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die

aus- An-

** Kommunale Forderungen des Nord-O st-Viertels werden das Thema einer

S t a d t t h e a t e r Gießen. Sn der heuti­gen Vorstellung von ShakespearesRichard III. spielt Edelbert Gareis die Titelrolle. Ferner ist das ganze Ensemble in der Ausführung be­schäftigt. Die Sntendanz macht noch einmal darauf aufmerlsam, daß die Vor'.e lum bereits 19.30 LI hr brgimrt, damit es auch den wärtigen Theaterbesuchern rnög.ich ist, die schlußzüge zu erreichen.

In voller Pracht, waschen Sie es regelmäßig mit Lavaren. Ms einwandfreies Haar­waschmittel entzieht Lavaren dem Ham nur das Ober flüssige Fett, so daß es weder spröde noch stumpf wird. Packung SO Pfg.

Berufung im Prozeß gegen Straßenräuber Tarrach und Conrad. «Wie wir von gut unterrichteter Seile hören, Hal der wegen des Autoraubs bei Steinfurth vom hiesigen Bezirks-Schöffengericht zu vier Sahren Zuchthaus verurteilte Täter Tarrach gegen dieses Urteil Berufung angemeldet. Vorsorglich ist auch seilens der Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt worden. Lieber - n Entschluß des eben­falls zu vier Jahren Zuch .^aus verurteilten Mit­täters Conrad ist bis jetzt noch nichts bekannt; die Frist zur Einlegung der Berufung läuft noch.

* Der zweite Wohlfahrts-Lehr­gang des Roten Kreuzes findet morgen, Mittwoch, vormittags 10 Llhr beginnend, in der Aula der Universität statt. Interessenten seien hieran nochmals besonders erinnert.

Vsrkehrsordnunß erfordert Rechts gehen!

verschleimt

Versammlung sein, die vom Dezirksverein Nord-Ost auf nächsten Donerstagabend 8.30 Uhr in das Cafs Leib einberufen worden ist. Bei der Wichtigkeit die­ses Themas, die auch in dem zugesagten Besuche von Vertretern der Stadtverwaltung und des Stadt­parlaments zum Ausdruck kommt, erwartet der Vorstand des Nord-Ost-Vercins einen zahlreichen Vesuch der Versammlung durch alle Bewohner des Stadtbezirks vom Kirchenplatz ab bis zur Stadt­grenze nach Marburg und Wieseck zu. Man beachte Oie gestrige Anzeige.

** Unverändert ernstes Befinden. Der bei dem Motorradunfall in Krofdorf Sonntag abend durch einen Sturz vom Motorrad verletzte Wagner tttttz Emmerich liegt auch heute noch bewußtlos in der Chirurgischen Klinik darnieder. Das Befinden des bedauernswerten Mannes, der bei dem Unfall einen schweren Schädelbruch erlitten hat, ist unver­ändert ernst.

Sonderzüge anläßlich des Grün- brrger Gailusrnarktes werden morgen auf der Buhbach-Licher Eisenbahn gefahren.- hrres h.erüöer ist in unserem gestrigen An'eiaen- tetl zu lesen.

Evangelisch-kirchliche Pers ona- I i e n. Durch die Kirchenregierung wurde über­tragen: dem Psarrverwalter Karl T r a b a n d t zu Herbstein die evangelische Pfarrstelle zu Herbstem, Dekanat Lauterbach; dem Ptarrassi- stenten Erich LI l l m a n n zu Bodenheim die evan- gÄrsche Pfarrstelle zu Llsenborn, Dekanat- dingen.

im Rebel und bei schlechtem Wetter, ausgerüstet find. Sämt.iche F>uggastkabin:n sind mit Hci- zungsanlagen versehen. Tie tag ihe Lei tung t>et deutschen Flugzeuge beträgt wäirmd des Hoch- winters etwa 7000 bis 8000 Kilometer und im Randwinter annähernd das Doppelte. Es darf nicht verschwiegen werden, daß im Interesse des wirtschaftlichen und technischen Fortschritts noch eine erhebt ich größere Anpas ung des Winter- srugdienstes an den Sommerflugiienst erstrebt werden soUte.

Zugvögel.

'Am Sonntag, 14. Oktober 1928, flog ein rie­siger Schwe.rm von Wildgänsen mit lautem Geschrei über Gießen. Er wurde von der Frauenseite der Rerventti.ik um 13.32 LIhr be­obachtet, er schien fast senkrecht über dem west­lichen Teil der Klinik nach Südwest zu fliegen, d. h. im spitzen Winkel zur Frankfurter Straße an dieser Stelle. Tie Formatton war im allge­meinen keilförmig, manchmal bogenförmig mit raschem Wechsel. In dem Keil flogen meh ere lange Reihen von Vögeln, ebenfalls mit raschem Wechsel der Formation. Der Beobachter wurde zuerst durch das Geschrei aufmerksam und sah dann den Zug, der eine ungewöhnliche Menge von Wildgänsen umfaßte.

Weitere Rachrichten werden an die tierpsh- chologische Beobachtungsstelle, Geh imrat Som­mer, Gießen, Am Steg 12, auch von außerhalb von Gießen, erbeten.

Ein Leter schreibt uns: Am Sonnt agnachmit tag, 10 Minuten nach 3 Llhr, hatte ich Gelegeirheit, vom Bahnhof Geih-Ridda aus zwei Züge Schne-egän'e zu beobachten, die durch ihr Geschrei auf fielen. Die Züge hatten die bekannte Keil­form, lösten sich aber gerade im Augenblick der Beobachtung auf, um sich gleich darauf zu einem Zug zu formieren. Es mögen zusammen 80 Tiere gewesen sein.

v/-jener Wochcmnarktpreise.

kosteten auf dem heuttgen Wochenmarkt: Butter 190 bis 200, Matte 30 bis 35, Käse 63 brs 140 (10 Stück), Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 20, gelbe Rüben 8 bis 15, rote Rüben 10, Spinat 30 bis 35, Römischlohl 10. Bohnen, grüne 33 bis 40, gelbe 50 bis '60, Llnter Kohlrabi 8 bis 12, Grünkohl 25 bis 30, Rosenkohl 40 bis 60, Feldsalat 103 bis 120, Tomaten 30 bis 40, Zwiebeln 12 bis 18, Meer­rettich 50 bis 150, Kartoffeln 5l/4 bis 5V2. Aepfel20 bis 40, Dirnen 10 bis 25, Hagebutten 15. Quitten 30, Zwetschen 10 bis 12, Honig 40, iunge Hähne 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 100 bis 120, Rüfse 63 bis 103 Pf. das Pfund; Eier 16 bis 17. Blumenkohl 50 bis 150. Salat 10 bis 20. Endivien 10 bis 25, Ober- Kohlrabi 5 bis 15, Lauch 10 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 20 bis 50 Pf. das Stück Rotkraut der Zentner 15, Wirsing 12, Weißkraut 8 Mk., Kartoffeln der Zentner 4,30 bis 5, Aepfel 22 bis 32. Birnen 15 bis 18 Mk.

BornoLizen.

Tageskalender sürDienstag. Stadt­theater:Richard III." 2lnfang 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Katholisches Vereinshaus: Volkstüm­liches Konzert, abends 8 Uhr. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Unterwelt." Astoria-Lichtspiele: «Der Held der Arena".

Aus der Provinzialhauptstavt.

Gießen, den 16. Oktober 1928.

Herbstabend.

Wir gingen über die weite Ebene. Rechts und links kahle Felder, ferne Höhen, wie dunkle Mauern. Die Dämmerung sank herab. Am Him­mel zogen träge und müde Wolken, im Westen zerrissen, und durch diese Risse blickte mit er­loschenem Auge der Tag. Lieber die Wiesen strich der Wind. Die Rebel quollen auf, weit, weit blitzten Lichterlein auf. von einsamen Bauern­höfen. Ihr Echem funkelte zaghaft herüber. Am Flusse, m dessen Wellen sich der abgedunkelte Himmel geheimnisvoll spiegelte, standen die Wei- den, reckten Gezweig und Gestrüpp btzgehr.ich em­por und schüttelten salbe Blättchen in d.e Fluten Das Schl,gras neigte sich, es war gelb und dunkelgrün. Hinter den Kronen schwarzer Bäume vertt:och sich em Dors, da und dort mit er­leuchteten Fenstern in die ®ämmenmg blickend. Das Vieh stand auf der Weide und harrte des Eintriebes.

Es wurde Rächt. Auf glänzenden Gleisen brauste ein Zug dahin und entschwand wieder, noch ein fernes Rollen hinterlassend. Von einem Kirchturm, den niemand sah. läuteten die Abend- glocken. Es war Friede toeitum. Friede. Doch über dem weiten Land lastete die Dunkelheit wuchtig und schwer wie ein Verhängnis. Im Gefühl ungeheurer Verlassenheit lag es da. ein Geschlagener und Heimatloser. Man konnte k:in Wort sprechen: es wäre nichtssagend gewesen angesichts der abendlichen Offenbarung.

Wir gingen über die Ebene. Rebel und Wolken zogen wie wilde Heere da oben. Man mußte an Rapoleon denken, wie er einst in die russische Oede gezogen war. Man mußte an die Welt glauben, an den unendlichen Raum, an die Klein­heit des Menschen. Wohnt er nicht unter schützen­den Dächern und fühlt sich hier geborgen und gleichwohl kreist über ihm ein Kosmos giganti­scher Gewalten, aus deren Launen jeden Augen­blick Tod und Vernichtung entstehen können für das an die Erde hingeklebte Menschengeschlecht.

Lind in der Ferne erglänzen wie Sterne die Lichter der Stadt. pj. y_.

Der Winterflugplan der Lufthansa.

Am Montag ist im Bereiche des Strecken- nehes der Deutschen Lu'than a und der Mehrzahl der befreundeten Luftverkehrsgesellschaften der Liebergang vom Sommer- zum Win­terflugdienst vollzogen worben. Ein heute noch ausschlaggebendes Moment für Len Fiug- Planwechsel liegt darin, daß während der Winter­monate die zur Durchführung des F'ugve.kchrs ausnutzbare Lagesspanne eine me.k iche Ver­ringerung erfährt. Mit Rücksicht darauf, dah aber nicht alle Tage im Winter gleich kurz oder lang sind, wurde bei der Aufstellung des Winterslugplanes, ebenso wie im vorigen Jahre eine Teilung in Rand- und Hochwinter vor- genommen. Dank dieser organisatorischen Maß­nahme ist es möglich, auch diejenigen internatio­nalen Strecken, die nicht im Rachtluftverkehr betrieben werden, während der Zeit vom 15. Ok­tober bis 3. Rovemler und vom 4. Februar 1929 bis zum Beginn des Sommerluftverkchrs an einem Tage durchgehend zu befliegen, während nur im Hochwinter, d. h. vom 4. Rovember bis 3. Februar 1929, einige dieser Verbindungen in zwei Etappen beflogen werden müssen. Im kom­menden Winter werden sich erstmalig die großen Vorteile für den interna.ionalen Durchgangsver­kehr durch die für Rachtflüge eingerichtete Strecke BerlinHannover zeigen. Denn während z. B. im vergangenen Hochwinter die Flüge zwischen Ber in und Paris bzw. London nur mit Llebernachtung in Klln bzw. Amster­dam durchgesührt werden konnten, ermöglicht diese im Sommer 1928 erstmalig in Betrieb genommene Rachlstrecke nunmehr den garren Winter über die Durchsührunq des wichtigen Verkehrs zwischen Der.i.i und den westeuropäi­schen Hauptstädten an einem Sage. Außer den genannten beiden Hauptrouten teere en auch andere wichtige Strecken, z. D. KopenhagenCam­burg Am ster. am, Drin Mün^ei. Ham­burg-Stuttgart. so. i? Ter inDreZ au Gleiwih und D.r inDanzigK n gs erg wäh rend des ganzen Winters beflogen. Tie letzt­genannte Linie ist ebenfalls für den Rachtluft­verkehr eingerichtet. Die bodenorgan'satorttche Sicherung des Wirtterluftvcrkchrs wird von der Deutschen Lufthan a gemeinsam mit der Zent.al- stelle für Flugsicherung bergenommen. Auf allen größeren Verbindungen sind Großflugzeuge ein­gesetzt, die mit den modernsten Ravigattons-In- strumenten, insbesondere Funkgerät für den Flug

für Oberhessen ist erfolgt. Die Weideperiode kann als eine sehr gute bezeichnet werden, das sonnenreiche Welter ist der Entwicklung des Jungviehs sehr günstig gewesen. Bei Rindern konnten Gewichts­zunahmen von 23 Zentner, in Einzelsällcn z. B auf der Weide Zell - sogar bis zu 3,5 Zentner, fiftgeftelÜ werden. Bei den Landwirten bricht sich immer mehr die Erkenntnis Bahn, daß der Weide­betrieb in erster Linie für das Jungvieh unumgäng­lich notwendig ist. Außerdem haben sich in den letzten Jahren viele Landwirte der Aufzucht von Rindern und Fohlen zugewandt. Von den fünf Jungvieh, weiden waren beschickt: Warthof bei Grünberg 136 fRinber und 28 Fohlen; Tiergarten bei Hungen 123 Rinder und 37 Fohlen; Wernings bei Gedern 90 Rinder und 30 Fohlen; Lauterbach 91 Rinder und 12 Fohlen; Zell-Romrod 74 Rinder und 14 Fohlen Auf der Winterweide Ziergarten verbleiben zehn Fohlen.

* Schulpersonalien. Ernannt wurden: der Lrhrrr an der Volksschule zu Offenbach a. M. Johannes R« beling zum Reallrhrer an der Studienanstalt in Gießen mit Wirkung vom 1. Oktober an; der Schulamtsanwärter Wilhelm Re uh l aus Holzheim, Kreis Gießen, zum Lehrer an der Volksschule zu Worfelden, Kreis Groß- Gerau. mit Wirkung vom Tage des Dienst- anttitts an; der Landwirtschaftsassessor Hellmuth Rau bei dem Landwirtschaftsamt zu Ridda mit Wirkung vom 1. September an zum Landwirt­schaftsrat.

** V. H. C. Ein prächttger Herbsttag, wie man ihn sich rv'.cht schöner denken Mann, begleitete am Sonntag den V.H.C. Gießen anläßlich seiner 10. Vereinswanderung. DasDieberlieschr" brachte die 85 Teilnehmer nach Bieber, von wo die schwarze Punttmarkierung nach dem Dünsberg cingeschlagen wurde. Mit gutem Humor wurde drr steile Aufstieg über die Ringwälle genommen und in den behaglich durchwärmten Räumen der Schutzhütte die erste Rast gemacht. Eind wunder­bar klare Luft ermöglichte vom Turm aus eine selten schöne und weite Fernsicht; so waren u. a. drr Kahle Astenberg im Sauerland und der Hohe Meißner bei Kassel deutlich sichtbar. Von unvergleichlicher Schönheit war auch der Blick auf die von goldenem Sonnenlicht überfluteten Wälder, die in den schönsten Farben des Herbstes prangten. Der Abstieg führte in nördlicher Rich­tung am kleinen Dünsberg vorbei durch einige reizende Seitentälchen hinab in das liebliche Dünsbachtal, das überschritten wurde, um in mäßigem, aber stetem Anstieg die Höhe des Helf­holz zu erklimmen, von wo man wiederum ent­zückende Teilblicke genoß. Hier traf man auch wieder die vorher begangene schwarze Punkt­markierung, die die Wanderer zuerst durch Wald, später auf aussichtsreichen Wegen über den hoch- glegenen Marktplatz mit w.iter Rundschau zur Kafseerast nach Hohensolms brachte. Wie- derum prächtige Blicke über die Lahnebene bis zu den Hohen des Vogelsberges und Taunus genoß man auf dem Weitermarsch, der am, Fuße des Altenbergs her über den Dleidenberg, durch den schön gelegenen Hof Bubenrod hinab in das idyllische Schwalbenbachtal führte. Am Forsthaus und Hof Haina vorüber, ging es zum Endziele, der Reehmühle bei B.eber. Hier nahm drr Vorsitzende Gelegenheit, der Freude aller Teilnehmer über die Schönheiten der durchwan­derten, landschaftlich vpn hohem Reize ausge­statteten Gegend und dem herrlich verlaufenen Tag beredten Ausdruck zu geben. Von Bieber erfolgte die Heimfahrt.

** Der Abtrieb von den Jungvieh- weiden des Landwirtschaftskammer-Ausschusses

Hessische Kirmes am Itordseestrand!

Wenn im schönen H e s s e n l a n d e der Herbst ins Land zieht, feiert man das schöne Fest, die Kirmes. Das Schicksal mag den Hessen noch so weit von seiner Heimat entfernen je weiter und länger, je heller und schöner steht dieses Fest in seiner Kindheits- und Iugenderinnerun- gen geschrieben.

Der .Hessenverein" in Wilhelms­haven. in welchem alle Hessen ihren örtlichen Sammelpunkt gefunden haben, hegte treu die Erinnerung an dies schone hematliche Fest. Die Hessen haben kein ideelles und mater telles Opfer gescheut, um das in sämtlichen Räumen und Garten des Werstspeisehauses gefeierte Fest derHessischenKirmes so zu gestalten, daß es sie auf ein paar Stunden in die alte Heimat verseht und daß es den Bewohnern ihrer neuen Heimat zeigt, tixe im Hessenlande Freude und Frohsinn herrschen. Dem jungen Verein ist das Vorhaben glänzend gelungen. Alls kamen, deren Wiege in Hessen st and. Dielen anderen waren die Hessen freundliche Gastgeber. Als das Fest seinen Anfang nahm, waren die weiten Räume bis auf den letzten Platz gefüllt.

Die Hessen verstehen es, Feste zu feiern. Von dem Promenadenkonzert, ausgeführt von der ge­samten Kurkapelle, war das Fest über Vorträge und Ball bis zur großen Auskehr eine Skala urwüchsiger und ungehemmter Fröhlichkeit. Es erfüllte sich in vollem Maße, was der Vorsitzende, Fritz Mertz, den Landsleuten und Gästen ais Gruß und Wunsch entbot, auch fern der alten Heimat den fröhlichen Kirmesgeist aufleben zu lassen.

Was der Verein dazu beitragen konnte, ist geschehen. In bunter Reihenfolge wechselten hei­matliche Tänze und Vorträge. In Hessentrach^en tanzten junge Burschen und Mädels um den Kirmesbaum, tanzten Kinder die beliebtenSchwäl- mer Trachtentänze. und tanzten Winzer und Winzerinnen nach alten und lieben Weisen. Frau Dannemann repetierte in der Mundart ihrer Heimatdie Kerb". Streichmusik der Kurkapellc und ein Posaunensvlo, in höchster Vollendung vorgetragen, beschlossen den ersten Teil des Pro­gramms. Der zweite Teil wurde mit einem Um- zug durch den festlich beleuchteten Garten und mit einem Brillant- Feuerwerk eingeleitet. Drei luftige Kirrnestänze unter den allen Bäumen ließen manchen Landsmann an die Heimat denken.

Sturme und Heiterkeit erregteRak 6" und erfüllte damit feinen Zweck: die Stimmung des Abends zu heben, wenn es dieser Hebung über­haupt noch bedurfte. BeiHefsenwein", ,Quetsche- kuche" und Fleischworschtt schlugen die Wogen der fröhlichen (Stimmung hoch und höher. Tanz­musik »n zwei Sälen verleitete selbst die Aeltesten, sich in den Strudel der tanzenden Paare zu wagen.

Leider hat selbst die längste Rächt mal ein Ende, die Hessenkirmes ist vorbei. Es lebe die Kirmes. F.

Sprechstunden der stiedaktion

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.

"WS,,

(Fortsetzung folg*

"SINDBAD, der SALEM-RAUCHER,

Auf Umwegen gelangten wir in das Haus des Obertabakmeisters Ibasid,

der in schwere Ungnade gefallen war, da seine Cigarettenmischungen der königlichen Majestät Nabopollassar nicht mehr mundeten. Ich war sehr er­staunt, welch edle und kostbare Tabake ich im Hause Ibasids vorfand undohne Verweilen machte ich mich an die Arbeit.

X Der Alte und seine liebreizende Tochter Aida waren voll des höchsten Staunens,als ich nun aufneue, ungekannteArtdieTabakeuntereinandermischte, y und bald hatte ich eine Cigarette von wundervollem Aroma fertiggestellt.

Der Alte umarmte mich vor Freude und begab sich sofort nach dem Palaste, um seinem König die herrlichste Gabe Allahs zu überbringen, die Cigarretten» mischung

SALEM ä

AUSLESE M

Heute In Deutschland in allen Spezialgeschlften erhlMteb.