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dioniag, |b. dprn 1928

Lietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhetzen)

Nr. 89 Drittes Blatt

Turnen, Sport und Spiel

C8 sind

000 erdicht Üchergestellt

gut bewährten.

sich aber

Schneegestöber stark beeinträchtigt

TenniS-Borussen spielten ohne Bruni

,te. Schumann

von Äran.ym niebergctegt

Deutschland-Schweiz 3:2

Das gestrige Spiel brachte für die Schweiz eine Rekorbzuschauermenge von 20 000 Sportbegeister­ten auf die Deine. Der Sportplatz Neufelde in Bern repräsentierte sich in ausgezeichneter Ver- fassung. Wenn der Platz auch keinen Vergleich mit den wunderbaren deutschen Sportanlagen in

Seilen der tatkräftigen L.nterstützung versichert. 3m Lause der Sitzung nahm der Vorsitzende Ote- lcgenheit, d»c (Genugtuung übet das ©dingen es zum Aus-

3n Berlin fand gestern das SntscheidungS- spiel um die Brandenburgische Mei - st erschaff zwischen Hertha BSD. und Tennis-Borussia statt. Es war die- der dritte Versuch, eine Entscheidung herbeizufuhren, und diele fiel mit 4:0 Toren zu Dunsten von Hertha DS. E. aus. Der Kamps entsprach nicht den Erwartungen, zumal er durch hrftiges Sckneea-stöber stark beeintrSchtigt wurde. Die

Man glaubt aber. I nehmer auf mindest'- bereits 155 OOO Quartiere sichergestellt. In der Aussprache wurde die «xeftldtung von allen

eine Fahrpreisermäßigung für die Rückreise ge­währen wird. Voranmeldungen liegen bis 'letzt von 5471 Vereinen mit 139 000 Mitgliedern vor. die Iaol der Xeil-

zunächst nicht zu lchlagc B a i l l h, der linke Schweizer-b gezeichnete Flarcke hereingeben, die von Wintermann zum ersten Tor für ole Schweiz verwandelt wird. Die Schweiz, durch diesen Ldolg angelpornt, geht jetzt mächtig auS

Kampf der Rationen lausen aber nun schon Io lange und sind Id durchdacht, daß wir zu den maßgebenden Steilen das volle Vertrauen haben dürfen. daß sie den rechten Weg gehen werden.

Bei der Betrachtung unserer Ehancen müssen wir zweierlei zugrunde legen. Was Tonnen wir selbst (gemessen an den Leistungen des letzten Jahres) und was vermag der Gegner in die Wagschale zu werten? An dem internationalen Stärkeverhältnis Dürfte sich im ley.en Jahre nichts geändert haben und wird sich auch wohl in 'Amsterdam kaum etwas ändern lassen. Ame­rika ist mit feinem Riesenauigebot an Wett- kämpsern ebenso, wie mit seiner Qualität nicht

Berlin, Frankfurt. Düsfeldors oder Leipzig au»- halten kann, so war er immerhin doch in der Lago, die riesige Menschenmenge auszunehmen. Bei Beginn des Spiele« war der Himmel ziem- sich bedeckt und die Sonne schien nur ganz dünn durch. Ein leichter Südost strich über das Feld.

Die deutsche Mannschaft trat in der be- kannten Aufstellung an. Die Schweiz hatte dagegen zwei Umstellungen vorgenommen, die

abzuhalten.

Hranzniedcrlcgung aut Tcnltnal Mattia.

Am Denkmal Alfred Maul«, des Altmeister- deutscher Turnkunst in Karlsruhe, fand am Samstagabend au« Anlaß des buiOertiä&rlgcn Geburtstage« (13. Aprile eine Gedenkfeier statt, zu der sich trotz des regnerischen Wetters zahlreiche Freund? Mauls emgejui'd.m hatten. Außerdem waren anwesend die Mitglieder de«

Tas Lpiel

beginnt mit einem energischen Angriff der Deutschen, die bereits in der zweiten Minute einen Eckball erzielen können. Deutschland bleibt zunächst auch weiter leicht überlegen, doch kommt der deutsche Sturm an der schweizerischen Der- teibigung R a m s e Y e r - F a ch i n e 11 i zunächst nicht vorbei. Die Deutschen kommen aber immer mehr auf. Bald ist es der rechte, bald der linke Flügel, der dem schweizerischen Tore zustrebt. Pöttinger, obwohl gut bewacht, zeigt hervor­ragendes Können, und der Torposten rettet verschiedentlich für die Schweiz. In b?r 23. Minute flankt Albrecht wunderbar nach der Mitte. Die Flanke wird von Hofmann- Me- rane aufgenommen und mit rasendem Schutz zum ersten Tor für Deutschland ver- wandelt. Erst gegen Schlutz der ersten Halbzeit kommt die Schwei; besser auf. und vor dem deut­schen Tor spielen sich nunmehr einige h?ille Situationen ab, doch zeigt sich Wentorf der Lage gewachsen.

Halbzeit 1:0 für Deutschland, Ecken 3:4.

Der beste Teil ber deutschen Mannschaft war der Sturm. Besonders Pöttinger und die beiden Hofmanns fielen auf. Bei der Läuier- reihe fiel das schlechte Zuspiel aus. Kutterer nach Müller stellten vollkommen ihren Mann. Wentorf bekam zu wenig zu tun, um ihn endgültig beurteilen zu können. Bei der schwei­zer Mannschaft war Ramseyer der Held des Tages. Daß er einen In der 40. Minute für die Schweiz gegebenen Elfmeter wenig plazierte, so da st ihn Wentorf leicht auf fangen konnte, war zwar eine Enttäuschung für sein« Landsleute, aber dafür machte er durch sein aufopfernde« Spiel diesen Fehler wieder aut. Die schweizer Stürmer waren bis auf Tfchirren in keiner guten Verfassung. Die Läuferreihe war der schlechteste Teil der Mannschaft. Svchehaye im Tor hielt verschiedene Sachen ausgezeichnet.

In der -weilen Halbzeit

spielte Deutschland gegen die Sonne, die in­zwischen stärker durchgekommen ist. wagend die Schwei- von dem Winde leicht unterstützt wird. Die Deutschen sind gleich wieder Im Angriff, und bereits nach zwei Minuten lann Hornauer eine schöne Flanke Hofmanns, Meerane, zum zweiten Tor für Deuttschland ein­lenken. Die deutschen Spieler haben sich in-

und Handschuhmacher.

Belgien

schlägt Frankreich im Fußball 3:2.

3m olympischen Stadion EolombeS bei Paris standen sich am gestrigen Sonntag Belgien und Frankreich im 21. Fußball- Länderkampf gegenüber. Trotz aller Fort­schritte. bi die Franzosen in bezug auf Spieltechnik au ver eichnen haben, war eine reichliche Hcbet- legenhe.t oer ..Roten Teufel' unverkennbar. Be­reits zur Pause führte Belgien 2:1. Vach der Pause erzielten beide Mannschaften noch je ein weiteres Tor.

Süddeutsche Waldlaufrneisterschasten.

In Fürth-Vonhof wurde am gestrigen Sonn­tag die süddeutsche Waldlaukmeisterschaft aus- getragen. Der Besuch war schlecht. Ergebnis der Daldlaufmeisterschaften:

Wannschaftslaufen: 1. V. f. B. Stuttgart. 2. Sportverein Darmstadt 98. 3. Kicker« Stutt­gart.

Den Titel eines süddeutschen Dald- lausmeisterS erhielt der Stuttgarter Hel- o e r. Zweiter wurde Engelhardt vom Sport­verein Darmstadt 98. Dritter Bertsch vom V. f. D. Stuttgart. Die Daldlaufstrecke war 6 Kilo­meter lang. Da« zu belaufende Gelänbe toat teilweise recht schwierig.

tragen. , ri

Es gibt außerdem noch Leute, deren beste kämpferische Verfassung nur einmal im Jahr, vielleicht nur einmal im Leben, in Erscheinung tritt die in der Lage sind, an einem ganz be­stimmten Tage in Höchstform äu fein, die dagegen in der Dorbereitungszeit und in den Ausfchei- dungskämpsen laum oder gar nicht in Erschei­nung treten. Die Auswahl solcher Ist wenn nicht Glücks-, so doch mindesten« Gesuhlsfacye.

Damit kommen wir aus die Art und Weise der Auswahl der Olympiamannschaft selbst. Sie ist fast ein Probleim Heber ihre An­wendung ist schon viel gestritten worden. Es kann so sein, daß man es. wie man'« auch macht, falsch macht. Wir haben zuerst nun einmal den unglücklichen Zustand der in ihrem Bestand und ihren Vorbereitungen getrennt marschierenden Verbände, die zu einem vereinten Schlag nur schwer zusammenzubringen sind. (In Amsterdam starten aber wie bei allen Olympiaden nicht Verbands», sondern Lände rvertretungen!) Wtt haben gerade innerhalb der Verbände z. T. wieder so viel gleichwertige Leute, von denen heute der eine, morgen der andere um Sekundcn- bruchteile. um Zentimeter besser ist. Trifft man nun die Auswahl rein nach dem Maß. oder nach der konstanten Form der Kandidaten? Mir scheint das Beste zu fein, wenn man beide Faktoren bei der endgültigen Auswahl in Rech­nung stellt, und vor allem, wenn man diese endgültige Prüfung recht fpät legt. Das olym­pische Komitee hat diesen Verhältnissen bereit« Rechnung getragen und verlangt die namentliche Rennung spätestens 14 Tage vor dem Kamps. Das dürfte sich also mit der Form dieser Aus­wahl treffen, Untere Vorbereitungen auf den

Deutschland aut den olympischen Spielen 1928

Von Crrnft Paulus, Wehlar.

zwischen die Sympathie des Publikums errungen, die den zweiten Erfolg der Deutschen mit leb- ha'tem Beifall quittieren. Die Mebetlegenfteii der Deutschen wird jetzt sehr stark. Hofmann, Meerane, erzielt 5 Minuten später cm drittes Tor, das aber nicht gegeben wird, da Hof­mann vorher Hände gemacht haben soll. Gleich daraus kann Ramsayer in letzter Hot einen Angriff Pöttinger-Hofmann stoppen. Dann wehrt SSchehaye einen Angriff P »t - tinger-Hornauer zur vierten Ecke für Deutschland ab. Die deutschen Angriffe mehren sich. Wieder ist es Hofmann, der eine präzise Flanke bcrcingibt, die von Albrecht, bet her- dngelautcn ist, aufgenommen und zum dritten Tor verwandelt wird. Deutschland wird Immer belfer, und. angefeuert durch die zahlreiche» deutschen Zuschauer, kann die deutsche Mann­schaft zu großer Form auflaufen und ist sch lieb­lich stark überlegen. Die Schweizer Fonmen nur noch vereinzelt durch. Die wenigen Angriffe der Schweiz werden von Wentorf glänzend ge­stoppt, einmal durch waghalsiges Vordtesüße- werfen. In der letzten Viertelstunde kommt tne Schweiz stärker auf. Die deutsche Verteidigung hat für einige Minuten alle Hände voll zu tun. aber Müllet. Kutterer und Wentorf sind zunächst nicht zu schlagen. Dann rann - " * türmer, eine au«-

Loch in teurer Zeitspanne, die zwischen den olympischen Spielen lag. waren die CDorbercitun- aen so groß und so umfangreich, wie zwischen den Spielen von Paris (1924) und den kommenden von Amsterdam. Wir selbst im deutschen Land stecken mitten drin in diesen Vordere,tun- gen, die sich im allgemeinen in ihrem Aufwand und ihrem Umfang nach den voraussichtlichen Dewinnausfichten richten. Dabei muh rückblickend bemerkt werden, bah wir nie in der Lage waren, auf . allen olympischen Spielen, an denen totr teilnahmen (es handelt sich In diesem Falle nur um solche vor dem Kriege), eine besondere, ge­schweige denn eine führende Rolle in bet Leicht- thletif und nur von dieser soll hier die Rede sein deshalb, weil sie trotz Ihrer Natürlichkeit idbtm von altersber den Höhepunkt der Kampfe um den olympischen Lorbeer darstellte zu spielen. Untere Betriebsweise der Hebungen des Laufs. Wurfs und Sprungs hinkte lange Jahre hinter der kultivierteren anderer Staaten und Völker hinterher. 1912 In Stockholm war dieser Abstand schon geringer geworden. Aber bann warf uns der Krieg um mehr als das Ge­wonnene zurück. Weiter noch muhte die Zeit erst den Widerstand der Rationen, überhaupt mit uns in sportliche Beziehungen zu treten, überwinden. Rach dem großen Kriege seh'le un« jeder Vergleich im Kampf, denn die Dergtelck)s- zahlen irren zu leicht, weil ihnen die gleichen Grundlagen fehlen. Die letzten beiden Jahre brachten den ersten häufigen Internationalen Ver­kehr und mit bleiern die Möglichkeit einer we­nigstens ungefähren Berechnung unserer Gewinn­chancen für 1928. .

Bei der Betrachtung unserer Ersolgsmoglich- keiten können wir allgemein überblickend sagen, das) wir beste, begründete Hoffnun­gen auf sie haben. Aber all unser Wünsä-en und Trachten wird hinfällig in dem Augenblick, in dem wir nicht verstehen, uns den bestehenden Verhältnissen anzupassen. Richt Könner allein werden in Amsterdam obenauf fein, sondern Kämpfer, nicht muSkelstrotzende Athleten, die den hohen Sinn einer Prüfung, wer der Welt Bester ist, nicht verstanden haben, fonbem Män­ner. bei denen der Deist den Körper re­giert. und deren Rerven diefer großen, auf­regenden Prüfung am besten standhaften. 3u* viel kostet blefc Erfahrung, wenn man sie erst an Ort und Stelle macht, zuviel Ausfälle sind zu beflogen, wenn man diesem Standpunkt nicht oder nicht rechtzeitig Rechnung trägt. (Es sei nur an die Beschickung der englischen Meister­schaften erinnert, wo fast 50 Prozent der deut- fd?en Teilnehmer aus diesen ober ähnlichen Grün­den ausfiel.) WaS heißt nun, .sich mit den be­stehenden Verhältnissen absinden'? Alle 'Berech­nungen auf günstige« Abschneiden können über den Hausen geworfen werden durch eine, wenn auch nur momentane Indisposition eine« Kämp­fers, ein Zustand, gegen den in den wenigsten Fällen etwas zu machen ist. Es gibt ein be­stimmte« Konditionstraining. daS je nach Ver­anlagung de« einzelnen verschieden ist. Es wird Sache be< Reichstrainer« oder der verantwort­lichen Stellen der deutschen Kampsesieitung sein, eine solche individuelle Behandlung der ein­zelnen Teilnehmer vorzunehmen, derart, dost auch hier möglichst alle Eventualitäten von vornherein berücksichtigt werden. Dann spielen aber Aeuster- lichkeiten eine große Rolle. Mehr ober weniger zusagende Bahnveryältnisse, Witterung. Eintei­lung der Borkämpse. Art und Weise des Geräts und bgl. mehr. Ich darf mir erlauben In meiner Hebunasort. dem Diskuswurf.der­artige Möglichkeiten der Leistungsbeeinflussung beispielsweise kurz zu streifen. Es steht z.B. in Frage: Wird mit deutschem ober finnischem Ge­rät geworfen (diese beiden Gerätearten sind in der engeren Wahl), bei schlechtem oder gutem Wetter, mit oder gegen den Wind, mit ober gegen die Sonne, von Aschen» ober GraSabwurf- ftclle. vormittags ober nachmittags, mit vor­aussichtlich welchen Pausen zwischen den ein­zelnen Versuchen (brei im Vorkampf)? Diese rein äusterlichcn Einflüsse muh ich einfalhilicren. Sie dürfen mit in keinem Falle etwoS Heue» fein. Es darf nicht Vorkommen, dah mir bei feuchtem Wetter der Diskus aus der Hand trudelt wie ein abgeschossener Vogel. Selbst­verständlich sind diese Mahnahmen in ähnlichem Sinne auf alle anderen Hebungsarten zu über-

Haupiausschuß der Deutschen Turnerschast.

3m kleinen Konzerthaussaale zu Karlsruhe bcgannc.i am Samstagvormittag die auf zwei Tage berechneten Beratungen des Hauptaus- schusfes der Deutschen Turnerschaft. Vertreten sind alle 18 deutschen Turnkreise. Der vom ersten Vorsitzenden. Oberftudiendirektor Pro­fessor Dr. Berger. Eharlottenburg. erstattete Jahresbericht zeugt von reicher und zufrieden­stellender Arbeit. Ein Unterausschuß »oll über bic Unfälle im Turnbetrieb Erhebungen an» stcllen. Erstmals wurde ein AuSlanddeut- scher, der 60jährige Turner Friederichs in Rio de Janeiro, mit der Ehren- mitgliedschaf t der Deutschen Tur­ne r s ch a f t ausgezeichnet. Rach Erledigung des Kafsenberich'.es mach e der V-riirende do« Haupt- ausschusses für das 14. Deutsche Turnfest. Stadtverordneter Gödbe, Mitteilungen übet bic Vorarbeiten. Es wirb alles getan, um den zu erwartenden gewaltigen Verkehr rerbungslos abzuwickeln und den Festteilnehmern das Mog- lichste an Annehmlichkeiten zu bereiten. Man er­holst von der Skfenbahnverwaltung, dah sie

deS deutschen Oxeanf lu ge« zum Aus­druck zu bringen. Die Mitglieder des Haupt» ausschusses ehrten die Flieger mit einem drei­maligen .Out Heil!'. Es liegt eine Einladung vor. das 15. Deutsche Turnfest In Dresden

so leicht vom ersten Platz zu verdrängen. Dann folgt in der Gesamtwertung das kleine, aber sportlich grobe Voll bet Finnen, denen die Schweden nur wenig nachgeben. Auf der letz­ten Weltmeifterfchaft fchob tich in Paris Eng­land noch durch seine besondere Läuserklasse

können?

Soweit wäre also die voraussichtliche, all­gemeine Lage für Amsterdam genügend gekenn­zeichnet. Wie es sich mit unserem spe­ziellen. kämpferischen Rüstzeug ver­hält. ist in der Oeffentlichleit meist zur Genüge bekannt. Es sei hier nur nochmals betont, daß untere Besten gerade gut genug sind, um sich durchzuschen. Untere Besten: Als Hauptwaffe gelten hier die Sprinter, die mit bekannten Ra- men. Körnig. Houben, Cammer8 usw. unsere stärkste Waffe für Amsterdam bilden. Heber die Mittelstrecken sollten wir immerhin einiges Vertrauen zu Peltzer haben, mit B ö- chcr als Schrittmacher dazu, mehr aber auch nicht. Die langen Strecken bedeuten für uns die Rennung von Kohn» Berlin und Petri- Syamburg, und damit evtl. Platzchancen. Die Sprünge: da kommt nur Dobermann in Be­tracht, evtl, noch K ö p ck e , und sonst niemand mehr. Wersen und Stoßen liegt in den Händen von Schlokat (Speer) und Hoffmeister (DiskuS). An eine Placierung im Kugelstoßen glauben wir ebensowenig wie im Stabhochsprung. Wer nicht über 15 Meter stößt ober über 4 We­ier stabhochspringt. kommt nicht in Frage. Troß- hachs Hürdetzleistung ist international, ob sie aber reif ist für olympische Ehren, ist eine zweite Frage. Gute Aussichten haben wir in den Stös­seln 4 mal 100 und 4 mal 400 Meter, in der erstgenannten erwarten wir einen Sieg, in der anderen mindestens einen guten Platz. Bliebe noch erwähnen unsere Hauptstärke, Untere Damen! Die sind dem Ausland ihren bisherigen Leistungen nach unbedingt voran«. Das wird viele Siege und Punkte geben!

Wie stellen wir un« nun zur Wertung der Kämpfe? Beschränken wir uns aus Siege oder Plätze unserer Aussichtsreichsten, oder legen wir Wett auf eine möglichst große Punktzahl? Dabei ist e« vielleicht von Interesse, die Ansicht eine- der prominentesten und maßgebendsten de« deutschen Sports zu hören, unseres Reichs- trainer« Waitzer. der mit seiner Ansicht die Sache de« Deutschen Sports und der deutschen Leibesübung wohl am besten treffen wird:

.Richt Erfolg, oder Mißerfolg ist die Losung, sondern sie heißt: Bewähren! Der Gesamt­eindruck unserer Kämpser wird entscheidend sein für das Werturteil über unsere Ration. Frei und natürlich im Austreten, al« Sieger ohne Einbildung und Heberhebung, als Unterlegene mit jenem ruhigen Selbstbewußtsein. das dem ernten Sportkämpfer geziemt, als Träger deutscher Litte und Art. deutscher Kultur und Erziehung, so sollen sich unsere Leute ohne Ausnahme alS echte sportliche Kämpfer zeigen, dann ist ein ideeller Erfolg gesichert, der zusammen mit den Leistungepunkten zuiriedenstellen wird."

Soweit Waitzer al« einer, der am stärksten an unserem guten Abschneiden interessiert ist. denn die kämpferische Vorbereitung auf die großen Spiele liegt allein in seiner Hand.

Aber auch rein materiell können wir alle« in allem mit einem gesunden Optimismus in diesen .Kampf der Rationen gehen. Wohl fehlt uns die Erfahrung, die andere aus den letzten Spielen gcfammelt haben Wir muffen diesen Mangel irgendwie ertetzen können. Es muß für jeden deutschen Teilnehmer ein Kampf mit Herz und Rerven sein mit der Begeisterung für das Land, dem er entstammt. daS ihn entsandt. Kampf für Die Farben des Landes Keine kostbare Trophäe winkt dem Sieger. Der Aufdruck seiner Leistung, seines Könnens, seine« Wertes sei das Fiel: .Deutschlands Flagge am Sieges­mast !"

sich darum, in diese Placierung der auf Amerika folgenden einzugreifen. Wie werden wir das in den einzelnen Disziplinen möglich machen

sich heran«, und ol« Baikly wenige Minuten darauf wieder eine schöne Flanke beteingibt. ift Wentorf n cht zur Stelle, so daß 3 a g i 111. Aum zweiten Tor für bi« Schweiz ein­senden kann Da« Sp.el hat seinen Höhepunkt erreicht. Die Schweizer werden von dem Publi­kum mächtig angespornt. Deutschland macht sich allmählich wieder frei und erzielt «in weite­re« Tor, das aber wegen Hände von Al­brecht nicht gegeben wird. Die Deutschen scheinen durch Die überraschenden Erfolge der Schweizer deprimiert. Wentorf bat sich jetzt über wenig Arbeit nicht zu benagen. Die Schweizer- Stürmer sind gegen die erste Halbzeit nicht wieder zu erkennen. Dann ist das Spiel zu Ende.

Sieget Deutschland 3:2.

Der Sieg für Deutschland war gerecht. Dio Schweizer-Mannscha:t kam erst In den letzten Mi­nuten richtig in Schwung.

ftupboll in Westdeutschland

Die westdeutschen Meisterichaftespiete brauten gestern durchweg erwartete Nesnltnte. In Köln schlug di? SpielerDerrlniflimg Sülz 07 Schwa rzux Bannen sicher mit 3:1 und noch klarer, mit 5:1 distanzierte Preußen Krefeld Hagen 72. In der zwi­schen runde der Zweiten erfocht der wstbcutiche illhrcfftvr Duisburger SD. einen hohen 7:2 Sieg über lasset 03 Um Rutzrdezirk fand ein 6tu t* fpkl BachumBuer statt, da, Bochum mH 4:1 gewann.

«Süddeutsche Fußballmeisterschaft

Nach den Unterbrechungen der Gesellschaftsspiele an den Dftcrf eigen sanden Die Kämpfe um die süd­deutsche Fußballmeisterschaft gestern ihre programmgemäße Fortsetzung, einige Vereine hatten zu dem ßänberfampfe Schweiz Deutsch­land Spieler abzugeben und waren deshalb In den Perbanostreffen spielfrei Deshalb kamen in der

Runde der Meister

nur zwei Spiele zur Durchführung, davon das weit­aus wichtigste in Worms zwischen W o r m a t i a Worms und Eintracht Frank flirt. Der hart erkämpfte l:O-ieg der Frankfurter Mannschaft, die mit Ersatz für Goldammer und Stübcrt an treten mußte, bringt Eintracht wieder In aussichtsreiche Po­sition im Kampfe um den zweiten Tabellenplatz Da» Treffen wurde in der ersten Minute nach der Pause entschieden, wo Schätzer eine ausgezeichnete Kombina­tion der Angriffsreihe mit unhaltbarem Schutze ab- schloß Der K. F. D K a r I » r U h e und der Spo. Waldhof lieferten sich ein sehr spannendes Spiel unter wechselnder Ueberlegenhelt, das schließlich mit 2:2 unentschieden endete. In der

Runde der Zweiten und Dritten beschäftigte die G r ri p p e R o r b w e ft alle acht Vereine in vier Spielen, die den einigermaßen erwarteten Ausgang nahmen. Sehr glatt siegte der F. S V. Frankfurt 5:1 gegen ben V. s. L. Reu-Isenburg. Die gute Form, in ver sich die Frankfurter befanden, triumphierte Über die zähe Gegenwehr Reu-IfenburaS. S 0,. Rotwelß Frankfurt war mit Ersatzleu'en nach Ludwigshafen gefahren und brachte von der F. G. 03 L u d w i g S h a f e n eine Riederlage mit 0:2 Toren beim. Dagegen konnte der F. Sp. V. 05 Mainz, der auch außerh lb (hielte, Boruffia Reunkirchen mit 2:0 Toren schlagen und verdankte diesen Erfolg dem DurchbruchSsplel seine« Sturmes. In einem schar­fen Kampfe, der zeitweilig außerordentlich span­nend war. erkämpfte Saar 05 Saarbrücken gegen den V. f. L Heda tau ein 2:2.

In der Gruppe Südost waren Union BSckingen und V. s. R. Fürth spielfrei. Der 1. F T Nürnberg erkämpfte trotz Ersatz für Kalb und Schmidt ll ein 4:1 gegen Phönix Karlsruhe. Hierbei ist bemerken-wert, baß die Anarifssreihe deS deutschen Meister« noch langer Feit wieder einmal gut gefallen konnte. Etwa« befremdend wirkt da« 2:2. mit dem sich Wacker München gegen den S. T Frei­burg zufrieden geben mußte In einem sehr matten Spiel büßte der Tabellenerste einen Punkt ein. Der V. f B. Stuttgart führte bi' zu, Pause gegen S. V. 1860 München in über­legenem Spiel mit 2:1 Toren, ließ dann aber den Eegner mächtig auf kommen und verlor schließlich noch 2:4.

Dom Berliner Fußball.

_ ... Hauptausschusse« der Deutschen Turnerschast und

stark in den Vordergrund. Für uns handelt c« I inerter ter der Regierung und der Stadwerwal- ~ * tung. Das Ehrenmitglied de« Ausschusses. Ober- turnlehrer K u n r a t h - Bremen, hielt die Ete- benfrebe. Außerdem sprach Hnterrichtsminister LeerS. Rachher wurden eine große Anzahl

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