litt*
Rheinhessen
allgemeine Spargelernte chno# ver-
Preussen.
Mrei» Wetzlar.
begonnen ober die zögern
bdn gehackt. Do5 ®rrr petpotbene Haar sich aus der Stirn streichend, stand Mar« «neu Lugenvkck n«ch- denNich- man sagt, die litte wissen'«, mem ”*** forrwr* — tom beim mrfftd) Unheil*
v iyorttetzung ,
IV) 81 u • h t- m Ä r e H f e h l a r , L5 April. Der Bezirksausschuß zu Koblenz hat für den Umfang des Regierungsbezirk» Koblenz einschließlich des Kreise» Wetzlar den Schl »iss derSchonzeitfür Rehböcke auf den 29 Mai sestgesetzi, so Vorder 30. Mai der erste Iagdtog ist. Den Beginn der Schonzeit für Birk, Hasel- und Aasanenhahn, bat der Bezirksausschuß auf den 18. Mai festgesetzt, so daß der 17 Mai der letzte Iagdtog ist. Nachdem die bc- fannte Polizeiocrordnung des ObcrpräfiDenten der
auch bei bet Entdeckung der Tat a u f g wurde Roch dem fetzigen Stand brr iuchung ist damit zu rechnen, dass sie bald zu einem Abschluss gelangen wird Die nerlauiei. sollen im Anschluss daran die Akten der Staat*- anwalifchaft zugeleitet werden. Von wo au* die Erhebung der Anklage erfolgt, die in einem Falle auf I 6 tung auf verlangen und in zwei Zöllen auf Mord lautet. Aach Uage der Sache ist damitzu rechnen, dass bieTtenianblung im Laufe des Monat» Mai statMndei
Während man tr der BorfritgöAeit den Begriff .kommunale städtische oder öffentliche De- tun dHei tspf lege" kaum kannte, haben bic Sr- iahrungen der Rachkrteastahr« bi Meter Aich- tung grundlegende Tlenberunaen herbei geführt. Die Kenntnis oom katastrophalen Stunk der Volksgesundheit liess die Ä am rmmalper Wallungen dazu übergeben der Behandlung volkshpgleni- lcher Fragen im Ontereffe der Bevölkerung et» hählc Ausmertfamkeit zu schenlen. Während man früher bemüht war entstandene Schäden ;u de- tethaca, wird heute die gesamte d f f e n t l i ch e Gesundheitspflege von dem grundlegenden Gedanken geleitet, in der Vorbeugung das wirksamste Wittel zur Erhaltung der Volksgesundheit zu erblicken. Die Mittel die all- jährlich von den ÄommunaltmttDalhingcn für die vorbeugende Gesundheitspflege aufgeworfen werden, find produktiv angelegt, denn je intensiver eine Kommune ihre Einrichtungen össent- licher Gesundheitspflege aufbaut, um so geringer werden allmählich die Kosten, die alljährlich an Unterstützungen aller Art an notleidende Kreise der Bevölkerung aufgegeben werden müssen. Geleitet von dieser Srrcnntnif find die Kommunen trotz schwerster finanzieller Depression im 3nterefk der Erhaltung der Volksgesundheit in der Aachkriegszeit zu einem toste- matilchen Aus- und Ausbau hygienischer öltent- licher Einrichtungen übergegangen. Erwähnt feien beispielsweise die Errichtung von SchulzohnNini- fen. Efebecotungsstellen, Zub«rtulofciür1otge» stellen und ähnliche Einrichtungen. Während bie Kommunen in der Vorkriegszeit auf dem weiten Gebiete öffentlicher Wohlfahrtspflege SrnzelfÜr- sorge getrieben haben, ist ihnen durch die Folgen den Krieges die Aufgabe zugefaNen. in Zeiten wirtschaftlicher Depression Wasfennoistände bekämpfen zu muffen Diese Notstände lli.ö als die innere Auswirkung der Kriegs- u.id Nach- kriegsverhäünisse anzusprcchen. so dass auch die Lasten, die den Gemeinden aus der Eniwicllung der Verhältnisse zugesallen find, als inner» Kriegslasten angefprochen werden müffen.
Für das gesamte Gebiet öffentlicher Gesundheitspflege muss in der Gegenwart und insbesondere in der Zukunft Auf» und Ausbauarbeit geleistet werden, um die Schäden, die der Krieg dem höchsten Gut des Volles, seiner Gesundheit, zugefügt. heilen ZU können. Die Förderung tatkräftigen Ausbaues kommunaler hygienischer Einrichtungen ist in der Gegenwart eine Aufgabe, deren konsequenter systematischer Grsüllung sich heute keine Stadtverwaltung entziehen kann und darf: denn nur so ist es möglich, allmählich eine Minderung der ungeheuren Aufwendungen, die alljährlich von den Kommunen für die Erfüllung sozialer Aufgaben gemacht werden, zu erzielen. 3m Aahmen deS Erreichbaren muss fedc Stadtverwaltung bemüht bleiben, die Errichtung gemeinnütziger öffentlicher Gesundheitspflege -Einrichtungen zu
läuft die Schusszcii für Rehböcke in diesem Jahre vom .30. Mai bis 31. Dezember.
(70 Hörnsheim. 14. April. An den Folgen einer Blutvergiftung, die er sich bei dem Streuen künstlichen Düngers zugezogen hatte, starb heute nacht nach kurzem Kranksein der Landwirt Wilhelm Helm von hier. Helm ist ein Sohn de» verstorbenen Gutspächters Johannes Helm von Büblingshausen und war eine in landwirtschast. lichen Kreisen weit bekannte Persönlichkeit.
<> Au» dem Hüttenberg, 13. April. Im Anschluss an die Notiz in Nr. 88 des ..Giessener An zcigers" wird uns mitgeteilt, daß die Landwirte Mit Rücksicht auf die geringen Preise für Schlachtschweine dazu übergehen. die Schweine selbst zu schlachten und das Fleisch im Hl e i n ne r t n u f an die Ortseinwohner aus zuwiegen. Die Landwirte sehen sich zu diesem Schritt gezwungen, weil sie ihre Schweine sonst kaum noch los werden.
Mrcie Bicdcnkopf.
Oberweidbach. 14. April. Vorgestern stürzte ein siebenjähriger Junge beim Spielen so unglücklich hin. bass er einen I Schädelbruch erlitt und in bewusstlosem Zustande in die Klinik nach Marburg überführt __werben musste.__________
Kommunale Gesundheitspflege
Äon Dr. Bader, Magdeburg.
fördern Auf der anderen Seite aber muss oom Reich und von den Ländern gefordert werben, in Zukunft nicht etwa nur bie ® c m e i n b c n auf der einen Sette mit Ausaaben &u belasten während auf der anderen Seite ihnen durch weitgehende Eingriff« in das Recht der Selbstverwaltung es unmöglich gemacht wird, ihren Verpflichtungen, weiche bi« Durch- fsthruna hygienifcher Massnahmen mit sich dringt, nachzukommen Während früher von Den Gemeinden eine individuelle ,iüdorge g»trieben wurde, find Ite In der Ruchkrieaszell bas Opfer einer fchcmatifierenben Gesetzgebung geworden Das Reich erhob Anspruch auf die grundsätzliche Gesetzgebung nicht nur auf dem Gebiete der Kriegsdkichadig.en- und Hinterblte denen - fürforge, sondern dehnte Ht auch auf andere Für- sorgegebiete aus. Die Gemeinden wurden gezwungen, trotz grundsätzticher Anerkennung individueller Fürsorge Bestimmungen schematisierender Raiur zu erfüllen. Auch in formeller Hinficht wurde der Aufbau der Fürsorge einer Zwanasorganisation unterworfen Die Folge war die Häufung zuständiger Instanzen innerhalb der Verwaltung, die natürlicherweise der Erledigung der Arbeit, vic von den örtlichen Instanzen verlangt wurde, nicht deionders dienlich war Ja sogar aus die Organlsakikm kommunaler Einrichtungen erstreckten Reich und Länder ihre Kompetenten. Dom Gesetzgeber wurde beispielsweise die Vertreterzahl der freien Wohlfahrtspflege im örtlichen Jugendamt festgefeyt. obwohl es heb hier um eine reine kommunale Aufgab-' handelt Reich und Länder fchrecken aber nicht davor zurück, da» Lelbstverwultungsrechi der Gemeinden auf sozialem Gebiet zu beschneiden.
Ungeheuer gross find die Höften, welche die öffent liche Wohlfahrtspflege. zu der letzten Endes auch die fonwnunate Gesunddeltspftege zu rechnen ist, alljährlich jorbert. Sollen auf dem Gebiete offtntlicher Fürsorge Ersparnisse erzielt werden, bann muss bie Sleberfjerftetlung de r verantwort - sichen Bewegungsfreiheit der Kommunen auf dem Gebiete ber Dohl- fahrtspfkege gefordert werden. Cs wird in Zukunft nur dann möglich fein, eine Minderung der jozialen Lasten zu erzielen, wenn die kommunale Selbstverwaltung in die Lage versetzt wird, trotz der Anordnungen de» Gesetzgebers und der Ber- ivaitung im erforderlichen Maße i ndividuelle Fürsorge zu treiben und die Durchführung öffentlicher Fürsorge den jeweiligen örtlichen Verhältnissen anzupassen. Die Gemein- den sind schon von jeher die Träger Dee Staates ge- intien. Mik ihrem Schicksal ist das de» Staates auf das engste verbunden Die Gesetzgeber von Ncich und Land mögen jich für die Zukunft dessen bewußt bleiben; die Vernichtung des Selbstverwoltungsrechts der Gemeinden bedeutet den Zufarmnenbnich des Staate»! Nur ein freies Selb ft vermal' t u n g 6 r e ch t der Kommunen stellt die Eriftenz des Staatsganzen sicher.
Oberheffen.
Landkreis Bietzen.
p Altea-Bufeck 15. April Mehrere Schulknaben beschäftigten ftch hier damit, eine atfunbene Platzpatrone durch Bearbeiten mit einem Hammer zur Entladung zu hrtagcn Der Versuch halte aber emen unet- mfinfAun Erfolg. Durch umherfliegende Splitter dar erpfobierenben Patrone wurden z w e i K n a- ben an Annen und Händen nicht unwesentlich verletzt. Der «ine der Verletzten musste sogar zwecks Entfernung eingedrangener Splitter und sachgemässer Weiteroehandlung der Wund« in PiTdliruraito. %nil ”"^5'
iperben Möge Der noch peryülkntSmamg glftff- luh verlaufene Vorfall anderen eine ernstliche Warnung bedeuten'
th G r o ss e n . v n s e ck, 13. «prik. Die Provinzial- Verwaltung hat an die BctonbaugcieUschast in Gic ßen Den Auftrag erteilt, unsere alte steinerne Schmiedbrücke, welche mitten Im Dorf gelegen ist mtgen BaujaUigkeit ad zubrechen und an deren -teile über die Dieseck eine moderne Eisen betonbrücfe herzustellen Man hört, daß der Brückenbau rund 20 000 Mark erfordert.
$ ® r ü n b e r g. 15. April. Die jüngste G e - meinderatssitzung ergab u. a folgendes. Lus ein Rundschreiben des Heberlandwer- kes Friedberg beschliesst der Demetnderot die Erneuerung der Strassenlampen die sich als dringend notwendig erwiesen hat. bis zur nächsten Sitzung zu vertagen. Ebenso wird ein Antrag der Lehr- und Kunst- s i l m GmbH. Wiesbaden um Ausnahme von Grünberger Ansichten zurückgestallt Die Dal- luSstrass« bedarf einer sofortigen Ausbesserung Viefe soll so auSgeführt werben, dass zunächst die Senkungen de» Gossenpflaster« gehoben und di« Senkungen am Fahrdamm mit Steinschoiter glcichgemacht werden. Weiter wird beschlossen. dass sämtliche Hunde tn Grünberg mit Hundemarken versehen sein müssen Die Hundemarken werden auf Kosten der Hunde- besiher von der Bürgermeifterei beschafft.
® rüningen 15. April Heute wurde im südlichen Teile d«S Kreise« Giessen, und zwar in den Gemeinden Dorf-Gill, Gberftadt. Ober-Hörgern, Holzheim, ®rüningen und Watzenborn-Steinberg, die KreiSmotorspritz« In Anwesenheit des KreiS- FeuerwehrinfpektorS Dickorö vorgeführt. Rach theoretischen Ausführungen. in denen bie Rotwendigkeit und die Bedeutung der Motorspritze besonders hervor- gehoben wurde, folgten praktische Vorführungen. Man gelangte dabe, allgemein zu der Erkenntnis. dass die Spritze bd AuSbruch eines Feuer« vortreffliche Dienste leisten kann.
Mr ei# Kricdbcrg
LSR. Vtkbei 14. April. In Der letzten Sitzung der Gemcinderatsmitglieder wurde der bisherige Bürgermeister Rechthten einstimmig wiebergewählt. Bürgermeister Rechthien gehört der sozialbemokratischen Partei an.
00 Staben, 15. April, äin fremde iRaus ni a n n . der hier übernachten wollte, glaubte sich verfolgt und ging nachts um halb zwei Uhr in bie fHibba, roo er unter ber Brücke Schuss vor seinen vermeintlichen Ser,Olgern juchte Alles gütliche Zureben ber Einwohner könnt« ihn nicht vernnlaisen, seinen Zusiuchtsort zu verlaften Etwa drei Stunden blieb er in ber an dieser Stelle etwa einen Meter liefen Nidda stehen, bis cs der herbeigerufenen Polizei gelang, ihn zum Verlassen be» Wassers zu bewegen. Es würbe ihm fofort arMch« Hilfe zuteil, bevor er in da» Kranken- hau6 nach Friedberg verbracht wurde. Die Ursache dürfte geringer Alkoholgenuß sein, den der Mann, der eine schwere Kopfverletzung hat, nickt vertragen kann.
Mrei# Schotten.
”05621. Ulrichstein 14 April. Beim Aus- heben eine« Krähenneste« im Oberhalb fand man in dem Rest einen kleinen Loschen- k o m p a ß . der von irgend jemand verloren und von einer Kräh« nach d«m Rest verschleppt worden »st. Das in Frage kommende Krähenpaar muss sich überhaupt für allerlei Sachen interessiert haben, lagen doch noch ein leere« Maggisläschchen und ein Finger Hut 'n dem Rest. Bekanntlich interessieren sich Krähen gleich ber Elster für glänzende Gegenstände
Öie goldenen Beige.
Vornan Äiebig
Lopdright bh Dcufcht vorkvmt^Ar-stalt Stuttgart der Diskus auv
34 Fortsetzung abgeschossener Vogck- verboten.
Ni. haue ber Vo>'ese Massnahmen m ^<d> a« prXtSk M.Vderen Uebung«artä5ort?n höbe ren Zchwmig. Er l- , ..tenern Nuh< ltze- duld ans Herz - ,bf,m 'xtyi> ugen werden (Botte? Kinder heißen, unta’f?nÖ W da» Hirnmdrmch - aber seine Blicke auf finstere, nnentwegte
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Warum ging man mich ft» bruwl vor, im pünktliche Steuerzahler durch Zuschläge zu bestrafen die^man aradheraus wucherisch nennen konnte' ne _etra|- gebühren betrugen oft fo viel wie die ganze ©teuer. Ls war doch kein böser Will«, baß man d.c cteuem nicht zahlte. Der adgcmagerten Kuh sollte man Heber Futter geben, anstatt ihr noch den letzen -tropfen Milch auszupressen. Wenn einer tot ist. kann der ia auch keine Steuern mehr z<Usi«n, und war man denn nicht hier tot, ganz tot ? Kein Weinhanbe«. rem -tv satz — fein Geld, fern Brot.
Aber jetzt Daster. Wasser genug, alljumel Wasser. v r x
Es hatte sich keiner beunruhigt bis letzt, daß die Dtoicl doch ging, alle Jahre stieg die einmal, wenn auch nicht gerade zu dieser Zeit. Der Wegen barte nachgelassen, nun hofft« man. sie würde schon wie der fallen. Doch sie rief nicht, sie stieg eMw außer ordentlich schnell.
Grau, auigewühit und auiwuhiend kam es von mok’lauiroärie heruntergeichosjen und füllt- das Tai. Dir rofenD rusch das stoss, quirlte und schäumte! Immer mehr Wasier — noch immer mehr Um Gottes willen, wo kam nur oll dieses Wasier her? Unb wo wollte es hin? Dem Dorf auf den Hals. Entfliehen tonnte da» nicku. es lag auf zu schmalem llferlanb. Hätte man doch feine Häuser lieber am Berg weiter hinaufgebau: Doch da war ja jeher Fussbreit zu kostbar, der Berg gehörte dem Wein.
Mit besorgten Mienen jchouoen dir Memchen sich an: das fehlte grab noch. Hochwasseroelahr' lieber- schwemmung. Bem fernher wurde Sie schon verkündet: dumpfe, mamenbe Schüsse. Die unzähligen ’WTrvtnmoen de? Flitsies mffcmg, in den SMtchfen
Ingelheim, 14. April. Die ersten Spargel n aus dem hiesigen weit ausgedehnten Anbaugebiet erschienen in diesen Tagen a u f pem Markte. Die warmen Tage boflünftigten da« Wachstum, so daß vereinzelt mit dem Stich wurde Die eingetretene Kühle wird
Mann. ..Wat machen ich, mmn imr dal dreckige nkifler in den Wein läuft? Und machen ich bat Sp-.inhiod) so fest zu, bat kein Waffer herein kann, bann kann mir bat Faß platzen. So i» et sicherer." Er leuszle: „Wat tut man dann nit alles für feinen Dein — selbst wenn man den nit verkaufen kann!" „Ihr liegt aber doch hoch hier, qlmcht Ihr dann, bat das Wasser noch immer steigt?", rmgtt plötzlich unruhig geworden bi« Srenrm.
„Man tonn ni; für gewiß sagen." Der Loefenich lachte bitter: Warum fallt die Mosel mit uns ein Einsehen haben, wenn Menschen bat nit mit uns haben? Ich fürchten, fie steint."
„Dat Gatt un* bewahr!" Die Bremm bekreuzigte sich, und die Soefemch, die wie etn Schatten im Winkel saß, den gretnenben Säugltna an der Brust, bekreuzigte sich auch: „Dat wär ja schrecklich, wenn sie bi» hier herauf käm!"
E» kitt 6te Bremm nicht länger mehr bei den Loej-mich», sie lief «iienbs nach Haus. Da war bie Arbeit bereit» m vollem Gang. ,$a»i stunden kaum nwr di« Frau adwes«nd geraden, und schon mar die Mchel ins Haus getreten. Sie hatte ja nur noch ein paar Stufen gu überschreiten gehabt. Sie schickte, als ersten Gruß, in den Flur einen Heinen Guß, der lief über bald lang und verbreiterte sich auch, wuchs lchnell. Ein Bächlein kam gelaufen vom Flur unter ber Küchenkür her. da hasf fein Aufwischen mehr, ba® war der Wtitbenboben ganz nass.
Der Hanni und bas Christtnchen, die vom sicheren Part des Küchemkisches aus, sich erst jubelnd vergnügt hatten, würben bang. „Dill erunner, will erunner,” meinte bas kleine Mädchen. Maria nahm iröftenö das Schwesterchen aus den Ann und trug es nach oben; dann holte sie auch den Hanrn Huckepack. Sir legre beide, die schon miste, eiskalte Fuße batten, in ihr Bett und deckte sie sorgfältig zu: „Bleibt auch schön Kegen!" Mt besorgten Blicken iah sie auf die Kinder — ach, seit sie sich jetzt teiber 311 einem Kind bekannte, hatte sic auch mehr Liebe ’ür diese zwei hier. Die armen Kinder, wenn das Wasser nun noch höher stieg?! Dann konnte man bafl) nicht. Warmes mehr kochen, denn einen Ofen aab es in den Kammern hier oben nicht. Unb Mnch? 0 Jesu», die Kuh! Denn man nicht W der in den stall mehr tonnte! Sie verließ eilig die Kammer unb rann« die Treppe hinunter.
Unten lief die Mutter in doppelten Männersocken imb Holzschuhen herum, sie suchte alles Vewvgliche
Kunst und Wiffenschasi.
Graphik-Ausstellung in Darmstadi.
Am Sonntag eröffnete di« Darmstädter Kuutz- halle am Rheintvr ibt» Pforten für eine neue Ausstellung, in der di. Stete Vereinigung der Graphiker zu Berlin die Arbeiten ihrer Mitglieder zur Schau bringt. Die Ausstellung umfaßt etwa 300 Arbeiten von 83 Miialiederu der Vereinigung, die aus allen Gauen Deutschlands stammen Und die verfchtedene Kunstrichtungen vertreten Von Den ausftellenden Künstlern seien nur einige genannt, wie Pros. ^ a r t - ning.O. H. Engel. EOrlik.E. Richter- Berlin, Eissarz- Frankfurt a HL Äätb« Kv 1 lwlh und viele ander« an«rlannte Künstle»
Dritter Deutscher Vkabemikertag.
Im Nahmen de. Dritten Deutschen AkatemKer taget sand in Elberfeld am Samstag. Dem vorletzten Deihanidtungstage, abends ein Rommers statt, bei dem Franz Schweinitzhaupt lInnsbruck» über i-o^deutsche Einheit unb Frechtet" jpmch. Der «ebner schilderte bte Leiden ber Deutschen in Südtirol und betonte die Umnöglichfeit einer frtebüchen 'öerftdnbigung mit Itossen, solange die Kulttir- fcharrtw südlich Des Brenners nicht aus der Weit Geschäft sei. Gegenseitiges Mitgefühl und gegenseitige Mithilfe über die Grenzpf ätzte hmous fei die Vorarbeit für die Schaffung einer grotzdeuüchen Kulnir- Semeinidjaft. Die deutschc Afabemikerschaft tonne am ufbau des fünf eigen Reiche» nanwnWd) durch häufigen Auslaufch von Stubenten inlttterten. um dadurch das gegenseitige SidjtennenlerMn zu fördern.
Berliner Börse.
Berlin, 16 April. (WÜB. FwrHpruch > Der erste Frühverkehr der neuen Woche zeigt.' ab- wartende Haltung. Rennen-werte Anregunaer. lagen nicht vor Der Orderseingang seilens De* Publikums war noch gering. Die Grundstim- mung blieb aber zuversichtlich. Kurse werden noch nicht genormt Am Devisenmarkt hört man Pari« 124.02: Mailand 92L0: Spanien 29.02. da* Pfund 488,35 und den Dollar 4.18
fest zu nerftmicn. Oben auf bie Schränk« legte fir Bilder. Kockftöpse, Porzellan. Die ertte Uhr, oll Dir kleine leichtere Habe. Di« .WeiDer, die mstni des Ehebett, und die Der Kltenen truaen beide Frauen aus Der Stube nach oben; unt) altes, ®a» oan Ess- marm noch im Hause war. Darm telte Moria schnell auf Den Hof.
Hier war es noch nicht ganz io schlimm, ber Hv|, sowie das Gäßchen, bas an Dem oorbeilief, stiegen schon bergan. Im Stell toar es noch trocken, aber die Kuh, Der sie beruhigend zurtef, wollte nicht stehen. Immerwährend peitschte ihr Schwanz, fie liefe sich nicht melken Da» Tier hatte Angst, man sah's am Blick, am Zittern ber Flanken. Man würde fie iortbrinoen muffen morgen früh, wenn etwa über Nacht bas ®affcr noch geftteom war, im Gässchen weiter hinauf, beten Loefenich oben, konnte sie unterstehen, dir dotzrn kam da» Wasser üchertzch
Hühner hatten sich auf bw Krippe gefluchtei. da lassen fw aneinander gedrückt und gaben ein beständiges, angftficb warnendes Gegackef von sich; jo machten fie er focht, wenn ein Raubvogel überm Hot «chw^ite. Der Hahn mar noch Drau feen geblieben; aber mich er schoss jetzt plötzlich herein, mH Ichleppenden Flügeln fegte er über Den Boden hm, als wäre ein Ftend hinter ttzm, imt> fchwong sich mit grellem Aufschrei ,ui seinen Hühnern. Die dummen Tiere! Bis yir Kttppc hinauf kam doch nie- mal» das Daster, sie hätten ruhig da sitzen formen Ader besser, man nahm sie in» Hau». Sie bissen Dem Mädchen m Die Schürze, al» Dte Se einfrng, die Federn Mögen, sie wehrten sich, ate ob sie heute Dr vertraut-. Hand nicht mehr kannten. Dreimal mußte Maria hin und her, bis sie alle Hühner im Häuft batte; Der Hahn fotate ihr, al» sie die letzten hm- übertrug. Oben in einem Verschlag stand «ine alte, unbrauchbar gewordene Bettstatt, auf der tonnten >ie sitzen, aber ite setzten sich nicht, tn einen Klumpen v>o "menqedruck: bockten fte sich m die Lck». Der Hahn krähte beständig. Tiana warf ihnen eine Handvoll Körner hin, aber sie pickten nichts dcwo« au*. Des Mädchens Hände Muteten, so fetten Mr verängstigten Tirol sie gefcatt urtb mit fen Schrttft
ber Berge rollten und grollten fie fort. Als Simon Dremm am nächsten Morgen öte Tür teiiws Hauses Öffnete, kam di« Motel bereit» bis an dessen Stufen heran, (ir schlug jchnell die Tür $u: bleib draußen Aber da fiel ihm ein, der Feigenbaum, fein FeiM^ bmim stand noch da. Lr sprang schnell >nieder hinaus, die Stufen hinab, bo ging ihm das Wasser i<hon M» an die Stnie. Er versuchte den Kubel yi heben und n»eg.)mchleppen. aber das konnte er mcht. Er rief nach feinen Söhnen, aber auch zu Dreien vermochivn «te's nicht, der Feigenbaum war viel stärker als drei. 6r hatte, ohne daß jemand es ahnte, mit seinen Wurzeln Den Baden des Kübeis langst durchgeschlagen, hafte tefne Sauger tte» unters Pflaster in» Erdreich flejenh; man musste ihn stehen taffen. Ob er «dräntOh, fo doch würde das Wasser nicht kommen, dass er gänzlich versank. Der Wegen hatte jesst aufgehorr, das war bie beste rtlft; cme andere war ja auch kaum zu eruxinen.
Nur Gott formte heften. Die Bremm eilte in Die Hircfee. fie mußte hinien heraus, durch den Hof tarn sft ins (8ässchen und von Da noch trocken tzinau' Sn der Kirche hielt der Pastor eine Andacht, da hat ten sich viele oerkunmeli. Al» Die Bremm Dorrn durchs Gäßchen wieder zurückkom, winkte der Lveie- nid) ihr; fie trat bei ihm ein.
j>abt Ihr ’t schon im Keller ' fragte er sft.
„En bißchen. Aber vremm lagt, bat macht mr. Er will mit den Jungen» floate dabei machen, die Fässer hochzigOgen für alte Fäll.'
Hm. Da, guckt Such mal dat an* Der Voeienid) schob eine . Ite Strohmatte am »oben beiseite und lachte, stolz auf feinen glücklichen Einrav. Der Keller lag bei ihm grobe unter Der Stube, ho hatte er nun bie ganze Nacht platt auf Dem »auch gelegen, hn Stubenboden em Loch gebohrt imb durch Da» Loch einen Sd^nud> geleitet, der hinuMcrreichte bis in ba» Spundloch De» gaffe». Der Schlauch war mev qenug mn hie Dämpf« ber Garuna nach oben zu führon, schon stiegen fie auf, man hörte fie förmlich entweichen. Der Loefenich rieb sich vergnügt die Hönde. , . _ .___
Dat für 'n Idee," jagte die Bremm verwundert, aijo Darum roch es fo in ber Stube? sie hatte tt «leid) beim Eintreten bemerkt und gedacht: daß bte Loefenich auch nicht mehr auf Sauberkeit hält. ,JDtr rtedn doch aber so ars — wie haltet ihr bat bann JU6:"
fteffet gefhtnfei’ af« erfnmten.” lachte der
Mninqaft
-DGR Win decken. 14. W Hter hat di« Frau des Arbeiter« Lautenbach sich und ihre beiden Kinder iw Alter vvn te-ch« Monaten und drei Jahren 1 n ber Ribd« r ertränti D,e Leichen wurden am .Vrrita« mit einem Strick zufammengebmiden aufgdunben In der Familie herrschte grosse Rot. bte au unau«gete»t«n Llr«,tigteite>i »wischen den Eheleuten sühne Iteiander» das uneheliche Kind ber Stau hatte 'chwer unter Misshandlungen des Mannes xu leiden. Als nun vor einigen Lagen der Ehemann unter Mitnahme des inten GelDe« bie Familie verlaff«n hatte lasst« Die Frau in ihrer Verzweiflung den Entschluss zu der surchtbören Tat
3um Kall Wichmann
Srantf ntl a. M 15 April. Am Samstagnachmiltaa fand «mc Inaugenscherniiahute der früheren Wognuna be« vierfachen Faini - lienmörders Wichmann statt, an fer üch auch der SlaatsanwaU und di« V«1«idigung Wichmanns beteiNgten. U«b«r Di« Vorgänge der Tat gab Wichmann folgende Schilderung Di« Eheleute hatten beschlossen, gemeinsam au» dem Ü eben » u scheiben Ihre dr»i Kinder wollten sie nicht lebend zurücklalsen. Rach seinen Angaben soll sich bi« Tckt io abgespielt haben bass Frau Wichmann etn«# brr Kinder und Wichmann f«lbst die übrigen zwei Kinder tötete. Dann erfolgte die Dstuna der Fr au Wichmann, während der Beichnldigte selbst nicht mehr die Kraft gehabt haben will sich telbft zu entleiben. Heber den Plan. Ht fo in die Tot umgdeet worben sei, habe Wichmann mit seiner Frau dn Schriftstück verfasst, da«


