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Nicht von ihm direkt, sondern von seinen ... hm .,. Agenten, einer bedeutenden Anwaltsfirmo hier. Der Name ist mir enlsollen. Seine Lordschaft ist ständig aus Reisen. Sehr schwer zu fassen, schlüpfrig wie ein Aal.' Er machte eine Bewegung mit seinen Händen, als griff« er nach einem Phon- lom.Dieser junge Mann ist ein Romantiker des Schicnenstrangcs. der Schiffsschraube. Seine Agen­ten hören von ihm au» Afrika. Der nächste Brief ist in den hm Pompas geschrieben. Sie schicken ihm Geld noch China, an den Südpol. Gott weiß, wohin. Es ist ein abwechselungsreiches Leben, aber entschieden entnervend für seine Ver­wandten ... wenn er welche hot. Ich weiß es nicht sicher.'

Er schüttelte traurig den Koos. Dann fuhr er auf, al» werde er sich jetzt erst bewußt, daß er für seine sorgenvollen Betrachtungen einen Zuhörer hatte, und im selben Moment reichte er seinem Tost verabschiedend die Hände.

Ich danke Ihnen für Ihr Kommen', hauchte er, und Mr. Rendle fand seine eigene Hand plötz­lich voo zwei sanften warmen Handflächen um- schlossen.Das Leden scheint einem gleich lichter, wenn man sich einer solchen Selbstlosigkeit gegen- übersieht.'

Stehen Sie selbst mit ihm in Verbindung?' fragte der Besucher, dessen Gedanken offenbar noch immer bei dem seltsamen jungen Lord weilten.

Mit wem ... äh. Sie meinen mit Lord Selsord? Die käme ich dazu? Er hat wahrscheinlich keine Ahnung von meiner Existenz!'

Er faßte seinen Gast unter den Arm und schritt mit ihm nach der Tür.

.^Hoben Sie ein Auto? Ja? Das ist ja famos. Es sieht draußen noch Rcaen aus. und es ist spät. Halb elf. nicht wahr? Kommen Sie gut nach Hause!'

Er stand auf der überdachten Terrasse und blickte dem Auto noch, bis die Transparentlampe hinter einer Gruppe von Rhododendronbüschen oerschwun- den war. Dann kehrte er in die Halle zurück.

Die Frau im schwarzen Seidenkleide, von der Rendle geglaubt hotte, sie sei Cody» Haushälterin, kam ihrem Gatten entgegen. In ihren groben Zügen log eine gefühllose Härte. Zusammen gingen sie ins Zimmer hinein.

Der war das?' fragte sie. Ihre Stimme hatte einen keifenden, verdrießlichen Ton.

Bertram Cody nahm wieder an seinem Schreib­tisch Platz und lächelte beglückt, als er in die Kissen des üppig gepolsterten Sessels sank.

Wer das war? Dick Martin ein Detektiv!'

Mrs. Eody erbleichte.

Detektiv und dos sagst du so seelenruhig. Bertie? Was wollte er von uns?"

Sie war ausgewühlt bis auf den Grund ihres Wesens. Ihre drillantgeschmückte Hand, mit der sie sich an den Hals faßte, zitterte.

Schnüffeln wollte er', entgegnete Eody.Er ist verteufelt gescheit. Aber es nutzte ihm olles nichts. Ich konnte ihn wieder. Ich habe mindesten» drei Photographien von ihm. Was mag ihn hergeführt haben ...? Ich wundere mich wirklich, ich wun­dere mich.' Er schob seine Hand unter die Papiere und suchte noch dem kleinen Notizbuch, das er vor­hin dort verborgen hatte. Plötzlich wurde fein Ge- sicht kreidebleich.

Es ist fort!' Er schrie es förmlich heraus,has Buch ist fort und der Schlüssel ... großer Gott ... der Schlüssel!'

Er taumelte wie ein Betrunkener auf die Füße, abgründiges Entsetzen starrte aus seinem Blick.

Es muh geschehen sein, als er mir die Land­karte zeigte', stammelte er, heiser vor Erregung. 3d) hatte ganz vergessen, daß er es mit jedem Dieb an Geschicklichkeit aufnimmt Teufel noch mal mach' die Tür zu, Frau. Ich muß telephonieren!'

9.

Obaleich Dick den automatischen Scheibenwischer eingeschaltet hatte, blinkte die Schutzscheibe vor Nässe, und er mußte das Fenster hochklappen, um etwas zu sehen. Der Regen strömte uncufhalHam herab, und bald war sein Gummimantel schwär; und leuchtend vor Nässe. Sein Scheinwerfer kämpfte gegen die Finsternis, und in feinem Lichtkegel rannen die Tropfen in Milliarden schimmernder Streifen nieder.

Eoram Street 107', raunte ihm sein Unterbe- wuhtsein zu. Im nächsten Moment stieg das Bild des Mädchens in feinen roachoewordenen Gedanken auf. Die kam er auf Sybil Lonsdown» Er hotte doch eben noch an Bertram Eody gedacht. Gewöhnt jedem, auch dem unscheinbarsten Gedankengang auf die Spur zu gehen, durchleuchtete er sein Gehirn, und da fühlte er plötzlich in seiner linken, in der Tasche vergrabenen Hand ein kleines Notizbuch. Ein

Nr. 1H Drittes Blatt

Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für GderheffeiO

Turnen, Sport und Spiel.

Ausscheidungskämpfe des Jstittel- rheintteises D. £. für Köln.

öeitere Erfolge de» lorngone» Heften.

. Im Nachtrag zu dem Bericht In unserer letzten Freitagsnummer über die in Mainz zum Austrag ekommenen Au»scheidung»kämpfe des

i t t e l r h e i n k r e > I e s zum Deutschen Turnfest in Köln bringen wir nachfolgend die ersten Sieger der noch nicht veröffentlichten Klassen, anschließend auch die Sieger aus dem Turngou Hessen:

Fünfkampf der Männer (140 Teilneh­mer. 68 Sieger, R Weber. T. u Spv Eintracht Wiesbaden, 96 Punkte, A Schall. Tv 1860 Frank­furt o M, 92 B ; H Seipp, To. Hetzbach, 91 P.; P Dellond. lo.Bieber, Ernst Dengeroth. To. Frankfurt a M. M P.; Fritz Weitershou», To Großen-Linden, W Beaupain, I. u. Spo. Marburg. 79 P: Ludwig Malkomesius, M t v G i e h e n, 70 P : Richard Diener, To. 1860 Bod-Nouhelm. 67 P.

Fünfkampf, Heitere. 1. Altersklasse (80 Bewerber, 41 Siegers H S lbcrrels, Tgmd. Unter- Nederboch, 110 P: G Wespi, Tgmd. Untcrlieher- bad), 102 B; H Dem, Tgmd. Nied a. TL, 101 P.; Toni Schneider, M t o. Gießen, 100 P. (also an 4. Stelle!)

Fünfkampf, Heitere, 2. Altersklasse (65 Sieger): W Arlt, To. Jahn Bad Ems, D. Krösch, To. 1817 Main;, 116 P.; F Kosler, Tv. Hom­burg v d. H, 110 P : Ewald Kehler. Tal. Born- heim, F. Kerstung, In. Koblenz, 108 P: Karl Weiß, To. Klein-Linden, 80 P.: Heinrich Lang, To. K l e i n - L i n d e n , 72 P.: Heinrich Hamel, To. 1846 Gießen. 67 P.

Die unsere beiden Berichte erwiesen haben, kann der Gau Heften eine stattliche Zahl von Wetturnern und Detturnerinnen stellen. d!e in Köln gute Aus­sichten auf einen Sieg haben Sie braudjen nur die in Mainz erhaltene Punktzahl zu behaupten, dann werden sie auch in Köln den Eichenkronz erhalten. Die Zahl der Wetturner des Gaues in Köln wird sich aber noch etwas erhöhen, denn zugelaften für Köln sind auch noch h'tenmrn Timer und Tur-e rinnen, die unter der Punktzahl geblieben sind, die in Mainz zum Sieg berechtigte Folgende Zahlen werden interessieren

Für die Zuloftung in Köln brauchen die Zwölf, kömpser 128 Punkte (160), die Zehnkämpfer 120 Punkte (133), die Fünfkämpfer 60 Punkte (67), die Altersturner (Neunkampf) 96 Punkte (120), die Turnerinnen (Siedenkamps) 74 Punkte (93), die Turnerinnen (Dierkampf) 48 Punkte (53). In den Klammern sind die Punktzahlen angegeben, die in Mainz zu einem Sieg berechtigten

Vie Leistungsfähigkeit des Gaue» Hessen kommt darin zum Ausdruck, daß die noch Mainz entsandten Teilnehmer In ihrer überwiegenden Mehrheit dort schon Sieger wurden, allo bereits eine Punktzahl erreichten, die auch in Köln zum Siege berechtigt.

Ganz allgemein fei zu den Mainzer Wettkämpfen noch gesaat, daß es dabei a"ch an Ueberralchungen nicht fehlte. Daß Karl Reuter (Gießen) im Zwölf ka m ps der Männer sich al» Kreisbester behaupten würde, war norauszusehen: er tat e» mit einem beachtlichen Punktvorsprung.

61 n n ro e 11 (Bad Nauheim), bekannt durch die Teilnahme an der erfolgreichen Amerikariege der D. T.. den man gern hinter Karl Reuter gesehen hätte, kam nur an den vierten Platz. Eine starke Enttäuschung erlebten die Mainzer selbst: hotten sie doch Georg Höflich vom Tv. Kostheim-Mainz, dem ersten Zwölfkampfsieger bei den deutschen Kompfspiefen 1920. den zweiten oder dritten Platz vorausgesaat. während sich Höflich, der gar nicht mehr in Form ist. mit dem 33. Motz begnügen mußte. Taoegen sand viel Beachtung beim Zwölf­kampf Ernlt Winter von der Franksiirter Ein- tracht, eine noch in der Entwicklung befindliche junge Kraft, die sich bereite den zweiten Platz sicherte (allerdings sechs Punkte hinter Karl Reuter) und für die Zukunft viel verspricht. Als weitere

Ueberroschuna ist zu betrachten, daß bei den Turne- rinnen die Fovorltenstellung von Gertrud M ü I - l e r erschüttert wurde. Die Mainzerin kam über den zweiten Platz im Dierkampf nicht hinaus, den sie mit der vieloerlp rechenden Gießener Volk», tumerin E l s. Bickelyaupt noch zu teilen hot.

5. Bezirk im Turngau Dessen (V. T.)

bpw. Der 5. Desirk im Turngou Hessen, dem auch in größerer Zahl Turnverein« des 5treifes Gießen angchören. führt die Goetz-Wan­derung an Himmelfahrt au-. Die Ver­eine wandern für sich, treffen sich aber an einem aemeinfamen Ziele. alÄ welches der Hau-- berg bei Dutzbach bestimmt wurde.

Handball der O. T.

To. Heuchelheim I To. 1846 Gießen I 3:3 (3:1).

Am Sonntag weilte eine kombinierte Mann­schaft in Heuchelheim zum fälligen Rück­spiel gegen die I. des dortigen Turnverein-. Man muß den Heuchelheimern laßend nachsagen, daß die Mannschaft in letzter Zeit an Spicl- ftärfc sehr gewonnen hat. Hur dürste sie nicht so hart spielen. Die Gießener fanden sich in der ersten Halbzeft infolge veränderter Auf­stellung nicht recht yifammen, besonder-, da sie fast da- ganze Spiel zehn Mann im Felde hatten. Rach Halbzeit, Die 3:1 für Heuchelheim lautete, klappte eS um so besser. Daß sie nicht mehr als ein Unentschieden erzwangen, lag an dem Heuchelheimer Tormann, der glän­zend hielt, und der zahlreichen Verteidigung. Ruch ein Schiedsrichter war da. Von ihm kann man fayn: Gr war im Kleinen groß und im Großen klein.

Handball der Sp.-Dg. 1900.

Gießen 1900 Polizeifportverein Butzbach 4:11.

ö. Obwohl mit einer Riederlage der 19O?er gegen die Butzbacher Ligisten gerechnet werden mußte, ist sie doch weit höher ausgefallen, al- man erwartete. Da- lag vor allem daran, daß die Einheimischen immer noch nicht gelernt haben, großen Gegnern gegenüber sich in der richtigen Weise einzustellen, und zweiten-, daß man ge­zwungen war, mit Ersatz für linken Verteidiger, linken Läufer und im ersten Drittel de- Spiel- für den Torwart anzutreten Für die erstbehaup» tete Tatsache ist da- Halbzeitresultat von 8:3 typisch.

Da- Spiel fing verheißungsvoll für die Gießener an. 3m Anschluß an den Mittelanwurf spielten sie gut durch, und durch ein Täu­schungsmanöver mußte sich der Dästetorwart durch den Gießener Mittelstürmer geschlagen be­kennen. 3m weiteren Verlaus de- Spiel- be­wiesen jedoch die Vutzbacher ihre Gesährlich- keit vor dem Tor und setzten dem Gießener Ersatztorhüter noch fünfmal den Ball in die Maschen. Die Tore traten zum Teil wohl haltbar. Auch der eigentliche Hüter hatte kein sonder­liche- Glück und mußte sich bis zur Halbzeit drei weitere Treffer gefallen lassen. 3nzwiichen waren die Spielvereinigungsleute durch ihren Mittelstürmer noch zweimal am Vutzbacher Wurf­kreis erfolgreich gewesen. Rach dem Wechsel drängten die Vutzbacher zunächst stark. 1900 machte sich aber dann frei, ohne jedoch verhindern zu können, daß die Gäste noch drei weitere Tore erzielten, denen man nur eine- entgegensetzen konnte.

Der Sieger hatte eine äußerst kampftüchtige Elf zur Stelle, die kaum einen schwachen Punkt aufwieS. Die Polizeileute hätten auch wohl gegen jeden anderen Gegner aus Hessen-Hannover ge­wonnen. Die 1900er zeigten alle- andere al- Meisterleistungen. Beim Sturm haperte eS wieder daran, daß die einzelnen Spieler zu viel auf eigene Faust unternahmen und dadurch da- 3u- sammenfpiel vernachlässigten.

Schiedsrichter Wagner vom V. f. D Gießen war in seinen Entscheidungen nicht immer sicher genug, sonst aber gut

D. f. B.'Handball.

v. f. v. Io. mirffd 11:1.

Ließen schon die letzten Resultate d r V. f. V - Haick>bal!»r etrx stete Form Verbesserung _ er­kennen. Io bürte vieler pohe Sieg endgültig und Har bewiesen Haven, daß die Mannschaft sich in der kurzen Zeit ihre- Vestehrn- spiele­risch weit über da^ Rio.au bt kleineren Ver­eine hi: auSfl arb iiet Hai. Wenn auch bi# Spiel vom Sonntag nicht al» Ma tstab für d S Können der D f.V.-Sll ang.-sehen werden la-tn. so dar man doch der Manschaft empfehlen, sich in Zukunft an schwerere Gegner heranzuwagen. Wenn die gesamte RngrisfSreihe sich den An- sorderungen großer Spiele ohne weitere- ge­wachsen »eigen wird, so kann die- von der Läu crreiyc sowohl, wie von der Derteidigu ig nicht in selbem Maße gesagt werden. Bei ihnen v.rmißte man am Sonntag die Energie und Schnelligkeit. Auch die Genauigkeit de- Zusp'.elS lieh in der Deckung etwas zu wün­schen übr'g. Der neue Tormann f.iorte sich fetr gut ein und wird feiner Mannschaft in den kommende Spi len eine w rwol e Stütze fein. Die Schilderung d?S Spielverlauf- er­übrigt sich: betont soll jedoch werden, daß dieser !roh der ungleichen Stärke beider Mannschaften stets recht interessant war, da der Gegner bi- zum Schlußpfiff mit anzucr.ennender Energie ver uchte. das Spiel ossenzuhalten. Die Mannschaft Wiesecks. restlos aus jungen, zum Teil noch jugendlichen Spiel» ri bestebend, ver­dient für ihr aufopfernde-, eifrige- und faire- Spiel ein uneingeschränkte- Gesamtlob.

V. f. B.

Liga D. f. D. Weidenau 1:2. Ligareserve Ligares. Herborn 4:0.

2. 3gd. 1. 3gd. Darbenteich 5:0.

2. Schüler 1. Sch. Garbenteich 3:0 .

Die Ligamannschaft ("teerte ihrem Wei­denauer Ramensoetter ein über Erwarten gute- Spiel. Wenn sie trotzdem verlor, so ist die- lediglich dem Umstand zuzuschrriben. daß schon zehn Minuten nach Veginn der Halbrechte wegen Verletzung ou-schciden und die Mannschaft da­ganze Spiel nur mit zehn bestreiten mußte. 3n Anbetracht diese- Umstande- und der Tatsache, daß Weidenau zur 1. Bezirk-! nallasse gehört, darf das knappe 1:2-Resultat al- recht günstig bezeichnet werden. Spielverlauf: V. f. V. fand sich zuerst und vermochte längere Zeit, auch nachdem der Halbrechte auSgeschieden war. da- besieve Feld'piel vorzusühren. Vorm Tor aller­dings wurde manche günstige Gelegenheit aus­gelassen. 3n der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit kam der Gastgeber etwa- mehr auf und konnte durch ein Mißverständnis zwischen einem Gießener Läufer und dem Tormann auf billige Weise da- Führungstor erzielen. Rach der Pause gab V. f. B. wieder den Ton an; trotzdem der Sturm nur mit vier Mann spielen muhte, kam er öfter- In gut angelegten Angriffen nach vorne und erzwang bald den Au-gleich. Die Torlatte verhinderte einen weiteren Erfolg. Rach verteiltem Feldspiel wurde Weidenau besser und übernahm für den Rest der Spielzeit da- Kommando. Ein plazierter, für den Gießener Tormann unhalt­barer Weitschuß stellte für die DezirkSligisten den Sieg sicher.

Die Ligareserve gestaltete ihr Tressen in Herborn gegen die gleiche des dortigen Sport­verein- zu einem vollen Erfolg. 3n nur ein­stündigem Spiel errang sie einen klaren 4:0- Sieg. Bei regulärer Spielzeit wäre das Resultat ein wesentlich höhere- getoe'en.

Die zweite 3 u g e n b» und zweite S chü - lermannschast gewannen gegen die erste 3ugend bzw. erste Schülermannschaft ® arbeit« teichS mit 5:0 bzw. 3:0. V. s. V. war seinen Gegnern in beiden Spielen technisch und taktisch weit überlegen und hätte bei besserer Au-nutzung der Torgelegercheiten noch höher gewinnen können. Anerkennung verdient der Eifer der kleinen Gorbenteichn.

Die liii mit öen fleüen SWeta.

Roman von Edgar Wallace.

Copyright by Wilhelm Goldmann, Verlag, Leipzig. S Fortsetzung. Nachdruck verboten.

John Rendle tastete nach einem Stuhl und lieh sich vorsichtig nieder.

E» tut mir leid, daß ich Sie zu jo später Stunde stören muh, aber ich bin erst gestern au» Australien gekommen, und ich muh morgen schon wieder fort.'

Und Sie wünfchen?'

..Bitte, lasten Sie e» mich der Reihe nach er- klären. Ich bin nämlich der Besitzer einer kleinen Form in der Nähe von Ten Mile Station.'

Er hielt inne und fuhr bann lanosam fort:

Eie sind mein nächster Nachbar!

Eody nickte. Sein ganzes Kapital war in über- seeilchen Besitzungen angelegt.

,Hch habe Grund zu der Annahme, daß eine Goldader durch unsere Ländereien geht', fuhr Rendle fortDie Entdeckung gelang mir vor etwa einem Jahr. Ich wollte damit jedoch nicht an die Oeffentlichkeit treten, bevor ich nicht meiner Sache ganz sicher war.

Er erging sich in metallurgischen Betrachtungen, zu denen (lobt) von Zeit zu Zeit mit dein Kopf nickte. Schließlich entfaltete er eine Terrainkarte auf dem Schreibtisch und setzte seine Erläuterungen an Hand der Karte fort.

AI» er seinen Vortrag beendet hatte, sagte Eody: .JDer Goldsand war mir bereits bekannt. Mr... äh .. hm .. Rendle, so dah Ihre Befürchtung, mein Agent könnte he mir venchwiegen haben, nicht zutrifft. Gold ist allerdings vorhanden, aber nicht in solchen Mengen, daß sich die Ausbeute lohnt. Die Sache wurde zuerst von der Preste auf- gebauscht Eie haben das wohl nicht gelesen, nicht wahr? Sie schwammen da noch hm auf dem Ozean? Aber trotzdem bin ich Ihnen dankbar. Ihre Liebenswürdigkeit und Uneigen- nüyigkeit beschämen mich!'

Sie haben Ihre Besitzung von Lord Selsord gekauft', warf der Besucher hin, die Schmeichelei übergehend.

Bertram Eody zuckte unwillkürsich mit den Mm- pem, al» träfe ihn ein zu blendende» Licht.

Dienstag, 15. Mai 1928

Spielvereinigung 1900 Ziehen.

ö Die Reise der 1900er Liga am Sonntag noch Pfungstadt bei Darmstadt gestaltet» sich zu einem vollen (Erfolg. R.cht nur, dah e» den Blauwethen au» Gießen gelang, die 5:1 Niederlage vom Vorsonntag auf eigenem Platze in eine 3 1» Niederlage auf dem fremden unbekannten Platze umzuwandeln. Die gefamte Mannschaft zeigte auch das von ihr in zahlreichen schweren Kämpfen ge­wohnte gute 6p.fl. Di» Gießener hatten die w.ll- au» zahlreicheren Torchancen und hatten, oemefsen daran, bestimmt al» Sieger aus diefem Tressen der- oorgchen müssen. 1900 bestritt das Spiel abrrmal» ohne seinen bewährten Mittelstürmer, der zur Zeit im studentischen Examen fleht. Der dasür emlre- lende Ersatzmann gab sich die denkbar beste Mühe, das gesamte Innenlrio konnte aber, infolge der ge­ringen Korpcrarohe, die ou»sicht»rkichsten Torge­legenheiten nicht verwerten. Bei dem Seitenwech- sei stand do» spannende Spiel noch 0:0. Die Gast- acber kamen zu ihrem ersten (Erfolg, al» der G e- hener Hüter einen Weitschuß passieren lieh Dann erhöhte Pfungstadt auf 2 0, da der Gießener linke Läufer zu lange mit dem Ball tändelte. Allerdings übersah der sonst korrekt amtierende Spielleiter, daß der Ball von einem Pfungstädter mit der Hand zum Tor aespiett wurde. Dann kam 1900 zu dem längst verdienten Tor. Die Freude dauerte aber nicht lange, bis Pfungstadt den alten Abstand wieder hergestellt hatte. (Ein Gießener Verteidiger verfehlte einen ganz schwach geschostenen Ball durch llebcrtreten, und die dadurch geschaffene Situation nutzten die Platzbesitzer prompt zu einem dritten Tor au», damit das Endresultat von 3:1 verstellend. Die Begegnung war jederzeit fair und hinterließ bei den Zuschauern den besten Eindruck.

Die 3. Mannschaft weilte zu einem Gesell- schaftespiel in L i ch. Der dortige Verein für Rosen- spiele hatte die zu stellende 2. Mannschaft stark mit Spielern der spielfreien 1. (Elf durchsetzt, so dah es nicht wunder nahm, daß die Gießener mit 5:0 Toren geschlagen die Heimfahrt antreten muß- ten. Da» Spiel stand bei Halbzeit schon 2:0 für den Gastgeber, allerdings hatten die Gießener stän­dig nur zehn Spieler im Felde.

Die 1. Jugend 1900s kehrte von einem Freundschaftsspiel in (B r ü n b c r g mit einem knappen 3:2 Sieg zurück. Das Resultat ist ein wei­terer Beweis für die gehobene Spielstärke der Grünberger.

Die 2. Jugend konnte der 2. Jugend vom Wetzlarer Sportverein in Wetzlar ein Unent­schieden, 2:2, abtrotzen, während die 3. Jugend der 3. Wetzlarer Jugend hoch mit 5:0 Toren unter­lag. Mit einem erfolgreichen Abschneiden hotte man hierbei von vornherein nicht gerechnet, da die Gießener (Elf mehrere Spieler enthielt, die sich erstmal» in einer Fußballmannschaft betätigten.

An Himmelfahrt ruht jeglicher Sportbetrieb.

D. G. 20 I. - D. f. B. Liga-Grsah 2:2 (1:0).

Zum fälligen Rückspiel trafen sich am Sonn­tag die D. s. D. Liga-Ersatz und V. T. 20 1. auf dem Waldsportplay Da- Spiel begann mit einem sehr scharfen Tempo. V. E. 1. über­nahm sofort die Führung und fplelte überlegen, so daß die V. f. V.-Mannschaft auf ihre Spiel- Hälfte zurückgedrängt wurde. Rur einige kurze Durchbrüche kamen biS vor da- D. L.-Tor, wur­den aber durch die gute Verteidigung unter­bunden. Rach etwa 25 Minuten Spieldauer er­zielte die D. L.-Slf durch gute Vorlage deS LinkSaußen an den Mittelftürmer da- erste Tor. V. L. blieb auch weiter in Führung und be­drängte das V. f. D.-Tor noch recht oft, ohne durch die vielbeinige Verteidigung deS GegnerS zu einem greifbaren Resultat zu kommen. So gingen die beiden Mannschaften mit 1:0 für V. E. in die Pause. Kurz nach Seitenwechsel erzielte durch Flanke von recht- der Mittelstür­mer da- 2. Tor für V. E. Dieser führte bi- 10 Minuten vor Schluß, wo die D. E.-Elf in der Annahme, da- Spiel gewonnen zu haben,

harter Gegenstand darin, der deutlich durch das weiche Leder fühlbar war, hotte in seiner Vorstel­lung bas Notizbuch mit Sybill Lansdown ver­kettet.

Er bremste seinen Wagen so jäh, daß er in» Schleudern kam. Einen Augenblick war er in Ge­fahr, in den Chausseegraben zu rutschen, doch mit eisernen Nerven brachte er seinen Wagen wieder ins Gleichgewicht. Dann schaltete er das elektrische Licht ein, um seinenFund' zu betrachten. Noch ehe er die schmale Lederzunge aus der Oese de» Geldtäschchens gezogen hatte, wußte er, was er fin- dcn würde, und er hotte sich auch nicht getäuscht. Aber als der Schlüssel in seiner Hand lag, staunte er doch wieder über Größe und Form. Er war eine fast genaue Wiedergabe des Schlüftels, den Sybil Lansvowne ihm in der Bahn gezeigt hotte, und der jetzt sicher in seinem Bankfofe log.

Dick stieß einen leisen Pfiff aus, dann ließ er das Notizbuch in feine Tasche gleiten, doch den Schlüssel verborg er unter der Gummimatte zu sei­nen Füßen. Die unternehmungslustigen Herren, die keine Ausgabe gescheut hatten, Sybils Schlüssel in ihren Besitz zu bringen, würden sich auch kein Ge- wisten daraus machen, sein Auto abzusangen, und bann war seine Person kein genügenber Versteck mehr.

Dicks Respekt vor bieser aeheimnisvollen Schlüssel. Brüberschast war im Wachsen begriffen, unb er fah Abenteuer voraus, bie an Spannung feine Jagd rund um die Erde weit in den Schatten stellen wür­den. Er drehte das Licht wieder aus und setzte seinen Motor in Bewegung. Während sein Fuß auf den Akzelerator drückte, und der Zeiger des Ge- schwindigkeitsrnesters rasch von 35 auf 50 und 75 stieg, dachte er über den unhe mlichen Charakter seiner Entdeckung nach. Cody hotte düng mit Lord Selsord geleugnet. A^/nrnte schon etwas nicht. Und was hatte die^xchlüstel für eine Bewandtnis? Er mußte für Cl,y DOn aanz beson- derer Bedeutung sein; denn erlatte gesehen, rote er bei feinem Eintritt bas Buch Jig und wie ertappt versteckte. Aus Neugierde, ay angeborener Teufe- lei hatte er bie erste ®elernhelt ergriffen, es an sich ZU bringen Jetzt hatte r also schon zwei bieser seltsamen Schlüstel, unb ir^er bringender wurde die Frage nach den Sd?(öfftn und nach dem, was hinter diesen Schlößern lag.

(Fortsetzung Hgt)