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• Buderussche Eisenwerke, Wetzlar. Der jüngsten Aussichtsralssitzung der Buderus- schen Eisenwerke. Wetzlar, lag der Abschluß für das erste Halbjahr 1928 vor. Das Gewinnergebnis übersteigt dasjenige des gleichen Zeitraumes des Borjahres. Aach dem Bericht des Dor-
15777 TCT 167,71
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zur Schädigung DanzigS zu unter schätzen.
Spätherbst.
* Ludwi g Ganz A. G. Mainz. Der
Gdingen betrug (in tausend -Tonnen) 1924: 9 1: 1925 53 i: 1926: 413.8; 192: 839,4. Das ist eine start ansteigende EiUwuitu.igslurve. Auch im laufenden Jahre dürfte sie sich, wenn auch in flacherem Derlauf. aber dennoch weiterhin in auswärtiger Richtung fortsehen.
3n diesem BUde des Fortschreitens fehlen freilich nicht erhebliche Schatten. Dabei spielt die unvermeidliche Unfettigfeit de- im Ausbau be-
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eistunAS- fähigkeit der Hafenorganisation vom kaufmännischen Standpunkt. Bei der Spedition irgendwelcher Waren, mit Ausnahme der Kohle, für welche es bereits eingefahrene Wege gibt, entstehen ständig grundsätzliche Schwierigkeiten, welche die Lokalbehörden nicht zu überwinden
M
griffcnen Ortes die kleinste Rolle, üngünfliger wirken Erfahrungen über den Hafenbetrieb selbst, über diese klagt sogar die kurzerhand als Pro- pagandaorgan Gdingens zu bezeichnende Zeitschrift „Zeglarz Pollli" ,Es läßt sich nicht leugnen." so schreibt Zeglarz PolSki in Ar. 16 dieses Jahrgangs, „daß es unS mit Mühe ge- linat, Spediteure und Kaufleute von Danzig nach Gdingen abzuziehen. Das SS derniS i st die geringe L
Berlin, 15. Sept. Die Börse stand heute nglljg im Zeichen des jüdischen Feiertages. Geschäft vermochte sich fast gar nicht zu entwickeln, um so weniger, als irgendwelche Anregungen nicht vor- lagen. Der nervöse Schluß der gestrigen Neuyortzek Börse, sowie die ruhige Haltung an den Londoner Märkten mahnte die Epckulation zur Zurückhaltung. Ordcreingang vom Publikum war nicht zu verzeichnen. Soweit Notierungen zustande kamen, ergaben «tch gegen gestern Kursschwankungen, die nach beiden Seiten 2 o. i). nicht überstiegen. Der Markt der Bankaktien verkehrte in freund- lichec Haltung Tagesaeld war etwas Hoher notiert . hEtn »fehlen größerer Einzahlungen soft stellte sich auf 6 bis S v. f)., Moi.a:sgeld unverändert mit 8.25 Warenwechsel notierten 7 v.ch 3m das Bild unverändert Für Reichs- bantanteile machte sich einiges Interesse gellend, so- daß der Kurs 2 o. -. anzuziehen vermochte. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer gehalten.
verstehen, worüber dann AuseinanLerseyun- gen bet Ressorts folgen, so daß die betreffende Durchfuhr überhaupt unterbleibt."
Aach Meinung der beteiligten Handelskreise werden diese Drängel noch lange bestehen und fühlbar bleiben, immerhin wäre es unsere- Trachtens falsch, sie für unüberwindlich zu halten. Rur zu leicht macht ja auch sonst der Richt- Osteuropäer den Fehler, wenn er in den Oft- ftaaten Gebrechen der Organisation, Beispiele der Lässigkeit und Unzuverlässigkeit, Mißbräuche ufto. konstatiert, nun alsbald anzunehmen: „DaS wird nicht gehen." 3m Osten ist es immer so gewesen. und es ist so oder so irgendwie doch
zugskurs der neuen Aktien ist 107l/z Prozent festgesetzt worden, recht ist bekanntlich 1:1.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 1 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent
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’ Vorzeitige Schließung der Zeich- nung auf öie Wiesbadener Stadt- anleibe. Die Zeichnung auf die neue Lprozen- tige Anleihe der Stadt Wiesbaden von 6 Millionen Mark muhte vorzeitig geschlossen werden, da die Anmeldungen sehr zahlreich eingegangen sind, besonders auch aus dem Auslande. Voraussicht- lich werden nur Sperrstücke mit sechsmonatiger Sperre zugeteilt werden.
• August Thyssen-Hütte. — Stilllegung einer Walzen st raste. Di: zu den Vereinigten Stahlwerken gehörende August- Thyssen-Hütte in Hamborn hat infolge Auftragsmangels die Straste VI des Walzwerks I bis auf weiteres stillgelegt. Von dieser Maß- nähme werden ungefähr 50 Arbeiter betroffen, die jedoch teilweise auf andere Betriebe übernommen werden konnten.
Frankfurter Börse.
Fran kf urt a. M.. 15. Sept. Tendenz: gt- schästslos. — An der heutigen Börse herrschte infolge des jüdischen Feiertage» bei außerordentlich schwachem Börsenverkehr große Geschäfts- stille. Der Orderseingang war weiter äußerst gering, und auch sonst lagen neue Anregungen kaum vor. Nennenswerte Kursänderungen traten nur vereinzelt ein, und die ersten Notierungen lagen gegen die gestrige Abendbörse meist knapp behauptet. Etwas größere Umsätze kamen in Reichsbankanteilen zustande, die auf Deckungen zum Wochenschluß 2,40 v. H. ihres gestrigen Kursverlustes wie- der mifholen konnten. Weiterhin erhielt sich für Adlerwerke Interesse, und bei Berliner Nachfrage zog der Kurs 2v. ch. an. Scheideanstatt blieben bei dem gestrigen erhöhten Kursstand behauptet. Die Gerüchte von einer bevorstehenden Kapitalerhöhung erhielten sich. Bis jetzt war weder eine Bestätigung, noch ein Dementi von der Verwaltung zu erlangen. I.-G.-Farben eröffneten knapp behauptet. Am Montanmarkt gaben Gelsenkirchen 1 v. S). nach, Banken lagen um Bruchteile eines Hundertstel niedriger. Am Elektromarkt waren AEG. und Felten etwas gedrückt. Deutsche 'Anleihen geschäftslos. Ebenso ausländische Renten still. Im Verlause blieb die Haltung allgemein geschästslos. Reichsbank konnten allerdings erneut 1,25 o. S). anziehen,, auch Scheideanstatt waren 1 v. H. gebestert. Die Geldmarktlage war zum Wochenschluß wenig verändert. Tägliches Geld 6,5 v. S). Am Devisenmarkt nannte man London gegen Kabel 4,8505, Paris 124,19; Mailand 92,73, Madrid 29,38, Holland 12,0950.
regeres Interesse. Die Forderungen der Provinz lauteten daraufhin durchweg etwa- höher: der geforderte Prciö ward: ohne Schwierigkeit bewilligt. DaS Angebot war hierin ziemlich firin. was wohl auch zur allgemeinen St:igerung beitrug. Sonst unterlagen alle Getreid:sorten größeren Abschwächungen, bei aber nur minimalen llmfätxn. Am Futtermittelmarkt laaRoggenkleie stark demachlälligt und ganz erheblich schwächer. Auf dem ermäßigten Riveau konnten einige Deckungen festgestellt werden. Gegen Ende brr Woche konnte wieder eine etwas zuversichtlichere Stimmung Platzgreifen. Hierfür waren da- wieder knapper gewordene Inland- an gebot und die etwas erholten Rotierungen von Ehikago und Liverpool der Grund. Die Stimmung wurde eher freundlicher. Das Geschäft blieb jedoch nach wie vor sehr kein. Rur für Weizen bestand vonseiten d.'r Mühlen und für Roggen vonseiten des Auslandes einiges Interesse Weizen konnte sich wieder eine Kleinigkeit erholen. Am Futtermittelmar.te wurden von der Landwirtschaft einige Deckungen borgenommen, die ein Anziehen brS MaiS- Preises zur Folge hatten.
Im Vergleich zu den Rotierung^n der vergangenen Woche lag Weizen 0,85. Roggen 0,75, MaiS und Weizenmehl Je 0,25, Roggenmehl 0,75 und Weizenkleie 0.35 Mk. schwächer. Roggenkleie verlor sogar 1,50 Mk. Rur Hafer, inl., konnte 0,25 Mk. gewinnen. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 22,63 bis 22,65, Roggen 21,85 bis 22. Sommergerste 26. Hafer, inl.. 21,75 bis 22.25, MaiS für Futterzwecke 20,25, Weizenmehl 33 bis 33,50. Roggenmehl 30,50 biS 31, Weizenkleie 12,90, Roggenkleie 13,50.
Wirtschaft.
Wochenbericht
vom frankfurter Effektenmarkt.
In dieser Woche war die Tendenz am Effektenmarkt mehrfachen Schwankungen unterworfen. Zunächst bot die Börse wieder daS bekannte Bild fast vollkommener Geschäftslosigkeit. DaS private Publikum verhielt sich weiterhin interes'elos, und auch seitens des Auslandes konnte von einer Beteiligung am Geschäft nicht die Rede fein. Die Spekulation bekundete in- folgedes en wenig Reigung zu lebhafterer Betätigung. Doch bald wurde sie gewaltsam aus ihrer Lethargie gerissen durch oen plötzlichen Kurssturz, den die Reichsbankanteile erlitten. Rachbem noch am Freitagmittag zu 321 Prvz. eher Kaufneigung bestanden hatte, ging der KurS an der Abendbörse plötzlich auf 310, dann biS auf 305 Proz. zurück. Am nächsten Tage setzte sich die Abwärtsbewegung auf zeit- weste 299 Proz .fort. Die Ursache dazu bot eine Aeußerung Dr. Schachts in einem Berliner Blatt, wonach für die Anteilseigner weder mit einem Bonus noch mit einer Grhöhung der Reichsbankdividende gerechnet werden könne. Die internattonale Spekulation hatte wochenlang vorher in Erwartung einer abermaligen Divioende- erhbhung große Käufe in Aeichsbankantellen vor- Kmmen und auch für spätere Geschäfte In m Papier, daS offiziell nur zum variablen L Handel zugelasfen ist, getätigt. Eine derartig Deroute von 321 auf schließlich 299 Proz. war »daher unausbleiblich, als unter dem Eindruck . der Schachtschen Aeußerung das In- und Aus- * land mit großen Posten Reichsbankaktien an den Markt kam. Die übrige Börse erwips sich jedoch entgegen den Befürchtungen als recht widerstandsfähig und wurde von den Ercignis'en am Reichsbankmarkte nur wenig beeinflußt. Die Haltung wurde aber bald allgemein recht unsicher und schwächer, da die Rede des französischen Außenministers Briand und die damit verbundene Verschlechterung der außenpolitischen Situation eine stärkere Verstimmung hervorriefen. Andererseits brachte der B a n k i e r- tag in Köln nicht die ermatteten Anregungen für die Börse. Mlmählich beruhigte sich die Stimnrung wieder, und die Tendenz konnte sich schließlich allgemein merllich bessern. Dazu bei trug einmal der vollkommen reibungslose Verlauf der letzten Medioliquidation. Wie erwartet, traten keinerlei Schwierigkeiten ein, und das am PrämienerklärungSta' e heran Hemmerbe Material war minimal. GS blieben erhebliche Beträge Prolongationsgelder überschüssig, ein
Wochenbericht vom Zrankfurier Gchlachtviehmarkt.
Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt bewegte sich in ziemlich ruhigen Bahnen. Nur am Rindermarkt konnte sich das Geschäft etwas reger gestalten, da gute Qualitäten gesucht waren und auch der Export wieder größeres Interesse an den Tag legte. Auch war der Antrieb hier etwas kleiner. Der Rindermarkt wurde vollkommen geräumt, während an den andern Märkten ziemlich Ueberstand verblieb. Am Hauptmarki waren auch Kälber und Schafe recht lebhaft gebandelt: doch erfuhr am Nebenmarkt das Geschäft eine Stockung, da der hier größere Antrieb die Metzger veranlaßte, nur langsam zu Werke zu gehen, was ein allgemeines Nachlassen der Preise zur Folge hatte. Trotzdem verblieb am Nebenmarkt kein Ueberstand. In Schweinen war das Geschäft mittelmäßig: geringe Tiere waren stark vermach- lässigt. Es verblieb geringer Ueberstand. Der G e • samtauftrieb bestand aus 1715 Rindern, dar unter befanden sich 421 Ochsen, 105 Dullen, 665 Kühe und 394 Färsen, ferner aus 1828 Kälbern, 530 Schafen und 6417 Schweinen. 3jn Vergleich zum Austrieb der vergangenen Woche waren 95 Rinder und 560 Schweine weniger aufgetrieben, während 387 Kälber und 88 Schafe mehr zum Ver-
ftanbed weisen auch die Monate Juli und August befriedigende Beschäftigungszifsern auf. D gegenwärtige Auftragsbestand sichert eine ai gemessene Ausnutzung der Anlagen bis in
kauf standen. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen AI: 56 bis 60, II: 52 bis 55, B: 46 bis 51; Bullen A: 50 bis 53, B: 46 bis "
Kühe A: 45 bis 50, B: 40 bis 44, C: 35 bis 39, D: 27 bis 34; Färsen A: 56 bis 60, B: 52 bis 55,
C: 46 bis 51, Kälber B: 73 bis 77, C: 68 bis 72,
D: 60 bis 67; Schafe AI: 48 bis 52, C: 40 bis 47;
Schweine B: 75 bis 77, C: 76 bis 78, D: 74 bis 77,
E: 70 bis 74. Verglichen mit den Notierungen der vergangenen Woche zogen Rinder bis 1 Mark an; während Kälber bis 2 Mark, Schafe bis zu 1 Mark und Schweine teilweise bis zu 1 Mark nachgaben.
Wochenbericht
vom frankfurter Produktenmarkt.
Zu Beginn der neuen Woche eröffnete der Frankfurter Produktenmarkt in wieder etwas freundlicherer Haltung, da von den etwas erholten amerikanischen Rotierungen- eine gewisse Anregung auSging. Das Geschäft blieb jedoch nach wie vor sehr Flein, da auf der anderen Seite das überaus große Angebot in allen Getreidesorten auf die Stimmung drückte und somit — in der Hoffnung weiterer Preisrück- — zur allgemeinen Zurückhaltung mahnte.
ild machte sich eine große Lustlosig- Fei t bemerkbar, die aber hauptsächlich durch Die erneut nachgebenden Auslandnotierungen und pessimistischen Me dungen veran'aht wurde. Die Unternehmungslust der beteiligten Kreise wurde daher sehr gering. Rur der Export und die Brauereien beteiligten sich etwas am Geschäft. Auch nahmen die Mühlen für ihre laufenden Verpflichtungen einige Deckungen vor. Von Brauereiscite wurde vor allem Sommergerste bei gut gehaltenem Preis gekauft. Aber nur gute Qualitäten fanden glatte Aufnahme. Für Hafer bestand von fetten der Exporteure
. Beweis dafür, wie gering die Termlitengage- ments im allgemeiner: wieder geworden sind. Am Geldmarkt trat, wenn goü) nur langsam, eine Erleichterung ein, und zu 57- Pro;, war das Angebot in Tagesgeld schließlich reichlich. Auch Terminaeld war etwas leichter. Zum Ultimo September und Oktober glaubt man jedoch vielfach im Hinblick auf die Srntefinanzierung mit einem recht angespannten Geldmarkt rechnen zu müllen. Demgegenüber wurde auf die am Reu- yorker Geldmärkte eingetretene Erleichterung verwiesen, wie überhaupt die andauernde Haullestirn- mung an der Reuyorler Börte für den bieiigen Markt wieder zu einem starken Austrieb wurde. Auf verschiedenen Epezialmärkten, für die sich auch wieder Auslandinteresse geltend gemacht haben soll. wurde das Geschäft zumWochen- schluh elwaS lebhaf er. 3m Vordergründe standen die Bankaktien unter Führung von Berliner Handelsgesellschaft und Danatbank. ReichSbank tonr n schließ ich wieder biS 317 Proz. erholt. Sine Anregung lvt der große Zeichnungserfolg der D i s c o n t o- Kommanditanteile in Amsterdam. Reae gefragt waren ferner wieder die K aliwer re auf weiter günstige Absatzschätzungen. Auch 3lef trotoerte begegneten wieder regerem Intercs e. I.-G.-Far ben. die anfänglich eher angeboten waren, da angeblich im Zusammenhang mit dem Einzatzlung-termin auf die Farben- bonds am 15. d. M. Verkäufe zu Geldbeschas- sungszwecken vorgenommen wurden. Später konnte sich der Farbenkurs jedoch bis 266 Proz. erholen. Am AuSlandrentenmarkt waren Anatolier wieder lebhaft verlangt bei steigenden Kursen.
Letzte Nachrichten.
Vor dem ersten Aufflug des »Graf Zeppelin".
Friedrichshafen, 15.Sept. (Vriv.-Dnf. des DTBti Auf dem Zeppelingelände herrscht hen'e schon in aller Frühe lebhaftes Treiben. Friedrichshafen i ft auf den Beinen, weil es sich herumgesorochen hat, daß das Luftschiff heute au ffteigen wird. Arn Eingangstor z^m Platz flauen sich die zahlreichen Prefsevertvter und Photographen, bis die Formaliläten der Ausweis- Prüfung erledigt sind. Leider verzögert sich nun aber der Aufstieg wahrscheinlich bi» gegen elf Uhr, vielleicht noch mehr. Der auf die Halle siebende, ziemlich kräftige Nordostwind ist das Ungunftigfte, was bei den engen Raurnvcrhättniffen für das Luftschiff gibt. Die Fühnmg glaubt aber, daß der Wind sich im Laufe des Vormittags legen werde. Das Luftschiff kann, sobald der Wind freundlicher wird, jeden ’Dloment herausgezogen werden. Die Vorbereitungen sind so wett fertig, daß das Luftschiff bereits abgewogen in dem Laufkaften liegt. An der ersten Probefahrt nehmen etwa sechzig Personen teil. Die eigentliche Besatzung besteht aus 39 Personen.
Dr. Eckener empfing heute oormittag ben Sonderberichterstatter des WTB. Cr gab dabei der Erwartung Ausdnick, daß sich der Wind, der cs im Augenblick noch unmöalich macht, das Schift auf dem kleinen Platz zu vreben, im Laufe des Vor- mtttags legen wird. Dr. Eckener faate: Wir gehen der ersten Fahrt unseres neuen Luftschiffes mit absoluter Ruhe und Zuversicht entgegen. Es ist ja nicht das erste Mal, daß wir einen neuen Zeppelin hinaussteuern. Der „Graf Zepoelin" wird zeigen, daß er ein Verkehrs- inftrument ift, auf das man s i«b verlassen kann. Wir freuen uns natürlich, daß dos Werk nun vollendet ist, und wir sind überzeugt, daß das deuftche Volk an unserer Freude teil hat.
Kindesmorde eines Ehepaares.
Hirschberg (Schlesien). 15. Sept. (WLB. Junkspruch.) Wie der .Bote aus dem Riesengebirge" aus Schömberg berichtet, wurde gestern das Shepaar Moschner unter dem Verdacht, zum vierten Male ein Kind vergiftet zu haben, verhaftet und in das LandeShuter Gefängnis eingeliefert. Frau Moschner hatte aus ihrer ersten Ehe vier Kinder in die jetzige She mitgebracht. Rachdem bereite drei Kinder unter sonderbaren Um- ständen gestorben waren, ist nunmehr auch das vierte, angeblich nach dem Genuß von Fleisch, gestorben. Die staatsanwaltschaftliche Untersuchung hat aber ergeben, daß diese Angaben jeder Grundlage entbehren. Runmehr verwickelte sich daS Ehepaar in Widersprüche und gab an. eS köime auch Pilzvergiftung vvrliegen.
Oie Tornadokatasteophe in Amerika.
43 Personen gelötet
Reuhork. 15. Sept. (WTB. AnrkspruchZ Rach Rleldungen aus den *>oxn Inrnabn heimgesuchten Gegenden wurden in den Staaten Rebraska. Illinois, Süddakvta und Wiscvnsn, 43 Personen getötet und viele verletzt. Der Sachschaden wird auf über zwei Millionen Dollar geschäht. Am heftigsten wütete der Tornado in Illinois, wo 32 Men schen getötet wurden. DaS Kriegs- departemeni erhielt am Abend eine Mitteilung des Gouverneurs von Porto Rico, wonach mehrere taufend Menschen infolge des Orkans obdachlos geworden siird und die Höhe der notwendiaen Ünterstutzungen auf mehrere Millionen Dollar geschäht werden
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