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Ätrd)enüDrftanb und die Kirch en gemeindevert r e- hing beschlossen daher in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig, abgesehen von den hohen Kosten, die Gefahr zu beseitigen und die Reparatur in diesem Jahre baldigst vorzunehmen, da es eine Dringlichkeit ist. Gleichzeitig soll auch eine Renovierung der ganzen Kirche vor- genommen werden.

gr. Grüningen, 14. Febr. Am Samstag­abend feierte der hiesige Gesangverein Eintracht" sein diesjähriges Stiftung«- fest. Der Benderschr Saal war überfüllt. Es wurden drei Theaterstücke aufgeführt. Zur Ber- schönerung der Veranstaltung trugen die Ge­sangsvorträge des Vereins bei. Sie zeugten von guter Schulung und sorgfältiger Einstudierung durch den Dirigenten, Lehrer L. M a r st e l l e r. Lobenswerte Erwähnung verdient auch das inner­halb des Vereins gebildet- und vom Mitglied W. Engel geleitete Doppelquartett. Die Mit­glieder F. Heß und PH. Kahenmayer wur­den in Anbetracht ihrer Verdienste um den Ver­ein zu Chrenmitglkedern ernannt. Bei Tanz vergnügten sich dann noch jung und alt bis in die frühen Morgenstunden - Der Is- heimsche Gesangverein sieht in diesem Jahre von einem Theaterabend ab. da die Dor­bereitungsarbeiten für das diesjährige, hier statt­findende Sängerfest drängen.

df. Bettenhausen, 14. Febr. Am Sonntag fand die Abendunterhaltung unseres Turn­vereins statt. Rach einer Ansprache des ersten Sprechers zeigten die Turner ihre Leistungen an den Geräten, in Freiübungen usw. Es zeigte sich auch hier wieder, daß der turnerische Teil unter Leitung des l.Turnwarts Robert Ban­gel in guten Händen liegt. Der zweite Teil des Abends war ausgefüllt von Theaterstücken. Anschliehend fand Tanz statt. Die ganze Ver­anstaltung kann als gut gelungen bezeichnet werden.

s. Trais-Horloff. 14. Febr. Eine Haus- fammlung für die Epilepsie-Anstalt in Rieder-Ramstabt ergab im Kirchspiel den Betrag von 85 Ml., wovon aus Trais-Horloff 27 Mk., auf Utphe 28 Mi. und auf Inheiden 30 Mk. entfielen.

Kreis Friedberg.

WSR. Bad-Rauheim. 14. Febr. Ende Rovember v. 3. konnte hier ein junger Mann namens Rack verhaftet werden, der auf dem Wege nach Ober-Mörlen und am Prome­nadenweg nach Friedberg Damen Hand­taschen entwendet hatte. Der jugendliche Straßenränder ist nunmehr aus der E r z i e - hungsanstalt Wixhausen ausgebro­chen und im hiesigen Bahnhof gesehen worden.

WSR. Vilbel. 14. Febr. Ende vergangener Woche wurde hier in einem Tabakwaren­geschäft in der Friedberger Straße ein E i n- bruch verübt, der Aufsehen erregte. Die Diebe schoben den Rolladen in die Höhe und schnitten ein Stück Glas aus dem Schaufenster, wodurch sie in den Laden gelangten, den sie f a st v ö l l i g ausplünderten. Da in letzter Zeit in der Umgebung wiederholt Einbrüche stattgefunden haben, ist die Bevölkerung begreiflicherweise beunruhigt.

Kreis Büdingen.

Ridda, 14. Febr. Der Reit- und Fahrverein für Ridda und Umgebung ist jetzt endgültig gegründet worden und zählt bereits 51 Mitglieder. Mehrere Beitritte stehen noch in Dauernheim und Ranstadt in Aussicht, wohin der nächste Werberitt gehen soll. Vorsitzender des neuen Vereins ist Deterinärarzt Dr. Hofmann. Die Ziele des Vereins sind Pflege des Reit- und Fahrsports und Weckung des Interesses an Pferdezucht und -pflege. Er wird sich jeder politi­schen Betätigung streng enthalten.

Kreis Schotten.

S Laubach, 14. Febr. Die Holzver- gerung derGemeinde (aus den Forst­ortenBuchwald" undZwillingssei'e", zwischen Laubach und Freienseen) hatte viele Käufer von auswärts angelockt. Dementsprechend waren die Preise hoch. Der Raummeter Buchenschcit kam auf 12 bis 13 Mk., Buchenknüppel auf 8 bis 9 Mk.. Duchenstöcke auf 7 bis 8 Mk. Zu der Mitteilung über die Beerdigung von Rent­amtmann Bohn sei berichtigend gemeldet, daß nichtDekan Volp", sondern Pfarrer D. Fritsch (Ruppertsburg) die Leichenrede gehal­ten hat.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 14. Febr. Die am gestrigen Montagabend im Anschluß an die am Sonntag stattgehabte Volksabstimmung über die Frage der Errichtung eines neuenPost- gebäudes anberaumte Sitzung des Stadt­vorstandes ergab ein für Alsfeld außerge­wöhnliches Bild. Bereits vor Beginn der Sitzung war der Zuhörerraum im Sitzungssaal des Rat­hauses dicht beseht, so daß nicht alle Zuhörer Platz finden konnten. Der Vorsitzende teilte zu­nächst das Ergebnis der Volksabstimmung mit, wonach sich 923 Stimmen für den Ankauf des Hotels ..Krone" als Bauplatz für das er­richtende Postgebäude ausgesprochen haben und 433 Stimmen gegen den Ankauf waren. Von bürgerlicher Seite wurde daraus hinge­wiesen, daß die zum Ausdruck gebrachte Willens­imeinung der Bürger auch für den Stadtvor­stand bei seiner Beschlußfassung als maßgebende Richtlinie anzusehen sei. Die Vertreter der So­zialdemokratischen Fraktion bekämpften den An­kauf des HotelsKrone". Rach einer zum Teil lebhaften Debatte wurde mit 14 gegen 7 Stimmen der Beschluß gefaßt, das An- wesen des HotelsKrone" zum Preise von 46 000 Mark anzukaufen, die Ge­bäude niederzulegen und das neue Postgebäude an deren Stelle zu errichten. Der notarielle Kaufvertrag wurde noch an dem­selben Mend vollzogen. Damit hat eine An­gelege nheit. welch.' die hiesigen Gemüter in letzter Zeit stark beschäftigt und erregt hatte, ihre Erledigung gefunden.

^Rieder-Gemünden, 14. Febr. Im Saale der Gastwirtschaft Södler veranstaltete, der hie­sige GesangvereinEintracht" in Ge­meinschaft mit dem Krieg erverein einen wohlgelungenen Familienabend. Der ge­meinschaftliche Vorstand hatte ein recht ab­wechslungreiches Programm aufgestellt, so daß die stattliche Teilnehmerzahl sehr befriedigt wurde. Sttmmungsvolle Ehöre des Gesangvereins wechselten mit humoristischen Vorträgen eines auswärtigen Künstlers und fanden allseitigen Beifall. Diese gemeinschaftliche Veranstaltung war wieder ein Beweis dafür, daß Gesang- und Kriegerverein in gutem Einverständnis mitein­ander leben.

c5 Dannenrod, 14. Febr. Der Kleinkali« ber-Schühenverein Dannetzrod hielt in der Wirtschaft von Heinrich Schlosser sein dies­jähriges Wintervergnügen, Theater mit Tanz, ab. Rach der Begrüßungsansprache des Vor­sitzenden Wilhelm Georg und dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes wurden drei Theaterstücke wirkungsvoll gespielt. Der Besuch war gut, von auswärts waren Appenröder und Rieder-Ofleidener Besucher gekommen.

Rheinhessen.

WSR. Mainz, 14. Febr. Die Anschüt­tung des Rheinvorlandes in Mainz - Kastel unterhalb der Straßenbrücke wird weiterhin fortgesetzt. Hiermit werden die ersten Vorarbeiten über die spätere Ausgestal­tung des Kasteler Ufers an dieser Stelle geleistet, wo fünftig schöne Grünanlagen, viel­leicht mit idyllischen Bovtshäuiern. erstehen sollen. Das Projekt hierfür ist im einzelnen noch nicht ausgearbeitet. Es steht jedoch fest, daß wegen des Felscharakters des Rheinvorlandes an dieser Stelle die Anlage eines Sporthafens der hohen Baukosten wegen ausgeschlossen ist. Die Ar­beiten an der Ausgestaltung derEhren- Halle, welche zur Erinnerung an die im Welt­krieg Gefallenen auf dem hiesigen Friedhof er­richtet wird, nehmen ihren Fortgang. Die Stadt­verwaltung hat sich nunmehr mit Professor Le­derer, Berlin, wegen Beschaffung des figür­lichen Schmuckes in Verbindung gesetzt. Es steht zu erwarten, daß die Stadt Mainz durch die Mitarbeit dieses bekannten Künstlers, wenn auch vielleicht später als andere Städte, seinen Ge­fallenen eine würdige Gedächtnisstätte widmet.

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

sch. Gladenbach, 14. Febr. Eine höhere P r i v a t s ch u l e soll hier nach Ostern eingerichtet werden. Sie ist als Vorläufer für eine öffent­liche Dollanstalt mit mittlerer Reise gedacht, die den .11 ebergang in die oberen Klassen der höheren Schulen scha ft. 3n einer Interessenten-Versamm- lung wurde bereits ein Schulverein gegrün­det und ein Garantiefonds gezeichnet.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 14. Febr. Am 8. Februar wurde im H a u s m ü l l auf einem Müllabladeplatz eine Kindesleiche ohne Kopf gefunden. Die polizeilichen Ermittelungen nach der Herkunft der Leiche sind im Gange. An der Alten Brücke ereignete sich gestern ein schwerer Schiffsunfall. Von zwei Kähnen, die talwärts geschleppt wurden, wurde der erste infolge der starken Strömung mit dem Hinterschiff gegen die Brücke geschleudert, wäh­rend der zweite gegen den Brückenpfeiler rannte. Er rannte sich den Steven ein und schlug bei weiterer Durchfahrt mit dem Hinterschiff eben­falls gegen die Dogenöffnung, wobei die Schiffskajüte vollkommen zertrüm­mert wurde. Dem ersten Kahn wurde bei dem Anprall das Ruder gebrochen und ebenfalls die Schiffswohnung derart demoliert, daß die Frau und das Kind des Schiffers in der Wohnung eingeklemmt wurden und erst nach vieler Mühe befreit werden konnten.

Mr dasBahnprojekt SchottenAlsfeld

ällrich stein, 15. Febr. Auf Veranlassung des KreisamtsSchotten fand am gestrigen Dienstag dahier im Gasthof Pfannstiel eine von etwa 200 Personen besuchte Versammlung von beteiligten Gemeinden und sonstigen Interessenten zwecks Aussprache über das Eisenbahn- ProjektQuer durch denVogelsberg" statt.

Den Vorsitz führte der Kreisdirektor des Krei­ses Schotten, Geheimrat V o e d m a n n. Dieser wies in seiner Einleitungsansprache darauf hin, daß der Vogelsberg jetzt auch endlich seinen Platz an der Sonne bezüglich Erschließung seines Verkehrs beanspruche. Gr gab sodann einen Rück­blick über die bereits in der Angelegenheit in den Jahren 1904 und 1 905 geführten Ver­handlungen, die damals gescheitert seien, weil die beteiligten Gemeinden sich über die Wahl der Eisenbahnstrecke nicht einigen konnten. Er bezeichnete als die einzig richtige Lösung die Erschließung des Vogelsbergs für den Verkehr die Führung der Linie Schotten ällrich st einAlsfeld, die einen Anschluß an den Durchgangsverkehr von Alsfeld aus nach der Richtung Hersfeld ermög­liche und später auch nach Kassel, wenn die Strecke AlsfeldTreysa durch das Schwalmtal gebaut fei. Er empfahl dringend, alle be­sonderen Lokalwünsche diesem großen Gesichtspunkt unterzuordnen. In gleichem Sinne sprachen Kreisdirektor Dr. Stammler (Alsfeld), Bürgermeister Dr. V ö l s i n g (Als­feld), sowie Bürgermeister Mengel (Schotten). Es entspann sich eine ausgedehnte Aussprache, aus der zu entnehmen war, daß sich die ©e-f. meinde Ulrichstein gegenüber diesem Pro­jekt ablehnend verhält und für das Eisen­bahnprojekt MückeRixfeld eintritt. Der Vorsitzende ermahnte die beteiligten Gemeinden dringend, sich zu einigen, da sonst die Gefahr besteht, daß das Projekt wieder zum scheitern komme. Die Mehrzahl der Redner sprach sich für das Projekt Schotten Lllrich st ein Groh-Felda Alsfeld aus. Rach einer mehrstündigen Aussprache wurde alsdann auf Vorschlag von Geheimrat Boeckmann (Schot­ten) eine Entschließung angenommen, die folgen­den Inhalt hat:Die aus den Bezirken ällrich- stein, Alsfeld und Schotten besuchte Versammlung in ällrichstein ist in ihrer weitaus überwiegenden Mehrzahl der Ansicht, daß das großzügige Pro­jekt einer Rord-Südverbindung von Schotten Alsfeld gegenüber ander enPlä- nen den Dorzug verdient, und daß dieses Projekt den Derkehrsbedürfnissen des Dogelsbergs am besten entspricht. Die beteiligten Gemeinden bitten die zuständigen Stellen, die erforderlichen Dor- arbeiten zur Durchführung dieses Projekts sofort in Angriff zu nehmen."

Offenbach verklagt den hessischen Staat.

Lpd. Offenbach, 14. Febr. Die Stadtverwal­tung Offenbach hatte in der letzten Sitzung der Stadtverordneten den Antrag auf Ermächtigung gestellt, den hessischen Staat zu ver­klagen. weil er die Kostenverteilung zwischen Stadt und Staat hinsichtlich der tech­nischen Lehran st alten ändern: will und die Stadt Offenbach dadurch um 30 000 Mark schädigen würde. Man hat diese Dorlage an den Rechtsausschuß verwiesen, der nun an die Stadt­

verordnetenversammlung einen Antrag einbringt, die Stadtverordnetenversammlung wolle zwecks Erlangung der den Staat vereinbarungsgemäß belastenden Hälfte der durch eigene Einnahmen der technischen Lehranstalten nicht gedeckten Kosten den Oberbürgermeister zur Führung eines Rechtsstreites und Bestellung eines Rechts­anwaltes ermächtigen. Dem Antrag ist ein juri­stisches Gutachten beigefügt, in dem erfiärt wirb, daß es unbestritten feststeyt. daß die durch eigene Einnahmen nicht gedeckten Kosten der technischen Lehranstalten in Offenbach jahrzehntelang bis 1923 je zur Hälfte von Stadt und Staat getragen worden sind. Das Finanzgeseh vom Jahre 1923 habe aber nichts an der Vereinbarung zwischen Staat und Stadt geändert. Die Stadtverordneten­versammlung wird sich am kommenden Dvnners- tag mit dieser Angelegenheit zu befassen haben. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß beschlossen werden wird, den hessischen Volksstaat zu ver­klagen.

Turnen, Sport und Spiel.

Deutsch-akademische Ski - Meisterschaften.

Der Sieger beim akademischen Ski-Rennen auf dem Hoherodskopf, Gras Hardenberg. Gießen, errang bei den deutsch-akademi- mischen Ski-Mei st erschasten in Schierke (Harz) gegen stärkste österreichische und süddeutsche Konkurrenz unter 50 "Bewerbern den 8. Platz im Langlauf über 18 Kilometer. Von den Teil­nehmern der südwestdeutschen Hochschulen war Graf Hardenberg der einzige, bet sich plazieren konnte.

Oie Olympischen Winterspiele.

St. Moritz, 14. Febr. Rachdem sich am Dienstag früh das Wetter etwas aufgehellt hatte, konnten die Eisschnelläufe fortgesetzt werden. Das Ereignis des Tages bildete das Zu­sammentreffen der beiden Eisschnelläufer 2bun- bet g » Finnland und Evensen- Rorwegen im 1500-Meter-Lauf. Thunberg-Finnland ging aus diesem großen Kampf in der Zeit von 2:21,1 Min. als Sieger hervor, während Evensen- Rorwegen in 2:21,9 Min. den zweiten Platz be­legte. Verhältnismäßig gut schnitt auch noch der Deutsche Jungbluth ab, der mit 2:28,2 Minuten allerdings nur den elften Platz belegen konnte.

Ebenfalls am Dienstag früh kam das 50- Kilometer-Ski-Dauerrennen zum Austrag, zu dem von den 42 ausgelosten Teil­nehmern 41 am Start erschienen waren. Die Strecke, die eine Steigung von 1050 Meter auf­wies, stellte die höchsten Anforderungen an die Läufer. In ausgezeichneter Form erwiesen sich die Schweden, Rorweger und Finnen. Auch die beiden Deutschen Wahl und P e l l h o f e r hiel­ten sich ausgezeichnet, obgleich sie nur den 10. bzw. 16. Platz belegen konnten. Erwartungs­gemäß fiel der Sieg an den Schweden Hed­lund mit der guten Zeit von 4:52,37 Stunden. Sein Landsmann Iohnsson ging nach 5:05,31 Stunden als Zweiter durchs Ziel, dem mit einem Abstand von 20 Minuten der Schwede Andersson folgte.

Infolge des wieder eintretenden T a u to e t - ter8 konnten am Dienstag die Eisschnelläufe nicht zu Ende geführt und die Eiskunstläufe überhaupt nicht zum Austrag gebracht werden. Rach einer Verlautbarung der Pressekommission kann von einer Unterbrechung der Winterspiele keine Rede sein. Es wird xedoch infolge der schlechten Wetterlage mit einer Verlängerung der Spiele voraussichtlich bis zum 22. März gerechnet werden müssen.

Gerichtssaal.

verurteilter Derber für die Fremdenlegion.

WSR. Worms, 14. Febr. Das Gericht berurteilte einen gewissen Artur Kempf aus Marburg, der in letzter Zeit im besetzten Gebiet für die französische Fremden­legion geworben hatte, zu vier Mo­naten Gefängnis. Der Bursche war in Kaiserslautern gestellt worden.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

' Das Amtsverkündigungsblatt R r. 12 vom 14. Februar enthält: Die Crgän- zungswahlen zur Handwerkskammer. Die Cr- gänzungswahlen für den Gesellenausschuh der Handwerkskammer. Falsche Rentenbankscheine. Ausführung der Landesfeuerlöschordnung. Feldbereinigung in Annerod. Dienstnachrichten.

Büchertisch.

Friedberge r Geschichtsblätter, Beiträge zur Geschichte und Landeskunde der Wetterau. Heft VIH (1926/27). Verlag Carl Bindernagel in Friedberg. In neuem, schmuckem und handlichem Gewände erscheint das neue Heft als Festgabe zur Erinnerung an das 30jährige Bestehen des Geschichts- und Altertumsvereins Friedberg, des Herausgebers der Zeitschrift. Unter der uner­müdlichen Echriftleitung Professors Ferdinand D i e b e r s . auch unseren Lesern durch seine eifrige Mitarbeit an derHeimat im Bild" seit langem bekannt, ist auch dieser Jahrgang mit seiner Sammlung wertvoller und interes­santer Aufsätze zur Heimatgeschichle der Welterau eine Fundgrube für den Freund historischer For­schung. Besonders lobenswert ist die Vielseittg- keit, deren sich die Schriftleitung bei der Zu­sammenstellung derGeschichtsblätter" erfolgreich befleißigt. So kann aus dem reichen Inhalt auch nur ein Weniges genannt werden. Der Herausgeber berichtet über die Verschmel­zung der Burg und Stadt Friedberg zu einer politischen Gemeinde 1834. Der verdienstvolle Leiter des Wetterauer Museums, Professor Dr. G. Blecher, steuert einen Aufsatz über den Ortsnamen Rosbach i. d. W. bei, der Senior der deutschen Altertumsforschung, Professor Dr. S. W o l f s. Frankfurt a. M., schreibt aus seinen reichen praktischen Erfahrungen interessant über technische Fragen der Archäologie. Auf das methodische Gebiet geht auch ein Aufsatz des Friedberger Seminarlehrers K. E. Müller zurück, der den heimatkundlichen Unterricht be­handelt. Ein literarhistorischer Beitrag ist der Aufsatz Robert Schäfers, der die familien­geschichtlichen Beziehungen Goethes zur Wetterau aushellt. So ist das neue Heft in seiner Reich- halttgkeit das denkbar beste Werbemittel für

den Friedberger Geschichts- und Altertums­verein. (72)

Wetzlarer Heimathefte. 4. und 5. Folge des Heimatbuches für Stadt und KrelS Wetzlar. Herausgegeben von Lehrer H. R » u - haus, Wetzlar. Druck und Verlag: ScharseS Druckereien K.-G., Wetzlar. Da« stattliche, gut ausgestattete und mit interessantem Illustra­ttonsmaterial versehene Doppelheft faßt ein» groß angelegte, vielfach gegliederte und quellen­mäßig korrekt belegte, historische Darstellung von Dr. A. Schoenwerk, Düren, über Wetzlar in seiner Blütezeit (12. Iahrh. bis 1350) und der Zeit seines Verfalls zusammen. Eine Fülle wich­tigen Materials über die Stadtbevölkerung, über das Verhältnis zum Reich, über Probleme der Verwaltung, der Justiz und der politischen Kon­stellation ist im ersten Teil verarbeitet. Der zweite schildert die Wetzlarer Kriegsnöte, inneren Kämpfe, Verschuldungen und die Auseinander­setzung mit den Rachbarn des Gemeinwesen«.

Georg Heß: Oberhessisch Woar. Ernstes und Heiteres in Hüttenberger Mundart. 88 Seiten 8°. Verlag Carl Bindernagel, Fried­berg i. H., 1927. Preis 2 Mark. Der in Hessen beliebte und recht verbreitete Verfasser legt hier Hindenburg-Marken kaust man beim

Städtischen Wohlfahrtsamt!

ein neues Bändchen seiner Mundartgedichte vor. in denen er eine Reihe von neueren Arbeiten mit den nur noch in geringer Auflage vor­handenen BüchernMei Owerhesse" undEn Hessegruß" zusammenfaßt. Auch zwei kleiner» dramatische Stücke aus dem Volksleben sind in das Werkchen ausgenommen, das sich mit der älrwüchsigkeit seiner Sprache und seinem derben Humor sicherlich ebensoviele Freunde erwerben wird, wie seine Vorgänger. 1

Wie eine große Ration fernab von allen Der- fettungen der europäischen Vorkriegsdiplomatie und ihren sattsam erörterten Kriegsursachen, also unter ganz anderen Vorzeichen schließlich doch in den allgemeinen Krieg hineintrieb, daS schil­dern im Februarheft derEuropäischen Gespräche" (Verlag Dr. Walther Rothschild in Berlin-Grunewald) Charles und Mary Beard in einer verblüffend lebendigen Darstellung de« Eintritts der Vereinigten Staaten in den Welt­krieg, und man wird dem in der Reuen Welt seines Freimuts wegen hochgeachteten amerikani­schen Historikerpaar besonders in Deutschland Dank wissen, für die unabhängige Gesinnung unb die sachliche Art, mit der die verhängnisvolle Problemattk in Wilsons PolitikNeutralität zu führen" klar und gerecht herauSgearbeitet ifL In feinen Bekenntnissen und Begebenheiten prüft der Herausgeber Wesen und Wert dreier jüngst verstorbener Polittker: Zaghlul Pascha, Drattanu und Sasonow, gibt einige sehr aufschlußreich» Beispiele für die wirtschaftliche Spiegelung der englischen Außen- und Kolonialpolitik und be­richtet von Englands hartnäckigem Ringen mit Abessynien um den Damm am blauen Ril.

Veterinärpolizeiliche Beaufsichtigung von Handelsstallungen.

Aus Grund des Reichsviehseuchengesetze« und seines hessischen Ausführungsgesetzes hat der hes­sische Minister des Innern am 13. Januar 1928 angeordnet, daß Ställe und Betriebe von Dreh- und Pferdehändlern, Gast- st ä 11 e, die in regelmäßiger Wiederkehr und in größerem .Umfange zur Einstellung von Handelsvieh benutzt werden, sowie ge­werbliche Viehmästereien der regel­mäßigen ileberwachung durch den be­amteten Tierarzt unterliegen. Soweit für die genannten Betriebe die Führung eines Kon­trollbuches gemäß § 17 Ziffer 4 des Reichsvteh- seuchengesetzes und der §§ 20 bis 23 der Aus- führungsbestimmungen des Bundesrats nicht vor- gejchrieben ist, haben die Inhaber der Betriebe über das Vorhandensein, den Zu- und Wgcmg von Tieren, die der Beaufsichtigung unterstellt sirrd, oder sich in den ihr unterworfenen Be­trieben befinden, Buch zu führen. Die Kosten der Deaufsichttgung fallen dem Besitzer ober Unternehmer zur Last und werden zur Staats­kasse eingezogen. Zuwiderhandlungen werden be­straft.

Berliner Börse.

Berlin, 15. Febr. (WTB. Funkspruch.) Nach den gestrigen Ansätzen zu einer Aufwärtsbewegung bzw. kleinen Geschäftsbelebung zeigte das Publikum und die Provinzkundschaft im heutigen Frühverkehr etwas Interesse, das aber in den Umsätzen nicht zum Ausdruck kam. Das Geschäft ist noch sehr still. Die Tendenz ist aber weiter freundlich. Man taxiert gestrige Abendkurse: I.-G.-Farben etwa 261,50 bis 262, Siemens 288,50 und Rheinstahl etwa 168. Am Devisenmarkt nennt man Paris gegen London 124,02, Mailand 92,04, Madrid 28,67, London gegen Kabel 4,8743 und Reichsmark gegen Kabel 4,1940.

Eingesandt.

( Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktton dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Nochmals: Der Verkehr der Auloomnibusse und der Lastkraftwagen in den Straßen von Gießen.

Die Bedenken des Einsenders a in Rr. 36 sind sehr berechtigt und sollten vom Hausbesitzerver­ein aufgegriffen und weiter verfolgt werden. Ich war schon vor Jahren in gleicher Sache auf dem Stadtbauamt und habe verlangt, daß die Abfuhr von Steinladungen und dergleichen auf Lastkraft­wagen nur über bestimmte, möglichst asphaltierte Fahrbahnen erfolgen dürfe, und die Stadt »in diesbezügliches Statut herausbringen müsse. Lei- der war die Aufnahme eine recht gleichmütige. Meine Meinung ist, daß die Stadt für Einsturz haften muß, toenn die berufenen Organe die ge­botene und verlangte Vorsicht außer acht lassen. (Vor allem hätte fte meines Erachtens Mittel und Wege finden müssen, den Konkurrenzbetrieb un­serer Straßenbahn, die Wiesecker Goliathe, un­seren Straßen femzuhallen, zu deren Unterhalt Wieseck unseres Wissens nicht beiträgt) Hier kann nur der Zusammenschluß der Besitzer ge­fährdeter Häuser, zu denen auch Verfasser dieses gehört, helfen. b.

Itfcji'rrwvrt husten, Heiserkeit, 1 ** .1111111 Verschleimung

jap's echte Sodener Mineral-Pastillen.