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Vie Wetterlage.

Erettaj, dm

.«zu

3d) bleibe immer stehen, wenn

25 bi« 4J. 5alatgvrf< biS 30, Sellerie 30 bi,

bis 100, Tauben 80 bii 90;

da- liebe Frühjahr an", draußen rein" usw.

eine solche

3ft eS doch

25, rote Rüben 15, Spinat 25 bi- 40, Unter- Kohlrabi 10 biS 15. Grünkohl 35. Feldsalat 150, Tomaten 150, Zwiebeln 25 bis 30. Meerrettich 40 biS 100, Schwarzwurzeln 40 di« 90, Rha­barber 30 bis 40, Kartoffeln 4 bis 5, Aeplel 12 biS 20. Suppenhühner 120 biS 130; da« Stück: Ster 10 fr« 11. Dlmnenkvhl 60 bis 180, Salat ' ' Ten 120 biS 130, Lauch 5

singende Mädchenschar herankvmmt.

daS eigentliche Bild be< Frühling-. Zunge

Aus der Provinzialhauptstadt.

Dietzen, km 14. April 1928

Singende Mädchen.

Gin FrühlingSlonntagnachmittag auf dem Lande. Heller Sonnenschein überflutet Wald und Flur. Born nahen Birnbaum schmettert die Amlel ihr Lied. Gänseblümchen und Deilchen blühen, und Freude zieht in jede- Her;. allen Häusern strdmen die Menschen hinaus inS Freie. Der Landwirt, um nach seinen Saaten zu lehen. Ar­beiter und Handwerker, um einmal frische Luft zu schöpfen. Aus den Wiesen, die ihr neue« Grün zeigen, tummeln <td) die Kinder

So ein Sonntag, ein Tag. an den, die Arbeit ruht, ist für alle Landbewohner etwa- Köst­liches. An den Wochentagen kommen sie ja toum dazu, sich an der Ratur und ihrer Schönheit zu freuen. Da heiht eS: Arbeiten und schaffen! Wohl hören sie die Lerche trillern, die Finken schlagen und den Ruf her Amsel, aber waS kümmert daS sie?

Am Sonntag ist da« ganz ander«. Da sind die Hände müßig, da hat man fern Staats­gewalt d an und kann sich boll und ganz dem Zauber deS Frühlings hingeben. Andächtig schreiten die älteren Leute ihre Straße, be­grüßen Rachbarn und Bekannte, bleiben stehen und unterhalten sich über den Stand der Felder. Die Kinder, voller Unruhe, laufen hierhin und dorthin.

DaS Herzerfrischendste aber an solchem Sonn­tag sind die singenden Mädchen. Arm in Arm, die ganze Straßenbreite einnehmend, kom­men sie dahergezogen Betrachte <le dir genau 1 Schaue in ihre frischen Gelichter und in ihre g längen den Augen! Höre, mit welcher Inbrunst sic singen! Sind eS doch mellt liebe, alte VvUS- toeifen, die von Geschlecht zu Geschlecht weiter- wandern alS unvergängliche- Gut. Selten hört man einen städtischen Schlager. Und wie eS bei un« Deutschen ja so ost geht: Wenn wir froh sind singen wir traurige Lieder. ..ES waren zwei KönioSkinder",3d) hab' die Rocht geträumet" und ähnliche Lieder hörst du von den Rlädchen. Aber auch lustige Weisen ertönen: ..Jetzt längt

Menschenkinder in Hollen, luftigen Kleidern. Klar wie der blaue Himmel über ihnen schauen lie in die Welt. Unbewölkt liegt die Zukunft vor ihnen. Jugend und Frühling gehören zusammen.

Unbekümmert um die andern Spaziergänger ziehen die Mädchen ihren Weg. Zu meinem Gruß nicken sie nur und fingen weiter.Wo ist der Schah?" frage ich, und lächelnd zeigen sie nach dem Wald. Wahrhaftig 1 Da oben sieht man einige dunkle Punkte. Da litzen die Burschen und warten.

3m erwachenden Wold, bei Vogelgezwitscher, im Hellen Sonnenlicht, trifft sich die 3ugend. Wir sind froh, baß wir noch kein Kino auf dem Lande haben. Wir freuen unS, daß sich Mädchen und Burschen im Walde zusammensinden und nicht in der rauchgeschwängerten Wirtschaft oder im EafS.

Denn die Scmne untergeben will, sammeln sie sich zum Zuge. Boran die Mädchen, hinter­her die Burschen, und mit gemeinsamem Gelang wandern sie zum Dorf zurück. Die Leute er­scheinen an den Fenstern, um ihnen nachzuschauen. Oft auch gehen sie paarweise, um zu zeigen, wer zusammen gehört". DaS ist ja hierzulande kein Geheimnis.

Wenn du solch einen lustigen Zug Vorbeigehen siehst, dann laß deine Arbeit liegen, und schaue ihm nach und horche auf die Lieder 1 Es ist etwaS für« Auge und etwa« für« Herz. Und kommst du dann in deine AlltaaSwelt zurück, dann kannst du wohl vor dich hinlummen:

»Ich habe den Frühling gesehen. . ." P.

Daten für Sonntag 15. April.

Sonnenaufgang: 5.06 Uhr, Sonnenuntergang: 1&55 Uhr. Mondaufgang: 3.40 Uhr, Mond- Untergang: 12.23 Uhr.

1632: Sieg Gustav Adolfs über Tillh bei Rain am Lech. 1800: Der britische Seefahrer 3ameS Clarke Roß in Dallorroch geb. lgest. 1862). 1832: Der Dichter und Zeichner Wilhelm Busch in Wiedensahl geb. (geft. 1903).

Daten für Montag, 16. April.

Sonnenaufgang: 5.03 Uhr. Sonnenuntergang: 18.58 Uhr. Mondaufgang: 4.06 Uhr, Mond« Untergang: 13.44 Uhr.

1796: Der Seefahrer Sir Franklin in SpilSbh geb. lgest. 1847). 1844: Der Schriftsteller) OSkar A. H. Schmitz in Homburg v. d. Höhe geb. 1922: Deutsch-russischer Vertrag zu Rapallo.

Äicücner Wochcnmarktpreise.

GS kosteten aus dem heutigen Wvchemnarlt daS Pkund: Butter ISO biS 200. Matte 30 bi« 35. Käse 60 biS 140, Wirftng 40 bis 45. Weiß- traut 25 bi« 30. Rotkraut 40 bi« 45. gelbe Rüben

Erhaltung ßabet, Bk dem deutschen Volke wieder Achtung und Geltung in der Welt verschaffen wollen. Friede und Verständigung nach außen, richtige und wahre VolkSordnnng im 3nnern, 1*2« ist unsere Parole

Dietkirchen.

" Gin schlechter Aprilscherz. Dev Wettergott hat unS heute früh mit einem schlech­ten Aprilscherz überrascht. Rachdem schon gestern abend und im Lause der Rächt das Wetter einen recht Obfen Charakter angenommen hatte, konnte man heute früh beim Erwachen de« jungen Tage- und bis in die ersten Vormittags­stunden hinein ein lebhaftes Schneegestöber sest- stcllen, das zwar der Eigenschaft des April als wetterwendischen Gesellen angepaßt war. aber nach den schönen und warmen Tagen der letzten Zeit doch immerhin stark aus dem Rahmen fiel. 3m Verlaufe der Vormittagsstunden hörte zum Glück der weiße Flockentanz auf. und all­mählich scheint sich nun eine Besserung der Wetterlage einzustellen. Hoffentlich schreitet der Wettergott aus diesem besseren Wege fort und beschert den Konsirmanden. die morgen zur Ein­segnung schreiten, einen fchBnen und freundlichen Frühjabr-iag.

* Straßensperre. 3n bet Bahnhofstraße zwischen Liebigltraße und dem Bahnhof finden ab Montag. 16. April, Kanal- und Hausanfchluß- arbeiten statt. Die Straße ist deshalb zeitweife polizeilich gesperrt. 3n der Zeit, in der auf der einen Seite der Straße der Verkehr freigegeben wird, ist größte Vorficht beim Fahren nötig; dies erfolgt ans eigene Verantwortung der Führet der Fahrzeuge.

- Die nächsten Diehmätkte in Die- ß en finden statt, am Dienstag. 17. April, Rind­vieh- (Ruhv'eh-) Markt, am Mittwoch, 18. April, Gchweinemarkt.

Früherer Wochenmarktbeginn. Vom nächsten Dienstag ab beginnen die Gießener Wochenmärkte um 7 Uhr morgen« und enden um 13 Uhr.

" Obe rh elfischer K-tn st vetein. Da ein Teil der zur ZZt aufgelegten Werte de« Malers P. A. B ö ct st i e g e l - Dresden weitergesandt werden mußte, <o wurde die Ausstellung durch andere Werke des Künstlers, insbesondere Tier- zetchnungen. ergänzt. Reu ausgenommen wurden aus Prwatbefitz. Gemälde bulgarischer Meister ' Besitzer Professor Dr. R ö r r - Gießen) und Blei­stiftzeichnungen des verstorbenen Maler« W. T r a u t s ch o l d (Besitzerin Frau Profestor von Hofmann- Gernsbach), zwei Bürgerinnen Die­ßens au« der Mitte de« vorigen ZahrhundertZ darstellend. Siehe heutige Anzeige.

BeneNzvor Heilung im Stadt- tßeater. Man schreibt un«: Die Mitglieder­schaft des Gießener StadttheaterS bringt am SamStag. 21. April, ZuckmayetS Lustspiel .Der Fröhliche Weinberg" al« Benes izvvrstellung heraus. Viele Gießener, die daS Stück noch nicht gesehen haben, werden sich freuen, daß ihnen diefe Gelegenheit noch einmal geboten wird. Diejenigen, denen das Stück bekannt ist, werden gern um des guten Zwecke« teilten ein zweite« Mal kommen, zumal die Besetzung die ?leiche ist wie vor zwei 3ahren. Der Vorver- aui beginnt am Montag, den 16. April an der Tageskasse und den Vorverkaufsstellen. Die Vorstellung findet zu gewöhnlichen Preisen statt.

*' Der Dienst der Reichsbehörden am 1. Mai. DaS Reichskabinett hat beschlossen, den Dienst der Reichsbehörden und der Reichs- betriebe am 1. Mei in der gleichen Weile, wie in den Vorjahren, nach den folgenden Richtlinien zu regeln:3n den Ländern, in denen der 1. Mai al« gesetzlicher Feiertag anerkannt ist. d. h. in den Ländern Sachsen. Hamburg. Lübeck und Schaumburg-Lippe, ist auch in den Reichsbehörden und -betrieben auf die Lande«gesetzgebung Rück­sicht zu neßmen. 3n den Ländern, in denen der 1. Mai nicht al« gesetzlicher Feiertag gilt, haben Beamte. Angestelne und Arbeiter, welche zweck« Teilnahme an einer Feier am 1. Mai dem Dienste oder der Arbeit femMetben wollen, rechtzeitig bei ihrem Dienstvorgesehten um Befreiung vorn Dienste nachzusuchen. Solchen Anträgen ist grund­sätzlich überall soweit yt entsprechen al« babutd > die notwendige Fortführung des Dienstbetriebes nicht in Frage gestellt wird. Bei der önt- scheidung über derartige Gesuche soll nicht eng­herzig verfahren werden. Die hiernach beantragte und bewilligte Freizeit ist bei Beamten und Angestellten auf den Erholungsurlaub anzurech­nen. Da« gleiche kann auf Wunsch bei Arbeitern gcf(ßeßtn. Wird von Arbeitern nicht ausdrücklich um Anrechnung auf dcn Erholungsurlaub nach­gesucht, so wird für die Dauer der Arbeits- t»er<dumnt« Lohn nicht gewährt. Bon bet An-

Kalhollsche Gemeinden

Samstag, den 14. April.

Gießen. 4.30 und 7 Uhr: «eichte.

Sonntag, den 15. April. Deister Sonntag

Gießen, 6.30 Uhr: «eichte: 7: Messe: Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten: 8: Kommu­nion; 9: Hochamt mit Predigt; Feier der ersten hl Kommunion der Kinder; 11: Messe: 3: Andacht mit Segen. Grünberg. Kein Gottesdienst. Hungen. 9.30: Hochamt und Erstkommunionfeier. tich. 7.30: Hochamt mit Predigt-

Montag, den 16. April.

Gießen. 8 Uhr: Amt für die Erftkommunikanten.

Tanntag«dienst v.«erzte «.Avotdekeu am ß 4.2R Dr. Steinreich. Dr. Wolf. Hirtchnnvtbeke.

Zahnarzt: Dr. Hnnhach, -D

TageSkalender für Sonntag Skvdk- t^eater 6 Uhr: .Da« Dreimäderlhaus (Ende gegen Q ilßr). Rational-Sozialistische deutsche Arbe ter-Partei: 3 Ubr nachm., (Safe Leib, öffent­liche Versammlung. -- Gießener Radfahrer-Ver- etn von 1885 2 llhr nachm.. .Hessischer Hol". Qhtfobren. Bienenzüchterverein Gießen und Umgebung: 3 Uhr nachm. bei Kraft IFrank­furter Straße), Mitglieber-Derfammlung. Lichtspieltheater wie Samstag. -

Männer- und Frauen-Vereini- gung der MatthäuSgemeinde. Rächsten Dienstagabend im Gemeindefaal. Kirchstratze. Hauptversammlung. Siehe heutige Anzeige.

Da« westindische Parodie«. Am fommenben Dienstag hält der Korv.-Kapitän a.D. Breithaupt tn den Palastlichtspielen einen Filmvortrag, betitelt .Au« der tropischen Heimat des Golsstrorne« (Da« westindische Paro­die«)'. Der Film führt, den Spuren de« großen Entdecker« folgend, in die herrlichste Tropenwelt Mittclamerikao und de« westindischen 3nfel- Paradiese« hinein. Ausführlich beschäftigt er sich fobairr. mit dem Panamakanal. Kopt. «reit- Haupt, ein guter Kenner West Indien«, erläutert da- Filmwerk. Man beachte die heutige Anzeige.

da« Bund Radieschen 20 bi« 30 Pfennig.

Bornotizen.

TageSkalender für SamStag: Bauerscher Gesangverein: 8.30 Hßr, VereinSlokal, orbentliche Generalversammlung Verein ehe­maliger 116er: 8 Ubr. .Postkeller-, General­versammlung. Reichsbund der Zivildienst­berechtigten' 8V0 Uhr, .Stadt Lich". WonatS- versammlung. Dürgervrreinigung .Sachsen­hausen": 8 Uhr, .Fischerhos". IahreS-Haupt- Versammlung. GabelSberger Stenographen- nereir.: 8.30 Uhr. Kaufmännisches Vereins Haus. Versammlung. Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Das Schicksal einer Rächt." Astvria-Licht- spiele: .Rivalen der Wildnis."

Die ersten Wahlparolen.

3<reknt<ninö Rede und da» Programm 1 ded Zentrums.

Bon unterer Berliner Redaktion.

Berlin. 13. April. Der eigentliche Wahl- kaTnpf. za dem die Aufstellung von Kandidaten­listen und die verschiedenen Kundgebungen der Partesbureau« nur den Auftakt bilden, ist gestern durch die Kaffeier Rede de« Reich«- außenminifter« Dr. Strefemann und durch die Rede de« Prälaten Dr. K a a « auf der Reichsausfchußtagung der Zentrumspartei formell und tatsächlich eröffnet worden. Man kann also jetzt wenigsten« für die beiden großem Mittel- parteien den Weg übersehen, den sie im Wahl­kampf zu geben beabsichtigen.

Reichsminister Dr. Strefemann rückt inner- politisch zunächst einmal sehr entschieden von jeder Kulturkampfparole ab und vertritt mit zwingender Logik den Standpunkt, daß Zentrum und Deutschnokipnale in der Frage des Schul- geiehe« die Flinte ins Korn geworfen hätten, in einem Augenblick, wo von volkspartellicher Seite Gedankengänge akzeptiert und vorgcschlagen waren die sich mit dem früheren ReichSschul- gesetzentwurf des Kabinett« Fehrerboch deckten. ($r führt die Landbund-Propaganda auf ißren Kern zurück und verweist mit Recht darauf, baß man nicht allein mit Mitteln de« Zoll- schutze«. sondern mit moderner Organisation den zweifellos brennenden Bedürfnissen der Land­wirtschaft helfen kann. Prinzipiell aber führt Dr. Strefemann in einigen Sähen von großer Wich­tigkeit da« au«, was er mindesten« persönlich auch bisher schon praktisch betätigt hat: die Abkehr non IrVr reinen Partelenpolitik, in bet sich daS 3ntereftc der Partei zum Selbst­zweck erhebt und die.PopularitätShafcherei" auch um den Preis einer Benachteiligung der natio­nalen ®cl3müntereff«n betrieben wird: sie muß vor einer verantwortung-betoußten Partei'üh- rung allo vor einem größeren Streben der Parteien nach F ü hre r p e r s ö n 1 i ch- feiten zurücktreten. 3n diesem Sinne verurteilt er auch den Kampf um die StaatSsorrn und spricht rückhaltlos au«, daß seine Partei bewußt am republikanischen Deutschland und im republikanischen Deutschland" arbeite. Für den gegenwärtigen Augenblick, der große außenpoli­tische, wirtschaftliche und soziale Fragen xuv Lösung ausstellt, predigt er einen gewissen Op­portunismus im guten Ginne, d. h. die S ch a f - jung einer tragf äßigen Mehrheit ohne Dvranstellung der (wirklichen oder soge- naimten) Parteiideale.

Prälat KaaS, der auch al« Außenpvli- titer eine immer größere Rolle in der Zent rum«- Partei spielt und durch feine verständige und kon­ziliante Auffassung vom Rotwendigen und Mög­lichen ein wichtiger Faktor unterer Außen- und veionders Böllerbundspolitik geworden ist, stützt seine Ausführungen gleichfalls auf eine ab­fällige Kritik der übertriebenen Parteidemagogik. ör unterstreicht, wie da« schon fein Vorredner THare getan hat und wie e« Dr. Strefemann für seine Partei zur Ablehnung der Trugschlüsse für notwendig hielt, die da unb dort au« der bisherigen Koalition von der össenllichen Meinung gezogen wurden, da« Bekenntnis zum Staat in seiner effek­tiven, republikanischen Form. Dabei findet er aber wohltuende Worte für da« Streben nach Erhaltung alle« Guten au« berCBer- gangenßett, für die Rotwendigkelt. den Auf­bau in dieser noch lebendigen Vergangenheit zu verankern. Verständigungspolitik im 3nnem und nach außen unter Zurückweisung aller Extreme der nationalistischen und Internationalistischen Richtung ist seine Parole. Unb sie Ist trotz be­greiflicher 3nanspruchnahme von 'Derbiensten für feile Partei, auch im Rahmen der bisherigen .Koalition, ein sichtbare« Bekenntnis zu der starken Mitte, tote sie auch die Deutsche Voll«partei al« Wahlziel anstrebt. 3n diesem Punkte also stimmen die Wahlparolen der beiden Mittelparteien sehr weitgehend überein.

Der GeschästSgang beim Kreis- a m t Gießen. 3m neuesten AiritsverlündigungS- blott welst ba« Kreis amt Gießen wiederholt daraus hin, daß AmtSiage beim KrclSarnt nur Dienstag« und Freitag« vormittag« jeder Woche lind. Während der übrigen Zeit sind die Dienstzimmer de« KrelSamte« sür da« Publllum geschlossen, so daß Besucher de« Krelöamt« -- soweit es lich nicht um Fälle allerbringendster An handelt auf Abfertigung nicht rechnen können.

' Straßensperrungen. Wie der Ober- hesfische Automobilclub. Gießen, mitteilt, werden folgende« Straßen gesperrt: Straße Aßlar Werdors im Zuge der Landstraße Wetzlar- Herborn (vorn 17. bis 28. April). Umleitung über Bechlingen - Breitenbach: Straße von km 22.5 bi« 20.0 im Zug dar Landstraße Herborn Hachenberg (vorn 18. April bis 16. Mai». Um­leitung über Waldaubach. Willingen, Reukirch; Straße 0 b e r-T i e s e n b a chL1 rnb u rg Im Zuge der Straße WeilburgLimburg (vom 10. April bl« 12. Mal), Umleitung über Dehrn

Air-cklicke Nachfichten.

Enang?llsche Gemeinde«.

Sonntag, den 15. Aprll. OuaPmobogenIH.

Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr. Konfirma tion ber Kinder au« der MatthSusgemeinde; 9ei,,r des hl. Abendmahls; 6: Pfarrafsiftent Hertel 3o- hannesklrche. 9.30. Pfarrer Ausfeld; Konfirmation der üinder aus ber Zohannesgemeinde; Feier br» hl Abendmahls: fi: Pfarrer Dechtolsheimer; 8: Bibel belprechung im Zohannesfaal, Pfarrer Bechlolshet m.-r. Kapelle bei Alien Friedhof». 9.30: Pfarrer Müller. Haufen-Garbenieich. 10: Garbenteich; hl Ab-ndmahl: 1: Haulen. Kirchberg. 10: Kirchberg 11: hl Abendmahl für die alten (B-meinbegfleber von Dai bringen und Ruttershaufen: 130: Lollar. Cid). Kollekte für das Krüppclheirn: 9.30: Stifte- Pfarrer S(ßorlemmer; Konfirmation: hl. Abendmahl: 2: Konfirmationsnachscier, Stiftspfarrcr Schorlem mer. Diefeck. 9: Beichte; 9.30: Predigt: im An fchluß hl. Abendmahl. IDaßenborn-Sldnbetg. 9 Beichte: 9.15: Predigt; im Anschluß hl. Abendmahl (ältere Eheleute); 1: Christenlehre. Alien-Buse<k. 2: Uhr.

rechmmg auf den Grtzoltmgstirlautz ober ßff Lohnkürzung kann abgesehen werdeir. wenn die Rachhvlung der versäumten Arbeitsstunde« anderweitig lichergestellt ist. 3n Betrieben, in denen Dienstdesreiuna zur Befrirdigung rcllgiöier Bedürfnisse an staatlich nicht anerkannten Feier­tagen ohne Anrechnung auf den Erholungsurlaub unb ohne Cobnlünung gewährt wird, gilt da« gleiche auch für Dienstbefrtlungen am 1. Ma».

Der Mandolinen-Wettstreit tn Gieß e n. Der Mandolinen- unb Gitarren verein .Reapoltta veranstaltet, wie schon mitgeteilt, am 5. unb 6. Mai tn der DolkSbaUe einen Man- bnltncn- unb Gitarren-Wettstreit, dem ein Fest- Kommers vorau-geht. «Siehe heutige Anzeige.) Gegenwärtig bemüht sich ber WolrnungSauSschust um Belchafsung von Quartieren für Die Gäste, bic vom Rhern Mam. au6 Hessen unb dem Siegerland zum Wettspiel unsere Stadt be­suchen. Die Ausgabe, die ber Wohnungsausschutz zu bewältigen hat. Ist groß, aber sie kann zur völligen Zufriedenheit gelöst werden, wenn alle Büraertreile durch die Bereitstellung auch her kleinsten Räume mitbetten. Die Gäste, die eum größten Teil au« Zugendllchen bestehen, stellen keine großen Ansprüche und sind e« gewöhnt, selbst mit der bescheidensten Unterkunft zufrieden zu Wn. Wenn die Vertreter de« Wohnungsa»»«- schufse« Hilfsdereillchaft unb Entgegenkommen finben, dann wird auch die Quartier frage be­friedigend zu iöfen unb Damit eine der Houpk- l'ebingungen für daS Gelingen der aroßen Ber- anftaltung erfüllt fein.

Horch, wo« kommt von Fast immer singen bic

Der Wahlaufruf der Zentrumspartei.

Berlin, 13. April. (WB.) Sie Deutsche Zen- krmnsdartei veröffentlicht anläßlich der bevor­stehenden Wahlen für Reichstag unb Lander- parlcunente einen Aufruf, In dem fie schretot

Die Fortführung ber beutschen Friedenspolitik auf dem Boden ber Völkerverstänbigung in einer wahrhaften euro­päischen Orbnung. Räumung ber besetzten Gebiete, Wiebcrvereinigung bes Saargebiet« mit dem Mrttterlandc. Regelung bet parationSverpflichtungen im Gmne einer Begrenzung unb Befristung der Lasten, Schutz und fürforgerischc Betreuung der Grenz­gebiete, Abrüstung aller Völker gehören zu den nächsten Zielen unserer Außenpolittk. Dir wollen und müssen wieder etn freie« Volk auf freier deutscher Erde werden!

3nnerpoli1isch bedürfen wir einer tiefen Erfassung von Staat unb Staatsaufgaben in lebendiger Auswirkung unserer republikanischen Verfassung. Voll und Staat sind heute eins. DaS ganze Voll muß ^ter der VAassung fern.

Eine weitblickende welttetrtschaftllche Politik, eine alle SrwcrbSstände gleichmäßig fördernde Dirtf chaf t Svo l itik. planmäßige Tarif- pvlüik, gerecht auSglcichendc Steuerpol,tik unb Lastenausgleich zwifchen Stabt und Land tun not Die Lieberwindung der gegenwärtigen -not - läge in der Landwirtfchaf. befragten wir als eine Angelegenheit aller schaffenden

itoter den sozialpolitischen Einzelaus­gaben behalten neue« ArdoitSrecht. Versicherung unb Arveiterfchutz. durchgreifende Dohnungs- Politü. Sicherung der Gristkn.z n

unb Angestellter sowie eine wirkungsvolle Hllfe rßr kinderreiche Familien ihre vordringliche Be- ^Kul^t urpol itisch geht e« um Me erßal- tung der religiösen Lebenswttte, um die Er- Ziehung ber 3ugend. urn^ den Bestand von christ­licher Sitte und Ehe, Famtlle und Dollslebem Die Deutsche Zentrumspartei will alle, gleich welcher Konfession und welchen Standes um ihre Fahnen sammeln. 3n der praktischen Polttck der Zentrumspariei ist für alle Raum, d,e zum Voll als der Gemeinschaft deS Schicksal« stehet», die da« materielle und geistige Wohl aller Vollsschichten in einer sozialen Staatspolitik wollen und gewillt sind, christliche Sitte tn diesem Volke zu erhalten und zu kräftigen, die ein «ntfrickttacS 3a für den Staat und ferne

WtMtr ou"»»e*' 3«<ioovtn q >ier*8Chn wertwrll We »ftw fbfgen nwt 4rn wt*»t Oie rait* Uaimw« mwHfn {«» kn dit Tfmptraltn in 0« i'rx» #*,►*« Orte en***« eu! »Wrresn'Vtie umet/tcentif« uhtift

Wettervoraussage.

Die aus dem skandinavischen Hoch entstammenden falten Lustmassen haben zu weiterem Temperatur» rückgang geführt. So lagen im nördlichen Deutscw land heute morgen die Temperaturen vereinzelt unter Null. Außerdem traten verbreitete Nieder- schlage auf, die vielerorts In fester Form nieder gingen. Da von Westen ein neue» Ttesdruckaebitt heranrückt, so besteht noch keine Aussicht auf Hess.' rinig der Wetterlage, nur dürfte beim Umdrehen der Winde nach Ludosten eine langsame Erwärmung tattsinden, die sich aber erst später bemerkbar machen wird.

Wettervoraussage für Sonntag Wollig, noch kühl, stellenweise Temperaturen nachts um Rutt. weiterhin vereinzelte Riederschläge.

Witterungsaussichten für Montag: Wechselnd . wolkig mit langsamer Erwärmung.

Lufttemperaturen am 13. April- mittags 7,4 Grad Celsius, abends 4,1 (Srad Celsius, am 14. April morgens 1,1 Grad Celsius. Maximum 7,4 Grad Cel ftus, Minimum 0,3 Grad Celsius. Erdtempera- kuren In 10 Zentimeter Hefe cm 13. April, abends 9,1 Grad Celsius: am 14. April: morgen# 6,7 Grad Celsius.-Niedertchläge 5,1 Millimeter.

Mädchen zweistimmig. Von leibst finden sich einige gut geschulte Altstimmen, die in schlichter Weise die Melodie begleiten.

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