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Frankfurter Börse.

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Devisenmarkt 'BetfinStanrhirl a. B Telegraphische Rusiadlnng.

und 6aug[än><r 78 dis 82 Mk.; mittlere Wast- und Sauglälber 70 bis 74; geringe Kälber 60 bis 69. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthammel (Weidemast) 50 biS 55: mittl re Mastlämmcr. ältere Masthämmel und gut ge­nährte Schase 42 bis 49. Schweine: Doll- fleischige Schweine von etwa 240 bis 303 Pfund Lebendgewicht 55 bis 56; von etwa 200 bis 240 Pfund 55 bis 57; von 160 bis 200 Pfund 55 bis 58; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 52 bis 54 Wk. Markt- verlauf: Kälber und Schafe rege und vertäust. Schweine ruhig und Ueberstand.

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Vermischtes.

Drei Millionen für einen Raffael.

Lady Desborough hat das in ihrem Besitz be­findliche berühmte Gemälde RaffaelsM a bj) n n a mit dem Cbristusknaben" für eine Summe von 150 000 Pfund Sterling verkauft.

Uebrrfall hn Flugzeug.

Ein Flugzeugabsturz, der sich in Pontiac (Mi­chigan) ereignete, dürfte ein gerichtliches Rach- spiel haben. Der Passagier des abgestürzten Flugzeuges, der ebenso wie der Pilot Verletzungen erlitten hat, die nicht lebens­gefährlich sind, wurde verhaftet, weil er während des FlugeS den Piloten mit ein e_m Hammer angriff und dadurch das Alnglüd verursachte. ES scheint sich um einen Geistes­gestörten zu handeln. In seiner Tasche wurde ein Abschiedsbrief an eine Bekannte gefunden.

Whvmsrbcitz i Im Jtiegelwal Im SUMM 4), Im 3oW 18), In btt b- firfX (18), er WdranJoge (6, ich, lentröbtr Itcrotg (2), i Mfrrbt iS), I 8), dtetbovcns WmifittaB* Beoti auifhafee Btotiplo» (16) Kaßr (11), v tnfc (7), ßüd 11), diebneqira Tuiltak (16), tMuitrgailt (16), |2),fa6nw(13) I NM (16), Ficht, #m.i!fuitet 6h 18), anrbhostüll

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Hartmann & Braun 2l. -G.. Frank­furt a. M. Die Generalversammlung beschloß die Verteilung einer Dividende von 10 (hn Dcriahre 8) Prozent aus di« Stammaktien. ES wurde mitg2teilt, daß die achtprozentige Obli­gationsanleihe von 1,2 Millionen Mark be­geben und d:r Erlös hieraus von 98 Prozent netto der Gesellschaft zuaeflossen sei. Im neuen Geschäftsjahr sei das Werk weiter voll be­schäftigt. Die Unkosten seien außerordentlich ge­stiegen durch die Lohn- und Gehaltserhöhungen. Diese Ünfoftenftei^rung konnte durch Preis­erhöhungen bis seht noch nicht ausgeglichen werden, doch sei zu hoffen, daß durch Zu­sammengehen mit äonlichrn Unternehmungen die Preisspanne überbrückt werden könne.

Gesellschaft f ü r Elektrische Unternehmungen. Berlin. Die G.-D. setzte die Dividende auf 10 Prozent fest und be­schloß ein« Erhöhung deS Aktienkapitals um 10 Mill. Mk. 5 Mill Mk. der neuen, voll dividendenberechtigten Aktien werden den alten Aktionären im Verhältnis von 10:1 au 135 Pro­zent zum Bezüge angrboten, die übrigen 5 Mill. Mark werden der De'ellschast zwecks Verwertung zur Verfügung gehalten und zu Optionszwecken verwendet werden, für den Fall, daß di« mit einem Reuyorker Bankhause schwebenden An­leiheverhandlungen über eine 6proz.. zu etwa pari aufzulegende Anleihe über 5 Mill. Dol­lar- zustande kommt. Der Stand der Anleihe­verhandlungen ist nach Mitteilungen der Ver­waltung sehr günstig, und der Mschluß der An­leihe. zu dem die Versammlung ihre Genehmi­gung erteilte, könne bereits in den nächsten Stun-

13.2 1

24.76 |

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die binter den Papieren ongelührlen Ziffern geben die Höbe bet zuletzt beschlossenen Divibende an. Retcbsbankbiskont 7 Prozent, Lombardzinskuß 8 Prozent.

Amt-* Hott ftaen-flire« «irH.-nntw litnfnuruj Aopcnbcarn etodbotm ;'or*.

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den erfolgen. Di« Aktien H.nb für 1928 halb dividendenber.'chl-.gt. Die Geldmittel sollen die Gesellschaft in die Gage versehen, die Erweite­rungsbauten der Tochtergesellschaften zu ftnan- zieren und lich an neuen Geschäften, über die aus'ichtSrciche Verhandlungen schweben, zu be- teiLigen.

5 O-Millionen-Anleihe des Baden- werks. Zwischen der Badischen Landes-Elektrizi­tätsversorgungs Aktiengesellschaft (Badcnwerk in Karlsruhe) einerseits und der Schweizerischen Kredit­anstalt in Zürich namens eines internationalen Bon. kenkonsortiums andererseits ist ein Vertrag über die Uebernahme einer 6 o. H.-Anleihe erster Hypothek des Badenwcrks von 50 Millionen nom. Schweizer Wäh­rung abgeschlossen worden. Der Anleiheerlös dient zur Deckung des Geldbedarfs für die bereits im Gange befindliche und noch geplante Erweiterung der Werksanlagen der Gesellschaft sowie für die Bc teiligung an anderen Unternehmen und zur Ab lösung von Darlehen.

Rheinische Braunkohle A -G. Köln. Wie WTB.-Handelsdienst aus Anfrage bei der Verwaltung eriährt, ergrben die nahezu beendeten Abschlußarbeiten, dah. tc'.e schon früher seitens d r Verwaltung angekündigt, trotz des ge­stiegenen Absatzes nur etwa das gleiche Ergebnis wie im Vorjahre erzielt wurde (1927: 10 Pro­zent). Die Dilanzsihung findet am 28. 3uni statt.

Ludwig Löwe & Eo. A.-G.. Berlin. Die Generalversammlung der Ludwig Löwe & Eo. 21.-0.. Berlin, setzte die Dividende auf 10 Prozent fest. Im laufenden Geschäftsjahr sei die Beschäftigung bis jetzt ganz gut ge- wesen.

Rückgang der englischen Färb- stoss ein fuhr. Aus London wird gemeldet: Auf einem Essen von Vertretern der chemischen Industrie erklärte der parlamentarische Sekretär des Handelsamts. H. G. Williams, in einer Rede, dah die Farbstossakte eine revoltirrende Wirkung gehabt habe. Früher habe England 80 Prozent seiner Farbstoffe eingesührt. jetzt seien eS nur noch 20 Prozent. Sir Alfred Mond erklärte, wenn Großbritannien jemals wi'drr in einen Krieg verwickelt werden sollte, dann würde es in der Herstellung seiner Erplo'ivstof'e völlig unabhängig von allen ausländischen Quellen

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die Lage 'oerf&tf., sich ohne Inanspruchnahme des Kapital- und GelLmarktes selber zu iinan- zieren Diese sogenannte Selbstfinanzie­rung hat in manchen Industriezweigen fehr erheblich zur Erhaltung des AuftragsoestandeS beigetragen. Kommen hierfür im wesentlichen nur die PrvduktionSmit'.elindustrien in Betracht, so scheint der Beschäftigungsgrad In den Konsum- gütecindustrien weiter nachzulassen. DaS kau­fende Publikum hält sich sehr zurück, nachdem im vergangenen Iahre die meisten aus früheren Jahren verbliebenen Bedarfslücken ausgefüllt worden sind.

Die Belebung des Baugewerbes entspricht immer noch nicht den Erwartungen, die auf eine erheblich gesteigerte Bautätigkeit als Llusgleich der lanqbauemben Stockung hofften. Die Eifenin- buftrie klagt darüber, dah die Anforderungen des Baumarktes sich infolge der Schwierigkeiten der Geldmittelbeschasfung in engen Grenzen halte eo- roeit die öffentlichen Stellen als Eisenoerbrauck;er in Frage kommen, macht sich vor allem bie Zurückhal­tung ber Reichsbahn in der Auftragserteilung be­merkbar. Die Roheifenaewinnung ist im April erst­malig gegenüber dem Vormonat stark zurückgegan- gen. Es wirb alsdann weiter das Bestreben erkenn­bar, für die Einschränkung im Jnlandabsatz und die darin zum Ausdruck kommende Verringerung ber Kaufkraft der deutschen Abnehmer in der Herein­holung vermehrter Aufträge aus dem Auslände den Ausgleich zu suchen. Manche Industriezweige haben darin erfreuliche Erfolge aufzuweifen. Die Maschi­nenausfuhr war im ersten Vierteljahr 1928 etwa 30 Prozent größer als zur gleichen Zeit des Vorjahres.

In bezua auf die Lohnerhöhung und Ar­beitszeitkürzung und die dadurch bedingte Preissteigerung für Kohle und Eifen wird im Berichte ausgeführt: Steigende Preise und Löhne sind als Begleiterscheinung ansteigender Kon- junktur verständlich, und ihre hemmenden Wirkun­gen werden durch den Aufschwung leichter ausge­glichen. In Zeiten der Stockung sind sie eine dop­pelte Gefahr. Um so mehr ist es zu bedauern, daß der von einer Teuerungswelle bedrohten Wirt­schaft die weitere Belastung in Gestalt einer la« riferhöhung der Reichsbahn kaum er­spart bleiben dürfte. Auch sie würde nur die Aus­wirkung eines Preisauftriebs barftcUen, ber burch die behördliche Lohnpolitik ausgelöst wor­den ist.

Zur Geldmarktlage wird dargelegt, daß in den letzten Wochen Veränderungen wesentlicher Art nicht eingetreten find. Sie stehe unverändert im Zei­chen der Aufrechterhaltung eines hohen Produktions- ftanbcß und Warenumsatzes und des dadurch bedina- ten Geldbedarfs Weiter wird gesagt: Der Geld­bedarf der Börse macht sich für den Gesamtgeldmarkt nur wenig bemerkbar, obwohl er zweifellos mit ber Vermehrung ber Engagements gestiegen ist. Die für die Vörfenkreditgewähruna erforderlichen Beträge werden mühelos aufgebracht. Im wesentlichen ist die zuversichtliche Haltung und die Geschästsbelebung der Börse in einer Reihe von Sonderbewegungen in Erscheinung getreten. Die Masse der Kafsepapiere hat sich aber über das Anfang des Jahres erreicht« Kursniveau kaum erhoben.

b«S Reichsaußanmi"isterS Dr. 6 freiem ann Haber, im heutigen Dormittagsverkehr eine sehr nervöfe Stimmung zur Folge gehabt. Die Spekulation fühlte sich in ihren Trancaitionen gehemmt, so baß es nur zu geringen Umsätzen kam. Es war kaum Reigung zu größeren En­gagements vorhanden, zumal die Börse morgen auSsöllt und der Feiertag wieder zu starker Wahlpropaganda benutzt werden dürste. Zu den ersten Kursen machte sich bann eine gewisse Beruhigung bemerkbar, zumal es nach pri­vaten Informationen im De inden des Reichs­außenministers zu einer Beruhigung Nieren­entzündung gekommen sein soll. Das Interesse außenstehender Kreise war wieder nur sehr gering, doch hatte das Angebot ander­seits we'entlich nachgela sen, so dah die Abweichungen gegen gestern mittag im allgemeinen nur gering waren und selten über 2 Prozent hinausgingen. Fest blieben von Bank­aktien D a n a t b a n t und besonders Reichs­bank plus 7.75 Ptvzent. Karstadt hatten lebhafteres Geschäft und waren schon zu Beginn 5,75 Prozent höher. Svenska plus 4.50 Mk. und Schlesische G a S plus 3,5 Prozent. Stär- kere Abschwächungen hatten G l a n z st o s f minus 12 Prozent, Schuckert & Salzer minus 4 und Schuhfabrik D e r n e i s - W e s s e l minus 4,75 Prozent. Deutsche Anleihen ruhig und eher schwächer. Ausländer still. Anatolier besestigt. Rumänen weiter sehr fest. Pfandbriefmarkt ge­schäftslos Farbenbonds 141,50 bis 145 Pro­zent Der Geldmarkt war unverändert an­gespannt. Taaesgeld 6 bis 7,5 Prozent. Mo- natsgeld 7.5 bis 8,5 Prozent. Warenwechsel 6.75 bis 6.90 Prozent etwa, obwohl der Zahltag überwunden ist. 3m Verlaufe machte die Bes­serung Fortschritte, die Kurse erholten sich aus Deckungen der Spriulation um 1 bis 3 Prozent. Sehr lebhast lagen weiter Schlesische Gas plus 5 Prozent, wobei die bekannten Käufe ihren Fortgang zu nehmen scheinen. Karstadt wurden ebenfalls 5 Prozent über Anfang ge­handelt und Bankaktien unter Führung von Da- natbank zogen bei größeren Käufen etwa 2 Prozent an.

frankfurter- Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 16. Mai. Trotz der festeren Auslandsmeldungen zeigt auch heute der hiesige Produktenmarkt äußerst geringes Ge­schäft. Es bestand fast gar kein Mehlabsatz und außerdem fast kein Konsumbedarf, so daß die Händler sehr vorsichtig sind und nut die not­wendigsten Abschlüsse tätigen. Die Preisbewe­gung zeigt ein unverändertes Bild gegen gestern. Es wurden notiert: Weizen 23,50 Mk.; Roggen 28,50; Hafer, inländischer 27.75-23.25; Mais (gelb) für Futterzwecke 24,7525; Mais (gelb) für andere Zwecke 24.7525; Weizenmehl, süd­deutsches Spezial 0 3839,75; Roggenmehl 39,50 bis 40,50; Wcizenkleie 15,50; Roggenkleie 17,50 bis 17,75 Mk. Tendenz: geschäftslos.

Franksurtcr Lchlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M.. 16. Mai. Austrieb: 102 Rinder. 1154 Kälber. 54 Schaf«, 492 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: Beste Mast-

Kunst und Wissenschast.

Süddeutsche Uraufführung vonOeblpue Rex" in Ulain}.

Im Mainzer Siadllheater fand am Dienstag­abend die süddeutsch« Uraufführung der oratorischen Oper in zwei Akten .OebipuS Äef** von Igor Stravinskv statt. Zahlreiche pro­minente Persönlichkeiten des öffentlichen LebenS. Dertreter der auswärtigen Presse, der Musik- und Theaterwell hatten sich cingcfunben. Die Ausführung selbst, der ein kurzer Vortrag Franz WilmS' über das Schassen Strawinskys voraus- Sing. war mit großer Sorgfalt von Intendant bgat Klitsch inszeniert, der auch die Regie führte. Die Entwürfe für das monumental ge­haltene Bühnenbild und die Kostüme stammen von Heinz H e l m b a ch. bic musikalische Leitung lag in den Händen deS Generalmu'ikdirekwrS Paul Breifach. Die Hauptpartie des OedipuS fang HanS Hoefflin mit feiner Einfühlung, die der Iokaste Alberta ©Otter. Als Sprecher waltete Hermann G a u 11 Das gut besetzte HauS nahm die Reuheit mit lebhastrm^Snteresse ent­gegen und bereitete am Schluß allen Beteiligen warme Ovationen. Der Austahrung des .Oedi- pus Rex" folgte die Ausführung der zweitelligen Oper .Die Geschichte deS Soldaten" von Stra­winsky.

Zum lobe Emil Lohnte».

Ein tragischer Tob hat, wie schon kurz gemeldet, einen ernjten beutschen Künstler abgerufen. War­mes menschliches, von echtem flünftlertum durch- glühtes Schaffen, tatkräftige» Arbeiten, innert» Wollen, äußeres Rönnen, Vielseitigkeit und mensch­liche Größe zeichnen bie Persönlichkeit des bebtu- tenben Berliner Dirigenten, oein (djarfumriffeiys Künstlerprof.l, fein seinnervige» Musizieren beu­ten auf Ernst unb Ehrfurcht vor ber Kunst. In Pasewalk, einem kleinen ibollischen Städtchen ber Mark, wurden infolge eine» Autounalücke» General­musikbirektor (Emil Bohnke ber Leiter de» Ber­liner Enrnphonieorchesteis, unb seine Gattin, die feinsinnige Tochter flranz von Mendelssohns, au» dem Leben gerissen. Wer den Künstler kannte, muß den Verlust, der in Sonderheit dos Berliner Musik­leben getroffen hat, mit aller Schwere empfinden. In Leipzig, im engsten Kreise bei Si11 und Stephan K r e h 1, dem großen Meister kontra- punktlscher Arbeit herongebildet, regte Bohnke da» Interesse durch vorbildliches Bratfd)cn|piel auf sich, so daß er seine hohe Kunst dem Banbler- und spä­ter dem Buschguattctt nutzbar machen konnte. Doch bald vertauschte er die Bratsche gegen den Takt- stock, behielt sie nur in lehrendem Sinne al» Hoch­schullehrer, wurde Dirigent und Nachfolger Oskar Frieds im Berliner Symphonieorchester. Star­kes Musikertemperament, eine besondere, von eige­ner lleberlcgenheit erfüllte Zeichengebung, energi­scher Taktstrich gaben ber Gesamterscheinung de» Künstlers das rechte Profil. Fern jeder trockenen Sachlichkeit und äußeren Geste diente er der alten unb neuen Literatur, spürte nach Neuem, Zu­kunftskräftigem und hob da» Niveau des Or­chester» vorbildlich. Auch als Komponist hat sich der Verstorbene einen guten Namen gemacht. K. V.

Au» dem Darmstädter ftunftkben.

Die AusstellungDer nackte Mensch in ber neuen Kun st", die von der Interessenge« meinschajt fortschrittlicher Künstler Heften» (Darm- ftäbter Sezession und Darmstädter Gruppe) für den Sommer 1928 auf der Mathildenhöhe vorbereitet wurde, kann in diesem Jahre nicht stattfinden, ob-

Slkich die Mehrzahl ber eingeladenen Künstler bei n- unb Auslandes ihre Beleiliguna zugesaP hat­ten. Die Zeit ist infolge der Schwierigkeit der Vorbereitungen schon äu weit vorgeschritten. Ausstellung wird auf den Sommer 1929 schoben und bestimmt ftattfinben.

Frankfurt a. M . 16. Mai. Tendenz unein­heitlich. - An der heutigen Börse ließ der Kursdruck merklich nach unb nach den gestrigen Abschlägen bestand etwas Declungsbegehr. Die Spekulation schritt verschiedentlich zu Rückkäufen, die aber kein großes Ausmaß annahmen. Tie im Befinden deS Reichsaußenmini­sters eingetretene Besserung brachte der Börse eine Beruhigung. Anderseits veranlaßte die Börsenunterbrechung durch den Feiertag eine ge­wisse Zurückhaltung. Unangenehm fühlbar machte er sich, dah seitens des Auslandes die Kauflust erheblich nachgelassen haben soll. Da auch das private Publikum sich abwartend verhielt, war die Umsatztätigkeit im allgemeinen nicht groß. Bei der ersten Rotierung waren bie Kurse nicht einheitlich. Die Abweichungen gegenüber der gestrigen Abendbörse waren im allgemeinen ge­ring. Am Ehemiemarkt lagen I -G.» Farben 1 Prozent gebessert. Scheideanstalt mit plus 3 Proz. stärker erholt. Von Glektrowerten waren G e s f ü r e l mit minus 2,5 Proz. und Bergmann mit minus 0,75 Proz. eher unge­beten. AEG. und Siemens & Schuckert konnten sich dagegen leicht erholen. Lebhafteres Interesse machte sich für Reichs bank geltend, die schließlich 9 Proz. anziehen konnten. Mon­tan w e r t e lagen still und meist nur wenig ver­ändert. Phönix 1,5 Proz. gebessert, Buderus aber minus 1 Proz. Danatbank zogen 2,5 Prozent an. Von den Zel 1 stosf werten gaben Aschaffenburg 2 Proz.. W a l h h o f 1 Proz. nach. Autoaktien eröffneten durch'veg etwas schwächer. Karstadt konnten ihre Kurssteige­rung mit 1,5 Proz. fortsehen. Ablösungsschuld blieben behauptet. Schutzgebiet waren dagegen etwas schwächer. Von Auslandrenten gaben Tür­ken und Rumänen etwas nach. Im üreiverkehr nannte man Victor Tolking mit 98 bis 99, Bemberg-6. -Shares mit 150 bis 152 Dollar. Im weiteren Verlaufe konnte sich die Stimmung weiter etwas bessern, und es traten meist neue kleine Kurserholungen ein. Zell­stoff Waldhos konnten 6 Proz. anziehen. Der Geldmarkt war etwas leichter. Ta^esaeld 6.5 Proz. Devisen waren weiter angeboten. Man nannte Reichsmark ge^en Dollar 4,1794. gegen Pfund 20,403. London Kabel 4.8320, Paris 124,02. Mailand 92.60. Madrid 29,12, Holland 12,0975.

Berlin? Börse.

Berlin, 16. Mai. Die sich widersprechenden ernsten Meldungen über den Gesundheitszustand

Deutsche Tanz-Gemelnschast.

Auf Einlabung von Frau Mary Wigman haben sich bebeutenbe Schulen bes mobernen künst­lerischen Tanzes unb bie heraus hervorgegangenen Tänzer, Tänzerinnen unb Tanzreg sseure soeben zu einem Fachoerbanb zusarnmengeschloften, der bc« Namen Deutsche T a irz - G e m e i n sch a f t E. D-, Bund für tänzerische Körperbikbung, Berlin, führt. Gegenüber ber künstlerischen Vermischung mit überlebten lanAformen, gegenüber ber Dis- krebitierung von Unberufenen will bie gegründete Organisation eine entschiedene Front bes neuen künstlerischen Tanze» barstellen. Gewerkschaftliche Ziele werben nicht verfolgt Maßgebend für bie Aufnahme in bie Deutsch? Tanz-Gemeinschaft sind lediglich Niveau unb Qualität der geleisteten künst­lerischen Arbeit. Der Vorstand setzt sich zusammen aus: Mary Wigmon, Valerie Kratina (j)eUcrau-5uremburg), Palucca , Jutta K l a m t, Margarete W a 11 m a n n , Pvonne Georgi. Den Vorsitz führt Dr. Felix CEmmel, der frühere Di­rektor des Schauspielhauses Düffelborf.

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