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fkr^Stfl mit seinem Ziel in 1700 Meier Höhe ist die2$kr.berung. t c m-n vv' C<tmed_ au£ unternehmen muh, schon au« Heima.gefühl Da man bereit- in 1000 Meier Höhe zu steigen beginnt, gehört die Tour zu den bequemeren, obgleich eigentlich lein Weg in der Tatra be­quem zu nennen ist. Cie führen alle über Stetngertll zu denMeeraugen", den blinienden Hochfeen Äon den Gipfeln, durchschnittlich in zweieinhalbtausend Me.er Höhe, trägt keiner ein Urttersunft-hq^S. Ungeübten sind die meisten nur mit Führern erreichbar.

Die S)?.*xbene de« Pvvpertale« zwischen Hoher und Niederer Tatra, mit dem ganzen Süden deS Tatragebtrge« einst ungarisch, nun tschechoslowakisch, ist deutschen Wesens voll. Dor sieben- und achthundert Jahren riet Ungarn deutsche Männer, in denen stet- die Wanderlust steckte, um den rauhen Decken urbar S machen Sv strömten sie vom Rhein und von r Saale herbei von Dayern und vom Sachfen- lavde brachen den Sten. ackerten die Scholle, wuchsen Stammes«.gentürnlichkeiten bewahrend, doch zu einer Einheit in der Fremde zu'arn- men. bauten ihre Städte nach deutscher Art mit Marktplatz und Laubengängen und geräumigen Kirchen Reben der Kirch« steht der Tampamle. nicht läulenh-st nach itolieni'chcr Art. sondern kurz und dick, ein Derteidigungswall für KrieqZ- zeiten In Geldnot verpfändete König Sigis­mund sechzehn Zipler Städte an da« benachbarte Polen. Da« blieb 350 Jahre so. Erst 1772 er- «die Zip« sich den Rang einer autonomen n« bi Ungarn. Rassenvermischung in De- drückungszeiten haben manche Merkmale de« Deutschtum« verwischt. Der Magharisierung, die sich teilweise vollzog, folgte 1920 die Einverlei­bung in die Tschechoslowakei. Polen bleibt der Rachbar. dem die Rordseite der Tatra gehört.

Der züretlende Deutsche wird im Zipfer Ober- laich herzlich bewillkommnet. Man pflegt in Pvvrao. einst Deutschendorf geheihen. al« wrchtigsten Eisenbahnknotenpunkt, erste Station zu machen, sowohl wegen de« AuSflug« zu dem Raturwunder der Doo'chauer Eishöhle, als wegen der guten elektrischen Verbindung zu den Kurorten der Hohen Tatra. Sind sie überfüllt, so nächtigt man in Poprad. unmittelbar an der Pforte der Bcrgwelt. DaS saubere, deutsch« aeführte Hotel ..Europa" ist ein moderne« und behagliche« Hau«. Auch da« Karpathen­museum mit Trachten. Hausrat. Tieren. Pflon- len und Desteinproben steht in Poprack. Die Aachbarstädtchen F e l k a und Georgenberg, letztere« ein baulich fremdartige« Dild aus feinem Hügel, sind von deutschsprechenden, deutschlühlen- oen Menschen bewohnt. Weiterhin zieht Kes- matt (Käsemarkt). zieht besonders das noch ganz von Mauern umschlossene Leutschau. ein kleines Bautzen. mit mittelalterlichem Stadtcharakter an. st« gibt Schwärmer, die Leutschau sogar mit Rothenburg vergleichen. Jedenfalls besitzen alle diese deutlchgegründeten Zippstädtchen urwüch­sigen Reiz.

Alle liegen gebettet Im Rahmen arostzüglger Landschaft. Die Zipser Magura. auch ein 5t at- pachengebirgszug. Im Rordosten der Hohen Tatra edelgeschwungene Berge voll Holz- und Beerenreichtum, vermittelt den lieber gang zum berühmten Dunajec-Durchbruch an der pol­nischen Grenze. Wer die Zip« besucht, wird nicht versäumen, die urweltliche Sinbaumfahrt auf dem Dunasec zu unternehmen. Zwei oder vier au-gehöhlte Baumstämme werden zu Flöhen ver­bunden, von zwei stehenden Schiffern gestatt uub so stundenweit durch die vtromschnellen de« Don schroffen Felswänden eingeengten, viel ge­wundenen Rebenflusses der Weichsel getrieben.

Auch da« Zipser vchloh. fchlichtweg Zipser Hau« genannt, eine weitfch chtige Ruine, verdient einen Le'uch. 3n keinem Gebirge komm', der kletterwütige Hochtourist so auf feine Kosten wie n der Tatra, die noch keine Dergbahneii .'ennt. Rack) aller Unwirtlichkeit begrübt er doppelt froh die deutsche Art de« wunderschönen Schmeck« das deutfchc Wesen der Zipser Städtchen, und ist er lelber Deutscher fo ist e« ihm wohl Pflicht, uralt-deutsche Kultur, die vielumdrchte. zu grüßen und zu stützen.

Wanderfahrten.

Lollar Tiefenbach Fronhansen Lollar

Wir fahren nach Lollar und gehen von hier über Kirchberg auf guter Strafte duvh ein 'chönes Daldtal, die >og. Tiefenbach. Vor Eintritt in den Wald hübscher Blick nach dem Altenberg und .n da« Salzbödetal, während wir beim Aus­tritt au« dem Wald eine prächtige AuSficht auf da« breite Lahntal mit vielen Dörfern sowie auf die Marburger und Gladenbacher Berge aeniehen. Der Weg führt uns durch die Otte Sichertshausen und Bellnhausen: hier überschrei­ten wir die Lahn und gelangen bald nach Fron- Haufen mit interessantem Kirchturm (gute Unter­kunft). An einer uralten mächtiaen Dorflinde vorüber geht unsere Strafte durch Odenhaufen an mehreren großen Steinbrüchen vorbei, teil­weise dicht an der Lahn her, nach Rutters­hausen, wo wir den Fluft wieder überschreiten, um über Kirchberg nach unserem Endziel Lollar zurückzukehren. Dauer der Wanderung 4'/, Std.

Reisewinke.

Löst Fahrkarten im voraus!

Wie oft ist es schon vorgekommen, daft Rei­fende ihren Zug noch erreicht hätten, wenn sie beim Eintreffen auf dem Babnbofe nicht eine lange Reihe Personen an den Fahrkartenschal­tern anstehend vorgefunden hätten, so daft sie verspätet aus den Bahnsteig gelangten. Die« tönnte vermieden werden, wenn die Reisenden sich Fahrkarten im voraus lösen wür­den. 3m allgemeinen weift wohl jeder mindestem« einige Tage vorher, wann er eine Reise an­treten wird, und in den Reisebureau« sind Fahr­karten für alle vier Waaenklassen ohne Auf­schlag zu haben. Die M. E. R.-Bureaus verkaufen die Fahrkarten ebenso wie die Platzkarten be­reit« vom dritten Taae vor dem Reisetage ab. Die viertägige Gültigkeit der Fahrkarte rechnet dabei natürlich erst vom Reisetage ab. Bett­karten für die Schlafwagen sind jedoch schon in Verbindung mit Fahrkarten 14 Tage vorher erhältlich. Wer mehr als 600 Kilometer reift, sollte sich an Stelle der Fahrkarte ein Fahr- 'cheinhest lösen, dessen Ausgabe nicht an die dreitägige Frist vor dem Reisetage gebunden ist und auch die Beguemlichkeit der 60tägigcn Gül­tigkeit bietet. Aust er dem kann mit einem Fahr­scheinheft die Reise beliebig unterbrochen werden.

Don deutschen Bädern.

3m Salzschlirfer Kurpark.

Als ob Blütenkelchen leise und behutsam der Sonnenstrahl wieder entstiege, den sie tag-über in sich gesogen, flammen in Grün und Rot, den fröhlichen Farben des Sommer«, aus den Rasen­flächen de« Park« Hunderte von kleinen Lichtern auf. In Dusch und Strauch blühen Feuerdolden. Die groften, ernsten alten Bäume neigen die Kronen dem fremden, fernen Licht da unten zu: ein zärtlicher Wtnd fhielt in ihren Blättern. Grüngoldene Dämmerung löst die Dinge au«

strengen Konturen, m verklärter Unwirklichkeit fchim nert der abendliche Garten Fustwege laucn tote silberne Flüsfe du d> dae hd)t -,c

Grün, und zum Schattentanz der Zweige und Blätter spielt, gedämpft, da« Orchester. Sine mu'ikbc Landschaft. Durch ein GlaS edlen Wein« betrachte ich. wie durch ein Pri-rna. die Men- fchen um mid). Gelöst vom t

Alltag«, unbeschwert von Kran.heil und Sorgen, gebunkenlvS. bedenkenlos froh, sitzen sie. ernt'* finden beglückt wie ich - die Bewegung de« Licht« auf der Rasens läch Illumination? Arranolerte Ratur? Oh nein! Unsere Herzen sind illuminiert, unsere Sinne erleuchtet! Dte« Gla« auf da- Wohl meiner unbekannten Freunde. (Sin Paar beginnt zu tanzen, um die Wette mit dem Licht. Ihm folgen andere. Die weiften Kleider der Frauen lächeln au« dem Grün des Waldes. Der Wen'ch ist in den Rhythmus der Lichtwiefe einbezog.tu Die leuchtet noch, wenn da« letzte Gla« geleert, wenn der letzte Geigen- tim verklungen, der letzte Schritt verhallt ist. Dann redet die lebendige Stille der wunder­tätigen Ratur Lichter im Kurpark erlölchen.

Kirche und Gchule.

Evangelisch» lutherische .Konferenz für Lberhcffen.

ri. (Brünberg, 13.Juli. Die seit Jahrzehnten, so versammelte sich auch diesmal die L u t h e r i s ch e Konferenz für Oberhessen hier im Gast­hausZum Hirsch" zu ihrer zweitägigen Sommer- togung. Nach der von Pfarrer Clotz (Hoizhausen v.d. H.) gehaltenen Eröffnungsandachl und Der Be- gruftung durch den Vorsitzenden, Pfarrer Nebel (Laubach), gedachte man zunächst des 60. Todestages des groften hessischen Theologen Üluauft Dilmar: Stiftspfarrer Lic. Schorlemmer (Lich) zeichnete in einer Ansprache ein Charakterbild diese» groften Kirchenmannes und seiner gerade jetzt wieder zu neuer Geltung kommenden Theologie. Daraus hielt Pfarrer (El o fe (Frischbarn) einen Vortrag über einen der groften Führer der gegenwärtigen Theo­logie. Karl Barth, und würdigte in lichtvollen Aus­führungen seine theologische Stellung. Die Abend­andacht hielt Pfarrer S c r i b a (Wetterfeld). Ein Referat des Mifsionsvertreters Pfarverwalters Draudt (Nieder-Erlenbach) gab bis in die späten Nachtstunden hinein Veranlassung zu einer er­giebigen Aussprache über die Leipziger Mission und den oberhessijchen lutherischen Missionsverein. Der zweite Tag brachte nach der van Pfarrer Schmidt (Schlitz) gehaltenen Morgenandacht einen Vortrag, in dem Pfarrer Nebel (Laubach) aus feiner reichen 45jährigen Amtserfahrung über seelsorgerliche Ge­danken und Erfahrungen sprach. Beide Vorträge der Tagung fanden ihre Ergänzung in einer lebhaften Aussprache.

Spiclplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Geschlossen vom 1. Juli bis 11. August 1928. Erste Dorstellung nach den Fe­rien 12. August: Der Troubadour.

Schauspielhaus. Sonntag. 15. Juli. 16.30 biS gegen 18.30 Uhr (im Waldtheuter des Sta­dions): Der Widevspenstigen Zähmung. 20 616 22.30 Uhr: SchinckcrHannes. Montag, 16. Iull, 20 bi« gegen 22.30 Uhr: Torquato Tasso. DienS- lag, 17. Juli, 20 bis gegen 22.15 Uhr: Vinzenz Fettmilch. Mittwoch, 18. Juli, 20 bis gegen 22.15 Uhr: Vinzenz Fettmilch. Donnerstag, 19. Juli, 20 bis 22.30 Uhr: Torquato Tasso. Freitag, 20. Juli, 20 bis 22.30 Uhr. Torquato. Tasso. SamStag. 21. Juli, 20 bis 22.30 Uhr:

Da« Kätzchen von Heilbronn Sonntag. 22 Iull, 19.30 b-.e 22 Uhr Liliom Bllmtag. 23. Iull, 20 bi« 22.30 Uhr: Tänzer im Fasching

Äriefkasten der Redaktion.

tRcchtsgutachten sind ohne Lerdindiichkeit der Schriftleitung)

1. W. iu St. Wir empfehlen Ihnen, sich wegen

zunächst mit der fraglichen Lebensversicherunasbank m Dribindung zu sctzcn und bei ihr anzusragen, in welcher fiobe sie aufwertet, und wann sie den Betrag auszahlen wird. Erforderlichenfalls wenden Sie sich noch einmal hierauf an uns

Aus öem Amtsvcrkündigungsblatt.

Das Amt»ocrkündigungsblatt Nr 51 vom 13. Juli enthält: Kreisvorani-tiiag 1928. Di« Einfuhr von Kirschen nach Schottland - Straften- fperre-Sufhebung Bürgerknnde in der Fortbil- dungsfchule. Feldbereinigung Londorf. Dienst­nachrichten

Kirchliche Nachrichten.

Coongeliidjc Gemeinden

Sonntag, den 15. Juli. 6. Sonntag nach Xrinitati».

Stadtkirche. K Uhr Pfarrer Ausseld: Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Mattbausgemeinde: 9.30: Pfarrer Becker: 11: Lindcrkirche für die Mar» kusgemeinde: Pfarrer Becker. Zohanneskirche. 8: Pfarrer Bechtoloheimer. Christenlehre für die Neu» tonfirmierten aus der Cufnegcmcintie; 9.30: Pfarrer Ausseld: 11: Kindcrkirche für die Iahannesgemcinde: Pfarrer Ausfeld: 8: Bibelbefprechung im Johannes» faal: Pfarrer Ausfeld. fiapcUe des Allen Fried­hof». 9.30: Pfarrer Lenz: Christenlehre für die Neu» fonfirmicrten aus der Luthergemeinde. Elisa- belh-Kleinkinderschulc (Wetzlarer Weg). 9.45: Pfarrer Bechtolsheimer Wicfcrf. 9.30; 10.45 Christenlehre. Kirchberg. 10: Kirchberg: 11: Christenlehre für di« fonfirmierte männliche Jugend: 1.30: Mainzlar haufen-tBarbcntcid). 10. Hausen; Christenlehre: 1: Garbenteich. Öaftcnborn-Steinberg. 10: Predigt; 11: Christenlehre. Cid). 9.30: Stiftsdechant Kahn; Christenlehre für die männliche Jugend, 12.45: Stiftspfarrcr Tic. Schorlemmer: Fcstgottesdienft an­läßlich des städtischen Iugendsestes.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 14. Juli.

Gieften. 4.30 und 7 Uhr: Deichte.

Sonntaa, den 15. Juli. 7. Sonntag nach Pfingsten,

(Dieben. 6.30 Uhr: Beichte: 7. Messe: Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten: 8: Kommu­nion: 9: Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Pre­digt: 2: satrarnentalische Bruderschaftsandacht. 2.45: Jungfrauentongregation. Grünberg. 9.30: Messe mit Predigt. Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. Laubach. 10: Messe mit Predigt. Cid). 10: Hochamt mit Predigt. Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Scholten. 10.30: Hochamt mit Predigt.

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