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Junge Mädchen

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Aus der Provinziakhauptfiadi.

®iebe*. ben 15. Wat 1828.

£«WdltitfudK im Lxmdwrrf.

Mele junge Leute beabsichtigen. ein bantextf zu erlernen und suchen nach ^ntTi Lehrstelle Ollem und Vormünder seren dabei zur Tenneibung von «o*eUt» batatd 6m- geteiden. bah nicht in ledern beliebigen 1 anbtocr«Ab«lrieb Lehrlinge ange- leitet werden dürsen. sondern nur dort too der Inhaber oder sonst jemand im Betrieb bie Meisterprüfung abgeleat hat. ober ihm aet Grund bet Mebtrganaibefrimniungen zur iMnbcrung der Gewerbeordnung vom 30. Mat 908 bte Qln(ettungtbefugnl4 auswersftch einer Urkunde des zuständigen Äreieamti ver- eAen worden ist. Mo Zweifel herrschen, er- 'unbige man sich bei der Handwerkskammer- Nebenstelle, Sih Ziehen, Gewerbehaus Die hin xnb wieder aus tauchende Anltchl. dah es ge- xüge wenn der Lehrherr die Meisterprüfung im Lau'e bet Lehrzeit ablegt, ist unrichtig!

Deitcr dürfen in Handwerksbetrieben nicht beliebig viel Lehrlinge gleichartig ge­halten werden, vielmehr flib Hbchst-ahlen vor- eelchricbin. und der ^e.-rherr muh bei Der- t66en die zuviel angenommenen Lehrlinge dlebet entlassen Fetner sei daraus ausmctklam gemacht dah gemäß den Bestimmungen der Gewerbeordnung innerhalb vier Wochen nach Lehrbegin ein Lehrvertrag schriftlich »wischen dem Lehrherrn einerseits und dem Lehrling und dessen Batet bzw. Dormund an- herleits abgcschlalen werden muh. Hierzu emp- t.ehlt es sich, da« von der Handwerkskammer I hetausgegebene Formular au benützen und drei Sremplore derjenigen Handwcrkskammer-Neben. stelle, in deren Bezirk der Lehrmeister seinen Detriebssitz hat. spätestens drei Monate nach Lehrbeginn in Borlage zu bringen. Lehrverträge zwischen Lehrmeistern, die einer Innung an- gebären, mit ihren Lehrlingen müssen eben­falls binnen vier Wochen nach Lehrbeginn ab- {eschlosfen und in vier Ojemplaren der -ustän-

Igtn Innung zur Eintragung in deren Lchr- lingstvlle vorgelegt werden. Lehrverträge über bevormundete Lehrlinge müssen vom Lehrmeister mit dem Dormund abgeschlossen, von diesem dem »uständigen VormundschaftSgerichl zur Ge­nehmigung vorgelegt und nach crsolgter vor- mundschastsge.ichtlicher Genehmigung der Hand- weckskammer-Nebenstekle, Sitz Gießen, bzw. der »uständigen Innung zur Gintragung in deren Lehrlingsrolle In der vorerwähnten Anzahl vor- gelegt werden.

Bielsach besteht die irrige Auffassung, auch in Handverlskrcilen, dah der Lehrvertrag erst abgeschlossen werde nach Ablaus der verein­barten Probezeit. Die Dertraglchliehenden können eine Probezeit bis zur Höchstdauer von drei Monaten vereinbaren, während welcher beiden Teilen das Recht zusteht, jederzeit vom Vertrag zurückzutretcn.

Durch die Deteinbaruna einer längeren Probe­zeit als vier Wochen wird die gesetzliche Ver­pflichtung Aum Abschluß eineS schriftlichen Lehr- Vertrags binnen vier Wochen nicht berührt. Die Unterlassung de» DertragSabschlusses setzt beide Parteien erheblichen Rachteilen auS. Die Vor­lage des rechtzeitig abgeschlossenen, schriftlichen Lehrvertrags ist übrigens auch eine der Vor­aussetzungen für die Zulassung zur Gesellen­prüfung. Wenn in einzelnen Fällen der Lehr- berr gegen die vorstehenden Bestimmungen ver­st östt. so setzt er sich der Deafhr einer Bestrafung auS; jedoch sind die u. U. hieraus auch sür den Lehrling hervvrgebenden Schäden derart, datz 6ie Ollern bzw. Vormünder auch ihrerseits die Beachtung der genannten Dorfchriften genau lon- trrllieren sollten.

Der Lehrmeister kann unter Vorlegung des vrdnungämähig abgeschlossenen Lehrvertrags beim Vorstand der zuständigen Krankenkasse den Erlab der Beitrüge zur Orwerbslofenversicherung

beantragen. Falls betartigen Anträgen seitens bet Ätdnfenlailen entsprochen wird, so ruht die Beitragspslicht zur Erwerbs^o enverlicheruna bis zum Beginn des letzten Halbjahres der Lehr- leit. Don diesem Zeitpunkt ab lebt die Beitrags- pslicht zur Srweroslosenverficherung wieder auf.

Schi edlich seien die Eltern auch noch Darauf bingewiesen dah sie ihre Kinder nur solchen Berufen zusühren sollen, für die sie körperlich und geistig am besten geeignet find. Falsche Berufswahl hat schon Diele Menschen unglüLich gemacht. Soweit als irgend angängig oediene man sich der Einrichtung der Eignungsprüfung. Röhe res über solche Prüfungen ist bei den Be­rufs- bzw. Arbeitsämtern zu erfab*n. Die eben­falls in der Lehrstellenvermittlung tätig sind.

<rtenoaraph«ntaqung in Gießen.

Seinen ersten Bezirkstag hielt der Reichs» verband der Eisenbahn-Kurzschrift- vereine Bezirk Frankfurt (Main) am Samstag und Sonntag im Katholischen BerelnS- haus in Diehen ab.

Der 1. Borfiyende des Siebener Ortsvereins. Derkehvstvntrolleur Boutteiller. begruhte bei der Dertreterversammlung am Samstagnach- mittag die Vertreter der OrtSvereine auS Fulda, Franksurt, Friedberg und Wis en (Sieg), des Eisenbahnvereins Giehen und insbesondere den 1. Vorsitzenden des Bezirksverbandes des Hessen- Nassauischen Äurzschii.tverbandeS ^DabelSber- ger". Pro urist Kuhl (Dirhen). Auch der ReichS- verband der Gisenbahn-Kurzschri^tverelne hatte seinen 1. Schriftsührer. Bullay aus Berlin, zu der Tagung entsandt. Hieraus eröffnete der 1. Dezirksvereinsvorsitzende. Porth (Frankfurt) die Verhandlungen Or schilderte in kurzen Wor­ten die Ziele und den Zweck des erst im Herbst vorigen Iahres gegründeten BezirkSvereinS. der sich bis jetzt auherordentlich günstig entwickelt habe Bullay (Berlin) teilte mit. dah der Deichsverband 18 000 Mitglieder in 248 Vereinen zählt und bereits gute Fortschritte zu buchen hätte. Die obligatorische Einführung der ein- heitSkurzschcift bei der Reichsbahn sei nur noch eine Frage der Zeit. Anschließend sand ein wohl- gelungener Kommers statt.

Am Sonntagvormittag begann um 9 Uhr in den Sälen der Goetheschule daS Wettschrcl - b e n . zu dem sich rund 70 Teilnehmer gemeldet hatten. Nachmittags wurde im großen Saale deS Katholisck)en Vercinshau eS eine kleine Feier veranstaltet. Der Un errichisdezer..enl d:r Rcichä- bahndirektion Frankfurt (Main). Ober-Regie- runasrat Dr. Colmberg, hielt die Be­grüßungsansprache. Gegen 19 Uhr nahm Der 1. Vorsitzende Porth (Frankfurt) die Preis- Verteilung vor. Der ReichLverband. der Be­zirksverband, die (Siebener Remter, "der Eisen­bahnverein Dießen und insbesondere die Direk­tion Frankfurt hatten zahlreiche Ehrenpreise ge­stiftet. Der Nachmittag war ausgesüllt durch DesangSvorträge des Quartetts »Flügelrad", hu­moristische Vortrüge, Konzertstücke der Kapelle Etzelmüller und Tanz.

Ergebnis der Preisverteilung.

1. Wettschreiben. 60 Silben: 1. Preise O. Schneider (Dießen), Berta Schmidt (Dießen). Herrn. Wagner (Dießen). W. Doll (Dießen), W. Luh (Oroben-Cinben). K. Luh (Großen-Lin- den), 8 0 6 i 1 b en: 1. Preise W. Weiß (Drvßen- Linden), Schreiner Wilh. Weber, Erich Krämer, Hch. DSll ((Sieben), Brück (Wissen): 100 Sil­ben: 1. Preis L. Arnold (Frankfurt), Vohwinkel (Flörsheim), ZiobeS (Wissen): 120 Silben: 1. Preis HanS Wahl (Dieben). W. Hölzel und M. Strube (Frankfurt): 14 0 Silben: 1. Preis Cäcilie Kraiß (Frankfurt): 180 Silben: 1. Pr. Klemm (Friedberg).

2. Schön- und Richtigfchreiben: 1.Pr. H. Wahl ((Sieben). Hch. Sümbel (Dr.-Linden).

3. We11lesen: 1. Preise Klemm. Friedberg. (248 Silben). Th Brück, Wissen. (241 Silben). Zirbes. Wissen. (208 Silben), Vohwinkel, FlörS- heim. (206 Silben), Schreiner, Gießen, (205 Silben). _____

Dienste

Tagesfalenber

Ten Wanderpreis des Aeichsverbandes der Sifenbahn-Kurz'chriftvereine errang die Orts­gruppe Friedberg, den Wanderpreis des Bezirks Vereins Frankfurt a. TL erhielt Klemm (Srtebbttg).

Wicfeener ^odicnmarltprcifc

Es kosteten aus dem blutigen Wochenmarkt Buttcr 190 bis 210 Pfennig. Matte 30 bis 35. Köse (10 Stü-5) 60 bis 140 W r in® 45 Weiß­kraut 30. Ro< raut 50. gelbe Rüoen 40 bis 50, rote Rüben 15 bis 20, Spinat 20 bis 25. Römischkohl 20 bis 25. Sparael -0 bis 110, Tomaten 140 bis 150, Zwiebeln 25. Schwarz­wurzeln 60 bis 90. Rhabarber 20 bis 25. Ä<u- io ein 4 biS 5. Aepfel 12 bis 25. Suppen- hüh er 100 bis 120 pro Pfund. ®xer 11 bis 12, Blumenkohl 60 bi» 180. va'.at 20 bis 30. Salat­gur en 60 bis 100, Oberkohlrab» 30 bis 40. Lauch 15 bis 30. Rettich 30 bis 35, Sellcr a ICO bis 130 pro Stück. Radieschen 15 bis 25 Pfennig pro Lund.

Vornotizen

Wahkoersammlung der Deutschen Volkspartei, 8.30 Uhr. (lafL Leib. Redner Vbg. Dingetdey Nord-Vst-Lerein. vesprechuna. 8 Uhr Kaufmänni­sches Bereinshaus. Lichtspielhaus, Bahnhof­straße. .König der Könige". Bstroria-Lichtspiele Srillanten*.

Evangelische Volksgemeinschaft. Morgan. Mittwoch, abends 8 Uhr Im Saalbov Sauer Wählerversammlung. (Scehe Qln-e ge.)

Reich-Partei de - deutsch en Mit­telstandes. Morgen. Mittwoch, abend im Lase cib össentliche Wählerversammlung (Siehe Anzeige.)

Volkshallev-rein. Die ordentliche Mitgliederversammlung findet am Mittwoch. 23. Mai. im Stadthaus, Bergstraße, statt. (RL- heres in der heutigen Anzeige.)

Q. IL Don der L a n d e s u n i v e r f i t L t Dießen. D:m AllisterBten am Institut für Wirt chaftSwissenschast an unserer Universität Dr. Georg Mayer wurde die venia legendi bei der Philosophischen Fakultät, II. Abtlg.. für LaS Fach der wirtschaftlichen Staatswissenschoften erteilt.

* Das Gießener Stadttheater in Bad-Nauheim. Das Gießener Stadtlheater er­öffnet die Spielzeit in Bad Nauheim am M Itwoch, 16. Mai. mitBrand im Dpernbaus von Georg Kaiser. Donnerstag. 17.. geht Frantisek Langers LustspielDas Kamel geht durch das Nadelchr in Szene. Die Kriminalkomödi«Der Hexer" wird am Sonntag. 20.. aufgefuhrt. Für Mittwoch, 23., ist als erste FestfplelpremidreDas Kirschblütenfest" von Kiabund festgesetzt, das auch in der kommen­den Winlerspiclzeit in den Spielplan des Statt- theaters Gießen ausgenommen werden wird.

Die Pfingstserien in Hessen, tin den hessischen Schulen dauern die Pfingstferien eine Woche. Der Unterricht schließt am Samstag, 26 d. TI., mit der stundenplanmäßigen Unterrichtsstunde und beginnt wieder am Ttoniag, 4. Juni.

ee Anlagenkonzert findet morgen. Mitt­woch. 18 Uhr. durch daS MusiklorpS des 1. (heff.) Bataillons bei künftiger Witterung in der Süd- anlage statt. Leitung: ObcrmutUmcifter- bet. Vortra-Sfolge: 1. Armeemarfch I, Rr. 7. 1. Bataillon Garde (1806). 2. Ouvertüre zur Oper ..Der Wildschütz", A. Lortzing. 3. Große Fantasie auS dem MusikdramaSie Walküre", R. Wagner. 4. Die Mühle im Schwarzwald. Ein Idyll. R. Eilenberg, a) Am Mühlbach, b) Die Mühle. 5. Armeemarsch II, Rr. 183. Marsch des Regiments Sebastopol (im Lager dos Kurshubck 1852).

(Sin Kaminbrand entstand heute vor­mittag gegen 9 45 Uhr im Hause Löberstraße 6. Durch die starke Rauchentwicklung wurden die angrenzenden Straßen schwer verqualmt und da­durch die Ausmerksamkeit auf den Brand gelenkt Die durch den Feuermelder Ludwigstraße herbei- gerufene Feuerwache beseitigte in kurzer Zeit

lebe Gefahr und konnte hierauf wieder tu boB Depot iurüd.cbrcn

Koch gut dovongekammen. Gestern abend gegen 16 Uhr kam eine jugendliche, noch ziemlich unsichere 3Ub|abr<nn in dem Äuaenbüd vom Ratzrungsberg der in die Sicher Gtrafie her- eingefahren. als ein Straß,nbahnwaacn in der Aichlung nach dem Ludwigspla^ die Straßenkreu- ung i.berqufren wollte. Das Mädchen kam infolge einer Unsicherheit vor der Elektrischen zu Fall, edoch gelang es dem getsteegegenwärügen und de- onnen handelnden Wagenführer, den Straßenbahn­wagen noch rasch zum Stehen zu bringen. Die un- oorstchtige Radlerin tarn hierdurch zu ihrem Glück mit dem Schrecke« davon. Der Vorfall sollte aber allen Radlern eine Warnung dahingehend sein, daß sie bet der Ucberquerung von Straßenkreuzungen weit mehr Vorsicht, als man heute häufig bemer­ken kann, beobachten.

j Von der südlichen Frankfurter Straße. Die Instandsetzungsarbeiten in der Frankfurter Straße mit der Dampfwalze und die Husbefferungen der Straße mit leer und Klein- schotter sind beendet, so daß die Straße nun wieder in ihrer Äesamtbreite für jeglichen Fuhrwerksver­kehr geöffnet ist.

j Di e (fcang. Kirchengesangvereine des Dekanats Gießen veranstalten om nach- ft en Sonntag Ihr diesjähriges Detanaiefirdten- aesangoereinsses! Die kirchliche Feier wird in ffkd'berg bei Lollar ftattflnben. Massenchöre von rund 4*0 Sangern und eangerinnen werden zur Verschönerung des Gottesdienstes beitragen. In der Nachfeier, die in der alten Burgruine von Staufen­berg geplant ist. singt feder Sekanatsoereln zwei selbstgemählte Thore.

* Konzerte in ber Unlversitäts- Heroen (finit Ter Ä cfn-Llnbener Posannen- Thor. unter der Leitung seines Dirigenten Johann Dermer (Klein-Linden) hat es so berichtet man uns auZstezeichnet verstanden, den Patienten der Vervenkli ik eine Ueberraschung zu bieten. Frühmorg-mS um 7 Uhr am Sonntag erklang vor den einzelnen Stationen das brfannte Volkslied .Der Mai ist gekommen" Die Pa­tienten waren über dieses frühe Konzert lehr erfreut, und man konnte es ihren Augen ob- seben. daß gerade die Musik aus die Kranken erheiternd wirkte Ss erfolgte dann noch eine Eii lage von Musikstücken, die der Veranstaltung einen guten Abschluß gab. Degen 11 Uhr am gleichen Tage versammelte sich tm Garten der Klinik der Männer- und Frauenchor des Ar- bcitergcsangvereins .Eintracht'. d:r die Patien­ten durch mustergültigen Vortrag heiterer Volks­weisen. wie .Wacht auf". _Morgenruf". .Muß i denn zu dem Städte!? hinaus', sowie des .SpiclmannS'. wirklich er r.schle. Die Leitung der Desünge lag in den Händen des Dirigenten H. Meyer, der seinerzeit auch die .®loae" in der Dolkshalle erfolgreich dirigierte. Den ver- anftaltenbcn Vereinen und ihren Mitgliedern sprechen die Patienten der Klinik ihren herz­lichsten Dank auS.

Spende s ür die Unwetter-Ge- schädigten. Der Vorstcu'd der Kommunalen LandeSbank bat den durch die letzte Unwetter- Kaial ro^he h imgesucht m hessischen Demeinden zur Linderung der Rot In diesen Gemeinden eine Beihilfe von 10 003 Mk. bewilligt.

Lprc(ststunden der stiednklion

12 bis I Uhr mittags 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag qefchloffen

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herx-lcher Teilnahme, sowie für die zahlreichen Kransspenden beim Heimgänge unserer lieben Entschlafenen sagen wir ollen unseren herslichsten 1 ank.

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