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Tlerschutzoereine um Abhilfe bisher ohne (Erfolg geblieben find, möge hier ein Sorid>lüg gemacht werden, der die Kor der Tiere bfirodji'-r4) lindern wird. Man mache sich zur Siegel, den Führern nur dann ein Almosen ju geben, wenn sie erlauben, dass man vorher hr, oiersuhigen Desährtep mu einem Brocken Vror oder Fleisch oder Wurst- lern darf. Und man verabreich« die kleine Münze rrft dann, wenn das arm« Tier Zett genug gefun den hak, die Nahrung zu sich zu nehmen Auch ffloflfr soll man ihnen onbieren. Tie» Mittel ffl geeignet, die Not der geplagten Baren etwa» zu lindern.

preuhen.

Llreih Wetzlar.

O Grohrechten dach . 14. Aug Qhn leh- len Sonntag fand tret aus Sem alten Friedhof bei bet Hintze da» bvdtäfcdge Ttalhewt- f e ll bfx, Kirchengemeindcn Älcinrechtendach und tTref^ed,:. nbad) statt, bo« <id> bei gutem 'X>cftrr

Zahlreichen Msiche« erfreute 3m «Ge: 5<.: Le« Feste« hielt 38 Wien ar <? t n«bctg lVoiendach» hon bet Rheinischen MiM» btc Fest predigt über Apostelgefch 20. -0 27. wobei er u. a. :nflbef(*nbcre auch ble Lchuneri^krtien «chilbene, die mit dem "Berufe eine« Millionär« verbunden sind. Än ber Rachverfammlung hielt 'Morrer n. D Trauthia t Braunlel«). früher in Betefireben, bir eiche Ansprache über Apostel- gesch II ie--23; er rrtrAlmte hierbc bah et hör 40 wahren Mhe erste Mittionspvedigi in bet Kirche zu ^tohrechtenbach gehalten habe. Die -weite Ansprache hielt ber Shnodalvertretnr. vfarrer Reiber Dorlar, über 'fnim US. 1516; er l erichtete über die verschiedenen Wil- lion«geknet. und wie« auch aus da« in diesem (fahre ktottfinbenbe KXÄtorigc duMlAum ber Bb.inilchen Mission hm Mis'ionar Ginsberg «Dolenbach, berichtete tobenn noch über seine langi&brige Tätigkeit Im Dienche ber Rheinischen Million auf der 3wkl Sumatra Da« Schlusswort sprach der OrtfgcifHitbc. Harrer LappelI. Kleinrechtenbach, wobei er u. o. erwähnte, dass ee da« legte OUisfionsfest sei. da« er mit den Heiden Ätrdxngemeinben zusammen feiere (Pfar­rer ilappell verlasst in ÄüQe die Kirchengemefn- den Klcinrechtondach und Grossrechtenbach, um hie Psarrstelle in Dissrnar zu übernehmen) 3m übrigen wurde da« Fest durch Pvfauncnvorträge der Posaunenchöre Hoä>efheim. Hörnsheim und Grossrechtenbach und Ge'ang^norträge be« Män- nerchvr« und de« gemilchten C hor« von Grossrech- tenbach verschönt. Du Kollekte war für die Rheinische Mission bestimmt

j Hochelheim, 13. Ang Am 20 August finden in der hiesigen Gemeinde die diesjährigen Reich»- ju g e n b m r 11 f ä m p f e für bic Schulen des Amtes Rechtenbach statt.

Alme Biedenkopf.

Rodheim a. b. Bieber. 14. Bug 3n die­sen Tagen lagen der hiesigen Gemeindevertretung bie P.änc ber fielbberetn i gnn g über neue« Strossen» und Baugelände zur Begutachtung vor. Olllgemein wurde l>edouerl dass da« seinerzeit von der Regierung anerkannte Bauaelände hinter bei Goisichen 'Besitzung, direkt an der Giessener Strasse gelegen, nicht in da« neue Tdegeneh ein» bezogen ist.

tlRlrfil.

Offenbach, 13. Aue Gestern feierte un­sere Gemeinde da« breeiahnge Heibenmif- s i o n «s e st, ba« fich eine« guten Besuche«, auch ou« den Rochborgemeinben. erfreute Die Rach- mittogaversommlung sand um 2 Llhr statt ($4 sprachen Pfarrer Dr. 'Bornes. Strosseber«- bad), ber früher in ber -hinamissivn tätig war unh Missionar Haibach Der K>olonnenchor sowie der kirchliche Männer und gemischte tfbor trugen wesentlich zur Bertchtznernng bc« Feste« bei

Main-ati

£?pb Fronffurk o. M. 14 Bug Änsolge bee Linken« ber Weizenpvme Iss ber Prei« bc« Brote» um 4 Pi. he r adgeseh i wor­den. Der Poei« für Brsstchen bleibt wie bl Sher.

TOSTk. Bad Homburg, 14. Aug. Llnmittel- bar nachdem bie Hochwilbiagd auf gegangen ist. gelang e« einem Frankfurter 3agdpächter, im Balder Hohlchen im Domholzhüuler chemeinbe­

wald einen kapitalen Achtender zur Strecke zu bringen. Llnlänglt wurden von 30 bi« 40 jungen Burschen und Mädchen «uf ber Saalburg und am MfthraSheilig- t u m wüst.' Ausschreitungen berübt und bie wertoollen Ausgrabungen tv'chübigi Die Er­mittlungen haben ergeben, dass e« lich um An­gehörige e.ntS BJanberbcrcin« n -ermSdvrf m Law'er handelt, gegen die nunmehr S traf- a n t r a g gestellt worden iss

Sir SiGkiftiuna fctr Srantfsrter Sltfiebt.

MSR Frankfurt a T(L 14. Aug Rachdem da« Prosek: der Eindeichung her Alt- stad' ba« ühnbcrftänbni« sämtlicher in Frage kommenden Körperschaften, wie euch be6 Be- »trtstkkm'ervaiora gefunden hatte, wurden Ende bc« Iahten 1Ü27 Stimmen laut, die sich argen bic An der städtebaulichen urB arch'fektonsschm Durchführung be* Ernbeichungöprojel^e« bk-1 be­ten. Do« tlefbauamt hat darauf gemeinsam mit dem 5>vchdauami eine Reubearbeitung be« Drvfeft« porgenommer.. da« nunmehr oorliegt. «mb da« auch den ästhetischen Rücksichten Rech­nung trägt 3m großen und ganzen ist bc« biOherigc Projekt beibehalten worden, dagegen wird der städiebaulich wichtigste Teil des Mat n- kar«. nämlfch ber zwilchen Veonhardekirchen- und Ronrenturm. daburch für den Bhd lreigelegt. dass auf dieser Strecke ble Brutalnfl«mauer m Deafall kommt. Um diese Stelle vor tzochwaffcr tzu schützen, 'oll hier em k»eweglicher tzochwaher- schütz durch Dammballen geschossen werden, bie bei .-"chwaslergelohr rechtzeitig ausgeitellt wer­ben. Die Ufer ss rasse wird an ihrer tiefsten Stelle 1,30 Meter aufgelchültet imb zu einer erstklassigen Verkehrs st rasse ««gebaut. Man hv'st so. den Ost-West ver­kehr. durch den 3c.I und Broussachstrassc bereit« überlastet sind, durch eine dritte Hauptverkehrs­strasse zu entlasten Die Wchrtosten bc« neuen Projekt» gegenüber dem ersten befaukn sich auf 400 000 Mk Da ursprünglich 1,2 Millionen Mark vorgesehen waren, würden sich ailo bic Desamt- kosten der AUstadteindeichung auf 1.6 Millionen Mark belaufen. E.ne Beteiligung bc« Staat« an den Kosten kommt nur insoweit in Frage. dlÄ et TM) bereit erklärt hat. 100 000 Mk. au« Mitteln ber produktiven Erwerbolos.nsürkorge al« ver- lveenen Zuschuss imb 450 000 Mk. al« zinslose« Darlehen zu gewähren.

Spi-itschiebungcr:

und Gteuerhinterziehungen.

WSR. Frankfurt a. M, 14. Aug. Bor eini­ger 3cit kam die Steuerbehörde grossen Sprit- schiebungen und Steuerhinterzie­hungen bei der Zimbo H m. b. H. in Ar- Heilgen t-ei Darmstadt aus bic Spur. In dem Unternehmen tourb* neben der Konfitüren Her­stellung auch eine Branntweinbrennerei und Li- körtahrtkation betrieben. Bon den unter Zoll- Plomben liegenden Sprilmergen hat nun der Geschäftsleiter ber Firma. 3 immer, zusammen mit einem Brenner auf ganz raffinierte Werse Sprit entnommen, vhne dass e« zunächst den Zollbeamten möglich war. dielen Manipulationen aus bic Spur zu l orn rnen. Die 3ollf ahn du ng«stelle Franssurf a. Ttain stellte bei ihren Kontrollen fett, dass bic verkauften Mengen der Zimho sich mcht rmt den deklarierten Ziffern in Ginklang trtnflm kiesten. Bor etwa zehn Tagen hatte der überraschende Zttgriss der Zollbehörde Grsolg. Iimmer wurde verhaftet und befinbet sich feit tietor 3eit tn UntersuchungShast in Darmstadt. Der betreffenbe Brenner Hit. wie wir zu wissen glauben, auch bereit« seine Teilnahme an den von ,)iarmer inszenierten strafbaren Hängungen eintesto'ck en Zimmer wurde berate nachmittag einem Verhör unterzogen Die Hintergründe der ganzen Affäre sind noch nicht genau geKärt. Die ilntersuchung ist noch im Gange. Die anderwärts antgestellfen Behauptungen, dass mehrere hundert- tarnenb Mark an Steuer (unterzogen worden feien, dürften a<« falsch betrachtet werden. Zu­treffend wird lediglich bie 3iffcr von e t to a « über 100000 Mark an hinterzogenen 6t«uetyi fein. Die Ghefrau Finnner ist sofort nach der Verhaftung ihre« Mannes a'i4 dem Kura'.ifenthalt nach Arheilgen zurückgeklehrt. wo

Klabund ss

B?;c ou« Toro# geweidet wird, iftber Dichter Klavund dort an e ner Limgenentzündung in Berbindung mit einer Rippente.lentzrindnng Re ft o r b e n; Älabvnb war feit Ungern langen» Hbenb und musste sich de«hafb viel In Davos aufhalten.

öine anekdotenhaft l.tnynbe. aber nicht er­fundene Geschichte au« c:ncm kleinen deutschen Kurort ging noch in der lenten Seit durch die Blfltter: bei irgende.ner BeranftaUunq sollte auch Älabunb »u# feinen Werten vortragen: dies wurde von den massgebenden Stellen nicht gencbm-.flt mit ber m.rnnda'ten Begründung man wünsche keinen Bue;änNr am Bor trag«', ich >u sehen. 3nfoigcbeTien kam ber Abend nicht zu- stände Es kam aber e n freund.-chee Schreiben de« Dichter« K'.abund an die Stadtgewalt acn in dem er sich den bescheidenen ^intoci# gestattete dass er e gentlich. von Recht« wegen Alfred chenschke He sse und ber guten Stadtreifen entstamme, welche n-.dft nur in Deutschland, fon- bern sogar in Preussen liegt. Tort ist er am 4. Rovember 1891 geboren, llnb jetzt ist er tot B elleicht veranstalten sie nun tn tenem merk­würdigen Kurort eine Totenfeier .

Aber diese Geschichte, selbst wenn Fte nicht wahr wäre ist gottlob keineswegs charakteristisch. Äiabunb ober Hcnschke war in ber Tat von un- texen Modernen einer der bekannteren, v e leicht 'vgar volkstümlichsten; es gibt kaum eine Stadt, wo man ihn nicht aufge^ührt. wo er nicht emma au« leinen Büchern gelesen hat fr ist auch bei uns grtoeien. m Giessen. Man kennt hier leinen ^5<rcibclr«i«und man erinnert sich gewiss auch £-n, Vortrage« im ganz überfüllten Saale des Rausinamti'chen Bcrcin«baue«. wo er. ein Milan- ^r bla«er lunger BienM) mit grosser Brille la«, chinesische fabeln u, oeussche Sulensp.egeleien erzählte. Ls war etn schonet und reiner Abend, dessen man sich gerne en firmt

£er erste Gedanke wenn Klabunds Name gr E.' »«hl bei den meisten: . Der «reide- fnLIrfu?1 berT\-?'2m« dieses Spieles nach dem GinneTtfAen verbindet sich die Erinnerung <m einen ber stiirtstrn Kentere rtofae der letzten

Oabre; an einen Sieg auf der Buhne, wie er kaum je in der letzten Zeit seinesgleichen fand, und der mohl nur durch Huckmaners <dichterisch schwächeren) ..Weinberg" übertroffen wurde Die Aufführung, die damals aus Mnr Reinhardts Meisterhänden bemorging, wird dem. der sie erlebte, unvergesslich bleiben; die kleine Geisha 5)ailang gehört xu den enizückendsten und rührendsten Gestalten, welche die grosse Echaiksp^erin Elisabeth Bergner je ge­spielt tut. (Änbrrtvärts wurde diese berühmteste 'Rolle nladunds von seiner Gattin, der Schauspiele­rin Earola Neher mit vielem Erfolg gegeben.)

Der .KreidekreisE ist ein chöhepunki in Kla- dunds dichterischem Schassen geblieben; da» bau- erttdstc und künstlerisch reinste Werk, dar er schuf, weder von derBrennenden Crbe, einem russi. schcn Kevolunemsdrama noch vom lapanisch ftfti- si.rten .Kinchblütenfest" wieder erreicht. Der fireibetrei*" ift für viele» in Zllabund» Wesen. Denken und Schallen so beziehungsooU und von grundlegender Wichtigkeit, dass man tim auch, wie wir glauben, tn den Mittelpunkt eine» Nachrufes stellen sollte

Bezeichnend einmal für da» künstlerische Tempe­rament feines Schöpfers: Siiabmub war bestenfalls Theatraliker, ohne die Energie und innere <tze- sammeltheit des echten Dramatikers: er mar auch ein guter und geschickter Erzähler; aber er war zu- erst und im tiefsten i.rund seine» Herzen» ein lvrifcher Dichter lind er bat fein eingeborenes Weien nnd feine eigentlichste Bestimmung nie verleugnet. Am wenigsten imS reibe trete*.

Bezeichnend auch für die innere Herkunft unb Mah.heimat Klabund«: er wurzelte mit allen Sinnen, mit allen tiefen Gmpsfnbungen im fernen Cffcn. seine Ährten waren recht eigetttlsstz Li tat pe und Tu fu und die chiTtost'eden IBeifen Sein .ÄrrttefreB" aber ist mehr geworden ef« die pudlikum«sichere und dühnenw-rkfame Rach­dichtung aus dem Lhinesi'chcn eine» unbefamtten und vertchollenen Poeten Klabund hat die a£i- rstfichc Fabel, bewusst od-er unbetoufi. mit tiefem Shm und menschlichem Ge»Ltzl erteilt berneftatt, dass da« ursprünglich ikhenestlche daran. Kimono. 3opf unb Seeftubc Gld-kchen. Gong und Papier* latecnc mir noch die frembarrig-zaubervolle Ber- brüwnmfl war in einem über- *.tt>na'.c" und er- einfachen Spiel voll menschlicher Güte und meickch-

ste sich henke noch befindet Die weitere Klärung der Acigesegenhc.t durch die noch schwebenden Kontrollen unb Berncbrmmgcn muss abgewartet werben.

Tieuc y?TtKroltt>affer|üiH«t m Xaffou.

BSS2I. Frankfurt a. M. 14. 21 uq Da» an sich schon mit Vorkommen von Heillr2".rge-i Mine- ralwällem reich gesegnete Ranauer Land macht in der Erschliessung dieser weitbertlhinicn Bo* benlchave weitere Zvrtschritte. 3n der Gemeinde Rieder-Dalius bei DleSbaden wurden von privater Seite feit einiger Zeit Bohrungen durchgeführt. d-.e »etzt zu einem guten Ergebnis geführt höben 3n einer Tiefe von 128 Meter wurde ein heilkräftiger Sprudel von !o jrreTkr Stärte erschlossen, dass das Minera'.- waster bi« zu 1 5 Meter zutage steigt Ang.regt durch dielen guten örtolj privaten Untemehmmaogeifte« beabllchtigt die Gemeinde Rikder-'Dalluf. nun auch leibst Bohrungen vor- zunehinen Auch andere Gemeinden in Rafsau tragen 'ich mit solchen Abfichten So beabsichtigt die Gerneindeoerwaltung von Tllvillc. nach Mineralwasser bohren zu lassen, und Weil­burg a. d L. will gar Bohrungen auf Ther­men auOfuhrcr. welche durch Wünschelruten- fortchrmgen fe-tgesteNt worden sind.

Oer Hlugplah Diesbar»en»Mamz

DSR Mainz. 14. Aug. Die Mainzer Siadt- verwallung hat m der .Vragc her Errichtung Ci ne« $ I u gp[«|e« W i e « b a d e n- M ainz drei Berträgc au «gearbeitet, und zwar einen Bcrtrag über die gemeinschaftliche Zusammen­arbeit bei Erwerb und Ausbau de» Flugplätze«, einen Berlrag über die Bildung der Flugplatz- gefellfchall und einen ErdbaÜbertrag Rachdem diefc Bert rüge von den Mainzer städtischen Kör­perschaften genehmigt find, ist anzu.iehmen, dass die Unterzeichnung zwischen den beiden Städten in kürzester Zeit crolgt. wonach dann mit den Arbeiten begonnen werden kann Der wichtigste Bcrtrag über die <Nugdefkchr«gestlllchaft ist noch nicht avdgearlxntet, er wird einem späteren Termin abzuschliessen fein, hierbei handelt cd sich um die Zrage der Lustbersshrsorganifation und der Berkehr^-I.nien. Welchen regionalen ßult- vcrfebr«gescl'.scha'jtcn man sich anschliessen wird, ist noch nicht geklärt.

Turnen, Sport und Spiel.

D. f. 25.

Liga Herborn I. 3; 1.

bgareserve Ghring4chaufen I. 2; 2.

Dritte Ehringshausen II. 7:1.

II. 3ugenb -- I. Jugend Garbenteich 1:0.

III. Zuqend II. itugenb Ccibgcftcm 2:0.

II. Schüler I. Schüler Garbenteich 4:1.

Die BcrauSfaac in der ^reitag«vorschau. dass Herborn« <yrftc der B. f. B.-tiga den Sieg nicht so ebne weiteres überlasten würde und dass dieser richt von vornherein schon etwa al« fest­stehend zu lielrachten fei. Hal der Spielverlauf al« richtig bestätigt. Herborn bat auf« neue be­wiesen. dass e« aus eigenem Hlah ein nicht zu unterschätzender (Segnet und nur sehr schwer zu schlagen ist. Äusser onn. b?i ber Beurteilung be« knappen 3:1-Resultate« stark in Rechnung zu stellenden Vorteil für Hetbvrn, aus eigenem, für fremde Mannschollen ungewohntem Platz au spielen, muh noch beachtet werden, dass die Gast­geber da« Treffen mit einer aussergewöhnlichen Härte au«trugcn. wobei sie oft die Grenzen De« Erlaubten übertchritlen. ohne dass ber sonst so vorzügliche Schiedsrichter Klier aus Wetzlar dagegen erngefd;ritten wäre Dass sich die Gie­ssener Maimschaft unter diesen Umständen eine gewisse Reserve aufertegte. und sic an der vollen Entfaltung ihre« Können« stark behindert war, ist verstänbllch. Richt-destoweniger vermochte Giessen nicht allein durch den Sieg, sondern auch durch die Art und Welle, wie e« ihn errang, seine Ikeberlegcnhcit zu beweisen. Splelkulturell war B. s. B. um ein bedeutende« besser, wa« Herborn durch Wucht imb eine oft unnötige Schärfe au«zugleichen verfuchte. Dass ihm bic« nicht gelang, war ba« Hauptverbienlt ber Ber- teidigung und de« Tormann«, bie fich auf bie

kicher Weisheit, dessen innere Wirklichkeit nicht unwirtlicher würbe, weil aU«# nur Märchen, nur Spiel, nur Legende war, au« fernen Ländern zu un« berübergerettet. Die Sprache de« Herzen«, ber Liebe imd Mütterlichkeit wird überall auf der Dell verstanden: solche Bollchaf' ist vie'- leicht die feinste und zarteste Hinterlassenfchaft de« nun bahlngegangenen Dichter« Äiabunb.

Wil tkedichten bat er begonnen Seinen Romen hat er sich mit ihnen gegeben. 1(112 erschien eine SammlungMorgenrot' Äiabunb! Die Taae hämmern!" Seitdem heisst Henfchke Äiabunb. (fr bat auch einen guten Herold gehabt Alfred fi e r r, der sich damals in feinemPan' für ihn einsetzte. Kver Äfabunb hat bald die Fanfaren nicht mehr gebraucht. (Er hat feinen Weg gemacht (Er hat den vrfolfl gefunden. Er war ein Dichter, der nicht erft zu sterben brauchte, um berühmt zu merben.

2n viele (Hearnnbcr hat Äiabunb sich gefleibet, viele Morten bot er sich norgebunbrn: chtnefifche, prr- sische, romanisch«, altdeutsche, russische Sein Herz blieb dem fernen Offen treu in oller Dermummung Dem Osten, dem Märchen, der Legend«, dem zarten GedichtDumpfe Trommel nnb bcrouschics Gong' ist feine echteste unb eigentlichste Melodie schon im Äriegsiohr 1915 ... noch imtreibefreie* von 1(«24 Auch wenn er imVracke' den märkiichen Eulenspiegel Hans Ciauert besang, oder imPjotr* den grossen russischen Zaren . der Chines« Ci tat pe Mich ihm Urahn und Lehrmeister.

In vielen Masken trat er vor uns hin. Sein un- geschminktes Angesicht blickt uns au- den Gedichten entgegen unb aus dem Märchenfpiel um ssaitang f)ier bat der tote Äiabunb fich (ein dauerndes Denk­mal geschaffen. -y-

Promenade in Ragnsa.

Don 3« ibanns Ttötfkr.

Milten durch Ragula läuft der Strabonc.

Die einzig; Strobe ber Stabt

Wenige Meter trrtt. Wenige hundert Meter lang.

Bon einem hochmauerigen Stadttor zum andern.

Recht« und links bauen sich schmale enge ©aen terraffenfbrmig «n. Durch ensgetretene Stufen mitein an der unb mit dem Strabonc twrbunben.

todrglich auf LledevraschungSertolge bttyfefenbe hohe Spiciwclle taktisch ri4)tia cinfteUten und sich al« äusserst sicher erwiesen. Die Läuscrrcihe da­gegen war nicht ganz auf der Höhe; sie sand llch viel zu spät mit den ungewohnten Berhältnillen ab und Tarn ertt gegen Ende bet Spiele« in Schwuna Der Sturm zeigte wohl ein fleissige« unb ge^llloe« Komdiravrmtzftzfel. hatte jedoch tzart imter dem viel zu harten Adw^driplei der gegnerischen Bertcidigung zu leiden. Bei etwa« groben r Schussllcherhen hätte er ertolg reich er fein können Während bie zur Halbzeit bei ba« TreHcn noch 1: 1 stand der Elan der Platz- mamifchas, au«fleni4H bette lich gegen Mc ret'e.e Sptelincito der Gästeels mit Ertolg Au wehren, «lang ihr bie# nach dem Wechsel nicht mehr in hem Masse dass fit die beiden voliverdienten Tore Giesseno tzatre verhindern können. Der 3 1- Sieg der Kreioligamannlchast über bie Gau­llai'encls erscheint wohl eiwa« knapp, darf jedoch, zumal er vollauf verdient errungen wurde, den Berhältnisten entsprechend al« Ktncbigenb be­zeichnet werden.

Von der Ligareserve batte man ettoa* mehr erwartet. Weniger in bezug auf M« Resultat al« aus bc« von hr gezeigte Spiel. Trotz der starken Besetzung konnte ihre Leistung nur nach der Pause und iu4> bann nur zeltwelle dl« ansprechend bcAerchne! '.verden die übrige Zeit Wirkte lic leine«meg« überzeugend Schuld hieran mag wohl haupllächl.ch bic vertchrw Aufstellung oewesen km. Dähvenb Bcrtfibigung einlchliess- lrch Tormann fich einigermassen, mc Läu'erreihe sich sogar gut mnereinander verstand, «ehlte e« Nm Sturm sehr an »mheitlichteit Setnt Aktionen waren durch den Mangel an Geschlolsenhe I unb Svstem fchom von vornherein zur eTfolglnligkit iXTurteilt. Der Gegner dagegen enktäulchte nach der angenehmen Seite, da er mehr zeigte, al« man von ihm erhofft hatte. Besonder« gefiel fein verständnisvolle« Zuspiel und SlcllungSvcrmögen. bet dem man unschwer da« Softem kuice Trai­ner«, de« bekannten früheren Ligaspieler« Mol­ler vorn D.s.B. erkannte. Sn der ersten Halb- ze-i hatte Shringtzhaufen eine Kleinigkeit mehr vorn Spiel, ohne jedoch feine leichte Feldüber­legenheit in zählbaren ®rfolgen zum Ausdruck bringen zu können, wa« Giessen in erster Linie ber vorzüglichen Abwehr seine« Torhüter« zu betbankn hatte. Rach dem Se'.tenwechki kam die Platzmannschaft mehr und mehr aus und lag längere Zeit im llngriss. der Sturm war jedo-ch ntchr imstande, während diefer Schwäche- Periode de« Gegner«, der recht zahlreich ver­teidigte. zur Sicherstellung de« Siege« aunzu- nutzen. Da« Schlussretalfat von 2:2 entspricht nngrtäbr dem Spielverlauf.

Die Dritte schlug nach durchweg unterlegenem Stxd Ehringshausen« Zweite erwartungsgemäss ho«) mit 7:1. Die Gäste kamen gegen da« weit­aus belfere Sv«:l ber Platzmannschaft nicht auf und mussten froh fein, nicht zweistellig über­fahren worben zu fein Wenn bic B.f.B -Dritte m bieser Aufstellung stehen bleibt, füllte ihr noch mancher Sieg auch über stärkere Gegner be schieden fein. Was der Monn schatt je&od) un­bedingt zu empfehlen wäre, ist bic Erziehung einiger weniger Schreier und ständigen Ära- kehlcr zu ruhigen und anständigen Spielern, ober aber diese au« ber Mannschaft zu entfernen.

Sehr gut liess fich bie erstmal« nach bet Sperre spiclenbc zweite unb dritte 3ug<nb. sowie bic zweite Schülermanufchaft an. indem sic sämtlich ihre Spiele gewannen uirb so den Qlnfang der neuen Saison recht verheissungsvoll gestalten femiten.

Die zweite Äugend errang nach schönem Spiel gegen die spielstarke erste Äugend »arhrirhtid* einen knappen aber verdienten 1:0-Sicg. Ledig­lich der ganz vorzügliche Torwart der Gäste verhütete eine höhere Riederlage feiner Mann­schaft

Die dritte Äugend gewann ihr Treffen gegen Leihgestern« zweite Äugend mit 2:0. Der lo­benswerte Eifer de« Gegner« vermochte den Sieg der technisch reiferen B.f.B -ölf nicht zu ver­hindern.

Mre un Vorspiel gegen Garbenleich« erste Schüler erlittene 2 5-Rieberlage machte btegtocilc Schülermannfchast durch einen 4:l-icg auf beste Weise wieder wett. Die kleinen B.f.B.et waren zweifellos die Beffercn.

Stufen, die bie Mcnfchen der kleinen Gassen auf ben Stradonc rinnen (affen, wie die Bache ba« Wasser in den grossen Fluss.

Wenn bk Glocken ber zahlreichen Turme zum Abend läuten, öffnen sich mit einem Schlage über­all Mc niederen Türen der hohen Häuser in ben enoen Gallen.

W zu gleicher Zell, off Ta um durch Minuten getrennt, treten au# b?n Türen die jungen Ra- aufancr Mädchen. Blond, schwarz, oft noch mit langen Locken und Zöpfen, meist sechzehnjährig. Und sie laufen fchnell mit kurzen Schrillen unter noch kürzerem Rock zu den nächsten Stufen ihrer Gasse und glrtten dort in ben abend­lichen Stradonc.

Ruf dem Strobone fliessen die Menfchen tm K reife.

Wie in den Foyer« der Thealer.

hinunter drochen

Zwei Stunden lang

Stembc Ofiiuere und junge Männer ber Stabt.

Dazwischen, immer in Gruppen ju fünf ober sechs bie jungen Mädchen von IRagufa.

Mit fröhlichen 2lua?n vnd fröhlichen Beinen.

Man kennt sie alle, wenn man wenig: Tag« hier lebt

Unb freut sich auf brti Abenb. um sie zu sehen. Mm sie mit ben Aasen zu grüssen Zehnmal, zwanzigmal am Abend, wenn sie an un« vor« überfluten. Man wartet von weitem auf den roten auf den grünen, auf ben Hauen Hut 3e»t muss sie kommen. 3e}l dl Blonde, bann die Branne dann die Schwarte. Unb immer sieht man sich in bic Augen. Ommer in d e Augen. Unb ba ist sie fchon vorbei. Aber ba ist wieder eine andere. Unb bann noch ein«. Uebcrall ba«* selbe Spiel. Uebcrall Meletben Augen

»

Drei Stunden später siegt ber Strabonc wieder ruhig.

Die Mädchen sind zurückgeflassen In bie Häuser, cur« denen fte kamen

Alle

Richt eine ist geblieben.

Weber bei Hr, noch bei mir. Roch bei irgend­einem.

G« ist nicht Sitte in Ragnsa bei ben Junten Mädchen, ander« ol« mit den Augen zu lieben.