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a a g, 13. Sept. (WTB.) Der Ständige

Oie Personalpolitik des Völkerbundsrates.

Genf, 13. Sept. (WTB.) 3m Ausschuß für Budgetfragen wurde heute auf Antrag deS nor­wegischen Delegierten Hambro der General­sekretär beauftragt, die Kosten zu überprüfen, die dem Völkerbund entstehen würden, wenn er die Reisekosten für die drei Hauptdelegierten zur Bundesversammlung jährlich übernimmt Hier­

würde sofort zurücktreten, wenn die Regierung seine- Heimatlande- versuchen sollte, feine Tätig­keit al» Generalsekretär zu beinflussen Gr werde sein Amt nicht behalten, wenn er nicht die 2kr- sicherung erhalte, daß er da» Vertrauen der Mitglieder de» Völkerbünde» in ihrer Ge­samtheit besihe. 01 nc Entscheidung über den holländischen Antrag ist noch nicht gefallen.

breiten. Amtlich W der Genfer Rhein- landbesprechung am Dcmnc rjtag von franzö­sischer Seite lediglich erklärt, dah der Der- laut der Desprechung befriedigend ge­wesen sei. Der ®enfet Vertreter des , Intran- figeant" will wissen, dah sich die deutschen Delegierten recht versöhnlich gezeigt hätten. Sic hätten allerding- ihren Rechts st and- vunkt bezüglich der Anwendung de» Artikel» 431 deS Versailler Vertrage» aufrechter- halten, der die Rheinlandräumung ohne Gegenleistung vvrsehe.

Llm den Auswärtigen Ausschuß.

Berlin. 13. Sept. (DDZ.) Zu der Rach- richt der Berliner Worgenblälter, dah der Vor­sitzende der deutschnationalen Re ichS- tag-frattion, Graf Westarp, den Dor» sihenden de» Auswärtigen Ausschüsse» öe» Reichstage», Abg S ch e i de m a n n. um sofortige Einberufung des Au»wärt igenAus- s ch u s s e » ersuchte, erfährt da» Rachrichten- bureau des VDZ. dah her Abg. Scheidemann am SamStag in Berlin feststellen wird, wann die Gens er Delegierten berichten können. Da­nach wurde sich dann ein Termin für den Wiederzusammentritt de» AuSwär tigen Aus­schusses feststellen lassen.

Die deutschnationale Pressestelle teilt mit: Bei der heutigen Zusammsikunft der deutsch- nationalen Mitglieder deS Auswär­tigen Ausschüsse» berichtete der Frak» tionSvvrsihend« über sein« Verhandlungen mit dem Auswärtigen Amt Die Anwesenden bil­ligten einstimmig den vom Grafen Westarp gestellten Antrag auf Einberufung deS Aus­wärtigen Ausschusses de» Reichstags, dessen so­fortige Einschaltung für dringend er­forderlich erklärt wurde. Der Vorsitzende deS Auswärtigen Ausschusses, Abg. Scheide- mann, hatte mitgeteilt, er werde am SamStag in Berlin seststellen, wann dse Genfer Delegierten berichten können. Da diese Behandlung de» deutschnationalen Antrages die Gefahr einer be­denklichen Verzögerung in sich birgt, hat Gras Westarp das Auswärtige Amt schrift­lich gebeten, dem Reichskanzler das Er­suchen zu übermitteln, vor weiteren Verhand­lungen zwecks Fühlungnahme mit dem Aus­wärtigen Ausschuh vorübergehend nach Ber­lin zurückzukehren. Sr hat Scheidemann ersucht, sich diesem Wunsche anzuschliehen.

auf übte Hambro eingehende Kritik an der Zu­sammensetzung de» Personal» de» Völ­kerbundssekretariat». und beflogte be­sonder», dah der internationale Charakter de» Sekretariats gelitten habe, zumal, da zahlreiche Stellen, die früher von Akademikern bekleidet wurden, nunmehr mit Diplomaten besetzt sind. Hambro trat für eine Aenderung de» Perso­nalreglements ein, die ermöglichen soll, dah freiwerdende Posten von Mitgliedern verschie« bener Rationalitäten in einem gewissen Turnu» besetzt werden. Hambro erwähnte auch die Presse- w kritiken an der bisherigen Personalpolitik und

erklärte, e» sei wichtiger, auf dir Meinuna der f Presse, als auf die der Diplomaten und Kabi­

nette zu hören. (Sr erinnerte daran, dah zahl- '» reidx norwegische Parlamentär.er in einet <Lnt-

schliehung für den Austritt Norwegen» aus dem Völkerbund mit der Begründung ein­getreten sind, dah die Hauptgrundfätze des Bunde» nicht eingeh al

sind. Angesichts solcher Strömungen mühten die Anhänger de» Völkerbunds die Möglichkeit ha­ben, zu erklären, dah alle» mögliche zur Behe­bung gewisser Mihstände geschehe.

Der holländische Delegierte van Exsinga

setzte die Kritik de» Vorredner» fort und wandte sich mit großer Energie dagegen, dah die gro­ßen Mächte die Bureau» des General- jefretariat» sZusagen als Botschaf ten ihrer Länder betrachten. Sr beantragte eine Abände­rung des Personalstatut». Die nächste Dölker- bundSversammlung soll über die getroffenen Maßnahmen und den Personenwechsel Bericht erstatten.

Der französische Vertreter Reveillaud wies die kritischen Ausführungen der Vorredner in längeren Aussührunaen zurück, erklärte sich aber mit dem Antrag einverstanden.

Auch Generalsekretär Str Eric Drummond ergriff da» Wort zu Ausführungen in ähnlichem Sinne. Sr wie- de» kritischen Aeuherungen gegenüber darauf hin. dah sich England und Frankreich verpflichtet haben, auf weitere Posten im Sekretariat so lange zu verzichten, bis die übrigen Staaten eine ausreichend« Vertre­tung darin erhalten haben. Diese Verpflich­tung werde peinlichst eingehakten. Schon heute könne er sagen, daß Italien unb Deutsch-

Internationale Gerichtshof hat heute nachmittag seine Entscheidung in dem deutsch- polnischen Thorzow-Streitfall be- tanntgegeben. Die deutsche Regierung

fanntlid) in ihrer vom 8. Februar 1924 geführten Klage gefordert, dah die polnische Regie­rung zum Ersatz de» Schaden» werden solle, der den beiden beteiligten Privatgesellschaften, den Bayerischen ötiefftoffroerfen und den Oberschlesischen Stufftoifinerten, durch die widerrechtliche volnische Besitzer- ?! r e l f u n g der ättefftoffobrif in Ehorzow erwach, en ist und dah die Aobe dieser Schadencrsatziuinm.- uoen Gerichtshof festgestelli werden muffe. In sei- ncr mit neun gegen drei Stimmen gefällten Ent­scheidung hat der Gerichtshof gegenüber dem deut­schen Klageantrag dahin erkannt, dah die pol­

nische Regierung verpflichtet fei. an die deutsche Regierung eine der Höhe des ent- skandenen Schadens enliprechende E r s a tz l e i ft u n g zu zahlen. Die Höhe der Schadenersatz (eiftung fall er ft später durch eine Reuentschei- düng des Gerichtshofes beftimnv werden, da dieser erstes sachverständige Gutachten hierüber einholen und sodann die Meinung der Protestparieien zu diesem Gutachten einholen will. Dem Urteil find die von der Mehrhett abweichenden Ansichten angefügt, darunter auch diejenigen der beiden nationalen Richter Deutschlands und Polens. Prof. Nabel (Berlin) und Prof. Ehrlich (Lemberg).

Mcklehr des Reichspräsidenten nach Berlin.

Rosenberg, 13. Sept. (WB) Reichspräsi­dent v. Hindenburg traf um &S5 älhr abimb» hier ein unb trat, nach herzlicher Ver- ablchiedung von seinem Gastgeber, Herrn v. Oldenburg-Ianuschau, die Rückreise nach Berlin über Marienburg an. Das zahlreich anwesende Publikum bereitete dem Reichspräsi­denten herzlich- Abschiedskundgebungen und stimmte begeistert da» Deutschlandlied an.

Der Iurisieniag für Verreichlichung der Justiz.

Salzburg, 13. Sept. (WTD.) 3n der öffent- lich-rechllichen Abteilung des Deutschen 3u» riftentageS, die beute tagte, wurde Geheim- rat Prof. Dr. Triepel-Ber'in zum Vorsitzen- den gewählt. Zur Verhandlung stand die Frage, ob eS das Interesse der Rechtspflege nottoenbig mache, das gesamte Justiz wesen an daS Reich zu übertragen. Senatspräsident Rei­che r t vom Reichsaericht In Leipzig befür­wortete die llcbemabmc, während sie der Präsident be» Bayerischen Obersten Landgerichts, Dr. Ritter v. U n z n e r - München, bekämpfte. In der Debatte betannte sich u. a. der Vizepräsi­dent deS österreichischen BundeSrates. Dr. Hu» gelmann. al» Gegner der Verreichti.- chung der Justiz. Der Senatspräfident Dr. Lobe vom Reichsgericht Leipzig vertrat den Standpunkt, daß wohl Staatsanwälte und Richter unbedingt Reichsbeamte sein sollten, im übrigen aber eine Verreichlichung der Justiz nicht erforderlich sei. Rach einer Aussprackze, die sowohl die Vormittags- als auch den größten Teil der Rachmittagssitzung be­ansprucht hatte, ergab di« Schlußabstimmung 9 2 Stimmen für und 6 4 gegen d i e Verreichlichung. Gin Vermittlungsantrag Dr. Kahl-Reichert-Wunderlich sowie eine große Anzahl anderer Anträge wurden abgelehnt.

Ein bedauerlicher Zwischenfall.

Berlin. 14. Sept. (Priv.Tel. des WTB.) Heber einen bedauerlichen Zwischenfall ün Zusammenhang mit dem Korreferat be» Präsiden­ten de» Obersten Bayerischen Landgerichts, v. älnzner, zur Frage der Verreichlichung der Justiz berichtet die »Voss. Ztg." u. a.: ihuncr» Korreferat war rein parttkula- r i st i s ch orientiert. Gr sprach die Ansicht au», daß ein ilebergang der Justiz auf da» Reich zu einer starken Politisierung der Justiz führen würde. Schließlich berftieg er sich zu der Bemer­kung, e» würde einmal so kommen wie in Preu­ßen. .wo die gegenwärtigen preußischen Koa­litionsparteien die Deute unter sich verteilt hät­ten". Diese schwere Beleidigung derpreu- sischen Regierung wurde mit lebhaften Gntrüstungsrufen der Zuhörer beantwortet. Der Vorfitzende, Geheimrat Triepel, muhte ein­greisen und den Redner zur Mäßigung mahnen, ilnAlter suhr dann fort, er emp^inke e» alsTreu­losigkeit gegenüber Bayern, wenn die Justiz mit Gewalt oberauf trockenem Wege" im Reiche auf gehen würde.

In der Mittagspause bemühte man sich, den Zwischenfall beizulegen. Erschwert wurde dies dadurch, daß sich herauSstellie. daß Unxner» Aeußerung nicht eine unfreiwillige Gntgletsung darftellt, sondern daß sie in seinem Manu­skript niedergelegt und mit tiebetlegung formuliert ist. Der Vorsitzende des 'Deutschen Iuristentageö. Professor Kahl, hatte darüber Besprechungen mit Reichsministcr Erich Koch- Weser und dem preußischen Justiz Minister Dr. Schmidt.

Das Ergebnis dieser 'Besprechungen war eine Erklärung de» preußischen Justiz- Minister» Dr. Schmidt, der mitteilte: Ich wollte mich heute nicht an der Diskussion in dem öffentlich-rechtlichen Ausschuß beteiligen. Ich habe auch heute früh zunächst kein Wort ge­sprochen, als Präsident Unjner seinen Anariff gegen Preußen richtete. Ich wollte nicht Oel in da» Feuer gießen. Ms alter Richter habe ich mir wohl überlegt, wie ich mich zu verhalten habe. Ich bin aber jetzt zu dem Ergebnis gekom­men, daß ich mich doch äußern muh. Meine Worte sollen nur dem Frieden dienen. Ich muß erklären, al» Herr v. llnzner seine Bemer­kung machte, die ich nicht hier wiederholen will, war ich schwer verletzt. Ich habe sofort dem Vorsitzenden, Geheimrat Triepel, einen Zettel gefchrieben. indem ich ihm mitgeteilt hab«, dah ich persönsich verletzt sei und ihn bäte, dah er eine Erklärung dazu abgebe. Diese Verbal­note hat den Präsidenten veranlaßt, zu der Bemerkung Stellung zu nehmen. Das ist mir je­doch nicht genug. Ich muh formen nochmals Verwahrung gegen die Aeußerung be» Herrn v. Unxner entlegen. Ich bemerke nur, daß ich trotz allem der Uebcryyugung bin, daß der Deutsche Iuriftentag bei der Ob­jektivität, die ihm eben eigen ist, über der­artige Dinge hinweggeht.

Darauf ergriff Geheimrat Triepel noch einmal bas Wort und erklärte auch seinerseits, bah er die Aeuherungen des Präsidenten von Unzner nicht billige.

Oie Lage in Spanien.

Pari». 13. Sept. (WB.) Der Meldung einer Rachrichtenagentur zufolge befinden sich unter den in Spanten feftgenommenen Personen Ge­neral Agu . lera . Hauptmann Borrero, der Führer der Radikalen Partei in Barcelona, dmvlto Iglesias, tmb das getarnte Personal der Zettung ..De moc r a 11 a Zahlreichen republikanischen Führern soll es trotz der Üebet- raschung gelungen lern, bte SSauotftobt zu ver­lassen und ttch in die Provinz *u beaeben.

Im übrigen urteilt über die Aufstanbsoewe» flung das ^Journal be» Debats". Offizielle

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Engländer bei den pariser Lustmanövem.

Pari», 13. Sept. «WTB.) Die Leiter der englischen Militär- und Marine­luft schif fahrt und der englischen Landes­verteidigung sind heute mittag an Bord zweier Großtampfflugzeuge. begleitet von ihren General­stäben. in Le Bourget eingetroffen. Sie wer­den den morgen und übermorgen innerhalb der Bannmeile von Paris stattsindenden Luft- manövern beiwohnen.

Aus aller Welt.

Reue Verhaftung in derStinnes'Affäre.

In der BetrugSaffäre Hugo Stin- n e» ist im Laufe de» heutigen Vormittags eine neue Verhaftung erfolgt. Auf Anordnung deS ÜuterfumungSrichter» ist ein au» Oesterreich gebürtiger Kaufmann, der seit langer Zeit in Berlin ansässig ist, in seiner Berliner Wohnung in der Taubenstraße verhaftet worden. GS han- bell sich um den Direktor, des Oesterreichisch- Deutschen Reisebureaus. Leo Hirsch, der sich an dem Betruasverfuch mit der Anmeldung von Altbesitz von Kriegsanleihen beteiligt hat.

AuchKrassin" gibt die Luche nach Amundsen auf.

Wie au» Moskau gemeldet wird, wird nach einem Funkspruch des .^Krassin" wegen des an­haltend schlechten Wetters da» Flugzeug T s ch u n v w s k i s abmontiert und auf dem Eis­brecher verladen. Der Vorsitzende des russischen Hilfsausschusses tellt bei dieser Gelegenheit nut. daß bet ..Krassin" nur noch b is Ende September im Eismeer verbleiben werde, da die vorgeschritten« Jahreszeit zu große ®e- sahren für das Unternehmen bringe.

Gn Riesenbanlerott. Heber sieben Millionen Mark (Schulden.

Die 'Reut Leipziger Ztg." berichtet au» Baut­zen: Die fett 120 Jahren bestehende Metallhuiten- unb Walzwerkgesellschaft C. ® Xitbanb ist in Zatzlung»schwieriakeiten geraten. BOcm Bnfdjetn nach finb feit längerer Zeit Fälschun­gen her Bilanzen oorgenotnmen worden. Der eine der Inhaber bat oelbftmorb verübt Kahl reiche Banken, darunter bi< Allgemeine sieurschc fcrebünnftntt die Deutsche Dank. Drenbnrr Bank, Gebrüder Arnhold unb die Commerzbank

Kommurr'qukS aus Madrid besagen, daß bte gegen das bestehende Regime gerichtete Bewe­gung g e s ch e . r e r t ist. Di« Polizei hat in der Tat Eingreifen können, bevor die Verschwörer 'ich rührten. In «man derartigen Fall ist der zuerst Handwinde immer im Vorteil. Aber, was auch ein treten mag. diese Ereignisse beweisen, daß die in Spanien herrschende Ruhe nur oberf läch lich war. Auf jeden Fall wrd Generai Primo de Rivera die be­stehende Diktatur ohne Aenderung wahrscheinlich nicht lang« aufrechterhalten können. In verhält- nismähig naher Zukunft wird sich in Spanien eine Evolution vollziehen müssen.

Rach einer Agenturmeldung au» Madrid blei­ben f äm tlich« Truppen in den spanifchen Garnisonen konzentriert. Den Offi­zieren soll verboten worden sein, mit Zi­vilpersonen zu sprechen.

Thüringer Regierungskrise vor der Lösung?

Weimar, 13. Sept. (WB) Der Unterhändler für die Regierungsbildung. Professor Dr. Ärü- fier, erklärte heute, die Verhandlungen »wi­chen den bisherig n Koalitionsparteien feien heute nicht ganz ohne Erfolg fort­gesetzt worden. Es fei zu erwarten, daß die noch bestehenden Schwierig.eiten in der nächsten Sitzung, die anfangs nächster Woche stattfinden soll, behoben werden.

Reformkonferenz für das Schlichtungswesen.

eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin, 14. Sept. Vorn Reichsarbeitsminister ist nunmehr die geplante Konferenz über die Reform des Schlichtungswesens auf den 16. Oktober einberufen worden. Die Arbeitgeber werden durch die Vereinigung der Deutsä^n Arbeilg berve bände auf dieser Konfo­renz vertreten fein, wählend von Arbeitnehmer- seite Vertreter deS Allgemeinen Deutschen De» werkschaftLbundes delegiert werden sollen.

Keine Erhöhung der Krankenversicherung.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeiger»".

Berlin. 14. Sept- 3n letzter Zett tauchen immer wieder Meldungen auf, nach denen die De r s i ch e run g» pf l i ch t g r e nze für b ie Krankenkassen parallel zu der Lryöhung der Angestellten-Dersicherung ebenfalls gesteigert wer­den soll. Sogar der Verband der deutschen Aerzte hat sich mit diesem Problem beschäftigt und eine Warnung vor einer solchen Erhöhung veröffentlicht. Wie mir aber von gut unterrichteter Seite hören, ist eine Erhöhung der Krankenkassen-Pflichtver- ficherungsgrenze nicht geplant Ob bie zustän­digen Stellen bei biejtr Stellungnahme konsequent verbleiben werden, lägt sich mit Bestimmtheit heute nicht sagen, denn ähnlich wie vor der Erhöhung der Angestellten-Dersicherungsgreyze machen sich auch jetzt bei den verschiedenen Verbänden starke Einwirkungen auf die verantwortlichen Stellen gel­tend, um eine Erhöhung durchzudrucken.

Beisehung Brockdorff-Ranhauö.

Schleswig. 13. Sept. (WB) Heut« nachmit­tag wurde der verstorbene Botschafter Graf Brockdorff-Rantzau auf Schloß Annetten- höhe zur letzten Ruhe bestattet. Pastor Krö­ger hielt bk? Trauerprebtgt, worin er bas Lebens­bild des Verstorbenen zeichnete unb feiner Verdienste unb seines vornehmen Eharakters qebachte. Am Grabe sprach Hauptpastor Meyer (Schleswig). Unter den zahllosen Kranzspenden befanden sich solche des Reichspräsidenten, der Reich«, unb Staatsbehörden, der SoiDjetrctiierung. der Schlff- fahrisgesellschasicn, der Großbanken und viele andere. Der Kranz des Dolkskommlffors Tschi­tscherin trug die Inschrift:Dem unvergeßlichen Freunde unb unermüdlichen Vorkämpfer für die Freundschaft unserer Völker."

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Das skandimwische Hochdruckg biet zeigt werte, ( Barometeranstieg ois ZZ5 MUlimeter. Mittel. europa, da» an der Südseite d?s hoben Drucket 1 liegt, wird nünmch. von östlichen biS nord- I östlichen Wind« beeinflußt Insotg-dessen I Me stärkere KalllufZufuhr, die in den letzter Tagen betritt ein Sinken der Xemjxraturcr I verursachte, ihr Ende erreicht und bereits beule I morgen mochte sich Tempvratrrrzugang bemerkbar ] Durch da» weitere Umbrt&m der Winde wird die Erwärmung noch zunehmen. Außer stellemoeife Frühnebel ober g I genttich etwaS Bewölkung bleibt es vorläu ig noch trocken.

Loraussage für Samstag: TOoroem stellenweile nebelig trocken, tagsüber meist heiter wärmer unb trocken

Setterau suchten f ürSonntog : Teil, wolkig, teils heiter, weitere Erwärmung unb nod trocken.

Cufttemperaturen am 13. September I mittag ' IM, abend« 113; am 14. Septrmbee: mor I SM» M, Marimum 18,?, Minimum 4,9 Grob (Tel j «m«. Sonnenschemdauer 9i Stunden.

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Oie Wetterlage.

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I Monner^tag.

I 13 Sept 1928,7'avcZ5.

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sind die Hanpkgkäubsger. Außerdem sind eine große Änzahl Metall handelsfirmen in Mitteidenschatt ge­logen. Ferner sollen noch2Iufwertung»an- spräche von Verwanbken bestehen. Die (9 e samtoerdindlichkeiten he laufen sich auf etwa 7} Millionen Mark, denen ungefähr 3 Millionen Mark an Außenständen unb Waren­vorräten gegenüberftrhen. Zur Zeil desinden sich bie Vertreter der beteiligten Banken in Bautzen, um bie Verhältnisse eingehend zu prüfen.

3"*i Tote bei einem firaftroagennnfafl.

Frankfurt a. b. Ober. 14 Sept. (WTB. Funkfpruch.) Ein Kraftwagen aus ®rün- berg i. Schl, wurde gestern abend an rntm Bahn­übergang der Weststernberger Kleinb hi bei Au- ntheibrude vom Zuge erfaßt unb zer­trümmert. Bon ben Insassen wurden die Kauf­leute Franz Denzin unb Georg Freitag so­fort getötet, während ein dritter <hrfaffc einen Nervenschock erlitt.

Schwerer IHotorrabonfofl.

Kiel, 14. Sept. «WTB. Funkspruch.) In der Rähe der Levensau« Hochbrücke geriet der Be­triebsleiter Arp aus Ahrensbök mil feinem Motorrad beim Ausweichen vor einem Kraftwagen gegen einen Lhauf feeftein. Die auf dem Soziussitz mitfahrende5oau des Betriebsleiters wurde durch den Anprall gegen einen Baum geschleudert und war auf der Stelle t o t. Arp selbst wurde mit einem schweren Schädetbruch ms Kieler Kranken­haus gebracht, wo er in bet vergangenen Rächt feinen Verletzungen erlegen ist.

Französische» Doflflugjcng verschollen.

Paris, 14. Sept. (WTB. Funkspruchi) Di« jetzt ist man hier ohne Rachrichk über den Verbleib eines von Bord des Dampfers .I«le de France" mit Katapult nach 9e Bvurget gestarteten Postflugzeuges, das mit dem Piloten Demo geot. einem Beobachter ühb einem Monteur besetzt tft Man fürchtet, daß es im Kanal hat nie vergehen muffen. Die Worgen- presse weist daraus hin, daß daS Flugzeug fee- tüchtig fei und mehrere Tage schwimmen könne. Die Marinepräfektur von Brest hat zwei Avsio» und vier Torpedoboote ausgefandt, um nach dem Flugzeug zu suchen

Roch ein Opfer bet Eifenbahnkatastrophe In Mähren.

Wie aus Brünn gemeldet wird, ist am Don- n«8tag in dem Krankenhause auf dem gelben Berge der bei der Sifenbahnkataftrophe in Saitz verunglückte Otto P b a f f, Mon­teur aufl Eppendorf in Sachsen, feinen Ver­letzungen erlegen. Da» Befinden bet schwerverletzten Frau Otte ist sehr ernst.

Drei italienische Bahnarbeiter vom Zuge überfahrto.

Venedig, 14. Sept. (WTB. Zuntspruch.) Drei Dahnarbeiter wurden hier von einem Schnellzug erfaßt und getötet.

Orkan in Dortdrico.

Rach Kabelmeldangen wütete am Donnerstag früh in Portorico ein schwerer Orkan. Der GefchästSverkehr in gaiu Portorteo ist ein» Sstellt. Die Telearaphendrähtt' find zerrissen.

eher Todesfälle liegen bisher keine Me düngen vor. Au» San Juan wird berichtet, daß der dort herrschende Rordoststurm sich auf eine Ge­schwindigkeit von 90 Meilen steigerte.

Mord in einem Reu Yorker Krankenhau»

R e u h o r k, 14. <ScpL (WTB. Fuickspruch ) Eine Anzahl Verbrecher drang gestern In da» Fordham-Hospital ein und erschoß den im Krankenhaus für Polizei gefangene diensttuen- den Polizisten. Anscheinend handelt e» sich um einen Racheakt.

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