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war. Es darf die Hoffnung ausgesprochen werden, daß auch unsere Industrie- und Handelskreise diesen schnellen Frachtweg ausnützen.

Oberheffen.

LanL7.ris Gießen.

OOKlein-Linden, 16. März. Aus der öffent­lichen Gemeinderatssitzung vom Donners­tagabend ist als bemerkenswert zu berichten: Baurat Steinbach (Gießen) und Kulturinspektor Frie- d e l (Gießen) erstatteten in zweistündigem Bortrage Bericht über die geplante Wasserleitung und Kanalisation. An Hand der vorliegenden Pro­jekte wurde der Anschluß an das Wasserwerk der Stadt Gießen und die eventuelle Versorgung aus eigener Quellanlage erörtert. (Wir kommen auf die Angelegenheit noch zurück.) Der Gemeinüerat traf noch keine Entscheidung über die beiden Projekte. Das Gesuch der Freiwilligen Feuers- Wehr um Gewährung eines Zuschusses zur An­schaffung von Ausrüstungsgegenständen wurde ge­nehmigt und ein Betrag von 200 Mark bewilligt. Einem hiesigen Einwohner werden im Dorfinnorn zur Erweiterung seiner Hofreite 40 bis 30 Quadrat­meter minderwertigen Landes zum Preise von einer Mark pro Quadratmeter überlassen. Der An­tragsteller trägt sämtliche Kosten der Ueberschrei- bung. Die Besetzung der ausgeschriebenen Stells eines Feldschützen, für die 23 Be­werbungen eingelaufen waren, wurde nicht vorge­nommen, da der Gemeinderat am Schlüsse der Sitzung infolge Weggangs einiger Mitglieder nicht mehr beschlußfähig war.

n. Grotzen-Linden. 17. März. Ludwig Menges II., imRitter" dahier, der im l.hess. Infanterie-Regiment den Feldzug 1870'71 mit­machte, vollendet am nächsten Montag sein 8 0. Lebensjahr. In hiesiger Gemeinde leben noch 70 Personen, die das 7 0. Lebens­jahr zurückgelegt haben.

* 2 o Eta t, 16. März. Dieser Tage wurde dem Mitglied der Freiwilligen Feuer­wehr Lollar. Peter Freudenberger, das ihm von dem Ministerium des Innern verliehene Ehrenzeichen für 25jährige Dienst­zeit durch Kreisfeuerwehrinspektor Dickorä überreicht.

Daubtingen. 16. März, Unser Ge­sangvereinS ä n g e r l u st", Mitglied des Deutschen Arbeiter-Sängerbundes, veranstaltete im dichtbesetzten Saale von Johann Emil Schäfer ein wohlgelungenes Konzert. Die Kapelle Krengel -Gießen leitete den Abend mit dem. sehr beifällig aufgenommenen Hochzeitsmarsch aus der Oper ..Sommernachtstraum" ein. Hierauf folgte ein Chor der SängerlustDas ist der Tag des Herrn". Dann erledigte sich das Pro­gramm in rascher Folge mit einigen Einlagen der Kapelle Krengel. Vor allem seien hier die Soli des Herrn Kehrmanu und des Herrn Topp erwähnt, die ebenfalls mit lebhaftem Bei- fall aufgenommen wurden, und zu weiteren Ein­lagen der Kapelle führte. DieSängerlust" unter Leitung ihres Chormeisters Heinrich Ricolai- Grohen-Vuseck brachte eine Anzahl schöner Chöre, zum Teil unter Mitwirkung der Kapelle Krengel, zu Gehör. Alle Gesänge zeugten von bester Schu­lung und großem Verständnis der Sänger, die hier wieder zeigten, daß sich die Daubringer Sängerlust" überall sehen lassen kann. Die Sän­gerin Frl. Täubert - Gießen trug einige schöne Lieder in bester Weise vor und erntete ver­dientermaßen lebhaften Veifall. DieSänger- lust" kann auf dieses Konzert mit Stolz zurück- schauen.

f Mainzlar, 16. März. Vei der gestern im hiesigen Gemeindewald stattgehabten R u tz - Holzversteigerung waren zahlreiche Käu­fer, auch von auswärts, erschienen. Es kosteten Kiefernstämme-Abschnitte je Festmeter 65 Mk., Fichtenstämme-'Abschnitte 50 Mk., Fichten-Derb- ftangen 30 Mk. und Eichen-Derbstangen 30 Mk. Von den ebenfalls zur Versteigerung kommenden 270 Raummeter Fichten-Ruvreisig blieb noch Rückstand. Hier kamen 3 Raummeter auf durch­schnittlich 5 Mark.

JTreis a. t>. Lda., 16. März. Auf Einladung der hiesigen Raisfeisengenoffenicha t prach in der Wirtschaft von Rickel der Leiter der Landwirtschaftlichen Veratungsstelle Darmstadt, Diplomlandwirt Dr. Ernst R i g g e über Kalk­düngung. In sehr lehrreichem Vortrage zeigte er, wie wicht g diese gerade bei den sauren Böden unserer Heimat ist, um sie zu verbessern und e.tragsfähi-er zu machen, und erklärte ein­gehend die richtige Art der Anwendung des Kalkes als Düngern t el. Reicher Beifall lohnte den Q3o.tragenden. Der Vorsitzende des hiesigen Raissefsenvereins. Kaspar Euler, wies dar­auf hin, daß he. t^ mehr denn je ein rationeller Bet.ieb der Lanowir s haft not tut, und daß deshalb jeder Landwirt bestrebt fein muß, das äußerste aus dem Booen herauszuholen, was von nachha t.gerem Ruhen ist als alle Rot« standskreö t: ufw.

y. Londorf, 16. März. Auf die hiesige Pfarrstelle wurde von den Präsentatoren, den Freiherren von Rordeck zur Rabenau, der Pfarrer Philipp Bühler, zur Zeit in B i n- genheim, Kreis Büdingen, präsentiert. Die Bestätigung durch das Kirchenregiment steht noch aus, doch kann mit dem Aufzug des neuen Pf arrers nach Ostern gerech et werden. Pfarrer Bühler, der 52 Jahre alt ist, stammt aus Birkenau. Kreis He rpenheim. hat aber seine ganze Dienstzeit in Oberheffen verbracht. Er war lange Jahre Pfarrer in Bobenhausen II bei Ulrichstein und hatte dann fast 10 Jahre das Pfarramt der Gemeinden Bingenheim und Bisses in der Wetterau. Zu der Pfar.e: Londorf ge­hören außer dem Mutterorte noch die Filialen Kesselbach, Allertshausen und Climkach.

Z Grohen-Buseck, 16. März. Die eine Gruppe der hiesigen Fortbildungsschule für hau-wirtschaftlichen Unterricht in der der letzte Jahrgang der Fortbildungs­schülerinnen von Alten-Buseck. Rödgen und Oppenrod vereinigt ist, hatte für Don­nerstag nachmittag zu einer kleinen Schluß - feier eingeladen, an der auch die Mütter der Schülerinnen teilnahmen. Rektor Inderthal begrüßte die Gäste und gab feiner Freude dar­über Ausdruck, daß ihm nun Gelegenheit ge­geben fei, einem größeren Kreis von Inter­essierten Einblick in die Arbeit der Kochschule nach der theoretischen und der praktischen Seite hin nehmen zu lassen. Die jungen Mädchen gaben dann recht flott Auskunft über hauswirtschaft­liche Fragen, die Frau Schneider, die tech­nische Lehrerin, im Laufe des Jahres mit ihnen behandelt hatte. In dem anschließenden Kafsee- stündchen wurden von den Mädchen zubereitete Kuchen und Torten gereicht, die von solcher Art waren, daß sie selbst einer tüchtigen, erfahrenen

Hausfrau Ehre gemacht hätten. Es war ein guter Gedanke, auch einmal die Mütter zu einer solchen Schlußfeier zu bitten; sie werden sicher erkannt haben, daß in der Fortbildungsschule treffliche und nutzbringende Arbeit geleistet wird, daß Dinge an die jungen Menschenkinder herange­bracht werden, die sie später ein,ach wisfen und können müssen. Es wird gewiß niemand annehmen, daß sie später als Frauen jeden Tag Kuchen und Torten backen werden; aber die sachgemäße Be­handlung und Verarbeitung der notwendigen und zur Verfügung stehenden Lebensrnittel sollten einem jeden geläufig werden. Der Kochunterricht, wie er in der Busecker Fortbildungsschule betrie­ben wird, leistet in dieser Hinsicht Gutes, man darf vielleicht sogar sagen Vorbildliches.

* Watzenborn-Steinberg, 16. März. Die Familienfeier des Kriegervereins, die bei Kamerad Gg. Sommerzum goldnen Löwen" in Watzenborn stattfand, nahm einen sehr schönen Verlauf. Der 1. Vorsitzende, Kame­rad Schäfer, begrüßte in herzlichen Worten die zahlreich erschienenen Gäste. Er gedachte in ernsten Worten der gefallenen Kameraden und endete mit dem LiedIch Ijatt' einen Kame­raden". Hierauf ergriff Prof. Dr. 21. Ära em er (Gießen) das Wort und schilderte in längeren Ausführungen das Kriegervereinswesen; er er­mahnte die jungen Leute, sich zusammenzuschlie­ßen zu einer Iugendabteilung, und dann später als ordentliche Mitglieder in den Kriegerverein einzutreten. Sodann überreichte er zwei Ka­meraden. Balth. Heß Hl und Johannes Brückel XII. im Auftrag des Präsidiums das Hassia-Ehrenkreuz und dankte ihnen für ihre Dienste, die sie dem Kriegervereinswesen bis dahin gewidmet haben. Ein flott gespieltes TheaterstückAus der Hölle in Marokko entron­nen erntete großen Beifall. Kamerad R e u - rath von Klein-Linden verschönerte die Feier noch durch seine Vorträge. Die Pausen wurden von der Kapelle Heß durch sehr schöne Kon­zertstücke ausgefüllr. Der 1. Vorsitzende sprach allen, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben, herzlichen Dank aus.

* Grüningen, 16. März. Dieser Tage ging das neben der Turnhalle gelegene Bau­gelände des Heinrich Christ. M a r st e 11 e r zum Preise von 4000 Mark in den Besitz des Adam- Jsheimschen Gesangvereins und des T u r n v e r e i n sG u t H e i l" in Grüningen über. Nachmittags um 2 Uhr waren die Mitglieder beider Vereine zur Herrichtung des Sport- und Fest platzes angetreten. Nachdem die Einzäunungs­arbeiten vollendet waren, ergriff der Ehrenvorsitzende des Gesangvereins, Mohn, das Wort und wies aus die Bedeutung dieses Geschehens hin, das das größte Ereignis in der Geschichte der Vereine seit Erbauung der Sing- und Turnhalle fei. Nach Darlegung der finanziellen Schwierigkeiten richtete Mohn folgendes Zitat von Friedrich von Bodenstedt an die Mit­glieder:

Geschlechter kommen und, vergehen,

Doch bleiben die großen Taten und guten Werke, Die wirkungsvoll zu neuer Größe treiben.

Der Völker höchster Ruhm und höchste Starke, Die Rohen mag das Rad der Zeit zerreiben, Sie sind nicht wert, daß sie die Nachwelt merke. Nur der verdient ein Denkmal groß von Erz, Der selbst sich eins setzt im Völkerherz."

Der Redner schloß mit einem Hoch auf die Turnerei und das deutsche Lied.

V Lich, 16. März, Die Vereinigung der Kampfgenossen, eine völlig neutrale Ver­einigung ehemaliger Kriegsteilnehmer aus dem Weltkrieg und aus dem Krieg von 1370'71. hielt am Mittwochabend im Lokale des Gastwirts Jakob Eise ihre diesjährige Generalver­sammlung ab. Der Vorstand mit de.n Vor­sitzenden Wilhelm Weigel an der Spitze wurde einstimmig wiedergewäh t. Cs wu-de beschlossen, zu Ehren der Veteranen von 1870/71, dm Tag von Gravelotte (18. August.) mit einer Familien­feier zu begehen. Die beiden A^tveteranen von 1870/71 find Polizeidiener i. A. Heinrich Schmidt und Bäckermeister Heinrich Petri.

# Hungen, 16, März. Die 34. ordentliche Generalversammlung der Molkerei­genossenschaft Hungen sand am Mittwoch im SaaleZur Traube" statt. Sie war außerordent­lich stark besucht; über 300 Genossen rohren an­wesend. Geleitet wurde die Versammlung von dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Beig. Wolf (Wohn- bach). Molkereioerwakter Puth verlas den Ge­schäftsbericht, aus dem folgendes mitzuteilen ist: Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 4 962 326 Liter Vollmilch von den Mitgliedern zur Molkerei geliefert, täglich durchschnittlich 13 800 Liter, das sind 758 000 Liter mehr, als im Jahre vorher. Dafür wurden 853 314 25 Mk. ausbemhlt, ein Mehr von rund 27 000 M?. oegen das vorhergehende Geschäfts­jahr. Nicht alle eingelieferte M'lch ist zur Verarbei- tunn gekommen, her größere Teil kam als Frisch­milch in die Städte Frankfurt a. M.. Hanau und Offenbach. Infolge rationeller Diehwirtschaft steigert sich die Milchanlieferung immer mehr, so daß jetzt täalich über 16 000 Liter der Molkerei zuaef"hrt werden, was eine Steigerung von etwa 2000 Liter gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres, aus» macht. Die Mitaliederzabl hat sich von 1089 im Jahre 1926 um 44 auf 1123 erhöbt, die fkiftfnmme ist dadurch um 1700 Mk. auf 56 150 M*. <"ch' ht, das Geschäftsguthaben beträot nun 11 230 Mk. ^ie Jahresrechnung ermbt ftünenbes Bich: Die Aktiva h-'tragen 12264289 Mk., die Bassina 108 746 20 Mk . der Reinaewinn von 13 896 69 Ma^k wurde teils dem Reservefond« in Höbe von 11 176 50 M"., teils der Betti-bsr'-cklaae und dem Werkerbatt"nasfonds von 10 002. Mk., teils als ein- protentiae Nachzahlung auf das bereits gezahlte Milchgeld der Genoffen verteilt. Dis satzungsgemäß ausscheidenden Mitolieder de« A'ckfichtsrates wurden miehergeroäblt. Es sind dies A. Dietrich lLangd), Mltburg-rmeifter Niklas (Steinheim), I K. Ssi - b e r t IHungen), Wilh. Pfeffer lBorsdorf) und Heinrich Weller lLangsdorf). Einstimmig wurde auch die Wiederwahl des ausgefdüebenen Dorftands- mitaki-'des Richard Schäfer Cfmnaen) vorgenom­men. Den veränderten Zeitverhältnisfen entsprechend soll den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedem bei Teilnahme an Sitzungen eine Wegaebühr bezahlt werden, so daß die Tageaelder von 3 auf 5 Mk. er­höht werden. Aus der Mitte der Versammlung her­aus wurde angereat, die Bezahlung der Milch wie früher nach Fettgehalt zu regeln. Die Motterei wird ans 17 umliegenden Dörfern beliefert unter­hält 14 Fuhrwerke zahlte in 1927 einen Stützpreis van 17 26 Bf., steht der verarbeiteten Milchmenge nach an dritte-- Atene in Oberheffen und wind nur von den Mal'erei-n Nieder-Wöllstadt und Ostheim- Nieder-Weifel übertroffen.

K- ?is ZriedLcrg.

L Bad-Rauheim, 16. März. Der Stenoe I graphenverein Gabelsberger, der dem Bezirk Gießen im Hessisch-Rassauischen Kurz-

fchriftverbandGabelsberger" angehört, konnte in seiner Hauptversammlung wieder von einer erfolgreichen Dereinstätigkeit berichten. Der Vor­sitzende, Verwaltungsoberinspeitor Schnell, ge­dachte vor Eintritt in die Tagesordnung des ver­storbenen Bürgermeisters Völker von Lfch, dem der Verein immer ein ehrendes Gedenken be­wahren wird, da er früher als Unterrichtsleiter den Grund legen half zu dem Aufblühen des Vereins. Bei den Bezirkswettschreiben in Gießen und Schotten und beim Verbands- Wettschreiben in Fulda hat der Verein zu­sammen 3 6 Preise errungen, darunter 23 erste und 6 Ehrenpreise. Die Mitgliederzahl hat sich mit 134 auf der seitherigen Höhe gehalten. Die Unterrichtstätigkeit im Verein war sehr rege. Außer den Abendkursen für Erwachsene fand auch ein Kursus in der Oberklasse der Stadtschule statt, den Lehrer O ß w a 1 d leitete. Erstmalig wurde auch ein besonderer Kursus für die Ge° schästsstenographenprü, ung der Handelskammer abgehalten. Die von Derwaltungsobersekretär Stadtverordneten Lampert vorgelegte Rech­nung schließt ab mit 2255,64 Mk. in Einnahmen und 1384,92 Mk. in Ausgaben. Besondere An­erkennung fand die Unterstützung^ die Stadt und V o l k s b a n k dem gemeinnützigen Verein gewähren.

Kreis Schotten.

O S i ch e n h a u s e n , 16. März. Der Direktor des Landwirtjchaftsamtes in Nidda, Dr. Helfert, fand im Gasthaus Fischer dankbare Zuhörer für seinen Vortrag über bie Umftellung der V o - gelsberggemeinden und die Bevorzugung der Grünlandwirtschast. In einftünöiger Rede gelang es dem Vortragenden, ein anschauliches Bild seiner Reformpläne zu entwickeln. Im Anschluß an seine Ausführungen entwickelte sich eine lebhafte Aus­sprache, die das Interesse der Zuhörer an den neuen Vorschlägen kennzeichnete. Landwirt Fischer wies zunächst daraufhin, daß man auch die lokalen Er­fahrungen in der Gemeinde berücksichtigen müsse, auch glaubte er feststellen zu müssen, daß er in ver­schiedenen Punkten mit den Ansichten d.es Landwirt­schaftsdirektors nicht übereinstimme. Der ausführ­liche Meinungsaustausch ergab aber, daß man in den grundlegenden Ideen einer Meinung sei. Die Ver­sammlung hofft, daß nun mit einer baldigen Feld­bereinigung einmal Ernst gemacht und daß die derzeitigen Zustände beseitigt werden, damit auch dem Dogeisbergbauer sein Plätzchen an der Sonne wird.

() Köddingen. 16. März. Zu der hiesigen Holzversteigerung hatten sich viele 6t:i»

gerer eingefunden. Die erzielten Preise sind als hoch zu bez.ich.ien, wenn man damit die Preis« der Holzverstcigerungen in der nächsten Um­gegend vergleicht. Cs galten durchschnittlich Buchenscheiter 1. Klasse 18 Mk., Buchenknüppel 1. Klasse 11 bis 12 Mark, Buchenstöcke 1. Klasse 7 bis 9 Mark je Rm., Reisig 2. Klasse kostet« 3 bis 4 Mark. 3. Klasse 1,80 bis 2,60 Mark je Rm. Sehr begehrt sind hier besonders Duchen- nuhscheiter, die von den hiesigen Schindern und denen aus dem benach arten Helpershain und Meiches sehr viel gekauft werden.

Krris Alsfeld.

=er. Homberg a. d. Oh m, 16. März. Am 14. b. HL waren es 25 Jahre, daß Herr Gg. H. Kuhl Feuerwehrhauptmann der Städtischen Feuerwehr ist. Aus diesem Anlasse wurde ihm von dem Ausschuß der Wehr eine entsprechende -Urtunte durch den zweiten Kom- mandarten, Karl Christ, überreicht. Seitens der Stadt sprach Bürgermeister Schweiler dem Iubi'ar Dank für seine langjährige ersprieß­liche Tättgkeit aus.

() Ermenrod., 16. März. Bei der hiesigen Holzversteigerung galten 2 Raumn e'.ec Buchenscheiter 1. K crse im allgemeinen 22 Mark, 2. Klasse 15 bis 16 Mark, Buchenknüppel 1. Klasse wurden durchschnittlich mit 17 Mark für 2 Raum­meter und Buchenknüvpel 2. Klasse mit 13 bis 14 Mark bezahlt. Das Raummeter Buchenreisig 2. Klasse galt im Durchschnitt 2 50 bis 3 Mark. Buchenr isig 3. K a se 1,30 bis 1,90 Mark, Duchen- stöcke 5 bis 7 Mark.

Kreis Lauterbach.

WSR. Schlitz, 16. März. Der hier seit 70 Jahren zum ersten Male wieder abgehaltene Schweinemarkt hatte einen guten Erfolg. Es waren insgesamt 400 Ferkel aufgetrieben, von denen der größte Teil verkauft werden konnte.

Rheinhessen.

WSR. Worms. 16. März. In der letzten Sitzung des Berkehrsvercins Worms wurde unter lebhafter Zustimmung sämtlicher Körperschaften die regelmäßige Veranstaltung einer R i b e - lungenwoche beschlossen. Es soll bereits int Jahre.1928 der Anfang damit gemacht werden. Im Mittelpunkt der Ribelungenwoche sollen grofj* zügige Theateraufführungen, Konzerte, sow'e ein historischer Umzug stehen. Die Veranstaltungen sollen mit bedeutenden sportlichen Ereignissen zusammengelegt werden.

Rätsel-Ecke.

Silbenrätsel.

Aüs den nachstehenden 20 Silben:

au buch be frat ge gu Han i le (i mi neun on re se stav. ti ü oec wohl

sind acht Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn einen astronomischen Wendepunkt im Jahre und eine Erscheinung dieser Zeit nennen. Die Wörter bedeuten: 1. Abteilung einer politischen Kör­perschaft; 2. Wagenschuppen; 3. Ort im Rheinland; 4 Stadt in Frankreich, 5. Abschiedswort: 6. Fluß in Mittelasien: 7. Fisch; 8. männlicher Personen­name.

Kreuzworträtsel.

c

5

6

10

9

12

15

20

21

25

D

B

Bon links nach rechts:

1. Milchprodukt; 5. Tafelfisch; 6. altgermanisches Getränk; 8. junges Rind; 9. Himmelsr.chtung; 11. italienische Insel im Mittelmeer; 12. Steinkohlen- produkt; 13. tierisches Fett; 17. Teil des Pferde­zügels; 20. Kopfschmuck; 21. Zeitrechnung; 22. weiblicher Personenname; 23. Schweizer Kanton; 24. indische Provinz.

Von oben nach unten:

1. wie 8, wagerecht; 2. wie 11, wagerecht; 3. Flecken in Tirol; 4. Schmerz über eine begangene Tat; 5. wie 3, wagerecht; 7. Genußmittel; 8. Ge­neral Friedrichs des Großen; 10. Bühnendichtung; 14. Raubvogel; 15. Bezeichnung für Brot; 16. Farbe; 17. wie 17, wagerecht; 18. wie 21, wcwerecht, 19. wie 23, wagerecht. Diagonal: AB kuli­narische Jahreszeit; CD deutsche Hauptstadt.

Tiaqonaträtsel.

3

a

b

c

e

-

e

c

e

e

-

g

g

h

k

1

1

1

m

n

r

s

s

t

Die 25 Buchstaben in vorstehender Figur sind so umzuordnen, daß fünf Wörter entstehen, die folgende Bedeutung haben: 1. russisches Schloß; 2. Erzeugnis der Kochkunst; 3. Vermächtnis; 4. Wirtschaftsgerät, 5. Kleidungsstück. Geschah die Bildung der Wörter richtig, so müssen die Diagonalen 1. von links oben nach rechts unten und 2. von links unten nach rechts oben je einen beliebten Sport ergeben.

Verbindungsaufgabe.

Aus den 18 Wörtern:

All Bau Dach Erz Feld Flucht Jn(n) Korn Leu Licht Luft Mund Schelm Schiff Sekt Strahl Stuhl Tag

sind neun neue Wörter zu bilden, und zwar derart, daß zwei von den gegebenen einsilbigen Wörtern stets ein neues, und zwar zweisilbiges Wort ergeben. Die Anfangsbuchstaben dieser nennen ein festliches weibliches Garderobestück.

Gegensätze.

An Stelle eines jeden der nachstehenden Wörter soll ein im Gegensatz zu ihm stehendes Wort gesucht werden. Die Anfangsbuchstaben dieser ergeben als­dann, aneinandergefügt, die Bezeichnung einer jetzt für Eltern und Kinder gleichermaßen bedeutsamen Entscheidung:

1. ledig; 2. langsam, 3. untätig; 4. räuschvoll; 5. unmäßig; 6. geschickt; 7. unfreundlich; 8. vor­sichtig; 9. fleißig; 10. unzufrieden.

Auflösungen.

Bruchstückaufgabe.

Talg Arie Gong Ufer 9lat)t

Dock Norm Akte Chor Hoch

Tann' Gips Latz Ewer Irma

Chef Hirn Espe.

Tag- und Nachtgleiche.

Steigerungsrätsel.

1. Krug Krüger; 2. Strom Stromer; 3. Hamm Hammer.

Kreuzworträtsel.

Verbindunqsaufgabe.

Schlag - Wort Chef - Arzt Hans - Wurst Nacht - Licht Eis - Bein Eck Brett Geld -Spind Leim - Topf Ohr - Ring Ei - Land Christ - Fest Kalb - Fell Chor - Stuhl Hoch - Zeit Erz - Schelm Nord - Kap.

Schneegloeckchen.

Zahlenspiel.

142857 X 2 = 285714

142857 X" 3 = 428571

142857 X 4 -- 571428 142857 X 5 = 714285 142857 X 6 = 857142 Vesuchskartenrätsel.

Alles beim alten.

Oie Narrenkappe.

©bFtt'r und 6 a-ren b»m Re>altionstt1ch, Das Gespräch über die Veroneser Salami

Der Wiener Kulturhistoriker, Publizist und Schauspieler Egon Fr ie dell erzählt:

Eines Morgens war ich mit Peter Alten­berg bei einem Greisler, und wir aßen eine Wurst. Sie war schlecht, aber sie schmeckte Peter Altenberg sehr gut, denn er hat mit mir einen furchtbaren Krach wegen der Zrauenseele ge­habt, und das macht Apvetit. Infolgedessen sagte er:Diese Wurst ist großartig."

Ja", sagte der Greisler,dös is a echte Veroneser Salami!"

Das brauchen Sie mir nicht erst zu sagen," erwiderte Altenberg.Diese Wurst kann nur aus Verona fein! Diese Wurst ist der Er- tratt von Verona! Wenn man diese Wurst ißt, so sieht man ganz Verona! Man sieht die mittelalterlichen Gebäude, man sieht die Scholaren, die in ihren schwarzen Mänteln zur Universität eilen, man sieht den R.'kior mag- nisicus, man sieht Romeo und Julia mit ihren unerhörten seelischen Komplikation n. man lieht die reizenden 13jährigen Hexen, die w gm nichts und wieder nichts verbrannt werden, man sieht den schie'en Turm"

Aber Peter," sagte Friedell,der schiefe Turm ist doch in Pisa!"

.Run, man sieht auch Pisa!" (Lust. Bk.)