ein auf Körperverletzung gerichtetes ®egenübertretcn mehrerer Personen vorgelegen haben. Hotwehr scheidet habet aus. Zieht sich ein Mitgc/lieb eine Krankheit (Unfall) z. B. bei einem Diebstahl zu. so kann in einem solchen Falle die Zahlung von Krankengeld nicht versagt werden. Bei Folgen eine» Selbstmordversuchs kommen die beschrän­kenden Vorfchristen des Gesetzes in Betracht DaS Reichsversicherungsamt hat in einem Urteil »eftgelegt, daß eine Krankheit, bie sich ein Ver­sicherter bei einem im Zustande der Zurechnung»- »ähigkeit vorgenommenen Selbstmordversuch zu- gezogen hat. als vorsätzlich herbeigesührt anzu- eben ist.

E» wird im übrigen der Prüfung des Tinzel- falles bedürfen, ob sich das Mitglied die Krank- teil .vorsätzlich zugezogen' hat oder an einer 'tauferei oder Schlägerei .beteiligt" war.

provinzialausschuß Oberhessen.

Der Provinzialausschuh ber Provinz Ober- h ssen verhandelte in feiner öffentlichen Sitzung . o;.i Samstag über folgende Angelegenheiten:

Die Klage des B ez i r k S f Ü r f o r g eve r- bandes ber Stadt Heidelberg gegcn^ den Bezirksfürsorgeverband der Stadt Gießen auf Erstattung von Pslegekoften für Gisela Spanknebel. Der Be'.irksfürforgever- ?anb ber Stadt Heidelberg hat das Kind Gisela opanhucbe! vom April 1926 an unterstützt und ErstattungSanspruch bei dem Bezirkssürsorgever- band der Stadt Gießen beantragt, weil sich die Kindesmutter vom 15. August 1923 bis 15. Ok­tober 1925 in Gießen aushielt und ihr Kind innerhalb 6 Monaten nach ihrem Wegzug von Dießen in Heidelberg der öffentlichen Fürsorge anheim fiel. Der Beklagte lehnte den Erstat- tungsmrspruch ab mit der Begründung, daß in Hewelbera eine armenrechtliche Hilfsbedürftig-- Beit im Sinne der Fürsorgepf lichtverordirung nicht Vorgelegen habe. Der ProvinzialauSschuß er­kannte nach Beweisaufnahme zu Hecht .Der

Buntes Allerlei.

Um DürersHofentrauifeft".

Zu Gerüchten über den angeblich bevorstehende« Berkaus des Bildes o f e n f r a n a f e ft non Alb recht Dürer ins Ausland, er sahn eine Prager Korrespondenz, daß das Bill» nicht nach Amerika, von wo ein Angebot in Höhe von einer Million Dollars oorliegl, verkauft wer- den dürfte, sondern eher nach Deutschland, und zwar zugleich gegen Abgabe gewisser Bohemien aus beutfd)cn Museen. Es l-andell fich dabei um die Gläßer Madonna, die Eigentum des Kaiser- Friedrich-Museums in Berlin Ist, und um den sog. Mühlhausener Altar, ein Bild, da» sich Im Stuttgarter Museum befindet. Die Lerhandlungen über diesen lausch seien in vollem Gange und die Tschechoslowakei wird zweisellos darauf elngehen. da diese beiden seltenen Denkmäler für die tschecho­slowakische Kunst größeren Wert besitzen al» ba» Durer-Werk. Auch der Konvent de» strahowcr Klosters, in dem sich das Dürerbild zurzeit befinde, dürste In den Berkaus einroiUlgcn, um so mehr, al» sich im Kloster eine vollendete Kopie de»Hofen- kranzfestes" befindet

Vorsicht bei Auswanderung nach Amerika.

Wie dem Deutschen AuSlandSinftttut in Stutt­gart aus Acuyork geschrieben wird, herrscht in den USA zur Zeit große Arbeitslosig­keit. Täglich fommen 200 biS 300 Arbeits­suchende in die Geschäftsstelle der .Deutschen Gefeitschaff in Aeuyork. Die Gesellschaft hat im letzten Berichtsjahr zur Linderung von Hol unb zur Behandlung von mittellosen kranken Landsleuten 30 000 Dollar- auSgeaeben Daß oeutsche Auswanderer drüben schnell eine aut« Stellung bekommen, trifft nur für Angehö­rige bestimmter Be r u f s g ru ppe n zu, meist gelingt eS drn Sin gewanderten kaum, sich vor gän-licher Arbeitslosigkeit durch Annahme bescheidenster Unterkommen zu schützen. Die Auswanberung rm. "it vorberaten werden. Da- iu leistet das .D r Auslandsinstitut" Bei­stand.

Verhängnisvolle Brände in den vereinigten Staaten.

3n Altoana (Pennsylvanien- kamen bei einem Brande, ber das Wohnhaus eines Steinbruch­arbeiters cinäscherte, dessen Frau, sechs Kinder unb sechs Hochzeitsgäste ums Leben. Unter den Toten befinbet sich eine Tochter des Steinbruch- orbeiiers unb deren Hlann, die am SarnStag ihre Hochzeit gefeiert hatten. 3n Atlantic Lity wurde das an ber Strand Promenade ge­legene Hotel 3requoiS burch Feuer teilweise zerstört Hach den bisherigen Feststellungen fiel dem Feuer ein Menschenleben zum Opfer. Heun Personen wurden verletzt mehre« werden noch vermißt.

Da» Lifenbahnungtück von Langenbach.

Born Großen Schwurgericht als Berufungs- instanz wurde nach zweitägiger Derhandluna der Aotlensührer Johann Förtsch aus WooSourg. der vom Schöffengericht Freifing zu sechs Mo­naten Gefängnis verurteilt worden war. weil -r durch pflichtwidriges Verhalten t?i Gleisarociten am 13. August 1926 das schwere Eisenbahnunglück bei Langenbach verschuldet hatte, freigesprochen. DaS Urteil des Schössengerichtrs Freising wurde aufgehoben und bic Kosten der ersten unb zweiten 3nstanz ber Staatsiafle auferlegt. 3n der Urteilsbegrün­dung heißt es. bic Frage ob Fahrlässrgkeit vorliege, könne das Gericht nicht bejahen, da eS auf dem Standpunkte stehe, daß der AngeNagte der Meinung war. daß bie von ihm ungeordneten Sicherheitsmaßnahmen eine genügende Sicherheit gewährten.

Kleine Strafkammer Wetzlar.

L Zwei Caixböirtc aus Erba (Vater und Sohn) fochten daS Urteil 1.3nstanz. ba# sie wegen gefährlicher KörperverletzunO zu 300 Mark Geldstrafe bzw. drei Monaten Ge­fängnis verurteilte, an. Beide Angeklagte Ware» beschuldigt, im vorigen Herbst in Srda einem Arbeiter von da ber im Verfahren als Heben­kläger auftrat, mißhandelt unb an ber Gesund­heit geschädigt zu haben, inbem sie ihn mit Knüppeln bearbeiteten, wodurch er längere Zett arbeitsunfähig war. Das Berufungsgericht er­mäßigte die Strafen aus Geldstrasen von 50 bzw. 100 Mark, hils-weise für je 5 VN ein Tag Gefängnis Beide AngeNagte nähme« Mele Strafe an.

Ofterfelcrtag konzertierte der Klein-Lin­dener Pofaanenchor in der Hervenllinik. Das ausgestellte Programm fand regen Beifall. Der Thor bot eine ausgezeichnete Leistung. Be­sonders seien hervorgehoben der Ghoral .Macht aus das Tor der Gerechtigkeit" von W K'ein und ^Triumph. Triumph" kMelodie Darmstadt 1890). Am zweiten Feiertag gab ber Gesangverein .Heiterkeit" Gießen ein GesangSkonzert. welches gleichsallS vorzüglich auSgeführt wurde. DaS Sttmmenmaterial unb die Schulung des Thors stehen auf beachtlicher Höhe Ts wurden zur Aufführung gebracht und mit regem Beifall ausgenommen .Die Sonn' erwacht" non Weber. I ,3ägergrüf)e" von Sonnet, .Hachtzauber" von Storch, sowie weitere bekannte Volkslieder. Die Pattenten, die beiden Vereinen sehr dankbar sind, werden die eindrucksvollen Darbiett'ngen der Oftcrfeiertagc in ihrem ferneren Leben im Gedächtnis behalten.

" Bund der hessischen Leibgar­bisten. Die WiedersehenSfeier unb Denkmals- weihe deS ehemaligen Hessischen ßeibgarbe-3nf. Hegt Hr. 115, zu ber 1921 bei dem 300 jährigen 3ubitäum der Grundstein zum Denkmal gefegt wurde, findet vom 18.-20. August zu Darmstadt statt.

Kirche und Schule.

)( Ortenberg. 16. April. Unserer Kirche wurden an Ostern zur Erinnerung an bic Kon­firmation ihrer Äinber unb an bie eigene Kon­firmation zwei wertvolle Leuchter ge­stiftet. Der Entwurf ist von Professor Xubolf | Koch (Offenbach), die Ausführung von Bild» , Hauer Schönwand (Treysa). Dem Künstler ; war bic Aufgabe gestellt worben, den Glauben an b;n dreieinigen Gott zur Darstellung zu bringen. Die Aufgabe wurde in eindrucksvollster Weile dadurch gelöst, daß auf einem wuchtigen Sockel aus reinem Weffing sich drei starke Säulen erheben, die die breite Schale mit den Kerzen tragen. Auf dem Fuß und den Säulen sind die Sprüche eingraviert: »Heilig, Heilig. Heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande find feiner Ehre voll" unb .Die Gnabe unseres Herrn 3esus Ehriftus unb die Liebe Gottes und die Gemein­schaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen". Die Leuchter fanden auf dem Hochaltar Auf­stellung und sollen bei besonderen Gelegenheiten benutzt werden. Das Altarbild des Malers Hoack. das im 3ahre 1861 der Kirche vom Großherzog für das wunderbare Altarbild auS der inittelrheinischrn Schule, das jetzt im Museum zu Darmstadt aufgeftetlt ist, geschenkt wurde, wirkte auf dem breiten Hochaltar etwas zu schmal. Durch die Aufstellung der Leuchter auf beiden Seiten des Bildes ist die Lücke ausgefullt. dcr Eindruck des Altars wesentlich gehoben unb die Kirche um einen wundervollen Schmuck be­reichert Sin altes Kruzisix. das bisher unbeachtet in der früheren Sakristei bei Kirche stand und nach der Meinung von Sachver­ständigen sehr werwoll ist. soll nach Aufbrin­gung der Mittel, ebenfalls erneuert (ein Ent­wurf von Kirchenmaler Belte liegt bereits vor. ein zweiter von Kunstmaler Frres ist in Vorbereitung, unb im Thoröoge-n der das Schiff vom Thor der Kirche trennt, aufgehängt werden. Es wird ebenfalls sehr zur künnlerifchen Aus­stattung unlerer Kirche beitragen

Amtsgericht Gießen.

Gießen. 11. April. Während das hiesige AeichSwehrbataillon im letzten Septem­ber in der Höhe von Kassel im Manöver war sandte bie Ehefrau bes Obergefreiten W an bieten einen Bries, ber bei ber Postausgabe an Öen mit W. zusammenliegenben Obergefreiten D zwecks Ablieferung an ben ersteren ausgehändigt wurde. D. übergab dem W. den Brief nicht, da er ihn angeblich vergessen hatte. Einige Tage nach der Hückkeyr nach Gießen sah W. aus der Tasche des in bet Geschirrkammer hängenden Mantels des D. einen Brief herausgucken. Da ihm bie Schrift darauf bekannt war. zog er ihn aus der Tafche heraus unb stellte fest, daß eS der Brief war. ben feine Frau ihm in daS Ma-

Arbciten verrichtet und war. nachdem er im Kreise Springe arbeitslos geworden war. aus der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle auch durch Gießen gekommen unb hatte bei dem Wohlfahrtsamt der Stabt Gießen um Heile- unterstützung nachgcfucht. Diese- stellte ihm Heisegelb für bic Fahrt nach Dortmund >ur Verfügung. 3n Dortmund an gekommen, bean­tragte er beim städtischen Wohlfahrtsamt bic Bewilligung von Heifegelb zur Wciterreife nach Springe. Ser Bez rksfüttorgeverbarb der Stadt Dortmund bezahlte für die Familie 2'Fahr­karten nach Springe und gewährte ein Zehrgeld. Er wandte insgesamt 22.25 Mark auf und ver- lanatc hiernach Ersatz von dem LandeSfürkorgc- vervand Helfen mit der Behauptung, baß her Bczirkssürforgevcrband Gießen ungerechtfertigte Abschiebung getätigt habe Die Klage wurd" als unbegründet zurückgewiesen und der Kläger mit ben Kosten b«s Verfahrens belastet.

Take« für Mittwoch IS. April.

Sonnenaufgang 4b9 Uhr, Sonnenuntergang 1U.01 Uhr. Mondaufgang 4.45 Uhr, Monduntergang 16 34 Uhr.

1521: Luther auf dem Reichstage zu Worms: 1843: der Theologe Ernst Drnanber m Halle an der Saale geboren (gestorben 1922).; 1864: die Preu­ßen erstürmen die Düpocler Schanzen-, 1873: ber Themiker Justus von öiebig in München gestorben (geboren 1803); 1892: ber Dichter Friedrich von Bodenstedt in Wiesbaden gestorben (geboren 1819); 1906: Erdbeben in San Franzisko

Gkfcciier ^ochcnmarktprcisc.

Ts kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 180 bis 190. Matte 30 bis 35, Käse 60 bis 140. Wirsing 40 dis 45. Weiß­kraut 25 biS 30. Rotkraut 40 bis 45. gelbe Hüben 25, rote Hüben 15 bis 20, Spinat 25 biS 40. Untcr-Kohlcabi 12 bis 20. Grünkohl 30. Feld­salat 150. Tomaten 130, Zwiebeln 30. Meer­rettich 40 biS 100. Schwarzwurzeln 80 bis 90. Rhabarber 30 bis 40. Kartosseln 4 biS 5, Aepsel 12 bis 20. Suppenhühner 100 viS 130; das Stück: Eier 10 biS 11. Blumenkohl 60 biS 180. Salat 40. Calatgurfen 120 bis 130 °aiub 5 bis 30. Sellerie 20 bi» 100; das Bund Radieschen 20 bi» 30Pf.

Bornotizen.

zeigte, mögen auf ber Hut fein!

" Zur Versorgung abgefunbener Kriegsbeschädigter Hach einer Mit­teilung des Reichsduiides der Kriegsbeschädigten können Kriegsbeschädigte, bic seinerzeit mit einer Rente von 20 Prozent abgefunben worben sind, jetzt aber durch die Vorlage ärztlicher Zeug­nisse den Hachweis führen, daß ihre Erwerbs­minderung 25 v. H oder höher ist, wieder in werden, wenn